Teufel CAGE Gaming Headset im Test: Sound für den Gamer von Welt

Die deutsche Firma Teufel ist bekannt für ihre breite Produktpalette an überzeugenden Audio-Geräten. Von Bluetooth Speakern bis hin zu großen Anlagen. Was ich allerdings noch nie in der Hand hatte, war ein Kopfhörer der Marke. Bis heute. Denn ich durfte den neuen Teufel CAGE Gaming Kopfhörer im Test ausprobieren und mir einen Eindruck ihres aktuellsten Headset-Modells für Gamer machen. Bereits 2019 erschien die erste Version des CAGE Gaming Headsets. Aber mit dem neuen Modell verspricht Teufel eine noch breitere Palette an Features und spendiert auch ein neues Design.

Überzeugendes Design und hoher Tragekomfort

Schon wenn man das CAGE Gaming Headset das erste Mal in die Hand nimmt, merkt man, wie hochwertig es verarbeitet ist. Der Außenrahmen ist größtenteils aus Aluminium und das Kopfband aus Federstahl. Das Design wirkt modern und schafft das gewisse Extra, welches man von Gaming Equipment wünscht, ohne zu dick aufzutragen. Besonderer Hingucker sind die rot-leuchtenden Teufel-Symbole an der Außenseite der Ohrmuscheln, die mittels der dazugehörigen Software in ihrer Helligkeit eingestellt werden können. Auch die anderen roten Akzenten sind gut gesetzt und verschaffen dem Gerät einen interessanten Touch.

An der unteren Seite der rechten Ohrmuschel befindet sich ein Regler zum Einstellen der Lautstärke und knapp darüber die Multifunktionstaste, welche man in der dazugehörigen Software mit einer Funktion belegen kann. Links unten kann das einsteckbare Mikrofon ein- und ausgestellt werden. Die beiden Kabel, eines für die USB-Verbindung für den PC und das andere für das Mikrofon, werden ebenfalls an der linken Ohrmuschel eingesteckt. Das Mikrofon findet vorne seinen Platz und stört, trotz relativ großem Kopf, bei der Verwendung nicht. Allgemein ist der Tragekomfort bei dem Gerät sehr hoch und auch nach mehreren Stunden kann man den Kopfhörer noch angenehm tragen.

Die Sache mit dem Klang

Das wichtigste bei Kopfhörern ist aber natürlich nicht, wie sie aussehen, sondern wie sie sich anhören. Und das Teufel CAGE Gaming Headset hat sich im Test größtenteils von seiner besten Seite gezeigt. Die Höhen sind gestochen scharf und liefern selbst beim Musikhören einen unglaublich räumlichen Klang. So viel Räumlichkeit kennt man sonst nicht einmal von Kopfhörern, die explizit für das Musikhören gedacht sind. Auch die Mitteltöner liefern den Klang sauber und ohne Abstriche. Einzig der Bass kommt manchmal ein wenig lasch daher. In den manuellen Sound-Einstellungen kann er zwar noch etwas intensiviert werden, aber selbst dann hätte ich mir hier ein wenig mehr Wumms gewünscht. Beim Musikhören ist das Klangbild trotzdem ein echtes Gedicht und es macht einfach Laune dem glasklaren Sound zu lauschen.

Auch in seinen Gaming-Funktionen macht dem Teufel CAGE Kopfhörer so schnell keiner etwas vor. Mit einem 7.1 Surround-Sound hört ihr gerade bei Shootern wirklich jedes Geräusch eurer Umgebung und könnt potentielle Gegner innerhalb kürzester Zeit lokalisieren. Aber das Klangerlebnis überzeugt nicht nur bei Shootern, sondern bringt auch andere Games auf ein ganz neues Level. Es ist wirklich erstaunlich wie viele Sound-Details man mit einem Mal wahrnimmt, wenn man die richtige Hardware hat. Jetzt kommt jedoch das Aber. Denn leider hat das Headset in unserem Test einige Schwierigkeiten gemacht.

Wenn die Frequenzen nicht mitspielen

Das CAGE Gaming Headset von Teufel wird mit zwei Kabeln geliefert, die man selbst in das Gerät stecken muss, um es mit dem PC zu verbinden. Ein Kabel ist dafür für die Kopfhörer und das andere theoretisch für das mitgelieferte Mikrofon gedacht. Doch in dem Teufel CAGE Gaming Headset Test kam es bei jedem Einstecken, egal an welchem PC oder Laptop, zu unangenehmen Hintergrundgeräuschen. Zumeist äußerte sich das in einem durchgehenden Piepton, der nur sehr selten etwas leiser und gleich wieder laut wurde, wenn ich das Gerät nutzte. Beim Musikhören stört das Piepen noch weniger, aber spätestens wenn Pausen im Chat mit Freunden entstehen, oder ich kurz Ruhe in einem geliebten Game hatte, wurde es schnell unerträglich. Der Clou dabei ist, dass die Störgeräusche eben nur dann aufgetreten sind, wenn die Kopfhörer an einem elektrischen Gerät angeschlossen waren. Als ich sie mittels des Klinkenanschlusses an einen analogen Verstärker angeschlossen habe, waren die Hintergrundgeräusche verschwunden. Das Headset selbst ist also nicht für die Störgeräusche verantwortlich, sondern die Verbindung mit dem PC.

Im Internet findet man zahlreiche Theorien dafür, warum die Hintergrundgeräusche auftreten. Zumeist werden Schwierigkeiten mit der Abschirmung der Onboard Soundkarte als Ursachen für diese Störgeräusche identifiziert. Auch das Motherboard oder die Grafikkarte können im Betrieb für Nebengeräusche verantwortlich sein. So oder so empfhielt es sich, bei Störgeräuschen eine externe Soundkarte vorzuschalten, die außerhalb des PC Gehäuses angeschlossen wird. So wird der Sound direkt über eine externe Quelle geleitet und sollte nicht mehr durch die Hardware im PC beeinflusst werden. 

Teufel CAGE Gaming Headset im Test inklusive Mikrofon mit hoher Qualität

Zu einer guten Gaming Runde gehört für die meisten auch der Online-Chat mit Freunden bei Discord oder Teamspeak. Die CAGE Gaming Kopfhörer werden mit einem einsteckbaren Mikrofon geliefert, das mittels Kabel mit dem PC verbunden wird. Und auch hier merkt man dem Gaming Headset seine hohe Qualität an, denn die aufgenommene Sprache ist klar und ohne Hintergrundgeräusche. Ab und zu kann es mal zu einem Pop—Geräusch kommen, doch ansonsten macht das Mikrofon des Headsets seinen Job ohne Kompromisse.

Software inklusive

Das Teufel CAGE Gaming Headset lässt sich mittels Software individuell einstellen. So kann zwischen verschiedenen Gaming Sound-Modi ausgewählt werden. Je nach Modus ändern sich im Equalizer die Einstellungen für Höhen, Mittelstufe und Bass. Hier finden sich Voreinstellungen für Ego-Shooter, RPG/Strategie Spiele und vieles mehr. Auch für verschiedene Musikarten gibt es eine Voreinstellung. Angenehm ist auch, dass man sich manuelle Equalizer-Modi vorbereiten kann. Außerdem lässt sich hier auch die Mikrofon-Empfindlichkeit einstellen. Und, was mir ganz besonders gefallen hat, auch die Mikrofon-Monitor-Lautstärke. So hört man seine Stimme direkt über die Kopfhörer und kommt nicht in die Verlegenheit,  im Chat ausversehen zu laut zu reden, weil das Tragen der Kopfhörer die eigene Stimme abdämpft.

Allgemein bietet die Software eine sinnvolle Ergänzung zu den vielen Einstellungs-Möglichkeiten der CAGE Kopfhörer. Hier findet man unter anderem die Option für das Belegen der Multifunktions-Taste oder auch die Möglichkeit, die Lichtintesität der Teufel-Symbole einzustellen.

Teufel CAGE Gaming Headset Software.
In dem Menü für die Software-Einstellungen erwarten euch viele Möglichkeiten, das Headset nach euren Vorstellungen einzustellen.

Gaming auf einem anderen Level

Der Fokus der Kopfhörer liegt klar auf dem Gaming-Aspekt und das ist auch gut so. Der Ingame Surround-Sound treibt die Möglichkeiten eines Gaming Headsets wirklich an seine Limits und hat hier klar seine Stärken. Jedes noch so kleine Geräusch wird glasklar und punktiert wiedergegeben. Auch zum Musikhören eignet sich das Gerät, wenngleich man bei den Bässen ein paar Abstriche machen muss. Mikrofon und Software haben uns im Test ebenfalls überzeugt. Einzig die vorhandenen Störgeräusche unterbrechen den Nutzungs-Spaß. Trotz dessen ist das Teufel CAGE Gaming Headset in jedem Fall sein Geld wert. Wer leidenschaftlich zockt, und sich sowohl gut mit Freunden verständigen, als auch tollen Surround-Sound möchte, der macht hier nichts falsch.


Images by Leonie Werner

Leonie Werner

interessiert sich für alles, was mit Medien zu tun hat. Insbesondere für Themen im digitalen Bereich ist sie offen und in Sachen Gaming immer auf dem neuesten Stand.


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