Kindle „Fire“ – doch kein iPad 2-Killer?

amazon kindle fire tabletDer Onlinehändler Amazon hat sein neues Kindle „Fire“ präsentiert. Das 7-Zoll Tablet erinnert optisch sehr an das RIM PlayBook und wird Leseratten besonderen Spaß bereiten. Das liegt nicht nur am unschlagbaren Preis. Ab 199 Dollar wird das Kindle „Fire“ erhältlich sein. Die kleineren Modelle, wie das Kindle Touch sogar für nur 99 Dollar und der neue Reader für sage und schreibe 79 Dollar! Das sind Preise wie beim Ausverkauf denkt man sich. Was bekommt man für das Geld?

Das Kindle „Fire“ ist recht spartanisch ausgestattet auf den ersten Blick: Keine Kamera und auch kein Mikrofon. Immerhin WLAN und eine 30 Tage kostenlose Amazon Prime Version, die man zum Streamen nutzen kann. Das 7-Zoll-Multitouch-IPS-Display mit einer Auflösung von 1024 x 600 Pixeln passt perfekt zum Lesen von eBooks. Das Kindle „Fire“ besitzt einen Dual Core-Prozessor und 8 GB internen Speicher, der für ungefähr 80 Apps und 10 Filme, 800 Songs oder ganze 6.000 eBooks reicht. Aufregend ist aber der Amazon Cloud Speicher. Der ist nämlich unerschöpflich groß und direkt mit dem Kindle „Fire“ verbunden.

Ein iPad 2-Killer im technischen Sinne ist das Tablet damit nicht. Schade. Dennoch kann es dem Apple Tablet gefährlich werden. Wenn man das Kindle „Fire“ betrachtet, merkt man schnell welchen Zweck es erfüllen soll. Es basiert zwar auf Android, aber es nutzt eine komplett eigene angepasste Bedienoberfläche. Auch der Android-Market ist nicht verbunden, sondern der hauseigene App-Store. Über den Kindle-Store kann man alles kaufen, was der Amazon Kunde so liebt. Filme, Musik, Bücher, Zeitschriften und Magazine stehen dem Nutzer nur einen Klick entfernt zum Kauf bereit. Und das ist es worum es scheinbar auch geht. Die bessere Vernetzung zu den Onlineshops, die simple Handhabung des Gadgets sowie die schnelle Verfügbarkeit aller Amazon-Produkte an jedem Ort und zu jeder Zeit.

Das Kindle „Fire“ verzichtet auf multimedialen Hokuspokus und wendet sich dem „Ur-Interesse“ seiner Kunden zu. Medien genießen! Diese Tatsache und die extrem günstigen Preise werden den Zweck erfüllen und Apple mit Sicherheit einige Marktanteile abluchsen. Ob es zum Showdown zweier ebenbürtiger Gegner kommen wird, werden wir mit der Zeit sehen. Erhältlich sind das Kindle „Fire“ und seine kleinen Brüder ab dem 15. November 2011. Leider erstmal nur in den USA. Vorbestellungen sind aber ab sofort möglich.

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Andreas Weck

schreibt seit 2011 für die Netzpiloten und war von 2012 bis 2013 Projektleiter des Online-Magazins. Zur Zeit ist er Redakteur beim t3n-Magazin und war zuletzt als Silicon-Valley-Korrespondent in den USA tätig.


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