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The Useless Web – Willkommen im sinnlosen Zeitvertreib

Dass man mit dem Internet viel Zeit totschlagen kann, dürfte jedem bewusst sein. Egal ob man stundenlang durch Instagram-Stories sieht, die automatische Wiedergabe bei YouTube angestellt hat, oder sich durch dutzende Reddit-Posts liest. Das Internet ist das Unterhaltungsmedium des 21. Jahrhunderts und bringt täglich so viel Content, dass man ihn unmöglich überblicken könnte. Wenn ihr jedoch noch einmal eine Erfahrung der besonderen Art sucht und das Internet von einer ganz anderen Seite kennenlernen wollt, empfehlen wir euch folgende Websites.

TheUselessWeb.com

Der Name ist auf dieser Seite Programm. Das Layout besteht lediglich aus einem mittig platzierten Satz, der „Take me to another useless website“ (zu Deutsch: „Bring mich auf eine weitere unnütze Website.“) lautet. Mit einem Klick auf den rosafarbenen Button „Please“ geschieht genau das.

Die Seite TheUselessWeb.com führt euch auf Websites, auf denen ein Haufen Corn-Dogs durchs Bild fliegen, oder eine Seite die euch einfach „HEEEEEYYY! HOOOOO!“ entgegenruft und so weiter und so weiter. In meiner eigenen Reise durch das sinnlose Internet begegnete ich zum Beispiel Punkten, die sich in vier kleinere Punkte teilen, wenn man mit der Maus darüberfährt. Tut man dies lang genug ergibt sich irgendwann ein süßes Bild von zwei Koalas. Oder unzähligen Seiten, die alte Memes in Endlosschleife abspielten. Außerdem begegnete ich ebenfalls Dingen wie einem bunten Block, der mit seinen Kulleraugen meiner Mausbewegung folgt.

Doch es gibt noch mehr

Zu viel Geld in der Tasche und keine Ahnung, wofür man es ausgeben soll ? Die Website weirdorconfusing.com kann Abhilfe schaffen! Diese Website ist ähnlich wie TheUselessWeb.com aufgebaut und zeigt den Text „Sell me something weird or confusing“ an (zu Deutsch: „Verkaufe mir etwas komisches oder verwirrendes.“) Und genau das tut die Seite, wenn man auf den „Please“-Button klickt. Damit wird man direkt zu den merkwürdigsten Angeboten auf Ebay weitergeleitet.

Ich fand so zum Beispiel einen Bananen-Cutter, der Bananen in mundgerechte Stücke zerteilt. Oder Shakespeare Spruch-Bänder, die Beleidigungen in gehobener Sprache enthielten. Am besten gefiel mir aber immer noch das aufblasbare Einhorn-Horn für Katzen, das mir die Website zum Kauf anbot.

So merkwürdig es auch erst klingen mag: sich mit diesen Websites zu beschäftigen macht tatsächlich spaß! Oftmals trifft man zwar auf merkwürdige oder tatsächlich sinnlose Dinge, aber manchmal eben auch auf süße Bilder von Koalas oder eine jodelnden Gurke aus Plastik. Auf diesen Websites findet die Sinnlosigkeit im Internet ihren Höhepunkt und ist damit ziemlich unterhaltsam.


Image by Hutomo Abrianto / unsplash.com

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Warum Menschen auch nach Feierabend noch über ihren Job schreiben

Young woman thinking with pen while working (Image by Karolina Grabowska [CC0 Public Domain] via Pexels)

„Weißte, vielleicht muss ich das gerade einfach erzählen, sorry. Aber sagt man nicht, dass Ihr Taxifahrer irgendwie wie Therapeuten seid?“

„Da ist schon was dran, aber ich sag’s gleich: Was uns von Therapeuten unterscheidet, ist: Wir können nicht so gut helfen.“

„Ich hab mein Leben ruiniert, ich werd‘ alles neu anfangen müssen, es ist alles vorbei!“

Das Blog von Taxifahrer Sascha Bors liest sich wie eine Mischung aus Tagebuch, Action und Sitcom. Seit rund acht Jahren schreibt der gebürtige Schwabe auf Gestern Nacht im Taxi über seinen Alltag als Taxifahrer in Berlin. Leser bekommen hier nicht nur lustige bis nachdenklich stimmende Anekdoten von Bors Fahrten geboten, sondern auch viele Informationen über die Arbeit als Taxifahrer. Ein Beruf, der mit vielen Vorurteilen behaftet ist und oft missverstanden wird, findet Bors. Denn viele Kollegen arbeiten seiner Meinung nach viel zu viel, verdienen zu wenig und müssen sich dafür oft noch die neunmalklugen Sprüche der Fahrgäste anhören. Da jeder der Meinung sei, er könne Autofahren, würde oft unterschätzt, wie stressig der Job sein könne, erklärt er gegenüber den Netzpiloten: „Man kriegt da zu hören dass man Klausis Hinterhofkaschemme in 12878 Arsch-der-Welt ja wohl kennen müsse, dass es uns eigentlich noch zu gut ginge oder dass das Trinkgeld heute natürlich ausfällt, weil sorry, also bei ’nem Opel als Taxi …?“

Nach Feierabend auch noch über den Job schreiben?

Sascha Bors
Aus dem Taxi ins Blog: Sascha Bors

Das Schreiben über seinen Berufsalltag ist daher für Sascha Bors eine Mischung aus Tagebuch und Aufklärung. Er findet das Notieren seiner Geschichten nach Feierabend wie eine Therapie: Ist etwas schlecht gelaufen, kann er das beim Schreiben verarbeiten. Gibt es gute Nachrichten, kann er sie mit anderen teilen. Darüber hinaus nutzt er sein Blog eben auch, um seine Meinung zu äußern und um sein Wissen über die Taxifahrerei weiterzugeben.

So ähnlich sieht es auch sein Bloggerkollege Heiko Schneider. Auf kreidefressen schreibt er über seinen Alltag als Lehrer und das deutsche Schulsystem. Das Blog als persönliches Tagebuch zu nutzen, ist dabei nur ein Grund für seine Schreiberei. Schneider hatte es vor allem satt, wie der Mainstream über Lehrer berichtet. Wie Bors wehrt er sich so mit seinem Blog gegen Vorurteile: „Ich ärgere mich oft über die klischeehafte Auseinandersetzung mit dem Lehrerberuf,“ sagt Schneider zu den Netzpiloten. „Am Ende bleibt dann bei den Lesern wieder nur hängen: Dauerurlaub, Hitzefrei, faule Säcke und ungerechte Beurteilung.“ Sein Blog bietet ihm hier die Möglichkeit, dem ein Gegengewicht entgegenzustellen.

Heiko Schneider und Sascha Bors sind dabei bei Weitem nicht die einzigen im deutschsprachigen Raum, die über ihren Beruf bloggen. Zahlreiche Polizisten, Kellner oder Anwälte schreiben über ihren Beruf im Netz – um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Viele davon anonym. Einerseits um sich und ihre Inhalte vor neugierigen Lesern und Nachfragen zu schützen, andererseits aber auch um persönlicher über ihren Berufsalltag berichten zu können.

Heiko Schneider
Heiko Schneider

Denn wer öffentlich bloggt, muss sich natürlich auch über rechtliche Konsequenzen im Klaren sein. Berufsblogger müssen darauf achten, Orte oder Personen zu verfremden und ihre Inhalte gegebenenfalls auch mit dem Arbeitgeber abzustimmen. So haben Berufsblogger, die unter ihrem richtigen Namen schreiben, möglicherweise nicht die gleiche Freiheit wie anonyme Blogger.

Doch egal ob öffentlich, unter Pseudonym oder ganz anonym: Was motiviert Menschen eigentlich dazu, auch noch in ihrer Freizeit über den Job zu schreiben? Grundsätzlich scheint es dabei drei große Motivationsfaktoren zu geben, sagt Sonia Lippke, Psychologin und Professorin für Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin an der Jacobs University in Bremen.

Der erste Faktor ist der Abbau von Stress. Schreiben wirkt wie eine Therapie und hilft den Bloggern, das Erlebte vom Tag zu verarbeiten. Der zweite Motivator ist eine Art Selbstreflexion, in der man sich und seine Rolle im Berufsalltag aus verschiedenen Perspektiven heraus betrachtet. Und dann gibt es natürlich auch Menschen, die gerne das Wissen aus ihrem Beruf an andere weitergeben möchten: „Es gibt eine große Gruppe von Bloggern, die sich voll und ganz mit ihrem Beruf identifizieren und auch sehr stolz auf ihre Arbeit sind und dann gerne darüber schreiben,“ sagt Sonia Lippke im Gespräch mit den Netzpiloten.

Bloggen zwischen Stressfaktor und Spaßfaktor

Zu dieser Gruppe gehört auch Günter Schütte, Landarzt in Ostfriesland. Auf seinem Blog, Hausarzt Ditzum, Nachrichten vom anderen Ende der Medizin, hat Schütte so etwas wie eine Onlinesprechstunde aufgebaut. Er schreibt hier genauso über Hilfe gegen Kater wie über Schlaflosigkeit oder über Brustkrebs. Im Netzpiloten-Interview erklärt er, dass er über all das schreibt, was seine Patienten in der Sprechstunde bewegt: „Ich habe mit meinem Blog vor Jahren angefangen, weil ich  meinen Patienten zuverlässige medizinische Informationen liefern wollte.“ Auch wenn er seit 2015 in Rente gegangen ist, bloggt er auch jetzt noch regelmäßig über medizinische Themen. Das Schreiben hat er dabei nie als belastend oder anstrengend empfunden: „Abschalten brauche ich nicht. Arbeit ist für mich ein Hobby und ich bin sehr traurig, dass ich meine Praxis nicht mehr führen kann.“

Sonia Lippke
Sonia Lippke

Die Work-Life-Balance Expertin Sonia Lippke findet auch nicht, dass Arbeit und Freizeit zwei streng getrennte Bereiche sein müssen. Es käme viel mehr darauf an, sich auf eine Sache zu konzentrieren: „Der Mensch ist nicht für das Multitasking geschaffen. Unser Gehirn kann einfach mehrere Prozesse gleichzeitig nicht gut verarbeiten. Das ist auch bei der Work-Life-Balance wichtig. Wir müssen lernen, im Hier und Jetzt zu leben.“ Das bedeutet: Wenn wir arbeiten, sollten wir uns auf den Job konzentrieren und in unserer Freizeit sollten wir nicht noch nebenher Arbeitsemails checken. Das Problem liegt dabei nicht darin, dass Arbeit und Freizeit immer mehr miteinander verschmelzen. Die Krux ist eher, dass wir nicht völlig abschalten können und uns dann nicht auf den Moment einlassen können, in dem wir uns gerade befinden – weil das Handy vielleicht gerade vibriert oder die E-Mail Alerts uns ablenken. „Wir müssen daher zum Teil wieder lernen, uns auf die Situation zu konzentrieren, in der wir gerade sind und den Augenblick voll und ganz zu genießen.“ Denn sonst kann auch das Schreiben über den Beruf irgendwann von der Entspannung zum Stress werden. Daher ist wichtig, dass man den Spaß beim Bloggen nicht verliert.

Peter Wilhelm (Image by Peter Roskothen)
Peter Wilhelm (Image by Peter Roskothen)

Diese Gefahr läuft Peter Wilhelm sicher nicht. Der studierte Psychologe und ehemalige Bestattungsunternehmer ist wahrscheinlich nicht nur Deutschlands bekanntester Bestattungsexperte, sondern auch einer der humorvollsten. Auf Bestatterweblog lässt er sich auf satirische Weise über den Alltag im Bestatterleben aus und beantwortet auch die vielen Fragen seiner Leser über den Tod, das Sterben und Beerdigungen. Ohne das Komische an diesem Job zu sehen, ginge das gar nicht, erzählt Wilhelm den Netzpiloten: „In jedem Beruf, der sich mit den unschöneren Seiten unseres Daseins befasst, ist es wichtig, eine gute Portion Humor zu haben. In meinen Werken jedoch dient mir der Humor und ein unterhaltsamer Erzählstil dazu, die bittere Pille der Information mit dem Zuckerguss der Unterhaltung zu überziehen. Süß rutscht besser!“

So schreibt Wilhelm nicht nur über seinen vorigen Beruf als Bestatter, er ist auch der Chefredakteur der Publikation Bestatter heute, er unterhält Menschen von der Bühne aus mit einer satirischen Show über das Sterben und er hat auch mehrere Bücher zu diesen Themen herausgebracht. Titel wie „Darf ich meine Oma selbst verbrennen?“ zeigen, dass er das ernste Thema Tod auch immer mit einem Schmunzeln betrachtet.

Günter Schütte
Günter Schütte

Dabei geht Wilhelm mit allen Fragen zum Sterben sehr ernsthaft und respektvoll um. Schließlich geht es ihm auch darum, den Menschen – wenn auch nicht die Angst vor dem Sterben und dem Tod – dann wenigstens die Angst um das Drumherum zu nehmen.

Daneben möchte er auch, ähnlich wie Sascha Bors oder Günter Schütte, das Wissen über seinen Beruf mit seinen Lesern teilen: „Als Bestatter ist man es gewohnt, dass die Menschen einem mitunter etwas distanziert gegenüber stehen. Wer beschäftigt sich schon gerne mit der eigenen Endlichkeit? In lockerer Runde kommt dann aber sehr schnell der Punkt, an dem jeder die Chance nutzt, um endlich mal die Fragen zu stellen, die er immer schon stellen wollte. Werden Toten wirklich die Knochen gebrochen? Wachsen die Haare nach dem Tod weiter? Kann man als Scheintoter versehentlich begraben werden? Es waren und sind immer dieselben Fragen.“ Was lag also näher, als all diese Fragen in einem Blog zu beantworten.

Berufsblogs als neue Gesprächsform

Auch Landarzt Günter Schütte greift viele Fragen seiner Patienten oder Leser auf. Das geht oft weit über rein berufliche Fragen hinaus. Denn egal ob Landarzt, Bestattungsunternehmer, Lehrer oder Taxifahrer: Fremde Berufe erregen immer Neugierde und die Menschen lesen gerne etwas über einen anderen Arbeitsalltag – gerade wenn sie zu einem Thema besonders viele Fragen haben.

So kann das Berufsblog dann sogar zu einer neuen Form der Kommunikation werden. Gerade wenn Blogger dann zu sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter greifen, um sich mit ihren Lesern auszutauschen, entsteht über den Berufsblog im simpelsten Fall eine Art Fragestunde, im besten Fall aber ein neuer und interessanter gesellschaftlicher Dialog.


Image „Young woman thinking with pen while working“ by Karolina Grabowska (CC0 Public Domain)


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Warum glückliche Mitarbeiter besser arbeiten

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Stephanie Greenstreet startet ihren Arbeitstag oft mit einer Yogastunde. Danach gratuliert sie vielleicht einem Kollegen zum neuen Baby und überreicht ihm einen Strampler. Nach dem Mittagessen mit Kollegen gönnt sie sich dann oft ein Eis und einen Spaziergang im Park. Danach schaut sie sich möglicherweise eine neue Produktpräsentation an, um den Arbeitstag dann gemütlich mit Kollegen bei einem Bierchen ausklingen zu lassen.

Stephanie Greenstreet ist Feelgood Managerin bei der Wissenschaftsplattform ResearchGate. Ihre ganz offizielle Arbeitsbeschreibung ist es, ihre Teamkollegen bei Laune zu halten. So klingt es auch eher nach Bespaßung als nach Arbeit, wenn Greenstreet gegenüber den Netzpiloten ihre Aufgaben beschreibt:

„Ich helfe neuen Kollegen dabei, sich einzugewöhnen und organisiere verschiedene kleinere und größere Teamevents, wie beispielsweise unsere Yogaklasse, unsere Weihnachtspartys, Stammtische oder Unternehmensmarathons, in denen wir alle laufen gehen. Kurz gesagt, ich arbeite mit unserem Geschäftsführer Ijad Madisch daran, eine positive Unternehmenskultur zu schaffen.“

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Ijad Madisch and Stephanie Greenstreet (image by Stephanie Greenstreet)

Wohlfühl-Manager gibt es in Deutschland erst seit wenigen Jahren. Doch viele Unternehmen haben erkannt, dass sie in Zeiten von Fachkräftemangel und Rekordunzufriedenheit im Job, ihre Mitarbeiter bei der Stange halten müssen. Interessanterweise zeigen Umfragen, dass Angestellte dabei nicht mehr so viel Wert auf das Materielle legen. In ihrem aktuellen Praxispapier zum Performance Management stellt die Deutsche Gesellschaft für Personalführung fest, dass den neuen Arbeitnehmern der Generation Y Selbständigkeit und Flexibilität wichtiger sind als Geld. Mitarbeiter wollen also keinen Dienstwagen oder ein Büro mit Aussicht, sie wollen Erfüllung im Job und Spaß bei der Arbeit.

Frustfaktor Großraumbüros

Feelgood Manager sind dabei ein Weg,  um ein gutes Betriebsklima zu schaffen. Andere Firmen wiederum sollten sich auf die Architektur konzentrieren. So hat beispielsweise eine Umfrage des Schweizer Sekretariats für Wirtschaft, SECO, ergeben, dass die bei Unternehmen so beliebten Großraumbüros das Betriebsklima stark belasten können, wenn die Angestellten zu wenig Raum, schlechtes Licht oder mangelnde Belüftung vorfinden.

Anstatt sich auf die Arbeit zu konzentrieren und jeden Morgen freudig ins Büro zu gehen, sind Mitarbeiter frustriert, weil sie ständig den Lärm der Schnellstraße hören oder dem Kollegen fast auf dem Schoß sitzen.

Gerade Lärm ist oft ein Faktor der unterschätzt wird. So schätzt etwa Markus Meis, Forscher für das Hörzentrum der Universität Oldenburg, dass die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern durch Bürolärm um fünf bis zehn Prozent sinken kann. Das muss nicht unbedingt der Baulärm vor dem Büro sein, auch laute Gespräche von Mitarbeitern sind große Stressfaktoren. Denn Lärm löst eine Kette von negativen Reaktionen im Körper aus: Der Blutdruck kann steigen, manche bekommen Kopfschmerzen, andere wiederum leiden unter Muskelverspannungen oder Magenschmerzen. Diese Belastung kann oft schon mit mehr Raum zwischen den Schreibtischen erheblich verbessert werden.

Auch schlechtes Licht im Büro kann dazu führen, dass Mitarbeiter deprimiert werden. Wer ständig unter Halogenlampen arbeitet und kaum natürliches Licht sieht, fühlt sich bei der Arbeit schnell wie im Dauerwinter. Das Ergebnis: Die Mitarbeiter sind unmotiviert, schlecht gelaunt und suchen wahrscheinlich in ihrer Arbeitszeit nach einem neuen Job. Wenn Unternehmen also beim Einrichten der Büros sparen oder auf diese Details nicht achten, wandern ihnen die Mitarbeiter sehr schnell ab.

SECO hat deshalb in seinem Report auch ausführliche Guidelines zusammengestellt, um selbst in den verhassten Großraumbüros so etwas wie eine gemütliche Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Dazu gehören eine vernünftige Belüftung, viel natürliches Licht, gute Lärmisolation, viel Platz zwischen Arbeitsstationen und Farbe an den Wänden.

Glückliche Mitarbeiter sind offener und kreativer

All das mag vielen Unternehmen ein wenig übertrieben vorkommen, aber glückliche Mitarbeiter sind enorm wichtig für einen Betrieb. Nicht nur, weil sie gerne zur Arbeit kommen und sich engagieren, sondern auch weil sie bessere Entscheidungen für das Unternehmen treffen.

In einer Studie für das Journal of Consumer Psychology hat Alice M. Isen gezeigt, dass zufriedene Mitarbeiter Informationen anders im Gehirn verarbeiten als ihre frustrierten Kollegen. Demnach treffen glückliche Angestellte sorgfältigere, effizientere, flexiblere und innovativere Entscheidungen. Wer mehr positiven Affekt im Job bekommt, geht nach Isen weniger unkalkulierbare Risiken ein, setzt sich aber auch viel mehr ein und denkt öfter um die Ecke und kommt so auf völlig neue Ideen. Glücklichsein spornt also offensichtlich unsere Kreativität an.

Und nicht nur das! Isen hat auch herausgefunden, dass zufriedene Mitarbeiter offener an ihre Arbeit herangehen: Sie sind weniger arrogant und begegnen anderen Menschen mit mehr Toleranz. „Sie haben nicht unbedingt weniger Vorurteile als andere Menschen,“ schreibt Isen in ihrer Studie, „aber sie gehen offener an Situationen heran und lassen auch andere Meinungen und Einstellungen schneller zu.“ Auch das führt natürlich dazu, dass Mitarbeiter zu kreativeren Lösungen kommen. Positiv gestimmte Mitarbeiter wirken sich laut Isen auch auf die Kundenzufriedenheit aus. Wer glücklicher ist, geht auch viel freundlicher an andere Menschen heran – und wer zuvorkommend behandelt wird, ist am Ende viel zufriedener mit dem Service.

Gemeinsames Lachen verbessert die Arbeitsstimmung

Doch wie bekommt man es hin, dass Mitarbeiter glücklich sind? Es reicht sicher nicht, ein nettes Büro einzurichten und einen Feelgood Manager hinzustellen. Der Schlüssel zu einem tollen Betriebsklima ist das gemeinsame Spaßhaben. Zusammen lachen macht glücklich, auch bei der Arbeit. Schon 1988 zeigte ein Forscherteam um Fritz Strack, dass Lächeln gute Laune macht. Demnach ist es dem Gehirn offenbar egal, ob wir wirklich lächeln oder uns ein Lächeln aufzwingen. Sobald wir unsere Lippen nach oben schieben, wird dem Gehirn signalisiert, dass wir glücklich sind und es werden automatisch Glückshormone freigesetzt.

Lächeln lässt uns offensichtlich auch besser lernen. Psychologin Kristy A. Nielson hat beispielsweise festgestellt, dass wir uns Dinge besser merken können, wenn wir bis spätestens 30 Minuten nach dem Aufnehmen der Information lächeln.

Das ist auch im Büro nicht anders. So zeigen die Wissenschaftler Adrian Gostick und Scott Christopher in einem Artikel zu den psychologischen Vorteilen von Humor auf, wie hilfreich Lachen bei der Arbeit sein kann. Wer öfter lacht, ist demzufolge seltener müde und kann so schneller, effizienter und produktiver arbeiten. Je humorvoller die Atmosphäre bei der Arbeit, desto glücklicher und produktiver sind die Mitarbeiter. Denn Humor verbindet und entkrampft.

Vorsicht vor zu viel guter Laune

Doch Vorsicht! Nicht immer ist gute Stimmung auch gut für das Arbeitsklima. Wer immer nur auf gut Wetter macht und dabei Konflikte vermeidet, tut sich langfristig keinen Gefallen. Die Wissenschaftler Dirk Lindenbaum und Peter J. Jordan behaupten deshalb, dass schlechte Laune ab und zu auch sehr hilfreich für das Betriebsklima sein kann. Ihre Studien haben nämlich gezeigt, dass einige Mitarbeiter nach einer konstruktiven Kritik tatsächlich besser arbeiten, als wenn sie immer nur gelobt werden. Nach Lindenbaum und Jordan fördert Kritik nämlich die Diskussionskultur. Damit sind Mitarbeiter motivierter, zu sagen, was ihnen nicht passt. Anstatt also immer zu behaupten, alles sei in Butter, kann so Kritik tatsächlich zu Verbesserungen führen. Manchmal muss man offensichtlich also die schlechte Laune einfach mal herauslassen.


Image „Paperclips“ by succo (CC0 Public Domain)


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Sponsored Post: EDDIE THE EAGLE – Alles ist möglich

Eddie The Eagle (image by unruly)

Michael “Eddie” Edwards ist ein Außenseiter. Mit seiner ungewöhnlichen Art stößt er bei seinen Mitmenschen auf Skepsis und Ablehnung. Dass er im Leben mal etwas Bedeutendes erreichen könnte, traut ihm niemand zu. Trotzdem setzt er sich eines Tages ein hohes Ziel. Er möchte ein erfolgreicher Skispringer werden. Sein großer Wunsch: Die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Calgary.

Das starke Duo

Unterstützt wird er bei seiner Idee einzig von seinem Trainer, einem gescheiterten, aber charismatischen Ex-Skispringer. Eddie glaubt fest an sich selbst, obwohl die ganze Nation einen Versager in ihm sieht und kämpft mit seiner ausdauernden Art für seinen ganz persönlichen Traum. Zusammen mit seinem rebellischen Coach gelingt es ihm, alle Hürden zu überwinden und seinem Ziel immer näher zu kommen. Bei der Teilnahme an den Winterspielen wächst er schließlich über sich hinaus. Der tapfere Skispringer wird zum Helden einer ganzen Skispringer-Nation.

Gewinnerteam (image by unruly group)

Die Skispring-Legende

Der Film “Eddie The Eagle” basiert auf einer wahren Begebenheit und erzählt die Geschichte eines besonderen Mannes, der getrieben von seinem starken Willen niemals aufgab. Michael Edwards sprang sich 1988 in Calgary in die Herzen der Zuschauer und wurde unter dem Namen “Eddie The Eagle” zur Legende.

Eddie 2x (image by unruly group)

Der Film von 20th Century Fox wurde letztes Jahr in Deutschland und England gedreht und unter anderem von Matthew Vaughn produziert. In einem seiner letzten Filme, “Kingsman: The Secret Service”, gab Taron Egerton sein Spielfilmdebut. Nun verkörpert er in “Eddie The Eagle” die Hauptrolle des einzigartigen Skispringers. Neben ihm und Hugh Jackman ist übrigens auch Iris Berben als sympathische Skibar-Wirtin im Film zu sehen.

Wer also Lust auf eine Wohlfühl-Geschichte mit viel britischem Humor hat, sollte sich diesen Film auf keinen Fall entgehen lassen! “Eddie The Eagle” läuft ab dem 31. März in den deutschen Kinos. Ein inspirierender Film voller Lebensmut.

Weitere Informationen findet ihr bei Facebook oder Youtube.

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Deutschland macht den Bloggerstar

MC Winkel‚ ist ein Entertainer und wahrscheinlich einer der bekanntesten und auch buntesten Weblogger in Deutschland.

So einen Hang zur Selbstdarstellung wie den seinen gibt es wahrscheinlich kein zweites Mal … Jetzt hat er zusammen mit der Band Büro am Strand und dem aus VIVA-Anfangstagen bekannten Nils ‚Nilzenburger‘ Bokelberg den Song „“Retter der Nation” aufgenommen und das Video dazu online gestellt. Die Single soll es ab kommender Woche zum Download geben.

Die Band versucht, an den Hype um die Gruppe ‘Group Tekkan’ anzuknüpfen und ruft zur Verbreitung des Videos auf. Da wollen und können ihnen auch die Blogpiloten nicht verwehren:
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