Suchmaschinen-Ent-Optimierung: Jack Wolfskin

wolfskin

Tja, da hat gerade jemand ein Problem, wegen Abmahnungen und so. Lustigerweise hat der Abgemahnte – so scheiße es ist – sicher keinen Spaß daran, aber das Kuriose ist, dass (mal wieder) der Abmahnende selbst (hier: Jack Wolfskin) auch inzwischen keinen Spaß an der wohl doch eher unbedachten Aktion hat. Inzwischen hat auch Spiegel-Online das Thema aufgegriffen, Klaus Eck hat es gestern in seinem PR-Blogger schon analysiert und auch sonst tobt das Thema gerade durchs Web (siehe Screenshot).

Steffen Büffel

ist freiberuflich als Medien- & Verlagsberater, Trainer und Medienwissenschaftler tätig. Schwerpunkte: Crossmedia, Social Media und E-Learning. Seine Blogheimat ist der media-ocean. Außerdem ist er einer der Gründer der hardbloggingscientists. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.


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8 comments

  1. Ja, das ist die direkte Konsquenz, wenn man ein eigentlich nachvollziehbares Anliegen (Markenrecht schützen) falsch anpackt. Dabei gibt es doch inzwischen dutzende von Beispielen aus denen man hätte lernen können. Wird denn jetzt eigentllich auch Growl abgemahnt? Der nette sympathische Nitfier für den Mac? Die haben nämlich auch so eine Tatze. mmhhhh….

  2. Ich frage mich, inwieweit die Geschäftsführung dahinter steht, überhaupt informiert ist oder ob es die Rechtsabteilung ist, die „Profilierungssucht“ zeigt.
    Aber es ist eine bittere und teure Art zu erfahren, wie ein Kommunikations-GAU aussieht.

  3. 4 der ersten 10 Suchergebnisse sind negative PR. Das heißt, das auch der nicht so gut informierte Internet-User bei der einfachen Suche nach Weihnachtsgeschenken, gibt er „Jack Wolfskin“ ein, auf die aktuellen Geschehnisse aufmerksam wird. Es ist ein Marketing/PR-Albtraum. Mit großer Sicherheit sitzen die beteiligten mit kaltem Angstschweiß in ihren Konferenzräumen und überlegen sich Strategien, halbwegs unbeschadet aus der Geschichte zu kommen. Es ist übrigens auch aus SEO-Sicht ein absoluter Albtraum. SEO-Affine Blogger setzen definitiv keinen Backlink auf die Unternehmenseigenen Seiten, was evtl. die Macht hätte JW vollends aus den SERPS zu schubsen.

  4. Man kann nur hoffen, dass Jack Wolfskin Schule macht.
    Als Negativbeispiel für andere Marken, nach dem Motto:
    „Wie füge ich meiner Marke nachhaltig maximalen Schaden zu, in dem ich die Winkeladvokaten aus der Rechtsabteilung von der Leine lasse.“

    Wenn ein selbsternannter Outdoor-Spezialist wie Jack Wolfskin nicht in der Lage ist, kleine Kätzchen von Wölfen zu unterscheiden (Hobbynäherinnen von Produktpiraten), dann muss man mit dieser Firma auch keinerlei Mitleid haben.

    Zumal das ja nun auch nicht die erste Negativ-Schlagzeile war, die die in den letzten Jahren hatten.
    Da war ja schon der lächerliche Rechtsstreit mit der taz (die tageszeitung) und 2007 ging auch schon mal durch die Presse: „Jack Wolfskin baut ein Logistikzentrum im Naturschutzgebiet“ – wenn das jetzt in Foren auch nochmal alles schön hochkocht, umso besser.

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