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Destination Check: Die Goldenen Blogger 2018

Die Bloggerin des Jahres 2018 schreibt über das Sterben, eine Rechtsanwältin liefert mit einer Fast-Brandschrift zum §219a den besten Blogtext, die Bundeswehr erhält einen Preis und alle schwitzen. Zum zwölften Mal ist am 28. Januar 2019 der einzige bereichsübergreifende Social Media-Preis Deutschlands im Berliner Telefonica Basecamp vergeben worden.

Goldene Blogger gehen in die 12. Runde

Entstanden aus einem Scherz heraus auf dem Sofa von Franziska Bluhm, waren Die Goldenen Blogger ursprünglich als eine Art Satire auf Preisverleihungen gedacht. 2007 war das, als Bluhm und die weiteren Gründungsmitglieder Thomas Knüwer, Christiane Link und Daniel Fiene aus einer Laune heraus Blogs, die sie spannend fanden, in Kategorien sortierten, die besten auserkoren und darüber twitterten. Ohne Publikum, nicht mal die Nominierten wussten von ihren Ehren. Abgesehen vom Team, hat sich inzwischen einiges verändert. Blogger des Jahres, Blogtext des Jahres, Food- & Weinblog, Newcomer, Blogger ohne Blog, Blocker des Jahres – die Liste lässt sich noch um zwölf Kategorien fortsetzen, in insgesamt achtzehn sind dieses Jahr Preise vergeben worden.

Über das Event im vergangenen Jahr berichteten nicht „bloß“ Heute und Tagesthemen, selbst die Washington Post schrieb staunend. Entsprechend kuschelig war das Gedränge am Montagabend am Veranstaltungsort. Geschätzte 350 Gäste johlten den Nominierten und Gewinner*innen auf der kleinen Bühne zu. Viele hatten sich den von Sponsor GoDaddy am Empfang verteilten Fan-Schal mit aufgesticktem Motto You’ll never blog alone umgehängt.

Veranstaltung zeigt Vielfalt der Bloggerszene in Deutschland

Der Reihe nach wurden die Nominierten auf das Podest geholt und kurz, aber herzlich von Thomas Knüwer vorgestellt. Ulkige Momente gab es da, etwa als sich die für den besten Twitter-Account nominierten Sophie Passmann und Welt-Journalist Robin Alexander schlagfertig zankten, der erfahrene Gabor Steingart (Jahrgang 1962) seine Nominierung in der Kategorie Bester Newcomer mit „Ist doch Hammer!“ kommentierte oder Vanessa Giese von Fräulein Nessy trocken konstatierte, dass Handball ja wohl schon immer cool gewesen sei. Für Begeisterung sorgte bei vielen außerdem die thematische Vielfalt der Blogs. Jennifer Kosche, die mit kunecoco letztes Jahr die DIY-Kategorie gewann, nannte Truck Online (genau, der Blog eines Truckerfahrers über das Truckfahren) ihren Favoriten des Abends. Juramama Nina Katrin Straßner (Juristin, Mutter, Bloggerin) erhielt unter großem Beifall den Preis für den besten Text des Jahres 2018, in dem sie ihrem Ärger über den bestehenden § 219a StGB Luft macht.

Bundeswehr nimmt Negativpreis persönlich entgegen

Für einen der erstaunlichsten Momente sorgte die Bundeswehr, die für die Entgegennahme der Auszeichnung zum „Blocker des Jahres“ eigens jemand in Uniform entsandt hatte. Der stellte sich allen Vorurteilen zum Trotz gar nicht so uncool an, was mit knallendem Beifall belohnt wurde. Sehr viel tosender wurde dann aber doch der „Hashtag des Jahres“-Sieg der Aktion #wirsindmehr beklatscht. Mit langem Applaus wurde außerdem des letztjährig verstorbenen Robert Basic gedacht. Einzig nicht durchweg ganz so euphorisch waren die anwesenden Fotografen. Einer raunte leicht verstimmt, dass man kaum ein gutes Foto bekäme, weil alle ständig auf ihr Smartphone schauten. Das lag allerdings vor allem am Abstimmungsprozedere. In vielen Kategorien wurde der*die Gewinner*in online erwählt.

Ein Novum sei zu diesem Thema auch erwähnt: Zum ersten Mal in der Geschichte der Goldenen Blogger entschied in bestimmten Kategorien die sogenannte Akademie, sprich alle verfügbaren Gewinner*innen der Vorjahre, über die Preisvergaben.

 


Gründer: Thomas Knüwer, Moderator und Blogger


Eine Einordnung in das Geschehen lieferte Gründungsmitglied, Moderator und Blogger Thomas Knüwer.

Wie ist dein Blick auf die Blogosphäre in Deutschland, was hat sich da verändert?

Bloggen ist normaler geworden und auch die Wahrnehmung von Blogs hat sich verändert. Wenn man zurückblickt, vor vier oder fünf Jahren, was zum Beispiel über die Republica geschrieben wurde, da kam von den großen Medien Gift und Galle. Blogger waren im Grunde das personifizierte Böse, wie konnten die einfach irgendwas ins Internet schreiben, die „Klowände des Internets“, um mal nen alten Spruch zu bringen. Das hat sich drastisch verändert. Heute sind Blogger mit einem Mal Leute, die bewundert werden. Das sehen wir auch an der Berichterstattung. Das ist natürlich gut, denn wir sehen insgesamt immer mehr Blogs, die sehr liebevoll betrieben werden, und die einen Blick in Alltagswelten liefern, den man sonst nicht hätte. Und das sind wirklich Dinge, wo man sagen muss, dass weiterhin tolle Blogs nachwachsen. Ich hab das Gefühl, dass diejenigen, die wirklich Bock darauf haben, schneller gut werden als das früher der Fall war.

Hat sich denn damit heute der Druck erhöht oder anders: trauen sich Leute noch, einfach so ein Blog anzufangen?

Ja, ich glaube schon. Da gibt es keinen Druck. Die Frage ist halt, ob man es dann durchhält. Es gibt einfach Leute, die wollen schreiben. In meiner Jugend gab es Fanzines auf Papier kopiert, das waren auch Leute, die einfach schreiben wollten. Und genauso sind da heute Menschen, die einfach kreativ sein wollen. Und vielleicht hilft bei der Qualität natürlich auch, dass man früher, um das überhaupt Blog-technisch hinzukriegen, und zusammenzuschrauben und zu designen, viel mehr können musste. Heute gibt es so viele „Fertigpackungen“, die gut aussehen, dass man sich tatsächlich ganz auf das Schreiben konzentrieren kann.

Was ist der Grund für die Goldene Blogger Akademie, die in diesem Jahr erstmals über Gewinner entschieden hat?

Wir hatten bisher immer eine Jury, die aus uns Vieren bestand. Das ist natürlich sehr nett, aber es führte dazu, dass Leute zu Recht Zweifel hatten, ob diese Jurypreisvergaben mit rechten Dingen vonstatten gegangen waren. Ist ja klar. Das hat dann bei uns zu einer Schere im Kopf geführt, wir haben Blogger, mit denen wir befreundet waren, gar nicht mehr nominiert. Also kam uns die Idee, alle, die in den vergangenen zwölf Jahren gewonnen haben, an Bord zu holen. Alle erreicht haben wir zwar nicht, einige sind verschollen. Aber so ist die Akademie entstanden, und wir werden das auch so weiterführen. Wir haben sogar im Kopf, das auszubauen – mit Treffen oder man macht mal wieder Bloglesungen. Das war vor zehn Jahren etwas unglaublich Tolles, da sind ein paar hundert Leute zusammengekommen. Ich glaube, dass wir damit eine Art Hebel haben, generationen- und themenübergreifend Blogger zusammenzuführen.


You’ll never blog alone


Paul Ashcroft von Sponsor GoDaddy erläutert wiederholtes Engagement

Ihr seid zum zweiten Mal einer der Hauptsponsoren; was ist so besonders an Bloggern?

PA: „Das sind die neuen Meinungsmacher! Die sind in den meisten Fällen superkreativ, schnell und sympathisch. Und vor allem sorgen sie für Vielfalt im Netz, machen unterschiedliche Perspektiven sichtbar. Für uns als ein internationales, diverses Unternehmen ist das relevant.“

Die veränderte Wahrnehmung im Sinne von wertschätzender Akzeptanz gegenüber Blogger*innen und sogar Respekt attestiert auch Nina Katrin Straßner von juramama. „Es wird deutlich ernster genommen. Viele Blogs sind ja Nischenblogs, die die Leute indirekt erreichen, sodass tatsächlich Wirtschaft und Politik oder wer auch immer bestimmte Programme an den Mann oder die Frau bringen muss, dahin gucken müssen. Wenn ein Blogger mit einem etwas bekannteren Blog etwas verreißt, dann ist das Politik.“, so Straßner. Zu politisch wurde es an dem Abend aber schönerweise nicht. Nach Vergabe aller Preise endete der offizielle Teil des Abends mit einer textlich variierten Performance des Songs You’ll never walk alone. Gemäß dem schon erwähnten Sponsorenmotto sang man You’ll never blog alone und schwang im Kollektiv die Schals durch die Schwüle. Toll wars!


Images by Dan Zoubek/GoDaddy,

Der Text entstand in unbezahlter Zusammenarbeit mit der Agentur Frische Fische – Technology PR, Berlin.

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YouTube Werbevideos 2018: Immowelt rappt sich an die Spitze

Mittlerweile sind soziale Medien längst auch bei den großen Marken angekommen. Zahlreiche Agenturen bieten ihr Know-How an, um erfolgreiche Social Media-Kampagnen zu starten. Einen viralen Hit auf YouTube zu landen, ist dabei trotzdem noch eine Königsdisziplin. Googles Blog Think with Google veröffentlichte nun die Top-Werbespots 2018. An der Spitze? Keine moderne Lifestyle-Marke, sondern das Immobilienportal Immowelt.

Hör auf deine Stimmo! #fuerImmo

Musik geht eigentlich immer. Schon Edeka hat mit seinem „Supergeil“-Werbespot für einen Hit gesorgt, der 19 Millionen Aufrufe verzeichnen kann. Für etwas traurigere Bekanntheit sorgte der Rap einiger Sparda Bank-Azubis. Der Grat zwischen „frisch“ und „peinlich“ erwies sich dort als denkbar schmal.

Immowelt setzt auch auf Rap, der aber sowohl optisch, als auch akustisch deutlich hochwertiger produziert wird und dennoch mit einem gewissen Augenzwinkern punktet. Außerdem zieht sich der Stil durch die komplette Medienkampagne und sorgt für einen starken Wiedererkennungswert. Dafür verantwortlich ist vor allem der Protagonist Eddy, der schon lange das Gesicht für das Immobilienportal ist.

Besonders beeindruckend: Immowelt setzt sich nicht nur in Deutschland an die Spitze, sondern gleich in ganz Europa!

Netto rockt das Baby

Platz 2 ging 2018 an die #Nettobabys des Marken-Discounters Netto. Wie der Hashtag schon verrät, setzt Netto beim Video ganz auf das alte Motto „Tiere und Babys gehen immer“. Und recht haben sie. Fast sieben Millionen Aufrufe verzeichnen die rockenden Babys.

„Grün, hart und knorpelig, absolut widerlich“ – mit der Textzeile über die verbreitete Abneigung für Gemüse, triggert der knappe Song vermutlich auch viele Erwachsene und lässt die Mundwinkel nach oben schnellen.

Edeka bringt den Ball ins Rollen

Wie bereits erwähnt, hat Edeka eine ziemlich bewegte YouTube-Vergangenheit. Darum ist es nicht verwunderlich, dass die Edeka-Gruppe auch dieses Jahr wieder einen Hit gelandet hat, der sie auf Platz 3 der erfolgreichsten Werbevideos 2018 bringt. Auch wenn sie sich damit ihrer eigenen Tochter Netto geschlagen geben muss.

Im Werbespot #NeuRundland macht sich die Handelskette unsere Liebe für den Fußball zu Nutze und punktet mit fast schon nostalgischer Musikuntermalungen und sympathischem Humor, seiner nicht all zu erfolgreichen Fußballhelden. Fußball brachte übrigens auch McDonalds auf einen hervorragenden Platz 4 – dank eines Jérôme Boateng, der mit seinem Namen allein schon hohe Reichweite verspricht.

Bundeswehr macht Serie

Die Bundeswehr hat es derzeit echt nicht einfach. Mangelhafte Ausrüstung, zu wenig Geld und vor allem fehlende Rekruten. Die Abschaffung der Wehrpflicht und die bei jungen Menschen zunehmend schwindende Attraktivität des Soldatentums setzen der Bundeswehr zu. Ein Stand auf der Gamescom sorgte für viel Unmut, weil die Bundeswehr sich selbst mit „Krieg spielen“ in Verbindung brachte.

Trotzdem schafft die Bundeswehr es mit einer eigenen Serie auf Platz 5 der erfolgreichsten Werbevideos 2018. In der Serie „KSK – Kämpfe nie für dich allein“ gewährt Zivilist und Abenteurer Robert Marc Lehmann einen Blick hinter die Kulissen des namensgebenden Kommando Spezialkräfte. Der Trailer für die Serie schafft es auf 2,5 Millionen Aufrufe. Doch auch hier zeigt sich das gespaltene Verhältnis der Jugend zum Bund. Der Trailer bekam fast so viele Daumen nach unten wie nach oben. In den Kommentaren finden sich vor allem negative Kommentare.

Fazit: Vielfalt in den Videos

Zugegeben, weder Musik noch Humor erfindet das Rad der YouTube-Werbung neu. Trotzdem sieht man unter den Top-Videos viele unterschiedliche Ansätze. Vor allem Immowelt hat sich mit seinem Werbegesicht Eddy und einem wiedererkennbaren Look zu einer starken Online-Marke entwickelt, die sicherlich auch 2019 wieder um die Spitze mitkämpfen wird.

Überraschend hingegen ist die Konkurrenzfähigkeit der Bundeswehr. Doch gerade das polarisierende Thema „Krieg“ zeigt, dass Streitthemen auch mehr Aufmerksamkeit erhalten. Wir sind gespannt, welche Marken und Konzepte dieses Jahr den Markt bestimmen.


Image by inueng via stock.adobe.com

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FollowUs @Gamescom – Lesetipps aus Blogs & Mags

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    • Für uns Netzpiloten ist die Gamescom natürlich jedes Jahr ein wichtiger Stop-over. Unser Autor

Timo Brauer

    • war dieses Jahr für uns vorort (

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  • ZENSUR heise: Livestream ohne Hass: Journalisten befürchten Zensur im EU-Parlament: Die Sitzungen des EU-Parlaments können Bürger über Livestreams im Internet mitverfolgen. Nun hat das Parlament Anfang des Jahres eine Änderung in ihrer Geschäftsordnung verabschiedet, die dem Parlament erlaubt bei verleumderischen oder rassistischen Verhaltensweisen eines Mitglieds die Übertragung zu unterbrechen und dem Mitglied erlauben die Passage zu löschen. Journalisten sehen diese Zensur das als Eingriff in die Pressefreiheit, da viele Journalisten auf den Livestream angewiesen sind, wenn sie nicht vor Ort sein können. Das Parlament verteidigt die Änderung mit der Begründung, dass sie Extremisten keine Plattform bieten möchten.

  • AD-BLOCKER netzpolitik: Ad-Blocker: Schutz der Geschäftsmodelle wichtiger als Schutz vor Schadsoftware: Die Ad-Blocker des Internets schützen Nutzer nicht nur vor aufdringlicher Online Werbung, sondern auch vor so genanntem „Malvertising”, dem Transport von Malware über Werbeanzeigen. Aus diesem Grund sprach sich das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik erst für die Verwendung eines Ad-Blockers aus, mit der Einschränkung, dass das Blockieren aller Werbebanner als unverhältnismäßig eingestuft werde. Nun zieht das BSI seine Empfehlung generell zurück. Nutzer sollten auf Antivirus-Software zurückgreifen.

  • ONLINE HANDEL t3n: Grüne in Niedersachsen wollen Online-Handel am Sonntag einschränken: Supermärkte und Geschäfte haben in Deutschland am Sonntag geschlossen. Durch die Einführung von Online-Shops konnten Kunden auch am Sonntag bestellen. Die Versammlung der Grünen in Niedersachsen möchten mit einem Änderungsvorschlag „den Sonntag schützen“ und Online-Shopping am Sonntag einschränken. Bestellungen können zwar am Sonntag aufgegeben werden, sollten allerdings erst am Montag bearbeitet werden.

  • KONTROLLE golem: US-Grenzschutz will Lichtfeldkamera für Gesichtserkennung: An den Grenzübergängen der USA sollen nun Lichtfeldkameras installiert werden. Mit dieser Neuerung können Insassen von Fahrzeugen auch durch getönte oder verspiegelte Scheiben erfasst werden. Die Kameras sind mit Gesichtserkennung ausgestattet und sollen eine Effizientere Abhandlung von Kontrollen ermöglichen, da die Insassen im Auto sitzen bleiben können. Eine Lichtfeldkamera erfasst nicht nur Farbe und Intensität von Licht, sondern auch die Richtung aus der es komme. Diese Technik ermöglicht es Fokus und Belichtung zu ändern.

  • COMPUTERSPIELE sueddeutsche: „Hey, wir haben echte Panzer!“: Viele junge Menschen haben ein Faible für Computerspiele. Auf der weltweit größten Videospielmesse Gamescom in Köln sind Aussteller aller großen Genres vertreten, aber auch weitere Aussteller wie die Bundeswehr. Sie möchte Messen wie die Gamescom nutzen um Nachwuchs zu generieren. Kritiker verurteilen diese Maßnahme. Ein Videospiel stehe im großen Gegensatz zu der Realität eines Soldaten. Die Bundeswehr äußert sich, dass sie mit der Präsenz nur die Zielgruppe erreichen möchten, nicht um eine viel zu junge Gruppe für Krieg zu begeistern.

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  • CYBERSICHERHEIT Handelsblatt: Angriff ist nicht die beste Verteidigung: Die Bundeswehr plant die Erweiterung von Stellen im Bereich der Cyberabwehr. Voraussichtlich sollen dafür rund 13.500 Soldaten eingesetzt werden. Annegret Benediek, Expertin der Sicherheitspolitik, äußert sich im Interview zu den Gefahren und Problemen einer Militarisierung des Internets. Cyberangriffe seien oft nicht eindeutig zuzuordnen und somit ist die Gefahr einer Eskalation enorm hoch. Als relevant sieht Benediek, dass die Stärkung der Sicherheit nicht nur vom Militär gelenkt wird, sondern als „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ gesehen und gelöst werden sollte.
  • IPHONE golem: Nächstes iPhone soll keine Klinkenbuchse haben: Für das neue, ab Herbst erwartete iPhone kündigt Apple eine Veränderung zum bisherigen 6er-Modell an. Am Design wird sich kaum etwas ändern, grundsätzlich wird das Gerät aber keine klassische 3,5mm-Klinkenbuchse mehr haben. Die bisherigen Kopfhörer können dann nur noch mit einem Adapter am Smartphone genutzt werden. Vorteil soll sein, dass ein besserer Schutz vor Wasser gewährleistet wird.
  • VR theverge: Facebook now lets you ‚Like‘ 360-degree videos in virtual reality : Facebook versucht Virtual Reality sozialer einzubinden. Das zu Facebook gehörendende VR-System Oculus kündigte eine neue Möglichkeit der Interaktion an. Während man 360Grad-Videos auf Facebook schaut, hat man direkt die Wahl eine Reaktion, also das Like oder eines der fünf neuen Emojis, abzugeben. Auch die Reaktionen von anderen Personen werden sichtbar.
  • PROGRAMMIEREN faz: So fahndet der Geheimdienst NSA nach Programmierern: In den letzten Jahren wurde betont, dass eine ganz bestimmte Sprache immer mehr an Bedeutung gewinnt und Kinder schon früh mit ihr in Verbindung gebracht werden müssen. Die Rede ist nicht von Englisch, Russisch, Spanisch oder Chinesisch, sondern von der Programmiersprache. Frank Thelen gab bei einer Ausgabe der Talkshow „hart aber fair“ die Meinung ab, dass Menschen, die keine Programmiersprache beherrschen, die Analphabeten der Zukunft sein werden. An vielen Universitäten wird diese „neue“ Sprache untersucht. Und genau wie ein Dialekt oder Slang in den gesprochenen Sprachen, kann auch ein Programmierstil viel über eine Person verraten. Die NSA hofft dadurch gegen eine Anonymität von Programmierern ankämpfen zu können.
  • DROHNEN mashable: http://mashable.com/2016/06/22/abortion-drone-northern-ireland/#xuWrvO9GQEqV: Drohnen werden immer öfter gesichtet. Sie bringen die Möglichkeit tolle Fotos aus der Vogelperspektive zu schießen. Bald sollen die kleinen fliegenden Maschinen Pakete als Postlieferung zustellen. In Irland wurden Drohnen nun grundlegender Teil einer politischen Aktion. Ein Transport von Irland nach Nord-Irland wurde durchgeführt. An Bord der Drohne waren Abtreibungspillen, die in beiden Ländern verboten sind, allerdings von der WHO als sichere Medikamente eingestuft sind. Die irischen Frauen sehen sich in ihrer persönlichen Freiheit verletzt und wollten sich mit dieser Aktion solidarisch mit ihren nord-irischen Aktionspartnern zeigen.
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5 Lesetipps für den 4. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um den Einsatz der Bundeswehr in Syrien, Vornamen, Sex-Sklaverei, Snapchat und Regulierung von Mobilität. Ergänzungen erwünscht.

  • BUNDESWEHR Deutschlandradio Kultur: Viele Fronten, wechselnde Allianzen: Im Deutschlandradio Kultur gibt Björn Blaschke einen hören- und lesenswerten Überblick zur Situation des Krieges in Syrien, in den die Bundeswehr geschickt werden soll. Heute entscheidet der Bundestag über die Beteiligung der deutschen Armee, was bei den Mehrheiten im Parlament wohl eher eine Formalität darstellt. Deshalb ist es wichtig, über die verworrenen Fronten in Syrien besser Bescheid zu wissen.

  • VORNAMEN OZY: What Your Name Says About You: Auf OZY schreibt Meghan Walsh über einen Trend der USA, den es wohl genauso hierzulande gibt: Eltern geben ihren Kindern ungewöhnliche Vornamen. Laut der Befragung der Webseite BabyCenter.com haben dies 50 Prozent der Eltern vor. Sie nennen ihre Kinder Messiah (Wirklich!), Major und Princess, denn es gibt kaum Regeln. Spannend ist dies vor allem deshalb, weil die Namen die wir unseren Kindern geben Ausdruck unseres Denkens und unserer Werte sind. Warum Gwyneth Paltrow ihre Tochter Apple genannt hat, verstehe ich aber trotzdem nicht.

  • SEX-SKLAVEREI Cracked.com: 5 Ugly Things You Learn As A Sex Slave In The Modern World: Wir haben das Jahr 2015 und es gibt in dieser Welt immer noch Menschen, die als Sex-Sklaven gehalten werden. Berichte dazu gibt es in der ganzen Welt. Laut einem UN-Bericht ist Sex-Sklaverei die drittgrößte Verbrechensindustrie der Welt, mit einem finanziellen Wert von 32 Milliarden US-Dollar. Auf Cracked.com berichtet ein in Europa tätiger Experte anonym über 5 Fakten zur Sex-Sklaverei, die einem ein grausames Bild von dieser Kriminalitätsszene aufzeigen.

  • SNAPCHAT Mashable: Snapchat positions itself as breaking news platform with San Bernardino coverage: Snapchat bringt in Städten wie Los Angeles, London und New York täglich eigene Snaps nur für diese Region. Am Mittwoch nahm sich Snapchat der Massenschießerei in San Bernardino an und machte somit Nachrichten. Bilder, Videos, Statements – die US-Snapchatnutzer wurden gut informiert. Ähnliche Fälle kennt man vor allem von Twitter, das durch die Berichte über den Terrorangriff in Mumbai 2008 oder die Landung eines Flugzeug auf dem Hudson River 2009 bekannter wurde. Doch bei Snapchat fremdeln einige Nutzer mit dem Dienst und fragen sich, ob Snapchat das richtige Medium ist, um Tragödien mit Nachrichten zu begleiten.

  • MOBILITÄT Gründerszene: Ein Rechtsrahmen für die Mobilität der Zukunft: Für das Blog „Gründerszene“ hat Ubers Deutschlandchef Fabien Nestmann in einem Gastbeitrag einen Wunschzettel an Änderungen aufgelistet, die natürlich in erster Linie dem Unternehmen nützen würden. Schaut man aber an diesen PR-Coup vorbei, sind Nestmanns Punkte von allgemeinem Interesse, denn Mobilität ist ein wichtiger Bestandteil der smarten Städte der Zukunft und ja, die bisherigen Gesetze sind in einer Zeit geprägt, in der es weder Plattformen noch Smartphones oder Apps gab. Es lohnt sich also, Nestmanns Text einmal zu lesen, denn Uber kann auch wieder verschwinden oder sich ändern, die immer digitaler werdende Entwicklung von Mobilität aber nicht.

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Herkules – Das technologische Heldenepos der Bundeswehr

Die Bundeswehr wollte ihre Computertechnik ins 21. Jahrhundert bringen und kaufte dafür externe Berater ein. Diese wird sie nun nicht wieder los. // von Gunnar Sohn

Bundeswehr (Bild: Bundeswehr [CC BY-ND 2.0], via Flickr).jpg

Auch griechische Helden bringen der Bundesregierung keine Kompetenz bei ihren ambitionierten Projekten in der Informationstechnologie. So das Mammutvorhaben der Bundeswehr mit dem martialischen Namen „Herkules“. Es ähnelt eher dem Stall des Augias, der ausgemistet werden muss. Ein Bericht des Bundesrechnungshofes, den die Wochenzeitung „Die Zeit“ unter Einsatz des Informationsfreiheitsgesetzes ans Tageslicht brachte, lässt den Abgrund des technologischen Irrsinns von Bundesbehörden ahnen.

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Mediathekenumschau vom 3. November

Bildempfangsstörung (Bild Paulae [CC-BY-3.0], via Wikimedia Commons)

In der Mediathekenumschau heute: Eine Berliner Mieterin wehrt sich, der Alltag in Kabul und Jan Böhmermann versteht, worum es geht.  // von Hannes Richter

Es ist so eine Sache mit den Mediatheken: Für viele Digital Natives sind sie schon Fernsehersatz – alles ist überall abrufbar. Doch nur auf Zeit: Gerade die öffentlich-rechtlichen Programme sind oft nach einer Woche wieder offline. Verlängertes Fernsehen statt digitales Archiv. Bevor sie verschwinden, fischen wir die besten Perlen aus der TV-Flut. Weiterlesen »

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