All posts under Paid Content

Journalismus ist nicht schön. Schade, Blendle.

Beauty is forever (image by J Dub [CC BY 2.0] via flickr)
Anfang des Jahres ging ich an einer Buchhandlung in Berlin-Mitte vorbei und entdeckte ein mir unbekanntes Buch von Jerome D. Salinger?—?“Die jungen Leute”. Es ist eine zweiundvierzigseitige Sammlung von drei bisher nicht auf Deutsch veröffentlichten Kurzgeschichten. Preis 14,99 Euro. Die Geschichten sind unterhaltsam, zeigen einen frühen Salinger, noch nicht den [...]
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Pocketstory: der gemütliche Online Kiosk

POCKETSTORY-Screenshot (Bild by obs/POCKETSTORY GmbH via Presseportal)
Diese eine Überschrift auf dem Titel überzeugt – aber der Rest nicht. Trotzdem das Magazin kaufen, oder es einfach lassen? Das Hamburger Startup Pocketstories eröffnet eine neue Möglichkeit, redaktionelle Inhalte mit seinen Lesern zu teilen, ohne diese dabei kostenlos freizugeben. Im Stil einem Mix aus iTunes und gängiger Paywall sammelt [...]
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5 Lesetipps für den 13. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um eine Analyse des Blogposts von Andrew Watts, die App Shuffle, YouTube, Golem Pur und den Aufstieg von Instagram. Ergänzungen erwünscht.

  • SOCIAL MEDIA Medium: An Old Fogey’s Analysis of a Teenager’s View on Social Media: Letzte Woche wurde viel über den Blogpost von Andrew Watts berichtet, z.B. habe ich auf Netzpiloten.de meine persönlichen Nutzungserfahrungen mit dem fast gleichaltrigen Jugendlichen aus den USA verglichen, doch andere Medien bewerteten die Eindrücke eines Einzelnen als Analyse einer ganzen Generation von Heranwachsenden. Das kritisert die Medienwissenschaflerin Danah Boyd, ebenfalls auf Medium, denn ihrer Erfahrung als Wissenschaftlerin nach, ist das Nutzungsverhalten von Jugendlichen von ihrer ethischen Herkunft, sozialem Status und kulturellem Hintergrund geprägt.

  • MEDIENWANDEL Nieman Lab: Shuffle wants to use Tinder-style swiping to learn what news you want on your phone » Nieman Journalism Lab: Vor einem Monat startete Shuffle, eine mobile Nachrichten-App der Media Group of America. Sie soll den Nutzern vor allem die Nachrichten zeigen, die normalerweise nicht in den sozialen Netzwerken, wie Facebook, geteilt werden. Besonders an diesem neuen Programm ist auch die Steuerung: mit einem intuitiven Fingerwisch blättert man sich durch die neuesten Meldungen, welche sich hierbei dem Nutzerverhalten anpassen. Der Artikel wirft einen interessanten Blick auf die Philosophie hinter Shuffle und die Art, wie Internetnutzer Medien teilen.

  • YOUTUBE Wirtschaftswoche: Streit im Paralleluniversum: Bei Youtube tobt der Kampf um die Stars: Die Videos auf YouTube haben sich inzwischen zum Milliardengeschäft entwickelt. Fast im Wochentakt entsteht auf der Videoplattform ein neuer viraler Hit oder ein neuer „YouTube-Star“. Doch auch wenn YouTube noch eine Parallelwelt ist und sich gerade erst von der Nische zur Branche entwickelt, tobt hinter den Kulissen ein Kampf der Medienkonzerne um Stars, Zuschauer und Werbegelder. Oliver Voss hat sich das Geschäft rund um YouTube genauer angeschaut und liefert einige interessante Einblicke.

  • PAID CONTENT Golem: Golem pur in Zahlen – In eigener Sache: Golem pur – eine erste Bilanz: Im Sommer letzten Jahres hat Golem mit „Golem Pur“ ein kostenpflichtiges Abo eingeführt. Ab 2,50€ im Monat gibt es für die Leser des Portals Werbe- und Trackingfreiheit. Nun, ein halbes Jahr seit dem Start von Golem Pur, zieht das IT-Portal Bilanz und teilt öffentlich seinen Lesern mit, wie viele Abonnenten das kostenpflichtige Angebot erreicht hat und wie viel im Vergleich zu anderen Portalen mit den Abonnements umgesetzt wird. Ein interessanter Bericht, der die Vor- und Nachteile des Paid-Content Modells aufzeigt.

  • INSTAGRAM Meshedsociety: The rise of Instagram, an app that has hardly changed for 4 years: Seit mehr als vier Jahren ist der Foto- und Videosharingdienst Instagram nun auf dem Markt. In dieser Zeit hat sich in einigen Bereichen viel getan, in anderen Bereichen nicht. So gehört Instagram heute zum einem mit mehr als 300 Millionen Nutzern zu den größten und schnellst-wachsenden Social Media-Diensten, zum anderen ist Instagram aber immer noch die schlichte, einfach zu bedienende App, die sich vom Design seit vier Jahren nicht verändert hat. Martin Weigert fasst die Entwicklung von Instagram zusammen und wirft einen kurzen, aber interessanten Blick in die Zukunft.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt arrival an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach departure an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

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Golem.de testet bezahlten Content

Golem Pur (Screenshot: Daniel Peter, via Golem.de)
Beim IT-Portal Golem.de wird derzeit ein neues Bezahlmodell ausprobiert. Für 2,50 Euro monatlich kann man jetzt alle Artikel ohne Werbung und Tracking genießen. // von Lars Sobiraj Bei der Berliner Klaß & Ihlenfeld Verlag GmbH wurde gestern ein neues Experiment gestartet. „Golem pur“ kostet pro Monat 2,50 Euro. Dafür sind [...]
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#rp14: Isabella David über Lokales und Geld im Journalismus

rp14-Talk über Lokaljournalismus (Bild: Tobias Schwarz, CC BY 4.0)
Im Interview spricht Mittendrin-Mitgründerin Isabella David über Finanzierungsmöglichkeiten von Blogs und ihre Ablehnung von Paid Content. // von Gina Schad Im Gedächtnis blieb ihre radikale Ablehnung von Paid Content: Isabella David, Mitbegründerin des Hamburger Blogs Mittendrin, hat im Mai auf der re:publica mit anderen Bloggerinnen und Journalistinnen über mögliche Finanzierungsmöglichkeiten [...]
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Native Advertising: Yahoos Stream Ads auch in Deutschland

Ab sofort bietet Yahoo das Native Advertising-Format Stream Ads auch in Deutschland an. Neuer Zündstoff in der Diskussion um Paid Content? Neben Display- und Search-Advertising bietet Yahoo mit den Stream Ads seinen Werbekunden nun auch in Deutschland ein Natives Advertising-Werbeformat an. Die neuen Stream Ads werden dabei automatisch für Smartphone, Tablet und Desktop optimiert ausgeliefert. Werbekunden solle so laut Yahoo ihre Zielgruppen einfach und effizient über verschiedene Endgeräte hinweg erreichen. Doch den Lesern dürfte nicht immer klar sein, was Werbung und was Content ist.

Yahoo startet Stream Ads in Deutschland

Mit den bereits vergangenen Herbst in den USA gestartetem Native Advertising-Format Stream Ads geht Yahoo den von Marissa Mayer eingeschlagenen Weg in die mobile Zukunft des Unternehmens auch im Werbebereich konsequent weiter. Die Stream Ads werden „nativ direkt und nahtlos in das Content-Umfeld“ auf der Yahoo Startseite eingebaut, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung heute bekannt gab. Desweiteren ist geplant, dass die Werbung auch „in Yahoo Mail und den entsprechenden Apps integriert“ wird. Weitere redaktionelle Umfelder sollen folgen.

Mit dem Relaunch der Yahoo-Startseite im letzten Jahr haben wir die optimalen Voraussetzungen für die Einbettung nativer Werbeformate geschaffen. Die Yahoo Stream Ads sind eine zeitgemäße, content-basierte Werbeform, die ganz klar auch der zunehmenden mobilen Internetnutzung Rechnung trägt und unser Vermarktungsportfolio perfekt ergänzt„, kommentiert Steffen Hopf, Managing Director und Country Commercial Director Yahoo Deutschland. Doch was Hopf als „content-basierte Werbeform“ betarchtet, unterscheidet sich im Contentstream kaum noch von redaktionellen Inhalten.

Für Angela Courtin, Präsidentin der Kommunikationsagentur Aegis Media, ist diese Webeform deshalb auch weniger „native“ als vielmehr kontextuell, wie sie gegenüber Digiday klarstellt: „Ich zögere diese Werbeformen als nativ zu bezeichnen; ich denke sie sind kontextuell„, also im Zusammenhang stehend zu den anderen Inhalten auf einer Seite.

Was ist Werbung und was noch Journalismus?

Und das macht den Erfolg von Stream Ads aus. Leser einer Seite klicken häufiger auf die Werbung, wenn sie zwischen den Artikeln im gleichen Design wie die journalistischen Werke dargestellt werden, als auf Bannerwerbung an den Rändern einer Seite. In dieser Erfolgsstrategie liegt aber auch die größte Gefahr für Yahoo. Manche Leser könnten sich getäuscht sehen, wenn ihnen Werbung für Journalismus vorgemacht wird und sollte es Yahoo nicht gelingen, populäre Marken mit kreativer Werbung für dieses Werbeformat zu gewinnen, könnten die Nutzer den Yahoo-Diensten den Rücken kehren. Wir konsumieren zwar immer lieber Werbung, aber dazu muss sie auch unterhaltsam sein.

Für Henrique de Castro, der bis Anfang des Jahres für das Werbegeschäft bei Yahoo zuständig war, muss deshalb auch bei der Industrie ein Umdenken einsetzen. „Die Industrie erkennt jetzt, dass Content und Kontext wichtig sind„. Er bezeichnete das als „Partnerschaft von Display und Native Display„.

Aktuelle Yahoo-Werbewirkungsstudien zeigen, dass Stream Ads bis zu siebenfach höhere Click-Through-Raten als herkömmliche Display-Kampagnen erreichen. Wie zufrieden die Nutzer damit sind und ob sie tatsächlich Werbung sehen wollten, geben die Studien aber nicht bekannt. In Deutschland, in der jegliche Form von Paid Content und Native Advertising oft sehr kritisch gesehen wird, bleibt abzuwarten, ob Yahoo hierzulande auch Erfolg mit diesem Werbeformat haben wird.


 


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5 Lesetipps für den 20. März

In unseren Lesetipps geht es heute um Social Porn, Minimalismus im Konsum, Windows XP im Bundestag, Paid Content im Journalismus und das Home Office. Ergänzungen erwünscht.

  • SEXUALITÄT The Guardian: Social porn – why people are sharing their sex lives online: Die Regel 34 des Internets besagt: Wenn es existiert, gibt es Online-Pornos darüber. YouTube – PornTube, Pinstagram – Pinsex, Instagram – Pornostagram, etc. Websites über Sex folgten meist den Entwicklungen von sozialen Netzwerken, denn Sex – also wer mit wem – ist ebenfalls ein sozialer Aspekt unseres Lebens. Frances Perraudin setzt sich im Guardian lesenswert mit Social Porn auseinander.
  • MINIMALISMUS Becoming Minimalist: 10 Reasons to Escape Excessive Consumerism: Unser Konsum ist Grundlage von ökonomischen Innovationen, aber auch gesellschaftlichen Problemen. Deshalb ist in den letzten Jahren eine Minimalismus-Bewegung entstanden, die sich bewusster mit ihrem Konsumverhalten auseinandersetzt und sich in Effizienz und Verzicht übt. Joshua Becker ist einer von ihnen und zählt in seinem Blog 10 Gründe auf, wieso sich ein minimalistischer Konsum persönlich lohnen kann.
  • SOFTWARE Handelsblatt: Wie Windows XP den Bundestag gefährdet: Das Problem ist symptomatisch für die deutsche Verwaltung und nicht auf den Bundestsag beschränkt, aber dem PArlament droht ein gewaltiges Sicherheitsproblem, wie Christof Kerkmann im Handelsblatt schreibt. Der Grund sind Computer, die immer noch mit dem Betriebssystem Windows XP laufen. Dafür bietet Microsoft bald keine Sicherheits-Updates mehr an, auf ein modernes oder sogar offenes Betriebssystem wurde aber noch nicht umgestellt.
  • PAID CONTENT G! gutjahrs blog: Ein neues Bezahlmodell für Journalismus: Lange haben Presseverlage die sogenannte Gratismentalität im Netz beklagt. Suchmaschinenbetreiber, Blogger und Leser wurden gar als Schnorrer verunglimpft. Zeit für einen Neustart, findet Richard Gutjahr und tritt zusammen mit dem Münchner Startup LaterPay den Beweis an, dass man mit Journalismus im Netz sehr wohl Geld verdienen kann, wenn man seine Leser ernst nimmt.
  • HOME OFFICE Netzwertig.com: Warum die Möglichkeiten des Home Office immer noch unterschätzt werden: Heimarbeit ist in Deutschland auf dem absteigenden Ast. Dabei ist die Möglichkeit gerade bei Webworkern eine gute Alternative, die auch immer größeren Verkehrsproblemen entgegen wirken kann. Jürgen Vielmeier findet auf Netzwertig.com, dass es wird Zeit, mit einigen Vorurteilen gegen das Home Office aufzuräumen.

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