All posts under Newsfeed

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • CEBIT gruenderszene: Die Cebit will zum hippen Tech-Festival werden: Noch ist die CeBit in vollem Gange – da wird schon ein Paradigmenwechsel für das nächste Jahr angekündigt: die CeBit 2018 wird in den Sommer verlegt. Grund dafür ist das Bedürfnis der Veranstaltung sich neu zu erfinden, die Besucherzahlen gehen seit Jahren nach unten und die Messe steckt in der Krise. Ob es die verstärkte B2B-Ausrichtung des Events oder die internationale Konkurrenz ist (bspw. Findet der Mobile World Congress kurz vor der CeBit statt) – fakt ist, es muss sich etwas ändern. Nur ob die neue Ausrichtung daran etwas ändert, ist fraglich.

  • FACEBOOK zeit: Facebook führt Anfechtungstool für Falschmeldungen ein: Facebook gegen Fake News. In der US-amerikanischen Facebook-Version ist jetzt ein Warnfeature gegen Fake News eingeführt worden. Ein Warndreieck markiert Facebookinhalte, die im Verdacht stehen, Fake-News zu sein. Facebook-Nutzer können fragwürdige Inhalte melden und diesen so „anfechten“. Auch in Deutschland könnten die Faktenchecks bald eingeführt werden.

  • WORKFLOW appgefahren: Automations-App von Apple übernommen & jetzt kostenlos: Apple hat jetzt die ehemals kostenpflichtige App Workflow gekauft und jetzt kostenlos im App Store erhältlich gemacht. Workflow geht aus einem kleinen Entwicklerteam hervor und der Deal mit ihnen wurde nun gestern finalisiert. Mit Workflow lassen sich Makros erstellen, die komplexe Arbeitsabläufe auf Knopfdruck ausführen. So können beispielsweise Termine aus dem Kalender abgefragt oder auch neue Termine eingetragen, Fotos automatisch bearbeitet oder sogar der Akkustand des Geräts abgefragt werden.

  • LET’S PLAY golem: Medienanstalten drohen mit Einstellung von Piet Smier TV: Für die Streamer von PietSmiet TV könnte es jetzt teuer werden. Die fünf Let’s Player senden rund um die Uhr Inhalte auf Twitch. Die Landesmedienanstalten drohen jetzt mit Strafe beziehungsweise Verbot, denn nach Ansicht der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Medienanstalten ist der 24-Stunden-Stream ein zulassungspflichtiges Rundfunkangebot. Die ZAK will PietSmietTV daher untersagen, wenn die Betreiber bis zum 30. April keinen Zulassungsantrag stellen.

  • LINKEDIN t3n: Trending Storylines: LinkedIn startet kuratierten Zweit-Newsfeed: LinkedIn möchte jetzt eure neue go-to Quelle für kuratierte News sein. Die Plattform für Fachpersonal führt jetzt die sogenannten „Trending Storylines” ein. Der kuratierte Newsfeed wird zuerst in den USA und mit Fokus auf Themen wie Technologie, Finanzen und Gesundheitswesen operieren. Trending Storylines nutzt machine learning und andere Algorithmen, um Cluster für die User zu erstellen.

Weiterlesen »

Vom Gefühl zur Nachricht: Was tun gegen Fake News?

fragezeichen-image-by-qimono-via-pixabay

Barack Obama glaubt, dass Fake News eine Bedrohung für die Demokratie darstellen. Der scheidende US-Präsident sagte, er sei besorgt über die Art und Weise, wie „so viele Fehlinformationen sehr gut verpackt“ und in den Social-Media-Feeds der Menschen als Tatsachen dargestellt werden können. Auf einer Konferenz in Deutschland sagte er:

Wenn es uns nicht ernst ist mit den Tatsachen und damit, was stimmt und was nicht, wenn wir nicht unterscheiden können zwischen ernsthaften Argumenten und Propaganda, dann haben wir ein Problem.

Aber wie unterscheiden wir zwischen Tatsachen, legitimer Debatte und Propaganda? Seit der Brexit-Abstimmung und dem Wahlsieg Donald Trumps ist sehr viel darüber geschrieben worden, inwiefern die Auswirkungen sozialer Medien und der Verbreitung von Fake News auf den politischen Diskurs, das Funktionieren der Demokratie und den Journalismus zu erklären sind. Detaillierte sozialwissenschaftliche Forschung ist noch im Entstehungsprozess begriffen, doch es kann bereits eine Menge aus bestehenden Studien zu Online- und Offline-Verhalten gelernt werden.

Vertrauenssache

Beginnen wir mit einer allgemeinen Definition von Fake News als Informationen, die über ein Medium verbreitet werden – oft zugunsten bestimmter sozialer Akteure – und sich dann als unüberprüfbar oder im Wesentlichen falsch erweisen. Wie bereits erwähnt, hat man Fake News bislang als Propaganda bezeichnet. Und es gibt umfangreiche sozialwissenschaftliche Literatur über Propaganda, ihre Geschichte, Funktion und Verbindungen zum Staat – sowohl zu demokratischen als auch diktatorischen.

Tatsächlich ist Russland, wie die Untersuchungen aus den USA und Italien zeigen, eine der wichtigsten Quellen der Fake News. Full Fact, eine Website aus Großbritannien, untersucht die Quellen der Medienberichte, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen – und an solchen mangelt es nicht.

Man könnte argumentieren, dass die „Mainstream“-Medien in den Augen ihres Publikums als weniger vertrauenswürdig (ob gerechtfertigt oder nicht) wahrgenommen werden, und es dadurch schwerer geworden ist, zwischen Medien zu unterscheiden, die vermeintlich ein echtes Interesse daran haben, die Wahrheit zu sagen, und solchen, die nicht unbedingt dieselbe ethische Grundlage haben. Wie kann der Mainstream-Journalismus, der von allen Seiten politisch voreingenommen ist, die moralische Deutungshoheit behalten? Dieses Problem geht sicherlich noch auf die Zeit vor der digitalen Technologie zurück.

Filterblasen und Echokammern

Hier stellt sich die Frage, ob Social Media das Problem noch schlimmer macht. Fast ebensoviel wurde über die Diskussionen der sogenannte „Filterblasen“ in den sozialen Medien geschrieben – wir neigen alle dazu, uns eher mit Menschen zu umgeben, die unsere Perspektive teilen. Das gilt nicht unbedingt nur für das digitale Zeitalter und funktioniert auf zwei verschiedene Weisen:

Filterblasen sind ein Produkt der Klasse und der kulturellen Position. Eine aktuelle britische Studie über gesellschaftliche Schichten geht weiter darauf ein. Ein wichtiges Detail ist hierbei, dass sich diejenigen mit einem höheren sozialen Status sehr wahrscheinlich am ehesten zusammenfinden, dabei aber dennoch vielfältigere soziale Kontakte haben werden als diejenigen, die sich in den niedrigeren Einkommens- und Statusgruppen befinden. Sie werden wahrscheinlich auch eine größere Vielfalt von Medien, vor allem Internet-Angebote, nutzen. Nicht alle Blasen sind gleich groß oder gleichartig und unsere Social-Media-Blasen spiegeln unsere alltäglichen „Offline“-Blasen wieder.

Und tatsächlich können Social-Media-Blasen für Interaktionen zwischen Journalisten und Politikern sehr relevant sein, denn eine der am klarsten definierten Twitter-Blasen ist die, die Politiker und Journalisten umgibt. Damit werden ältere Modelle von Medieneffekten in den Fokus gerückt, wie etwa das Kommunikationsmodell nach Lazarsfeld, demzufolge wichtige „Meinungsführer“ – einflussreiche Knotenpunkte in unseren sozialen Netzwerken – einen beträchtlichen Einfluss auf unseren Medienkonsum haben. Analysen eines Fake-News-Artikels deuten darauf hin, dass es nicht um Social Media an sich geht, sondern darum, wie Geschichten, die in den sozialen Medien kursieren, von führenden Seiten und Akteuren mit vielen Anhängern aufgegriffen und verbreitet werden können.

 

 

Eine falsche Annahme in einem Tweet von einer Einzelperson wird zu Fake News auf einer ideologisch motivierten Nachrichten-Website oder ein Tweet von einem Präsidentschaftskandidaten wird für viele automatisch zu einer „Tatsache“. Wir sorgen uns heute mehr denn je darüber, da die sozialen Medien sowohl die Nachricht an sich als auch die Art und Weise ihrer Verbreitung sehr sichtbar machen.

Fake News aufdecken

Was ist hilfreich und wie können wir da herangehen? Erstens, die Ökonomie der sozialen Medien favorisiert Klatsch, Neues, Geschwindigkeit und „Teilbarkeit“. Sie verwechselt Belustigung mit sozialem Wert. Es gibt Hinweise darauf, dass Fake News, die bestehenden Vorurteilen in die Hände spielen, eher geliked werden und somit mehr Umsatz für die Schöpfer erzeugen. Das ist das gleiche Prinzip wie bei den sogenannten Promi-Magazinen. Hier ist es unwahrscheinlicher, dass man mit gut recherchierten und dokumentierten Nachrichten eine vergleichbare Reichweite erreicht.

Der andere wichtige Punkt ist hier, dass es – auch laut Obama – schwierig ist, die ‚Fakes‘ von den echten Nachrichten zu unterscheiden, und viele Leute scheinen ihre Schwierigkeiten damit zu haben. Wie meine Kollegen und ich bereits vor fast 20 Jahren argumentierten, machen digitale Medien es schwieriger, die Wahrhaftigkeit von Inhalten einfach durch das physikalische Format zu unterscheiden (Printzeitung, qualitativ hochwertige Nachrichtenübertragung, Lehrbuch oder Boulevardzeitung). Online-Nachrichten sind schwerer zu unterscheiden.

Das nächste Problem besteht darin, dass die Rücknahme von Fake News in den sozialen Medien derzeit von der Technologie eher unzureichend unterstützt wird. Obwohl Beiträge gelöscht werden können, ist dies ein passiver Akt, sogar noch weniger wirksam als die aus einem kleinen Absatz bestehenden Richtigstellungen in Zeitungen. Um eine Wirkung zu erzielen, wäre es notwendig, nicht nur Beiträge zu löschen, sondern sie sichtbar zu markieren und zu verlangen, dass Nutzer bestimmte Elemente als Fake News erkennen und dies bestätigen.

Ob Fake News nun eine Erscheinung des digitalen und sozialen Medienzeitalters sind oder nicht – es ist zumindest wahrscheinlich, dass soziale Medien dazu neigen, die Verbreitung von Fehlinformationen zu verstärken. Ihre Ökonomie begünstigt Teilbarkeit gegenüber Wahrhaftigkeit und Verbreitung gegenüber Richtigstellung. Dabei handelt es sich nicht um technologische „Gegebenheiten“, sondern um Entscheidungen – und zwar seitens der Systemdesigner und ihrer Regulatoren, wo immer es dann solche gibt. Darüber hinaus haben Mainstream-Medien ihren eigenen Ruf durch „Falschmeldungen“ und sichtbar ideologische Berichterstattung getrübt und somit die Tür für andere Nachrichtenquellen geöffnet.

 

 

Das Verständnis dieser komplexen Mischung von Faktoren ist die Aufgabe der Sozialwissenschaften. Aber vielleicht ist die eigentliche Botschaft hier, dass wir uns als Gesellschaft und als Individuen der Frage zu stellen haben, wie wir die Menschen zum verantwortungsvollen Nachrichtenkonsum erziehen können – und ob wir nicht die Wahl haben, unser eigenes Verhalten zu ändern, statt die sozialen Medien zu regulieren, wie wir es mit Printmedien und Fernsehen tun. Fragen Sie sich doch einmal: Wie oft prüfen Sie die Faktenlage einer Nachricht, bevor Sie sie verbreiten?

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-NC-SA 3.0 US. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image „Fragezeichen“ by qimono (CC0 Public Domain)


Weiterlesen »

Tools und Feeds für Content Curation

Time To Break From Work (adapted) (Image by Nana B Agyei [CC BY 2.0] via Flickr)

“Wo finden Sie nur immer diese guten Links, die Sie im Social Web empfehlen?” werde ich oft gefragt. Nun, zum einen habe ich mir über die Jahre ein gutes Netzwerk aufgebaut, das mich mit Posts, Tweets etc. auf relevante Inhalte aufmerksam macht. Aber wer kann schon alles lesen? Zum Glück gibt es Tools und Feeds, die für das Kuratieren von interessanten Inhalten nützlich sind. Wer im Social Web regelmäßig Inhalte posten möchte, macht sich mit Content Curation das Leben leichter und vernetzt sich gleichzeitig mit anderen Content-Produzenten. Was genau unter Content Curation zu verstehen ist, können Sie kurz im 2. Tipp des Blogposts 5 Tipps für den Content Plan nachlesen.

Das dynamische Duo meiner Lieblingstools

Meine Star-Tools für jeden Tag sind Buffer und HootSuite (siehe mein Blogbeitrag zu 5 Tools fürs Social Web). Sie helfen beim Entdecken passender Inhalte, die dann gleich in Posts verwandelt werden können.

Bei HootSuite können zusätzlich zu den News von verknüpften Kontakten auch die Posts von Twitter-Profilen, die in Twitter-Listen organisiert wurden, angezeigt werden. Darüber hinaus können wir beispielsweise nach bestimmten Stichwörtern in allen Twitter-Meldungen suchen und als Nachrichten-Stream anlegen.

Der Service Buffer bietet zu jedem Profil an, Feeds anzugeben, aus denen Posts für die verwalteten Social Media-Profile erstellt werden können. Ich weiss aus meinen Workshops, dass nicht jeder weiß, was Feeds denn eigentlich genau sind. Daher hier ein kleiner Exkurs:

Feeds / Newsfeeds / RSS-Feed

Es klingt vielleicht völlig retro oder ‚Web 1.0ig‘, aber Feeds oder Newsfeeds oder auch RSS-Feeds sind einfach sehr praktisch. Mit Blogs und ganz besonders mit Inhalte-sammelnden (mobilen) Apps hat diese Technologie enorm an Bedeutung gewonnen. Stellt eine Website bestimmte Inhalte aus dem Content, der dort veröffentlicht wird, als Newsfeed bereit, so kann dieser Content an anderer Stelle angezeigt werden. Zum Beispiel als Kurznachricht mit Link zur Originalseite in einer Nachrichten-App. Feedly, Flipboard oder News Republic – um nur einige beliebte Beispiele zu nennen. Diese so genannten News Aggregatoren stellen nach unseren ausgewählten Vorlieben unseren Nachrichtenstrom zusammen, der dann von passenden Newsfeeds automatisch “gefüttert” wird.

Mit diesen Apps abonnieren Nutzer sehr einfach Feeds, und merken es nicht. Und genau solche Feeds von Webseiten, Blogs oder Nachrichtenseiten können wir auch in Buffer integrieren. Aus der automatisch aktualisierten Liste können dann passende Inhalte mit individuellem Empfehlungstext in unsere Veröffentlichungen einreihen.

Noch ein cooles Tool: Nuzzel

Der Service Nuzzel sammelt die Link-Empfehlungen von Kontakten, mit denen wir per Twitter und/oder Facebook verknüpft sind. Zu jedem Link mit Titel und Kurzfassung liefert Nuzzel per Miniatur-Profilfoto die Information, welche meiner Kontakte diesen Link empfohlen haben.

Neben der Häufigkeit kann ich die Link-Liste auch nach der Zeit sortieren lassen. Sehr schön finde ich die Auswahl “News From Friends of Friends” – so werde ich daran erinnert aktiv aus der so genannten Filterblase herauszutreten und mich inspirieren zu lassen. Die Links kann ich sofort über die verknüpften Profile (Twitter und/oder Facebook) veröffentlichen oder auch an Buffer weiterreichen.

Was können Sie empfehlen?

Das sind meine persönlich favorisierten Tools. Welche Lösungen setzen Sie ein, um ihr Content Curation nachhaltig zu erleichten?

Dieser Artikel erschien zuerst auf DoSchu.com.


Image (adapted) „Time To Break From Work“ by Nana B Agyei  (CC BY 2.0)


 

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 10. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um die neue Android M Preview, Microsoft, ein Update für Google Hangouts, einen Hackerangriff und Neuerungen bei Facebook. Ergänzungen erwünscht.

  • ANDROID Ars Technica: Everything new in the Android M Preview 2: Google hat die zweite Developer Preview von Android M angekündigt und zum Download angekündigt. Es sind insgesamt drei Preview-Versionen vorgesehen, also kann man sich durch diese grob vorstellen, wie die Endversion aussehen wird. Die Designer haben noch einmal ordentlich was an dem Layout geändert, sodass es noch benutzerfreundlicher ist, sogar der Homescreen kann jetzt im Querformat betrachtet werden. Natürlich gibt es noch viele andere Neuerungen.

  • MICROSOFT I4U: Microsoft plans to launch only up to six Smartphones per year from now on: Microsoft will sein Portfolio an Smartphones straffen. Demnächst soll es nur noch drei Arten von Geräten geben: Value Phones, Business Phones und Flagships. Jedes Jahr wird Microsoft dann aus jeder dieser Kategorien ein bis zwei Modelle launchen, womit das Unternehmen jährlich auf sechs Smartphones kommen würde. Dieses Jahr hat Microsoft schon sechs Smartphones auf den Markt gebracht. Und es wird nicht nur an Smartphones eingespart, der Konzern entlässt auch 7.800 Angestellte.

  • HANGOUTS GoogleWatchBlog: Kleines Update für Hangouts im Web: Fotos können jetzt per Drag & Drop eingefügt werden: Nachdem es so langsam Zeit dafür wurde, gibt es jetzt das kleine, aber feine Update für Google Hangouts, dass ganz besonders den Nutzern zugutekommt, die über die Messenger-App gerne und häufig Bilder versenden: Ab sofort lassen sich Fotos ganz einfach über Drag & Drop in den Chat ziehen. Das Update ist sowohl innerhalb von GMail, Inbox, Google+ als auch in der Chrome-App von Hangouts verfügbar. Das ist alles schön und gut, allerdings können bisher nicht mehrere Bilder auf einmal versendet werden, jedes Foto muss einzeln in das Chat-Fenster gezogen werden.

  • HACKERANGRIFF Frankfurter Allgemeine: Cyberattacke: Bislang größter Hackerangriff auf Vereinigte Staaten: Cyberkirminelle sollen sollen bei der Bundesverwaltung OPM in Amerika die Daten von ganzen 21,5 Millionen Menschen gestohlen haben – das ist der bisher größte Hackerangriff in der Geschichte der amerikanischen Regierung. Es wurden sich Zugriffe zu Adressen, Sozialversicherungsnummern, Geburts- und Gesundheitsdaten sowie zu Finanzen, krimineller Vergangenheit und sogar zum Teil auch Fingerabdrücken von aktuellen, ehemaligen und potenziell zukünftigen Angestellten der Regierung, sowie deren Freunden, Verwandten und Familie verschafft.

  • FACEBOOK Mashable: Facebook’s latest News Feed change lets you pick who you see first: Wer genau entscheiden will, wessen Neuigkeiten er oder sie sieht, kann sich über das neue Update von Facebook freuen: Das soziale Netzwerk hat neue Features vorgestellt, wo man sich bis zu 30 Seiten oder Personen aussuchen kann, dessen Neuigkeiten immer ganz oben auf der Startseite erscheinen. Umgekehrt geht das natürlich auch – wer die Neuigkeiten von bestimmten Personen nicht mehr sehen möchte, kann das auch einstellen, für den Fall, dass man deren neuste Aktivität dann doch wieder sehen möchte, kann man die Seite oder die Person wieder hinzufügen. Bisher sind diese Features allerdings nur für die iOS-App verfügbar.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

Relevanz statt Penetranz: Nutzer können Facebooks Newsfeed steuern

facebook (adapted) (Image by English106 [CC BY 2.0] via Flickr)

Facebook und Twitter bieten ihren Mitglieder mehr Möglichkeiten für Einstellungen, denn ab sofort soll im Newsfeed Relevanz wichtiger als Penetranz sein. Sowohl per Smartphone als auch über die reguläre Web-Oberfläche können nun alle Facebook-Nutzer ihren Newsfeed mit einem Handgriff optimieren. Entweder nur dieser eine Beitrag oder alle folgenden werden nach Wunsch ausgeblendet. Auch Twitter stellt auf einen hauseigenen Algorithmus um, anstatt den Followern wie bisher ausnahmslos alles anzuzeigen. Es bleibt abzuwarten, ob beziehungsweise wann und in welcher Form Twitter der Initiative von Facebook folgen wird.

Wie stellt man den Facebook-Newsfeed ein?

Rechts oberhalb des Beitrages auf Facebook erscheint wie üblich der Haken nach unten. Mit dem Menüpunkt „Ich möchte das nicht sehen“ wird nur diese eine Meldung verborgen. Mit „Person bzw. Seite XY nicht mehr abonnieren“ verbannt man alle künftigen Postings automatisch aus dem Newsfeed. Wer das bei Freunden tut, muss keine Angst haben. An der Freundschaft zu einer Person ändert diese Einstellung nichts. Wie üblich kann man zudem auch ohne Beitrags-Abo Fan einer Seite sein. Das eine schließt das andere nicht aus. Wer weitere Erläuterungen zur Anpassung des Newsfeeds braucht, wird auf der Hilfeseite von Facebook fündig.

Genauso einfach können übrigens alle Online-Anzeigen eines bestimmten Anbieters im eigenen Newsfeed unterdrückt werden. Mit „Alle Werbeanzeigen von „Anbieter XY“ verbergen“ ist man diese los. Das bedeutet natürlich nicht, dass man die Anzeigen anderer Firmen im Newsfeed ebenfalls unterdrückt, eher das Gegenteil ist der Fall.

Online-Marketing: Relevanz schlägt Penetranz

Der alte Leitspruch gilt jetzt mehr denn je. Wer bei seinen Lesern nicht in Ungnade fallen will, muss ihnen interessante weil relevante Postings bieten. Firmen können über veränderte Öffnungszeiten oder besondere Aktionen und Gewinnspiele informieren. Auch reduzierte Preise von Produkten sind stets von Interesse, weil dabei der eigene Geldbeutel geschont wird.Wer seinen Lesern aber zu viele nervige Postings präsentiert, dürfte jetzt noch schneller die Rechnung quittiert bekommen. Eine hohe Anzahl von Fans ist gut und schön. Personen kann man aber nur dann auf die eigene Webseite locken, wenn bei Facebook der Content stimmt und sie nicht nur Fan sondern auch Abonnent sind und dauerhaft bleiben.

Mitarbeiter von Marketing-Agenturen sollten sich jetzt noch intensiver mit dem Newsfeed-Algorithmus von Facebook auseinandersetzen. Nach eigenen Angaben soll die mathematische Formel den „richtigen Menschen“ die „richtigen Inhalte“ zur „richtigen Zeit“ anzeigen. Wie das im Detail funktionieren soll, weiß nur Facebook selbst. Die Kollegen von t3n haben aber einige Faktoren zusammengetragen, die darüber entscheiden, ob Facebook Ihre nächsten Beiträge bei Ihren Fans und Freunden anzeigt oder eben nicht.

Wenn der neue Newsfeed Schule macht, werden viele andere soziale Netzwerke dem Beispiel des Marktführers folgen.


Image (adapted) „facebook“ by English106 (CC BY 2.0)


Weiterlesen »

Algorithmus-Update: Facebook will mehr Twitter

Twitter Facebook miteinander (Bild: LoboStudioHamburg [CC0 1.0], via Pixabay)

Facebook schraubt erneut am Algorithmus – und macht ihn zeitabhängiger. // von Tobias Gillen

Twitter Facebook miteinander (Bild: LoboStudioHamburg [CC0 1.0], via Pixabay)

Wenn man an Social Media denkt, denkt man automatisch an Facebook und Twitter. Die einst so unterschiedlichen Kontrahenten nähern sich aktuell zunehmend an und versuchen einem vermeintlichen Social-Media-Ideal hinterherzueifern. Nun ist wieder Facebook am Zug und nähert sich mit einer klugen Algorithmus-Umstellung Twitter.

Weiterlesen »

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 18. April

In unseren Lesetipps geht es um den Newsfeed von Facebook und das neue Feature „Nearby Friends“, Biometrie für mehr Sicherheit, investigativer Journalismus in den USA und Yahoo fordert Google heraus. Ergänzungen erwünscht.

  • NEWSFEED Andreasrickmann.de: Was mir der Newsfeed wirklich zeigt und was man daraus lernen kann: Die Freunde und gelikten Seiten eines durchschnittlichen Facebook-Mitglieds erstellen pro Tag rund 1500 Beiträge, Fotos und Status-Updates. Facebook filtert mit einem Algorithmus die Beiträge heraus, von denen das soziale Netzwerk glaubt, dass sie für Nutzer interessant sind. In einem Selbstversuch hat Andreas Rickmann 19 Tage lang rund 360 Statusmeldungen ausgewertet, um zu ergründen, wie Inhalte im Newsfeed der Nutzer dargestellt werden.
  • BIOMETRIE Zeit Online: Biometrie als Garant für Sicherheit?: Biometrische Authentifizierungen sind die jüngste Entwicklung für vermeintliche Sicherheit auf immer mehr personalisierten Geräten, doch nach dem iPhone wurde nun auch der Fingerabdruck-Sensor des Samsung Galaxy S5 überlistet. Dennoch möchten Dienste wie PayPal biometrische Daten künftig stärker einbinden, wie Eike Kühl auf Zeit Online schreibt.
  • JOURNALISMUS Danieldrepper.de: Die neuen Muckraker: Von Buzzfeed bis ProPublica: Der investigative Journalismus steht vor großartigen Zeiten – aber wie werden die aussehen? Daniel Drepper war als Fellow ein Jahr lang an der New Yorker Columbia University hat sich angeschaut, was in den USA passiert und kommt mit viel Optimismus und einigen Empfehlungen nach Deutschland zurück. Für die März-Ausgabe des journalist hat er seine Beobachtungen und zusammengefasst und jetzt auch online auf seinem Blog veröffentlicht.
  • FACEBOOK ReadWrite: Why Does Facebook Want You To Broadcast Your Location To Your Friends?: Mit „Nearby Friends“ bietet Facebook jetzt ein neues Feature an, dass seinen Nutzern ermöglicht, seinen Aufenthalt anderen Nutzern anzeigen zu lassen, ähnlich wie das Google mit seinem inzwischen in Google+ integrierten Dienst Latitude macht. Auf ReadWrite erklärt Selena Larson das neue Feature und was genau dahintersteckt.
  • YAHOO Ars Technica: Yahoo’s strategy: Rebuild search, take share, win iOS from Google: Mit der neuen App für Flickr hat Yahoo scheinbar einen großen Schritt in die mobile Zukunft gemacht (also mir gefällt sie nach dem gestrigen Update viel besser), doch das ist nur der Anfang auf dem Weg, um Google stärker anzugreifen. Der zweite Teil der Strategie hat mit der mobilen Suche zu tun und hier will sich Yahoo auf den Geräten von Apple festsetzen und so ein Gegengewicht zu Googles Suchmaschine auf Geräten mit Android aufbauen.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 7. März

In unseren Lesetipps geht es heute um Google und die Agenturen, sichere soziale Netzwerke, der Newsfeed von Facebook, eine falsche Identität auf Twitter und wie ein Startup auf die Gier eine Großindustrie reagiert. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE W&V: Google und die Agenturen: Im vergangenen Jahr veranstaltete Google den Kreativwettbewerb Youtube Film Hack in London, jetzt wird diese Veranstaltung in anderen europäischen Städten wiederholt. W&V-Online-Redakteurin Franziska Mozart hat mit Lars Lehne über Digitalität und Kreativität gesprochen. Er ist als Country Director Agencies für die Beziehung von Google mit der Agenturbranche verantwortlich.
  • SOZIALE NETZWERKE Hyperland: Wo sind die sicheren soziale Netzwerke?: Natürlich könnte man Google, Facebook und anderen Diensten einfach den Rücken kehren. Doch inzwischen ist ja das gesamte Internet ein datensaugender Mahlstrom, dem man nicht entkommt. Glücklicherweise wächst die Zahl interessanter Projekte, die sichere Netze errichten wollen. Andreas Winterer stellt vier Projekte im Hyperland-Blog des ZDF vor.
  • FACEBOOK CNET News: Facebook goes back to basics for new-new News Feed: Seit rund 12 Monaten bastelt Facebook am eigenen Newsfeed rum. Die gestern vorgestellten Änderungen sind wohl erst einmal die letzten Umbauarbeiten. Doch was hat sich eigentlich wirklich geändert? Jennifer Van Grove hat sich auf CNET News mit den vielen kleinen Neuerungen des Newsfeed beschäftigt.
  • IDENTITÄT 11 Freunde: Wie ein Schüler via Twitter Sportjournalisten auf der ganzen Welt narrte: Samuel Gardiner narrte als falscher Journalist die weltweite Twittergemeinde. Er diskutierte mit Premier-League-Spielern über krude Transfergerüchte und wurde bei Al Jazeera zitiert. Dabei wollte der 17-jährige Schüler einfach nur ein bisschen Aufmerksamkeit, wie er im Interview auf 11freunde.de erklärt.
  • TUFT & NEEDLE t3n: Wie ein Startup auf die Gier einer Großindustrie reagiert: Ein Jahr nach Gründung erreicht der Online-Händler Tuft & Needle für Matratzen eine Million US-Dollar Umsatz und viele Top-Bewertungen bei Amazon. Daniel Hüfner stellt auf t3n zum Jubiläum das Startup vor, dass mit nur 6.000 US-Dollar anfing, eine Großindustrie auf den Kopf zu stellen.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 24. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um die Sharing Economy, was Amazon noch zuzutrauen ist, Facebook für Autoren und Selfpublisher, wie erfolgreich Werbung im Newsfeed ist und die Fragestunde via Twitter mit Edward Snowden. Ergänzungen erwünscht.

  • SHARING ECONOMY PandoDaily: Sharing economy foes coming after our business: In einem Gastbeitrag auf PandoDialy schreibt Rujul Zaparde, CEO und Mitgründer von „FlightCar“, einem Startup mit dem Reisende ihre daheim gelassenen Autos verleihen können, wie in den USA althergebrachte Industrien und Regulierungsbehörden gegen die neuen Unternehmen der Sharing Economy vorgehen anstatt die aus der Zeit der Industrialisierung stammenden Gesetze neuen wirtschaftlichen Modellen anzupassen. Eine fast schon zu deutsche Geschichte aus dem SiIlicon Valley.
  • AMAZON Exciting Commerce: Was ist Amazon strategisch zuzutrauen?: In der Ausgabe 34 der Exchanges hat sich Marcel Weiss mit Jochen Krisch über Amazon unterhalten, dass von der Buchbranche einmal abgesehen hierzulande noch mit angezogener Handbremse fährt. Doch was ist Amazon mittelfristig zuzutrauen ist, wenn die Skaleneffekte erst so richtig einsetzen? Marcel Weiss hat dazu eine Theorie, die er in diesem eher Hör- als Lesetipp genauer vorstellt.
  • FACEBOOK Selfpublisherbibel.de: Facebook für Autoren und Self Publisher: 80 Prozent der deutschen Self Publisher sind auf Facebook aktiv. Millionen Menschen warten nur darauf, auch von Ihnen zu hören – oder? Die Wirklichkeit sieht anders aus. Facebook-Nutzer finden in dem sozialen Netzwerk mehr Zerstreuung als ihnen lieb ist. Matthias Matting erklärt auf Selfpublisherbibel.de, warum Facebook nicht als Marketing-Instrument geeignet ist und warum sich eine eigene Präsenz auf Facebook trotzdem lohnt.
  • NEWSFEED Siliconrepublic.com: Facebook news feed ads 51 times more likely to be clicked than display ads: Die vielen Änderungen des Newsfeed haben laut Mark Zuckerberg ein vorrangiges Ziel: aus Facebook die „personifizierte Zeitung“ für seine Nutzer zu machen. Seitenbetreiber beschweren sich währenddessen, dass ihre Reichweite sinkt und sie gezwungen werden, Werbung auf Facebook zu schalten. Und das lohnt sich laut einer Untersuchung scheinbar für Facebook und die Seitenbetreiber, denn gesponserte Beiträge im Newsfeed werden 51-mal öfter angeklickt als die Werbe-Banner am Rand.
  • EDWARD SNOWDEN Zeit Online: Snowden kann sich Rückkehr in die USA derzeit nicht vorstellen: Edward Snowden glaubt nicht daran, dass er in absehbarer Zeit in die Vereinigten Staaten zurückkehren kann. In einer Fragestunde auf Twitter sagte er gestern Abend: „Leider ist das angesichts der gegenwärtigen Gesetze zum Informantenschutz nicht möglich“. Als Mitarbeiter einer für die NSA arbeitende Firma und somit kein direkter NSA-Mitarbeiter würden die jetzigen Gesetze für ihn nicht gelten. Das US-Justizministerium sucht während dessen einen Kontakt zu Snowden, um erste Gespräche aufzunehmen.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

ShortRead: Facebook benachteiligt textbasierte Posts

Facebook Favourites Menu (adapted) (Image by Mixy Lorenzo [CC BY 2.0] via Flickr)

Fast schon im Wochenrhytmus aktualisiert Facebook seinen Newsfeed-Algorithmus. Die neusten Änderungen betreffen Statusmeldungen und Posts. Facebook hat heute bekannt gegeben, dass mit dem neuesten Update des Newsfeed-Algorithmus, textbasierte Statusmeldungen von Seiten seltener angezeigt werden und die von Freunden oder Seiten, die vor allem Medieninhalte und Links posten, etwas häufiger. Im Blogpost schreibt Facebooks Produktmanager Chris Turitzin, dass Tests gezeigt hätten, dass kurze Posts öfters geteilt werden. Seitenbetreiber sollten beim Versenden von Links davon absehen, die URL im Text stehen zu lassen und Links ordebtlich einbetten. Dies würde bei den Nutzern besser ankommen. Und wahrscheinlich auch bei Facebook, dass sich immer mehr zur „personalisierten Zeitung“ seiner Nutzer verwandeln möchte.


Image (adapted) „Facebook Favourites Menu“ by Mixy Lorenzo (CC BY 2.0)


Weiterlesen »

ShortRead: Facebook rollt Trending-Feature aus

Monatelang hat Facebook das mindestens von Twitter inspirierte Feature Trending getestet, jetzt kommt es endlich in den Newsfeed. // von Tobias Schwarz

facebooktrending

Mit Trending geht Facebook den nächsten Schritt zur „personalisierten Zeitung“ und entwickelt als soziales Netzwerk immer mehr Eigenschaften einer umfassenden Plattform. Chris Struhar stellte auf dem Firmenblog das neue Feature vor, dass am rechten Rand der Website anzeigt, welche Beiträge gerade am meisten geliked und geteilt werden. Die Auflistung wird personalisiert sein, also vor allem Themen anzeigen, die einen selber oder seine Kontakte auf Facebook interessieren. Der Rollout beginnt in englischsprachigen Ländern, wie den USA, Großbritannien, Indien und Australien. Nach Hashtags und Embedded Post ist dies bereits das dritte Feature, dass Facebook in kürzester Zeit von Twitter kopiert.

Weiterlesen »

Facebook plant Nachrichten-App namens Paper

facebook (adapted) (Image by English106 [CC BY 2.0] via Flickr)

Facebook treibt seine Entwicklung zum wichtigsten Ort im Internet weiter voran und versucht sich jetzt auch als News-Aggregator. Eine Facebook-Präsenz zu haben scheint inzwischen für Unternehmen Pflicht zu sein. Das gilt besonders für Medienunternehmen, denn die müssen zwangsläufig dort sein, wo die Leute sind, um gelesen zu werden. Facebook versucht aus dem vielen Content, denn Medien im sozialen Netzwerk teilen, Kapital zu schlagen und seine ganz persönliche Entwicklung voranzutreiben. Angeblich plant Facebook eine eigene digitale Zeitung, wahrscheinlich kurz und sehr ironisch „Paper“ genannt.

Facebook plant ein Nachrichten-App namens „Paper“

Gestern berichtete das neue IT-Onlinemagazin Re/code, dass Facebook an einer Medienapp bastelt, die Konkurrenz für Flipboard sein soll und noch diesen Monat veröffentlicht werden könnte (wir berichteten heute Morgen in unseren Lesetipps). Laut dem Autor Mike Isaac ist Facebooks Vizepräsident für Produktmanagement, Chris Cox, für das Projekt verantwortlich. Dies haben fünf unterschiedliche, „mit der Sache vertraute Quelle“ berichtet.

Die vielleicht noch in diesem Monat erscheinende Paper-App ist mit von Facebooks Newsfeed-Team entwickelt worden und sollte ursprünglich Teil des Newsfeeds werden. Am Ende entschied man sich aber laut Isaac dafür, dass daraus eine eigene Anwendung werden soll, die sowohl als Web-App als auch auf mobilen Endgeräten funktioniert. Paper wäre damit ganz im Sinne von Mark Zuckerbergs Strategie, aus seinem sozialen Netzwerk unter anderem eine „personalisierten Zeitung“ zu machen.

Kritik an Facebooks Vorgehen

Im Dezember hatte Facebook seinen Newsfeed-Algorithmus dahingehend geändert, dass „qualitativ wertvollere“ Nachrichteninhalte prominenter dargestellt werden und gegenüber viralen Inhalten bevorzugt werden. Mit wenig Erfolg, doch trotzdem hatte dies zu viel Kritik geführt, denn es scheint eher so zu sein, dass Medienunternehmen durch den nach dem Update des Newsfeed-Algorithmus auftretenden Reichweitenverlust dazu gezwungen werden sollen, ihre Beiträge zu bewerben, womit Facebook wiederum Geld verdient. Andere wiederum scheinen trotz des Updates noch von Facebook zu profitieren.


Image (adapted) „facebook“ by English106 (CC BY 2.0)


Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 3. Januar

In unseren Lesetipps geht es um Konformismus im Netz, die Bedeutung des Techjournalismus, die Vertagung des Blogsterbens, wie ein Tweet das Leben eine Politikers verändert und wer von Facebooks neuem Newsfeed profitiert. Ergänzungen erwünscht.

  • TECHJOURNALISMUS PandoDaily: Some say tech journalism is too positive. Others say it’s too negative. So which is it?: In unseren datengetriebenen Zeiten, in denen die Digitalisierung die Gesellschaft grundlegend verändert und aus dem Silicon Valley die nächste große Disruption ganzer Geschäfsmodelle und Industriezweige droht kommt dem Technikjournalismus eine große Bedeutung zu. Wie positiv oder wie negativ kann/muss Journalismus über den technologischen Fortschritt eigentlich sein? Kein deutsches Problem, begrenzt sich Technikjournalismus hierzulande meist auf Kaufempfehlungen von Smart-TVs, aber eine relevante Frage für eine digitale Gesellschaft im Technik- und Medienwandel.
  • BLOGOSPHÄRE Blog & mehr: Das große Blogsterben: Ein neues Jahr beginnt und es ist Zeit für die Tradition, in diesem Jahr das große Blogsterben vorherzusagen. Schon wieder sind die sozialen Netzwerke ein Jahr lang gewachsen und haben teilweise große Politik gemacht, während Blogs zu Unterkanälen von großen Medienunternehmen verkommen sind, die entweder nichts bezahlen oder vor allem Journalisten anstatt Blogger schreiben lassen. Tim Gramberg pflegt die Tradition und erklärt, warum Blogs auch in diesem Jahr nicht untergehen werden.
  • POLITIK Die Welt: Wie ein Tweet ein Politiker-Leben veränderte: Anfangs glaubte der SPD-Politiker Jens Zimmermann, er hätte es nicht in den Bundestag geschafft. Er nahm erst einmal einen langen Urlaub und fing an, nach Jobs zu suchen – bis ein Tweet der Politikplattform Wahlrecht.de sein Leben veränderte. Drei Monate nach der Wahl staunt er immer noch, wie Karsten Kammholz auf Welt.de schreibt.
  • FACEBOOK Business Insider: This Guy Makes His Whole Living Off Facebook Traffic: Mit der letzten Änderung des Newsfeed-Algorithmus hat Facebook vielen Seiten-Admins schlaflose Nächte beschert, denn die Reichweiten brachen bis zu 80 Prozent ein. Wo man hinhörte, gab es Beschwerden, doch Nicholas Carlson stellt auf Businessinsider.com den Shopbesitzer Koby Conrad vor, der seitdem von seinem Onlineshop „Hippies Hope Shop“ leben kann. Er scheint eine Newsfeed-Strategie zu haben, die funktioniert.
  • KONFORMISMUS Netzwertig.com: Konformismus im Netz: Bei Twitter und in anderen Teilen des sozialen Netzes herrscht ein Konformitätsdruck, der durch die Furcht ausgelöst wird, am virtuellen Pranger zu landen. Die Entwicklung gefährdet langfristig die Demokratie, findet Martin Weigert auf Netzwertig.com, der lesenswert über Konformismus im Netz schreibt.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

Facebook Newsfeed: Qualitätsartikel statt Grumpy Cat

Facebook Favourites Menu (adapted) (Image by Mixy Lorenzo [CC BY 2.0] via Flickr)

Im Newsfeed von Facebook sollen eigentlich die richtigen Inhalte für die richtigen Personen zur richtigen Zeit angezeigt werden. Die tägliche Flut von Memes kann allerdings kaum dazu gezählt werden. Facebook soll von der Meme- zur News-Quelle werden, indem hochwertige Artikel künftig auch häufiger den Weg in die Newsfeeds finden und Memes nur noch eine Nebenrolle spielen. Kann dadurch aber der Online-Journalismus gegenüber Upworthy, Buzzfeed und Co. gestärkt werden?


  • Facebook hat ein Update für den Newsfeed-Algorithmus ausgerollt.
  • Memes werden künftig seltener vertreten sein, hochwertige Artikel dafür häufiger.
  • Online-Journalismus hat auch nach wie vor einen schweren Stand gegen Upwothy und Co.

Die Entwicklung hin zur Meme-Schleuder und unerschöpflicher Quell für Prokrastinationsanfällige Nutzer gefällt Mark Zuckerberg ganz und gar nicht. Zwar bringt das Traffic, die eigentlichen Neuigkeiten holen sich die meisten Nutzer aber noch in anderen Netzwerken wie Twitter. Die gestern gestartete Qualitätsoffensive soll das Meme-Aufkommen im Newsfeed reduzieren und dafür mehr hochwertige Artikel präsentieren. An sich also eine gute Sache, die allen Online-Journalisten einen Jubelschrei entlocken sollte, oder?

Nicht ganz, oder zumindest erstmal nur einen verhaltenen Jauchzer. Was Facebook nicht richtig klarstellt, ist die Definition der qualitativ hochwertigen Artikel. Zwar wird deutlich gemacht, dass Katzenbilder und ähnliche Foto-basierten Memes künftig weniger stark in den Newsfeeds vorhanden sein werden, woran allerdings die Qualität eines Artikels gemessen wird, verschweigt die Pressemitteilung leider. Somit ist zu befürchten, dass die boomenden Viralschmieden wie Buzzfeed oder Upworthy von Facebook eher als hochwertiger Artikel, denn als Meme eingestuft werden.

Dagegen kann qualitativ tatsächlich hochwertiger Journalismus nach wie vor nicht mithalten, da die leicht Aufbereitungen ohnehin meist seichter Kost schneller einen Klick eines Nutzers auf der Suche nach ein paar Minuten einfache Ablenkung erhalten wird, als ein spannender und gut recherchierter Artikel, der mehr Zeit und Aufmerksamkeit bei der Lektüre verlangt.

Ein weiteres und altbekanntes Problem ist die dadurch entstehende Filterblase. Ein Nutzer erhält nicht mehr Neuigkeiten die gerade passieren und wichtig sind präsentiert, sondern Neuigkeiten, die seine Freunde interessant finden, oder die durch andere Faktoren als wichtig eingestuft wurden. Es wird also schwierig Inhalte präsentiert zu bekommen, von denen Facebook nicht das Gefühl hat, dass sie einen interessieren könnten.

Eine Rettung des Online-Journalismus ist das Update des Newsfeed-Algorithmus also sicher nicht, aber auch nicht sein Todesstoß. Mit ein bisschen Feintuning könnten News-Seiten, die tatsächlich hochwertige Artikel produzieren auch von den Veränderungen profitieren.


Image (adapted) „Facebook Favourites Menu“ by Mixy Lorenzo (CC BY 2.0)


Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 3. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um Native Advertising auf Tumblr, digitalen Altruism, die Pläne der Großen Koalition für die digitale Bildung, die Telekom setzt anstatt Drosselung auf Volumentarife und Facebook zieht Nachrichten den viralen Beiträgen im Newsfeed vor. Ergänzungen erwünscht.

  • NATIVE ADVERTISING CNET News: Tumblr launches another mobile ad product: Rund ein halbes Jahr nach dem Yahoo! das Blogging-Netzwerk Tumblr für eine Milliarde US-Dollar gekauft hat, sind jetzt Pläne für Werbung im Stream der Nutzer bekannt geworden. 2012 hat Tumblr 13 Mio. US-Dollar mit Werbung verdient, durch die gesponserten Beiträge soll dies erhöht werden. Ab Januar soll die Werbung vor allem in den mobilen Anwendungen angezeigt werden.
  • DIGITALER ALTRUISM TIME.com: Altruism in the Digital Age: Kharunya Paramaguru schreibt im Techland-Blog des Time Magazin über den Stand des Altruism im Digitalen, denn neben der Selfie-Kultur entstehen auch viele Plattformen, die zum Helfen, Teilen und Schenken verleiten. Selbstlosigkeit und Philanthropie sind noch neue Konzepte im Internet, deren Entwicklung abgewartet werden sollte.
  • DIGITALE BILDUNG Hyperland: Große Koalition will die digitale Schule voranbringen: Auf Zeit Online schreibt Christiane Schulzki-Haddouti über die digitale Bildung im Koalitionsvertrag. Zwar wurde in letzter Minute das Vorhaben gestrichen, alle Schüler mit mobilen Endgeräten auszustatten, dafür sollen aber Lehrmaterialien und Schulbücher möglichst unter freie Lizenz gestellt werden, damit die Materialien problemfrei auch online verwendet werden können.
  • DROSSELKOM Süddeutsche.de: Telekom hebt Drosselung auf und will auf Volumentarife setzen: Die Telekom beugt sich dem Urteil des Kölner Landgerichts und streicht die seit Mai geltende Drossel-Klausel aus den Verträgen. Dafür will das Unternehmen in Zukunft Volumentarife einführen und den BEgriff „Flatrate“ nur noch dann verwenden, wenn es sich auch wirklich um eine Flatrate handelt.
  • FACEBOOK TIME.com: Facebook to Post More News on NewsFeed, Bury Memes: Facebook hat mal wieder am eigenen Algorithmus rumgebastelt: Nachrichten sollen im Newsfeed höher dargestellt werden als virale Post wie Memes oder Fotos. Das soziale Netzwerk setzt dabei auf „hochwertigen Content“ von Nachrichtenquellen und prominenten Nutzern. Ziel ist es, interessanter für die Nutzer zu werden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 12. September

In unseren Lesetipps geht es heute um ein bisschen Netzneutralität, wie mit Twitter 4 Milliarden US-Dollar vernichtet wurden, eine Bitcoin-Prognose, Apples Chart und Facebooks neuer Newsfeed. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZNEUTRALITÄT Zeit Online: EU-Kommission einigt sich auf etwas Netzneutralität: EU-Kommissarin Neelie Kroes will den Telekommarkt regeln und mit ihm auch die Netzneutralität. Ihr von Aktivisten stark kritisierter Entwurf war selbst bei Kollegen umstritten, hat sich aber trotzdem durchgesetzt.
  • TWITTER Egghat: Ein Tweet und seine Geschichte: Ein 26-jähriger Analyst würfelt ein paar schon bekannte Fakten über ein Öl-Unternehmen zusammen und kündigt seine „kritische“ Studie auf Twitter an. Was macht die Börse? Sie reagiert panisch, der Kurs der Firma sinkt und 4 Milliarden US-Dollar Wert sind vernichtet.
  • BITCOIN TechCrunch: How Bitcoin Is Following In The NASDAQ’s Footsteps: Auf der TechCrunch Disrupt in San Francisco nahm Alex Wilhelm an einer Diskussion über die Zukunft von Bitcoin teil und stellt dabei eine interessante Parallele zu NASDAQ-Kurs in den 90er Jahren fest,.
  • APPLE Quartz: The chart Tim Cook doesn’t want you to see: Auf der Präsentation des neuen iPhone zeigte Tim Cook ein seltsames Chart ohne viel Aussagekraft. Das auch dieses Bild mehr zu sagen hat als Cook lieb ist, zeigt die lesenswerte Interpretation von David Yanofsky.
  • FACEBOOK Clothesline: Facebook’s About to get a Whole Lot Prettier: Facebook bastelt mal wieder am eigenen Newsfeed-Design. Jeremy Leon findet, dass das soziale Netzwerk dadurch hübscher wird und stellt auf seinem Blog die wesentlichen Verschönerungen genauer vor-

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

How To: Organize Your New Facebook-Newsfeed

Organize your facebookWer sich in den letzten Tagen in seinen Facebook-Account eingeloggt hat, dem entging sicherlich nicht, dass Facebook ein neues Newsfeed-System umgesetzt hat. Bisher wurden alle Informationen, Statusupdates, Meldungen etc. chronologisch geordnet ausgegeben. Nachrichten, die man verfolgen wollte, konnte man gut betrachten und filtern. Nachrichten, die man nicht lesen wollte, konnte man verbergen – für immer oder auch nur zum Teil. Ich fand diese Logik hinter dem Newsfeed perfekt.

Das neue Update hat die Flut an Informationen auf dem Bildschirm nun aber um einiges vervielfacht. Das macht es schwer weiterhin „wichtig“ von „unwichtig“ zu unterscheiden. Da ich viel mit Facebook arbeite, sowohl privat, als auch beruflich, habe ich versucht, den Newsfeed neu zu sortieren und wieder in ein sinnvolles System umzuwandeln. Wichtig war mir dabei, dass ich diesem Spam-Wahnsinn entkomme und private sowie beruflichen Infos voneinander trenne.

Was dabei heraus kam, erkläre ich kurz. Viele haben vielleicht nicht die Zeit oder die Muße, sich damit zu beschäftigen und können mit meiner Lösung gut leben.

Weiterlesen »

Weiterlesen »

Facebook: ungefilteter Newsfeed jetzt schon unbeliebt!

Facebook möchte seinen Newsfeed, laut dem Wall Street Journal, gerne ungefiltert ausgeben und testet gerade mit einigen Usern eine neue Variante der „Nicht-Filterung“. Twitter und Google+ machen dies von je her so, allerdings kommen die auch ohne Apps und Social Games aus.

Stellt euch einmal vor… Ihr bekommt wirklich jede erdenkliche Nachricht in euern Facebook-Newsfeed. Das Tageshoroskop von der Arbeitskollegin begrüßt euch jeden Morgen beim Einloggen, die Glücksnuss von der Nachbarin ist euer täglicher Begleiter beim Lesen eurer Nachrichten und die Bockwurst des Tages von der Bekanntschaft der letzten Party verabschiedet euch abends vor dem Einschlafen.

Leider kann man die Interessen und „Likes“ seiner Freunde nicht bestimmen oder ihnen vorschreiben, dass sie gefälligst Infos mit mehr Niveau rausschicken sollen, aber man konnte den Blödsinn bisher wenigstens im Newsfeed verbergen. Ich selbst mache das bei dem Großteil meiner Facebook-Freunde so. Nicht etwa weil meine Freunde mich nicht interessieren, sondern weil ich wichtige von unwichtigen News unterscheiden möchte. Ich lese gerne die News von Cashys Blog im Newsfeed oder die Nachrichten der ZEIT, aber ich möchte ungerne Nachrichten von den oben genannten Anwendungen erhalten.

Weiterlesen »

Weiterlesen »