5 smarte Gadgets für die Pflanzenpflege

Letztes Jahr hatte ich zum Geburtstag zwei Pflanzen geschenkt bekommen. Liebevoll taufte ich sie Faust und Mephisto, weil wir die Tragödie von Goethe gerade im Deutschunterricht lasen. Es folgte ein Jahr voller auf und ab. Mephisto verlor ich schon im ersten Monat, Faust hielt sich, ganz wie im Drama, deutlich besser. Kurzzeitig hatte ich auch eine Sukkulente namens Gretchen, die angeblich besonders pflegeleicht sein sollte. Aber auch sie verhielt sich ganz wie ihre Figur und ging ziemlich schnell ein. Letztes Wochenende verlor ich Faust, nach einem langen Kampf, weil ich nicht zuhause war. Das hier soll aber kein trauriger Artikel sein. Für meine nächste Pflanze brauche ich nur etwas Unterstützung. Und die bekomme ich dank smarter Gadgets für die Pflanzenpflege, die mir helfen sollen, ein erneutes Goethe-Fiasko zu vermeiden. 

Bei den smarten Pflanzen-Gadgets kann im Allgemeinen in zwei Gruppen unterschieden werden: Sensoren und Töpfe. Sensoren werden in die Erde gesteckt und messen bestimmte Faktoren, die das Wachstum einer Pflanze beeinflussen. Töpfe beinhalten meist einen eingebauten Wasserspeicher und wässern die Pflanzen von selbst. Hier werden fünf dieser Pflanzen-Gadgets vorgestellt, die nicht nur für einen kurzen Urlaub sind.  

Smarte Blumentöpfe  

Der erste, hier vorgestellte, Pflanzenhelfer ist der Blumentopf von Botanium. Der intelligente Topf besteht aus zwei Teilen: Einem Wassertank und einem Gefäß für die Pflanze. Er ist so aufgebaut, dass in den unteren Teil des Topfes Wasser gegossen wird. Dann kommt ein kürzeres Behältnis obendrauf, in das die Samen und ein Grundmittel gefüllt werden. Hier braucht die Pflanze nämlich keine Erde zum Wachsen.

Dieses Phänomen nennt man hydroponisches System. Alle Nährstoffe sind in einer kleinen Flasche enthalten, aus der einige Tropfen ins Wasser hinzugefügt werden. Der Topf gießt nun die Pflanze automatisch, sodass man es nicht mehr vergessen kann. Nur ab und an muss der Tank noch gefüllt werden, der Topf zeigt an, wann es so weit ist. Bei Botanium wird das Wasser hochgepumpt und durch Drüsen im Nährboden verteilt. Überschüssiges Wasser läuft wieder nach unten zurück in den Tank. So wird Staunässe vermieden. Eine App gibt es für diesen Blumentopf nicht, sobald er an die Steckdose angeschlossen ist, kann’s losgehen. Der Botanium kostet auf der Webseite momentan 69 Euro plus Versandgebühren.  

Wer Eulen mag oder Kinder hat, wird vermutlich auch Freude am Meximaxi Blumentopf (Provisionslink) finden. Auch dieser Blumentopf wässert seinen Inhalt von selbst. Besonders kreativ ist die Wasserstandsanzeige bei diesem Topf. Außen ist ein Eulengesicht aufgemalt und die Augen der Eule zeigen an, wie viel Wasser im Topf ist. Guckt die Eule nach oben, ist es zu viel Wasser, guckt sie gerade, ist alles gut. Wenn sie nach unten schaut, muss Wasser nachgegossen werden. Ein Vorteil im Gegensatz zum Botanium ist, dass der Eulentopf auch draußen stehen kann.  

Smarte Sensoren 

Neben Blumentöpfen kann man aber auch Sensoren kaufen. Diese werden in den Boden gesteckt und übertragen Daten bezüglich der Erde. Sie zeigen also an, wie es der Pflanze geht, können meist aber nicht selbst handeln. Zunächst einmal gibt es den Royal Gardineer Pflanzenwächter (Provisionslink). Wie der Name bereits verrät, soll dieser eure Pflanzen schützen. Dafür überwacht dieser Sensor die Lichtintensität, Temperatur, Feuchtigkeit und den Nährstoffgehalt im Boden. Er eignet sich sowohl für Zimmer- als auch Balkonpflanzen. Die Batterie hält ungefähr ein Jahr und alle gesammelten Daten werden via Bluetooth ans Smartphone oder den Laptop übertragen. Eine dazugehörige App verfügt über eine Datenbank mit über 5000 eingespeicherten Pflanzen. Der Sensor ist darüber hinaus wetterfest.   

Solche Sensoren gibt es von diversen Firmen. Der Gardena Smart Sensor (Provisionslink) wird zum Beispiel eher im Garten ins Beet gesteckt. Dort misst er die Bodenfeuchte, Lichtstärke und Außentemperatur. Per App kann man die Werte einsehen. Allerdings wird hierzu noch ein weiteres Teil des Gardena Smart Sets benötigt. Dafür kann der Sensor aber mit den nötigen technischen Hilfsmitteln ans Bewässerungssystem des Gartens angeschlossen werden. So können selbstständig die Pflanzen gegossen werden.  

Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe anderer Sensoren, die an dieser Stelle nicht alle aufgezählt werden. Wer seine Pflanzen nicht mit Sensor gießen, aber trotzdem mehr über sie lernen will, kann übrigens auch eine App herunterladen, die erstmal beim Erkennen der Pflanzen hilft. Das ist auch praktisch für den Spaziergang im Wald.

Smarte Gärten  

Zuletzt gibt es für sehr Verzweifelte noch ganze “smarte” Gärten. Sie gießen nicht nur die Pflanzen selbst sondern stellen auch das nötige Licht zur Verfügung. Die Firma click and grow stellt zum Beispiel sogenannte Plant Pods (Provisionslink) her. Hierzu benötigt man nur Wasser, die richtigen Samen und einen Stromanschluss. Der Minigärtner gießt und beleuchtet die Pflanze und nach einigen Wochen kann sie genossen werden. Das künstliche Sonnenlicht wird von LED-Lampen simuliert. Allerdings eignen sich hierfür nur kleine Pflanzen, sowohl Gemüse als auch Blumen.  

Nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren auch die intelligenten Gärten von iDoo (Provisionslink). Da es mittlerweile mehrere Anbieter für smarte Gärten gibt, lohnt es sich, auch ein bisschen nach dem richtigen Produkt zu suchen. Wer doch etwas größer anbauen möchte, ist mit dem Aerospring (Provisionslink) vielleicht sogar noch besser beraten. Dieser kostet zwar über 1.000 Euro, bringt euch aber einen großen Schritt näher in Richtung Selbstversorger. Gegenüber hydroponischen Systemen soll Aerospring mehr Sauerstoff an die Wurzeln geben und das Wachstum dadurch nochmal beschleunigen.

Aerospring: High-Quality Vertical Hydroponic Systems

 

Nachdem jetzt diverse Hilfsmittel vorgestellt wurden, wünsche ich allen Menschen mit schwarzem Daumen viel Glück. Dieser Artikel ist an euch gerichtet.


Image by eskstock via Adobe Stock

studiert seit letztem Jahr an der Uni Hamburg deutsche Sprache und Literatur. Wenn sie nicht gerade ihre Nase in Büchern vergräbt, findet man sie vermutlich im Kino.


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