Paid Content: Wie es klappt

Aus der Slowakei kommen gute Nachrichten für die Medienwelt: Paid Content funktioniert. Es gibt allerdings einen Haken, der keiner mehr ist, wenn der Bund Deutscher Zeitungsverleger einen großen Einfluß hätte. Alle Verleger ziehen an einem Strang. Die Idee von Pianomedia ist simpel, wie alles was gut funktioniert. Für 1,99 EURO im Monat pro Woche (oder 48,90 EUR pro Jahr) kann man im Piano-Abo fast alle wichtigen slowenischen Zeitungen im Internet lesen. Das Geld wird zentral eingesammelt. Die angeschlossenen Medienhäuser entscheiden selbständig, welche Inhalte kostenlos bleiben (wie tagesaktuelle Ereignisse etc.) und welche Inhalte nur für Pianomedia-Abonennten zugänglich sind. 9 Medienhäuser machen mit insgesamt 40 Marken mit. Bisher haben sie 1,3 Millionen Kunden geworben, was unglaubliche 65% der Bevölkerung in dem kleinen Land ausmacht, jetzt werden sie expandieren ins Nachbarland Slowenien.

Jörg Wittkewitz

  ist seit 1999 als Freier Autor und Freier Journalist tätig für nationale und internationale Zeitungen und Magazine, Online-Publikationen sowie Radio- und TV-Sender. (Redaktionsleiter Netzpiloten.de von 2009 bis 2012)


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2 comments

  1. Na bei diesem Beträgen ist die monatliche Bezahlart weit attraktiver 8-)

    Korrekte Daten wären laut des Pressetexts: €1.99 weekly, €4.89 monthly, €48.90 yearly

  2. Sorry, aber der letzte Satz deines Posts ist mal schlichtweg wrong! Diese Zahlen beziehen sich auf die slowakische Internet-Population und nicht auf die Piano-Subscriber. Sie geben ledigleich das Marktpotential des Piano-Service an. Und hier fehlt auch die wichtigste Zahl. Nämlich das 51% der Internetnutzer regelmäßig News lesen und downloaden.

    http://www.newmediatrendwatch.com/markets-by-country/10-europe/83-slovenia

    Wenn Piano in einem Jahr nach Launch ne Reichweite von 65% der Gesamtbevölkerung erzielt hätte, würde es soetwas längts in allen EU-Ländern geben:)

    Grüße

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