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5 Lesetipps für den 22. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um Polen, Periscope, Netflix, wie ein Algorithmus politische Reden schreibt und die Messenger der Zukunft. Ergänzungen erwünscht.

  • POLEN Foreign Policy: Obama Is Poland’s Only Hope: Die neue polnische Regierung versucht mehr als zwei Dekaden demokratische Entwicklung in nur wenigen Wochen umzukehren. Und die Europäische Union wird wohl nur zu schauen können. Genau wie bei Ungarn. Nur wenn die europäischen Werte keinen Anreiz mehr für Polen darstellen, wohin wendet sich das Land dann? Denn Russland ist in diesem Fall keine Alternative für Polen. Bleiben noch die USA, und damit die Hoffnung der Europäischen Union, dass über die NATO-Beziehungen die polnische Regierung zurück in den Kreis der anderen Demokratien führen kann.

  • PERISCOPE Fast Company: Inside Periscope: Als uns im Sommer 2015 Dienste wie Meerkat und Periscope quasi überfielen, eine Technologie als neuesten Hype zu erklären, die es schon seit Jahren gab und wofür es auch schon Apps gab, nervten Dienste wie Persicope erst einmal gewaltig. Auf der ElbeBlogger-Reise nutzte ich den Dienst dann zwei Wochen lang jeden Abend und lernte ihn so langsam kennen und mögen. Inzwischen hat sich der aufgewirbelte Hype-Staub etwas gelegt und Periscope hat sich als Dienst erwiesen, der länger als einen Sommer gefragt ist. Harry McCracken hat sich für Fast Company intensiver mit dem Dienst auseinandergesetzt und gibt einen lesenswerten Einblick in das Unternehmen.

  • NETFLIX Meshed Society: Netflix is the next phase of globalization: Über die Vorteile des Streaming-Dienstes Netflix muss man wohl heutzutage nicht mehr viel sagen. Letzten Sommer habe ich es auf einer Europareise unglaublich geschätzt, vor allem Dank VPN, auch in anderen Ländern Content zu sehen, dessen Sprache ich verstehen kann. Martin Weigert analysiert auf seinem Blog, wie ein global zugängliches Netflix unsere Sehgewohnheiten verändern könnte. Welche Vorteile das hat, aber auch, denn das traditionelle Fernsehen wird technologisch definitiv nicht mithalten können, was es bedeuten könnte, wenn Netflix so mächtig wird, fragt er sich in seinem Blogpost.

  • ALGORITHMUS MIT Technology Review: How an AI Algorithm Learned to Write Political Speeches: In einer Folge der dänischen Politikserie Borgen muss der Spin Doctor Kasper Juul eine Rede für die Premierministerin schreiben und erklärt dabei einer Mitarbeiterin, wie eine politische Rede aufgebaut sein muss. Dahinter steckt System und dies hat Valentin Kassarnig von der Universität Massachusetts nun einem Algorithmus beigebracht, der politische Rede schreiben kann. Die sind im Detail noch nicht perfekt, und selbstverständlich nur auf Englisch, denn die Datenbank des Algorithmus ist mit über 4.000 Reden von 53 Debatten des US-Kongress gefüllt. Aber der erste Schritt ist getan, eine gute Rede zu schreiben können nun auch Maschinen. Irgendwann wird eine Maschine eine Rede halten und wir werden sie wählen.

  • MESSENGER Wired: Do We Really Want Messaging to Replace Our Apps?: Messenger-Apps werden unsere wichtigsten Apps. Medien schicken uns auf dem Messenger von Facebook die neuesten Nachrichten, Startups geben uns via WhatsApp Tipps für unser Outfit, ein mit Künstlicher Intelligenz verbesserter Slackbot erinnert uns an das nächste Meeting und was wir dazu wissen müssen. Dies sind nur einige Beispiele, wie Messenger unsere wichtigsten Assistenten im Alltag werden. Am Beispiel des von Berlin nach New York abgewanderten GoButler geht Cade Metz auf Wired.com der Frage nach, ob wir das überhaupt wollen.

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Die rhetorische Brillanz des Demagogen Trump

Donald Trump (Image by Gage Skidmore [CC BY-SA 2.0], via Flickr)
Mit welchen Mitteln stellt sich Donald Trump immer wieder als rhetorisches Genie mit jeder Menge Zündstoff dar? Eine Analyse. Die Forderung Donald Trumps vom 7. Dezember, die Einwanderung von Muslimen zu verhindern, wurde weltweit verurteilt. Fast 500.000 Briten unterschrieben eine Petition, die ihre Regierung anwies, Trump keinen Zutritt zu ihrem [...]
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„Warum hast du nicht verkauft?“

_SJP0267 (adapted) (Image by TechCrunch [CC BY 2.0] via Flickr)
Der US-amerikanische Unternehmer und Mitgründer von Snapchat Evan Spiegel, gab am Freitag eine interessante sowie unterhaltsame Rede zum Besten. Evan Spiegel, der 2011 zusammen mit Robert Murphy die Instant-Messaging-App Snapchat gründete, hielt bei der Abschlussfeier des Jahrgangs 2015 der „University of Southern California’s Marshall School of Business“ eine lesenswerte Rede. Der 24-Jahre [...]
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Noy Alooshe: „Die Politiker wollen, dass ihre Rede zum Meme wird“

Noy Alooshe (Image by Atbannett [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons)
Der israelische Youtuber Noy Alooshe veralbert mit Mashup-Videos Politiker im Wahlkampf. Mittlerweile ist er so erfolgreich, dass manche Kandidaten in ihren Reden Textbausteine verstecken, die sich für einen Alooshe-Remix anbieten – in der Hoffnung, im nächsten Video zu landen. Weil der Online-Wahlkampf vor den Wahlen zur Knesset am 17. März [...]
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Rede von Peter Thiel: Macht Innovation die Welt besser?

Peter Thiel zu Gast in Berlin
Peter Thiel gab heute in Berlin eine interessante Rede über glückliche Firmen, Überwachung und wie Innovation die Welt retten kann. // von Daniel Peter Der bekannte deutsch-amerikanische Investor Peter Thiel sprach heute Mittag in Berlin über die Gründung von Unternehmen, ging der Frage nach, ob und wie Innovation die Welt [...]
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CULTURE&VIDEO TIPPS vom 19. September

CULTURE&VIDEO heute schon ganz ohne Bundestagswahl! Dafür mit dem Andenken an große Intellektuelle und einer ungewöhnlichen Kochsendung.

MARCEL REICH-RANICKI IM BUNDESTAG: Rede zum Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz

Marcel Reich-Ranicki verzichtete in seiner Rede am 27. Januar 2012 auf jedes künstliche Pathos. Bei solchen Anlässen denkt man eher an Sonntagsreden und moralische Appelle, er aber sprach nur von einem einzigen Tag. Reich-Ranicki schilderte, wie er den 22. Juli 1942, den Beginn der Deportationen der Juden aus dem Warschauer Ghetto, erlebte. Die Verknüpfung dieses streitbaren und streitenden Literaturkritikers mit dem Holocaust und dem Überleben, eindrücklich geschildert in seiner Autobiographie „Mein Leben“, ist es, was mir am meisten von ihm in Erinnerung bleiben wird.

DER KONFLIKT IN DER KÜCHE: Parts Unknown – Jerusalem

Der Bad Boy der amerikanischen Fernsehköche, Anthony Bourdain, ist selten in einem Kochstudio anzutreffen. Sein Konzept ist dabei nicht nur das Kochen an ungewöhnlichen Orten oder in brenzligen Situationen (bei Dreharbeiten im Libanon wurde er vom Bombenangriffen überrascht, die daraus entstandene Folge seiner Serie No Reservations brachte ihm einen Emmy ein), er verbindet seine Kochkunst auch immer mit Berichten über Land und Leute und scheut dabei Konflikte nicht. In Jerusalem macht er sich auf die Suche nach Gemeinsamkeiten der palästinensischen und der isralischen Esskultur und stellt beim Humus schon mal unangenehme Fragen. 

ZUR PERSON: Edward Said

Dreieinhalb Stunden Interview. Und jede Minute bringt einen der großen Intellektuellen des 20. Jahrhundert näher. Nie wird es langweilig, weil Edward Said nicht langweilig ist. Nach vielen Jahren Krankheit und offensichtlich mit dem nahen Tod vor Augen lässt sich der 1935 in Jerusalem geborene Literaturwissenschaftler auf ein ungewöhnliches Vorhaben ein: ein Interview ohne Ende und ohne Thema. Am 25. September vor zehn Jahren, ein Jahr nach der Aufzeichnung, ist Edward Said gestorben.

BURNING MAN 2013 TIME LAPSE

Der Sommer ist nun endgültig vorbei und damit die Draußen- und die Festivalzeit. Unter der Sonne tanzen, das ist nirgends so legendär wie beim Burning Man (auch wenn der Sommer in der kalifornischen Wüste nicht so eine große Rolle spielt). Das Festival hat einen ähnlichen Ruf wie hier zu Lande das Indie-Fest Fusion: absolute Freiheit, kein Kommerz und tagelanges Feiern außerhalb des Alltags. Wie das von einem 500 Meter hohe Berg aussieht, zeigt dieser faszinierend schöne Zeitraffer.

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