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Xiaomi Mi 9 im Test – Wie schlägt sich Xiaomis Flaggschiff Smartphone?

Das Xiaomi Mi 9 ist das neue Flaggschiff-Smartphone des chinesischen Herstellers. Beim Mi 9 will Xiaomi mit einer Dreifach-Kamera und High-End-Specs punkten. Wie sich das Mi 9 im Test schlägt, habe ich für euch herausgefunden.

Wer ist Xiaomi?

Xiaomi ist als Smartphone-Hersteller nicht neu auf dem Markt, doch erst seit Ende 2018 gibt es die Smartphones des besagten Herstellers regulär im deutschen Handel zu kaufen. Unter der „Mi“-Serie vertreibt der Hersteller seine High-End Geräte, Budget Geräte findet man unter dem Label „Redmi“. Auch das bekannte Pocophone wird von Xiaomi hergestellt.

Einwandfrei verarbeitet

An der Verarbeitung des Xiaomi Mi 9 gibt es nichts auszusetzen. Auf der Vorderseite findet sich neben dem 6,39 Zoll großen Touchscreeen nur eine Frontkamera. Diese ist in einer kleinen tropfenförmigen Notch untergebracht. Die Glasrückseite ist zu den Seiten gebogen. Dadurch wirkt das Handy ziemlich dünn, liegt aber etwas rutschig in der Hand. Ich hatte die blaue Variante im Test, bei der die Rückseite stark spiegelt, wodurch Fingerabdrücke allerdings relativ wenig auffallen.

Neben den üblichen Lautstärke- und Powerbuttons verfügt das Xiaomi Mi 9 über einen zusätzlichen Button, der sich mit einer beliebigen App verknüpfen lässt. Der Fingerabdrucksensor des Xiaomi Mi 9 ist unter dem Display angebracht. Das ist sehr praktisch, da man das Gerät nicht jedes Mal anheben muss, um es zu entsperren. Da es sich um einen optischen Sensor handelt, dauert das Entsperren manchmal ein paar Augenblicke, ihr könnt aber eine Displayschutzfolie auf dem Display verwenden. Bei diesem handelt es sich übrigens um ein Amoled Display hergestellt von Samsung. Es bietet eine Auflösung von 2340 x 1080 Pixeln und kommt somit auf eine Pixeldichte von 403 PPI. In der globalen Version des Xiaomi Mi 9 ist auch eine Widevine L1 Zertifizierung vorhanden, sodass sich Videos von Youtube, Netflix, Amazon und Co. in Full HD und HDR wiedergeben lassen.

Aktuelle Top-Specs

Xiaomi verbaut im Mi 9 den neuesten Snapdragon 855 Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,84 GHz. Diesem stehen wahlweise 6, 8 oder 12 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung. Speicherplatz stehen euch je nach Version 64, 128 oder 256 GB zur Verfügung. Die MIUI getaufte Bedienoberfläche ist relativ verspielt, bietet aber schöne Animationen und läuft sehr flüssig. Auch lässt sich das Smartphone wahlweise auf eine Bedienung per Wischgesten umstellen, um zusätzlichen Platz auf dem Display zu erhalten. Einziger Kritikpunkt sind die relativ häufigen Benachrichtigungen von Systemapps wie dem Xiaomi-Appstore oder diversen System-Optimierungs-Tools. Diese lassen sich zum Glück zum Großteil deinstallieren beziehungsweise abschalten.

Schnell laden – mit und ohne Kabel

Der Akku des Xiaomi Mi 9 hat eine Kapazität von 3300mAh und bietet eine relativ gute Laufzeit. In meinem Test hatte ich nie Probleme mit dem Smartphone über den Tag zu kommen. Aufgefüllt wird der Akku über einen modernen USB-C Port. Dabei unterstützt das Smartphone eine Aufladung mit bis zu 27 Watt per Kabel und bis zu 20 Watt über ein kompatibles Wireless-Ladepad. Per Kabel lassen sich so innerhalb von 15 Minuten 30 Prozent Akkukapazität nachladen, sollte man das Laden in der Nacht einmal vergessen haben. Wie viele Smartphones des chinesischen Herstellers, kann das Smartphone (ein passendes USB-C auf USB-C Kabel vorausgesetzt) andere Smartphones oder Gadgets wie Kopfhörer mit Strom versorgen.

Dreifach-Kamera mit KI

Auf der Rückseite verbaut der chinesische Hersteller ein Kameramodul mit 3 unterschiedlichen Kameras. Der primäre Sensor ist ein 48MP Modul von Sony. Außerdem steht eine 12MP Telefoto-Sensor mit 2x Zoom und ein 16MP Weitwinkel-Sensor zur Verfügung. Tagsüber macht das Xiaomi Mi 9 bei eigentlich allen Lichtbedingungen tolle Fotos. Lediglich im Dunkeln kann die Kamera nicht ganz mit Mitbewerbern wie Huawei oder Honor mithalten. Wie viele Hersteller heutzutage, setzt auch Xiaomi auf eine Kamera-KI, welche 27 verschiedene Szenarien erkennen soll und die Fotos dementsprechend bearbeitet. Wie bei solchen Funktionen üblich, wirken die Ergebnisse zu farbenfroh und unecht. Das KI-Feature lässt sich jedoch in den Einstellungen deaktivieren. Videos lassen sich mit 4K Auflösung mit 60FPS aufnehmen. Als besonderes Feature bei der Videoaufnahme lassen sich Full-HD-Zeitlupen mit bis zu 960 Bildern pro Sekunde aufzeichnen.

Fazit – Wie schlägt sich das Xiaomi Mi 9?

Das Xiaomi Mi 9 ist ein Flagship-Smartphone mit aktuellem Android und Top Specs. Das Design wirkt modern und die Notch ist angenehm klein. Die Glasrückseite ist, durch die abgerundete Bauform bedingt, relativ rutschig und ich würde definitiv zu einer Hülle greifen. Wer sich nicht an der angepassten MIUI stört, kann bedenkenlos zugreifen. Mit einem Preis von rund 450 Euro gehört das Mi 9 zu den günstigsten Flaggschiff-Smartphones im Jahr 2019.

Wer es etwas ausgefallener mag, kann sich außerdem einmal unseren Test des Mi Mix 3 ansehen.

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Image by Timo Brauer

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Wiko View 3 Pro im Test: Triple-Kamera und Foto-KI für unter 300

Wiko View 3 Pro im Test

Der Preiswettkampf im Einsteiger-Bereich des Smartphone-Markts spielt Käufern derzeit in die Hände. Denn die Konkurrenz ist so groß, dass die Hersteller trotz niedriger Kaufpreise zwischen 200 und 300 Euro viel Technik reinpacken und sich dabei immer wieder überbieten. Wer eine gute Triple-Kamera mit KI-Unterstützung möchte, braucht nicht mehr zum Huawei P30 lite für 370 Euro zu greifen. Hersteller Wiko zieht die Grenze jetzt bei 300 Euro. Außerdem verspricht er bei seinem neuen Top-Modell Wiko View 3 Pro einen sehr ausdauernden Akku und ein schnelles Arbeitstempo im Alltag. Gegenüber dem Vorgänger hat Wiko das Modell an vielen Stellen verbessert. Reicht das, um in diesem Preisbereich vorne mitzumischen? Bereits vor dem Marktstart Ende Mai hatten wir das Wiko View 3 Pro im Test und konnten uns einen Praxiseindruck der fertigen Hardware mit allerdings noch vorläufiger Software bilden.

Design: Französischer Chic, chinesische Qualität

Wiko ist einer der wenigen verbliebenden Smartphone-Hersteller aus Europa. Die Geräte gestaltet er an seinem Hauptsitz im französischen Marseille. Tatsächlich erfüllt die Optik des Wiko View 3 Pro im Test das nationale Klischee bildhübschen Designs. Unser Testexemplar kennzeichnet eine blaue Farbschicht unter der Glasrückseite, die ansprechend mit der orangenen Einfassung des Gehäuses und der Hauptkamera kontrastiert. Wiko nennt diese Farbvariante Anthracite Blue/Gold. Als weitere Option erscheint in Deutschland Deep Bleen – also eine Mischung aus Blau und Grün.

Vollständig mit einer Glasschicht bedeckt, ist das Wiko View 3 Pro im Test schön anzusehen. Allerdings nur, bis wir es berühren. Deutlich sichtbare Fingerabdrücke und Schlieren sind wie immer die Kehrseite dieser Materialwahl.

Die Design-Impulse stammen zwar aus Frankreich, hergestellt wird das Gerät wie die meisten Smartphones aber in China, woher auch der aktuelle Firmeneigentümer Tenno Mobile stammt. Dass die chinesische Fertigung selbst bei niedrigpreisigen Produkten längst für Qualität stehen kann, beweist auch dieses Modell. Es steht für eine Top-Verarbeitung ohne Knarzen, scharfe Kanten oder ungenaue Spaltmaße. Einziges generelles Konstruktionsmanko: Die Hauptkamera ragt relativ weit über das Gehäuse hinaus. Bei weichen Tischoberflächen besteht Kratzgefahr.

Eine IP-gemäße Gehäuseabdichtung gegen Wasser und Staub ist zu diesem Preis nicht zu erwarten. Besonders leicht ist das Smartphone mit 184 Gramm ebenfalls nicht. Für ein Gerät mit einer derart großen Displaydiagonale ist das Gewicht aber vertretbar. Außerdem ist das Smartphone mit 8,1 Millimeter an der dünnsten Stelle relativ schlank für diese Größe.

Display: Groß und scharf, aber nicht besonders hell

Satte 6,3 Zoll misst das Display in der Diagonale. Damit hat das Gerät richtig viel zu bieten. In dieser Preisklasse ist das noch selten zu finden. Wegen der langgezogenen Form lässt sich das Wiko View 3 Pro im Test aber trotzdem stabil halten und gut bedienen.

Trendgemäß setzt Wiko abgesehen von einem ausgeprägten Kinn auf sehr schmale Ränder. Die tropfenförmige Kerbe (Notch) am oberen Rand ist noch etwas kleiner als beim Vorgänger. Nur noch die Frontkamera platziert Wiko darin, während der Telefonlautsprecher in einen schmalen Schlitz zwischen Display und Rahmen gewandert ist. Deswegen wird die Front des Geräts fast vollständig von Display bedeckt, weswegen wir regelrecht ins Geschehen eintauchen können.

Wiko View 3 Pro im Test - Display
Das Display des Wiko View 3 Pro ist mit 6,3 Zoll sehr groß, aber trotz IPS-Panel nicht blickwinkelstabil und auch nur in mäßig beleuchteten Räumen gut abzulesen. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Wichtiger aber als die schiere Größe ist letztlich die Bildqualität. Hier macht sich der günstige Preis bemerkbar. Zwar verbaut Wiko ein LC-Display mit IPS-Panel, das aber die Möglichkeiten dieser Technologie nicht ausnutzt. Weder ist der Bildschirm besonders hell, noch bleibt die Helligkeit und Farbtreue beim Blick aus einem spitzen Winkel stabil.

An der Schärfe und Detailfülle haben wir aber nichts auszusetzen. Das Display löst zeitgemäß in Full-HD+ auf, während sich Wiko beim Vorgänger View 2 Pro noch auf HD beschränkte. Das ist ein deutlicher Schritt nach vorn! Video-Streaming bei YouTube, Amazon Prime Video und Netflix bereiten auf dem Display viel Spaß – vorausgesetzt, wir gucken darauf in einem nicht zu hell erleuchteten Raum.

Leistung: Schnell genug für 3D-Spiele

Statt eines Prozessors von Qualcomm setzt Wiko dieses Mal auf eine günstigere Komponente von Hersteller MediaTek. Das tut dem Tempo aber keinen Abbruch. Die acht Rechenkerne des MediaTek Helio P60 takten mit bis zu 2,0 GHz und sorgen selbst bei grafisch aufwendigen 3D-Spielen für eine flüssige Darstellung. Beim App-Start stellt PUBG Mobile genügend Rechenleistung fest, um die Grafik auf die mittlere Detailstufe zu schrauben, was uns bei einem Einsteiger-Gerät positiv überrascht.

In alltäglich gebrauchten Apps ist erwartungsgemäß ebenfalls eine flüssige Bedienung ohne Ruckeln gewährleistet. Dem Prozessor stehen 6 GB Arbeitsspeicher zur Seite, das ist sehr viel für diese Preisklasse und 2 GB mehr als im Vorgänger stecken. Das wirkt sich positiv aufs App-Management aus. Selbst wenn wir mehrere Anwendungen im Hintergrund geöffnet haben, bleiben sie das auch und werden nicht automatisch geschlossen, sodass wir sie wieder neu starten müssen.

Für Fotos, Videos und Apps bringt das Wiko View 3 Pro ebenfalls viel Platz mit. 128 GB sind intern verfügbar. Diese lassen sich mit einer Micro-SD-Karte um 256 GB erweitern.

Software: Pures Android 9 mit ein paar Extras

Direkt zum Marktstart liefert Wiko das View 3 Pro mit dem aktuellen Android 9 aus, was in dieser Preisklasse noch keine Selbstverständlichkeit ist. Dabei verzichtet der Hersteller auf eine eigene Oberfläche, belässt das Betriebssystem also fast so wie von Google geschaffen. Lediglich unter dem Menü-Eintrag „Wiko-Eigenschaften“ sind ein paar ergänzende Funktionen zu finden, mit denen Nutzer die Oberfläche und die Bedienung individualisieren können.

Den Startbildschirm den eigenen Vorlieben anzupassen, scheint Wiko-Nutzern offenbar wichtig zu sein. Zusätzlich bietet der Hersteller nämlich auch eine App an, mit der Nutzer aus Videos interaktive Wallpaper erstellen können. Die App steht in Kürze als fertige Version im Google Play Store bereit. Im Test funktioniert sie bereits problemlos.

Wiko Live Wallpaper
Wikos zuständiger App-Entwickler Christopher Ney demonstriert uns im Wiko-Hauptquartier in Marseille, wie die Live-Wallpaper funktionieren. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Obwohl es sich übrigens generell bei der Software auf unserem Testexemplar noch um keine finale Version handelt, sind uns keine Bugs begegnet.

Kamera: Praktisches Ultraweitwinkel und schönes Bokeh

Eines von Wikos Hauptverkaufsargumenten für das View 3 Pro ist die Triple-Kamera mit Künstlicher Intelligenz. Klingt an sich super, denn bei Huawei kostet diese Ausstattung mindestens 70 Euro mehr. Doch genau wie beim P30 lite handelt es sich auch beim Modell von Wiko nicht um eine „echte“ Dreifach-Optik.

Denn zum Fotografieren lassen sich nur zwei der drei Kameras auf der Rückseite verwenden. Zum einen die Standardweitwinkel-Kamera (12 MP, 27 mm, F2.0) und zum anderen die Ultraweitwinkel-Kamera (13 MP, 16 mm, F2.2). Der 5-MP-Sensor der dritten Kamera ist hingegen nur dafür zuständig, im Bokeh-Modus Abstandsinformationen zu messen und dadurch die künstliche Hintergrundunschärfe präziser zu setzen. Dafür schaltet sich die Kamera automatisch hinzu. Beeinflussen kann der Nutzer das nicht.

Wiko View 3 Pro im Test - Triple-Kamera
Eine Triple-Kamera ist bei Smartphones für unter 300 Euro noch selten. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Gerade bei Landschaftsaufnahmen ist der Wechsel zur Ultraweitwinkel-Kamera sehr praktisch. Wir kriegen dann einfach mehr aufs Bild. Allerdings sind dann auch die bei kleinen Smartphone-Optiken typischen Starken Verzeichnungen an den Rändern hinzunehmen. Das Hauptmotiv sollte daher möglichst mittig platziert werden.

Gute KI, durchwachsene App-Ausstattung

Die in der Kamera-Software enthaltene KI ist auf das Erkennen von Fotomotiven trainiert und passt Belichtung und Farblook automatisch an. An den Einblendungen erkennen wir, dass die Software die Motive recht treffsicher identifiziert. Motive wie Pflanzen und blauer Himmel – die Klassiker eben – hat sie gut drauf. Den Unterschied von Fotos mit und ohne KI-Veredelung können wir aber nicht beurteilen, weil sich die Funktion nicht abschalten lässt.

Einen positiven Eindruck hinterlässt auch der Bokeh-Modus des Wiko View 3 Pro im Test. Dies gilt sowohl für die Hauptkamera als auch für die Frontkamera, obwohl letzterer keine extra Aufnahmeeinheit dafür zur Verfügung steht. In beiden Fällen gelingt es der Software, die Unschärfemaske präzise zu setzen. Selbst mit den Übergängen am Haar kommt sie gut klar. Prima übrigens, dass sich der Bokeh-Effekt nicht nur bei Porträts, sondern auch bei anderen Objekten anwenden lässt.

Bei wenig Umgebungslicht hilft es, den Nachtmodus zu aktivieren – wobei es dafür nicht wortwörtlich Nacht sein muss. Dieser Modus sorgt mit einer Mehrfachbelichtung dafür, dass mehr Helligkeitsinformationen gespeichert werden. Dadurch entsteht ein scharfes Bild aus freier Hand, ohne dass die Automatik die ISO und damit das Rauschen stark erhöht. Die Ergebnisse sind ansprechend. Ohne direkten Vergleich fällt der Unterschied zum Nachtmodus in den teureren Spitzenmodellen etwa von Huawei nicht auf.

Weniger die Fotofreunde als eher die leidenschaftlichen Shopper und Wissbegierigen freuen sich darüber, dass Google Lens in der Kamera-App enthalten ist. Das ist ungewöhnlich für diese Preisklasse. Dabei handelt es sich um eine bildergestützte Internetsuche. Zu Abfotografierten Gegenständen findet die Software passende Gegenstücke in Online-Shops oder Zusatzinformationen im Web.

Darüber hinaus bietet die Kamera-App wenig Extra-Optionen. Beispielsweise vermissen wir einen Pro-Modus und damit auch die Möglichkeit in Raw zu fotografieren. Mit der eingebauten Kamera in Apps wie Lightroom CC können wir allerdings dann schon Bilder im Raw-Format DNG abspeichern. 

Bildqualität für den Preis auf hohem Niveau

Insgesamt geht die Bildqualität des Wiko View 3 Pro im Test absolut in Ordnung. Mitunter sehen die Bilder etwas blass aus, was sich in der Nachbearbeitung jedoch beheben lässt. Und manchmal neigt die Software zur Unterbelichtung, insbesondere bei Hochkontrastsituationen. Denkbar, dass die finale Software dieses Problem ausgleicht. Dennoch sind Belichtung, Schärfe, Detailfülle, Rauschverhalten und Farbwiedergabe für diesen Preis auf hohem Niveau. Eine Kostprobe vermittelt die von uns fotografierten Testbilder in der Galerie.

Akku: Zwei Tage sind möglich

Mit 4.000 mAh Kapazität geht Wiko zwar nicht an die Grenzen des Möglichen, denn beispielsweise das günstigere Gigaset GS280 bietet sogar 5.000 mAh. Dennoch ist der Akku im View 3 Pro überdurchschnittlich groß dimensioniert. Das brächte natürlich nur wenig, wenn die Energie schnell flöten geht. Doch dem ist nicht so. Wiko hat das Energie-Management zusammen mit der Firma SmartViser eigenen Angaben zufolge derart optimiert, dass der Akku ohne Aufladen zwei Tage durchhält. Welcher Nutzungsmix dieser Angabe zugrunde liegt, wissen wir nicht. Dennoch kommt sie unseren Erfahrungen nach hin. Bei geringer Nutzung haben wir mit dem Wiko View 3 Pro im Test tatsächlich zwei Tage ohne Steckdosen-Stop geschafft.

Wiko View 3 Pro im Test -  SmartViser
Im Wiko-Hauptsitz im Marseille prüft die Software von SmartViser Tag und Nacht, wie lange der Akku in den Handys durchhält. Die versprochenen zwei Tage kommen hin, zeigt unser Praxistest.

Damit der Akku danach schnell wieder frische Energie erhält, lässt er sich mit dem Schnellladeverfahren Fast-Charging Pump Express wieder auftanken.

Sicherheit: Face Unlock ist praktischer als der Fingerabdruck

Statt mit PIN und Muster lässt sich das Wiko View 3 Pro im Test auch per Fingerabdruck oder Gesichtsprofil entsperren.

Der Fingerabdruckscanner ist klassisch auf der Rückseite platziert und lässt sich dort an sich gut treffen. Allerdings reagiert er für unseren Geschmack etwas langsam und zeigt sich oft widerspenstig. Wir müssen schon ein gewisses Gefühl entwickeln, um den Finger genau so zu platzieren, dass der Sensor das Profil prüfen kann. Möglicherweise arbeitet der Sensor mit finaler Software nach dem Marktstart besser.

Wiko View 3 Pro im Test - Fingerabdruckscanner
Der Fingerabdruckscanner hat uns im Test nicht gefallen. Er könnte aber noch besser werden, wenn die finale Software auf dem Gerät verfügbar ist. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Als praktischer erweist sich beim Wiko View 3 Pro im Test das Entsperren per Face Unlock. Diese Einstellung ist bei unserem Testexemplar übrigens nicht in der Rubrik „Sicherheit“, sondern unter den „Wiko-Eigenschaften“ zu finden. Anders als etwa beim iPhone X startet der Entsperr-Vorgang nicht automatisch. Stattdessen müssen wir erst stets die Powertaste drücken, um das Display aus dem Standby zu wecken. Dann erkennt das Smartphone unser Gesicht und entsperrt die Oberfläche super schnell – zum Teil wirklich schneller als per Fingerabdruck.

Obwohl beim Face Unlock nur ein 2D-Scan zum Einsatz kommt, der als unsicher gilt, konnten wir Kamera zumindest mit einem Selfie auf einem anderen Handy-Display nicht austricksen.

Konnektivität und Sound: Sinnvolle Modernisierung

Im Vergleich zum View 2 Pro hat Wiko beim Nachfolger die physischen Anschlüsse und die Funkverbindungen sinnvoll modernisiert.

Beispielsweise funkt das Gerät im WLAN nicht mehr nur mit 2,4 GHz, sondern jetzt auch mit 5 GHz. Wenn ihr euch bei Routern mit bereits vielen verbundenen Geräten anmeldet, ist das von Vorteil. Denn so kommen sich die Funkkanäle nicht in die Quere. Und statt mit dem überholten Micro-USB tauscht das Wiko View 3 Pro im Test nun Daten per USB-C-Kabel aus.

Beibehalten hat Wiko den Hybrid-Slot, der entweder einer Micro-SD-Karte oder einer zweiten SIM-Karte Platz bietet. Ebenfalls ist wie gehabt ein Klinkenstecker verfügbar.

Wer aber seine Kopfhörer nicht per Kabel – oder per Bluetooth – anschließen möchte, kann Musik und Podcasts natürlich auch über einen Lautsprecher hören. Dessen Sound ist klar und bei Bedarf auch sehr laut. Allerdings ist die Klangbühne nicht sehr breit. Von Stereo-Klang keine Spur. Wir können die Richtung, aus der die Geräusche kommen, sehr klar verorten.

Fazit zum Wiko View 3 Pro im Test: Geheimtipp im gehobenen Einsteiger-Bereich 

Wiko schnürt mit dem View 3 Pro ein großzügiges Paket in der Einsteiger-Klasse. Für das Smartphone sprechen ein bildhübsches Design, ein schön großes und scharfes Display, die für diese Preisklasse gute Kamera, aktuelle Software ohne Schnick-Schnack, ein starker Akku und eine moderne Anschlussausstattung. Negativ aufgefallen sind uns beim Wiko View 3 Pro im Test hingegen die geringe Spitzenhelligkeit des Displays, der langsame Fingerabdruckscanner und die enge Klangbühne des Mono-Lautsprechers. Doch diese Makel sind angesichts des Preises zu verschmerzen.

Insgesamt setzt Wiko mit dieser Produktausrichtung starke Impulse im Bereich für unter 300 Euro. Allerdings ist die Konkurrenz in diesem Regal eng beieinander. Von der Ausstattung her vergleichbar ist das ZTE Blade V10 mit Triple-Kamera aber weniger Speicher zum gleichen Preis. Demgegenüber sind das Huawei Mate 20 lite und das Honor 8X kaum schlechter ausgestattet, aber dafür günstiger zu haben. Das Honor 8X bietet mit 6,5 Zoll sogar noch einen größere Displaydiagonale.

Zum Preis von 299 Euro ist das Wiko View 3 Pro ab heute vorbestellbar und ab dem 27. Mai 2019 erhältlich. Käufer können zwischen den Farbvarianten Anthracite Blue/Gold und Deep Bleen wählen.

Das View 3 ohne Pro als günstigere Alternative

Wer nicht ganz soviel Budget hat, für den hat Wiko noch ein Modellpaket mit etwas weniger Ausstattung geschnürt. Das Display ist minimal kleiner (6,26 Zoll), der Prozessor etwas schwächer und im Gerät stecken nur halb so viel Nutzerdatenspeicher und RAM drin. Dennoch teilt sich das Modell viele Stärken mit dem Pro-Modell. Dazu zählen die Ausstattung mit Triple-Kamera, Android 9, 4.000-mAh-Akku sowie Face Unlock und Fingerabdrucksensor. Wann und zu welchem Preis das Wiko View 3 erscheint, hat der Hersteller noch nicht veröffentlicht.

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Samsung stellt Galaxy A80 mit rotierender Triple-Kamera sowie Galaxy A20e und Galaxy A40 vor

Mit der Samsung Galaxy A-Serie will Samsung die eigene Mittelklasse weiter ausbauen.

Nicht zu viel Schnickschnack, sondern Premium-Funktionen zum erschwinglichen Preis – dafür stehen Smartphones der Galaxy-A-Klasse von Samsung. Mit drei neuen Modellen baut der Hersteller die Serie nun aus. Das Galaxy A20e, das Galaxy A40 und das Galaxy A80 richten sich an eine jüngere Zielgruppe, die Wert auf Displayqualität, hohe Performance und gute Kameras legt. Den Höhepunkt stellt dabei das Galaxy A80 dar, das über eine rotierende Triple-Kamera verfügt. Sie kombiniert Front- und Rückkamera in einem Modul.

Galaxy A20e – das Einsteigermodell

Mit seinem 5,8 Zoll großen Display, das in HD+ auflöst, ist das A20e der kleinste Vertreter der A-Serie. Ausgestattet ist das Smartphone mit einer 8-Megapixel-Frontkamera sowie einer Dual-Kamera hinten. Diese besteht aus einem Weitwinkel-Objektiv mit 13-Megapixel-Sensor und einem Ultraweitwinkel-Objektiv mit 5-Megapixel-Sensor. Im Inneren des A20e sind 3 GB Arbeitsspeicher verbaut. Der Exynos 7884B, ein Achtkern-Prozessor mit einer maximalen Taktrate von 1,6 Ghz, sorgt dabei für ein ausreichendes Arbeitstempo im Alltag. Der interne Speicher von 32 GB lässt sich mit einer Micro-SD-Karte um bis zu 512 GB erweitern. Mit der nötigen Energie wird das Gerät von einem 3.000 mAh Akku versorgt.

Galaxy A40 – die Mittelklasse der Mittelklasse

Im Unterschied zum Galaxy A20e hat Samsung dem Galaxy A40 ein Super AMOLED Infinity-U-Display verpasst. Mit 1.080 x 2.220 Pixeln entspricht die Auflösung dem Standard Full-HD+. Während sich das Smartphone mit seinen 5,9 Zoll großen Bildschirm nur unbedeutend von dem A20e unterscheidet, wartet es jedoch mit einer besseren Performance auf. Im Galaxy A40 ist nämlich ein Exynos 7904 Achtkern-Prozessor mit einer etwas höheren Taktrate von 1,8 Ghz verbaut. Unterstützt wird dieser von 4 GB Arbeitsspeicher. Auch hier kann der interne Speicher von 64 GB mit einer Micro-SD-Karte um bis zu 512 GB erweitert werden.

Kameratechnisch übertrumpft das Galaxy A40 seinen kleinen Bruder ebenfalls und ist mit einer 25-Megapixel-Frontkamera dem Galaxy A20e weit überlegen. Die Dual-Hauptkamera des A40 ist außerdem mit einer Weitwinkel-Kamera (16 Megapixel) und einer Ultraweitwinkel-Kamera (5 Megapixel) versehen. Ein 3.100 mAh Akku versorgt das Smartphone dabei mit Energie.

Galaxy A80 fotografiert mit rotierender Triple-Kamera

Das Galaxy A80 bildet das Flaggschiff der Galaxy-A-Serie und verfügt über ein 6,7 Zoll großes Super-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 1.080 x 2.400 Pixeln (Full-HD+). Auch vom Prozessor her hebt sich das A80 deutlich von den restlichen A-Modellen ab. Zum Einsatz kommen ein leistungsstarker Achtkern-Prozessor vom Typ Qualcomm Snapdragon SM7150 mit einer eine Taktrate von 2,2 Gigahertz.

Das Highlight des Galaxy A80 ist allerdings die rotierende Triple Kamera. Anstatt wie üblich eine schwächere Frontkamera und eine stärkere Hauptkamera zu verbauen, hat man das Galaxy A80 mit nur einer Triple-Kamera bedacht. Diese ist an der Rückseite des Gerätes verbaut und lässt sich hochschieben. Für ein Selfie dreht sie sich automatisch um 180 Grad, wodurch bei der Frontkamera keine Kompromisse in der Bildqualität eingegangen werden müssen.

Durch die fehlende Frontkamera verfügt das Galaxy A80 außerdem über ein Full-Infinity-Display und der Bildschirm kann voll genutzt werden. Die Triple-Kamera selbst besteht dabei aus einer 48-Megapixel-Kamera mit  Weitwinkel-Objektiv, einer 8-Megapixel-Kamera mit Ultraweitwinkel-Objektiv und einer Time-of-Flight-Kamera. Letztere misst den Abstand zum Motiv für eine bessere Bokeh-Simulation.

Das Samsung Galaxy A80 erscheint voraussichtlich im Mai. Starttermine für die beiden anderen Geräte nannte Samsung allerdings noch nicht. Auch die Höhe der Preise des Trios behält der Hersteller noch für sich. 

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Huawei P30 lite: Günstige Alternative zum Pro mit Triple-Kamera und KI

Huawei P30 lite

Nur wenige Tage nach der Vorstellung des Huawei P30 und P30 Pro, bekommt die Smartphone-Familie Zuwachs. Das Huawei P30 lite kostet deutlich weniger, bietet aber trotzdem viele Features der Top-Geräte.

Eine Triple-Kamera mit KI für die Mittelklasse

Mit eine Preis von rund 370 Euro zählt das Huawei P30 lite zur gehobenen Mittelklasse im Smartphone-Markt. Dennoch ist eine Triple-Kamera mit drei Objektiven in diesem Preisbereich noch keine Selbstverständlichkeit. Die Triple-Kamera setzt sich dabei zusammen aus einer Weitwinkelkamera mit 48-Megapixel-Sensor, eine Ultraweitwinkelkamera mit 8-Megapixel-Sensor und einer Kamera mit 2-Megapixel-Sensor. Letztere ist nur für das Bokeh zuständig. Eine weitere Brennweite bietet sie nicht. Damit verfügt das P30 lite über weniger Brennweiten-Optionen als die teureren P30-Modelle.

Dagegen sind ein Nachtmodus sowie eine Super-Slow-Motion-Funktion, die 16-fache Zeitlupen in UHD ermöglicht, mit an Board. Für eine möglichst korrekte Belichtung selbst unter schwierigen Lichtbedingungen soll wie auch bei den beiden anderen P30-Geräten eine Künstliche Intelligenz (KI) sorgen. Sie erkennt Szenerien und Motive und nimmt dann Einstellungen vor, die über die herkömmliche Motivautomatik hinaus gehen. 

Auch in der Frontkamera des Huawei P30 lite kommt KI zum Einsatz. Dort soll sie vor allem zu Porträtaufnahmen mit möglichst exakter künstlerischer Hintergrundunschärfe verhelfen. Aufgenommen werden Bilder und Videos mit einer Auflösung von 24 Megapixeln.

Großes 6,1-Zoll-Display und hohes Alltagstempo

Während im P30 und P30 Pro OLED-Displays für besonders kräftige Farben sorgen, kommt im Huawei P30 lite ein günstiges LC-Display mit 6,15-Zoll-Diagonale zum Einsatz. Hell und brillant genug dürfte es aber trotzdem sein. Mit einer FHD+-Auflösung von 2.312 x 1.080 Bildpunkten und einer Pixeldichte von 415 ppi löst es auf jeden FAll scharf auf. Das Display füllt die Vorderseite fast vollständig aus, wenn auch mit etwas mehr Rand als bei den anderen P30-Geräten.

Im Huawei P30 lite ist außerdem ein Mittelklasse-Prozessor verbaut, der Kirin 710 aus eigenem Hause. Dieser ist nicht so leistungsstark wie der Kirin 980 im P30 Pro. Aber zusammen mit den vier Gigabyte Arbeitsspeicher erwarten wir ein völlig ausreichend schnelles Arbeitstempo für Alltagsaufgaben und einfache Spiele. Bedient wird das Gerät über Android 9 Pie und Huaweis Oberfläche EMUI 9.0.1.

Die 128 Gigabyte des Systemspeichers sind durch eine MicroSD-Speicherkarte um bis zu 512 Gigabyte erweiterbar. Ferner bietet das P30 lite Platz für zwei Nano-SIM-Karten.

Den nötigen Strom für das Ganze liefert ein 3.340 mAh großer Akku. Dieser kann über USB-C mit Quick Charge geladen werden. Huawei verspricht dabei bis zu 21 Stunden Sprechzeit. Ein Fingerabdrucksensor rundet die Ausstattungsliste ab.

Marktstart im Mai für das Huawei P30 lite

Ab dem 8. Mai wird das Huawei P30 lite in Deutschland für 370 Euro in den Farben Peacock Blue, Midnight Black und Pearl White erhältlich sein. Vorbesteller bekommen außerdem die Huawei FreeBuds gratis dazu, wenn sie das Smartphone zwischen dem 24. April und dem 7. Mai kaufen.

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Huawei Mate 20 X erscheint nun doch in Deutschland

Das Smartphone Huawei Mate 20 X kommt nun doch nach Deutschland. Mitte Oktober kündigte Huawei seine neuen Mate 20-Modelle an, doch nur das Mate 20 und das Mate 20 Pro kamen auch zu uns. Nun gab Huawei bekannt, die Mate 20-Familie mit dem Huawei Mate 20 X zu vervollständigen.

Perfekt für Gamer und Serienenthusiasten

Prunkstück des Mate 20 X ist das extragroße 7,2 Zoll OLED-Display, das vor allem Gamer und Serienenthusiasten anspricht. Ebenso lässt die Größe des Displays eine sinnvolle Nutzung des Split-Screen-Features zu. Auch das Soundsystem soll mit einem vollen Klang punkten. Um dieses Smartphone-Monstrum auch entsprechend zu versorgen, besitzt das Huawei Mate 20 X einen ausdauernden 5.000 mAh-Akku. Wie auch seine Geschwister, verfügt der Akku über Huawei Super Charge. Per Super Charge lädt das Smartphone mit 40 Watt auf und schafft es, in nur 30 Minuten bis zu 70 Prozent des Akkus aufzuladen.

Ein Kraftpaket mit Dreifach-Kamera

Auch beim Huawei Mate 20 X ist das Herz der leistungsstarke Kirin 980-Prozessor mit 8 Kernen. Zusammen mit den 6 GB RAM ist das Smartphone auch für die anspruchsvollsten Spiele bestens aufgestellt. Kamera-Enthusiasten freuen sich zudem über die 24 MP Frontkamera, sowie die Leica Triple-Hauptkamera, die auch schon im Mate 20 Pro verbaut ist.

Die Triple-Kamera besteht aus einem 40 Megapixel RGB-Sensor mit Weitwinkel-Objektiv, einem 20 MP Sensor mit Ultraweitwinkel-Objektiv, sowie einem 8 MP Sensor mit Teleobjektiv. Mit den Blenden f/1.8, f/2.2 und f/2.4 sind auch Ultraweitwinkel-Aufnahmen und Makrofotografie aus 2,5 cm Entfernung kein Problem. Motive in weiterer Distanz werden durch den fünffachen Hybrid-Zoom eingefangen.

Die starke Technik erhält außerdem Unterstützung von einer Kamera-KI. Diese erkennt Motive automatisch und stellt die Kamera optimal darauf ein. Sogar bei Videoaufnahmen lassen sich durch zahlreiche Modi Highlights setzen.

Der biometrische Fingerabdrucksensor auf der Rückseite sorgt außerdem für blitzschnelles Entsperren, damit einem auch kein Motiv entgeht.

Preis und Verfügbarkeit

Das Huawei Mate 20 X erscheint Anfang Dezember pünktlich zum Weihnachtsgeschäft im Handel. Das Mate 20 X kommt in der Farbe Midnight Blue und ist mit einer UVP von 899 Euro angegeben.

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Huawei Mate 20 Pro: Super-Smartphone ersetzt Kompaktkamera und lädt andere Geräte auf

Huawei Mate 20 Pro

Wer dachte, Smartphones seien zehn Jahre nach deren „Erfindung“ ausentwickelt, der irrt. Hersteller Huawei bringt jetzt mit dem Mate 20 Pro ein technisch außergewöhnlich gut ausgestattetes Spitzen-Modell in den Handel. Eine Dreifach-Kamera deckt einen optischen Zoom von 16 bis 82 Millimeter ab und macht damit viele Kompaktkameras entbehrlich. Dank „Reverse Charge“ kann das Huawei Mate 20 Pro außerdem induktiv über die Rückseite andere Geräte aufladen. Ferner lässt es sich als erstes Mainstream-Smartphone durch einen Fingerabdruckscanner entsperren, der im Display statt auf einem Steg darunter platziert ist. Auch die restlichen Daten des Android-9-Modells sind beeindruckend und das Flaggschiff-Modell Galaxy Note 9 des direkten Konkurrenten Samsung geradezu langweilig erscheinen. Gleichzeitig hält Huawei der Preis unter der psychologisch wichtigen Marke von 1.000 Euro und sendet damit schöne Grüße an Apple.

Die Triple-Kamera ist erneut der Star

Schon beim P20 Pro sorgte Huawei mit einer Triple-Kamera auf der Gehäuserückseite für Furore. Im Mate 20 Pro knüpft der Hersteller daran an. Neben der normalen Linse (40 Megapixel bei 27 mm) und einem dreifachen optischen Telezoom (8 Megapixel bei 83 mm), gesellt sich nun auch ein Ultraweitwinkelobjektiv (20 Megapixel bei 16 mm) dazu. Dafür entfällt allerdings der Monochrom-Sensor, der im P20 Pro und Mate 10 für besonders scharfe und detailreiche Bilder gesorgt hat.

Künstliche Intelligenz in Form von maschinell trainierter Kamera-Software ist ebenfalls wieder an Bord. Die „Master AI“ soll jetzt noch mehr Motive noch schneller erkennen. Dafür hat Huawei einen zweiten KI-Prozessor (NPU) eingebaut.

Riesiges Display mit integriertem Fingerabdruckscanner

Ein buchstäblicher Hingucker ist auch das an den Seiten abgerundete 6,39-Zoll große Display, das mit 3.120 x 1.440 Pixeln außerordentlich fein aufgelöst ist. Für den Nutzer nicht sichtbar ist ein technisches Schmankerl hinter dem Displayglas. Dort hat Huawei nämlich den Fingerabdruckscanner hin verlegt. Nutzer drücken also nun auf den Bildschirm statt auf einen Knopf darunter. Weil dieser Knopf entfällt, braucht das Huawei Mate 20 Pro keine breite untere Begrenzung. Bis auf eine kleine Kerbe für die Frontkamera bedeckt der Bildschirm fast vollständig die Front des Huawei Mate 20 Pro.

Die Frontkamera selbst bietet ein weiteres Highlight. Sie ermöglicht eine Entsperrung des Geräts mit einem räumlichen Scan des Gesichts. Dieses von Huawei „3D Face Unlock“ genannte Verfahren gilt als sehr sicher, weil dreidimensionale Profile von Gesichtern äußerst individuell sind und schwer ausgetrickst werden können. Apple setzt seit dem iPhone X darauf, nennt sein Verfahren aber Face ID.

Starker Akku hält lange und lädt andere Geräte drahtlos auf

Damit dem Mate 20 Pro trotz ausführlicher Foto-Sessions nicht zu schnell die Puste ausgeht, verfügt es über einen 4.200 mAh starken Akku, was eine vergleichsweise sehr hohe Kapazität ist. Im Schnellverfahren lässt er sich in rund 30 Minuten zu 75 Prozent aufladen. Das dafür nötige 40W-Super-Charge-Netzteil gehört zum Lieferumfang. Wer etwas länger Zeit hat, kann das Huawei Mate 20 Pro aufladen, indem er die Rückseite auf einer Qi-Ladestation ablegt. Dabei kann Energie auch in umgekehrte Richtung fließen. Andere Qi-kompatible Smartphones können daher das Mate 20 Pro als Powerbank verwenden.

Starke Rechenhardware, Android 9 und Nano Memory

Als eines der ersten Smartphones neben dem Google Pixel 3 wird das Huawei Mate 20 Pro mit der neusten Version von Googles Betriebssystem, Android 9, ausgeliefert. Für eine flüssige Bedienung mit hoher Leistungsreserve wird Huaweis selbstentwickelter Prozessor Kirin 980 mit acht Kernen sorgen. Ein Arbeitsspeicher mit 6 GB runden die Rechenhardware des Kraftpakets ab.

Der interne Speicher bietet mit 128 GB reichlich Platz und lässt sich durch Nano Memory Cards um bis zu 256 GB erweitern. Diese sind eine Neuentwicklung von Huawei und sollen noch ein Stück kleiner sein als MicroSD-Karten.

Preis und Verfügbarkeit von Huawei Mate 20 Pro und Mate 20

Das Huawei Mate 20 Pro erscheint Ende Oktober für 999 Euro. Wer weniger ausgeben möchte, kann das Mate 20 für 799 Euro in Betracht ziehen. Im Gegensatz zur Pro-Variante bietet es ein nicht so sattes IPS- statt OLED-Display. Außerdem lösen die drei Kameras etwas niedriger auf. Unter der Haube stehen zwei GB Arbeitsspeicher weniger zur Verfügung. Fingerabdrücke scannt das Mate 20 über einen herkömmlichen Sensor auf der Rückseite statt im Display. Trotz dieser Abstriche handelt es sich ebenfalls um sehr stark ausgestattetes Gerät. Käufer können bei beiden Geräten zwischen den Farben Schwarz, Blau und „Twilight“ wählen. Das Mate 20 gibt es zudem in Grün.

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Huawei P20 Pro lenkt alle Augen auf die erste Triple-Kamera

Huawei P20 Pro Triple-Kamera

Mit Dual-Kameras versuchen immer mehr Smartphone-Hersteller die Foto-Qualitäten ihrer Modelle denen von herkömmlichen Kameras mit Wechselobjektiv anzunähern. Huawei hat dieses Prinzip mit dem P9 populär gemacht. Mit dem Ur-Enkel, dem Huawei P20, geht der Hersteller einen Schritt weiter und präsentiert das erste Smartphone mit drei Kameras auf der Rückseite. Die zwei preisgünstigeren Geschwistermodelle, das P20 lite und das P20 ohne Namenszusatz verzichten auf diese Weltneuheit, sind ansonsten allerdings technisch ebenfalls stark ausgestattet.

Huawei P20 Pro: Drei Kameras für einen fünffachen Zoom

Das Leistungsvermögen von Smartphones ist etwas mehr als zehn Jahre nach dem ersten iPhone zwar fast ausgereizt. Bei den Foto-Qualitäten geht aber noch was. Denn der Abstand zu den kreativen Möglichkeiten herkömmlicher DSLR und kompakter Systemkameras ist noch groß. Daher preschte Smartphone-Marktführer Samsung kürzlich mit einem Modell vor, dessen Objektiv erstmals die Blende variieren kann. Allerdings ist der praktische Mehrwert dieser Funktion in der ansonsten sehr guten Dual-Kamera des Galaxy S9+ gering.

Huawei Mate 20 Pro
Das Huawei P20 Pro. Image by Huawei

Samsungs Verfolger Huawei kontert jetzt mit einem Modell, das trotz Smartphone-typischer Bauweise einen bis zu fünffachen Zoom anbietet. Dafür sollen drei Sensoren deren Aufnahmen zu einer Bilddatei verrechnet werden. Dabei handelt es sich um einen Farbsensor mit 40 Megapixel, einen Schwarz-Weiß-Sensor mit 20 Megapixeln und einen Farbsensor mit 8 Megapixel. Vor dem 8-Megapixel-Sensor befindet sich zudem Vario-Summilux-Objektiv von Leica optischen Dreifach-Zoom, der einer Brennweite von 80 Millimetern (Kleinbild-äquivalent) entspricht.

Durch das Plus an Bildinformationen und den optischen Zoom sollen Nutzer den Bildausschnitt im Sinne eines Hybrid-Zooms bis zu fünffach vergrößern können, ohne dass es zu nennenswerten Einbußen in der Qualität kommt. Wie bei den vorherigen Flaggschiff-Geräten von Huawei stand die Traditionsmarke Leica Pate. 

Auf der Front bleibt Huawei bei einer Aufnahmeeinheit. Diese ist jedoch ungewöhnlich hoch aufgelöst. Denn der Sensor zählt satte 24 Megapixel.

Super-Zeitlupe, Studiolicht-Effekte und KI-Bildstabilisator

Darüber hinaus ist das Huawei P20 Pro in der Lage, Videos mit 960 Bildern pro Sekunde aufzunehmen und in Super-Zeitlupe in einer HD-Auflösung (720p) abzuspielen. Diese rechenintensive Funktion bieten sonst nur noch Spitzenmodelle von Samsung und Sony.

Huawei P20 Pro
Wie Samsung und Sony ermöglicht Huawei eine Super-Zeitlupe mit 960 Bildern pro Sekunde.

Außerdem bietet das Huawei P20 Pro einen Porträtmodus, der neben dem Bokeh-Effekt auch Lichteinstellungen wie im Studio simuliert. In diesem Punkt eifert Huawei dem Vorbild des iPhone X nach. 

Wie schon das Mate 10 nutzt auch das P20 Pro Verfahren des Maschinellen Lernens (Künstliche Intelligenz, KI), um dem Fotografen bei der Belichtung zu helfen. Die schlauen Algorithmen sollen Motive viel besser identifizieren und automatisch belichten als dies die Szenenprogramme herkömmlicher Kameras können.

Huawei NPU
Die KI-gestützte Kamera-Software soll die Belichtung in über 500 Szenarien präzise automatisch einstellen.

Außerdem soll die interne KI im Zusammenspiel mit dem optischen Bildstabilisator Langzeitbelichtungen aus freier Hand bis bis zu 8 Sekunden Länge ermöglichen. Huawei AIS nennt der Hersteller diese Funktion, die ein Stativ entbehrlich machen soll. Das sind große Worte, die wir bei nächster Gelegenheit durch einen Praxistest prüfen werden.

Huawei AIS
Huawei will mit einem KI-gestützten System das Stativ bei Langzeitbelichtungen überflüssig machen.

Huawei stattet das P20 Pro mit Technik vom Feinsten aus

Auch Display und Rechenleistung und sonstige Ausstattung des Huawei P20 Pro zählen zur Créme de la Créme dessen, was der Markt für Smartphone-Komponenten derzeit hergibt. Beim Bildschirm setzt Huawei auf eine aufwendig zu produzierende Konstruktion fast ohne Rahmen an allen Seiten, aber mit einem Sensorsteg am oberen Ende. Trendgemäß verfügt das 6,1 Zoll in der Diagonale messende Display über das langgezogene 19:9-Format. Das farbstarke OLED-Panel löst in knackscharfe 2.240 x 1.080 Pixel auf und verspricht damit eine hervorragende Bildqualität.

Ein sehr schnelles Arbeitstempo gewährleistet der von Huawei selbst gefertigte Prozessor vom Typ Kirin 970. Neben acht Rechenkernen verfügt er auch über die aus dem Huawei Mate 10 bekannte Prozessoreinheit, die Aufgaben mit Künstlicher Intelligenz löst. Dem Kirin 970 an die Seite stellt Huawei imposante 6 GB Arbeitsspeicher, was für schnelle App-Starts und flüssiges Multitasking sorgen dürfte. Mit 128 GB Festspeicher bietet das P20 Pro auch viel Platz für Apps, Fotos und Musik. Allerdings ist er nicht erweiterbar, denn auf einen Slot für eine Micro-SD-Karte verzichtet Huawei.

Auch bei der übrigen Ausstattung lässt Huawei sich nicht lumpen. Das Betriebssystem ist mit Android in der Version 8.1 topaktuell, der Akku ist mit einer Kapazität von 4.000 mAh recht groß dimensioniert und gemäß IP67-Standard ist das Modell auch sicher vor Wasser und Staub.

Dieses vorzüglich zusammengestellte Paket hat natürlich auch seinen Preis. So ruft Huawei zum Marktstart im April 899 Euro für das in drei Farbvarianten erhältliche Top-Smartphone auf. Der Unterschied zum Luxus-Preis des iPhone X schmilzt somit bei Android-Geräten immer mehr.

Huawei P20 und P20 lite bieten viel Leistung für weniger Budget

Dem neuen Vorzeige-Gerät an die Seite stellt Huawei zwei preisgünstigere Geschwistermodelle: Das Huawei P20 für 649 Euro und das Huawei P20 lite für 369 Euro. Wegen des niedrigeren Preises sind einige Leistungsdaten im Vergleich zum P20 Pro abgespeckt.

Huawei P20
Das Huawei P20. Image by Huawei

Wer auf die Triple-Kamera verzichten kann, sollte das P20 in Betracht ziehen. Es verfügt über eine Dual-Kamera mit Know-how von Leica, deren Sensoren mit 20 und 12 Megapixel auflösen. Das Display basiert auf der helleren, aber nicht so farbstarken LCD-Technologie. Außerdem ist es mit 5,8 Zoll in der Diagonale etwas kleiner als beim Pro-Modell. In das Gehäuse passt daher auch nur ein Akku mit 3.400 mAh Kapazität. Der Arbeitsspeicher zählt 4 GB, was aber immer noch gehoben ist. Wie beim Pro-Modell unterstützt eine KI Smartphone-Nutzer beim Fotografieren.

Das P20 Lite (zu unserem Test) setzt wie das P20 auf ein vergleichbar großes LC-Display. Die Dual-Kamera auf der Rückseite nutzt einen 16-Megapixel- und einen 2-Megapixel-Sensor. Der Akku fasst 3.000 mAh. Statt dem neusten Android kommt die Hauptversion 8.0 zum Einsatz. Im Gegensatz zum P20 und P20 Pro ist der 64 GB große Festspeicher des „kleinen“ Modells dafür durch eine Micro-SD-Karte erweiterbar. Unter der Haube rechnet nicht der KI-Prozessor, sondern ein Mittelklasse-Rechenknecht namens Kirin 659.

Huawei P20 lite
Das Huawei P20 lite. Image by Huawei

Insbesondere das Preis-Leistungsverhältnis des Huawei P20 lite ist äußerst attraktiv. Denn obwohl es auf Spitzen-Technik verzichtet, bietet es immer noch eine gehobene Ausstattung für vergleichsweise kleines Geld. Ein Smartphone mit fast rahmenlosen und nahezu vollflächigen Display (abgesehen von der Notch) ist in dieser Preisklasse neu.

Porsche Design Huawei Mate RS mit Fingerabdruckleser im Display

Neben der P20-Serie kündigte Huawei in Paris auch eine neues Luxus-Modell namens Porsche Design Mate RS an. Es wird Mitte April für 1.699 Euro erscheinen. Neben einem besonderen Design und dem Prestige eines exklusiven Modells erhalten Käufer dann das erste Gerät, das über einen Fingerabdrucksensor im Display verfügt. Außerdem ist Spitzentechnik aus dem Huawei P2o Pro dabei. So sind die Triple-Kamera von Leica mit 40 Megapixeln, die KI-gestützte Fotografie, ein 4.000-mAh-Akku und der IP67-Wetterschutz an Bord.

Welchen ersten Eindruck das Huawei P20 Pro macht, berichtet Jonathan Kemper in diesem Kurztest. Er war als Autor von Netzpiloten Android bei der Vorstellung der P20-Serie in Paris vor Ort.

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Die Pro-Variante des P20 bei Amazon (Provisions-Link)
Die lite-Variante des P20 bei Amazon (Provisions-Link)
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Images by Huawei; Sebastian Seitz; Berti Kolbow-Lehradt

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