Skandal um SchülerVZ-Daten – was dahinter steckt?

Inzwischen ist es schon einige Tage her, seitdem das Datenleck bei SchülerVZ aufgetaucht ist. Aber was steckt eigentlich genau dahinter – und welche Konsequenzen zieht der Skandal mit sich? Eine Linkliste.

SchülerVZ gelobt Besserung
Nach dem Skandal um die ausgelesenen SchülerVZ-Nutzerdaten kündigt SchülerVZ an, seine Nutzer mit besseren Schutzvorkehrungen besser abzuschirmen. Das meldet Zeit Online. Um es schwieriger zu machen, Daten auszulesen, werden Nutzer bei SchülerVZ künftig häufiger Captcha, also Buchstaben– und Zahlenkombinationen eintippen müssen.


Schärferes Zivilrecht gegen Datenleck

Im Interview mit netzpolitik.org fordert Hamburgs Justizsenator Till Steffen als Konsequenz aus dem SchülerVZ–Datenleck ein schärferes Zivilrecht und spricht sich bei Datenschutzverstößen für Sammelklagen aus. Außerdem zeigt der Grünenpolitiker sich enttäuscht vom Koalitionsvertrag: Die FDP habe nicht entschieden genug für Bürgerrechte gekämpft. Fast täglich gibt es derzeit auf netzpoltitik.org Updates zu dem Thema.

Nicht nur für Freunde: Wie mangelhaft persönliche Angaben bei VZ-Netzwerken geschützt waren
Immer noch nicht verstanden, was beim Datencrawlen bei SchülerVZ genau passiert ist? Auch hier bringt netzpolitik.org etwas Licht ins Dunkel — mit Hilfe eines anonymen Informanten, der erklärt, wie schlecht die persönlichen Angaben der Nutzer bei der VZ–Gruppe geschützt waren.


Captcha gegen Crawler – worum es technisch geht

n-tv hat nach dem SchülerVZ–Skandal zusammengefasst, was genau das Problem bei den Sicherheitslücken war – allgemein verständlich.

Finanzdienstleister-Infos käuflich
Dass solche Datenlecks keine Lapalien sind, zeigt auch die fast schon im allgemeinen Trubel untergegangene Datenpanne beim Finanzdienstleister AWD: 27.000 Kundendatensätze wurden dem NDR zugespielt – neben Namen, Anschrift, Telefonnummer, Berufsbezeichnung und Geburtsdatum auch Informationen über Vertragsabschlüsse mit Versicherern.

Datenleck zum Nachhören
Auch die Deutschlandfunk–Sendung „Computer und Kommunikation“ berichtete über den Fall – und hat auch Videos produziert, die die ganzen Ereignisse leicht verdaulich und aus vier Perspektiven noch einmal aufdröseln.

Meike Laaff

(www.laaff.net) lebt und arbeitet als Journalistin in Berlin. Sie ist stellvertretende Ressortleiterin bei taz.de, schreibt für überregionale Zeitungen, Onlinemagazine und produziert Radiobeiträge. Sie betreut zudem das taz-Datenschutzblog CTRL.


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