Das renommierte amerikanische Pew Internet and American Life Project hat in einer neuen Studie untersucht, wie amerikanische Nutzer reagieren, wenn ihre geliebten Technikspielzeuge versagen. Neben einigen allgemeinen Statistiken, die Auskunft über die Quote von technischen Fehlern und beliebteste Reaktionen geben, wurden auch die Gefühle der Nutzer bei der Lösung des Problems untersucht. Das wenig überraschende Ergebnis: Mit zunehmendem Alter scheint die Erfolgsquote im Umgang mit technischen Problemen stark abzunehmen. So gaben in der Gruppe der 18- bis 29-jährigen nur 33% an, im Laufe des Prozesses der Problemlösung verwirrt gewesen zu sein, 84% zeigten sich jedoch zufrieden. In den älteren Gruppen nehmen die Zahlen für Verwirrung konstant zu und die Zahlen für Zufriedenheit rapide ab, bis sie in der Gruppe ab 65 Jahren fast ausgeglichen sind (59% und 61%). Da ausschließlich moderne Kommunikationstechnologien wie Internet und Handy untersucht wurden, lassen die Zahlen zwei Schlüsse zu: Zum ersten unterstreichen sie die digitale Spaltung der Bevölkerung in Digital Natives und Digital Immigrants, zum zweiten legen sie die Interpretation nahe, dass die Benutzeroberflächen noch immer nicht einfach genug gestaltet sind. Hersteller sollten verstärkt darüber nachdenken, wie sie gerade für ihre älteren Kunden die Bedienung ihrer Produkte im Fehlerfall intuitiver gestalten können. [via readwriteweb] [MEHR]
Screenshot der BefragungIhr betreibt ein Forum oder einen Blog? Wenn ja, dann solltet ihr euch 5-10 Minuten Zeit nehmen, um an einer aktuellen Studie der Fachhochschule Köln teilzunehmen. Untersucht werden die Intentionen und Meinungen von Forum- und Blogbetreibern in Bezug auf ihren Umgang mit Unternehmen. Wer möchte, kann seine E-Mail-Adresse angeben, um die Ergebnisse zugeschickt zu bekommen. [via designtagebuch] [MEHR]
Einer Studie von Forrester zu Folge sind deutsche Webnutzer verhältnismäßig inaktiv. Der Anteil an Konsumenten, der sich aus dem Web 2.0 komplett heraushalte, liege demnach bei satten 53%, weitere 38% konsumieren Angebote wie Blogs und Podcasts. Als weitere Kategorien führt die Studie auf:
  • Joiners, die sich in sozialen Netzwerken engagieren (17%),
  • Collectors, die RSS-Feeds abonnieren und Seiten bzw. Fotos verschlagworten (4%),
  • Critics, die Beiträge anderer kommentieren (14%), und
  • Creators, die eigene Beiträge erzeugen (11%).
Diese Kategorien sind in Form einer Stufenleiter aufgebaut: so beinhalte die Kategorie des Creators auch die Merkmale der anderen Kategorien. Auswahl an Web 2.0 Logos Das Web 2.0: in Deutschland nur für eine Minderheit interessant? (Bild: mmmonica, Flickr Creative Commons, Ausschnitt) Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern seien diese Zahlen verhältnismäßig konservativ, technologische Vorreiter wie die Vereinigten Staaten, Japan oder Südkorea hätten einen geradezu enormen Vorsprung. In einem einfachen Profil-Tool lassen sich die Ergebnisse an Hand verschiedener Merkmale sortieren. [via Upload-Magazin] [MEHR]
Das Fraunhofer-Institut hat eine Studie zum Thema Datensicherheit in sozialen Netzwerken (PDF-Format) verfasst und dabei eklatante Lücken aufgezeigt. Die Forscher haben sich als normale Nutzer bei den Netzwerken LinkedIn, XING, MySpace, Facebook, StudiVZ, wer-kennt-wen und lokalisten angemeldet und anschließend versucht, über spezielle Suchmaschinen auch auf angeblich geschützte oder gar gelöschte Daten zuzugreifen. Die Bewertungskriterien wurden in elf Kategorien wie z. B. "Einsatz von Verschlüsselung" und "Zugriffsprotokollierung" aufgeteilt. Wenig erfreuliches Ergebnis: Facebook ist mit vier nicht, vier teilweise und gerade einmal drei erfüllten Kriterien tatsächlich Spitzenreiter. Die Ergebnisse sind in der Studie detailliert aufgeführt, sowohl in vergleichenden Tabellen als auch in Einzelbeschreibungen aller getesteten Netzwerke. Facebook-Homepage Facebook, der "Testsieger" Sehr schön: wer sich für die Ergebnisse an sich nicht interessiert, bekommt in einem separaten, gut lesbaren Kapitel praktische Hinweise für jedes getestete Netzwerk, mit denen er seine Privatssphäre besser schützen kann. Dieses Kapitel sei daher jedem Social-Networker ans Herz gelegt. [via heise] [MEHR]
CRN.com berichtet von einer Studie, die das Wachstum verschiedener sozialer Netzwerke untersucht hat. Blogpilot Björn Rohles hat die wichtigsten Ergebnisse ins Deutsche übertragen und hier zusammengestellt. [MEHR]
Einer aktuellen Rapleaf-Studie zu Folge bilden Frauen die Mehrheit unter den Nutzern der meisten sozialen Netzwerke. Die Studie untersuchte mehrere soziale Netzwerke, darunter Facebook und MySpace, hinsichtlich Geschlecht und Alter ihrer Nutzer. Zentrale Ergebnisse waren:
  • Weibliche Nutzer zwischen 14 und 24 Jahren sind die größte Nutzergruppe und haben im Schnitt die meisten Kontakte.
  • Männliche Nutzer sind erst in der Altersklasse von 35 und mehr Jahren durchschnittlich aktiver und kontaktfreudiger als Frauen in derselben Altersklasse.
  • Der Durchschnittsnutzer eines sozialen Netzwerks hat zwischen 2 und 25 Freunde.
  • Insgesamt gibt es verhältnismäßig wenig Nutzer, die keine Angaben zu ihrem Geschlecht machen.
  • Eine überdurchschnittlich große Anzahl an Nutzern gibt an, 69 Jahre alt zu sein (vielleicht ein beliebtes Fake-Alter?).
Große deutsche Netzwerke wie studiVZ oder wer-kennt-wen werden in der Studie nicht berücksichtigt. Ausgewertet wurde die Gesamtzahl von 49,3 Millionen Nutzern, etwa zu 90% US-Amerikaner. Eine ausführliche Tabelle mit Angaben zur Methodik der Studie gibt es in einer Pressemitteilung von Rapleaf. [via ReadWriteWeb] [MEHR]
Die Betonung des Faktors Kommunikation durch Social Networking könnte nach Ansicht von eMarketer zum Hoffnungsträger vieler Provider werden, wenn es darum geht, dem mobilen Internet zum Aufschwung zu verhelfen. Denn ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Erst der Run auf die Kommunikationsmöglichkeiten wie Emails und Foren machte das Internet zum Massenphänomen. Das mobile Internet wird möglicherweise Starthilfe benötigen. Im Sektor Unterhaltung via Mobiltelefon, der Musik, Videos, mobiles Fernsehen und Spiele beinhaltet, sind positive Entwicklungen zu erwarten. [MEHR]
Die Direct Marketing Association hat untersucht, welche Elemente aus dem Bereich Web 2.0 verstärkt bei Direktmarketing und Brand Marketing eingesetzt werden. Das Ergebnis der Studie „New Media Emergence in DM & Brand“ hält außerdem fest, dass Web 2.0 der Ort ist, an dem sich verschiedene Marketingstrategien optimal bündeln lassen. Besonders die Einbeziehung der Kunden und die Kundenbindung an bestimmte Produkte stehen dabei für rund 85% der befragten Vermarkter im Vordergrund. Am meisten genutzte Elemente im Bereich neuer Medien sind demnach Weblogs (25,6%), Online Videos, user-generated content und soziale Netzwerke, dicht gefolgt von Podcasts. Bisher am wenigsten verwenden die Befragten dagegen Wikis und virtuelle Welten (je 1,9%). [MEHR]
Frauen und Technik – man, äh frau hört es doch bei jeder Gelegenheit. Aber im Internet sind auch Frauen mehr und mehr aktiv. Emanzipation via Web 2.0? Oder doch nur Erfüllung klassischer Rollenklischees? BlogHer und Compass Partners wollten das und Ähnliches herausfinden und erhoben die 2008 Social Media Study in den USA, die sich mit dem Verhalten von Frauen im Bereich Social Media auseinandersetzt. Die zentrale Frage: Auf welche Weise sind Frauen in der Blogosphäre aktiv? [MEHR]
Marketing- und PR-Agenturen richten ihre Aufmerksamkeit gerne auf Meinungsführer: Schauspieler, Musiker, Personen des öffentlichen Lebens - und seit einiger Zeit auch verstärkt auf Blogger. Die Idee dahinter ist leicht verständlich, kann man doch die breite Masse an Verbrauchern auf diese Weise indirekt ansprechen und dabei das Marketingbudget schonen. So zumindest die weit verbreitete Überzeugung, der auch Malcolm Gladwell in seinem Bestseller "The Tipping Point" anhängt. Alles Quatsch, sagt Duncan Watts. Watts ist Netzwerkforscher und Autor des Buchs "Six Degrees: The Science of a Connected Age", derzeit arbeitet er bei Yahoo. Seine bahnbrechende These: Meinungsführer, die sogenannten Influentials, haben nicht wirklich großen Einfluss auf andere. Sie spielen beim Entstehen eines Trends eigentlich überhaupt keine Rolle. Trends entstehen, so Watts, nicht wegen einiger weniger Influentials, sondern einzig und allein, weil die Gesellschaft reif ist für eben diesen Trend. Wenn Trends aber nicht durch einige besonders überzeugende Meinungsführer gesetzt werden, sondern einfach weil die breite Masse besonders empfänglich für eine Idee ist, dürfte für viele Marketer eine Welt zusammenbrechen. Watts indes empfiehlt, sich einfach direkt an die Masse zu wenden - indem jeder Einzelne die Chance bekommt, Produkte, Ideen und Trends an den Freundeskreis weiterzuleiten. Social Bookmarking, anyone? Den ganzen Artikel bei Fastcompany.com lesen: Is the Tipping Point Toast? [MEHR]
In seiner jüngsten Studie hat das Pew Internet & American Life Project untersucht, wie Internetnutzer mit ihren digitalen Fußabdrücken umgehen. Wie die Studie Digital Footprints zeigt, sind sich die Nutzer zunehmend der Spuren bewusst, die sie im Netz hinterlassen. Was heißt das konkret? Ego-Googlen wird normal: 47% der Befragten haben angegeben, Informationen über sich selbst gesucht zu haben, vor fünf Jahren waren es lediglich 22%. Nur die Wenigsten (3%) checken ihre eigene Onlinepräsenz regelmäßig, rund drei Viertel der Nutzer haben das nur ein- oder zweimal getan. Doch nicht nur sich selbst, auch Bekannte werden gerne online gesucht: "Nostalgie scheint ziemlich viele Internetnutzer zu motivieren", sagt Susannah Fox, Mitverfasserin des Reports. "Das beliebteste Suchziel ist jemand aus der eigenen Vergangenheit - ein alter Freund, eine alte Flamme oder ein früherer Kollege." Durch YouTube, Flickr, Weblogs und Co ist diese Art von Suche natürlich deutlich interessanter geworden, der digitale Fußabdruck vergrößert sich enorm. Dennoch haben es sich zumindest die Erwachsenen im Netz, so der Report, nicht angewöhnt, ihre Onlineidentitäten regelmäßig zu überprüfen. (Deutlich mehr Jugendliche als Erwachsene beschränken den Zugriff auf ihre YouTube- und Flickr-Accounts.) Die gerade veröffentlichte Studie beruht auf einer Telefonbefragung von 2373 Erwachsenen in den USA, von denen 1623 das Internet nutzen. Die Befragung wurde im Dezember 2006 durchgeführt. Link zum PEW-Report Digital Footprints, Link direkt zur PDF-Datei [MEHR]
Eine Studie sagte jüngst voraus, dass das Internet bis zum Jahr 2010 kollabieren wird. Schuld daran sollen vor allem die Massen von Onlinevideos sein. Der Ausbau der Kommunikationsnetze könne da nicht mithalten, allein in den USA seien Investitionen zwischen 28 und 27 Milliarden Euro nötig, um die nötige Infrastruktur zu schaffen. Ganz objektiv dürfte die Studie aber nicht sein. [MEHR]
... das zumindest geht aus der aktuellen "stern MarkenProfile 12"-Studie hervor. Die Zahlen basieren auf 10.000 Interviews, welche im Zeitraum von März bis Mai 2007 durchgeführt wurden. Damit dürfte die Studie die bisher größte und ausführlichste Befragungsbasis für die Weblog-Nutzung in Deutschland sein. Der Anfang September veröffentlichten ARD/ZDF-Online-Studie zufolge gibt es insgesamt rund 1.077.000 deutsche Blogger. Die stern-Studie kommt in der Gesamtzahl auf einen ähnlichen Wert: Ihr zufolge bloggen insgesamt 1,22 Millionen deutsche Internet-Nutzer. [tags]studie[/tags] [MEHR]
Die ARD/ZDF-Online-Studie hat Tradition im Netz. In ihr lässt sich nachlesen, was sich wie bewegt im Online-Deutschland. Nun haben die öffentlich-rechtlichen Sender die aktuellste Version der Studie (für 2007) vorgestellt und haben folgendes gezählt:
  • 40,8 Millionen Deutsche sind online
  • 89 Prozent der Onliner nutzen nie Weblogs
  • 8,36 Prozent der Internetbenutzer lesen Blogs
  • 2,64 Prozent der Internetbenutzer sind Blogger (also von den 1.077.000 Menschen ab 14 Jahren, die für die Statistik berücksichtigt wurden)
Mehr Zahlen bei Mike Schnoor, Alexander Svensson und Hugo E. Martin. [tags]studie,statistik[/tags] [MEHR]
Die Bitkom hat neue Zahlen veröffentlicht, welche Weblogs in Deutschland nach einer aktuellen Analyse von Fittkau & Maaß gewaltiger denn je erscheinen lassen:
Rund acht Prozent der deutschen Internet-Nutzer schreiben mindestens einmal pro Monat Beiträge in eigenen oder fremden Blogs. Weitere zwölf Prozent bloggen gelegentlich. Fast jeder zweite Internet-Nutzer liest Online-Tagebücher.
Demnach wären bei 40 Millionen Deutschen online, rund 8 Millionen Menschen regelmäßig dabei Weblogs zu befüllen und 20 Millionen Onliner würden Blogs regelmäßig lesen. Zahlen, an denen man durchaus zweifeln darf, setzt man sie ins Verhältnis zu bisher bekannten Größen. [tags]studie,zahlen,bitkom[/tags] [MEHR]
 
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