Microsoft im neuen Design: das Auge isst nun einmal mit

Microsoft im neuen Design: das Auge isst nun einmal mit - Andrew Kim

Der Kampf zwischen Apple und Microsoft war schon immer ein Kampf mit harten Bandagen. Mal war der eine vorne, mal der andere. Technisch gab es einiges, was beide voneinander gestohlen haben. Oder sagen wir voneinander „lernten“. Doch in einer Sache hatte Apple dem Mitbewerber immer etwas voraus. Die Rede ist vom Design. Bis jetzt!

Während die Macher rundum Microsoft getrost als Geeks bezeichnet werden konnten, denen das Design wahrlich am Allerwertesten vorbei ging. Gab es im Hause Apple nun einmal den Art-Director schlechthin. Nämlich Steve Jobs himself. Er, der sich auf Kunsthochschulen und in Kommunen als junger Mann herumtrieb, wusste, dass das Auge nun einmal mitisst. Und so gab es neben technisch einwandfreien Platinen und Prozessoren aus Wozniaks Feder, auch ein stylisches und hochwertiges Gehäuse vom Perfektionisten Jobs dazu. Fans lieb(t)en diese Finesse.

Doch vielleicht dürfen wir uns bald verabschieden von dem Gedanken, dass Apple den Platz im Olymp für raffinierte Hartschalen und Typo-ähnliche Lettern und Logos für ewige Zeit gepachtet hat. Ein junger Kunststudent namens Andrew Kim hat es sich nämlich zur Aufgabe gemacht dem vergreisten Unternehmen Microsoft mal auf die Sprünge zu helfen und hat kurzerhand ein überaus ansehnliches Design-Kit entwickelt.

Kim ist mit seinen jungen Jahren – 1991er Baujahr – schon des Öfteren mit seinen Arbeiten in den Blickpunkt geraten. Privat bloggt er auf zum Beispiel auf auf „Minimally Minimal“ und was wir da zu sehen bekommen, sind Projekte, die sogar schon Google, Frog Design, Fujitsu Ten und Cisco dazu bewogen haben, mit dem Kanadier ins Geschäft zu kommen. Dürfen wir uns jetzt auch auf eine Microsoft-Zusammenarbeit freuen?

Was Andrew Kim mit dem Design von Microsoft gemacht hat, kann man ohne jeden Vorbehalt als futuristisch, aggressiv und absolut edel bezeichnen. Eine Mischung die wir so vom Unternehmen mal absolut gar nicht kennen. Unter dem Credo „The Next Microsoft“ kündigt Kim ein Wandel an, der der verstaubten Kiste Microsoft gut stehen würde.

Vom neuen Surface bis zum alten Office hat der 21-Jährige etliche Teile der Produktpalette sowie einige Marketing- und PR-Kits rundum erneuert. Im Folgenden erfahrt Ihr nun einen Ausschnitt dieser Arbeit. Diskutiert wird darüber natürlich auch schon. So hat das Online-Magazin t3n, bereits gestern schon auf den Blog Hacker News hingewiesen, in dem wohl die umfassendste Diskussion zum Projekt verfolgt werden darf. Wie ist eure Sicht? Hat Kim es geschafft mit seinem Konzept den IT-Riesen neues Leben einzuhauchen? Oder findet Ihr die Lobeshymnen übertrieben?

The Next Microsoft

The Next Microsoft

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Andreas Weck

schreibt seit 2011 für die Netzpiloten und war von 2012 bis 2013 Projektleiter des Online-Magazins. Zur Zeit ist er Redakteur beim t3n-Magazin und war zuletzt als Silicon-Valley-Korrespondent in den USA tätig.


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1 comment

  1. Also wenn sie die Umstellung schaffen, sollte das ein voller Erfolg werden. Allerdings glaube ich, dass Microsoft noch zu sehr an ihrem seriösen doch zu altem Image hängt um diesen Wandel voll und ganz durch zu ziehen.

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