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E-Sport: Overwatch-Profispielerin Ellie sorgt für Eklat

Mittlerweile ist es kein Exklusivrecht von Fußball und Co ihre kleinen und großen Sportskandale zu haben. Auch im E-Sport gibt es immer wieder unschöne Zwischenfälle. So zuletzt mit der Overwatch-Profispielerin Ellie, die sich aufgrund von Sexismus aus der Contenders League zurückzog – nach nur zwei Wochen. Nun stellt sich allerdings heraus: Ellie hat nie existiert. Die Streamerin Aspen vom Team Cloud9 enthüllte, dass hinter Ellie der Overwatch-Spieler Punisher steckt. Dieser habe ihren „Leak“ auch abgesegnet. 

Eine Spielerin, die aus dem Nichts kam

Doch schauen wir ein wenig zurück. Am 22. Dezember verkündete das Overwatch Team Second Wind, Ellie für die kommende Saison neu verpflichtet zu haben. Zu dem Zeitpunkt war Ellie ein schwarzer Fleck auf der E-Sport-Landschaft. Niemand kannte die Spielerin und auch ihr Twitter-Account ging erst im Dezember online.

Während es doch einige gab, die sich auf den Neuzugang freuten, hagelte es auch viel Kritik. Teils weil sie so völlig aus dem Nichts kommt, teils einfach weil es sich offenbar um eine Frau handelte – der E-Sport ist noch immer stark dominiert vom männlichen Geschlecht. Die Streamerin Aspen verriet bei ihrer Enthüllung, dass Ellie sogar eine Art soziales Experiment war, welches außer Kontrolle geriet.

Blizzard ermittelt

Schon vor dem Leak gab es Gerüchte, Ellie sei nicht echt. Sie nutzte während des Spiels kaum den Voice Chat und wenn doch, dann meist recht verzögert. E-Sport-Experte Rod „Slasher“ Breslau, stellte die Identität auch bereits vor der Enthüllung in Frage und erhielt sogar Screenshots einer Konversation, wo Punisher über seine Aktivitäten für den Ellie-Account schreibt. Bald darauf schaltete sich Blizzard ein, der Entwickler von Overwatch, und bestätigte, dass es sich um einen sogenannten Smurf-Account handelt – so nennt man Zweit-Accounts, die unter anderem von hochrangigen Spielern erstellt werden, um mal auf einem niedrigerem Level zu spielen.

Mittlerweile gibt es auch ein offizielles Statement des Teams über TwitLonger. Second Wind habe nichts Auffälliges bemerkt, als man mit Ellie in Kontakt trat, die auch auf Anrufe und private Nachrichten reagierte. Aufgrund eines fehlenden physischen Kontakts mit den Spielern wolle man bei Second Wind zwar die Identität der Spieler überprüfen, gleichsam aber auch ihre Privatsphäre respektieren.

Nach aufkommenden Anfeindungen und Doxxing-Drohungen (unerlaubtes Veröffentlichen privater Daten im Internet), bat Second Wind Blizzard, Ellies Namen nicht auf der Contenders Website zu veröffentlichen. Nachblickend gesteht Second Wind, mit dem Thema schlecht umgegangen zu sein. Das Team entschuldigt sich bei der Community für den Vorfall.

Schadet der Vorfall weiblichen E-Sportlern?

Fake-Account oder nicht – der Skandal zeigt, dass es in der E-Sport-Szene noch immer Sexismus-Probleme gibt. Liz Richardson von der E-Sports-Seite Overwatchscore ist der Ansicht, dass der Skandal um Ellie, die Situation für Frauen im E-Sport sogar noch schlimmer macht.

„Abgesehen von den Beteiligten wird dieser ‚Stunt‘ dauerhafte Auswirkungen auf JEDE Frau haben, die versucht, in die Contenders einzusteigen. Sie werden ALLE jetzt Gegenstand von „lol sind Sie real???“-Belästigungen sein.“

Auf der anderen Seite bleibt die Frage, ob die Anfeindungen nicht vor allem mit der suspekten Situation von Ellie einher kamen. Schließlich gibt es im Overwatch-Umfeld auch viele anerkannte Frauen (wie eben Liz Richardson oder Aspen). Leider ist Sexismus das einfachste Mittel Druck auszuüben oder jemanden zu verletzen. Immerhin hat Ellie diese toxische Seite des E-Sports medial auf den Tisch gebracht. Bleibt zu hoffen, dass dieses missglückte Experiment am Ende doch eher wachrüttelt, anstatt E-Sportlerinnen weitere Steine in den Weg zu legen.

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • VIRTUAL REALITY t3n: HTC soll über Verkauf der Virtual-Reality-Sparte nachdenken: Auch an der diesjährigen Gamescom war Virtual Reality an gefühlt jedem zweiten Stand vertreten und gar nicht mehr aus der Gamesbranche wegzudenken. Einer der größten Player auf dem VR-Markt, HTC, steht jetzt womöglich kurz davor, seine VR-Sparte zu verkaufen. HTC stellt mit der Vive eines der aktuell bekanntesten VR-Headsets her. Sogar ein Verkauf des kompletten Unternehmens soll in Erwägung gezogen werden.

  • HYBRID golem: James Bond fährt bald Hybrid: Das Kultfahrzeug des fiktiven, britischen Geheimagenten soll es in Zukunft in “umweltfreundlich” geben. Die Luxusmarke Aston Martin, die James Bond seit jeher den Dienstwagen bereitstellt, plant eine Zukunft als Hybridhersteller. Ab ca. 2025 sollen ausschließlich Hybridfahrzeuge angeboten werden und auch ein reines Elektroauto sei in Planung. Der Unternehmenschef Andy Palmer teilte der Financial Times zudem seine Prognose mit, dass 2030 schon 25 Prozent der verkauften Fahrzeuge Elektroautos seien sollen.

  • SEXISMUS sueddeutsche: Sexismus im Algorithmus: Wenn eine Bilderkennungssoftware das Bild einer Küche automatisch mit dem Wort “Frau” assoziiert, ist das nicht gerade erfreulich. Dem Informatiker Vicente Ordóñez ist kürzlich ein derart sonderbares Verhalten an der Bilderkennungssoftware aufgefallen, die er gerade entwickelt. Die Bilder von unterschiedlichen Aktivitäten werden dabei geschlechtsspezifisch gewertet. Einkaufen und Kochen wird Frauen zugeordnet, Schießen oder Trainieren dagegen Männern. Zwei IT-Professoren der Universität von Massachusetts, wollen sich mit der Software „Themis“ nun des Problems annehmen.

  • TV horizont: Pro Sieben Sat 1 hält trotz schwachem TV-Markt an Jahreszielen fest: Video on Demand-Dienste schwächen nach und nach den TV-Markt. Auch einem der größten Netzwerke, Pro Sieben Sat 1, macht dieser Wandel zu schaffen. Der Münchner Medienkonzern berichtete, dass sich die Werbeeinnahmen des dritten Quartals unter den Erwartungen entwickeln. Pro Sieben Sat 1 will nun die Konzernstruktur unter die Lupe nehmen, um sich besser auf den Wandel der Medienlandschaft auszurichten.

  • GAMESCOM ign: Gamescom 2017: Das waren die Highlights der IGN-Redaktion: Eine Woche ist bereits wieder seit dem Start der Gamescom 2017 in Köln vergangen und langsam aber sicher einigen sich die Redaktionen auf ihre Tops und Flops der dort vorgestellten Spieletitel. Die IGN-Redaktion hat sich die üblichen Verdächtigen wie Battlefield oder Need for Speed angesehen. Aber auch unbekanntere Titel wie das Playstation VR-Game Moss haben das Interesse der Redaktion geweckt. Zudem lässt die Hardware der präsentierten Xbox One X auf die wohl stärkste Konsole aller Zeiten hoffen.

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5 Lesetipps für den 11. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um die deutsche Rape Culture, Verschlüsselung, Nachrichten fürs Darknet, die Störerhaftung und öffentliches WLAN. Ergänzungen erwünscht.

  • RAPE CULTURE Vice: Rape Culture in Germany Is Not an Imported Phenomenon: Die Debatte um die schlimmen Ereignisse in der Silvesternacht in verschiedenen deutschen Städten, vor allem in Köln, zeigt an sich schon verschiedene gesellschaftliche Probleme auf. Eine vernünftige Trennlinie in der Debatte, die auch gesellschaftliche Ursachen für Sexismus berücksichtigt, ohne dabei nur rassistisch motiviert zu sein, findet sich selten. Dabei ist beides, sowohl Sexismus als auch Rassismus, ein sehr deutsches Problem, das leider tief in unserer Gesellschaft verankert ist. Weder ist Sexismus „importiert“, noch Rassismus überwunden.

  • VERSCHLÜSSELUNG The Dialy Dot: Encryption didn’t save El Chapo: Sicherheitsfanatiker argumentieren gerne, dass man doch lieber auf Bürgerrechte verzichten sollte, um Kriminelle und Terroristen aufzuspüren, die sich hinter Technologien zur Verschlüsselung und Anonymisierung verstecken. Der mexikanische Drogenboss El Chapo kannte und nutzte diese Technologien, ganz wie es von den Sicherheitsfanatikern behauptet wird. Am Ende hat den auf der Flucht befindlichen El Chapo aber nicht die Verletzung der Bürgerrechte überführt, sondern klassische Ermittlungsarbeit, die nicht versucht technische Stärken zu brechen, sondern menschliche Fehler auszunutzen.

  • DARKNET Wired: ProPublica Launches the Dark Web’s First Major News Site: Das Darknet ist im Grunde ein Peer-to-Peer-Overlay-Netzwerk, dessen Teilnehmer anonym untereinander in Verbindungen stehen und sozusagen ein Internetnetz neben dem uns bekannten World Wide Web bilden. Es gibt es, auch wenn nicht unbedingt weiß, wie es genau aussieht oder wie groß es ist. ProPublica bietet jetzt als erstes Medienunternehmen einen Nachrichtendienst für das Darknet an. So können Nutzer anonym Informationen konsumieren und Anonymisierungsdienste zeigen, dass sie mehr machen als Kriminelle zu schützen. Sie wahren auch unser Recht auf anonyme Kommunikation.

  • STÖRERHAFTUNG Süddeutsche.de: Drahtlose Netze – Gestörte Gesetzgebung: Das deutsche Rechtskonstrukt der Störerhaftung, das Anbieter eines WLANs in Anspruch nehmen kann, wenn Störer eine Schutzrechtsverletzung begehen, wird bestimmt kein Exportschlager. Der Sinn dahinter ist auch sehr schwer zu erklären, einfach überall anders sieht man den Nutzen freien Zugang zum Netz zu schaffen. Trotzdem tut sich gerade die deutsche Bundesregierung sehr schwer damit, die Störerhaftung abzuschaffen. Und die gesetzliche Neugestaltung entpuppt sich stets als eine Verschlimmbesserung. Die Leidtragenden sind weiterhin die Bibliotheken, Museen und Cafés.

  • FREE WIFI Upworthy: New York City finally figured out what to do with all its old phone booths: Wenn man keine Störerhaftung hat, kann man sich um wirklich wesentliche Aufgaben kümmern. Besipielsweise die Umsetzung der UN-Erklärung von 2011, die den Zugang zum Internet als Menschenrecht definiert. Die Stadt New York City versucht es und hat 2012 ein Projekt ausgeschrieben, dass die kaum noch genutzten Telefonzellen der Stadt in WLAN-Hotspots umwandelt. Drei Unternehmen installieren bis zum Sommer 2016 rund 500 Hotspots, perspektivisch werden es einmal 7.500, die eine Geschwindigkeit von 1.000 MBit/s anbieten werden.

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5 Lesetipps für den 4. November

In unseren heutigen Lesetipps geht es um Herzen auf Twitter, Creative Commons, das Internet Of Things, die Frau hinter BroadbandTV und eine Verteidigung des Barts. Ergänzungen erwünscht!

  • SEXISMUS Psychology Today: Is There a Problem With Bearded Men?: Eine australische Studie legt nahe, dass Männer mit Bärten statistisch gesehen häufiger zu sexuellen Übergriffen und Sexismus neigen als rasierte Männer. Das kann zum einen daran liegen, dass sexistische Männer sich den Bart aus Ausdruck ihrer Denkweise stehen lassen oder diese auch erst durch den Bart entwickeln. Es gibt wohl bereits verschiedene Studien zu dem Thema. Nach zehn Jahren als Besitzer und Pfleger eines Vollbart kann ich zumindest persönlich versichern, dass ein Bart nicht automatisch zu einem sexistischen Verhalten führt und auch die Forschung räumt ein, dass noch andere soziale Faktoren eine Rolle spielen.

  • BROADBANDTV OZY: From the Iranian Revolution to the Video Revolution: Wer noch nicht von BroadbandTV gehört hat, sollte sich unbedingt Steven Butlers Porträt der Gründerin des Online-Video-Dienstes, Shahrzad Rafati, durchlesen. RTL, und damit quasi Bertelsmann, hat bereits mehr als 36 Millionen Euro in die Firma investiert. Und wer das Unternehmen kennt, dass inzwischen mehr als 5,7 Milliarden Views im Monat erreicht, sollte den Artikel trotzdem lesen, denn Rafati ist eine sehr spannende Person und das, kommt in der Startup-Branche wirklich nicht ständig vor.

  • CREATIVE COMMONS  Communia Association: Creative Commons Summit: next steps in copyright reform: Mitte Oktober fand im südkoreanischen Seoul der Creative Commons Summit statt, auf dem in einer Session diskutiert wurde, wie das Urheberrecht reformiert werden könnte. Alek Tarkowski berichtet über die wohl sehr gut besucht gewesene Session, an der auch die Europaabgeordnete Julia Reda teilnahm, die im Europäischen Parlament Berichterstatterin für die Reform des Urheberrechts innerhalb der Europäischen Union ist. Reda forderte das Publikum dazu auf sich ein Urheberrecht vorzustellen, indem Creative Commons den Standard darstellt und sich zu fragen, wie wir als Gesellschaft ein solches Ziel erreichen könnten.

  • INTERNET OF THINGS hbr: How People Are Actually Using the Internet of Things: Schon jetzt gibt es das Internet Of Things (IoT) und auch wenn wir erst am Anfang einer Entwicklung stehen, die unser Leben wohl in den nächsten Jahrzehnten grundlegend verändern wird, können schon erste Verhaltensweise im Umgang damit beobachtet werden. Forscher der Harvard University haben sich das Nutzungsverhalten und die Technologien des Internet Of Things angesehen und laut einem Blogeintrag von ihnen eine spannende Beobachtung gemacht: IoT-Technologie ist sehr auf die Nutzung durch Menschen bezogen und weniger zur Automatisierung entwickelt. Die Menschen haben die Möglichkeit, und nehmen diese auch an, die Geräte selber zu programmieren und miteinander zu vernetzen. Das IoT wird also nicht etwas sein, dass parallel zu uns Menschen existiert, sondern vor allem mit uns und durch uns.

  • TWITTER Netzpiloten.de: Wie das Herz-Symbol zum neuen Like-Button des Social Web wird: Vor zwei Monaten fiel uns auf Twitter auf, dass der Stern zum Faven von Tweets durch ein Herz ersetzt wurde. Unser Account war wohl damals in einer Testgruppe für das neue Feature, dass gestern ausgerollt wurde. Nun gibt es also Herzen auf Twitter statt Sterne – sonst ändert sich nichts. Natürlich hat das für eine Art Empörung gesorgt, wir reden ja immerhin bei Twitter und seinen Nutzern von dem sogenannten Social Web. Unser Autor Jakob Steinschaden hat schon im Sommer 2013 über das Herz im Social Web geschrieben und die Logik dahinter erklärt. Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis das Herz auch zu Twitter kommt. Nun ist es soweit.

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5 Lesetipps für den 9. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um das untote Leistungsschutzrecht, Framing, Sexismus in Anzeigen, Brustwarzen auf Instagram und was Twitter ist. Ergänzungen erwünscht.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Golem.de: CSU will Leistungsschutzrecht in EU-Reform schmuggeln: Eigentlich sollte man nicht mehr auf Artikel zum Thema Leistungsschutzrecht für Presseverlage (LSR) verlinken, aúch nicht auf die guten Beiträge von Friedhelm Greis, denn so kann eigentlich nur noch mehr Politikverdrossenheit entstehen. Wie sich CDU/CSU und Springer im Europaparlament dafür einsetzen, dass das hierzulande gescheiterte LSR auch auf europäischer Ebene Schaden anrichtet, ist nicht mehr zu verstehen. Geld verdienen tut Springer damit nicht, aber es tötet jegliche Innovation und mögliche Konkurrenz für das Medienhaus.

  • FRAMING Tagesschau.de: Verletzt ein Link das Urheberrecht? [Spoiler: Nein!]: Etwas reißerisch liest sich der Titel des Artikels von ARD-Rechtsredakteur Kolja Schwartz, denn ob Framing eine Urheberrechtsverletzung darstellt, hat der Europäische Gerichtshof schon im Oktober 2014 geklärt: Nein, tut es nicht. Dass der Fall jetzt vorm Bundesgerichtshof weiter verhandelt wird, liegt daran, dass die Klägerin behauptet, das rechtskonform von einem Wettbewerber eingebettete Video nie hochgeladen zu haben. Betrachtet man den Artikel aber im Ganzen, ist er zumindest sehr informtaiv, was das Thema Framing und Urheberrecht angeht.

  • BRUSTWARZEN Süddeutsche.de: Weibliche Brüste nicht erwünscht: Die Doppelstandards sozialer Netzwerke, wenn es um Nacktheit geht, sind wirklich unverständlich. In dem Artikel von Simon Hurtz über Brustwarzen auf Instagram und Facebook, wird das noch einmal deutlich. Der Fall der Schwedin Aline Nilsson, deren Foto erst nicht mehr gelöscht wurden, nachdem sie in ihrem Foto Brustwarzen von Männern über die eigenen gelegt hat oder der Fall der Komikerin Chelsea Handler, die das Foto des mit freiem Oberkörper reitenden Putin kopierte, belegen den Unsinn.

  • SEXISMUS Digital Trends: Google Ads Target Men More Than Women For High Pay Jobs: Auf Digital Trends berichtet Lulu Chang über eine Studie, die scheinbar die in der Arbeitswelt vorherrschende „Gender Gap“ auch in Googles Werbeanzeigen für gut bezahlten Stellen nachweist. Frauen bekommen demnach weniger Stellenanzeigen für hochbezahlte Arbeit angezeigt als Männer. Der Fehler liegt nicht bei Google, das nur die Realität unserer Gesellschaft und ihrer Arbeitswelt wiederspiegelt. Genauso wie eine Bildersuche nach dem Begriff „CEO“.

  • TWITTER The New York Times: „.@Twitter. Who Do You Think You Are?“: Wenn Nick Bilton nicht erklären kann, was Twitter ist, dann muss ich das wohl nicht. Er hat zumindest ein gar nicht so schlechtes Buch darüber geschrieben und als Journalist das Unternehmen in den letzten Jahren verfolgt wie kein anderer. In seinem Artikel für die New York Times wird aber eines auf der Suche nach der Definition deutlich. Twitter hat seit Jahren ein Problem, das es nicht gelöst bekommen: Was ist Twitter eigentlich? Das zu wissen, ist elementar für das Geschäft. Wie auch wiederum Twitter seit Jahren beweist.

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5 Lesetipps für den 3. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um Datenschutz in Europa, die Gefahr durch Trolle, John Oliver’s Last Week Tonight, die Washington Post und Journalismus. Ergänzungen erwünscht.

  • DATENSCHUTZ Politik Digital: Wirtschaft vs. Bürgerrechte: In der Diskussion um die Reform der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung wird der grundlegende Widerspruch zwischen eher bürgerrechtlichen und eher wirtschaftsfreundlichen Positionen deutlich, wie auch schon das Projekt „360°-Sicht Datenschutz-Grundverordnung“ des Collaboratory gezeigt hat. Auf Politik-Digital.de gibt Erik Meyer einen Überblick über die aktuelle Entwicklung und die wesentlichen Kontroversen bei dem Thema.

  • TROLLE BuzzFeed: Why We Need To Fight Online Trolls, Not Just Ignore Them: Auf BuzzFeed schreibt die Schriftstellerin und ehemalige Mitherausgeberin von Gawker.com, Emily Gould, über ihre persönliche Erfahrungen mit Trollen. Am Beispiel ihres persönlichen Trolls erklärt sie, warum Trolle ein Problem für unsere Kommunikation im Internet sind und weshalb wir als Gesellschaft etwas dagegen unternehmen müssen. Besonders sexistische Kommentare von Trollen gegen Frauen schaffen ein Klima, dem sich Frauen nicht aussetzen wollen und eher aufhören zu Schreiben als sich dagegen persönlich zur Wehr zu setzen. Das war vor 50 Jahren ein Rückschritt für unsere Kultur, dass ist es auch im Jahr 2014 noch.

  • LAST WEEK TONIGHT The Daily Beast: “Last Week Tonight” Does Real Journalism, No Matter What John Oliver Says: Mir fallen wenig Gründe ein, warum man dem britischen Komiker John Oliver widersprechen sollte. Seine jeden Sonntag in den USA ausgestrahlte Sendung „Last Week Tonight“ ist für mich jeden Montagmorgen (auf YouTube) Pflichtprogramm, denn sie stellt meiner Meinung nach das Beste dar, was politischer Journalismus zur Zeit zu bieten hat. Aber für Oliver ist die Sendung kein Journalismus, wo ihm Asawin Suebsaeng auf The Daily Beast zum Glück lesenswert und gut begründet widerspricht.

  • THE WASHINGTON POST Politico.com: Jeff Bezos’ plan for The Washington Post: Auch ein Jahr nach dem Kauf der Washington Post durch Amazon-Gründer Jeff Bezos rätseln Medienanalysten immer noch darüber, was Bezos mit der Zeitung vor hat. Dylan Byers lässt deshalb in einem lesenswerten Beitrag auf Politico.com die Entwicklung der letzten Monate Revue passieren und gibt einen interessanten Einblick in die Zeitung unter Jeff Bezos, der hier, auch wenn er sich wohl nur sehr wenig in das Tagesgeschäft einmischt, an der digitalen Zukunft des Journalismus arbeitet.

  • JOURNALISMUS torial Blog: Feldforschung Journalismus: Auf dem torial-Blog gibt Marcus von Jordan einen lesenswerten Einblick in seine beim Aufbau von torial gesammelten Erkenntnisse über Journalismus und die ihn betreibenden Akteure. In seinem Fazit kommt von Jordan zu dem wichtigen Gedanken, dass Journalismus kein „Return on Investment“§ sein darf, denn „wenn er nur noch wert ist, was der Endkonsument dafür bezahlen will, dann ist das ganz schlicht demokratiegefährdend“.

Auf Startnext.de kann noch die nächsten 28 Tage das Crowdfunding-Projekt unserer Autorin Gina Schad unterstützt werden: „Durchgedreht mit…„.

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5 Lesetipps für den 27. März

In unseren Lesetipps geht es heute um das Verbindunsgarrangement zwischen Netflix und Comcast, Algorithmen, Sprachen im Digitalen, die Geschichte hinter Oculus und Sexismus im Internet. Ergänzungen erwünscht.

  • VERBINDUNGSARRANGEMENT HIIG: Ein sozialwissenschaftlicher Blick auf den Verbindungs-Deal zwischen Netflix und Comcast: Auf dem Blog des Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft setzt sich Uta Meier-Hahn mit dem Verbindungsarrangement von Netflix und Comcast auseinander und geht der Theorie nach, dass der Aufruhr über diese Entscheidung in der Verunsicherung darüber liegt, dass wir nicht für uns als konsumierende Gesellschaft geklärt haben, ob es legitim ist, dass sich Netzakteure von Internetzugangsanbietern über Netzbetreiber bis zu Distributions-Netzwerken miteinander verbinden können.
  • ALGORITHMEN Pacific Standard: From the NSA to OKCupid, 5 Algorithms That Rule Your World: Auf der Website des Pacific Standard stellt Kyle Chayka fünf Algorithmen vor, die seiner Meinung nach die Welt kontrollieren. Es ist vielleicht in diesen Tagen nicht verwunderlich, dass Algorithmen der NSA zur Überwachung des Internets und Algorithmen zur Verschlüsselung noch vor dem Algorithmus der Suchmaschine Google oder Algorithmen für den Hochfrequenzhandel kommen, aber wieso der Algorithmus der Partnervermittlungswebsite OKCupid in den Top 5 ist, muss erklärt werden, was Chayka auch macht.
  • SPRACHEN The Guardian: Europe’s smaller languages fight to survive: Die Globalisierung und Digitalisierung von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft stellt eine zunehmende Bedrohung für kleinere Sprachen dar, denn neben der englischen Sprache ist das Internet vor allem voll russischer, spanischer und chinesischer Inhalte. Doch im Digitalen liegt vielleicht auch die Rettung dieser Sprachen, wie Rihards Kalni?š vom baltischen Startup Talde erklärt.
  • OCULUS Time.com: The Inside Story of How Facebook Got Oculus VR: Facebook kauft Oculus für zwei Milliarden US-Dollar, ein Unternehmen, dass eine Brille für 3D-Gaming entwickelt hat. Spannend ist, was Facebook damit vor hat, aber bis das klar erkennbar ist, ist die Geschichte hinter dem Firmengründer Palmer Luckey genauso lesenswert. Auf Time.com stellt Lev Grossman die Geschichte des 21-jährigen vor, der bisher nur ein in seinen Fähigkeiten sehr limitiertes Gerät gebaut hat, dass aber Potenzial für mehr besitzt. Mark Zuckerberg hat das erkannt.
  • SEXISMUS PandoDaily: Belgium just banned sexism from the internet: In Belgien verbietet ein neues Gesetz Sexismus im Internet. Was zwar wie eine schwierige Aufgabe klingt, aber durchaus als positiv bewertet werden kann, hat aber natürlich eine dunkle Schattenseite, wie immer bei nationalen Regularien für das globale Internet. Das Gesetz gilt nämlich quasi weltweit, denn nicht die Gesetzgebung des Ursprungsland eines vermeintlich sexistischen Inhalts ist damit entscheidend, sondern das belgische Gesetz. Glaubt jemand in Belgien, einen Fall von Sexismus gefunden zu haben, kann er oder sie die Person, Nachrichtenseite oder das Unternehmen verklagen – in Belgien. Egal ob es es sich um einen kolumbianischen Blog, ein deutsches Unternehmen oder einer chinesischen Fotografin handelt.

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