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Markenschutz unter den Olympischen Ringen: Übertreibt das IOC?

Olympic Rings (adapted) (Image by Ozzy Delaney [CC BY 2.0] via flickr)

Die olympische Marke ist eine attraktive Option für Sponsoren, allein schon durch die weltweite Sichtbarkeit und dem mit den Spielen verknüpften Ideal des Gemeinschaftsgedankens. Multinationale Unternehmen zahlen atemberaubende Summer, um dem exklusiven Club der offiziellen Sponsoren beizutreten. Außerdem gibt es haufenweise Sondergesetzgebungen, die regulieren, wer von der olympischen Marke profitieren darf. Diese Gesetze gehen viel weiter als konventionelle Verbraucherschutz- oder Warenzeichenregelungen, die hauptsächlich dafür gemacht sind, die Konsumenten nicht zu verwirren. Dagegen verhindern die angesprochenen olympischen Sondergesetzgebungen jede unauthorisierte Verbindung mit den Spielen. Kritiker bezeichnen dies als spracheinschränkende Gedankenpolizei. Befürworter argumentieren, dass diese Exklusivität für Sponsoren notwendig ist. Bis zu welchem Ausmaß ist diese besondere Markenschutzregelung nun gerechtfertigt?

Olympia finanzieren

Ein großer Teil der Finanzierung von Olympia kommt von den Sponsoren. Nachdem es sich in den 1970ern finanziell abgekämpft hat, hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) seit den 1980ern begonnen, seine Einnahmequellen zu variieren. Die meisten Einnahmen kommen heute von Übertragungsrechten (47 Prozent) und Sponsorenverträgen (45 Prozent), unterstützt durch Ticketverkäufe und Merchandiseeinnahmen. An der Spitze der Sponsorenpyramide steht das olympische Partnerprogramm. Für Rio 2016 enthält dieses globale Marken wie Coca-Cola, McDonald’s, Samsung und Visa. Diese Spitzengruppe der Sponsoren generierte in der Zeit von 2009 bis 2012 insgesamt 957 Millionen US-Dollar für das IOC. Im Gegenzug werden Sponsoren wie Coca-Cola weltweite olympische Marketingrechte und Kategorieexklusivität (hier für nicht-alkoholische Getränke) zugesprochen. Das IOC verteilt dann mehr als 90 Prozent der olympischen Marketingeinnahmen über die Bewegung hinweg, inklusiver nationaler Komitees, ihre olympischen Teams und Athleten. Werbepartner helfen, die Spiele zu finanzieren.

Marketing aus dem Hinterhalt

Während das Sponsorenmodell des IOC weniger Sponsoren bevorzugt, die mehr bezahlen, bekommen die Spiele weiterhin weltweites öffentliches Interesse. Dies bietet eine unwiderstehliche Gelegenheit für diejenigen, die es sich entweder nicht leisten können, offizieller Sponsor zu sein oder es so auswählen. Es bereitet die Möglichkeit für sogenanntes Ambush Marketing (Marketing aus dem Hinterhalt). Die Markenschutzrichtlinien für die Rio beschreibt dies als „jeden bewussten oder unbewussten Versuch, für eine falsche, unauthorisierte kommerzielle Assoziation mit einer Marke oder einem Ereignis zu sorgen“. Ambush Marketing existiert mindestens auf zwei verschiedene Arten. Wenn es irreführend suggeriert, dass der Werbende offiziell mit den Spielen in Verbindung steht, ist es bereits nach bestehendem Recht ungesetzlich. Dann gibt es aber auch kreativere Versuche, um Mega-Sportereignisse indirekt und auf eine unterschwellige, clevere oder möglicherweise humorvolle Weise mit etwas Anderem zu assoziieren. Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland bemalte die Lufthansa die Nasen von 40 Flugzeugen mit Fußbällen. Wenig überraschend beklagte der offizielle Fluggesellschafts-Sponsor Emirates eine Übertretung – obwohl dies ohne Erfolg war, da die Abbildung zu allgemein war, als dass es durch Gesetze zum geistigen Eigentum geschützt wäre. Das IOC hingegen hat eifrig die Benutzung ihrer Logos geregelt. Es legte Londoner Cafés still, die das Olympia-Logo während der letzten Spiele in ihrem Namen verwendeten und verbot einem amerikanischen Strickverband die Nutzung von „Ravelympics“ (ravel = dt. Verstricken) als Namen für ihren Strickwettbewerb. Während spezifische Abbildungen und Ausdrücke die Grenze überschreiten, wenden sich manche Werbende unterschwelligeren Techniken zu. Während London 2012 zogen Werbeplakate des Onlinewettunternehmen Paddy Power den Unmut des IOCs auf sich, als sie sich selbst als offiziellen Sponsor des größten Sportereignisses in London in dem Jahr bezeichneten. Der Ort war London in Frankreich und das Ereignis war ein Eierlauf-Rennen. Auf die Anfrage, damit zu stoppen, drohte Paddy Power damit, die gesetzliche Gültigkeit des Assoziationsrechts zu anzufechten und die Klage wurde fallengelassen.

Gesetzliche Schlupflöcher

Als Reaktion auf diese indirekten Methoden wird sich vermehrt auf ein neues Gesetz zum geistigen Eigentum berufen – etwas, das man Assoziationsrecht nennt. Gesetze wurden für die Londoner Spiele geschrieben und Brasilien hat ähnliche Vorkehrungen eingeführt, die über das „Kern- und Penumbra“-Modell funktionieren. Im Kern sind bestimmte Begriffe oder Logos gegen jede direkte Reproduktion oder abgewandelten Gebrauch, der ähnlich genug ist, um eine Assoziation auszulösen, geschützt, inklusive Übersetzungen. Diese beinhalten das olympische Logo mit den fünf Ringen, das olympische Motto von Citius, Altius, Fortius, das paralympische Agitos-Logo, die Flammen und Begriffe wie olympische Spiele, paralympische Spiele und Rio 2016. Penumbraler Schutz is viel weitreichender. Jede andere Repräsentation, die auf Olympia anspielt, verstößt gegen das Assoziationsrecht. Um die Gerichte zu unterstützen, stellte der Akt der Londoner olympischen Spiele und paralympischen Spiele 2006 eine hinweisende – aber nicht eingehende – Liste von Begriffen zur Verfügung, die als assoziationsauslösend eingeschätzt wurden. Diese beinhaltete Kombinationen von Begriffen der ersten Gruppe („Spiele“, „Zwei Tausend und Zwölf“, „2012“ und „Zwanzig Zwölf“) und einer zweiten Gruppe („Gold“, „Silber“, „Bronze“, „London“, „Medallien“, „Sponsor“ und „Sommer“). Während zivilrechtliche und strafrechtliche Abhilfen vor Gericht zur Verfügung stehen, wurde in der Praxis eine koordinierte Kampagne von Unterlassungsklagen durchgeführt, die die Einhaltung sicherte, bevor formelle rechtliche Prozesse eingeleitet wurden. Bestimmte nicht-kommerzielle Nutzungen sind unter bestimmten Umständen verboten. Nachrichtensendungen, Aussagen über Fakten treffen oder persönliche Meinungen kundtun, während man sich der geschützten Ausdrücke bedient, sind verboten. Trotz alledem hat das Aufkommen von sozialen Medien manche dieser Grenzen verwischt. Zum Beispiel: Ist ein Posting auf einem viel gelesenen Blog, der durch Werbung unterstützt wird, eine nicht-kommerzielle Ausdrucksweise oder Meinung?

Gehen sie zu weit?

Ein gewisses Maß an Kontrolle über die Nutzung der olympischen Logos und Terminologie ist verständlich. Das IOC und seine Zugehörigen sollten die Mittel haben, Werbung zu unterbinden, die irreführend suggeriert, dass eine Sponsorenverbindung besteht oder wo geschützte Ausdrücke mit parteiischen, politischen oder religiösen Agendas in Verbindung gebracht werden. Aber weitgehende Assoziationsrechte sind aus mindestens drei Gründen schwierig zu rechtfertigen. Erstens gehen sie viel weiter als die meisten großzügigen Warenzeichenregelungen. Die internationale Warenzeichenvereinigung (International Trade Mark Association) hat Bedenken geäußert, dass übertriebene Gesetzgebung gegen Ambush Marketing daran scheitern wird, „die Interessen von offiziellen Sponsoren und Eventorganisatoren angemessen mit … den gesetzmäßigen kommerziellen Aktivitäten von anderen auszugleichen“. Zweitens wurde die Gültigkeit dieses Rechts nie vor einem Gericht geprüft. Es ist vorstellbar, dass das Assoziationsrecht unverhältnismäßig mit der kommerziellen Rede von Nicht-Sponsoren kollidiert oder deren Möglichkeit einschränkt, ihr eigenes (unantastbares) Eigentum, wie beispielsweise Warenzeichen, zu benutzen. Drittens: Wenn es eines der politischen Ziele von Mega-Events wie Olympia ist, die ökonomischen Vorteile über das Gastgeberland zu verteilen, dann ist ein hartes Durchgreifen gegen kleine Unternehmen, die versuchen am olympischen Wohlfühlfaktor teilzuhaben, fragwürdig. Fragen Sie nur mal den Metzger aus Weymouth in Dorset, der vor den Olympischen Spielen in London 2012 offiziell verwarnt wurde, weil er Abbildungen von fünf ineinander gelegten Wurstkringeln verbreitete. Das IOC ist berechtigt, seine Marke gegen schädliche Nutzung zu schützen – solche, die Verwirrung erzeugt oder ungewünschte Assoziationen hervorruft. Trotzdem wird Olympia durch ein weltweites öffentliches Wohlwollen erhalten bleiben. Die Symbolik der Spiele existiert im Geist der Öffentlichkeit. Wenn das IOC all dieses Wohlwollen beansprucht, während es auch als Zensor wirkt, geht es zu weit. Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Olympic Rings“ by Ozzy Delaney (CC BY 2.0)


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • INSTAGRAM techcrunch: Instagram CEO on Stories: Snapchat deserves all the credit: Der Onlinedienst Instagram bietet seinen Nutzern zusätzlich die Option an, die Einträge automatisch wieder verschwinden zu lassen. Damit kopiert das Unternehmen das Modell des Konkurrenten Snapchat. Gerade Snapchat wurde damit bekannt, dass der Dienst die Nachrichten, Fotos und Videos nach Sichtung der User wieder entfernt. Alles automatisch versteht sich. Ob das Erfolgsrezept auch bei Instagram anwendbar und erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten.

  • SOCIAL MEDIA gründerszene: Wann darf ich den Hashtag #Rio2016 verwenden?: Fußball-EM, WM, Olympia – regelmäßig zu sportlichen Großereignissen stellt sich die Frage, ob und in welcher Form sich Unternehmen oder Privatpersonen dieser Bezeichnungen werblich bedienen dürfen. So warnte unlängst das US-amerikanische Olympische Komitee Privatsponsoren von Athleten davor, auf Twitter Hashtags wie #Rio2016 #TeamUSA #Olympic #Olympian und #GoForTheGold zu verwenden. Inzwischen bestätigte auch der Deutsche Olympische Sportbund, dass man sich rechtliche Schritte gegen inoffizielle Sponsoren wegen der unerlaubten Nutzung des Twitter-Hashtags #Rio2016 offen halte.

  • MICROSOFT golem: Microsoft will Upgrade-Hintertür offenbar schließen: Eine spezielle Webseite Microsofts ermöglicht weiterhin den kostenlosen Download des Upgrades – der Hersteller hat den Link sogar selbst verbreitet. Gedacht ist sie für Nutzer, die bei der Nutzung von Windows 10 unterstützende Technologien benötigen, wie etwa eine Bildschirmlupe, einen Sprachwandler oder andere Bedienhilfen. Da Microsoft diesen Nutzern nicht die Gebühr für ihr Betriebssystem abknöpfen will, können sie sich das Upgrade weiterhin gratis herunterladen.

  • VIRTUAL REALITY vrnerds: Virtual Reality Inhalte – Masse statt Klasse?: Auf Steam und im Oculus Store befinden sich aktuell sehr viele VR-Spiele und VR-Erfahrungen. Allein auf Steam gibt es aktuell über 400 VR-Inhalte, die zum Kauf oder zur kostenfreien Nutzung bereitstehen. Mit dieser Zahl haben sich die Inhalte seit Mai verdoppelt und es stellt sich die Frage, woher so viele Inhalte kommen und ob diese auch ihr Geld wert sind.

  • ÜBERWACHUNG heise: Neue Datenbank beleuchtet die globale Überwachungsindustrie: Deutschland liegt hinter den USA, Großbritannien und Frankreich sowie vor Israel in den „Top 5“ der Nationen, in denen weltweit die meisten Hersteller und Exporteure von Überwachungstechniken sitzen. Dies geht aus dem überarbeiteten „Surveillance Industry Index“ (SII) hervor, den die Bürgerrechtsorganisation Privacy International am Dienstag gemeinsam mit dem Projekt Transparency Toolkit ins Netz gestellt hat.

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • GAMES sueddeutsche: Zurück in die Nullerjahre: De Maizière reanimiert Killerspiel-Debatte: Der Amoklauf am OEZ in München erschütterte am Wochenende die deutsche Gesellschaft. Mehrere Menschen verlieren ihr Leben durch einen Schützen, der seine Opfer wohl gezielt zu einer Fastfoodkette lockte. Der Bundesinnenminister, Thomas de Maizière, machte in einer Rede am Samstag eine Zeitreise. Was schon länger keinen Platz mehr in Diskussionen über Amokläufe fand, buddelt de Maizière nun wieder aus. Kein vernünftiger Mensch könne bestreiten, dass das unerträgliche Ausmaß von gewaltverherrlichenden Spielen im Internet auch eine schädliche Wirkung auf die Entwicklung von Jugendlichen habe.
  • YAHOO bloomberg: Verizon to End Yahoo Survival Fight With $4.8 Billion Deal: Der Überlebenskampf des Web Unternehmens Yahoo scheint ein Ende zu haben. Bevor die Märkte öffnen gab der amerikanische Telekommunikationskonzern Verizon bekannt, dass man das Kerngeschäft des Internetpioniers für rund 4,8 Milliarden US-Dollar übernehmen werde. Verizon hat wohl geplant, Yahoo mit AOL zusammenzulegen, um so im Bereich der Internetwerbung mit Facebook und Google konkurrieren zu können. Die Übernahme durch Verizon bedeutet, dass einer der bekanntesten Internetkonzerne nach 20 Jahren seine Eigenständigkeit verlieren wird.
  • PRISMA thenextweb: Prisma is now available to everyone on Android: Die Foto App Prisma, die auf einem Smartphone geschossene Bilder in das Design von „Malen nach Zahlen“ umwandelt, erfährt gerade einen großen Hype. Bisher war die App allerdings nur auf iOS Geräten zu ergattern. Das soll sich nun mit einem neuen Update ändern. Benutzer von Android Geräten sollen die App nun auch direkt vom Google Play Store downloaden können und müssen nicht mehr den Umweg über eine Einladung zu einer Beta Version gehen.
  • APP STORE t3n: Pokémon Go: Apple meldet Rekord-Downloadzahlen: Nach einem unfassbaren Wertanstieg der Nintendo-Aktie hat Apple nun bekanntgegeben, dass die Augmented-Reality-App „Pokémon Go“ einen Rekord im App Store aufgestellt hat. Genaue Zahlen veröffentliche Apple bisher wie gewohnt nicht. Auch unklar ist, ob im Google Play Store ebenso ein Rekord erreicht wurde. Ein Marktforschungsunternehmen schätzt die Download-Zahlen auf 7,2 Millionen in der ersten Woche. Zum Vergleich: Die populäre App Angry Birds kam damals nur auf 2,2 Millionen Downloads
  • KI wired: Den Olympia-Laufschuh von Nike hat eine KI entwickelt: Bald ist es wieder soweit und das Olympische Feuer wird wieder entzündet. Dann folgen die Sportler dem Ruf von Olympia und versuchen etwas Edelmetall zu erkämpfen. Besonders in der Leichtathletik hat dieses Event einen ganz besonderen Stellenwert, da die antiken Spiele vor allem in diesem Bereich ausgetragen wurden. Viele Leichtathleten werden entweder von Nike gesponsert oder benutzen die Schuhe des Unternehmens. Der neueste Schuh des Sportkonzerns soll der Schnellste der Welt sein und auf 100 Metern bis zu einer Zehntelsekunde schneller sein, als andere Schuhe. Das Besondere am Schuh – die Sohle wurde von Künstlicher Intelligenz entworfen.
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Samsungs „The Chant“: Den Barrieren trotzen

margret_stadion

Mit der Wiederentdeckung der Sport- und Tempelanlagen, durch deutsche Archäologen im griechischen Olympia, verbreitete sich der olympische Gedanke von Europa aus über die Ganze Welt. Der französische Baron Pierre de Coubertin äußerte damals eine klare und wichtige Meinung. Die „Jugend der Welt“ solle sich nicht auf Schlachtfeldern bekämpfen, sondern auf faire Weise bei Sportwettkämpfen messen. Seit 1896 finden alle vier Jahre die Olympischen Spiele statt. Bei den Spielen von Antwerpen, die nach dem ersten Weltkrieg ausgetragen wurden, waren zum ersten Mal die fünf ineinander verketteten Ringe das offizielle Logo. Der Sport hat die Fähigkeit Menschen über Grenzen und Ideologien miteinander zu verbinden. Länder, die es im politischen Alltag meist nicht einfach haben, können durch die individuellen Erfolge und Geschichten ihrer Sportler eins werden. Die Bevölkerung bekommt einen Athleten ihrer Nation zu sehen, den sie anfeuern können. Dieses Gefühl gibt vielen Kraft. Bei den diesjährigen Spielen wird das unter anderem bei Margret Rumat Rumat Hassan aus dem jüngsten Land der Welt, dem Südsudan, der Fall sein. Mit einem emotionalen Video will Samsung ihre Geschichte erzählen.

Olympia-Sponsor Samsung

Samsung startete mit seinem Sponsoring der olympischen Sportwelt bei den Spielen 1988 in Seoul. Bei den Winterspielen von Nagano 1998 ist Samsung zum erstem Mal Mitglied der Wireless Olympic Works (WOW) und führt diese Mitgliedschaft bis heute. Logischerweise ist Samsung in den Kategorien Wireless Communications Equipment und Mobile Devices gelistet. Die kabellose Technik von Samsung steht im neuen Kampagnenvideo im Vordergrund. Das Video zeigt zu Beginn die Hauptperson Margret, die sich in der Umkleide fertig macht. Sie steckt sich ihre Samsung Gear IconX cord-free Ohrstöpsel ein und verbindet diese mit ihrem Galaxy S7 edge. Während sich andere Sportler mit den verschiedensten Genres der Musikwelt motivieren, nutzt Margret die Stimmen ihrer Mitbürger aus dem Südsudan. Im Video macht der Zuschauer immer wieder einen Sprung zwischen den jubelnden, anfeuernden Südsudanern und einer hochkonzentrierten Margret Rumat Rumat Hassan, die sich durch die Katakomben auf den Weg ins Stadion macht.
Und vielleicht können ihre Landsleute dann wirklich dieses Jahr mit ihr über eine Medaille jubeln. Mit einer jungen Läuferin, die sich mit ihrem Sport gegen das Töten in ihrem Land stellt und den Barrieren des südsudanischen Alltags trotzt. Es könnte zu einer Erfolgsgeschichte werden, die diese junge, vom Bürgerkrieg zerrissene Nation so bitter nötig hat.


Image by Samsung


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Videokolumne vom 9. Februar 2014

Bildempfangsstörung (Bild Paulae [CC-BY-3.0], via Wikimedia Commons)

In der Videokolumne geht es heut viel um Film: Lustige Pressekonferenzen auf der Berlinale und herzliche Oscar-Kurzfilme. Und die glamourösesten Momente im Sport: Die Olympia-Eröffnungen. // von Hannes Richter

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Diese Woche standen mit dem Beginn der Berlinale und den olympischen Winterspielen im russischen Sotchi gleich zwei Großereignisse an. Deshalb geht es heute besonders um Highlights. Die ARD hat in ihrer Mediathek historische Olympiaeröffnungen gesammelt, die einen interessanten Einblick in die Geschichte des Momentes geben, wenn die ganze Welt gebannt auf einen Ort schaut. Die Berlinale ist ihr eigener Präsentator ihrer Highlights und Arte zeigt als Kontrast zu den Highlights der politischen Fernsehserien – House of Cards und Borgen – die ebenso sehenswerte britische Miniserie Secret State.

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Was ein Tweet so alles anrichten kann…

Wer auf Twitter zwitschert sollte aufpassen, was genau er dort von sich gibt. Besonders wenn er als öffentliche Person auftritt. Bereits zwei Olympioniken können jetzt schon ein Lied davon singen.

Tiraden im Olympia-Geschehen…

Da konnte wohl einer schlecht verlieren?! Nach dem verpatzten Olympia-Vorrunden-Match der Schweizer gegen die Südkoreaner (1:2) ist der Nationalspieler Michael Morganella mit beleidigenden Ausfällen auf Twitter gestern ins Visier der Sittenwächter geraten. Als „Bande geistig Behinderter“ beschimpfte er die Sieger-Elf aus Südkorea und ließ gegenüber dem gesamten Volk verlauten, dass er „sie alle fertig machen würde“.

Ebenso wie Morganella hat auch die Griechin Voula Papachristou sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert, als die Dreispringerin vergangenen Mittwoch ebenfalls über Twitter, mit einer rechtsradikalen Partei sympathisierte und sich im Rahmen dessen auch über afrikanische Migranten lustig machte.

Das Ende vom Lied? Rausschmiss aus dem Olympia-Kader und ein wahrscheinlich für immer beschädigtes Image.

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Netted im Überblick: Olympic 2012 Guide

Olympia 2012 steht an. Und ja, mal abgesehen von weniger erfreulichen Nachrichten wie dem Link-Embargo der Homepage, der Twitter-Zensur, Raketenwerfern auf Hausdächern und ein paar anderen zweifelhaften Umständen freuen wir uns doch auf neue Rekorde und phänomenale Höchstleistungen. London 2012 ist definitiv eines der Highlights dieses Jahres und insofern gehört diesem Event auch ein klein wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Des wegen präsentieren wir hier einmal einen Ausschnitt aus dem neuesten Olympic-2012-Guide von Netted by the Webbies. Vier interessante Links seht hier im kleinen Überblick. Und den Rest verlinken wir zum Schluss.

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Peking 2008: Bau dir deine eigene offizielle Website

Alle wichtigen Informationen zu den olympischen Spielen in Peking gibt es auf Peking2008.com, der offiziellen Website der Olympiade. Oder etwa doch nicht? Bei näherem Hinsehen zeigt sich, Peking2008.com ist ein Fake, mit den Organisatoren der Olympiade hat sie nichts zu tun. Statt dessen nutzt der Betreiber der Website das Look & Feel der offiziellen Website Beijing2008.cn, um Menschenrechtsverletzungen in China zu kritisieren.

Peking2008.com, die nicht ganz offizielle Website der olympischen Spiele
Screenshot von Peking2008.com: Tarnt sich als offizielle Olympia-Website, um Menschenrechtsverletzungen in China zu kritisieren

Spannend dabei: Nicht nur sieht die Fake-Website tatsächlich höchst offiziös aus. Sie bedient sich auch noch der Dienste der semi-professionellen Serienfälscher von A Fake Is A Fake (AFIAF). Das klingt zunächst schlimmer als es ist, hinter A Fake Is A Fake stecken die Medienkünstler Clemente Pestelli and Gionatan Quintini, die unter dem Namen Les Liens Invisibles mit den „unsichtbaren Links zwischen Infosphäre, neuronalen Synapsen und dem echten Leben“ spielen. Derzeit konzentrieren sie sich darauf, die Kluft zwischen der medialen Selbstinszenierung der chinesischen Regierung und der Menschenrechtsverletzungen vor Ort zu konzentrieren.

Dabei genügt es den beiden Italienern nicht, eigene Fake-Websites zu erstellen. Mit A Fake Is A Fake stellen sie anderen Aktivisten einen Baukasten zur Verfügung, der das Website-Fälschen einfacher kaum machen könnte. Einfach eine Domain registieren (AFIAF hilft), Theme auswählen (was darf’s sein: Beijing2008, New York Times oder doch lieber die Website der Bundeskanzlerin?), per Redaktionssystem entsprechende Inhalte einfüttern, fertig. Eine kurze Einführung gibt’s hier, wer Ernst macht findet wertvolle Tipps im Tutorial.

Noch nicht überzeugt, warum du einen eigenen Fake ins Netz stellen solltest? Die A Fake Is A Fake gibt die Antwort: „It’s radical. It’s subversive. It’s creative. It’s fun (most of the time).“ Wenn das keine Argumente sind, was dann?

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Olymponiken dürfen bloggen – bedingt

Die Teilnehmer der Olympischen Spiele dürfen bloggen. Das IOC hat den Athleten erstmals grünes Licht gegeben, so dass wir im Sommer spannende Berichte aus dem olympischen Dorf erwarten dürfen.

Gleichzeitig stellte das IOC aber genaue Regeln auf, meldet Reuters:

„The IOC considers blogging…as a legitimate form of personal expression and not a form of journalism,“ the IOC said.

„It is required that, when accredited persons at the Games post any Olympic content, it be confined solely to their own personal Olympic-related experience,“ it said.

Sehen wir mal darüber hinweg, dass das IOC versucht, Bloggen als rein persönliches Hobby darzustellen und Blogs einfach generell abspricht, journalistischen Ansprüchen zu genügen.

Sonderlich frei dürfen die Sportler auch unter den neuen Regeln nicht bloggen. Streng verboten bleiben beispielsweise sowohl Audio- und Videobeiträge. Auch sind Fotos nur dann erlaubt, wenn sie nicht innerhalb der Sportarenen sowie anderer medial genutzer Flächen entstanden sind – hier sind dem Kommittee offenbar die TV-Verträge wichtiger als die Chance der Athleten, sich frei auszudrücken.

Für uns Leser könnte es dennoch spannende Einblicke in das tägliche Treiben hinter der Sportkulisse geben, wenn auch nur zwischen den Zeilen. Ein wenig mehr Mut zur Offenheit seitens des IOC wäre schön gewesen. Ob aber der chinesischen Regierung die offizielle Billigung von Blogs gefällt? Zweifelhaft.

(via)

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