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Automatisierte S-Bahnen in Hamburg

flo karr unsplash

Am 12.07.2018 haben die Hansestadt Hamburg, die Deutsche Bahn und der Elektrokonzern Siemens vereinbart, im Oktober 2021 die ersten vollautomatisierten S-Bahn-Züge auf die Gleise Hamburgs zu setzen.

Die neuen Züge sollen auf der Strecke der Linie 21 zwischen den Stationen Berliner Tor und Bergedorf/Aumühle fahren. Dies kann man in der Pressemitteilung lesen. Um die Züge einsetzen zu können, muss die 23 Kilometer lange Strecke dementsprechend für das hochautomatisierte Fahren eingerichtet werden. Parallel dazu werden die ersten vier Fahrzeuge in die erforderliche Technik ausgerüstet.

Die Kosten der Automatisierung betragen 60 Millionen Euro. Die drei Partner werden diese Summe teilen. Die Kosten für den bundesweiten Einbau sind im Vergleich zum Gleisbau überschaubar. Nach der Einschätzung des DB-Vorstandes werden circa drei Milliarden Euro für die Vollautomatisierung ausgegeben. Hamburg wird zu der ersten Stadt mit einem automatisierten S-Bahnnetz. Das Ziel ist die Erfüllung eines Zukunftsprogramms „Digitale Schiene Deutschland“.

Photo by Max Langelott, unsplash.com

Die wichtigsten Fakten

Die Fahrgäste und die Stadt profitieren. Durch die Automatisierung der S-Bahnen können Fahrgäste mit kürzeren Abständen zwischen den Zügen rechnen. Und somit auch mit kürzeren Wartezeiten. Mittelfristig wollen die drei Partner alle Züge in Hamburg automatisieren. Langfristig sollte das Projekt auf ganz Deutschland bezogen werden.

Die Sicherheit der Fahrgäste ist von höchster Priorität. In Deutschland sind die Sicherheitsanforderungen, im Vergleich zu dem Rest der Welt, extrem hoch. In den automatischen Zügen wird weiterhin ein Triebfahrzeugführer anwesend sein. Er kann im Falle einer gefährlichen Situation eingreifen.

Das unterscheidet Hamburg von anderen automatisierten Verkehrssystemen. Die U-Bahn in Nürnberg ist bereits ebenfalls automatisiert. Doch das S-Bahn-Projekt verwendet auf europäischer Ebene standarisierte Technik. Dazu unterscheiden sich die Gesetze für U-Bahn-Systeme und Vollzüge (wie die Hamburger S-Bahnen).

Für die Digitalisierung werden die Züge der Baureihe 474 verwendet. Laut dem Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, wird das neue Verkehrssystem zuverlässiger, umweltfreundlicher und sicherer sein.

Die vier ersten Züge werden zudem pünktlich zum ITS-Weltkongress 2021 auf den Schienen rollen.


Flo Karr / unsplash.com

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Gigaset GS185: Comeback für ein Smartphone „made in Germany“

Gigaset GS185 Metal Cognac

Die Zeiten, als Siemens Handys in Deutschland fertigte, sind lange vorbei. Der aus Siemens hervorgegangene Hersteller Gigaset will diese Tradition jetzt wieder aufleben lassen. Mit dem Gigaset GS185 stellt das Unternehmen derzeit ein Smartphone im Werk im nordrhein-westfälischen Bocholt her. Das ist eines von einst zwei Werken, aus dem früher Siemens-Handys stammten. Für 179 Euro soll es ab Anfang Juli in den weltmännisch betitelten Farben Midnight Blue und Cognac Blue im Handel erscheinen.

Das Gigaset GS185 soll für das Unternehmen der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Produkten mit dem Siegel „made in Germany“ sein und dem Newcomer im Wettbewerb um Smartphone-Kunden einen psychologischen Vorteil bieten. Technisch ist das neue Gerät genauso wie die beiden anderen Modelle GS180 und GS100, die Gigaset heute vorgestellt hat, jedoch wenig aufregend und in der Einstiegsklasse einzuordnen. Wie das GS185 hergestellt wird, konnten wir während eines Werksbesuchs in Bocholt mit eigenen Augen erleben. Ausführlich getestet haben wir das Gerät inzwischen auch. 

Das Erbe der Siemens-Handys

Siemens hatte sich 2005 aus dem Handy-Geschäft zurückgezogen, weil sich die Mobiltelefone nicht mehr so gut verkauften und die Konkurrenz technisch davoneilte. Zwischenzeitlich führte die taiwanesische Firma BenQ die Handy-Fertigung fort, verhob sich damit aber spektakulär und ließ bei der Schließung der deutschen Produktion Ende 2006 einen Scherbenhaufen zurück. Die Handy-Produktion am Standort Kamp-Lintforth machte dicht und ließ tausende Mitarbeiter ohne Arbeitsplatz zurück. Bocholt überlebte, weil dort weiterhin Gigaset-Festnetztelefone das Werk verließen.

Die Marke Gigaset wurde Firmenname und steht unter neuem Eigentümer seit dem Jahr 2015 auch wieder auf Android-Smartphones. Branchenüblich wurden die Smartphones bis dato jedoch in Asien hergestellt. Das nun erfolgende Comeback für Mobiltelefone und die Schaffung neuer Arbeitsplätze in Bocholt hat also auch eine emotionale Komponente.

Roboter machen erschwingliche Produktion am Standort Deutschland möglich

Mehr als um Nostalgie geht es für Gigaset aber natürlich um Kaufmännisches. Produziert Gigaset hier und nicht in Fernost, kann es besser planen, schneller liefern und Großkunden mehr Varianten bieten. Ökologisch ist es natürlich auch sinnvoll, wenn Güter nicht mehr so weit transportiert werden müssen. Zudem ist der Werbeeffekt von Produkten „made in Germany“ gewichtig.

Und was ist mit den Produktionskosten? Dass die Lohnkosten in Asien günstiger sind als hierzulande, kann natürlich auch Gigaset nicht ignorieren. Daher geht die Firma einen anderen Weg und setzt auf eine neue Generation von Fertigungsrobotern. Sie übernehmen viele Aufgaben von Menschen, sodass die Anzahl der Arbeitskräfte in Bocholt überschaubar bleibt. 24 Menschen wird die Smartphone-Fertigung beschäftigen.

Gigaset Bocholt Smartphone Fertigung
Bei der Smartphone-Fertigung in Bocholt unterstützt Robotertechnik menschliche Arbeitskräfte, damit die Kosten niedrig bleiben können. Image by Gigaset

Die Fertigungsstrecke ist mit einer Kapazität von bis zu 6.000 Geräten pro Woche zudem vergleichsweise klein, weil Gigaset nur eines von derzeit fünf Smartphone-Modellen in Deutschland fertigt. Das andere Quartett kommt wie gehabt von Fertigungspartnern aus Asien. Dazu zählen neben den beiden neuen Geräten das GS270 und das GS370.

Selbst das GS185 entsteht nicht komplett in Bocholt. Viele Komponenten werden aus Asien angeliefert, weil sie dort entwickelt und gefertigt werden. Schließlich ist Asien längst nicht nur eine Werkbank, sondern auch ein Technologiestandort. Diese Strukturen kann Gigaset als kleiner Player in der Smartphone-Branche nicht mal eben umwerfen.

Abgesehen davon ist das Investitionsrisiko auch deshalb überschaubar, weil Gigaset sich mit dem technologisch durchschnittlichen Smartphone-Modell GS185 in bekanntes Terrain wagt und keine neuen Produktionsverfahren aus dem Boden stampfen muss.

Deutsche Hausmannskost: Gigaset GS185 mit solider Durchschnittstechnik

Vor diesem Hintergrund bietet das GS185 nicht mehr und nicht weniger als die biederen Leistungsdaten eines Einsteiger-Smartphones. So ist das Display mit einer Diagonale von 5,5 Zoll zwar schön groß und dank des trendigen Seitenverhältnisses von 18:9 auch angenehm kompakt in der Hand zu halten. Mit der Auflösung von 1.440 x 720 Pixeln (HD+) bleibt Gigaset aber am unteren Ende. Weil es sich um ein IPS-Display handelt, ist damit zu rechnen, dass es auch keine Grauschleier bildet, wenn man es von der Seite betrachtet.

Gigaset GS185 Midnight Blue
Das Gigaset GS185 ist zum Preis von 179 Euro ein durchschnittliches Einsteigergerät. Image by Gigaset

Aufgespielt hat Gigaset das aktuelle Android 8.1, ein Update auf Android P ist angesichts der Preisklasse ausgeschlossen. Unter der Haube rechnet der Mittelklasse-Prozessor Snapdragon 425 von Qualcomm, womit Gigaset erstmals nicht zum Zulieferer Mediatek greift. Dem Prozessor zur Seite stehen 2 GB Arbeitsspeicher. Diese Ausstattung ist stark genug für Alltagsaufgaben, aber nicht für aufwendige Spiele oder App-Multitasking geeignet. Zum Speichern von Apps, Musik und anderen Dateien stehen nur 16 GB zur Verfügung, was Nutzer schnell veranlassen dürfte, den Speicher um bis zu 256 GB durch eine Micro-SD-Karte zu erweitern.

In der Kamera-Abteilung lösen die Einheiten vorne und hinten jeweils mit 13 Megapixel auf, wobei die Hauptkamera noch einen Phasenautofokus für schnelleres Scharfstellen an Bord hat. Über 4G-LTE lassen sich die Bilder schnell im Social Web teilen. Ein schlankes Metallgehäuse kann Gigaset zu diesem Preis nicht realisieren. Das Chassis aus Kunststoff ist mit 8,8 Millimetern Dicke eher gut genährt.

Praktisch ist der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite, weil er nicht nur das Display entsperren, sondern auch andere Funktionen steuern kann. Aus der Masse heraus sticht das Gigaset GS185 aber vor allem durch den starken Akku. Mit 4.000 mAh bietet er eine größere Kapazität als vergleichbare Smartphones. Weil das Gigaset GS185 zudem über einen Micro-USB-Anschluss mit On-The-Go-Technik verfügt, kann das Smartphone in der Rolle einer Powerbank andere Geräte aufladen.

Gigaset GS100 und Gigaset GS180: Budget-Modelle für Teenager

Parallel zum „deutschen“ Smartphone hat Gigaset zwei weitere Einsteigergeräte angekündigt. Das Gigaset GS180 für 149 Euro ist eine verbesserte Version des GS170 und GS160. Neu ist ein noch günstigeres Einstiegsmodell für 119 Euro – das Gigaset GS100. Beide liegen in punkto Preis und Leistung unter dem GS185. Sie richten sich an Jugendliche mit begrenztem Budget.

Gigaset GS180 Champagne
Das Gigaset GS180 hat im Vergleich zum GS185 einen kleineren Akku und ein kleineres Display. Image by Gigaset

Das GS180 bietet ein 5 Zoll großes HD-Display (1.280 x 720 Pixel) und ein klassisches Seitenverhältnis von 16:9. Das 5,5-Zoll-Display im günstigeren GS100 ist mit 18:9 länglicher und löst auf größerer Fläche nominell etwas höher auf (1.440 x 720 Pixel, HD+). In beiden Fällen handelt es sich um blickwinkelstabile IPS-Displays.

Beide Geräte rechnen mit einem vierkernigen Mediatek-Prozessor, der mit bis zu 1,3 Ghz taktet. Dem GS180 stehen zudem 2 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung, dem GS100 nur die Hälfte davon. Für Mailen, Surfen und Social Media ist das ok. LTE-Internet unterstützen beide Geräte.

Beim GS180 löst die Hauptkamera mit 13 Megapixeln auf und schärft mit schnellem Phasenautofokus, die Selfie-Kamera knipst mit 8 MP. Weil das GS180 über einen Fingerabdrucksensor mit Multifunktion verfügt, lässt sich die Kamera über dessen Sensorpad auslösen. Im GS100 sind die Kameras mit 8 und 5 MP aufgelöst.

Gigaset GS100 Lemon Green
Für 119 Euro bietet das Gigaset GS100 nur einfachste Ausstattung aber bunte Gehäusefarben. Image by Gigaset

Das Duo ist jeweils mit 16 GB Nutzerdatenspeicher ausgestattet, der sich per Micro-SD-Karte um 128 GB erweitern lässt. Mit 3.000 mAh ist der Akku beider Geräte kleiner als beim Gigaset GS185, lässt sich aber wechseln. Das teurere Modell GS180 soll über einen für diese Preisklasse überdurchschnittlich lauten und verzerrungsfreien Lautsprecher verfügen.

Die beiden Kunststoffgehäuse sind mit 9 Millimetern in der Tiefe relativ wuchtig, dafür aber schick anzusehen. Das GS180 kommt in den Farbvarianten Silver Grey und Champagne, das GS100 erscheint im Vergleich dazu als bunteres Trio in Graphite Grey, Cobalt Blue und Lemon Green. Beide Geräte starten im Juni in den Handel.

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Images by Gigaset

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Das Ende des Börsenkapitalismus: Thomas Sattelberger über das Design von Ökologien

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Wer über Transformation redet, müsse sich auch selber ein Stück transformieren, so das Credo von Thomas Sattelberger in einer Paneldiskussion mit Heinrich Arnold, Chef der Telekom-Unternehmensberatung Detecon auf der Kölner Konferenz #NectAct2020.

Das gilt auch für die neue Phase des politisch Spätberufenen ehemaligen DAX-Vorstand, der mit Ende 60 in den Deutschen Bundestag eingezogen ist. Erste Erfahrung: „Das Politiksystem ist noch ein Stück hinterhältiger als das Konzernsystem“, so Sattelberger. Letztlich haben wohl alle großen Organisationen ihre Tücken – das gilt für Parteien, Fraktionen und auch Firmen.

Shenzhen in Deutschland

Das wichtigste Ziel von Sattelberger in den nächsten Jahren: Die Schaffung digitaler Sonderwirtschaftszonen. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir Shenzhen in Deutschland brauchen. Der Fokus auf einzelne Startup-Unternehmen greift zu kurz.“

Das Gleiche gilt wohl auch für Hubs, Labs und sonstige kleinteilige Maßnahmen, um die Gründertätigkeit im digitalen Kontext in Schwung zu bringen. Nach den Zahlen der Kfw bewegen wir uns bei neuen Unternehmen von einem Negativrekord zum anderen. Und das liegt nicht nur an der guten Konjunktur.

„Wir brauchen kreative Ökologien, wo tradierte Firmen mit frischen und jungen Gründerinnen und Gründern zusammenkommen, wo Regelwerke im Arbeitsrecht, Baurecht und Verwaltungsrecht wegfallen, so dass man mit anderen Qualitäten auf der Grünen Wiese wieder Innovationen machen kann“, fordert Sattelberger.

Thermomix wiederholen?

Sollte man dabei dem amerikanischen Weg folgen, der global und zerstörerisch ausgerichtet sei, fragte Arnold in der Kölner Gesprächsrunde. Solle man dem chinesischen Modell folgen, der über Schutzmechanismen läuft? Oder gibt es einen europäischen Weg bei der digitalen Erweiterung des Existierenden? Könne man den Thermomix wiederholen, der eine Metamorphose hinlegte vom popligen Rührmixer zum cyber-physischen Alleskönner? Zur Zeit sieht es nicht danach aus.

„Das weltweit renommierteste Ranking, das des IMD in Lausanne, legt schonungslos offen: Bei Innovation fällt unser Land immer weiter zurück. Horst Seehofer würde sagen: Die Heimat bröckelt. 2014 lag die Innovationskraft dieser Heimat noch auf Platz 6 – heute auf Platz 13. Bei Digitalisierung gar auf Platz 17. Systematischer Sinkflug“, kritisiert Sattelberger. Deutschland laufe Gefahr, „bei Technologien wie Cloud Computing und Künstlicher Intelligenz massiv zurückzufallen“. Zudem hätten die USA und Japan bei den überlebenswichtigen transnationalen Patenten für Industrie 4.0 Deutschland abgehängt. „Im Exportanteil von Spitzentechnologie liegen Schweiz, USA, selbst Frankreich vorne. Deutschland hinkt inzwischen hinterher.“

Erfolgreiche Industrien aus der Kaiserzeit

Wir würden uns auf Industrien ausruhen, deren Ursprung in der Kaiserzeit liegt. Auch die Innovatorenquote im hochgelobten Mittelstand habe sich den vergangenen zehn Jahren fast halbiert. Dies gelte zwar nicht für die 1.600 Hidden Champions hierzulande. „Aber hunderttausende Mittelständler, oft Zulieferer im ländlichen Raum, leiden unter Fachkräftemangel, Digitalisierungsdefiziten, Investitionsschwäche“.

Immerhin bekenne sich die Große Koalition im Koalitionsvertrag zur Förderung von Sprunginnovation. Dies sei überfällig. Denn Deutschland laufe Gefahr, zur Werkbank des Silicon Valley zu verkümmern. 

Agentur für radikale Innovation

Sattelberger fordert eine Agentur für radikale Innovation, wie in der Schweiz, USA und China seit Jahrzehnten etabliert und innovative Freiheitszonen wie Sophia Antipolis in Südfrankreich: „Ich glaube an das Design von Ökologien. Es gibt wunderbare Untersuchungen, warum die Regionalförderung im Silicon Valley funktionierte und beim Projekt Route 128 scheiterte. Letzteres war vertikal und zentralistisch durchorganisiert. Es gab keine Kooperationen und keine Netzwerkstrukturen. Im Silicon Valley ist sind die Sprungkräfte über Netzwerk-Ökologien ausgelöst worden“, erläutert Sattelberger. Alles nachzulesen im Opus von Annalee Saxenian „Regional Advantage – Culture and Competition in Silicon Valley an Route 128“. [PDF]

Company Rebuilding vonnöten

Das von Detecon auf die Tagesordnung gebrachte Thema Company Rebuilding sei nicht nur für große Organisationen relevant. Das gelte auch für die mittelständisch geprägte Optikindustrie in Oldenburg, für die Feinmechanik im Schwarzwald oder für die Medizintechnik in Tuttlingen. Wenn diese Regionen sich nicht in kreative Ökologien weiterentwickeln, werden diese Unternehmen nicht überleben, meint der FDP-Politiker. Gefragt sei ein Talentmagnetismus, menschliche Begegnungsmöglichkeiten und nicht die einseitige Fixierung auf einzelne Unternehmen. Fragwürdig seien auch die Ausgründungen, die von Siemens und Bayer betrieben werden.

„Man bringt sie an die Börse und steuert sie nach der Quartalslogik des Finanzmarktes. Damit nimmt man diesen Firmen die Chance, exponentiell zu wachsen“, warnt Sattelberger. Persönlich ist er davon überzeugt, dass das Ende des Börsenkapitalismus eingeleitet sei. Wer ein junges Unternehmen an die Börse bringe, versündigt sich an der Gestaltungskraft dieses Unternehmens.

Das Notiz-Amt wartet gespannt auf die Sonderwirtschaftszonen und auf das Ende des Börsenkapitalismus :-)

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • SXSW rp-online: Trends auf der Digitalkonferenz in Texas – Worüber die SXSW spricht: Das Ende der Smartphone-Ära, die moderne Familie mit Roboter und der große Podcast-Boom – das alles sind Themen, welche die Digitalszene auf der diesjährigen SXSW beschäftigen. Bis zum 18. März findet die jährliche South by Southwest Digitalkonferenz noch statt. Was mal als Musikfestival angefangen hat, gewinnt jährlich mehr und mehr Bedeutung im Zuge der Digitalisierung. Aber auch netzpolitische Themen werden wichtiger. Die South-by-Southwest hat sich zur wichtigsten Netzkulturkonferenz der Welt gemausert. So überraschte beispielsweise auch Tesla-Chef Elon Musk mitsamt dem befreundeten Jonathan Nolan (Westworld) bei einer Podiumsdiskussion mit seinem Auftritt.

  • HEALTHINEERS sueddeutsche: Siemens feiert an der Börse: Der Konzern Siemens hat jetzt Teile seiner Medizinsparte verkauft und ist damit am Freitagmorgen an die Börse gegangen. Der Ausgabepreis für die Aktie lag bei 28 Euro, dieser stieg zum Handelsstart aber auch gleich auf 29,30 Euro. “Healthineers” ist Weltmarktführer für Röntgengeräte sowie für Apparate für Magnetresonanz- und Computertomografie. Die Siemens Medizinsparte gilt mit Healthineers als einer der profitabelsten Bereiche des Konzerns. Die Süddeutsche beantwortet die wichtigsten Fragen zum Börsenstart der Siemenstocher.

  • WEARABLES t3n: Google tauft Android Wear in Wear OS um – diese Smartwatches bekommen das Update: Wearables wie Smartwatches sind nach wie vor ein großes und lukratives Thema. Google hat sein Projekt “Android Wear” jetzt eingestampft und as “Wear OS” neu aufgezogen. Jeder dritte nutzt Smartwtaches mit einem iPhone, weswegen Google den Schritt für sinnvoll erachtete. Die 2014 angekündigte Wearable-Plattform wird dann nicht mehr nur ausschließlich für Android kompatibel sein. Viele der auf dem Markt befindlichen Modelle sollen in den kommenden Wochen ein entsprechendes Update auf Wear OS erhalten. Dieses werde begleitet von einer neuen Smartphone-App mit entsprechenden Anpassungen. Bei t3n gibt es eine Liste mit allen Smartwatches, die in nächster Zeit das Update erhalten!

  • REDDIT zeit: Den Schreihälsen den Spielplatz nehmen: Sie ist die “Titelseite des Internets” – die Foren-Plattform Reddit steht an der Spitze der meistbesuchten Websites in den USA. Gleichzeitig befand sich die Website aber die letzten Jahre in einer Identitätskrise. Seit Steve Huffmann seit 2015 wieder Geschftsführer des Konzerns ist, soll dies aber abgewendet werden. Zuletzt wurde bekannt, dass während der letzten US-Präsidentschaftswahl auch auf Reddit die Meinungen der Nutzer durch russische Propaganda beeinflust wurde. In einem Gespräch auf der SXSW bestätigte Huffman, dass die Plattform Hunderte verdächtige Profile gesperrt habe und die Sache ernst nehme.

  • NINTENDO LABO golem: NINTENDO LABO AUSPROBIERT:Licht und Pappen: Auf einem Anspiel-Event im Hamburger Prototyp Museum konnten sich Presse, Influencer und ausgewählte Endkunden jetzt mit dem “Nintendo Labo” austoben. Wie Anfang des Jahres stellte Nintendo mit Labo eine Erweiterung zu ihrer aktuellen Galionsfigur – der Nintendo Switch – vor. Das Bastel-Konzept der Papp-Produktlinier stieß im Netz auf geteilte Meinungen. Kreativität beweist Nintendo damit aber allemal und schafft es sich gekonnt von der Konkurrenz à la PlayStation 4 und Xbox One abzusetzen. Am 27. April kommt die Nintendo Labo Linie in den Handel. Es bleibt spannend, wie das innovative Spielkonzept bei der breiten Masse ankommt!

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Desksharing: Kreativer Arbeitsplatz oder überholtes Konzept?

Image (515167 by rawpixel.com [CC0 Public Domain], via Pexels]

‚Sharing ist Caring‘ gilt nicht nur für soziale Zwecke, sondern offensichtlich auch in der Arbeitswelt. Immer mehr Unternehmen setzen auf flexible, geteilte Arbeitsplätze für ihre Mitarbeiter. „Desksharing“ soll für flache Hierarchien, mehr Austausch und smarte Raumnutzung sorgen. Doch hält das Flex-Office wirklich das was es verspricht?

Desksharing: Wie „Reise nach Jerusalem“ 4.0

Desksharing, auch „Hot-Desking“ genannt, funktioniert so ähnlich wie das Spiel „Reise nach Jerusalem“: Es gibt weniger Arbeitsplätze als Mitarbeiter. Wer also morgens ins Büro kommt, setzt sich nicht mehr an „seinen“ Platz, sondern dorthin, wo gerade etwas frei ist. Da Arbeitszeiten und -orte aber flexibler werden und nie alle Mitarbeiter gleichzeitig im Büro sind, bleibt am Ende aber im Gegensatz zum Kinderspiel niemand ohne Stühlchen. Vielmehr wird das Büro zum geteilten Raum. Was zunächst vor allem Platz und Kosten spart, bricht auch starre Strukturen und Hierarchien in Unternehmen auf. Einige Unternehmen berichten, dass Desksharing ihnen Kosteneinsparungen von über 30 Prozent eingebracht hat.

Neben diesem praktischen Aspekt hat das Desksharing aber auch symbolischen Wert. Wenn Zwischenwände und Besitzansprüche am Arbeitsplatz wegfallen, wird das Arbeitsumfeld demokratischer. Streitigkeiten wie die, wessen Tisch am größten ist oder die Frage, wer den bequemeren Stuhl hat, erübrigen sich damit. Desksharing soll somit für ein besseres Miteinander und flachere Hierarchien sorgen.

Desksharing in großen Unternehmen

Das erhoffen sich auch Unternehmen wie Siemens, Lufthansa oder ADAC, die das Konzept an einigen Standorten in Deutschland eingeführt haben. Jana Kugel, die Personalchefin von Siemens, betont, dass Desksharing für mehr Selbstbestimmung am Arbeitsplatz sorgt. Außerdem mache es Mitarbeiter „glücklicher und damit auch produktiver“. Bei der Lufthansa hofft man, dass Desksharing dem Unternehmen ein modernes, innovatives Image verleiht. Der ADAC basiert sein Desksharing-Konzept wiederum auf die Ergebnisse der Fraunhofer IAO-Studie. Außerdem kommt man so dem Wunsch der Mitarbeiter nach einem flexibleren Arbeitsumfeld nach.

Desksharing, das deshalb gerne im Zusammenhang mit New-Work-Konzepten genannt wird, ist aber nicht ganz so neu wie viele glauben. Es stammt aus den 1980er Jahren und wurde vom „Hot-Bunking” in der Seefahrt inspiriert. Beim Hot-Bunking teilen sich mehrere Matrosen bei Wechsel-Schichtarbeit die gleiche Koje. Während einer arbeitet, schläft der andere – und andersherum. Dasselbe Prinzip wurde übrigens auch Anfang des 20. Jahrhunderts unter dem Begriff „Hot Bed” für Industriearbeiter genutzt. Arbeitern das Geld in dieser Zeit kaum zum Überleben. Daher teilten sich oft mehrere Menschen die Kosten für ein Bett, um Geld zu sparen.

Während diese Konzepte eher aus der Not geboren wurden und mehr mit Ausbeutung der Arbeiter zu tun hatten, soll das moderne Desksharing genau das Gegenteil bewirken. Unternehmen wollen mit dem flexiblen Arbeitsplatzkonzept das Gemeinschaftsgefühl im Team stärken, den kreativen Austausch fördern und das Büro als Raum neu durchdenken – zum Wohl der eigenen Mitarbeiter.

Flexibilität am Arbeitsplatz macht glücklich

Denn glückliche Mitarbeiter sind produktivere Mitarbeiter. Wer sich auf die Arbeit freut, ist motivierter und leistet mehr. So fanden Forscher der University of Warwick heraus, dass glückliche Mitarbeiter bis zu 12 Prozent produktiver sind. Deshalb suchen Unternehmen nach immer neuen Wegen, um für höhere Zufriedenheit bei ihren Mitarbeitern zu sorgen.

Früher hat man den Angestellten dann einfach mehr Lohn gezahlt, einen Firmenwagen gestellt oder ein größeres Büro gegeben. Doch aktuelle Studien zeigen, dass materielle Belohnung und Statussymbole gerade die jüngeren Generationen ziemlich kalt lassen. Sie wünschen sich von ihrem Arbeitsplatz vor allem eins – mehr Flexibilität.

In dem Verbundsforschungsprojekt des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) „Office 21“ stellten die Wissenschaftler zum Beipsiel fest, dass Selbstbestimmung in der Arbeit für die meisten Angestellten an oberster Stelle steht: „Wer seine Arbeit individuell gestalten kann, erlebt eine höhere Work-Life-Balance, mehr Motivation und mehr Leistung”, heißt es in dem Report.

Das gilt nicht nur für Arbeitszeit und Arbeitsmethoden, das betrifft auch den Arbeitsplatz an sich. Überraschenderweise stellt die Studie fest, dass die Büroräume für Mitarbeiter immer wichtiger werden, obwohl sie dort durch flexiblere Arbeitsmodelle wie Jobsharing oder das Arbeiten im Homeoffice immer weniger Zeit verbringen. Nach Meinung der Forscher liegt das daran, dass Mitarbeiter sich auch stärker mit ihrer Arbeit und folglich auch mit ihrer Arbeitsumgebung identifizieren.

Im Gensler Workplace Index kam bei einer Umfrage unter mehr als 2000 Angestellten heraus, dass Mitarbeiter produktiver arbeiten, wenn ihnen die Büroräume gefallen. Ein offenes, freundliches, kreatives Umfeld inspiriert die Mitarbeiter und transportiert auch die Botschaft: Wir sind ein innovativer Arbeitgeber. Das Prinzip des Desksharing soll genau das vermitteln.

Desksharing-Erfahrungen bei etventure

Gregor Ilg
Gregor Ilg von etventures. Image by Gregor Ilg

Doch ist Desksharing wirklich so vorteilhaft wie die Unternehmen es sich erhoffen? Gregor Ilg hat da so seine Zweifel. Der Head of Product bei der Berliner Innovationsberatung „etventure“ spricht aus Erfahrung. Seit gut vier Jahren experimentiert das Unternehmen mit neuen Raumkonzepten, dem Arbeiten in Coworking-Spaces und unter anderem auch mit Desksharing.

Dabei wurde die Idee zum Flex-Office bei etventure eher aus der Not geboren, erklärt er im Gespräch mit den Netzpiloten: „Wir sind in sehr kurzer Zeit von 25 auf 220 Mitarbeiter gewachsen. Da wir damit auf einmal zu wenig Platz hatten, haben wir viel in Sachen Raumgestaltung ausprobiert. Zwischenzeitlich hatten wir sogar auch Shared Desks. Da saß ich zum Beispiel mit einer Kollegin zur selben Zeit am gleichen Schreibtisch, ich am Laptop, sie am Desktop.“ Mittlerweile hat etventure neue Büroräume und auch etwas mehr Platz. Die Berliner Mitarbeiter teilen sich neben einigen festen Büros und Konferenzräumen 24 offene Arbeitsplätze auf zwei großen Büroflächen von jeweils 60 Quadratmetern. Da die meisten Mitarbeiter nicht jeden Tag im Büro sind, gilt in diesen zwei Bereichen weiterhin weitestgehend die Open-Desk-Politik.

Die Lösung ist für Gregor Ilg im Moment in Ordnung, er sieht sie aber nicht als dauerhaftes Konzept für das Unternehmen: „Es löst unser Platzproblem, das ist der große Vorteil. Es funktioniert aber nicht für jeden Mitarbeiter und jede Aufgabe. Unsere Programmierer brauchen zum Beispiel spezielle Computer mit zwei Monitoren. Die können nicht jeden Tag woanders sitzen.

Auch bei Projektteams sei Desksharing mitunter schwierig, sagt Ilg: „Wir arbeiten viel mit Whiteboards und Post-Its. Das ist natürlich sehr umständlich, wenn man diese jeden Morgen an einer anderen Stelle aufhängen muss.“ Darüber hinaus wird der ständige Wechsel des Schreibtisches von vielen Mitarbeitern als Nachteil empfunden. Das liegt nach Meinung von Gregor Ilg daran, dass die Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze gerne persönlich gestalten und auch daran, dass Menschen Gewohnheitstiere sind. „Ich bin zum Beispiel mit meinen 1,93 Metern recht groß“, erzählt er, „dementsprechend habe ich meinen Stuhl für meine Höhe eingestellt. Es ist schon umständlich, wenn ich jedes Mal aufs Neue den Stuhl anpassen muss.

Desksharing klingt besser als es ist

Die Desksharing-Erfahrung von Gregor Ilg teilen auch andere. Alison Hirst, Ethnologin und Director of Postgraduate Research der englischen Anglia Ruskin University, hat drei Jahre die Vor- und Nachteile von Desksharing in Unternehmen selbst erprobt und ausgewertet. Ihr Ergebnis: Viele Mitarbeiter fühlen sich durch die Praxis ausgeschlossen, marginalisiert und die Instabilität des Desksharing sorgt sogar für Spannungen am Arbeitsplatz. Mitarbeiter, die später im Büro ankommen, müssen feststellen, dass die besten Plätze schon belegt sind. So bilden sich ganz neue Formen der Hierarchien und Feindschaften im Arbeitsumfeld.

Darüber hinaus sorgt der täglich wechselnde Arbeitsplatz sogar für weniger Produktivität, sagt Hirst. Denn es dauert jedes Mal eine Weile, bis man alles ausgepackt, angeschlossen und so eingerichtet hat, dass man anfangen kann zu arbeiten. Das kostet Zeit. Wenn sich zudem jeder Arbeitstag wie der allererste Tag im neuen Büro anfühlt, entsteht keine Routine, die wichtig für produktives, kontinuierliches Arbeiten ist.

Hirst hat in ihrer Untersuchung ebenfalls festgestellt, dass der nomadische Arbeitsplatz auch Gefühle der Unruhe und Unsicherheit in vielen Mitarbeitern auslöst. Die Instabilität am Arbeitsplatz entfremdet uns demnach sogar von unseren Kollegen und macht so eine produktive, teamorientierte Zusammenarbeit im Büro sehr schwierig.

Was bedeutet Desksharing für den Arbeitsplatz der Zukunft?

Ist damit das Konzept des Desksharing überholt? Es ist zumindest in seiner traditionellen Form nicht langfristig sinnvoll, glaubt Gregor Ilg. Dennoch zeigt Desksharing auch, wie ein flexibler Arbeitsplatz rigide Strukturen aufbricht und so Platz für Kreativität schafft. Das will etventure in seiner eignen Raumplanung berücksichtigen. Denn das Unternehmen hat aus dem Platzproblem Konsequenzen gezogen: Es will erneut umziehen und diesmal den Raum nicht nur effizient, sondern auch kreativ nutzen.

Desksharing oder fester Arbeitsplatz sei dabei gar nicht die entscheidende Frage, sagt Ilg. Vielmehr gehe es darum, dass die Art und Weise, wie wir Arbeitsräume denken und entwerfen, sich verändern muss: „Wir müssen beim Büro über radikal neue Raumkonzepte nachdenken. Das Büro wird dabei in Zukunft nicht nur anders aussehen, sondern wahrscheinlich auch gar nicht mehr Büro heißen.

Der Raum zum Arbeiten muss seiner Ansicht nach nicht nur flexibler, sondern auch vielfältiger werden. Dazu gehören verschiedene Räume, die sich an die jeweilige Arbeit anpassen. Das können zum Beispiel offene, geteilte Arbeitsplätze für kreative Projektarbeit sein, ruhige Arbeitsplätze für konzentriertes Arbeiten oder Orte der Begegnung, in denen Mitarbeiter spontan zusammen kommen und an denen kreative Ideen entstehen können. Man dürfe generell das Büro nicht mehr so starr denken, sagt Ilg. Homeoffice, geteilter Arbeitsplatz, feste Orte, Coworking-Spaces, Cafés, Konferenzräume – all das kann und sollte für den Arbeitsplatz der Zukunft flexibel genutzt werden.

Denn wenn die Erfahrungen mit Desksharing eins gezeigt haben, dann ist es die Einsicht, dass es den idealen Arbeitsort nicht gibt – genausowenig wie die perfekte Arbeitsmethode. Dazu sind Unternehmen zu verschieden und auch die Mitarbeiter zu individuell. Desksharing für alle wird sich deshalb sicher nicht flächendeckend durchsetzen. Vielmehr wird Desksharing in Zukunft einfach eine von vielen Optionen für Mitarbeiter sein.


Image (adapted) 515167 by rawpixel.com (CC0 Public Domain)


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  • AMAZON PRIME Chip: Amazon Prime Video: Kostenloses Streaming-Angebot geplant: Amazon Prime kann vielleicht schon bald als werbefinanzierter Streamingdienst genutzt werden. Derzeit laufen die Verhandlungen über die Bereitstellung von Inhalten mit Fernsehsendern, Medienunternehmen und Filmstudios. Amazon Prime Videos sollen dann kostenfrei geschaut werden können. Allerdings nicht werbefrei. Das Ziel hinter diesem Modell ist die Neukundengewinnung. Gerade die jungen Nutzer erfreuen sich der Vielzahl an Streamingportalen, scheuen allerdings die zusätzlichen Kosten. Amazon möchte auf diese Art mehr Nutzer auf seine Seite ziehen. Gerade jetzt, wo Netflix erst vor Kurzem seine Preise erhöhen musste, könnte das kostenlose Streamingangebot einen guten Vorteil darstellen.

  • LADESÄULEN Manager Magazin: Siemens setzt auf Ladesäulen an Straßenlaternen: Ladestationen für Elektroautos sind zwar praktisch, aber dennoch viel zu selten auf den Straßen vertreten. Dagegen möchte Siemens etwas unternehmen: Straßenlaternen sollen jetzt mit Steckdosen ausgestattet werden, um Autofahrern das Aufladen ihrer Elektroautos zu ermöglichen. Gemeinsam mit dem Berliner Startup Ubitricity möchte Siemens diese Idee umsetzen. Ubitricity arbeitet schon länger an diesem Projekt, welches vor allem in London umgesetzt wird. Neben Siemens gibt es jedoch auch andere Unternehmen, wie etwa die Deutsche Telekom, die Vorschläge unterbreiten, wie das Nachladen für Elektroautos einfacher werden kann. Bezüglich der Zusammenarbeit zwischen Siemens und Ubitricity äußern sich die Unternehmen jedoch nicht detailliert.

  • GOOGLE ASSISTANT Turn On: Google Assistant könnte doch noch auf Android-Tablets kommen: Bisher hatte Google es vermieden seinen Sprachassistenten auf Tablets zur Verfügung zu stellen. Die Gründe dafür sind bisher unbekannt. Doch die aktuelle Beta-Version der Google-App zeigt, dass sich das bald ändern könnte. Ein Symbol, das eindeutig ein Tablet darstellen soll, bietet den Hinweis dafür. Google hat selbst noch nicht darauf hingewiesen. Allerdings würde es nur sinnvoll für das Unternehmen sein, denn Tablets sind nach Smartphones derzeit die zweitgrößte Gesamtkategorie. Wenn Google seinen Sprachassistenten auch auf Android-Tablets zur Verfügung stellt, könnte der Konzern weitere Millionen von Nutzern erreichen. Wann der Sprachassistent auf Android-Tablets einziehen lassen wird, weiß man allerdings noch nicht.

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5 Lesetipps für den 30. November

In unseren Lesetipps geht es heute um das neue iPhone7, die Lieferdrohne von Amazon, Trending Topics bei Facebook, Siemens und Spencer – dem Flughafen-Roboter. Ergänzungen erwünscht.

  • IPHONE7 turn-on.de: iPhone 7 soll ohne Kopfhörer-Anschluss kommen: Gerüchten zufolge will Apple beim neuen iPhone 7 auf einen Kopfhöreranschluss verzichten. Der Lightning-Anschluss des Smartphones, könnte dann als Standard-Port für Kopfhörer dienen. Der Grund, warum Apple auf den klassischen Kopfhöreranschluss verzichten möchte ist: Das neue iPhone 7 soll noch dünner werden. Jetzt lautet die Frage, ob iPhone Nutzer gerne auf die Benutzung von herkömmlichen Kopfhörern verzichten möchten. Apple plant angeblich seine EarPods mit Lightning-Anschluss mit dem iPhone 7 mitzuliefern. Außerdem müssten auch andere Hersteller ihre Kopfhörer ebenfalls überarbeiten.

  • AMAZON DIE WELT: Amazon: Online-Händler stellt “Prime Air” und Lieferdrohne vor: Amazon enthüllte eine neue Version der Amazon-Drohne, die einem Flugzeug ähnelt und bis zu 24 Kilometer zurücklegen kann. Unter dem Namen Amazon Prime Air bietet der Online-Händler die Lieferung in ungefähr 30 Minuten an. Auch andere Unternehmen denken über eine Drohnen-Lieferung nach wie beispielsweise die Deutsche Post. Allerdings ist die US-Flugaufsichtsbehörde noch etwas vorsichtig mit dem Einsatz von Drohnen, was Amazon jedoch stark kritisiert.

  • FACEBOOK VentureBeat: This Chrome extension replaces Facebook’s trending topics with any RSS feed: Die Trending Topics bei Facebook können für die Nutzer sehr aufregend sein, wenn man sich für Informationen über Stars und auch Sport interessiert. Allerdings kann man sich jetzt auch mit dem sogenannten Fluffblocker wichtige Nachrichten über das Weltgeschehen anzeigen lassen. Der Fluffblocker ist eine Erweiterung von Google Chrome. Sobald man diese Erweiterung hinzugefügt hat und sich anschließend bei Facebook anmeldet, sieht man, dass die Trending Topics mit denen von der New York Times oder auch anderen Quellen ausgetauscht wurden.

  • SIEMENS t3n: Venture Capital von Siemens: Technologiekonzern soll Startup-Schmiede planen: Siemens will eine eigene Startup-Schmiede unter dem Namen Innovations AG gründen. Diese Firma soll Risikokapital an Startups und an seine eigenen Mitarbeiter vergeben. Sobald diese eine Geschäftsidee entwickelt haben, erhalten sie im Erfolgsfall die Kapitalbeteiligung am Unternehmen und einen Mindestgehalt. Wenn sich das Startup am Markt durchsetzt, so können die Gründer das Startup an die Innovations AG verkaufen. Es heißt jedoch auch, dass im Falle eines Misserfolgs, die Gründer den Konzern wohl verlassen müssen.

  • ROBOTER heise online: Roboterführer Spencer im Flughafentest: Wird Roboter Spencer der neue Helfer an Flughäfen? Ein Roboter, der Menschen autonom zu ihrem Ziel am Flughafen bringen soll, wenn diese den Weg nicht finden können, wird ab heute im Amsterdamer Flughafen Schiphol getestet. Allerdings wird Spencer vorerst an Testpersonen ausprobiert, bevor man ihn auf echte Fluggäste loslässt. Über ein Touchscreen an der Torso-Front von Spencer, kann der Gast dann mit ihm kommunizieren und auch Fluginformationen erhalten. Man kann gespannt sein, inwieweit Roboterguides in Zukunft auf Flughäfen zu finden sein werden.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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