Per App Pflanzen erkennen – Ein Tool für Gärtner mit braunem Daumen

Wer kennt es nicht? Man gibt sich so viel Mühe, seine Lieblingspflanzen zuhause gut zu pflegen, gießt und düngt regelmäßig, hat den perfekten Sonnen- oder Schattenplatz ausgesucht und dann schafft sie es trotzdem, irgendwie einzugehen. Nachdem ich über die Wintertage fast alle meine Sprösslinge verloren habe, war das Thema Pflanzen für mich beinahe vollkommen abgeschrieben. Doch dann habe ich die Retter in der Not entdeckt: Per App Pflanzen erkennen und richtig pflegen. Ich habe für euch drei Apps mit unterschiedlichen Funktionen verglichen, damit niemand mehr einen solchen Verlust ertragen muss. Während meiner Recherche habe ich zudem noch zwei andere spannende Apps zum Thema Gärten gefunden, die ich euch nicht vorenthalten wollte.

1. Plantbuddy – Der praktische Kalender

Wer nicht viel Trara für seine Pflanzenorganisation benötigt, für den ist Plantbuddy genau das Richtige. Diese App ist quasi wie ein Kalender gestaltet, der euch auf den Tag abgestimmte Erinnerungen bietet. Dadurch wisst ihr genau, wann welche Pflanze gegossen werden muss. Über einen Katalog könnt ihr diese auswählen und dann beispielsweise dem Wohnzimmer zuordnen. Alle wichtigen Informationen wie nötige Lichtverhältnisse und die richtige Wassermenge zum Gießen gibt es jeweils in einem kurzen Überblick. Dort könnt ihr auch die Tagesform der Pflanze von sehr gut bis schlecht und deren Gesundheits- bzw. Krankheitsstand angeben. Falls die Pflanze aus unergründliche Umständen doch absterben sollte, wird sie liebevoll auf dem Pflanzenfriedhof „begraben“. Leider gibt es diese App nur für Apple Nutzer.

2. NatureID – Das Allroundtalent

Mit NatureID bekommt ihr täglich Bescheid, welche Pflanze an dem Tag gegossen werden muss, wann gedüngt wird oder ob der Blumentopf rotiert werden sollte. Diese Erinnerungen könnt ihr individuell an jede Pflanze anpassen. Übrigens kann die Fotoerkennung nicht nur per App Pflanzen erkennen, sondern erfasst auch Krankheiten oder Schädlingsbefall.  Zusätzlich findet ihr auf der Explore-Seite jede Menge nützliche Tipps und Tricks rund um das Halten von Zimmer- und Gartenpflanzen in Form von kurzen Artikeln oder Videos. Diese sind jedoch ausschließlich in englischer Sprache. Die App findet ihr im Play Store sowie im App Store.

3. PictureThis – Der Profi unter den Ratgebern

Der absolute Profi unter den Apps zur Pflanzenpflege ist PictureThis. Über Fotoerkennung registriert ihr eure Pflanze in deinem „Garten“ und bekommt dazu eine komplette Beschreibung, interessante Zusatzinformationen, nützliche Tipps und mehr zusammengefasst. Auch hilfreiche Hinweise zur Pflege und mögliche Schaderreger werden euch angezeigt. Allerdings erhält man nur mit der kostenpflichtigen Premiumversion Zugriff auf alle Informationen. Diese ist für 29,99EUR/Jahr erhältlich. Mit dem Kauf könnt ihr euch dann sogar im Falle einer Krankheit eine Diagnose von erfahrenen Botanikern mit Anleitung zur Regenerierung holen. Mit der Gratis-Version ist nur eine Autodiagnose, wieder über die Bilderkennung, möglich.

Zudem bietet die App allerlei hilfreiche Artikel und Buchempfehlungen rund ums Gärtnern. Einen Pflegekalender könnt ihr euch ebenfalls anlegen, dieser muss jedoch, im Gegensatz zu den vorherigen Apps, selbst organisiert werden. PictureThis ist aber auch praktisch, um unterwegs per App Pflanzen zu erkennen. Zu finden ist sie im iOS App Store und im Play Store für Android Nutzer.

4. Google Lens – Die Entdecker-App zur vereinfachten Suche

Google Lens unterscheidet sich etwas von den anderen vorgestellten Apps. Diese beschränkt sich nämlich nicht nur auf die Erkennung von Pflanzen, sondern allen möglichen Lebewesen und sogar Gegenständen. Von Pflanzen über Tiere bis hin zu Möbelstücken könnt ihr alles Mögliche scannen, identifizieren und Alternativen zu beispielsweise Sesseln oder Kleidungsstücken finden. Das erspart das nervige Eintippen im Google Suchfeld. So könnt ihr mit der App auch Pflegehinweise von verschiedenen Quellen für eure Pflanze herausfinden. Zu finden ist sie unter Google Lens im Play Store für Android oder als reguläre Google-App im App Store für Geräte mit iOS-System.

5. IPGarten – Der Gemüsegarten von zuhause

Keine App, aber eine Alternative für alle, denen einfach die Zeit oder der Platz für einen eigenen Garten fehlt. Mit IPGarten könnt ihr euren eigenen Garten frei nach Wunsch gestalten und euch die reifen Erzeugnisse später zuliefern lassen. Zudem könnt ihr per Live Cam rund um die Uhr in euren Garten reinschauen und Live Daten über Bodenverhältnisse und mehr abrufen. Netzpilotin Jennifer hat bereits über IPGarten berichtet, also schaut da gerne für mehr Informationen rein.

Per App Pflanzen erkennen oder gleich das komplette Programm? Welche App passt zu mir?

Alle Apps bieten verschiedene Möglichkeiten vom der Pflanzenerkennung bis zur kompletten Profi-App zur Pflege, sodass im Leben eurer Pflanzen wirklich nichts mehr schief gehen kann. Mir persönlich haben vor allem die Erinnerungen zum Gießen geholfen, bzw. die Erinnerung, dass nicht schon wieder gegossen werden muss. Anscheinend habe ich meine Pflanzen vorher nahezu ertränkt. Wer, wie ich, also eher mit einen braunen Daumen zu kämpfen hat, dem empfehle ich auf jeden Fall die Apps mit hilfreichen Informationen zur Rundum-Pflege wie PictureThis oder NatureID. Ansonsten reicht es wahrscheinlich aus, einfach regelmäßig eine Erinnerung zum Gießen und Düngen durch Plantbuddy zu bekommen. Übrigens könnt ihr euch hier direkt ein ganzes Set an neuen Pflanzen für euer Heim bestellen (Provisionslink). Jetzt steht eurem grünen Zuhause wirklich nichts mehr im Wege.


Image by K.Decha via Adobe Stock

Catharina Osterkamp

ist passionierte Gamerin, wenn es sich um die Sims oder Animal Crossing handelt. Sie arbeitet in der Netzpiloten-Redaktion und im Bereich Marketing. danach widmet sie sich gerne dem exzessiven Online-Shopping oder plant ihr neuestes Projekt zum erfolgreichen Prokrastinieren von Uni-Sachen.


Artikel per E-Mail verschicken