Alle Beiträge zu preferred

Preferred Blog: adbusters.org

Am 13 Juli 2011 hatte adbusters.org mit einer Mail an seine 90.000 Leser den Startschuß für Occupy Wall Street gegeben. Kurze Zeit später war der Zucotti Park in New York voller Zelte und Aktivisten. Die Bewegung namens #ows war geboren. Schon vorher waren sie mit coolen Aktionen wie dem Buy Nothing Day und ähnlichem positiv aufgefallen. In ihrem Selbstverständnis ist die Website einfach nur der virtuelle Sammelpunkt einer heterogenen Menge von Leuten, die das Eine oder Andere ändern wollen – mindestens ihren Unwillen kundtun und etwas Konstruktives gegen Herrschendes setzen.

We are a global network of culture jammers and creatives working to change the way information flows, the way corporations wield power, and the way meaning is produced in our society.

Weiterlesen »

Preferred Blog: Chantalismus, der

Was soll ich bloß sagen? Dass ich Tränen gelacht habe und die Auslegeware geküsst. Aber seht selbst, diese junge Wissenschaft des Chantalismus ist die Krönung der zeitgenössischen Ethnologie. Nur so kommt man dem Phänomen der rückläufigen Geburtenrate auf die Schliche: Es gibt vielleicht bald keine total abgeschraubten Namen mehr. Aber Rettung naht. Ein dreifaches Hipp-Hipp-Hurra auf Sharlyn-Monika und Melisande- Lilly-Christin. Mein Gott, wenn ich das geahnt hätte, dann hätte ich die Quer-Hängetaschen und die Polyacryl-Fake-Wollmützen schon früher verbieten lassen. Ich hatte ja nicht geahnt, was das für Auswirkungen auf die kommenden Generationen hat.

Weiterlesen »

Weiterlesen »

Preferred Blog: Phrasen auf dem Seziertisch

Phrasen und Worthülsen sind wie Umweltgifte, die langsam in unser Denken eindringen und es schädigen – bis hin zum völligen Zusammenbruch des selbständigen Denkvermögens. Zu eben diesem Zweck werden sie in der Werbesprache und in der Sprache der Politik verwendet. Nun habe ich einen Blog gefunden, der zur Stärkung des gedanklichen Immunsystems beiträgt: neusprech.org. Weiterlesen »

Weiterlesen »

Preferred Blog: Slate

Na gut. slate.com ist kein Blog – nicht mal ein bißchen. Es ist ein 15 Jahre altes Online Magazin aus dem Hause Washington Post. Aber es ist eine Empfehlung für all diejenigen, die auch ab und zu mal The Atlantic lesen. Es gibt wirklich gute feste Autoren bei slate, die das Thema Internet aus der Distanz betrachten. Aber auch normale politische und gesellschaftliche Themen werden auf eine spezifische Art aufbereitet. Hier werden nicht bloß Agenturmeldungen mit einem erläuternden Absatz wiedergekäut. Es gibt Podcasts und Videos und 4 Blogger. Neben der berühmten Washingtoner Konkurrenz (s.o.) eine gute Ergänzung für unseren Blick über den Atlantik.

Weiterlesen »

Preferred Blog: wunder/schön

Sowas gibt’s nur im Netz. Vorhin einen schönen tweet als RT gesehen. Dann die Autorin gefunden. Hat ein Blog. Habe ich gelesen. Fast zwei Stunden lang. Sehr selten. Einige Texte habe ich zweimal gelesen. Sowas gab es noch nie. Diese Frau ist eine Wucht. Ich kenne sie nicht, aber ich beneide ihren Freund. Denn wer solche Texte schreibt, der trägt die Flügel nach innen. Und nur so kann man wirklich fliegen. Lest das. Sofort und später. Und nächste Woche auch noch! Liebe Honig, schreib ein Buch.
Probe:
Zu spät bemerke ich die nahende Bedrohung, die Abteilung für Obst und Gemüse. Ich bin ein Kind der Generation Cheeseburger, nach dem Krieg gab es ja sonst nichts, und wer braucht schon Vitamine, die machen nur albern. Doch in diesem Augenblick geschieht, was ich nie für möglich hielt. Ich habe in dieser Abteilung einen Seelenverwandten gefunden. Es ist: eine Avocado. Avocado Hass.

Weiterlesen »

Preferred Blog: punktefrau

Ein Blog über Social Media ist ja keine Kunst, oder? Naja. Es gibt schon den Einen oder die Andere, der bzw. die so etwas macht. Da werden dann alle neuen Studien, alle Nutzerzahlen, alle neuen Säue im Dorf und uralte Kamellen durchgekaut. Das kann…nett sein. Bei Diplom-Medienwirtin Christine Heller (@punktefrau) ist das anders. Sie kümmert sich in ihrem Blog punktefrau um reale Themen aus dem Alltag derjenigen Kommunikationsmenschen, die Social Media einsetzen müssen: Also Aktionen, die niemanden zum Gähnen oder Erbrechen animieren. An vorderster Front ist da das Thema Social Media Monitoring.

Am 3. März war sie Zeuge, wie der Videopunk das Sterben der Frankfurter Rundschau für 2013 vorhersagte. Seit gestern wissen wir es besser. Sie ist schon diese Woche gestorben. Wer also jemanden braucht, der bei dem aktuellen Tempo der Medien mithält, der sollte das Blog aufmerksam studieren: Sie ist eine Macherin im Kommunikationsgeschäft rund um Social Media und hat genug Distanz, um nicht darin unterzugehen.

Achja…

Warnung: Ihr Blog kann Spuren von Hundecontent enthalten.

Weiterlesen »

Preferred Blog: Vorspeisenplatte

Wie soll ich anfangen? Die Vorspeisenplatte lese ich seit Anfang an, irgendwann 2005, 2006 oder sogar noch früher muss das gewesen sein. Dies ist ein ein echtes Blog. Nicht so ein Ding, wo einer Selbstmarketing betreibt, um dann in vier Monaten ein Buch über Kommunikation im Web oder Social Marketing zu inflationieren, bzw. nach einem Buch die Leser für Volume 2 bei der Stange zu halten. Die Kaltmamsell schreibt immer, wie ihr der Schnabel gewachsen ist – für sich und über sich. Sehr persönlich. Genau so soll ein Blog sein. Wer es mit echten Menschen zu tun haben will, sollte sich bei ihr umsehen. Ich kenne sie nicht in der Realität aber ihr Blog, und insofern würde ich nach all den Jahren des Mitlesens die Autorin übermorgen ungesehen heiraten. Für Neugierige ist es zumindest ein Reise wert. Die Beiträge sind sehr unterschiedlich, sehr tendenziell und sehr aufrichtig. Und es gibt dort tatsächlich auch sehr tolle Rezepte, also ist es ein Medium mit Mehrwert, viel mehr Wert als viele LifeStyle-Magazine die von professionellen Medienplanern immer hübsch haarscharf am Leser vorbei aber direkt auf die Anzeigenkunden geschneidert werden.

Weiterlesen »

Preferred Blog: Hyggelig

Allen die Geschmack haben, deren Wohnung, aber aus Ermangelung an Geld, guten Ideen oder einfach Zeit trotzdem etwas lieblos daher kommt – schließe ich mich mit ein –, möchte ich den Blog Hyggelig empfehlen. Die sympathische Catherin Hug stellt dort seit April 2010 Sommer 2008 einen wunderbaren Fundus an Einrichtungs-, Deko- und Design-Ideen zusammen. Am besten gefällt mir Ihre DIY-Kategorie: Die Stücke sind manchmal zwar etwas aufwendiger zum Nachmachen als gedacht, aber man muss ja auch nicht gleich mit einem Holzmöbel-Projekt beginnen.

Weiterlesen »

Preferred Blog: Sugarhigh.de

Es vergeht fast kein Tag mehr ohne einen Blick auf die exquisiten Berlin-Tipps von sugarhigh. Heute featuren sie superscull, einen kleinen Shop in Kreuzberg (auch als Onlineshop), der sich auf mexikanischen Todes-Kitsch spezialisiert hat. Pünktlich zum Día de Muertos (2.Nov). Ich bin auf sugar high schon zu Saloon styled Cocktail Bars gepilgert und habe sehr versteckte Ausstellungen besucht. Für alle deutschen und internationalen Berlinliebhaber (Texte auch in englisch) ein echtes treat!

Weiterlesen »

Preferred Blog: in|ad|ae|qu|at

Nicht alle Blogs sind Journale, in denen die Persönlichkeit der Autorin, des Autors im Mittelpunkt steht. Es gibt auch solche, die verstehen sich als Plattform, wo sich die Werke anderer und ihre Schöpfer bestmöglich entfalten sollen. in|ad|ae|qu|at ist ein Beispiel dafür. Nicht die Selbstverwirklichung, sondern die Ermöglichung steht hier im Zentrum.

Vielleicht deshalb gestaltet sich der Zugang zu in|ad|ae|qu|at zunächst etwas sperrig: Man sucht – als Blogger fast schon gewohnheitsmässig – nach dem vermeintlich kantigen Blog-Ich, nach der Persönlichkeit, die hinter dem Weblog steckt – und findet stattdessen Texte, Bilder und Töne unterschiedlichster Herkunft, ein Sammelsurium zunächst, dessen Ordnung erst auf den zweiten Blick ersichtlich wird – ebenso wie der dahinterliegende Gestaltungswille… Weiterlesen »

Weiterlesen »

Preferred Blog: Der Ohrenschützer

Wie schön und schonend für die Augen, wenn ich zwischendurch Netzliteratur nicht zu lesen brauche, sondern ihr zuhören kann! Besonders gern höre ich dem Ohrenschützer zu. Da kann man die eigentlichen Ohrenschützer, also die Stöpsel, getrost vergessen. Einfühlsam und mit einer klaren Sprache liest der Ohrenschützer eigene und fremde Texte, die er gerne auch mal mit Musik oder Geräuschen hinterlegt und so zu Hörstücken aufwertet, einer Kurzversion des Hörspiels. Seine Texte sammelt er mehrheitlich in der Szene der deutschsprachigen Literaturforen, und er schreckt auch vor skurrilen und experimentellen Texten nicht zurück. Poetisches und Slapstick, Düsteres und Heiteres, Nachdenkliches und Vordergründiges tanzen auf seinem Podcastblog einen schrill-bunten Reigen.

Das gesprochene Wort hat gegenüber dem geschriebenen den Vorteil, dass es noch ein Stück näher an mich heran kommt, mich stärker ergreift. Was wünscht man sich mehr für Literatur und literarische Versuche? Man mache die Probe aufs Exempel:

  • Ein wunderschöner Schmetterling: Poetische Träumerei an einer Abdankungsfeier, geschrieben von Jens Reimann. Oder ist es mehr als eine Träumerei?
  • Über das Gehen – Betrachtungen eines Rollstuhlfahrers: Ein frecher Text aus meiner eigenen Feder – mit Verlaub. Der Ohrenschützer macht ihn zur schönen Satire, die nachdenklich stimmt.
  • Bilanz von Günther Bach: Knapper und knackiger geht es kaum. Ein Gedicht mit Hang zur Lautmalerei, bestens geeignet für einen Podcast. Und bestens geeignet, um die Bilanz seines eigenen Lebens daran zu messen.

Es liest: Der Ohrenschützer

Crosspost von Walter Bs Textereien

Weiterlesen »