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Was können freie Journalisten von Startups lernen?

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Das gemeinsam von Kreativ Gesellschaft und Jouvenir veranstaltete Meetup im Hamburger Betahaus versuchte in einer offenen Podiumsdiskussion die Frage zu klären, was freie Journalisten von Startups lernen können. Wie viel Unternehmertum braucht man für Journalismus? Moderiert von Jouvenir-Gründerin Carolin Neumann waren Sanja Stankovic, von der Förderinitiative Hamburg Startups, und Netzpiloten-Gründer Wolfgang Macht als Experten auf dem Podium geladen. Am Ende des Abends überraschten vor allem die Gemeinsamkeiten zwischen Unternehmertum und Journalismus.

Startups und freie Journalisten ähneln sich

Gründer von Startups verkaufen eine Geschäftsidee, Journalisten ihre Geschichte. Beide müssen die passende Zielgruppe für ihr Produkt finden und diese ansprechen. Und das sind nicht die einzigen Gemeinsamkeiten dieser zwei sich selten begegnenden Gruppen. Gerade deshalb kann voneinander gelernt werden.

Schon bei der Gründung müssen ähnliche Fragen geklärt und gleiche Hürden überwunden werden. Das Geschäftsmodell bzw. die Geschäftsidee verlangt dem Startup sowie dem freien Journalisten einiges ab. Die Frage ist letztendlich die: Welche Zielgruppe soll angesprochen werden? Neben dieser Frage muss geklärt werden welches Budget steht einem zur Verfügung und welche Kapazitäten hat man.

Bei der Diskussion wurde auch darauf hingewiesen, dass Startups darauf hin arbeiten, skalierbar zu sein. Das heißt, dass die Anzahl und die Erreichung der Nutzer im Vordergrund stehen. Ist das erreicht, dann kann es um den monetären Aspekt gehen. So ähnlich ist es auch bei den freien Journalisten, die die Wünsche ihrer Leser erfüllen müssen.

Beider Berufe sind auch laut den Erfahrungen des Podiums sehr vielfältig. Startup-Gründer und freie Journalisten brauchen mehr als eine Idee, um erfolgreich ein Geschäft aufzubauen. Finanzen müssen geklärt und das Marketing kreiert werden. An keinem von beiden zieht dieser Aspekt vorbei. Ein weiterer Punkt ist beispielsweise die eigene Marke zu positionieren. Gerade das können vor allem Journalisten von Startups lernen.

Der digitale Wandel steht für Veränderungen

Die Digitalisierung ist die wohl herausforderndste Gemeinsamkeit von Startups und Journalisten. Die sich stetig ändernde Technik verlangt auch eine stetige Veränderung von den Unternehmern und Journalisten ab. Das lässt die Unsicherheit bei beiden wachsen, denn dieser Faktor ist durchgehend da, wie Vertreter beider Seiten auf der Veranstaltung bestätigten. Sowohl junge Unternehmer als auch freie Journalisten müssen neue Ideen wagen, sie ausprobieren und sich gegebenenfalls neu orientieren.

Gerade Journalisten sind in den meisten Fällen alles andere als flexibel, um diese Herausforderung zu meistern. Die Medienbranche macht sich aber das Leben selber schwer. Anstatt beispielsweise schon von Bloggern zu lernen, wird sich zu oft noch von dieser Gruppe neuer Publizierender abgegrenzt. Doch es sind gerade Blogger, die den digitalen Wandel der Medien am besten verkörpern. Journalisten sollten sich von dieser Gruppe viel mehr abschauen und stets lernfähig bleiben.

Wer lernt was von wem?

Doch nicht nur Journalisten können etwas von Startups lernen, beide Gruppen können sich durch ihre jeweils eigenen Erfahrungen bereichern. Startups brauchen für die verschiedensten Aufgaben die unterschiedlichsten Leute. Journalisten sind es gewöhnt, beispielsweise mit Designern zusammen zu arbeiten. Beide braucht ein Startup wiederum für die eigene Website oder das eigene Blog. Nach diesem Abend wurde um so mehr klar, dass beide sich mehr zusammen tun sollten. Vor allem in einer Stadt wie Hamburg, reich an Journalisten und Startups.


Image by Jouvenir


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Jennifer Eilitz

Jennifer Eilitz

kommt aus der Lüneburger Heide und studiert Bibliotheks- und Informationsmanagement an der HAW in Hamburg und arbeitet nach ihrem sechsmonatigen Praktikum bei den Netzpiloten, dort weiterhin als studentische Aushilfskraft.

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