Surviving Mars: Green Planet – DLC lässt euch den Mars terraformen

Die extraterrestrische Aufbausimulation Surviving Mars konnte vergangenes Jahr zahlreiche solide Bewertungen bei Presse und Spielern einheimsen. Für Begeisterungsstürme sorgte das Spiel jedoch nicht. Zu einfach war das Spiel gegenüber der Indie-Konkurrenz wie RimWorld oder Frostpunk und nicht alles lief rund.

Entwickler Haemimont Games brachte jedoch einige kostenlose Verbesserungen heraus, die sich Kritikpunkten der Spieler widmeten. Außerdem erschienen bisher mehrere kleine, sowie mit Space Race eine größere Erweiterung, die euch in den Wettbewerb mit anderen Marsmissionen setzt.

Nun erscheint mit Surviving Mars: Green Planet die bislang ambitionierteste Erweiterung. Mit ihr könnt ihr aus dem roten Planeten nach und nach einen grünen Planeten machen. Im Fahrwasser des DLCs erscheint Paradox-typisch auch ein kostenloses Update, dass einige elementare Features auch für Besitzer des Hauptspiels zugänglich macht.

Das ist neu in Surviving Mars: Green Planet

Das wichtigste Werkzeug, um aus einem roten Planeten einen grünen zu machen, ist Terraforming. Doch Surviving Mars: Green Planet macht es euch nicht einfach. Die Parameter Atmosphäre, Temperatur, Wasser und Vegetation müssen angepasst werden, um den Mars immer näher an ein grünes Paradies zu bringen.

Es müssen Treibhausgase erzeugt, Polkappen zum Schmelzen gebracht und am besten ein künstliches Magnetfeld aufgebaut werden, damit nicht so viele Gase aus der Atmosphäre verschwinden. Vegetation muss anfangs erst mühevoll von der Erde auf den Mars gebracht werden. Zu Beginn versucht man die Landschaft mit eher anspruchslosen Flechten zu begrünen, ehe später Büsche und Bäume folgen und sich die Pflanzenwelt irgendwann selbstständig ausbreitet.

Für das Terraforming werden euch 20 neue Technologien zur Verfügung gestellt sowie sieben neue Gebäude, die unsere Bemühung der Begrünung unterstützen. Dazu gehören Plantagen zur Begrünung, Treibhausgas-Fabriken und Magnetfeldgeneratoren. Ein neues „Kuppel“-Design ohne Kuppel bietet zudem mehr Platz für Gebäude als je zuvor – vorausgesetzt das Terraforming ist weit genug fortgeschritten.

Sieben Spezialprojekte können außerdem größeren Einfluss auf das Terraforming ausüben, indem man beispielsweise Treibhausgase per Rakete von der Erde importiert. Drei weitere Projekte sind Teil des kostenlosen Armstrong Updates.

Terraforming kann in Surviving Mars: Green Planet aber auch negative Folgen haben. Das magnetische Feld kann Marsbeben verursachen, die vor allem in der Nähe der Generatoren stattfinden. Außerdem kann giftiger Regen die Oberfläche des Mars verseuchen oder das Schmelzen der Polarkappen zu längeren Staubstürmen führen.

Das ist Teil des kostenlosen Armstrong Updates

Wie für Spiele des Publishers Paradox üblich, bekommt auch Surviving Mars mit einem großen DLCs auch ein kostenloses Update spendiert. Das schmälert nicht selten die Bewertungen der DLCs, obwohl es ja eigentlich mehr ein Zugeständnis ist, wichtige Features auch kostenlos ins Hauptspiel einzubringen.

Das wichtigste Feature des kostenlosen „Armstrong Update“ sind die Landschaftstools, die neu ins Spiel kommen. Damit könnt ihr Gelände abflachen, Rampen erschaffen oder die Oberflächen-Textur ändern. Im Gegensatz zu vielen anderen geschieht dies jedoch nicht sofort, sondern muss von euren Drohnen ausgeführt werden. Wer einen Krater auffüllen will, muss also auch über ein wenig überschüssiges Gestein verfügen, um das Gelände anzupassen.

Auch enthält das Armstrong Update drei neue Spezialprojekte. Über diese könnt ihr zwei Satteliten konstruieren oder Meteoriten einfangen und zwecks Ressourcenabbaus gen Mars lenken. Das kann allerdings auch danebengehen und die eigene Kolonie treffen.

Außerdem enthält das Update 20 neue Events, die vor allem die ersten Tage der Kolonie beeinflussen, sowie zwei neue Gebäude: Eine größere Mülldeponie und ein Gebäude um eigene Raketen zu bauen. Letzteres wird sich vor allem aber mit dem DLC als nützlich erweisen, da die Begrünung des Mars viele Raketen erfordert.

Surviving Mars: Project Leika bringt außerdem Tiere ins Spiel

Zeitgleich mit Surviving Mars: Green Planet erscheint ein kleinerer DLC mit dem Namen Project Leika. Dieser bringt euch Tiere auf den Mars. Auf den Kuppel- oder Außen-Ranches können acht verschiedene Farmtiere gezüchtet werden. Diese produzieren Nahrungsmittel und benötigen mehr Wasser als Feldfrüchte.

Darüber hinaus gibt es 25 verschiedene Haustierarten. Neben den gewohnten Haustieren wie Katzen, Hunde und Hasen gehören auch Lamas, Pinguine und Schnabeltiere dazu. Bei ausreichendem Terraforming durch Surviving Mars: Green Planet, wagen sich die Tiere auch hinaus ins Freie, um die Natur zu erkunden.

Preise und Release

Beide DLCs erscheinen am 16. Mai in den frühen Abendstunden. Wer nicht Besitzer des Season Passes ist, kann sich Green Planet für 19,99 Euro und das Leika Project für 5,99 Euro kaufen. Darüber hinaus gibt es das Green Planet Plus Bundle, welches beide Inhalte für 23,90 Euro bietet.

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Image by Haemimont Games / Koch Media

Stefan Reismann

Das Internet ist sein Zuhause, die Gaming-Welt sein Wohnzimmer. Der Multifunktions-Nerd machte eine Ausbildung zum Programmierer, entdeckte dann aber vor allem die inhaltliche Seite für sich. Nun schreibt er für die Netzpiloten und betreibt nebenher einen Let's Play-Kanal, auf dem reichlich gedaddelt wird.


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