Schwachfug des Sommers 2010 – GDI

Die «Generation App» steht vor der Tür. Wer mit der Erfahrung aufwächst, dass es für jedes Bedürfnis ein massgeschneidertes Programm gibt, entwickelt ein neues Lebensgefühl. Am zentralsten ist dabei die immer grössere Unverbindlichkeit.[sic!] Niemand ist mehr auf niemanden angewiesen – jeder sagt einfach, was er will, und verlässt sich darauf, dass es dazu eine App gibt. [?] Man muss nicht einmal mehr wissen, was man überhaupt will, lässt sich vielmehr schlicht durchs Leben leiten. [Ach so geht das heute – dank Apple.] Das hat Konsequenzen für das Marketing: Die Generation App kann mit keiner Botschaft erreicht werden, weil sie nicht zuhört. Marken müssen die Botschaften der Menschen aufnehmen. [Mit dem Kehrblech?]“

#ähem #nixkapiert #schlechtesteformulierungseit1789

Quelle: Pressemitteilung des Gottlieb Duttweiler Instituts

Jörg Wittkewitz

  ist seit 1999 als Freier Autor und Freier Journalist tätig für nationale und internationale Zeitungen und Magazine, Online-Publikationen sowie Radio- und TV-Sender. (Redaktionsleiter Netzpiloten.de von 2009 bis 2012)


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4 comments

  1. Stehen alle im Heft, am gut sortierten Kiosk für 25 Euro. Wenn Sie das mit der „schlechtesten Formulierung seit 1789“ zurücknehmen, schicke ich Ihnen sogar eines nach Hause.
    Zum Thema Generation App könnte Ihnen auch Marion Marxer von Jung von Matt/Limmat weiterhelfen, die hat den entsprechenden Artikel nämlich geschrieben.

  2. Es ist in Deutschland usus, Rezensionsexemplare kostenfrei zuzustellen. Formulierungen werden bei uns nicht zurückgenommen – außer sie erfüllen justiziable Tatbestände. Das sehe ich hier nicht gegeben. Sehen Sie es mit Humor:

    „Wer mit der Erfahrung aufwächst, dass es für jedes Bedürfnis ein massgeschneidertes Programm gibt, entwickelt ein neues Lebensgefühl. Am zentralsten ist dabei die immer grössere Unverbindlichkeit.“

    Das ist für mich der absolute Kracher der Saison. Frau Marxner war neulich bei der CAST-Diskussion an der Uni Zürich eine sehr sympathische Vertreterin, weiß nicht, welcher Werkstudent das geschrieben hat. Aber Danke für diese Neuauflage Ionescoscher Literatur…

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