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Weitere Details zu iOS 13 veröffentlicht

Insider aus dem Hause Apple geben erste Informationen zu iOS 13 bekannt.

Auf der diesjährigen Worldwide Developers Conference (WWDC) von Apple erwarten viele die Vorstellung der neuen Betriebssoftware iOS 13. Das Online Magazin 9to5mac.com hatte nun die Möglichkeit, mit einigen der Entwickler in Kontakt zu kommen und bereits erste handfeste Neuerungen für iPhone, iPad und Co öffentlich zu machen. Hier eine Zusammenfassung der voraussichtlichen Neuerungen im Nachfolger zu iOS 12.

iPad und Maus werden Freunde

Apple möchte mit dem neuen iOS 13 eine Funktion einführen, welche sich iPad Besitzer wohl schon lange gewünscht haben. In Zukunft soll die Magic Mouse von Apple, die bisher vor allem für iMacs gedacht war, per Bluetooth mit dem iPad gekoppelt werden können. Und dann soll sie wie jede andere Computermaus einsetzbar sein. Die Bedienung mit der Maus eignet sich perfekt für die neuen Multitasking-Optionen in iOS 13. Doch dazu später mehr. Damit soll das iPad noch leichter zu bedienen sein und gerade die neueren iPad Modelle stehen somit einem vollwertigen Laptop in nichts nach.Darüber hinaus soll das iPad in Zukunft auch als Zweit-Bildschirm für den Mac verwenden werden können.

Foto-Implementierung endlich direkt möglich

Gerade für viele Hobby- und Berufsphotographen ist es im Moment schwierig, effizient mit dem iPad zu arbeiten. Denn um Fotos in eine Bearbeitungs-App einzufügen, müssen diese zuvor in der Camera Roll des jeweiligen Gerätes gespeichert werden. Davor sind schon so einige Creator verzweifelt. Aber nun möchte Apple mit dem Update auf iOS 13 nachbessern. Es soll in Zukunft möglich sein, bei dem neuen iPad Pro über den USB-C Anschluss externe Speicherkarten anzudocken. Danach sollen Fotos direkt in Apps wie Adobe Lightroom CC oder Affinity Photo importiert werden können. Und das Zwischenspeichern fällt weg.

Verbesserte Multitasking-Optionen

Die Verwaltung von Apps, sowohl auf iPad als auch Mac, war bisher immer ein wenig umständlich. Anders als zum Beispiel bei Windows, ist die Benutzung mehrerer Anwendungen beim Mac auf zwei gleichzeitig verwendbare Apps beschränkt. Verwendet man das iPad ist Multitasking sogar noch schwieriger. Doch genau das möchte Apple mit dem Update auf iOS 13 ändern. Dann soll es möglich sein, Apps nach Belieben in ihrer Größe zu ziehen und zu verändern. Auch das Anpinnen von Apps soll dann kein Problem mehr sein. Wie das am Ende konkret aussehen könnte, zeigt ein bereits jetzt verfügbares Tool genannt „PanelKit“.

Darüber hinaus soll sich in der Bearbeitung und Verwaltung von Dokumenten einiges ändern. So soll man in Zukunft direkt in den Einstellungen des Apple-Geräts verschiedene Schriftarten auswählen können. Auch eine verbesserte mehrsprachige Unterstützung wird implementiert werden. Das soll das Arbeiten mit anderen Sprachen und Tastaturen erleichtern. Auch Siri lernt in iOS 13 wieder dazu und soll in Zukunft weniger anfällig für Fehlannahmen sein.

Apple Mail wird intelligenter

Benutzer der Mail-App auf dem iPhone, Mac oder iPad dürfen sich des Weiteren auf eine intelligentere Einordnung von E-Mails freuen. Ab iOS 13 sortiert das Postfach automatisch in Kategorien wie „Privat“, „Geschäftlich“, „Urlaub“, und so weiter. Außerdem kommt mit iOS 13 endlich ein voll ausgereifter Dark Mode auf das iPad und iPhone, der in den Einstellungen ausgewählt werden kann.

Kurz vor der offiziellen Bekanntgabe werden viele Details öffentlicht

In iOS 13 erwarten uns darüber hinaus viele kleinere Änderungen, die zu allgemein einfacherem Handling führen sollen. Sowohl das iPad als auch das iPhone soll durch das Update eine verbesserte Benutzeroberfläche aufweisen, die darüber hinaus die Rechenleistung unterstützen soll. Auch auf eine überarbeitete Health- und Erinnerungs-App dürfen wir uns freuen. In iOS 13 sollen Eltern selbst festlegen, wann ihre Kinder welche App benutzen und mit welchen Kontakten sie kommunizieren dürfen. Das alles wird über die Bildschirmzeit-Funktion gesteuert. Zudem soll im Nacht- bzw. Ruhemodus der Apple-Geräte auch auf Schlaf-Tracker zugegriffen werden können.

Voraussichtlich am 3. Juni wird Apple das Update erstmals der Öffentlichkeit vorstellen. Ab September 2019 können wir es dann auf unsere Geräte laden.

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Image by Yura Fresh / unsplash.com

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iMac 2019: Apple verdoppelt die Rechenleistung

Apple iMac 2019

Nach den Mobil-Computern MacBook Pro und MacBook Air im vergangenen Jahr erneuert Apple nun auch seinen Desktop-Computer iMac. Die 2019er-Version des All-in-One-Geräts rechnet erstmals mit sechs- und achtkernigen Prozessoren von Intel. Außerdem erhält der iMac 2019 die Option auf eine leistungsstarke Grafikkarte vom Typ Radeon Pro Vega. Im Vergleich zu den Vorgängern von 2017 sollen die aktuellen Modelle ein bis zu 2,4-mal so schnelles Arbeitstempo erreichen, verspricht Apple. Die neuen Geräte lösen in 4K und 5K auf. Der insgesamt schwächer ausgestattete iMac in 21,5 Zoll von 2017 mit FullHD-Display bleibt aber im Sortiment.

Schnellere Prozessoren mit bis zu acht Rechenkernen für den iMac 2019

Anders als den iMac Pro positioniert Apple den iMac als Allround-Produkt, das für Alltagsaufgaben genauso wie für rechenintensive Spiele, Musikproduktionen und Videoschnittprojekte taugen soll. Deshalb ist die Bandbreite an Prozessorkonfigurationen recht groß. Beim iMac in 21,5 Zoll reicht sie von zweikernigen Intel Core i5 mit 2,3 Ghz (Turbo Boost bis 3,6 Ghz) bis hin zu sechskernigen Intel Core i7 mit 3,2 Ghz (Turbo Boost bis 4,6 Ghz). Obwohl sie noch zu Intels achter Prozessorgeneration gehören, sollen sie den iMac 21,5 Zoll zu einer bis zu 60 Prozent besseren Rechenleistung anspornen. Im Vergleich dazu kommt der 27-Zöller mindestens mit einem sechskernigen Intel Core i5 der neunten Generation (3,0 Ghz bis 4,6 Ghz bei Turbo Boost). Die leistungsstärkste Variante rechnet mit einem i9, der bis zu 5,0 Ghz taktet. Dadurch will Apple die Rechenleistung auf das bis zu 2,4-Fache beschleunigen können. Wer diese irre Rechenleistung braucht, muss aber Tief in die Tasche greifen. Allein die Preisdifferenz zwischen i9 und i5 beträgt 480 Euro.

Mehr Grafikleistung durch Radeon Pro Vega gegen Aufpreis

Für sehr aufwendige Grafikanwendungen lässt sich der iMac 2019 mit einer Radeon-Pro-Vega-Grafikkarte konfigurieren. Beim 21,5-Zöller soll das bis zu 80 Prozent mehr Tempo, beim 27-Zöller maximal die Hälfte mehr Arbeitstempo liefern. Die starken Grafikkarten gibt es aber nur für mindestens 400 Euro Aufpreis. Sinnvoll ist die Ausgabe daher nur für Profis, die 3D-Spiele oder Videos mit vielen Spezialeffekten erstellen wollen.

Apple iMac 2019 Videoschnitt
Das Plus an Leistung ist besonders wertvoll für Nutzer, die rechenintensive Anwendungen wie Videoschnitt betreiben. Image by Apple

4K und 5K sind jetzt Standard

Genau wie bei Fernsehern setzen sich ultrahohe Auflösungen auch bei Computern immer stärker durch. Den iMac 2019 in 27 Zoll gibt es ausschließlich in 5K (5.120 x 2.880 Pixel), während beim kleineren 21-Zöller jetzt 4K (4.096 x 2.304 Pixel) Standard sind. Das noch erhältliche 2017er-Modell löst aber weiterhin mit FullHD (1.920 x 1.080 Pixel) auf. In allen Bildschirmen kommen Panels mit LED-Hintergrundbeleuchtung zum Einsatz. Aber nur die neuen 4K- und 5K-iMacs leuchten mit bis zu 500 Nits Spitzenhelligkeit und decken den großen P3-Farbraum ab.

Speicher: Viele Optionen für RAM und SSD

In puncto Arbeitsspeicher lässt sich der iMac 2019 beim Kauf von 8 GB auf – je nach Modell – 32 GB bis 64 GB upgraden (2.666 Mhz DDR4). Die Festplatte besteht aus maximal 2 TB SSD-Speicher. Dieser ist sehr schnell und daher gerade fürs Booten zu empfehlen. Bedauerlich ist vor diesem Hintergrund, dass die Basiskonfiguration nur eine langsame, mechanische 1-TB-Festplatte mit 5.400 Umdrehungen pro Minute enthält. Das sollte im Jahr 2019 bei einem Hochpreisrechner nicht mehr der Fall sein. Sollen Daten ab Werk auf 1 TB SSD landen, kostet das 720 Euro mehr.

Bewährtes Design, bekannte Anschlüsse

Am Gehäuse und der Anschluss-Konfiguration hat Apple beim iMac 2019 nichts geändert. Das All-in-One-Chassis besteht weiterhin aus Aluminium und Glas und misst an der dünnsten Stelle des Randes nur fünf Millimeter. Auf der Rückseite finden Steckplätze für Kopfhörer, SD-Speicherkarte, Gigabit-LAN und USB (viermal USB-A 3.0, zweimal USB-C bzw. Thunderbolt 3) Platz.

iMac 2019 27 und 21,5 Zoll
Der iMac 2019 ist in zwei Zoll-Größen und diversen Konfigurationsoptionen erhältlich. Image by Apple

iMac 2019 ab sofort bestellbar für 1.500 Euro bis 6.150 Euro

Der iMac 2019 ist ab sofort im Online-Shop von Apple und ab nächste Woche auch in den Apple-Geschäften sowie bei anderen Händlern erhältlich. In der Basiskonfiguration kostet der iMac in 21,5 Zoll mindestens 1.499 Euro, der in 27 Zoll mindestens 2.099 Euro. Mit maximal aufgerüsteten Komponenten werden jedoch 3.919 Euro bzw. 6.139 Euro fällig. Die FullHD-Variante des iMac in 21,5 Zoll kostet zwischen für 1.299 Euro und 1.779 Euro. Zum Lieferumfang gehören das Magic Keyboard sowie entweder die Magic Mouse 2 oder das Magic Trackpad 2. Vorinstalliert ist macOS Mojave.

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Mac Mini 2018: Apples neue Kompaktklasse schlägt den iMac

Mac mini 2018

Bei seiner Keynote in New York hat Apple die nächste Generation des Mac Mini vorgestellt. Nicht acht, wie beim MacBook Air, aber immerhin vier Jahre mussten Nutzer auf diesen Schritt warten. Die neunte Generation des Kompaktcomputers bietet in der Basisausstattung einen 3,6 Gigahertz starken Quad‑Core Intel Core i3 der 8. Generation. Auf Wunsch lässt sich dieser durch einen Sechskern-Prozessor von Intel ersetzen. Aber auch der Mac Mini ist teurer geworden und „wildert“ nun als Sechskern-Variante im Preisbereich des iMac.

Denn der Mac Mini lässt sich erweitern; entweder mit dem Hexacore-Prozessor Intel Core i7 der 8. Generation mit 3,2 Gigahertz-Takt, der im Turbo Boost auf bis zu 4,6 Gigahertz klettert. Oder mit dem Intel Core i5 der 8. Generation, ebenfalls ein Hexacore-Prozessor, der mit drei Gigahertz beziehungsweise im Turbo Boost mit bis zu 4,1 Gigahertz rechnet.

Mac mini 2018
Die Anschlüsse des Mac mini 2018. Image by Apple

In diesen Ausführungen erreicht der Mac Mini ein Preisgefüge, in dem auch die Basisversion des iMac angesiedelt ist und ist ihr dort bereits überlegen. Denn der iMac muss mit Intel Cores der 7. Generation auskommen. Der Mac Mini ist zudem standardmäßig mit zwei SSDs und einem acht Gigabyte-Arbeitsspeicher ausgestattet, der sich auf bis zu 64 Gigabyte erweitern lässt.

Äpfel oder Birnen? Beim Mac Mini bekommt man mehr

Sicher darf man beim Vergleich zwischen iMac und Mac Mini die Periferie nicht vergessen; Bildschirm, Tastatur und Maus müssen beim Mac Mini extra gekauft werden. Außerdem ist der im jeweiligen Intel-Chip integrierte Grafikprozessor UHD Graphics 630 der Intel Iris Plus Graphics 640 des iMacs wohl unterlegen. Dafür dürfte die SATA-Festplatte des iMacs nicht annähernd die Geschwindigkeit der beiden SSDs des Mac Minis erreichen, auch wenn wir das bisher nicht selbst getestet haben.

Was die Anschlüsse angeht, nehmen sich die beiden Geräte nicht viel: Der Mac Mini bietet vier Thunderbolt 3 Anschlüsse, zwei USB 3.0 Ports, einen HDMI 2.0 Eingang, Ethernet, und einen 3.5-Millimeter Kopfhöreranschluss. Der iMac verfügt über vier USB 3.0 Ports, zwei Thunderbolt 3 Anschlüsse und ebenfalls Ethernet und Kopfhöreranschluss. Einzig mit dem SD-Kartenslot liegt der iMac wirklich vorne.

Fazit: Mit der neunten Generation des Mac Mini bekommt man zurzeit mehr Rechenleistung für sein Geld als beim iMac. Wer also keinen Bedarf an einer neuen Tastatur, Maus oder Bildschirm hat, sondern mehr Wert auf Rechenpower und Geschwindigkeit legt, bekommt mit den beiden SSDs und jüngsten Intel-Prozessoren einen leistungsstarken Rechner, der zur Not in eine Handtasche passt. Der Mac Mini ist ab 7. November ab 899,- Euro im Handel verfügbar.


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Philips Hue Sync im Test: Ambilight für den Computer ausprobiert

Philips Hue Sync

Smarte Lampen sind die simpelsten und gleichzeitig vielleicht am meisten unterschätzten Smart-Home-Gadgets. Denn sie sind einfach einzurichten und werten dank verschiedenfarbiger Lichtstimmungen die Wohnatmosphäre erheblich auf. In diesem Segment ist die Produktreihe Philips Hue vom Hersteller Signify (bis vor kurzem Philips Lighting) Platzhirsch. Kein anderes System vernetzter Beleuchtung bietet so ein breites Sortiment an Glühbirnen, Lichterketten, Komplettleuchten und Schaltzubehör für Innen und Außen. Die vergleichsweise sehr hohen Preise rechtfertigt Signify auch mit kontinuierlich weiterentwickelten Steuerungsprogrammen. Nach Apps für Mobilgeräte stellt Philips Hue mit Hue Sync ab sofort auch ein Programm für Windows- und Apple-Computer bereit. Dadurch können Anwender die Lichtfarben ihre Hue-Beleuchtung auf den Rhythmus von Musik, Videos und Spiele abstimmen. Ich konnte Hue Sync für macOS bereits vorab ausprobieren.

So funktioniert Hue Sync

Wer mit einem Philips-TV fernsieht, kennt das Prinzip bereits. Dort passen sich auf der Rückseite verbaute LED-Leisten der Lichtfarbe einer auf dem Display gezeigten Sendung an. Die Ambilight genannte Technik lässt das Geschehen im gewissen Sinne über den Rand des TV-Displays hinauswachsen. Hue Sync funktioniert ähnlich, nur eben auf Computern und im Zusammenspiel mit externen Wand-, Decken- und Stehleuchten von Philips Hue.

Philips Hue Sync iMac
Hue Sync ist eine kleine Software für Mac und Windows, die smarte Glühbirnen so steuert, dass sie sich dem Rhythmus von Musik und der Lichtstimmung von Filmen und Videospielen anpasst. Image by Signify

Dazu laden Anwender zunächst die Hue-Sync-Software auf ihren Windows- oder Mac-Rechner und installieren sie (zum Download von Hue Sync). Bevor sie sie einrichten können, müssen sie in der Smartphone- oder Tablet-App von Philips Hue einen „Entertainment-Bereich“ bestimmen. Das ist das Zimmer bzw. der Wohnbereich, in dem Hue-Leuchten auf die Inhalte eines Computers reagieren sollen. Dafür fragt die mobile Hue-App ab, wie die Leuchten um die Sitzposition herum positioniert sind. Anwender ziehen die Hue-Produkte mit dem Finger an den jeweiligen Standort und speichern ihn ab.

Anschließend wechseln Anwender zum Computer, auf dem Hue Sync installiert ist. In der Computersoftware selbst lässt sich der Entertainment-Bereich nicht definieren, sondern nur für die Zusammenarbeit auswählen. In der Bedienoberfläche von Hue Sync bestimmen Anwender dann, ob sie Musik, einen Film oder ein Computerspiel mit der Lichtfarbe abgleichen wollen und drücken den grünen Knopf „Synchronisierung starten“. Fertig.

Was man für Hue Sync braucht

Hue Sync funktioniert mit allen aktuellen Hue-Leuchten. Dabei können Anwender RGB-Glühbirnen genauso wie die Lichterketten Hue Lightstrip oder beispielsweise die mobile Lampe Hue Go über die Software steuern. Nur weiße Glühbirnen band Hue Sync in meinem Test nicht in das System ein.

Logischerweise müssen sich die Glühbirnen im gleichen WLAN befinden wie der Computer, auf dem Hue Sync diese anspricht. Denn nur dann gelangen die Steuersignale zu den smarten Glühbirnen, die auf den drahtlosen Kommunikationsstandard Zigbee setzen. Zudem müssen die Lampen angeschaltet sein. Selbst Stehlampen, die nicht per kabelgebundenem Schalter sondern nur per Software-Befehl vom Strom getrennt sind, kann Hue Sync nicht aus dem Standby wecken.

Hue Sync läuft unabhängig davon, ob Anwender es mit einem Windows- oder Mac-Rechner nutzen wollen. Auf Laptops funktioniert das Programm genauso wie auf Standrechnern. Zum Smartphone oder Tablet müssen Anwender nach der ersten Einrichtung nicht mehr greifen. Denn die Hue-App für iOS und Android, die seit kurzem in der stark überarbeiten Version 3.0 vorliegt, ist für den Betrieb nicht nötig.

Praxistest: Mit Apple TV läuft Hue Sync auch auf Fernsehern ohne Ambilight

Im Kurztest auf einem iMac von 2012 und einem MacBook Pro von 2015 überzeugte Hue Sync durch eine schnelle Einrichtung und einen praktisch reibungslosen Betrieb. Auf Playlisten von Apple Music, Video-Streaming bei Netflix im Chrome-Browser und zwei Videospielen (Duke Nukem Forever, Mindcraft) sprach die Software tadellos an. Nur bei schnellen Wechseln zwischen diesen Medienarten hakte die Software mehrfach, sodass ein Ein- und Ausschalten der Synchronisierung notwendig wurde. So viel, wie ich während meines Ausprobierens, werden Anwender im Alltag der Software wohl aber nicht abverlangen. Deshalb betrachte ich diese Hickups nicht als zwingend praxisrelevant.

Hue Sync ist zwar für Computer gedacht, doch mit einer Streaming-Lösung lässt sich das Geschehen vom Computer auch auf einen Fernseher spiegeln, der nicht von Philips stammt. In meinem Praxistest war es kein Problem, Bild und Ton eines MacBooks über einen Apple TV an einen Samsung-Fernseher durchzuschleifen. Weil dieser mit Sonos-Lautsprechern verbunden ist, konnte ich meine iTunes-Sammlung auf diese Weise nicht nur von farbigem Licht untermalen lassen, sondern auch in einer Qualität hören, die über die von Laptop- und Fernseherlautsprechern hinaus geht.

Die Wirkung der Lichtsteuerung war je nach Medium komplett unterschiedlich. Titel aus dem Genre Drum & Bass begleiteten die Hue-Birnen in meinem Wohnzimmer mit einem wilden und bunten Stroboskop-Gewitter. Hingegen während einer Mindcraft-Partie schimmerten die Wohnzimmerwände kontinuierlich in Pastellgrün. Bei den meisten Videos war die Wirkung unerwartet gering. Es brauchte schon einen extrem farbstichigen Film wie Matrix, um die Lichtstimmung aus dem Weiß-Spektrum heraus zu bewegen. Zwar lässt sich die Intensität innerhalb der Hue-Sync-Software in vier Schritten zwischen „subtil“ und „intensiv“ anpassen. Am grundsätzlichen Eindruck änderte das aber nichts.

Fazit: Hue Sync als stimmungsvolle Ergänzung fürs Smart Home

Mit Hue Sync erweitert Signify das Philips-Hue-Ökosystem um eine sinnvolle Komponente. Weil die Software für Computer designt ist, spricht sie in erster Linie Gamer an und Anwender, die Musik über ihren Computer steuern. Mit einer Box oder einem Adapter fürs Streaming lässt sich jedoch auch wunderbar ein Fernseher einbinden, sodass die Lösung auch ein viel breiteres Publikum anspricht. Im Test überzeugte die Software ohne nennenswerte Schwächen. Weil Hue Sync kostenlos nutzbar ist, können Anwender sie ohnehin risikofrei ausprobieren.

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20 Jahre iMac: Der Computer, der den Schreibtisch bunt färbte

Image by Lena Simonis and True Tech Talk Time [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons

Überraschungen in letzter Minute waren ein Markenzeichen von Steve Jobs. Auch als er am 6. Mai 1998 im Flint Center Theater in Cupertino am Ende seiner Keynote den ersten iMac vom Typ G3 vorstellte, schlug die Nachricht ein wie eine Bombe. Jobs sagte damals: „Wir glauben, der iMac wird eine große Sache werden“. Und er hatte – wie wir inzwischen wohl alle wissen – absolut Recht damit.

Denn 20 Jahre iMac später ist klar: Der iMac sollte nicht nur die unrentable Consumer-Sparte von Apple wiederbeleben und damit das Unternehmen vor dem Ruin retten. Der iMac läutete den anhaltenden Siegeszug aller iGadgets und den Beginn einer Revolution im Produktdesign von Unterhaltungstechnik ein.

Internet-Computer mit Style-Faktor

„Die Rückseite dieses Dings sieht besser aus als die anderen Jungs von vorne“. So hatte sich Jobs ausgedrückt. Der iMac G3 hatte nichts mehr mit dem üblichen Kabelsalat der beigefarbenen Windows-Rechner zu tun. Mit seinem farbig-transparenten Polycarbonat-Gehäuse war der All-in-One-Desktoprechner tatsächlich ein echter Hingucker. Ein Objekt, das sich die Leute ins Wohnzimmer stellten, um damit ihre Individualität zu bekunden. „Er sieht aus wie von einem anderen Planeten, einem guten Planeten, einem Planeten mit besseren Designern“, präsentierte Steve Jobs sein erstes Produkt überhaupt, das das vielsagenden „i“ vor dem Produktnamen trug.

Der iMac G3 überzeugte aber nicht nur durch sein futuristisches Design, sondern vor allem mit dem benutzerfreundlichen Plug-and-Play-Konzept. Das neuen Betriebssystem OS X, dessen jüngster Ableger unter macOS High Sierra firmiert, und das kinderleichte Setup waren ein Durchbruch. Man musste nur den Stecker einstecken, die Maus an der Tatstatur anschließen (über das damals nur gering verbreitete USB-Kabel) und das 56-Kbps-Modem mit der Telefonleitung verbinden.

Nach ein paar Klicks konnten nun auch technisch weniger versierte Nutzer das ebenfalls noch neue Internet benutzen. Sie konnten digitale Fotos über die Infrarot-Schnittstelle kopieren oder über die Stereo-Lautsprecher an der Vorderseite Musik hören. Alles so, wie sich das Apples Designer wohl gedacht hatten, als sie den ersten stylischen Consumer-PC entwarfen, der aller Welt einen schnellen, einfachen und bezahlbaren Zugang zum Internet ermöglichen sollte.

Schon damals Kritik am Schnittstellen-Geiz

So entwickelte sich der iMac G3 fast über Nacht zu einem der kultigsten Geräte des vergangenen Jahrtausends. Aber natürlich gab es auch Kritiker. Wie beim Wegfall des SD-Karten-Slots beim MacBook Pro von 2016 war Apple auch damals seiner Zeit voraus. Die Umstellung auf USB gefiel langjährigen Mac-Usern ganz und gar nicht. Mit der neuen Schnittstelle waren andere Anschlüsse wie Serial-Ports, SCSI und das hauseigene ADB verschwunden und die alte Technikausstattung damit obsolet. Gamer und Power-User machten sich über die mangelnde Erweiterbarkeit und das fehlende Floppy-Laufwerk lustig, aber schaden tat Apple das nicht.

Erfolg verschaffte Apple ein Comeback

Der iMac G3 wandte sich nicht an Computerfreaks, sondern an den ganzen Rest der Menschheit, und der reagierte entsprechend positiv. Und zwar in Verkaufszahlen, die Apple seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Zweifelsohne rettete auch der iMac seine Erfinder damals vor der Pleite. Obwohl die Verbreitung von Mac im Vergleich zum PC im Jahr 1998 nur 1:32 betrug konnte Apple damit seine Gewinne von 1998 bis 1999 verdoppeln.

Zu verdanken hatte Apple seinen plötzlichen Erfolg dem Paradigmenwechsel bei Design und Produktpolitik, den Firmen-Gründer Steve Jobs bei seiner Rückkehr 1996 in Gang gesetzt hatte. Eine saubere und logische Produktfamilie fehlte bis dahin bei Apple. Jobs selbst beschrieb die Produktpolitik als verwirrend für den Verbraucher und zu teuer für Apple. Zu viele Modelle, die falsch bepreist waren und auf die falschen Märkte abzielten. Jobs brachte Klarheit in die Entwicklung und teilte von nun an den Computermarkt in zwei Bereiche ein: einen für Endverbraucher und einen für professionelle Anwender.

Mit dem Durchbruch des iMac hatten die Designer in Cupertino, allen voran Chef-Designer Jony Ive, zudem für alle Zukunft bewiesen, dass man Unterhaltungstechnik so gestalten kann, dass sie schön aussieht und gut arbeitet. Schließlich war der Erfolg des iMac wegweisend bei der weiteren Produktentwicklung von Apple. Das gilt natürlich für das kurz danach erschienene iBook G3. Außerdem gilt: Ohne den iMac wären die Errungenschaften des iPod oder des iPhone nicht denkbar gewesen. Auch wenn die Einnahmen mit dem iPhone aus dem Schatten der Mac-Sparte herausgetreten sind, sind Mac-Rechner immer noch eine wichtige Cash-Cow für Apple.

20 Jahre iMac: Die Evolution von Apples Komplettrechner

2002 folgte mit dem iMac G4 das erste große Redesign. Der All-In-One-Rechner verfügte nun über ein 15-Zoll-LCD, das auf einem verstellbaren Arm über einer kleinen Kugel angebracht war. Dieser Lampenfuß enthielt das Wesentliche des Computers. Als nächstes folgte 2004 der iMac G5, bei dem die Hauptplatine und das optische Laufwerk direkt hinter dem LCD-Panel montiert waren.

Im Januar 2006 stellte Apple den ersten Macintosh mit Intel-Prozessor vor. Dabei bot das Gerät etwa den gleichen Funktionsumfang wie sein Vorgänger, war laut Apple-Benchmarks aber zwei- bis dreimal schneller als der G5-iMac. Auch bot die neue Generation eine eingebaute Webcam iSight und eine mini-VGA-Schnittstelle.

Im August 2007 stellte Steve Jobs den ersten iMac in Aluminium- und Glas-Gehäuse vor. Der iMac dieses Modelljahres wird mit einem 20- oder 24-Zoll-Breitbildmonitor und der neuen, flachen USB-Tastatur in Aludesign ausgeliefert, die wegen ihres Designs und der hervorragenden Usability weit über Mac-Schreibtische hinaus verbreitet ist.

IMac Historie von G3 bis G5
Die Versionsgeschichte des iMac vom G3 bis zum G5. Images by Fernando Carmona, Masashige MOTOE and Bishonen from Wikimedia Commons

Macht seit zehn Jahren eine gute Figur: der iMac im Aluminiumbody

2009 folgte eine iMac-Generation, die einen komplett aus einem Stück Aluminium gefrästen „Unibody“ besaß. Dieses Design bestimmt das Aussehen der Apple-Rechner bis heute. Der neue iMac wird mit einer kabellosen Tastatur und der Magic Mouse ausgeliefert. Zu den weiteren Neuerungen dieser Version gehören unter anderem auch der SD-Kartenslot und eine leistungsstarke Quad-Core CPU.

Ab 2012 wird das Design immer dünner, das optische Laufwerk verschwindet und das Retina-Display kommt hinzu. Erst 2017 verändert Apple wieder etwas an den Anschlüssen. Ab sofort setzt man Thunderbolt 3 (USB-C) ein und holt die Mikrofonbuchse von der Rückseite nach vorne – viel zu bessern gibt es allerdings am Design des Kultrechners ohnehin nicht mehr.

Mit seinem stylischen All-in-One-Ansatz hat Apple die moderne Computerbauweise geprägt. Selbst Wettbewerber Microsoft gab irgendwann nach und präsentierte mit dem Surface Studio im Jahr 2016 eine vergleichbare Produktphilosophie. Microsofts Chef-Designer Ralf Groene, der für den Look der Surface-Reihe verantwortlich zeichnet, bezeichnet Apple-Koryphäe Jony Ive im Netzpiloten-Interview als große Inspiration.

One more thing: Ein Glückwunsch an den iMac

Happy Birthday iMac G3! Trotz deines stolzen Gewichts von 18 Kilogramm wird deinem unvergesslichen Röhrengehäuse mit dem lustigen Griff inzwischen nicht nur in den Designmuseen dieser Welt gehuldigt. Aber dort kann man Dich adoptieren – wie eine Seegurke im Zoo. Und Designer lassen dich auf einem Skateboard durch London rollen, weil du eine Ikone bist.

Du warst der erste deiner bunten, wohlgeformten Art auf dem grauen Tech-Planeten. Hier hast du Generationen von Nachfolgern diesen Hauch Kreativität hinterlassen, den Designer, Grafiker, Fotografen oder Filmemacher und so viele andere Anwender noch immer an Apple schätzen.

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Dieser Beitrag erschien zuerst auf Netzpiloten Apple.


Images by Lena Simonis, Fernando Carmona, Masashige MOTOE, Bishonen, Rama, Musée Bolo, True Tech Talk Time, via Wikimedia Commons


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macOS High Sierra im Test: Diese neuen Features kommen auf euren Mac

macOShighsierra

Seit Anfang dieser Woche können Mac-Nutzer ihren Desktop-Computer oder Laptop auf Apples neuestes Betriebssystem namens macOS High Sierra updaten. Dabei bringt das knapp 5 GB große Update einige Neuerungen und Verbesserungen auf den Mac. Ich stelle euch die besten neuen Features vor. Außerdem erfahrt ihr, was ihr vor der Installation beachten müsst und ob euer Mac das neue Update überhaupt erhalten wird.

Das neue macOS Sierra bringt einige Änderungen auf den Mac, die auch seit iOS 11 auf dem iPhone oder iPad verfügbar sind. So erhält Siri ihre natürlichere Stimme und ihre neue Lernfähigkeit auch auf dem iMac oder MacBook. Siri soll mehr Varianz in Sachen Tonfall, Betonung und Tempo bieten. Außerdem schlägt die Sprachassistentin laut Apple in der Music-App einzelne Tracks noch personalisierter anhand eures Suchverhaltens vor.

Fotos-App bekommt die meisten Änderungen

Die meisten Änderungen hat Apple mit dem neuen Update auf macOS High Sierra in die Fotos-App gebracht. Auch hier erhält euer Mac nun die Möglichkeit, Live Photos mit den neuen Effekten „Endlosschleife“ und „Abpraller“ zu versehen. Ein Schlüsselfoto lässt sich am Mac nun ebenfalls auswählen. Je nachdem, welches Bild ihr hier als Schlüsselfoto wählt, wird dieses dann beim Verschicken des Live Photos als erstes angezeigt.

macOS High Sierra neue Features
Screenshot by Julia Froolyks

Die neue Seitenleiste innerhalb der Fotos-App soll das Suchen und Sortieren der Bibliotheken und Aufnahmen nun außerdem abermals vereinfachen. Insgesamt wirkt die App damit übersichtlicher. Per Drag-and-Drop lassen sich Fotos nun sehr zügig verschieben. Hier habt ihr eine Übersicht all eurer Fotos und erstellter Rückblicke. Außerdem könnt ihr in Kategorien namens „Favoriten“, „Personen“ oder „Orte“ stöbern. Die Seitenleiste bietet euch ferner direkten Zugriff auf die unterschiedlichen Medientypen. Apple unterscheidet dabei zwischen Selfies, Videos, Slo-Mo’s, Serien und Screenshots. Die neue Ordnung erinnert sehr an die Sortierung auf dem iPhone oder iPad. Deshalb habe ich mich innerhalb der Fotos-App nach dem Update sehr schnell zurechtgefunden.

Wer hin und wieder Fotos bearbeiten möchte, aber keine teuren Programme besitzt, kann nun innerhalb der Fotos-App noch mehr Bearbeitungsschritte vornehmen. Apple hat hier die neuen Werkzeuge „Kurven“ und „Selektive Farbkorrektur“ hinzugefügt, mit der ihr schnell Verbesserungen am Kontrast, der Helligkeit und der Farbe des Fotos vornehmen könnt. Der Bereich „Projekte“ ermöglicht euch außerdem das Erstellen von Fotobüchern, die ihr direkt über die App bestellen könnt.

macOS High Sierra: Keine automatische Wiedergabe von Videos in Safari

Eine besonders gelungene Neuerung hat der Safari-Browser erhalten. Wenn ihr eine Webseite besucht, auf der Werbevideos automatisch abgespielt werden, kann Safari diese Videos ab sofort blockieren. Wie oft schon habe ich mich erschrocken, als völlig aus dem Nichts Musik oder Sprache aus Videos während des Surfens abgespielt wurden. Dies hat nun endlich ein Ende.

macOS High Sierra neue Features
Screenshot by Julia Froolyks

Das Blockieren von Werbevideos ist nach dem Update auf macOS High Sierra bereits standardmäßig aktiviert. Im neuen Einstellungsmenü von Safari, „Einstellungen für diese Webseite“, könnt ihr ab sofort für jede Seite manuell festlegen, ob die Videos gesperrt werden sollen. Hier habt ihr außerdem die Möglichkeit, weitere Einstellungen wie automatischer Zoom beim Besuchen der Webseite vorzunehmen oder standardmäßig die Webseiten-Inhalte in der Reader-Ansicht anzeigen zu lassen. Das Menü müsst ihr für jede Webseite separat aufrufen, indem ihr auf dem iMac oder MacBook oben rechts auf „Safari“ klickt und dann die Einstellungen für die aktuelle Webseite auswählt.

Ein weiteres sinnvolles Feature in Safari ist der neue Tracking-Schutz. Während ihr mit dem Safari-Browser im Internet surft, kann bei aktiviertem Schutz das Surfverhalten nicht von Webseiten oder Werbenetzwerken getrackt werden. Um den neuen Tracking-Schutz zu aktivieren, müsst ihr auf dem Mac oder MacBook innerhalb der Safari-Einstellungen im Reiter „Datenschutz“ je ein Häkchen bei „Websiteübergreifendes Tracking verhindern“ und „Tracking durch Webseiten ablehnen“ setzen. Das hat zur Folge, dass ihr beispielsweise in Ruhe nach gelben Fahrrädern stöbern könnt, ohne dass kurz nach der Suchanfrage auf all euren Geräten und auf jeder Webseite Angebote für gelbe Fahrräder angezeigt werden.

Notizen anpinnen und Tabellen einfügen

Ebenfalls praktisch: In der Notizen-App lassen sich endlich relevante Notizen ganz oben anpinnen. Vor der Installation des Updates rutschte automatisch die zuletzt bearbeitete/geöffnete Notiz nach oben, sodass ich zwangsläufig immer lange innerhalb der Notizen suchen musste. Um Listen schöner zu gestalten, könnt ihr außerdem in macOS High Sierra Tabellen zu eurer Notiz hinzufügen. So lassen sich Einkaufslisten oder sonstige Listen endlich ansehnlich darstellen.

Apple iCloud für die ganze Familie

Apple setzt mit dem neuen Update außerdem vermehrt auf Familie. Nachdem bereits das Familien-Abo von Apple Music erschienen ist, könnt ihr nun sogar euren iCloud-Speicherplatz oder eure iCloud-Inhalte mit der ganzen Familie oder mit Freunden teilen. Um euren iCloud-Speicher zu teilen, müsst ihr auf eurem MacBook oder iMac in den Systemeinstellungen unter „iCloud“ den neuen Button „Familie einrichten“ auswählen. Daraufhin öffnet sich die iCloud-Familienfreigabe. Ihr habt hier zahlreiche Möglichkeiten, was ihr mit euren Liebsten teilen könnt:

  • Gekaufte Apps, Musik, Filme, Bücher und TV-Sendungen teilen
  • Apple-Music-Familienabo teilen
  • iCloud-Speicherplan für Fotos, Dateien und Backups teilen
  • Standort mit Familienmitgliedern teilen
  • Fotoalben, Familienkalender, Erinnerungen teilen
  • Accounts für Kinder erstellen

Dokumente endlich über iCloud freigeben

Endlich lassen sich auch Dokumente, die in iCloud Drive gesichert sind, mit anderen teilen. So kann ich Dokumente beispielsweise über einen generierten Link teilen und bearbeiten lassen. Dafür hat Apple ein neues Auswahlfeld kreiert. Es erscheint, wenn ihr ein Dokument in iCloud Drive rechtsklickt: „Personen hinzufügen“ heißt es. Ihr könnt Nutzer zur Bearbeitung über Mail, die Nachrichten-App, einen Link oder diverse soziale Netzwerke einladen. Die eingeladene Person kann die Datei auf diese Art auch einfach herunterladen, ohne sie zu bearbeiten. Dank dieser Funktion werde ich mich nun wohl endgültig von Dropbox verabschieden können.

Diese Rechner verstehen sich mit macOS High Sierra

Nicht nur neue Features hat das neue Update auf macOS High Sierra gebracht. Auch in Sachen Sicherheit hat Apple einiges getan: Rund 20 Sicherheitslücken wurden mit dem Patch gestopft, wie Apple auf seiner Support-Seite erklärt. Wenn ihr euch das neue macOS High Sierra auf eurem Mac installieren wollt, solltet ihr in jedem Fall vorher ein Backup eures aktuellen macOS erstellen. Das Update ist mit 5 GB recht groß und hat bei meinem iMac rund 60 Minuten gedauert. Folgende Modelle erhalten das Update auf macOS Sierra:

  • MacBook (Ende 2009 oder neuer)
  • MacBook-Pro (Mitte 2010 oder neuer)
  • MacBook-Air (Ende 2010 oder neuer)
  • Mac mini (Mitte 2010 oder neuer)
  • iMac (Ende 2009 oder neuer)
  • Mac Pro (Mitte 2010 oder neuer)

Wenn ihr euch nicht sicher seid, welches Modell ihr besitzt, hilft euch ein Blick in die Einstellungen weiter. Dazu wählt ihr in der oberen Leiste das Apple-Symbol aus und sucht unter „Über meinen Mac“ die Modellbezeichnung. Das Update selbst müsst ihr über den App Store herunterladen. Laut Apple benötigt macOS High Sierra rund 1,5 GB mehr Speicherplatz auf eurer Festplatte als die vorherige Version. Sorgt also für ausreichend Platz, damit während der Installation nichts schief geht. Mehr Tipps und eine Anleitung, wie ihr euer System richtig sichert und flott machen könnt, haben wir hier für euch festgehalten.

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Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.

Screenshots by Julia Froolyks / Image by Apple


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Backup-Strategien: So bleiben eure Daten unter macOS und iOS sicher

Backup-Mac-Time-Machine-Applepiloten

Es ist die absolute Horror-Story: Man arbeitet an einem wichtigen Dokument, schreibt die Bachelor-Arbeit oder sucht nach den Urlaubsfotos von letztem Jahr – und die Daten sind weg. Es gibt mehrere Möglichkeiten, eure Daten auf MacBook, iMac, iPhone und iPad zu sichern. Ich stelle euch Vor- und Nachteile verschiedener Backup-Strategien vor.

Einmal gesichert ist gar nicht gesichert

Wusstet ihr, dass eine Festplatte im laufenden Betrieb durchschnittlich nur fünf Jahre hält? Nicht viel besser sieht es mit gebrannten CDs aus, sie halten etwa fünf bis zehn Jahre. Was also könnt ihr tun, um eure Daten verlässlich zu sichern?

Voll und ganz fahrlässig ist es, Daten nur auf einem einzigen Datenträger zu haben. Mindestens ein zweiter muss her. Das Motto: Einmal gesichert ist gar nicht gesichert. Es bringt aber auch nichts, Laptop und Backup-Festplatte im gleichen Raum aufzubewahren, wenn bei einem Feuer beides zu Siliziumbrei verschmilzt. Gleiches gilt für eine zusätzlich in den Rechner eingebaute Platte. Deshalb ist die goldene Regel: Mindestens zwei Backups an mindestens zwei räumlich getrennten Orten.

Dabei gilt: Eure Backup-Strategien sollte zwar sicher, aber gleichzeitig so einfach wie möglich sein. Denn: Je mehr Aufwand ihr mit der Datensicherung habt, desto wahrscheinlicher ist es, dass ihr sie nicht regelmäßig genug durchzieht.

macOS-Variante 1: Time Capsule und andere externe Festplatten

Backup-Strategien Apple Time Capsule
Die Rückseite der Apple Airport Time Capsule. Image by Apple

Die Standardvariante ist eine externe Festplatte als Backup-Medium. Die gibt es in unzähligen Ausführungen und Preisklassen. Am günstigsten und schnellsten sind 3,5-Zoll-Festplatten. Etwas handlicher, aber minimal langsamer sind die kleineren 2,5-Zoll-Festplatten ohne eigenes Netzteil. Noch praktischer sind Festplatten mit Funkübertragung wie die Time Capsule von Apple, die allerdings mehr als dreimal so viel kostet. Das aktuelle Modell kostet in der kleineren Variante mit 2 TB bei Apple 329 Euro.

Eine wichtige Rolle spielt die Backup-Software. Im Idealfall nimmt sie automatisch Backups vor, sodass ihr nicht immer an eine Datensicherung denken müsst. Apple-Nutzern nimmt das die in macOS integrierte Lösung Time Machine ab. Sie arbeitet inkrementell. Das heißt: Bei jedem Sicherungsvorgang wird nur das gesichert, was sich seit dem letzten Mal verändert hat. Das ist genauso sicher und spart sowohl Zeit als auch Speicherplatz. Ist alles eingerichtet, startet das Backup automatisch, sofern die Festplatte angeschlossen ist und das MacBook oder der iMac am Strom hängt.

Ob ihr Time Machine nun mit einer Time Capsule oder einer anderen Festplatte nutzt – von folgenden Vorteilen profitiert ihr immer: Die Einrichtung ist selbsterklärend. Zudem macht die optional wählbare Verschlüsselung das Backup für potenzielle Datendiebe unbrauchbar. Zudem bleiben die Daten unter eurer Kontrolle. Allerdings muss man aktiv etwas dafür tun: Die Festplatte kaufen, einrichten und dann immer wieder anschließen. Auch die räumliche Trennung erfordert etwas Disziplin.

macOS-Variante 2: Ab in die Cloud damit

Heutzutage ein immer beliebterer Aspekt im Rahmen von Backup-Strategien ist es, Daten virtuell zu sichern: Über Cloud-Anbieter wie iCloud Drive, Dropbox oder OneDrive. Der Vorteil: Die Sicherung funktioniert vollautomatisch, solange die Dateien im richtigen Ordner liegen und noch Online-Speicherplatz frei ist. Arbeitet man direkt in einem synchronisierten Ordner, werden Dateien bei jedem Speichern sofort hochgeladen.

Zum Anfixen bietet praktisch jeder Anbieter ein wenig Gratis-Speicherplatz an. Bei Apples iCloud sind das etwa 5 GB. Für ein größeres Backup reicht das natürlich nicht. Wollt ihr mehr Speicher, zahlt ihr im Abo. Für 50 GB im Monat nimmt Apple 0,99 Euro, für 2 TB nimmt das Unternehmen 19,99 Euro. Das ist im Vergleich moderat. Mit der Funktion iCloud Drive könnt ihr die Daten, die in eurem Dokumente- und Schreibtisch-Ordner des Macs auch unterwegs mitnehmen.

Backup-Strategien iCloud Drive
Mit iCloud Drive könnt ihr Dokumente und den Schreibtisch des Macs sichern. Image by Apple

Eine automatische Spiegelung der kompletten Festplatte wie etwa Time Machine nimmt aber keiner der bekannten Cloud-Anbieter vor. Wollt ihr ein inkrementelles Auto-Backup, schaut euch mal Mozy Home oder Backblaze an. Mit monatlich 5 US-Dollar für unbegrenzten Speicherplatz ist Backblaze extrem günstig.

Praktisch alle Cloud-Dienste haben ein Web-Interface mit einem Account, den es mit Zugangsdaten zu schützen gilt. Wie leicht etwas schiefgehen kann, zeigen etliche Skandale, bei denen die Accounts prominenter User kompromittiert wurden. Kommt das vor, ist oft ein zu schwaches Passwort schuld. Nutzt ihr die von Apple angebotene Zwei-Faktor-Authentifizierung, ist iCloud so sicher, wie eine Cloud nur sein kann.

Das hilft aber nichts, wenn ihr ein Passwort wählt, das Hacker leicht herausfinden können. Auf Seiten wie How secure is my Password könnt ihr herausfinden, wie sicher ein Passwort ist. Aus taktischen Gründen ist es klüger, lieber ein ähnliches und nicht genau euer eigenes Passwort auszuprobieren. Wichtig ist auch, für verschiedene Dienste verschiedene Passwörter zu verwenden.

Nehmt ein willkürliches und möglichst kompliziertes Passwort mit Eselsbrücke. Ein Beispiel: Aus dem Satz „Das ist eins der 500 geilsten Passwörter überhaupt!“ wird „Di1d500gPü!“. Groß- und Kleinbuchstaben: Check. Zahlen: Check. Sonderzeichen: Check. Über zehn Zeichen: Check. Wirklich sicher? Nicht mehr, seit es in diesem Artikel steht, also überlegt euch lieber ein eigenes.

macOS-Variante 3: Mit einer privaten Cloud behaltet ihr die Kontrolle

Ihr solltet noch einen anderen Aspekt in euren Backup-Strategien berücksichtigen. Und zwar den Ort, an dem die Daten gespeichert werden. Die Server aller oben genannten Dienste stehen in den USA. Dort gilt ein vergleichsweise schwacher Datenschutz.

Wollt ihr wirklich sichergehen, auf welchen Festplatten eure Daten landen, aber nicht auf die Vorteile der Cloud verzichten, bleibt ein Mittelweg. Legt euch eine private Cloud dazu!

Bei einer solchen Lösung richtet ihr euch einen eigenen Server ein und greift darauf von überall über ein verschlüsseltes Web-Interface zu (an das sichere Passwort denken!).

Backup-Strategien Lima Ultra
Mit dem Netzwerk-Speicher LIma Ultra baut ihr eure eigene Cloud auf. Image by Lima Technology

Sehr flexible Möglichkeiten bietet aber auch viel Aufwand erfordert der Dienst OwnCloud, den ich bereits als mobile Version vorgestellt habe. Eine standardisierte und intuitivere Lösung ist Lima. Den privaten Cloud-Speicher Lima Ultra haben wir hier getestet.

Backup-Strategien für iOS: So sichert ihr euer iPhone und iPad

OwnCloud und Lima helfen euch auch weiter, wenn ihr die Daten eures iPhones oder iPads sichern wollt. Per iCloud könnt ihr das alternativ auch mit Apples Bordmitteln erledigen.

Backup-Strategien OwnCloud
Bei Owncloud hostet ihr eure Backups auf eurem eigenen Server. Screenshot by Anton Knoblach

Sofern in den Einstellungen aktiviert, sichert Apples Speicherdienst viele eurer Daten in der Cloud. Das ist einerseits extrem praktisch: Sobald euer eben geschossenes Foto hochgeladen ist, könnte das iPhone im schlimmsten Fall auch geklaut werden, die Daten wären noch da. Allerdings ist hier die Frage noch relevanter, ob ihr das möchtet. Bei vielen Bildern ist es egal, wer sie sieht – bei manchen jedoch nicht.

Überlegt euch deshalb gut, wie ihr euer Smartphone konfiguriert und geht lieber vom schlimmsten Fall aus: Was wäre, wenn all eure iCloud-Fotos veröffentlicht würden? Jede Antwort außer „kein Problem“ wäre ein Grund, die Sache zu überdenken.

Wer all seine Fotos oder gar ein vollständiges Backup seines iPhones oder iPads in iCloud speichern möchte, kommt an einem kostenpflichtigen Abo zu oben genannten Preise nicht vorbei.

Völlig kostenlos hingegen könnt ihr ein Backup mit iTunes realisieren. Ihr könnt euren Mac so einstellen, dass er stets das neueste Backup zieht, sobald das iDevice per Kabel oder WLAN verbunden ist.

Egal für welche der Backup-Strategien ihr euch entscheidet: In allen Fällen solltet ihr beachten, dass auch die Geräte selbst gut geschützt sind. iOS-Geräte lassen sich zusätzlich so einstellen, dass alle Daten nach zehn erfolglosen Zugriffsversuchen gelöscht werden. Das solltet ihr natürlich nur machen, wenn der Datensatz auch noch woanders gesichert ist.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


Images & Screenshots by Anton Knoblach; Apple; Lima Technology


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Welchen Virenscanner Mac-Nutzer wann brauchen

robot (adapted) (Image by DirtyOpi [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Schadsoftware attackiert viel seltener Macs als Windows-Rechner. Doch gefahrlos ist das Internet für Apple-Computer nicht. Auch Nutzer von iMacs und MacBooks müssen damit rechnen, Opfer von Computerviren, Erpresser-Trojanern und Werbemüll zu werden. Angesichts der geringen Gefährdung ist die Virenscanner-Auswahl für macOS überraschend groß. Für welches Programm solltet ihr euch entscheiden?

Das sind die besten Virenscanner

Es gibt mehrere Auswahlkriterien, die ihr zugrunde legen solltet. Die Schädlingsbekämpfer erkennen Bedrohungen unterschiedlich gut, lassen sich mal mehr, mal weniger intuitiv zu bedienen und sind unterschiedlich mit Zusatzfunktionen ausgestattet. Zudem nutzen einige die Systemressourcen verschwenderischer als andere.

Unter diesen Gesichtspunkten hat die Zeitschrift Computerwoche zwölf Programme getestet. Im Test traten drei kostenlos verwendbare Virenscanner von Avast, Sophos und AVG gegen neun kostenpflichtige Programme von Kaspersky, Eset, Bitdefender, Norton, Webroot, F-Secure, Sentinel One, Panda und Intego an.

Bei der Erkennung von Viren lieferten AVG, Bitdefender und Sentinel One insgesamt das beste Ergebnis. AVG und Bitdefender sind laut Computerwoche auch besonders einfach zu bedienen. Allerdings bieten beide Testteilnehmer nur wenige Funktionen an. Den besten Kompromiss zwischen Vielfalt und Übersichtlichkeit identifizierte das Magazin bei der Software von Kasperky. Diese zählt für Computerwoche auch zu den Programmen mit der größten Ausstattung.

Schutzsoftware als Systembremse

Virenscanner vereinnahmen immer einen Teil der Rechenleistung. Je nach Systemkonfiguration spüren Anwender das unterschiedlich stark. Während das permanente Überwachen jeder Dateiaktivität bei Macs mit SSDs kaum auffällt, bremsen Antivirenprogramme Apple-Computer mit herkömmlichen Festplatten zum Teil heftig aus, so die Computerwoche. Avast, AVG, F-Secure, Intego und Panda zeigten Test diesbezüglich Schwächen.

Lieber nur gelegentlich Virenscanner einsetzen

Weil Virenscanner mitunter mehr Schaden anrichten als sie nutzen, sollten Mac-Nutzer gut überlegen, ob sie überhaupt ein solches Programm benötigen. Heimnutzer sollten zugunsten der Performance darauf verzichten, ein Antivirenprogramm permanent im Hintergrund nach Schädlingen fahnden zulassen. Stattdessen lohne es sich, verdächtige Dateien gezielt und das System gelegentlich zu prüfen. Dafür genügt laut Computerwoche kostenlose Software wie die von AVG oder Avast.

Nur professionelle Anwender sollten in Erwägung ziehen, einen Hintergrundscanner einzusetzen. Für den geschäftlichen Einsatz empfiehlt das Magazin die besser ausgestatteten aber kostenpflichtigen Programme von Kaspersky und Bitdefender.

Sowohl im beruflichen als auch privaten Einsatz gelte jedoch: Noch viel wichtiger als ein Software-Abfangjäger ist Vorsicht beim Umgang mit Internet-Angeboten und Downloads.

Übrigens: Nutzer von iPhones und iPads können laut Computerwoche auf ein Antivirenprogramm verzichten. Nur iOS-Geräte mit Jailbreak solltet ihr mit einer Schutzsoftware absichern.

Quelle: Computerwoche

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Applepiloten“ unter CC BY-ND 4.0.


Image (adapted) „robot“ by DirtyOpi (CC0 Public Domain)


 

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Kreativ-Offensive von Microsoft: Neuer Komplett-PC Surface Studio

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Microsoft prescht in eine weitere Hardware-Kategorie vor. Nach einem eigenen Tablet (Surface Pro) und einem Laptop (Surface Book) kommt jetzt ein Komplett-PC namens Surface Studio auf den Tisch. Das neue All-in-One-Gerät richtet sich an Kreative – also eine Klientel, die traditionell gern zu Apple-Rechnern wie dem iMac greift. Dem MacBook-Konkurrenten Surface Book verpasst Microsoft ein Upgrade. Der Laptop mit abnehmbaren Touch-Display erhält mehr Grafik- und Akkuleistung.

Einen Tag vor einer mit Spannung erwarteten Produktpräsentation von Apple stellte Microsoft am Mittwoch auf einem Event in New York City außerdem neue Windows-Funktionen vor (hier zur Videoaufzeichnung). Sie erleichtern Zeichnen in 3D, Mixed Reality, Gaming und Teamkommunikation auf Rechnern mit Windows 10. Sie werden im Frühjahr 2017 als Teil des „Creators Update“ kostenlos ausgespielt.

Der flexiblere iMac: Das Surface Studio buhlt um Kreativ-Nutzer

Im Gegensatz zum iMac-Bildschirm können Grafikdesigner, Illustratoren und technische Zeichner das Display des Surface Studio mithilfe eines besonderen „Zero Gravity“-Scharniers in einen 20 Grad steilen Winkel kippen und damit in eine Art Zeichenbrett verwandeln.

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Der 28 Zoll große Bildschirm im 3:2-Format (4500 x 3000 Pixel) bietet nicht nur mehr Fläche und ist höher aufgelöst als jeder iMac. Mit 12,5 Millimetern Dicke ist er auch verdammt schmal. Für eine hohe Farbtreue unterstützt das Surface Studio die Farbprofile DCI-P3 und P3-D65.

Anders als Apple-Desktops und -Laptops akzeptiert das Display des Surface Studio zudem Eingaben per Finger, Digitalstift und einem Puck-ähnlichen Eingabegerät, das auf den Namen Surface Dial hört. Berührt es den Bildschirm, aktiviert es kontextbezogene Menüs und Funktionen, zum Beispiel eine Farbpalette. Auch ohne Display-Kontakt soll das 145 Gramm schwere Surface Dial die Bedienung erleichtern, etwa beim Scrollen und Zoomen.

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Die 6. Generation von Intels i5- und i7-Prozessoren und ein schneller Geforce-Grafikchip von Nvidia mit bis zu 4 GB Grafikspeicher sollen das Surface Studio mit reichlich Rechenpower versorgen. Der Arbeitsspeicher umfasst bis zu 32 GB.

Preislich toppt das Surface Studio das Original von Apple. Das Surface Studio ist ab 2.999 US-Dollar in den USA vorbestellbar. Für die Variante mit Top-Konfiguration werden 4.199 US-Dollar fällig. Das Surface Dial gibt es für Erstbesteller als kostenlose Zugabe, schlägt ansonsten aber mit 99 US-Dollar extra zu Buche. Von einer 1:1-Bepreisung in Euro ist auszugehen. Zum Vergleich: Der bestmöglich ausgestattete 27-Zoll-iMac kostet in Apples Online-Store 2.930 Euro.

Surface Book fordert MacBook Pro mit noch mehr Leistung heraus

Wer als Kreativer einen Laptop nutzt, greift häufig zu einem MacBook oder vielleicht sogar zu dem Leistungsprotz MacBook Pro. Mit dem Surface Book hat Microsoft vor einem Jahr einen Mobilrechner präsentiert, der Apple-Nutzer sowohl in punkto Funktionalität als auch in punkto Style in Versuchung führt. Nun bohrt Microsoft den Laptop mit abnehmbaren Touch-Display nochmals auf.

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Anfang 2017 erscheinen drei neue Varianten in Deutschland. Sie kommen mit der 6. Generation von Intels i7-Prozessoren und sollen über eine verdoppelte Grafikleistung verfügen. In jedem der drei Modelle ist ein separater Nvidia Geforce-Grafikchip verbaut. Außerdem will Microsoft die maximale Akkuleistung von 12 Stunden auf 16 Stunden Videowiedergabe hochschrauben. Das Trio kostet zwischen 2.399 US-Dollar (8 GB RAM, 256 GB SSD-Festplatte) und 3.200 US-Dollar (16 GB RAM, 1 TB SSD-Festplatte). Es kann in den USA bereits vorbestellt werden. Die Euro-Preise dürften 1:1 denen in Microsofts Heimatland entsprechen.

„Creators Update“ für Windows 10

Auf dem Surface Studio und dem Surface Book läuft Windows 10. Im Frühjahr bringt Microsoft für sein Betriebssystem ein weiteres großes Aktualisierungspaket. Microsoft nennt es „Creators Update“. Es erweitert Windows 10 um Funktionen zum Erstellen von 3D-Zeichnungen, für Mixed-Reality-Anwendungen und fürs Gaming. Außerdem kommt ein Hub, der Nachrichten und Kontakte aus allen Apps bündelt.

Dreidimensionale Grafiken mit Paint 3D und Power Point erstellen

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Die kostenlose Software-Aktualisierung erleichtert es, 3D-Grafiken zu erstellen, zu bearbeiten und zu teilen. Zum Beispiel motzt Microsoft die integrierte Grafikanwendung auf und tauft sie in Paint 3D um. Auch in PowerPoint und dem Browser Edge wird Microsoft 3D-Funktionen integrieren. Ganze Workflows sollen so entstehen. So erstellte eine Microsoft-Managerin auf der Bühne ein virtuelles 3D-Objekt einer echten physischen Sandburg, indem sie mit der Smartphone-Kamera eine 360-Grad-Bild davon aufnahm. Das Objekt importierte sie auf einen Rechner mit Paint 3D und verschönerte ein Urlaubsfoto damit. Aus einer Web-Community – ähnlich dem Adobe Creative Cloud Market – konnte sie weitere 3D-Objekte herunterladen oder dort hinzufügen.

Günstige Alternativen zur HoloLens: Computerbrillen für Mixed Reality

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Das Creators Update ermöglicht zudem Mixed-Reality-Anwendungen auf Windows-10-Hardware darzustellen. Microsoft kündigte an, dass die Hardware-Hersteller HP, Lenovo, Dell, Acer und Asus rechtzeitig passende Computer-Brillen herausbringen werden. Sie sollen zu Preisen von bereits 299 US-Dollar erhältlich sein. Das ist ein Bruchteil dessen, was Microsofts eigene Technologie-Demo, die HoloLens, kostet. Viele Details zu den Mixed-Reality-Anwendungen selbst stellte Microsoft nicht vor. Allerdings war zu sehen, das in Paint 3D kreierte 3D-Objekte mit einer der neuen Brillen in einer künstlichen Umgebung dargestellt werden konnte.

Mit Beam leichter andere beim Spielen zugucken lassen

Für Gamer bringt das Creators Update neue Funktionen auf PC und Xbox One. In der Xbox-App ermöglicht die neue Streaming-Plattform „Beam“, Spiele leichter live zu übertragen. Außerdem können Spieler über die neue Arena-Funktion individuelle Online-Multiplayer-Turniere ausrufen.

Ein Hub für Alle

Den leichteren Austausch von Dokumenten und Nachrichten soll im Creators Update die neue Funktion „Windows MyPeople“ erlauben. Dabei handelt es letztlich um einen Hub, mit dem sich wichtige Kontakte in der Taskleiste anpinnen lassen. Alle diesem Menschen zugeordneten Account-Daten und Dateitransfers lassen sich so übersichtlich bündeln – ob aus der Mail-App oder aus Skype.

Dieser Text erschien in einer kompakteren Fassung zuerst auf Applepiloten.

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Apple-Keynote: Das Ein-Hand-iPad. Endlich.

Die gestrige Apple-Keynote brachte sehenswerte Produkte hervor – vor allem das iPad mini wurde gefeiert.

apple keynote oktober 2012

Es war eine der besseren Keynotes seit dem Tod von Apple-Gründer Steve Jobs. Während sich der Neu-CEO Tim Cook seither stets mit dem Altmeister der Produktpräsentation messen musste und diesen Vergleich meist wegen zu wenig Innovationen verlor, hat Cook es diesmal geschafft, die iWelt wieder zu überraschen – mit neuen MacBooks, einem neuen Mac Mini, einem schmalen iMac, einem iPad 4 und – wie bereits erwartet – einem iPad mini.

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