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Trick or Cheat: 5 Horror-Games zu Halloween 2017

oxenfree_screen_6 (adapted) (Image by Night School Studio)

Zugegebenermaßen bin ich ein richtiger Angsthase, was Horror-Games angeht. Anders als bei Horrorfilmen nimmt man in Horror-Games meist die Rolle einer Hauptfigur ein und erlebt die Geschehnisse durch die Augen dieser Figur. Das Hineinfühlen in den Raum einer virtuellen Welt wird dadurch viel immersiver, wie Medientheoretiker sagen würden. Gerade dieses Phänomen verstärkt ja den wohligen Schauer und macht Horror-Games erst interessant. Falls ihr noch nach ein wenig nervenaufreibender Unterhaltung während der schaurigsten Zeit des Jahres sucht, ist hier vielleicht der ein oder andere Mac- und iPhone-taugliche Spieletipp für euch dabei. Hier stelle ich euch fünf schaurige-schöne, atmosphärische – nicht immer, aber meistens – Horror-Games für die Hosentasche und Zuhause vor! Natürlich könnt ihr sie nicht nur an Halloween 2017, sondern auch an jedem anderen Tag spielen.

Oxenfree – das Stranger Things der Horror-Games

Mit Oxenfree geht es erstmal sachte los, denn das Game ist eigentlich mehr Mystery als Horror. Die schräge Stimmung und die unerklärlichen Ereignisse im Spiel haben mir beim Zocken im Dunkeln dann aber schon das ein oder andere Mal einen kalten Schauer über den Rücken gejagt. Das Spiel beginnt mit einer Gruppe Teenager, die sich mit einer Fähre zum Feiern auf eine kleine Insel begibt. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Alex, die stets bemüht ist zwischen den Freunden zu schlichten, denn schon zu Beginn gibt es Spannungen. Teenie-Zoff allein ist schon der Stoff, aus dem Albträume gemacht sind. Als es aber auf der Insel nach und nach zu mysteriösen Zwischenfällen kommt, läuft alles aus dem Ruder. Schon nach kurzer Zeit ist nichts und niemand mehr so wie es scheint und man sieht sich mit verschiedenen Zeitlinien, Dimensionen und Versionen seiner Freunde und seiner selbst konfrontiert. Es braucht nicht immer Splatter oder Jumpscares, um den Spielern das Blut in den Adern gefrieren zu lassen. Oxenfree schafft es auf seine Weise eine einzigartige Stimmung aufzubauen – sei es subtiler Psychohorror, wie ein alternatives Spiegelbild von Alex oder der großartig schaurige Synthesizer-Soundtrack!

Der Indie-Titel stammt vom US-Entwickler Night School Studio und wurde 2016 zunächst für PC und aktuelle Konsolen und im Laufe des Jahres 2017 auch für iOS und Android veröffentlicht. Das Grafik-Adventure war 2016 für die LA Times das Stranger Things der Videospielwelt und so fühlt es sich auch an.

Limbo – alles will dich töten!

Limbo ist ähnlich wie Oxenfree ein Sidescroller. Es wurde vom dänischen Indie-Entwickler Playdead entwickelt und 2010 von Microsoft herausgegeben. Bei dem 2D-Sidescroller spielt man einen namenlosen Jungen, der sich auf der Suche nach seiner Schwester durch einen angsteinflößenden Wald begeben muss. Begegnungen mit Menschen und Tieren hat man nur vereinzelt, eines haben sie aber alle gemeinsam – alle wollen dich töten! Wegen seines hohen Schwierigkeitsgrades ist das Spiel regelrecht zum Haare raufen. Man kann gar nicht aufzählen, auf wie viele Weisen man an ein und derselben Stelle im Spiel sterben kann. Der schwarz-weiß Look und die schiere Tristesse schaffen es aber, eine unverwechselbare Atmosphäre herzustellen. Da kann man gerne darüber hinwegsehen, dass man diverse Male in Folge an derselben Stelle gestorben ist.

Limbo (Image by Playdead)
Image by Playdead.

Limbo ist für iOS, Android, PC und aktuelle gängige Konsolen erschienen erschienen.

Gone Home und das Spiel mit der Erwartung

Gone Home ist ein Walking Simulator aus dem Jahr 2013. Entwickelt wurde das Game von The Fullbright Company, allen voran vom leitenden Entwickler Steve Gaynor. Ich wiederhole mich, aber mit der Atmosphäre steht und fällt ein Game dieser Genrezugehörigkeit. Gone Home spielt mit der Erwartung des Spielers. Und zwar mit den Tropes vorhergegangener Spiele aus dem Genre der Horror-Games und den möglichen Jumpscares, die man auf Schritt und Tritt erwartet. Aber zunächst mal zur Synopsis. In Gone Home schlüpft man in die Rolle – und Ego-Perspektive – von Kaitlin Greenbriar, die am 7. Juni 1995 nach einem Auslandsjahr zurück nach Hause kehrt. Soweit so gut, aber dann geht es direkt mit den ersten Horror/Mystery-Klischees weiter. Es herrscht ein verheerendes Unwetter, Kaitlin findet ihr Zuhause komplett verlassen vor und stößt dabei nur auf eine Reihe verwirrender Briefe ihrer Schwester. Im richtigen Kontext kann selbst das eigene Zuhause zu einem angsteinflößenden Ort werden.

Gone Home (Image by The Fullbright Company)
Image by The Fullbright Company.

Gone Home ist erhältlich für Microsoft Windows, macOS, Linux, Xbox One und PlayStation 4.

Five Night’s at Freddy’s – sie wollen doch nur spielen…

Five Night’s at Freddy’s muss man eigentlich kaum mehr erwähnen. Das Game, das 2014 erschienen ist, wurde im Alleingang von Scott Cawthon entwickelt und mauserte sich binnen kürzester Zeit zum Kult-Titel. Ein Let’s Player nach dem anderen versuchte sich an dem Horror-Titel und verhalf dem Spiel zu außergewöhnlicher Bekanntheit. Schauplatz des Horror-Games ist eine Pizzeria, in der ihr als Hauptcharakter einen neuen Job als Nachtwächter beginnt. Erstmal ein leichter Job, schließlich müsst ihr einfach nur die animatronischen Figuren bewachen – oder etwa nicht? Diese verselbstständigen sich nachts nämlich und ab da beginnt für euch ein Kampf um Elektrizität und vor allem euer Leben!

Five Night’s at Freddy’s ist erhältlich für Microsoft Windows, Android, iOS und Windows Phone.

SOMA – auf dem Meeresgrund hört dich niemand schreien

SOMA entführt seine Spieler ähnlich wie die Bioshock-Reihe tief unter die Meeresoberfläche. Das Survival-Horror-Game ist 2015 erschienen und von Frictional Games entwickelt worden. Wer also die Atmosphäre der Unterwasserstadt Rapture in Bioshock 1 und 2 mochte, wird auch in SOMAs verlassener Forschungsstation auf seine Kosten kommen. Dabei schlüpft man in die Rolle des Simon Jarrett, eines Kanadiers, der nach einem Autounfall unter gesundheitlichen Problemen leidet. Deswegen entscheidet er sich experimentellen neurologischen Untersuchungen zu unterziehen. Wie es nicht anders kommen kann, geht das Experiment schief und Simon erwacht im Jahr 2103 auf dem Meeresgrund. Wie es dazu gekommen ist, wieso er – scheinbar – alleine ist und was es mit der dystopisch-schaurigen Forschungsstation auf sich hat, heißt es herauszufinden. SOMA könnt ihr auf der PlayStation 4, Microsoft Windows, macOS und Linux spielen.

Ihr interessiert euch eher für starke Geschichten, bei denen ihr viel beeinflussen könnt? Dann probiert doch mal unsere Tipps aus dem Interactive-Fiction-Genre!

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.de.


Images by Night School Studio, Playdead & The Fullbright Company


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  • BITCOIN t3n: Bitcoin knackt 2.000 Dollar: Darum boomt die Kryptowährung jetzt: Nach dem ersten Allzeithoch Anfang Mai folgt jetzt der Nächste Meilenstein. Die Kryptowährung Bitcoin steigert erneut seinen wert. Seit Beginn des Jahres zieht das Unternehmen viele internationale Investoren an. Wenn der Wert von Bitcoin weiterhin steigt, könnte die Währung demnächst doppelt so viel Wert haben wie eine Feinunze Gold. In Japan ist Bitcoin seit Anfang Mai ein offizielles Zahlungsverfahren. Eine weitere Erklärung des Aufschwungs kann auch das Wissen über die Funktionsweise sein, welches bei Investoren zu vertrauen führt.

  • WINDOWS heise: Windows 10 S: Nur Apps, aber kein Linux: Windows 10 soll demnächst um eine Schüler und Studenten Version erweitert werden, welche nur die Installation von Apps aus dem Microsoft Store erlaubt und deutlich bessere Administrationsfunktionen aufweisen soll. Allerdings sollen unter anderem Linux-Distributionen oder andere Kommandozeilen Zugänge nicht auf Windows S laufen. Grund dafür sei, dass sich die Schülervaritante an ein nicht technikaffines Publikum wende. Wen diese Grundlage stört, muss sein Windows S auf Windows 10 Pro umwandeln.

  • Protest wired: Twitter and Tear Gas: How Social Media changed Protest Forever: Der Wandel der Protestorganisation begann 2011 mit dem Arabischen Frühling, der es schaffte sich über Soziale Medien wie Twitter zu organisieren. Proteste heutzutage haben durch die Vernetzung durch das Internet deutliche Unterschiede zu Protesten der Vergangenheit, und zeigen spannende Veränderungen auf. Zeynep Tufekci schreibt über Vor- und Nachteile des Protests mit Sozialen Medien.

  • ALEXA golem: Amazon verbietet fast alle Werbung in Alexa-Skills: Ein neues Start-Up plante die Einbindung von Werbebotschaften durch die Voice Funktion des Amazon Assistenten Echo. Burger King hatte vor Kurzem für Nachrichten gesorgt, nachdem ein Werbespot einen Befehl für sprachgesteuerte Geräte wie Alexa Echo oder Google Home beinhaltete. Amazon selbst sieht allerdings keine Notwendigkeit, Skills-Entwicklern generell die Möglichkeit von Werbeeinnahmen zu erlauben und hat nun die Richtlinien für die Zulassung zu dieser Funktion gestrafft. Strenge Regeln gibt es besonders für Alexa Skills mit Bestellmöglichkeiten.

  • DROHNEN handelsblatt: Schöne neue Pharma-Welt: Amazon erwägte bereits einen Einstieg in die Pharmaindustrie, durch Drohnenlieferung von verschreibungspflichtigen Medikamenten. Diese Neuerung wäre eine Veränderung besonders für Apotheken und weitere Ketten. Eine weitere Neuerung in der Pharmaindustrie könnten Forschungen im Bereich der Sensorenüberwachung an. Diese Sensoren würden Ähnlich wie Kontrollleuchten im Auto Patienten niedrigen Blutzucker oder Blutdruck melden.

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  • DATENSCHUTZ golem: Verbraucherminister fordern Datenschutz im Haushalt: Die Verbraucherminister von Bund und Ländern dringen auf klare Datenschutzregeln für neue vernetzte Elektrogeräte. Bei steuerbaren Fernsehern, Lichtschaltern oder Heizungsanlagen müssten Kunden auf einen Blick erkennen können, wie datenintensiv diese Angebote seien, beschlossen die Ressortchefs bei einer Konferenz am Donnerstag in Berlin. Geprüft werden könnte hierfür auch ein Logo wie zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs. Bundesminister Heiko Maas (SPD) sagte: „Ich bin nicht der Auffassung, dass Datenschutz ein Wettbewerbsnachteil ist, sondern ganz im Gegenteil.“

  • MARKT handelsblatt: Wer braucht schon einen Wohlfühl-Beauftragten?: Eine angenehme Arbeitsatmosphäre ist sein Auftrag, Empathie sein Werkzeug: Der Feel-Good-Manager hat jeden Mitarbeiter im Blick. Er sucht das Gespräch mit den Angestellten – will herausfinden, was sie bewegt. Er vermittelt zwischen Kollegen und schafft auf diese Weise eine Unternehmenskultur, in der sich Mitarbeiter voll und ganz auf ihren Job konzentrieren können. Sei es, indem der Wohlfühl-Beauftragte Workshops zur Selbstfindung organisiert, einen Obstkorb für die Belegschaft bestellt oder eine Mitarbeiterparty organisiert. Feel-Good-Manager stellen Mitarbeiter zufrieden – und tragen so zum Unternehmenserfolg bei. Doch laut einer Studie suchen nur wenige Betriebe einen Wohlfühl-Beauftragten. Und wenn doch, soll der am besten Sekretär sein.

  • GOOGLE gruenderszene: Google kündigt offiziellen Campus in Berlin an: Offenbar war die Factory für Google ein guter Testballon. Nach den Erfahrungen mit dem Berliner Startup-Hub, den das Unternehmen im Rahmen seines Startup-Programms Google for Entrepreneurs unterstützt, wird das US-Unternehmen nun auch unter eigenem Namen in Deutschland aktiv: Im Umspannwerk Kreuzberg entsteht der neue Google Campus Berlin. Es ist der Siebte weltweit, bislang hat sich der Tech-Gigant in London, Warschau, Madrid, Sao Paulo, Seoul und Tel Aviv niedergelassen, um dort „praktisches Wissen durch Trainings zu vermitteln“, wie es in der Werbebroschüre heißt.

  • SPAM href=“https://www.googlewatchblog.de/2016/11/neue-spam-url-blick/“ target=“_blank“>googlewatchblog: ?oogle.com: Neue Spam-URL ist auf den ersten Blick nicht von Google.com zu unterscheiden: Wenn Spammer und Hacker ihre Links per E-Mail, in sozialen Netzwerken oder auf anderen Wegen verteilen, setzen sie in vielen Fällen auf URLs, die auf den ersten Blick vertrauenswürdig aussehen und den Nutzer gutgläubig klicken lassen. Da auch Google für viele Menschen in den Kreis der vertrauenswürdigen URLs gehört, wird natürlich auch diese URL sehr oft in abgewandelten Formen verwendet. Jetzt ist eine neue Masche aufgetaucht, deren URL auf den ersten Blick gar nicht mehr als Fake-Adresse zu erkennen ist

  • LINUX heise: Linux 4.9: Google will Reaktionsgeschwindigkeit des Internets steigern: Der Linux-Kernel 4.9 wird einen neuen Congestion-Control-Algorithmus mitbringen, der die maximale Datenübertragungsrate von Netzwerkverbindungen effizienter auszuschöpfen verspricht. Zugleich soll der neue Ansatz auch Latenzen und Staus besser vermeiden. Damit wollen Googles Entwickler das Internet reaktionsschneller machen und Leitungskapazitäten effizienter nutzen.

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  • SAMSUNG n-tv: Samsung macht Beteiligungen zu Geld: Nachdem Samsung den großen Rückschlag mit dem Note 7 hatte, verkauften sie auf einen Schlag zahlreiche wertvolle Beteiligungen. Der Rückruf des Note 7 dürfte mehrere Milliarden Dollar kosten und das ist, selbst für einen Riesenkonzern, sehr viel Geld. Das Unternehmen verkaufte den Angaben zufolge seinen Anteil von 4,5 Prozent am Speicher-Spezialisten Rambus und die Beteiligung von 0,7 Prozent am japanischen Elektronik-Anbieter Sharp.
  • SNAPCHAT HORIZONT: So arbeitet die Snapchat-Agentur: Wer wollte nicht schon immer wissen wie es bei einem Großkonzern hinter den Kulissen aussieht? Im Interview mit Paul Marcum erfährt man Wissenswertes. Er ist Chef der Content-Agentur Truffle Pig, an der neben Snapchat auch die weltgrößte Werbeholding WPP beteiligt ist.
  • LINUX heise online: Linux 4.8 bringt neue Treiber und verbessert die Sicherheit: Das am 3. Oktober erwartete Linux 4.8 bringt zahlreiche neue und überarbeitete Treiber, durch die der Kernel 500 weitere Geräte oder Geräteklassen unterstützt. Linus Torvalds hat bei der Freigabe der neuesten Vorabversion angekündigt, wahrscheinlich noch eine weitere veröffentlichen zu wollen. Die Entwicklung der neuen Version wird daher wahrscheinlich nicht neun Wochen dauern, wie zuletzt üblich, sondern zehn.
  • SKYPE t3n: Skype macht Office in London dicht: 400 Mitarbeiter könnten Job verlieren: Nach der Brexit Abstimmung schließt Microsoft das Skype-Büro in London. Insgesamt streicht Microsoft 2850 Stellen. Bereits im Juli hat Microsoft angekündigt, dass sie 2850 Mitarbeiter in einem Zeitraum von 12 Monaten entlassen wollen. Gegenüber Fortune meinte Microsoft, dass sie versuchen, denen unter die Arme zu greifen, die von den Entlassungen betroffen sind.
  • SMARTWATCH golem: Samsungs Gear S3 wird günstiger als erwartet: Die neue Smartwatch Gear S3 kommt voraussichtlich zu einem geringeren Preis auf den Markt als bisher vermutet. Alle großen Händler verlangen 50 Euro weniger als zunächst angegeben. Nachdem Media Markt und Saturn vor zwei Wochen die Uhr zum Vorbestellen ins Sortiment genommen hatten, wurde noch ein Preis von 450 Euro verlangt. Mittlerweile ist der Preis für die Smartwatch, lange vor dem Verkaufsstart bei allen Onlinehändlern, auf 400 Euro gesunken. Verkaufsstart ist der 15. November 2016.
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PC-Tuning mal anders: Alte Geräte mit Linux reaktivieren

Repair (Image by Ady Satria Herzegovina [CC0 Public Domain], via Pexels)

Moderne Betriebssysteme zeichnen sich durch einen stetig wachsenden Ressourcen-Hunger und einen großen Bedarf an Arbeitsspeicher aus. Oftmals wirft man die zu langsamen und somit nutzlosen Geräte nach ein paar Jahren weg, statt sie mit einem anderen Betriebssystem zum Leben zu erwecken.

Der pensionierte Lehrer Wolf-Dieter Zimmermann möchte die negative Ökobilanz mit dem Projekt „Alte Laptops im neuen Gewand“ verbessern. Zimmermann hilft in Mülheim dabei, auf alten Laptops und Desktop-PCs das Betriebsprogramm Linux zu installieren, damit diese wieder lauffähig sind. Seine ehrenamtliche Tätigkeit wurde kürzlich mit dem RWE Klimaschutzpreis 2016 ausgezeichnet.

Wir sprechen mit ihm über die Ex- und Hopp-Mentalität unserer Gesellschaft und warum es keinen Sinn macht, die Benutzung von Software oder sozialen Netzwerken mit den eigenen Daten zu bezahlen.

Lars Sobiraj (LS): Wolf-Dieter, wie bist Du überhaupt zum Thema Linux und freie Software gekommen?

Wolf-Dieter Zimmermann (WZ): Als Student habe ich auf CP/M-Basis ganz ganz wenig mit Assembler Erfahrung gemacht. Insofern war mir immer klar, dass hinter einem Betriebssystem erkennbare Systeme und Schleifen stehen. Der nächste Schritt: Im Kontext mit einem Europaprojekt (EdiPed) habe ich mit dem damals am Projekt beteiligten Engländer dafür gesorgt, dass alles als freie Software entwickelt wird. Dabei ist mir klar geworden, was freie Software wirklich ist.

LS: Kannst Du uns bitte erklären, was freie Software für Dich ist?

WZ: Die Setzungen der Free Software Foundation Europe (FSFE) treffen meine Meinung am besten: Software ist dann frei, wenn sie mit den vier Freiheiten (nämlich sie zu verwenden, zu verbreiten, zu verstehen und zu ändern) ausgestattet ist.

LS: Wieso ist dieses Thema für Dich überhaupt so wichtig?

WZ: Vielleicht kommt da ein wenig meine Herkunft als Theologe ins Spiel. Die Grundlegungen des christlichen Glaubens ist für uns Evangelische daran gebunden, dass wir in der Lage sein können wollen, die Quellen selbst sprechen zu lassen. Martin Luther sprach davon, dass allein die Schrift (sola scriptura) entscheidet und nicht Päpste, Bischöfe oder ähnliches. Das bringt Evangelische in eine ganz andere Verantwortung.

Politisch argumentiert: Nur wenn ich die Quellen einsehen kann, ist Transparenz – ein demokratisches Grundgebot – gegeben, nur dann kann ich wirklich teilhaben an Entscheidungsprozessen. Demokratie gibt es nicht für weniger.

LS: Warum sollte man den Quellcode eines Programms einsehen können? Macht diese Offenheit es nicht leichter für Hacker, um gezielt nach Sicherheitslücken zu suchen?

WZ: Andersherum wird ein Schuh daraus. Stellen wir uns vor, die Schummelsoftware von VW wäre quelloffen gewesen. Vermutlich hätte sie nicht eine Woche unerkannt überlebt, weil eine zahlreiche und internationale Community (mit durchaus höchst unterschiedlichen Interessen) schnell erkannt hätte, welche Funktionalitäten diese Software wirklich gehabt hat. Insofern konnte diese Software nur dann den gewünschten Effekt haben, solange sie proprietär (und damit mit verschlossenem Quellcode) eingesetzt wurde. Damit dürften auch die Gründe benannt sein, weshalb viele Unternehmen ihre Software proprietär gestaltet sehen wollen. Teilen wollen und können ist aus meiner Sicht wertvoller als immer mehr haben wollen.

LS: Du hast kürzlich den RWE Klimaschutzpreis 2016 erhalten, weil Du Menschen im Ruhrgebiet aktiv dabei unterstützt, ihre alten Laptops und Desktop-PCs vor dem Mülleimer zu retten. Wie kam es eigentlich zu dieser Initiative?

WZ: Als ich mir klar machte, was alles im PC an seltenen Erzen, unter höchst problematischen Bedingungen zum Teil von Kindern ohne Schutzanzüge abgebaut, an Wasser, an Energie so enthalten ist, wurde mir diese Ex- und Hoppmentalität, die wir vielfach haben, noch mehr zuwider. Ich komme aus einer Familie und einer Generation, die gelernt hat, mit wenig auszukommen und das Wenige zu pflegen und möglichst auch zu reparieren.

Wolf-Dieter Zimmermann erhält den Klimaschutzpreis (Image by Netzwerk Bildung [CC BY SA] via Netzwerk Bildung)
Wolf-Dieter Zimmermann (Mitte) erhält den Klimaschutzpreis (Image by Netzwerk Bildung [CC BY SA] via Netzwerk Bildung)

WZ: Bei der Installation arbeiten wir aus zwei Gründen mit Xubuntu . Ein Grund: Xubuntu braucht wenig Ressourcen, läuft also (mit ganz wenigen Ausnahmen) auch auf alten Geräten.

Zweitens: Xubuntu enthält in den allermeisten Fällen bereits die richtigen Treiber. Problematischer sind derzeit Drucker, wenn sie nicht von HP sind. Insofern ist die Grundinstallation (bei inzwischen an die 100 Laptops und Notebooks) in einer halben Stunde erledigt.

Was glaubst Du, warum die herkömmlichen Betriebssysteme in den letzten Jahren zumeist umfangreicher statt kleiner wurden? Nur so sind Koppelgeschäfte mit neuerer Hardware (Arbeitsspeicher, Festplatten, komplette Rechner) erzielbar.

LS: Apples neues OS X „El Capitan“ läuft auf zahlreichen alten Geräten sehr viel flüssiger als Mavericks und wirkt weit weniger überfrachtet. Warum lehnst Du dieses Betriebssystem dennoch ab?

WZ: Ablehnen wäre zu viel gesagt. Ich verwende – wenn es irgend möglich ist – keine Systeme, die abgesperrt sind und mir nicht den Blick hinten dran erlauben. Hier in Mülheim war überdies erst ein Einziger mit einem Apple-Gerät da. Ich habe erfolgreich Linux darauf installiert.

LS: Thema: Vielfalt in der Linux-Community. Der Debian-Release-Manager Martin „Joey“ Schulze stellte mir vor einigen Jahren die Gegenfrage, warum es statt nur eines Fahrzeuges so viele unterschiedliche Autos gibt. Was ist Deine Lieblings Linux-Distribution? Welches Linux erfüllt Deine Bedürfnisse am besten?

Außerhalb dieses Mülheimer Projekts verwende ich nahezu grundsätzlich Debian. Im hiesigen Projekt, auch bei den Kursen in der VHS verwende ich Xubuntu, weil ich das aus didaktischen Gründen für am ehesten vermittelbar halte. Die Klientel, mit der ich arbeite, ist in der Regel weit über 50 Jahre alt. Da spielen solche Gründe eine große Rolle. Die Leute sollen ein Betriebssystem verantwortlich nutzen können. Das bedeutet nicht, dass sie eines herstellen können sollen.

In der Community gibt es immer wieder Auseinandersetzungen wegen der Fragestellung, wie offen das eigene OS bzw. alle mitgelieferten Programme sein müssen, weswegen Fedora auf die Unterstützung des Formates MP3 verzichtet. Die „Usability“ ist schon ein großes Thema. Hätte sich das Audioformat ogg/vorbis mehr durchgesetzt, könnte diese Diskussion um die MP3 auch anders geführt werden. Persönlich bin ich an diesen Stellen bereit, einen Kompromiss einzugehen.

LS: Wieder andere lehnen Ubuntu ab. Wohl auch, weil es von einem Unternehmen und nicht von Privatpersonen erstellt wird. Wie stehst Du zu diesem Streit innerhalb der Community? Und was hältst Du von der Canonical Foundation?

WZ: Ich finde von Unternehmen bezahlte Entwickler, wie das ja oft der Fall ist, nicht von vornherein problematisch oder verdächtig. Und ich bin mir sicher: Eine aufgeweckte Community wird jedes Mal aufschreien, wenn die Unternehmensinteressen die Idee der freien Software zu zu decken drohen.

LS: Warum hört man eigentlich so selten etwas von Notebooks, die für eine bestimmte Linux-Distribution optimiert wurden, um diese vorinstalliert zu verkaufen?

WZ: Gegen Aldi, Mediamarkt und Saturn ist ein Notebook wie ein Tuxedo eben einfach ein Winzling.

LS: Hast Du das von Edward Snowden favorisierte OS Tails einmal ausprobiert, bei dem man bei jeder Daten-Übertragung zur Verschlüsselung gezwungen wird? Was hältst Du davon?

WZ: Nur im Ansatz gut und richtig. Das Wissen um Verschlüsselung und den Sinn dahinter ist aus meiner Sicht noch sooo wenig in der Bevölkerung präsent. Wer hat denn auch ein Interesse, dass die Bevölkerung in dieser Frage informierter wird?

LS: Andere Gesprächspartner vertreten die Ansicht, IT-Sicherheit erfordere „nicht automatisch Anonymität“. Stimmt das? Wie oft nutzt Du Tor
oder andere Anonymisierungs-Dienste?

WZ: Eher weniger. Muss ich mich einarbeiten. Tor habe ich wegen Langsamkeit wieder abgeschafft. Die Idee finde ich im Prinzip sehr gut. Verschlüsselung von E-Mails ist bei mir, wenn auch hakelig, mittlerweile Standard.

LS: Das Upgrade auf Windows 10 ist noch kostenlos. Dafür wird die Suchmaschine von Microsoft bevorzugt und jede Menge Nutzerdaten an den Hersteller übertragen. Sind Daten die neue Währung der Softwarekonzerne? Was hältst Du von dieser „Bezahlung“ ?

WZ: Natürlich überhaupt nichts. Diese „Bezahlung“ ist eines der am meisten genannten Antriebe, wenn Leute zu uns kommen und Linux installiert haben wollen.

In dem Folgeangebot „Einsteigerberatung“ machen wird den Leuten klar, dass die Installation von Linux nur ein erster Schritt sein kann. Auch von einem Linuxrechner können theoretisch Nutzerdaten abgesaugt werden. Die sinnvoll-kritische Nutzung des Internets und eine gewisse Vorsicht bei E-Mails sind der wesentliche zweite Teil der Maßnahmen gegen die „Bezahlung mit Daten“.

LS: Bei der immer häufiger durchgeführten Überwachung des Nutzerverhaltens von Google, Facebook, Apple & Co. argumentieren viele Anwender, es sei ihnen egal weil sie ja doch nichts zu verbergen hätten. Wie stehst Du dazu?

WZ: Stammtische waren noch nie differenziert in ihren Argumenten. Spätestens dann, wenn Google die richtige Salbe gegen Hämorrhoiden empfiehlt und wenn Google weiß, welche Tabletten man gegen Bluthochdruck nimmt, kann dieser dämliche Satz verzichtbar werden. Die Unkenntnis vieler darüber, wie das Ausspähen von Nutzerdaten funktioniert und wer eine Interesse an diesen Daten hat, kann aus meiner Sicht nicht eine Sekunde ein ernsthaftes Argument sein, sich dagegen nicht schützen zu sollen.

Wir empfehlen hier immer schon Dienste wie ixquick als Suchmaschine, die keine Daten abfordert. Bei Ixquick wird auch schnell deutlich, bei welchen Angeboten Werbung enthalten ist. Man nutzt einfach ublock als Addon für die Werbeverhinderung – schon ist mehr Ruhe und das Internet kann seine Stärke in der Informationsvermittlung ausspielen. Dabei beleibt es die Aufgabe des verantwortlichen Lesers, sich seine Meinung über Qualität und Wert der Information selbst zu bilden. Das ist aber nicht wirklich etwas Neues.

LS: Im Gegensatz zu einigen Veranstaltern aus dem näheren Umkreis lehnst Du englischsprachige Bezeichnungen für Deine Veranstaltungen komplett ab.

WZ: Nein, das stimmt so nicht ganz. Die Klientel, die zumeist bei mir vorbei kommt, spricht einfach kein Englisch. Da wäre es mehr als unhöflich, sie mit Englisch zu traktieren. Ich selbst spreche sehr wohl Englisch, kann mich darin auch verständlich machen, finde aber oftmals das denglisch unüberlegt und unnötig. Coffee-to-go, Infopoint, Powerpoint und vieles andere mehr sind sprachlich überhaupt kein Gewinn. Als Kabarettist bin ich sehr sprachbewusst und leide unter Missbräuchen.

Als Beispiel: Internettechnologie. Wir wissen, dass die Anthropologie die Lehre vom Menschen ist, die Biologie ist die Lehre vom Leben, die Theologie die Lehre von Gott. Also heißt es: Internettechnologie ist die Lehre vom Internet. Schön wäre es, wenn wir so etwas hätten. Gemeint ist in den allermeisten Fällen die Internettechnik, nicht mehr. Im Englischen wird technology sowohl für Technik wie für die Lehre von der Technik verwendet. Da rächt sich die Ungenauigkeit, selbst wenn renommierte Zeitungen und Journalisten diesen Fehler nachzuvollziehen, wird er dadurch nicht richtiger.

LS: Wodurch grenzt Du Dich von anderen Organisatoren ab, die beispielsweise den Linux Presentation Day durchführen?

WZ: Da grenze ich mich nicht ab, der LPD ist eine hervorragende Idee, die Hauke Laging da voran bringt. Ich muss hier Leuten mitunter übersetzen, was LPD heißt. Das finde ich einfach überflüssig. In den Zeitungsmeldungen wird auch immer darauf hingewiesen, dass unser „Linux im Alltag“ anderswo eben Linux Presentation Day heißt. Vielleicht können ja auch in Berlin alle Englisch, hier ist das nicht so.

LS: Womit erklärst Du den Erfolg von „Linux im Alltag“?

WZ: Mit der grundsätzliche Verwendung einer alltäglich verstehbaren Sprache, dir am Verstehen des Gegenübers ausgerichtet ist und nicht an der Demonstration eigenen Wissens – denn Wissen ist die Voraussetzung von Aufklärung, nicht ihr Medium. Mit Folgeangeboten an Linuxeinsteiger unter den gleichen Sprachbedingungen. Mit dem zunehmenden Unbehagen der Bevölkerung an der „Bezahlung“ mit Daten und mit dem Wissen darum, dass nachhaltige Nutzung wertvoller Güter einfach besser ist als die ewige Neuanschaffung solcher Geräte.

Größeren Teilen der Bevölkerung wird die zunehmende Vermüllung der Umwelt als Thema inzwischen ein wenig bewusster. Meine Mitarbeit im hiesigen Repair Café zeigt mir überdies jedes Mal, dass es zunehmend Leute gibt, die den Wert hergestellter Güter zu schätzen wissen und deshalb Produkte ablehnen, die zu einem vorgesehenen Zeitpunkt kaputt gehen. Wenn die Reparierbarkeit von Geräten wieder ein Kriterium würde, fände ich das außerordentlich gut.


Image „Repair“ by Ady Satria Herzegovina (CC0 Public Domain)

Image by Netzwerk Bildung


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Die beste Podcast-Software für Android, iOS und co.

Mikrofon (image by Ivsu [CC0] via pixabay)

Obwohl Podcasts mittlerweile schon einige Jahre auf dem Buckel haben, werden sie immer noch von vielen Menschen genutzt. Manchen geht es dabei um pure Unterhaltung, andere wollen sich gerne mit bestimmten Themen auseinandersetzen. Doch egal zu welchem Lager man sich selbst zählt, es ist wichtig, einen guten Client zu haben, der die Podcasts verwaltet.

Was kann ein guter Client?

Ein Podcast-Client, oder im englischen Podcatcher, soll im Wesentlichen nur eines tun: Er soll die Podcasts, welche der Nutzer hören will, herunterladen und verwalten. Außerdem soll er dafür sorgen, dass die Podcasts von den jeweiligen abonnierten Kanälen automatisch bezogen werden. Diese Funktionen werden eigentlich von jedem Podcatcher unterstützt. Um aus der Masse der Programme hervorzustechen, muss ein Client über ein einfaches, zugängliches Design verfügen, oder aber viele zusätzliche Funktionen bieten.

Apps für iOS

Apple hatte einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Podcasts. Dieser startet schon beim Namen. Pod wurde sich von dem damaligen Musikplayer iPod entliehen, während das Wort cast vom englischen Wort für Verbreiten stammt. Außerdem fanden die jungen Podcasts auf iTunes eine erste Plattform, mit der sie die Öffentlichkeit erreichen konnten. Auch heute gibt es für Geräte mit iOS die App Podcasts, welche von Apple selbst entwickelt wurde. Die App erfüllt alle Kriterien eines klassischen Podcatchers. Podcasts können sowohl gestreamt als auch heruntergeladen werden, Kanäle können abonniert werden und neue Episoden werden dann direkt nach Veröffentlichung heruntergeladen. Das Design ist sehr einfach gehalten und ist an den normalen Musikplayer auf den aktuellen Apple-Geräten angelehnt. Zusatzfunktionen gibt es wenige, man kann die Abspielgeschwindigkeit ändern und einen Ruhemodus einstellen, welcher einen Podcast nach einer bestimmten Zeit beendet.

Auch die App iCatcher erfüllt alle grundlegenden Bedingungen und verfügt über eine Benutzeroberfläche, welche dem normalen Player von iOS-Geräten ähnelt. Doch diese App verfügt über mehrere kleine Funktionen, welche sie hervorhebt. Es wird eine Gestensteuerung unterstützt, damit man Eingaben vornehmen kann, wenn man das Gerät nicht in der Hand hält. Man kann jederzeit um 30 Sekunden vor- oder zurückspringen und es können mehrere Podcasts auf einmal heruntergeladen werden. Außerdem ist es möglich, eigene Feeds mit Passwörtern zu schützen. Aktuell kostet der iCatcher nur 2,99 Euro.

Apps für Android

Auch auf Android-Geräten gibt es eine Fülle von Apps zum Verwalten von Podcasts. Eine davon ist Pocket Cast. Diese App gibt es zwar auch für iOS, doch in der Android-Version kommt sie in Googles Material Design daher und fügt sich somit recht nahtlos an das Design vertrauter Apps an. Auch die Zusatzfunktionen können sich sehen lassen. Es ist zum Beispiel möglich, durch eine Einstellung Sprechpausen zu verkürzen. Somit können bei einem längeren Podcast mehrere Minuten eingespart werden. Außerdem kann die Lautstärke von Podcasts bis über das normale Maß erhöht werden. Dies ist nützlich, wenn die Sprecher zu leise sind oder zu weit vom Mikrofon entfernt sind. Pocket Cast kostet gerade 2,99 Euro.

Die App Podcast Addict hat neben gängigen Features eine Besonderheit im Repertoire. Diese App lässt sich mithilfe einer Smartwatch steuern. Auch Benachrichtigungen über neue Podcasts oder abgeschlossene Downloads können über Android Wear angezeigt werden. Das Programm kann auch als eigener Player für MP3s oder für Streams genutzt werden. Podcast Addict ist im vollen Umfang kostenlos, jedoch muss man dafür ein Werbebanner am unteren Bildschirmrand in Kauf nehmen. Wer dieses entfernen oder den Betreibern eine Spende zukommen lassen will, der kann im Play Store die App Podcast Addict für 2,49 Euro kaufen.

Apps für Windows

Auch für das Windows Phone gibt es einige Apps, mit welchen man Podcasts verwalten kann. Eine davon ist PODCASTS!. Diese App kann man sich ebenfalls auf einen PC mit Windows 8 herunterladen. Das Design ist an den Windows App Store angelehnt und kommt sehr farbenfroh daher. Außerdem kann man den Player auch außerhalb der App jederzeit bedienen.

Die App Podcast Lounge gibt es nur für das Windows Phone. Das Design ist sehr einfach gehalten, sieht aber durch seine dunkle Farbgebung und den verschnörkelten Hintergrund recht schick aus. Die App kann dem Nutzer selbst Playlists aus verschiedenen Podcasts zusammen stellen. Hierbei wird besonders auf das Verhältnis von Audio zu Video geachtet. Der Hersteller wirbt außerdem damit, die stärkste Podcast-Suche auf dem Windows Phone zu besitzen. Podcast Lounge kostet 2,99 Euro, eine Testversion kann man kostenlos herunterladen.

Apps für Linux

Auch für das Open-Source-Betriebssystem Linux gibt es Podcatcher, diese haben jedoch einen deutlich geringeren Umfang als Apps auf anderen Systemen, da sie meist von wenigen Personen erstellt wurden. Der bekannteste Podcatcher dieser Art ist wahrscheinlich gPodder. gPodder ist natürlich Open Source und lässt sich auf vielen Geräten installieren, darunter Linux, Windows, Mac OS und Android. Auf einem Computer sieht das Design nicht sonderlich gut aus (meiner Meinung nach), das Design der Android-Version ist jedoch ganz schick.

Erwähnenswert ist auch jPodder. Bei dem Programm handelt es sich um einen Podcatcher, welcher komplett in Java geschrieben wurde. Auch wenn Java einen eher schlechten Ruf bei Desktop-Programmen hat, so verfügt jPodder doch über alle grundlegenden Funktionen eines Podcatchers. Es hat sogar eine intelligente Download-Funktion, welche immer nur den neuesten Podcast herunterlädt.


Teaser & Image „Microphone“ (adapted) by Ivsu (CC0 Public Domain)


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Wie kann man Otto Normalverbraucher Linux schmackhaft machen?

space 200x200by Lars Sobiraj

Wir haben kürzlich den Systemadministrator und Veranstalter unzähliger Cryptopartys, Hauke Laging, über Linux und die Tücken von Verschlüsselung befragt. Laging veranstaltet im Mai erstmals den Linux Presentation Day.

space 650x355 by Lars Sobiraj

Gute Ideen verbreiten sich nicht automatisch. Diese Erfahrung mussten die Organisatoren von Kongressen und Messen mit dem Schwerpunkt Linux immer wieder machen. Wer Linux-Distributionen bekannt machen will, muss neben den „üblichen Verdächtigen“ neue Publikumsschichten erreichen. Die Frage ist nur wie. Die diesjährige Pause vom LinuxTag erzeugt in der Bundeshauptstadt ohne Frage ein Vacuum. Hauke Laging hat aber ein völlig anderes Veranstaltungskonzept konzipiert, dass er erstmals in Berlin am 9. und 12. Mai präsentieren wird. Kann sich eine dezentrale Organisationsstruktur durchsetzen?

Linux Presentation Day: minimaler Aufwand soll Reichweite maximieren

Lars Sobiraj: Wie kommt es, dass der Linux Presentation Day an mehreren Orten zugleich in Berlin stattfindet?

Hauke Laging:Das Konzept der Veranstaltung ist, den organisatorischen Aufwand sehr niedrig zu halten, damit es für möglichst viele Organisationen möglich ist, sich (auch kurzfristig) an der Veranstaltung zu beteiligen. Dadurch, dass die Veranstalter ihre üblichen Räumlichkeiten nutzen, fallen die Kosten für die Nutzung von professionellen Veranstaltungsräumlichkeiten weg, sodass wir keinen Eintritt nehmen müssen. Außerdem reduziert sich der organisatorische Aufwand erheblich, und bei manchen Veranstaltern lernen die Besucher dadurch gleich die Örtlichkeit kennen, an der sie später praktische Hilfe bekommen können.

LS:Darüber hinaus könnte es zeitgleich oder später im gesamten Bundesgebiet zu weiteren Veranstaltungen kommen

HL: Die Idee ist, dass diese Veranstaltung in Berlin regelmäßig stattfindet, vielleicht zweimal im Jahr, aber das hängt von der Nachfrage ab. Durch den geringen organisatorischen Aufwand sind wir da flexibel. Wir hoffen, dass die Linux-Community auch außerhalb Berlins Gefallen an dem Konzept findet und es übernimmt. Wir bieten Interessenten Unterstützung in Form von Erfahrungsaustausch, Kontakten und Material an. Dass in Zukunft am selben Tag in vielen deutschen Städten so eine Veranstaltung stattfindet, erscheint mir nicht realistisch. Aber dass es eine Konzentration gibt, halte ich für wahrscheinlich. So könnte es sein, dass in den meisten Städten z.B. im Mai und November solche Veranstaltungen stattfinden.

LS: An welche Personengruppen wendet sich Eure Veranstaltung? Was können sie dort am 9. Mai konkret erwarten?

HL: Der Linux Presentation Day richtet sich an Leute, die Linux nicht oder kaum kennen, aber gern wüssten, wie Linux in Standardsituationen normaler Nutzer aussieht. Aus welchen Gründen auch immer sie das wollen – die Veranstaltung ist nicht auf eine spezielle Motivation (wie Sicherheit, Kostenersparnis, Freiheit) ausgerichtet. Es geht also nicht um Leute, die schon wild entschlossen sind, auf Linux umzusteigen, sondern um diejenigen, die noch Hilfe bei der Beantwortung der Frage brauchen, ob Linux etwas für sie sein könnte und für welche Anwendungsfälle.

Es wird auf Grund unterschiedlicher Voraussetzungen nicht an allen Standorten das selbe Programm geben. Die Empfehlung an die Veranstalter ist, unterschiedliche Desktop-Umgebungen, Office, Handhabung und Bearbeitung von Bildern, den Umgang mit Windows-Software unter Linux (WINE & Virtualisierung mit z.B. Virtualbox) und Spiele zu zeigen. Einzelne Veranstalter mögen auch darüber hinaus Themen abdecken; das sollten die Besucher kurz vor dem Termin auf der Veranstaltungsseite des jeweiligen Standorts nachlesen.

Es wird also umfangreicher und besser organisiert sein, als wenn man an einem normalen Termin zu einer Linux User Group ginge und sagte, „Zeigt mir mal dieses Linux“ – mal abgesehen davon, dass das keiner macht.

LS: Bei der Froscon, Fosdem etc. hatte ich häufiger den Eindruck, dass es ganz schön schwierig ist, Einsteigern Linux schmackhaft zu machen. Woran liegt das?

HL: Dies ist eine der Linux-Grundfragen, die durchaus einen mehrstündigen Vortrag provozieren kann. Mit dieser Frage mussten sich die Organisatoren des Linux Presentation Day zum Glück nicht auseinandersetzen, weil wir nicht versuchen, durchschnittliche Windows- Anwender davon zu überzeugen, dass Linux das bessere System für sie sei. Statt dessen beschränken wir uns auf diejenigen, die sich schon so ein bisschen für Linux interessieren. Das ist natürlich nur ein kleiner Teil der Windows-Nutzerschaft, aber in Berlin reicht ein winziger Teil der Computernutzer aus, um so eine Veranstaltung zu füllen. Was für Leute sich von dem Angebot dann wirklich angesprochen fühlen, bleibt abzuwarten. Auf die Masse der Windows-Nutzer wollen wir dadurch einwirken, dass Linux durch regelmäßige Veranstaltungen dieser Art im öffentlichen Bewusstsein präsenter wird.

LS:Michael Gisbers, der Veranstalter der OpenRheinRuhr, berichtete mir in der Vergangenheit von seinen anhaltenden Problemen, Sponsoren für seine Messe inklusive Kongress zu finden. Worin ist das mangelnde Interesse vieler Unternehmen begründet?

HL: Wir sind in der glücklichen Situation, keine Sponsoren für die Finanzierung der Veranstaltung zu benötigen, deswegen haben wir an dieser Front kaum Erfahrungen gemacht. Diese Frage können zuverlässig aber wohl sowieso nur die Unternehmen beantworten. Für manche Unternehmen mag eine Veranstaltung, die neue Linux-Nutzer generiert, attraktiver sein als eine Veranstaltung für Linux-Nutzer.

LS: Was sind die Zukunftsaussichten für den Linux Presentation Day, wenn die erste Veranstaltung ein Erfolg wird?

HL: Ich denke, dass sich das Programm zukünftiger Termine kaum ändern wird. Wir hätten in Zukunft sicherlich mehr Mitveranstalter und mehr Besucher. Ich hoffe, dass sich die Zusammenarbeit der User Groups und der restlichen Linux-Community durch diese gemeinsame Veranstaltung verbessert und dass die User Groups dadurch Zulauf an aktiven Mitgliedern bekommen.

Es gibt allerdings ein paar Ideen, wie das Konzept ausgebaut werden kann. So ist vorstellbar, in Zukunft kurz nach der Standardveranstaltung einen abgewandelten Termin zu haben, auf dem Linux-Dienstleister in ihren Räumlichkeiten zeigen, wie Linux im Unternehmenseinsatz aussieht. Auch das wäre ein relativ einfaches Programm – zu unspektakulär für einen Messeauftritt –, die Zielgruppe wären kleine Unternehmen (ohne IT- Abteilung). Für die Präsentation anspruchsvoller Technik wäre der LinuxTag geeigneter. Vielleicht kann so ein Business Linux Presentation Day den LinuxTag auch dadurch unterstützen, dass er ihm Aussteller und Besucher zuführt und zu mehr Aufmerksamkeit in der nicht Linux-affinen Bevölkerung verhilft.

Eine weitere Möglichkeit – mehr für die Zwischenzeit – sind kleine Präsentationen in der Art dessen, was auf dem Linux Presentation Day passiert, für Zielgruppen, die nicht zu uns kommen, bei denen wir uns aber wünschen, dass sie mit Linux in Kontakt kommen. So spielt eine Partei mit dem Gedanken, in ein paar Monaten eine solche Linux-Präsentation im Berliner Abgeordnetenhaus zu organisieren. Ich denke, dass viele der LPD-Helfer auch so etwas aktiv unterstützen würden.

LS: Martin „Joey“ Schulze von Debian hob im Interview die Möglichkeit hervor, dass es wirklich für jeden Geschmack bzw. unterschiedliche Bedürfnisse eine eigene Linux-Distribution gibt. Für welche Distribution hast Du Dich entschieden? Und warum?

HL: Ich glaube, mit der Beantwortung dieser Frage kann man nur verlieren, zumal ich nicht zu den Leuten gehöre, die immer mal eine andere Distribution ausprobieren. Ich nutze Linux seit etwa 15 Jahren und bin immer noch bei der Distribution, mit der ich damals angefangen habe – von OS/2 kommend…

LS: Mal anders gefragt. Worin siehst Du persönlich den Vorteil von freier Software? In welchem Rahmen kommst Du bei der Ausübung deiner beruflichen Tätigkeit mit quelloffener Software in Berührung? Oder auch mit den Einschränkungen proprietärer Software?

HL: In der Firma nutzen wir Linux auf den Servern. An den CAD-Arbeitsplätzen haben wir das Problem, dass manche Software nicht auf neueren Windows-Versionen läuft. Es gab mal den Fall, dass wegen so einer Inkompatibilität Windows von der 64- auf die 32-Bit-Version umgestellt werden musste. Dass ein Betriebssystem Gigabyte-weise freien Arbeitsspeicher ignoriert und nicht einmal als Plattencache nutzt, erscheint einem reichlich grotesk, wenn man immer mit Linux arbeitet.

Freie Software ist nicht automatisch frei von Fehlern!

LS: Warum entscheiden sich so viele große wie kleine Unternehmen gegen die Möglichkeit, dass man den Quellcode ihrer Software einsehen darf, um mögliche Sicherheitslücken zu entdecken und zu beheben?

HL: Da kann ich nur mutmaßen. OSS ist ja nicht dasselbe wie FOSS, wobei es wohl schwierig wäre, bei OSS einen Kopierschutz durchzusetzen. Außerdem gibt es wohl rechtliche Probleme, wenn Fremdsoftware eingebunden ist. In manchen Fällen wäre es wohl schlicht peinlich. OSS hat nicht automatisch eine hohe Qualität des Quellcodes zur Folge. Aber ich kann mich erinnern, dass nach der Ankündigung, StarOffice zu FOSS zu machen, ziemlich viel Zeit ins Land ging, in der mutmaßlich der Quellcode einigermaßen vorzeigbar gemacht wurde.

LS: Was hältst Du vom Live-Betriebssystem Tails, welches der ehemalige NSA-Techniker Edward Snowden zur Wahrung der Privatsphäre empfiehlt?

HL: Es ist gut, dass es eine Live-Distribution mit dem Schwerpunkt Sicherheit gibt, auch wenn ich Tails nicht selber nutze. Was mich daran stört, ist die Fokussierung auf Tor. Sicherheit erfordert nicht automatisch Anonymität.

IT Sicherheit setzt das Verstehen von Zusammenhängen voraus.

LS: Gibt es überhaupt eine Möglichkeit, die Tätigkeit der über 40.000 NSA-Mitarbeiter auszutricksen? Oder ihren Job zumindest zu erschweren? Stichwort: Sicherheitslücken in allen Betriebssystemen, Festplattenverschlüsselung, E-Mail-Verschlüsselung etc.

HL: Ich glaube, die wirksamste Störung ist die Verbreitung von Kryptografie und offenen Systemen. Ich habe eine Seite mit Vorschlägen dazu ins Netz gestellt.

Neben der Verbreitung relativ „einfacher“ Technik wie OpenPGP und OTR sollte man sich klar machen, dass Informationen einer bestimmten Kategorie auf normalen Computern nichts verloren haben. Da kommen Techniken wie Tails ins Spiel. Allerdings erleben wir inzwischen, dass wir vor Schadsoftware nicht mehr sicher sind, indem wir Hardware ausschalten; das ist erschreckend. Ich glaube, dieses Problem muss (aus Kostengründen) politisch gelöst werden: Durch entsprechende Vorgaben für die staatliche Hardwarebeschaffung und eine Verpflichtung des Staates, die Versorgung seiner Bürger und der Wirtschaft mit bezahlbarer sicherer Hardware zu gewährleisten. Der einzelne kann da wenig tun; Er kann aber versuchen, im Rahmen seiner Möglichkeiten die Politik entsprechend zu beeinflussen.

LS: Du veranstaltest häufig Cryptopartys. Was hältst Du von den Verschlüsselungslösungen für E-Mails Tutanota, Lavaboom oder Mailvelope?

HL: Das sind sehr unterschiedliche Themen, weil es sich bei ersteren um Dienste handelt, bei Mailvelope aber um eine Software. Grundsätzlich begrüße ich es, dass es eine breite Spanne von Möglichkeiten gibt, Kryptografie zu nutzen. Ich halte es allerdings nicht für ein sinnvolles Ziel, dass Leute Kryptografie nutzen sollen, ohne viel von dem zu verstehen, was da passiert. Sicherheit ist immer auch Verständnis.

PGP: „Die Offenheit des Systems hat ihren Preis“

LS: Oder ist die E-Mail-Verschlüsselung, wie heise behauptet, das eigentliche Problem und nicht die Lösung zur Wahrung unserer Privatsphäre? Wenn ja, wie sollte die Lösung aussehen?

HL: Die Offenheit des Systems hat ihren Preis. Ich glaube nicht, dass Zentralisierung eine vorteilhafte Richtung wäre, auch wenn sie Erleichterungen der Benutzung ermöglicht.

Ich halte derzeit weder die Standard-Windows- noch die Standard-Mac-Software für OpenPGP für gute Produkte. Das Hauptziel der Bequemlichkeit hat dazu geführt, dass die „richtige“ Verwendung von Enigmail immer noch eine Zumutung ist.

Aber das sind Probleme, die viel leichter lösbar sind als ein Wechsel des kompletten Systems. Wie sollte sich ein offenes Nachfolgesystem durchsetzen? Derzeit gibt es einen ganzen Zoo von Produkten, die E-Mail ablösen wollen. Vermutlich haben 98% der Internetnutzer noch von keinem davon gehört. Ein neues System hat wohl nur dann ernsthafte Aussichten auf eine ausreichende Verbreitung in kurzer Zeit, wenn es von einem entsprechend einflussreichen Unternehmen in den Markt gedrückt wird. Aber das wäre dann wohl wieder keine offene Lösung. Das sieht man auch daran, dass Google und Yahoo ihre OpenPGP-Implementierung gerade auf derart radikale Beschränkungen umstellen, dass sie inkompatibel zu einem Großteil der aktuell benutzten Schlüssel werden – übrigens auch zu meinem. Vorbildlich ist anders.


Teaser & Image by Lars Sobiraj


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5 Lesetipps für den 10. November

In unseren Lesetipps geht es heute um Sprachbarrieren im Internet, Microsoft vs. Limux, Telepathie, Überwachung durch den BND und die Debatte um Clickbait. Ergänzungen erwünscht.

  • SPRACHBARRIEREN Quartz: Why you probably won’t understand the web of the future: Es ist das wohl spannendste Thema des Internets in den nächsten 15 Jahren und langsam kommen alle wichtigen Akteure darauf: Sprachgrenzen im Internet. Zur Zeit ist Englisch die dominierende Sprache im Internet und auch das Deutsche macht einen großen Teil des Internets aus, doch in Zukunft werden andere Sprachen im Internet relevanter. Auf Quartz zeigt Leo Mirani auf, dass hinter der Überwindung von Sprachbarrieren nicht nur ein Dienst an der miteinander vernetzten Menschheit steckt, sondern auch der Glaube an neue Wachstumsmärkte im Netz.

  • LIMUX Linux Magazin: Limux vs. Microsoft in München: Jahrelang galt München als Musterbeispiel für den langen und harten Weg des am Ende doch erfolgreichen Umstiegs der Verwaltung von einem proprietären Betriebssystem auf das offene Limux, ein extra für die Stadt entwickeltes Betriebssystem auf Basis von Linux. Im letzten Jahr war Limux erfolgreich in die Verwaltung integriert, doch der in diesem Jahr neu gewählte Bürgermeister Dieter Reiter (SPD) will das Projekt seines Vorgängers Christian Ude nun rückgängig machen. Auf Linux-Magazin.de zeichnet Markus Feilner den ganzen Fall auf – samt seiner Ungereimtheiten.

  • KOMMUNIKATION Vox: Telepathy is now possible using current technology: Am Ende ist es weniger wahr gewordene Science Fiction als zuerst vermutet, aber Forscher der Washingtoner Universität haben es geschafft, dass zwei Menschen telepathisch zusammen arbeiten. Einer der beiden Teilnehmer eines Experiments hat ein Computerspiel gesehen, aber keinen Controller, denn der wurde von einer Person kontrolliert, die nicht das Spiel sehen konnte. Beide waren aber durch Elektroden miteinander verbunden und schafften es so, dass Spiel gemeinsam zu spielen. Es gab bereits diverse Telepathie-Experimente, die auch erfolgreich waren, aber genauso wie jetzt die Schwachstellen aufzeigten. Auch jetzt war die größte Erkenntnis, dass Telepathie in Zeiten des Internets wohl nicht praktikabel genug ist.

  • ÜBERWACHUNG Süddeutsche.de: BND will verschlüsselte Verbindungen überwachen: Im Vertrauensgremium des Bundestags hat der Auslandsgeheimdienst Bundesnachrichtendienst nach Informationen der Süddeutschen Zeitung, NDR und WDR insgesamt 300 Millionen Euro gefragt, um die Überwachung im Internet auszubauen. Dabei will der Geheimdienst neben den sozialen Netzwerken auch durch SSL und HTTPS geschützte Verbindungen überwachen und gezielt gegen Verschlüsselungstechniken vorgehen.

  • CLICKBAIT Digiday: The many different ways publishers define ‚clickbait‘: Letzte Woche „überraschte“ BuzzFeed mit der Einschätzung, dass man selbst kein Clickbait betreibt. Chefredakteur Ben Smith begründete das damit, dass hinter der Überschrift Content stehen muss, der das Versprechen des Titels hält, damit er geteilt wird. Dies sei für ihn kein täuschendes Locken der Leserschaft, andere mögen gerade bei diesem Medium widersprechen. Doch Ricardo Bilton zeigt auf Digiday auf, dass die verschiedensten Medienakteure auch sehr unterschiedliche Definitionen von Clickbait haben und das dies nichts schlechtes sein muss.

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5 Lesetipps für den 18. September

In unseren Lesetipps geht es heute um die neue Chefin vom Dienst beim Time Magazin, Microsofts unendliche Probleme, den Erhalt des digitalen Kulturerbes, IBM setzt auf Linux und die Netzgemeinde. Ergänzungen erwünscht.

  • TIME MAGAZINE New York Times: Time Magazine Names Its First Female Managing Editor: Zum ersten Mal in der Geschichte des Time Magazine wird mit Nancy Gibbs eine Frau zur Chefin vom Dienst (Managing Editor) ernannt. Gibbs arbeitet schon länger als stellvertretende Chefin vom Dienst beim Time Magazin und war die natürliche Nachfolgerin für Richard Stengel, der ins State Department wechselt. Niemand hat mehr Titelgeschichten des „Time Magazine“ verfasst als Gibbs.
  • MICROSOFT ReadWrite: Is Microsoft Doubling Down On the Exact Wrong Mobile Strategy?: Das Internet hat den Software-Riesen Microsoft vom ersten Tag an überfordert. Bis heute ist keine Strategie im Umgang mit dem Digitalen und Mobilen erkennbar und der Turning Point des Wandel längst überschritten. Geht es ab jetzt für Microsoft nur noch abwärts, fragt sich Matt Asay.
  • DIGITALES ERBE Deutschlandfunk: „Berliner Appell“ zum Erhalt des digitalen Kulturerbes: Über vergangenen Kulturen wissen wir vor allem durch erhaltene Quellen. Papier hat sich als zäher Wissensübermittler erwiesen. Es ist aber nicht sicher, dass wir auch noch Daten, die wir auf Disketten, USB-Sticks und in Clouds abspeichern, in einigen Jahrzehnten oder Jahrhunderten noch lesen können. Für digitales Kulturerbe setzen sich jetzt zahlreiche Experten ein.
  • LINUX Digits Blog: IBM Again Pledges $1 Billion to a Linux Effort: Schon heute ist sind freie auf Linux basierende Betriebssysteme vorherrschend in Rechenzentren und auf den sogenannten Supercomputern. Die Dominanz könnte noch größer werden, denn IBM plant in den nächsten vier bis 5 Jahren bis zu einer Milliarde US-Dollar für die Umstellung auf Linux auszugeben.
  • NETZGEMEINDE t3n: Die 100 wichtigsten Web-Köpfe Deutschlands: Um die Zeit zwischen „Deutschland sucht den Superstar“ und „Germany’s Next Top Model“ sinnvoll zu befüllen, sucht die Redaktion von t3n die 100 wichtigsten Web-Köpfe Deutschlands. In 10 verschiedenen Kategorien können jetzt Vorschläge gemacht werden.

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5 Lesetipps für den 17. September

In unseren Lesetipps geht es um Facebooks Nutzerzahlen in Deutschland, eine Spende an kleine Buchhandlungen, Linux als Zukunft des Gaming, Kritik am neuen Personalausweis und ein Foto, dass um die Welt geht. Ergänzungen erwünscht.

  • FACEBOOK Golem.de: Facebook gibt erstmals Nutzerzahlen in Deutschland bekannt: Facebook hat erstmals genaue Nutzerzahlen für Deutschland öffentlich gemacht. Demnach nutzen 25 Millionen Menschen Facebook mindestens einmal im Monat. Über 80 Millionen Einwohner hatte das Land zum Jahresende 2012. 54,2 Millionen Menschen waren online. Keine schlechte Quote für ein soziales Netzwerk, dass im hierzulande als Neuland bekannten Internet ist.
  • BUCHHANDLUNG GalleyCat: James Patterson To Give $1 Million To Indie Bookstores: Bestsellerautor James Patterson möchte kleinen Indie-Buchhandlungen mehr als eine Million US-Dollar geben. Patterson hat nur zwei Bedingungen: der Buchladen muss funktionieren und die Läden müssen eine Kinderabteilung haben.
  • LINUX Ars Technica: Linux is the future of gaming: Schon heute ist Linux eines der weit verbreiteten Betriebssysteme der Welt. Gabe Newell, Mitgründer und Direktor von Valve, bezeichnete auf der LinuxCon in New Orleans Linux als die Zukunft des Gamings. ein Grund dafür ist auch neue Hardware, auf der Linux laufen wird.
  • PERSONALAUSWEIS Heise Online: Chaos Computer Club bezeichnet neuen Personalausweis als nicht sicher: Der Chaos Computer Club (CCC) hat in einer Stellungnahme die immer noch bestehende Unsicherheit des neuen Personalausweises (nPA) kritisiert, wiederholt auf bekannte Schwachstellen hingewiesen und die Ausführungen des Bundesinnenministeriums als „trügerische Sicherheit“ bezeichnet.
  • FOTOGRAFIE Pin-Of-Interest: Bryant Park, late April 2009: Ed Yourdon hat zum richtigen Moment am richtigen Ort das richtige Foto gemacht. Zu sehen ist eine Frau, die auf einer Wiese liegt und an einem Notebook arbeitet. Yourdon hat das Bild unter einer Creative Commons veröffentlicht und in diesem Blogeintrag die virale Verbreitung nachgezeichnet. Es erschien übrigens auch schon auf Netzpiloten.de. ;-)

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Destination Check: Wie war es bei der Secure Linux Administration Conference?

Veranstaltung verpasst, verworfen oder vorgemerkt fürs nächste Mal? Die Netzpiloten fragen Gäste, Mitwirkende und Macher wie es diesmal für sie gelaufen ist.

SLAC

Zum sechsten Mal fand in Berlin die Secure Linux Administration Conference (SLAC)statt. Alle zwei Jahre liefert sie praxiserprobte Anleitungen und Hinweise, um Fehler im Ansatz zu vermeiden. Neue Anregungen, gute Argumente und praktische Erfahrungen sorgen für einen stress- und risikofreien Serverbetrieb. Die SLAC ist keine Grundlagen-Konferenz, sondern richtet sich an routinierte Berufsadministratoren, greift deren Sorgen und Nöte des Admin-Alltags auf und gibt Antworten auf die neuen Herausforderungen. Eine Fachkonferenz von Profis für Profis in kollegialer, lockerer Atmosphäre – dafür steht das Team von Heinlein Support. Die Secure Linux Administration Conference (SLAC) ist das präzise Know-how-Update für Administratoren und IT-Leiter.

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Infographic & Video: Linux – Then and Now

linuxLinux feierte am 17. September 1991 sein Debüt, nachdem der Entwickler Linus Torvalds die erste Version, mit der Versionsnummer 0.0.1. fertigstellte. Linux wurde damals zunächst noch als Freax bezeichnet und war anfangs nicht viel mehr als ein modifiziertes Minix-System. Nach 20 Jahren ist es jedoch gewachsen und für viele Techies, das Betriebsprogramm schlechthin. Zum nachträglichen Geburtstagsgruß gibt’s ein Video zur Geschichte von Linux und ein paar Zahlen zum Vergleichen. Linux – Then and Now!

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20 Jahre Linux

Eine Infografik (nach dem Click) der Linux Foundation zum 20jährigen Jubiläum. Lieben Dank an alle Linux-Entwickler, die es ermöglicht haben, dass ich nach dem Apple-Desaster namens OSX(Intel) und Microsoft mit ubuntu und debian endlich wieder eine schönes, stabiles und wirklich hilfreiches Betriebssystem nutze, das sogar meine Mutter erfreut und mir Dutzende freie Wochenenden ohne Anrücken im familiären Umfeld wegen Computerproblemen beschert hat. Wer von Euch keine Lust mehr auf teure Intel-Dosen mit altem Unix hat oder einfach nur mit kostenloser Software auf der sicheren Seite sein will, weil er oder sie mit seinem Rechner Geld verdient, versucht mal ubuntu, debian, opensuse oder eines der anderen Linux-Kinder…

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Ist Apple nur faul? Flash vs. HTML5

Wer folgenden Text von Jan Ozer (englisch) liest, der wird sich verwundert die Augen reiben. In dem ausführlichen Test treten HTML5 und Adobe Flash 10.1 gegeneinander an auf OSX und den bekannten Windows-Versionen. Die Ergebnisse sind spannend. Denn bei der Vorstellung des iPad gab es einiges Gepolter rund um die Nicht-Unterstützung von Flash-Videos. Apple hatte sich früh und umfassend für die Zukunft in Gestalt von HTML5 und all seine Vorteile ausgesprochen. Diese Vorteile liegen aber offenbar darin, dass Flash auf der verbreiteten Windows-Plattform sehr wohl von der Hardwareunterstützung durch eine Grafikkarte profitiert. Dieses Feature fehlt aber bei den Apple-Plattformen. Insofern könnte diese Strategie des HTML5-Hypes eine Schwäche der Apple-Plattformen kaschieren. Auch Linux unterstützt die Hardwarebschleunigung von Flash nicht. Und das, obwohl mittlerweile viele Grafikkarten die Videounterstützung per Fabrik mitbringen. Was also hat man von all den tollen Funktionen neuer Notebooks, Netbooks und Desktop-PCs, wenn nur eine Plattform davon im Alltag Gebrauch macht?

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