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Das neue Twitter Design – Schlanker, aber mit neuen Features

Als ich kürzlich auf Twitter ging, dachte ich zuerst, irgendetwas verstellt zu haben. Die Trends waren auf der anderen Seite und den oberen Rand zierte nun zusätzlich ein Hashtag-Symbol. Ich habe Google nach Neuigkeiten zu Twitter befragt: Nichts. Ich habe auf Twitter geschaut, ob irgendein Hashtag dazu trendet: Nichts. Das neue Design wird derzeit nämlich erst Stück für Stück ausgerollt und ich war einer der Glücklichen, die es nun zu Gesicht bekommen haben. Warum nicht nutzen, um meine Eindrücke mit der Allgemeinheit zu teilen? Außerdem könnt ihr das neue Design auch problemlos selbst ausprobieren.

Übrigens: Offenbar testet Twitter derzeit verschiedene Designs. Meine Erfahrungen sind damit also eventuell nicht allgemeingültig, da sie sich nur auf ein Design beziehen.

Mehr Trends im Twitter Redesign

Als Erstes sticht die obere Leiste ins Auge. Wo zuvor Startseite, Mitteilungen und Nachrichten neben ihrem Icon auch eine Beschriftung hatten, fällt diese nun weg. Zumindest für den geübten Social Media Nutzer sind die Icons allerdings aussagekräftig genug. Hinzu kommt ein neues Symbol in Form eines Hashtags.

Unter diesem Symbol werden euch, wie schon auf der Twitter-Hauptseite, Trends aus eurem ausgewählten Land vorgestellt. Darüber hinaus werden aber auch Beiträge und Personen, basierend auf den Personen, denen ihr folgt, vorgeschlagen.

Schlanker mit zwei Spalten

Eine weitere Änderung, die stark ins Auge fällt, ist das schlankere Design. Statt drei Spalten beschränkt sich das Design auf nur noch zwei. Die linke Spalte des alten Designs fällt weg. Die Kurzübersicht des eigenen Accounts wurde gestrichen und die Trends sind auf die rechte Seite über die „Wem folgen?“-Empfehlungen gewandert.

Der Hauptbereich ist von der Größe her trotzdem gleich geblieben, lediglich die rechte Spalte bekommt etwas mehr Platz spendiert. Insgesamt beansprucht das neue Design aber weniger Breite und sieht deutlich aufgeräumter und damit moderner aus als zuvor.

Etwas mehr mobile

Allerdings geht das neue Twitter Design auch einen Schritt weiter Richtung Mobile. Das Design ist klar auf Mobilgeräte ausgelegt, obwohl sich da auch die Twitter-App anbietet. So gibt es das sternchenartige Symbol aus der App, über das ihr auswählen könnt, ob ihr lieber die besten oder die neuesten Tweets angezeigt bekommen wollt. Mir kam die Timeline etwas seltsam vor, bevor ich entdeckt hatte, dass einfach nur die „besten Tweets“ voreingestellt waren. Erst dann bemerkte ich das neue Symbol und habe mir wieder meine chronologische Timeline zurückgeholt.

Etwas schade ist, dass mir in der Suche unter den neuesten Tweets nicht mehr angezeigt wird, wie viele neue Tweets seit der letzten Aktualisierung hinzugekommen sind. Das war immer ganz interessant, um abzuwägen, ob sich eine Aktualisierung lohnt. Vielleicht ist das Design an der Stelle aber auch einfach noch nicht komplett.

Ebenfalls sehr mobil-orientiert sind die Kippschalter, um beispielsweise den Dunkelmodus oder den neuen Datensparmodus einzuschalten. In diesem werden Bilder und Videos nur geladen, wenn ihr es ausdrücklich wünscht. Sehr brauchbar, wenn man mobil unterwegs ist und das monatliche Limit schon wieder fast erreicht oder sogar überschritten ist.

Setze ein (Lese-)Zeichen

Das neue Twitter Design bietet nun übrigens die Möglichkeit, Lesezeichen zu setzen. Endlich! Wie oft habe ich schon nach lustigen Tweets gesucht, die ich zeigen wollte und musste dann bemerken, dass diese überraschend weit zurückliegen. Wo ihr vorher unten rechts unter dem Tweet diesen als Direktnachricht verschicken konntet, habt ihr nun die Möglichkeit, den Tweet als Direktnachricht zu senden, den Link zum Tweet zu kopieren oder ihn als Lesezeichen hinzuzufügen.

Die Lesezeichen findet ihr in den Account-Informationen zwischen den Listen und den Moments. Die Lesezeichen lassen sich später entweder einzeln oder auch alle gleichzeitig entfernen. Für mich ist das Lesezeichen-Feature ein ganz klarer Zugewinn. Wenn man jetzt noch Tweets nachträglich bearbeiten könnte (oder zumindest innerhalb der ersten Stunde), wäre ich fast restlos glücklich.

Die lustigsten oder besten Tweets einfach als Lesezeichen setzen um sie später einfacher zu finden. Echt praktisch! Image by Stefan Reismann

Das neue Twitter Design selbst ausprobieren

Auch wenn ich das neue Twitter Design automatisch bekommen habe, können auch andere in den Genuss kommen. Zumindest auf unserem Firmenaccount haben wir nun eine Mitteilung oben in der rechten Spalte, die uns über das neue Design informiert. Auch im Menü gibt es ganz unten den Punkt „Probiere das neue Twitter aus“.

Und keine Sorge, das neue Design ist keine Einbahnstraße. Im neuen Design gibt es die Möglichkeit, über das Menü zum alten Twitter zurück zu wechseln.

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Image by Thomas Pajot via stock.adobe.com

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Mobile First – hier noch Theorie, in Asien bereits Realität

iPad (adapted) (Image by fancycrave1 [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Gerade in Zeiten des digitalen Medienwandels ist „Mobile First“ ein viel besprochenes Konzept – in Asien wird es bereits gelebt. Im offiziellen Blog von Google Asia Pacific schreibt Chief-Marketing-Officer Simon Kahn über die seine Region betreffenden Untersuchungsergebnisse des Consumer Barometers, in dem Google in diesem Jahr die mobile Internet-Nutzung von Menschen in der ganzen Welt untersucht hat. Für Asien kam heraus, dass das „Mobile First“-Konzept bereits im Alltag angekommen ist, was den lokalen Unternehmen einen Vorsprung in der Entwicklung mobiler Strategien verschafft.

Auf dem Blog schreibt Simon Kahn:

Asia has gone mobile-first. This is no longer a future trend, on some dim and distant horizon—it’s already happened in the past year. (…) In Asia, consumers are living in a mobile-first world that needs new products and services built with mobile in mind, not as an after thought or nice-to-have. There’s a great chance here for Asian businesses to lead the world in mobile-first innovation by reacting fast to the revolution that’s happened on the streets right outside their office doors. All they need to do is heed the consumers’ call.

Den gesamten Consumer Barometer findet man hier.


Image (adapted) „iPad“ by fancycrave1 (CC0 Public Domain)

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5 Lesetipps für den 16. September

In unseren Lesetipps geht es heute um Netflix, Googles Ambitionen mit Android One, Facebooks Unvollkommenheit, das Leistungsschutzrecht und Blogging. Ergänzungen erwünscht.

  • NETFLIX Wall Street Journal: Netflix startet in Deutschland: Es ist Dienstag und Netflix ist in Deutschland angekommen. Und auch wenn jetzt schon klar ist, dass die Inhalte nicht mit dem viel gelobten Programm in den USA mithalten werden, wird es spannend sein, wie der Streaming-Dienst sich in Deutschland machen wird. Bisher konnten Anbieter hier nicht gerade mit spannender Vielfalt überzeugen und das Netflix sich diverse Filme mit Til Schweiger für ze Germans gesichert hat, lässt mich daran zweifeln, dass das in absehbarer Zeit besser wird. Nichtsdestotrotz verdient das von Reed Hastings gegründete Unternehmen Beachtung und die gibt ihm Jörgen Camrath auf den Seiten des Wall Street Journal.

  • ANDROID ONE Official Google Blog: For the next five billion: Dieser Lesetipp ist zwar ein Blogpost auf einem Firmenblog und damit sicher durch Dutzende Marketing-Korrekturschleifen gegangen, aber davon mal abgesehen zeichnet Googles Android-Chef Sundar Pichai ein interessantes Bild vom Nutzen preiswerter Smartphones, in denen hochwertige Technik verbaut ist. Google möchte das mit der „Android One“-Reihe schaffen und die Welt würde wahrscheinlich wirklich eine andere sein, wenn Menschen mit wirklich niedrigen Einkommen, egal in welchen Ländern, Zugang zu Technologien haben, die sie mit dem Internet verbinden. Also lest bitte zwischen den Zeilen, denn warum Google das macht, ist ein über die Interessen einer Firma hinausgehendes Problem bzw. Möglichkeit unserer globalisierten Welt.

  • FACEBOOK Re/code: Facebook Will Never Perfect Mobile — And That’s Okay: Das die Facebook-App ein großer Mist ist, wäre mir an sich kein Lesetipp wert, auch nicht, dass das sogar Facebooks Chefingenieur Jay Parikh offen zugibt. Aber der Gedanke, dass in der sich stets weiterentwickelnden Digitalisierung sowieso nie Perfektion erzielt werden kann und das sich sogar das als „Mobile-first“-Unternehmen bezeichnende Facebook damit abfindet ist interessant, denn dieser Raum für Verbesserung wird Facebooks Grundlage sein, die Marke von zwei Milliarden Nutzern zu erreichen. Ist das getan, wird die mobile Nutzung voran geschritten sein, die App ihr wieder hinterher hinken und Facebook Möglichkeiten haben, durch Verbesserung drei Milliarden Nutzer anzuvisieren. Unvollkommenheit kann ganz schön lukrativ sein.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Zeit Online: Das Leistungsschutzrecht kennt bisher nur Verlierer: Während die das Leistungsschutzrecht durchgesetzten Presseverlage von Google immer noch kein Geld für die Snippets im Nachrichten-Aggregatordienst Google News haben wollen, ziehen kleinere Suchmaschinen schon Konsequenzen und listen bestimmte Verlage aus den Suchergebnissen aus. Auf Zeit Online erklärt Patrick Beuth, warum T-Online und das Unternehmen 1&1 mit seinen Marken GMX und Web.de sich zu diesem Schritt entschieden haben.

  • BLOGGING LinkedIn: How I Write Blogs: Und zum Schluss noch eine wirklich lesenswerte Motivation, warum man ein Blog führen sollte, von niemand geringeren als Virgin-Gründer Richard Branson, der auf seinem LinkedIn-Blog erklärt, wie und warum er eigentlich so viel bloggt. Besonders gut gefällt mir, neben der mal wirklich existierenden Authentizität bei seinen Blogposts, dass für Branson das Bloggen nicht nur ein Weg der Kommunikation seiner Agenda ist, sondern Ausgangspunkt von Debatten, die dann vor allem in den sozialen Medien weitergeführt werden.

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5 Lesetipps für den 27. August

In unseren Lesetipps geht es heute um das neue Design von Quartz, das Kill Switch-Gesetz, die NSA kopiert Google, Messanging und wissenschaftliche Politik. Ergänzungen erwünscht.

  • QUARTZ Katharina Brunners Blog: Das neue Design ist nicht das tolle an Quartz: Auf ihrem Blog schreibt unsere Autorin Katharina Brunner über das neue Webdesign von Quartz, eine meiner Lieblingsseiten in diesem Internet. Dabei setzt sich Katharina mit dem Mobile First-Design auseinander und die Darstellungen von Texten unter der Annahme, dass die Startseite tot ist.

  • KILL SWITCH ReadWrite: How California’s Smartphone Kill Switch Law Could Affect Everyone: In Kalifornien wird mit einem seltsamen Gesetz auf den verbreiteten Diebstahl von Smartphones reagiert. Ab dem 1. Juli 2015 dürfen in dem US-Bundesstaat nur noch Smartphones verkauft werden, deren Betriebssystem bei Diebstahl per Fernsteuerung gelöscht werden kann und somit unbrauchbar werden. Doch das Gesetz hat vielleicht negative Folgen für die Nutzter, wie Adriana Lee auf ReadWrite erklärt.

  • ÜBERWACHUNG Golem.de: NSA hat eigene Suchmaschine gebaut: Auf Golem berichtet Thorsten Schröder, dass die NSA offensichtlich seit Jahren eine Google-ähnliche Suchmaschine nutzt, um schnell und effizient auf die durch die Überwachung gesammelten Daten zugreifen zu können. Interessanter ist, dass die Informationen neu veröffentlichten Snowden-Dokumenten stammt, was seit Monaten nicht mehr vorgekommen ist.

  • MESSANGING ReadWrite: Why We Need Messaging Apps: Im Zeitalter von sozialen Netzwerken ist das Teilen von Inhalten auf Facebook, Twitter & Co. schon Standard geworden, doch paradoxerweise teilen wir auf diese Weise viele Inhalte mit am Ende wenigen Leuten. Effizienter ist das direkte Teilen, ermöglicht durch Messenger-Apps. Auf ReadWrite schreibt Selena Larson, warum Messaging wichtig ist und nicht so schnell weggehen.

  • VERHALTENSÖKONOMIE F.A.Z.: Kanzlerin sucht Verhaltensforscher: Das Bild des wissenschaftlichen Regierens passt eigentlich ganz gut zu Bundeskanzlerin Angela Merkel. So verwundert es eigentlich nicht, dass das Bundeskanzleramt drei Referenten mit tiefen Kenntnissen über Psychologie, Anthropologie und Verhaltensökonomik für den Stab Politische Planung, Grundsatzfragen und Sonderaufgaben sucht. Ziel ist es, neue Methoden für „wirksames Regieren“ zu erproben. Dafür sollten Erkenntnisse der Verhaltensökonomie stärker genutzt werden. Denn Forscher hätten herausgefunden, „dass viele Menschen so handeln, dass es ihren eigenen Interessen widerspricht“. Ein wahrscheinlich altbekanntes Problem der Politik.

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5 Lesetipps für den 22. August

In unseren Lesetipps geht es heute um die Digitale Agenda, die Deutsche Welle kündigt einer Bloggerin, BuzzFeed, Bürgerpflicht gegen Trolle und die Top 25 mobiler Apps. Ergänzungen erwünscht.

  • DIGITALE AGENDA EAID: Was bringt die Digitale Agenda für den Datenschutz und die Informationsfreiheit?: Über das Digitalprogramm der Bundesregierung namens „Digitale Agenda“ gibt es leider kaum was Gutes zu sagen, denn im Jahr 2014 hätte die Politik weiter sein sollen und sich Ziele setzen, die nicht schon das Erreichte anderer Länder unterbieten und sogar teilweise einen Rückschritt zum Koalitionsvertrag darstellen. Der ehemalige Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat sich mit dem Bereich Datenschutz und Informationsfreiheit beschäftigt und trotz des durchwachsenen Ergebnisses positive Anknüpfungspunkte entdeckt.

  • DEUTSCHE WELLE NYTimes.com: German Broadcaster Fires Chinese Blogger: In China entwickelt sich für die Deutsche Welle eine kleine Staatsaffäre, die es in sich hat. Hauptakteure sind die Bloggerin Su Yutong, der mir aus langen Nächten des Politikstudiums bekannte Autor Frank Sieren und das Tiananmen-Massaker von 1989. Ytong wurde wegen kritischer Tweets gekündigt, in dem sie sich darüber beschwerte, dass weniger kritischen Artikeln, vornehmlich von Frank Sieren, mehr Platz eingeräumt wurde und dieser auch noch die Geschehnisse des Sommers 1989 relativierte. Eine heikle Entscheidung der Deutsche Welle, denn auch wenn Yutongs Art und Weise der Kritik gegenüber einem Kollegen unangebracht war, scheint ihre Kritik nicht unberechtigt zu sein.

  • BUZZFEED Badoink: Things Are Looking Good for BuzzFeed: Neuigkeiten stehen in Ivor Irwins Artikel über BuzzFeed nicht drin, aber er führt einem mit wenigen Worten nochmals vor Augen, wie extrem anders BuzzFeed funktioniert, wieso sie damit Erfolg haben und warum Algorithmen in Zukunft der wichtigste Aspekt für Medienunternehmen sein werden. Das die das einem nicht glauben, ist klar. Aber hier stand es dann, lange bevor es passierte. Zeitungen haben nur noch als Nischenprodukt eine Zukunft.

  • TROLLE Zeit Online: Lasst die Trolle verhungern: Einen x-ten „Füttere die Trolle nicht!“-Artikel würde ich hier kaum empfehlen, auch wenn er von Zeit Online-Chefredakteur Jochen Wegner kommt, aber es sind seine hier tiefer gehenden Gedanken, die den Artikel lesenswert machen. Er sorgt sich zwar darum, dass die nicht existierende Utopie „einer digitalen Agora, in der Gleiche mit Gleichen frei kommunizieren, ungefiltert und unverfälscht“ in Gefahr ist, trifft aber einen Punkt, wenn er als neue Bürgerpflicht ansieht, auch bei der Kommunikation im Internet eine Form von Courage zu zeigen, denn Gesetze wie ein „Vermummungsverbot im Internet“ würde mehr Freiheiten kosten als uns lieb wäre. Es liegt wohl an uns allen Trollen entgegen zu treten, wenn wir sie sehen, auch wenn das im Widerspruch zur Überschrift steht.

  • MOBILE FIRST Quartz: These are the 25 most popular mobile apps in America: Dan Frommer listet auf Quartz die 25 meistgenutzten Mobile-Apps in den USA auf und zu meiner Überraschung ist der von Facebook gekaufte Messenger WhatsApp nicht dabei, aber der Kik Messenger auf Platz 25. Ansonsten bleibst festzuhalten, dass Facebook die Liste mit Abstand anführt, Google aber die meisten Apps auf der Liste platzieren konnte und Yahoo sich ganz ordentlich anstellt. Microsoft sollte mal (wieder) alles grundlegend überdenken.

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5 Lesetipps für den 18. August

In unseren Lesetipps geht es um mobile Nachrichten-Apps, Cyberpunk, die Zukunft von LinkedIn, Überwachung und Startups, die auf Datenschutz setzen. Ergänzungen erwünscht.

  • MOBILE FIRST Monday Note: The Future of Mobile Apps for News: Auf Mondaynote.com haben Frédéric Filloux und Jean-Louis Gassée einen Artikel über die Zukunft mobiler Nachrichten-Apps geschrieben und mir klar gemacht, warum ich die Apps von Süddeutsche.de, Stern.de & Co. so schlimm finde, warum das auch sieben Jahre nach dem ersten Smartphone noch so ist und wie sich Nachrichten-Apps in Zukunft entwickeln werden. Die Antwort hat viel mit dem Verständnis von Technologie und die Auswertung von Nutzerdaten zu tun, also zwei Sachen mit denen man sich in Deutschland gerne schwer tut.

  • CYBERPUNK Open Culture: 1990 Documentary Featuring William Gibson & Timothy Leary Introduces the Cyberpunk Culture: Unmittelbar mit der Digitalisierung unser Gesellschaft entstand der Begriff „Cyberpunk“, der seit den 80er Jahren in Videospielen, der Literatur, Filmen und natürlich der Berichterstattung über Technologisierung verwendet und geprägt wurde. Colin Marshall hat auf Openculture.com ein interessante Dokumentation aus dem Jahr 1990 ausgegraben, die man sich hierzulande mithilfe der Umleitung über einen Proxy-Server anschauen kann und die einen spannenden Einblick in Cyberpunk gibt.

  • LINKEDIN The Economist: Workers of the world, log in: Das kommt jetzt vielleicht aus der Schublade mit den Aufschrift „Phantasievolle Geschäftsmodelle“, aber im The Economist ist ein interessanter Artikel erschienen, der erst lesenswert erklärt, wie LinkedIn die Vermittlung von professionellen Berufstätigen revolutionierte, durch das enorme Mitgliederwachstum in Zukunft aber höhere Ziele haben könnte. Wohl kein Unternehmen sammelt global so viele Daten über Arbeitsmärkte wie LinkedIn. Was liegt da näher als den weltweiten Arbeitsmarkt zu analysieren und damit der größte Wirtschaftsversteher der Welt zu werden? Das ist nicht nur für die Wissenschaft interessant, sondern auch für die Politik und expansionsfreudige Unternehmen. Sie sind am Zug, Mr. Weiner.

  • ÜBERWACHUNG Noisey: How Boston Police Used Facial Recognition Technology to Spy on Thousands of Music Festival Attendees: Nach dem Bombenanschlag beim Boston-Marathon wirkte es so, dass die Stadt vor allem durch Gesten der Solidarität auf den Terrorismusakt reagiere. Die Polizei natürlich nicht, wie sich jetzt über ein Jahr später bei einem weiteren Bostoner Großevent zeigt. Zwar war wenig Polizei auf dem Musik-Festival zu sehen, das lag aber daran, dass fast das gesamte Publikum elektronisch überwacht wurde und Gesichtserkennungssoftware zum Einsatz kam. In Vices Musikableger Noisey schreibt Luke O’Neil über die Überwachung des Festivals und das Gefühl, wie ein Verdächtiger behandelt zu werden.

  • STARTUPS Wall Street Journal: Snowden wird zum Geburtshelfer für Startups: Im Wall Street Journal schreibt Stephan Dörner über Startups, die die durch Edward Snowden aufgedeckte Überwachung zum Anlass genommen haben, ihr Geschäftsmodell auf den europäischen Standortvorteil Datenschutz aufzubauen. Wenn aber ein paar Mailanbieter, wenig erfolgreiche und schlecht umgesetzte Messenger, sowie ein Serveranbieter, von dem Sicherheit auch schon vor Snowden erwartet wurde, alles sind, was als Reaktion der Startup-Szene angesehen werden kann, sehe ich eigentlich keine richtige Wirkung. Und warum sollten sich auch Firmen nach einem angeblichen Sicherheitsbedürfnis der Kunden ausrichten, wenn diese weiterhin Dienste wie Facebook, Dropbox, Google. Skype oder WhatsApp nutzen? Die deutschen Standards im Datenschutz sind wirklich gut, aber Nutzungsverhalten macht nicht an Ländergrenzen halt.

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5 Lesetipps für den 6. August

In unseren Lesetipps geht es heute um Social Media im Krieg, die Geschichte von Foursquare, Netzneutralität, Mobile First und Smart Country. Ergänzungen erwünscht.

  • SOCIAL MEDIA Medium: Israel, Gaza, War & Data: Die Digitalisierung erfasst unsere ganze Gesellschaft. In guten und schlechten Zeiten. Auch einen Krieg erleben wir heute digital, sei es in den eingesetzten Waffen oder der Berichterstattung darüber. Auf Medium erklärt Gilad Lotan, welchen Einfluss soziale Netzwerke auf die Wahrnehmung eines Krieges hat. Vermeintlich „näher“ dran zu sein erhöht nicht die Wahrheit, denn die Journalismus ausmachende Distanz, Einordnung und Bewertung geht verloren.

  • FOURSQUARE Mobile Rocket Science: Die Geschichte von Foursquare: Was aus Foursquare werden wird, scheint noch ungewiss zu sein, seitdem das Unternehmen seine Check-in-App von einem sozialen Netzwerk in einen Yelp-Konkurrent verwandeln möchte. Spannend ist aber auch die Firmengeschichte, deren Meilensteine der Blogger Mario Havanna lesenswert auf Mobile Rocket Science zusammenfasst.

  • NETZNEUTRALITÄT Golem.de: Verizon erzieht seine Kunden zum fairen Datenverbrauch: In den USA versucht der Netzbetreiber Verizon seine Bestandskunden, die noch Verträge mit unbegrenztem Datenverkehr haben, zu mehr Datensparsamkeit zu erziehen, in dem sie gedrosselt werden. Neukunden sind davon ausgenommen, weshalb FCC-Chef Tom Wheeler dem Unternehmen vorwirft, auf diese Weise Altkunden in die neuen Verträge mit festgeschriebener Drosselung zu zwingen.

  • MOBILE FIRST Digiday: Should publishers really think ‚mobile-first‘?: Auf Digiday erklärt Ricardo Bilton, dass Internettraffic kein Nullsummenspiel ist und sich die Nutzung am Desktop und die mobile Nutzung eigentlich ergänzen. Während von 9 bis 18 Uhr vermehrt am Desktop gelesen wird und dieser Anteil sogar noch wächst. wird vor allem vom Abend bis zum nächsten Morgen, wenn die meisten also nicht am Arbeitsplatz sind mobil gelesen.

  • SMART COUNTRY Politik-Digital.de: Das Internet der Dinge auf dem Land: In der aktuellen Debatte um „Smart Cities“ wird zu Unrecht ausgeklammert, dass der Großteil der deutschen Bevölkerung außerhalb von Metropolen und Ballungsräumen lebt. Auf Politik-Digital.de plädiert Gerald Swarat, dass die dringenden gesellschaftlichen Probleme, denen sich die Regionen stellen müssen, auf die Tagesordnung einer Digitalen Agenda gesetzt werden müssen.

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5 Lesetipps für den 9. April

In unseren Lesetipps geht es um eine Fahrt mit dem Tesla Model S, die Konkurrenz von Comcast, Alan Trefler kritisiert Mobile-First, Vorratsdatenspeicherung und Journalismus in Jordanien. Ergänzungen erwünscht.

  • ELEKTROMOBILITÄT Curved: Roadtrip mit dem Tesla Model S nach Los Angeles: Für Curved hat Elisabeth Oberndorfer einen Ausflug mit dem Tesla Model S gemacht. Doch auch die edelste Verarbeitung und innovativste Technologie, die den Tesla Model S wohl zum besten Elektro-Auto auf dem Markt machen, hat ihre Schattenseiten. Auf Twitter warnt sie vor allem Musk-Jünger und Tesla-Fans vorm Lesen ihres Artikels.
  • COMCAST Ars Technica: Without Time Warner Cable, Comcast can’t compete against Google, Netflix: Der US-Kabelnetzbetreiber Comcast muss vor dem US-Kommunikationsausschuss begründen, warum sie Time Warner Cable, Platz 2 hinter Comcast im nationalen Vergleich, für rund 45 Milliarden US-Dollar kaufen wollen. Das 175 Seiten langen Statement zusammengefasst zeigt, dass moderne Internetunternehmen wie Netflix, Google und Apple als Hauptbedrohung wahrgenommen werden, denn diese Unternehmen agieren global und können so mit mehr Ressourcen und Innovation auf dem US-Markt konkurrieren.
  • MOBILE-FIRST STUPIDITY CNET: Silicon Valley’s app culture eroding US ability to make serious software: Starke Kritik von einem, der es wissen könnte – Pegasystems-CEO Alan Trefler sieht in der derzeitigen Fixierung des Silicon Valley auf Apps den Grund, warum nicht mehr der Nutzer im Blickwinkel der Entwickler steht, weshalb die USA es verlernt haben, gute Software zu entwickeln. Trefler nennt das die „Mobile-first stupidity“.
  • VORRATSDATENSPEICHERUNG Zeit Online: EuGH-Urteil zur Vorratsdatenspeicherung verkündet: Mit dem EuGH-Urteil ist die Vorratsdatenspeicherung in ihrer jetzigen Form Geschichte, schreibt Patrick Beuth im Kommentar für Zeit Online. Die Sammelwut kann künftig nicht mehr 500 Millionen Bürger zu Verdächtigen machen, denn der Europäische Gerichtshof hat nicht nur ein paar Hürden aufgestellt, sondern „einen Hindernisparcours aufgebaut“.
  • JOURNALISMUS Jordan Times: MPs limit journalism profession to BA degree holders: Ohne eine traditionelle journalistische Ausbildung ist es auch in Deutschland sehr schwer für ein klassisches Medium zu arbeiten, in Jordanien ist die berufliche Grundlage für Journalismus als Schutz vor „Eindringlingen“ gesetzlich festgeschrieben. Nur noch mit einem Bachelor besetzt oder bereits mehr als 8 Jahre als Journalist arbeitet, darf sich Journalist nennen und als solcher eingestellt werden. Das Gesetz scheint eine Reaktion auf die Rolle von Social Media und Bloggern als Informationsquelle während der Proteste in Nordafrika und der Türkei zu sein.

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5 Lesetipps für den 27. November

In unseren Lesetipps geht es heute um Protest auf YouTube, digitale Bildung, eine digitale Bibliothek, Yahoo CEO Marissa Mayer und Facebook rechnet mit „Mobile First“ Weihnachten. Ergänzungen erwünscht.

  • YOUTUBE Hyperland: Der Aufstand der YouTuber: Eine große Zahl von YouTube-Nutzern ist sich einig: Die neusten Änderungen in der Kommentarfunktion durch Google sind furchtbar, viele wollen einfach “ihr altes YouTube zurück”. Doch an den Regeln können sie nichts ändern. Eine Form des zu YouTube passende Protests haben sie trotzdem gefunden, wie Torsten Kleinz auf Hyperland schildert.
  • DIGITALES LERNEN Vodafone Institut: Digitales Lernen fördern, rechtliche Hürden abbauen: Die Digitalisierung stellt neue Anforderungen an Bildung und Bildungspolitik: Digitale Medien und Bildungsangebote bieten neue Möglichkeiten, um das Lernen zu verbessern und den Zugang zu Bildung zu erweitern. Doch bislang sind wir hierzulande weit davon entfernt, dieses Potenzial auszuschöpfen, wie David Deißner nach einer gemeinsamen Studie der Vodafone Institut und stiftung neue verantwortung schreibt.
  • DIGITALE BIBLIOTHEK CNET: No books here – new Texas library is all digital: Im texanischen San Antonio hat die erste US-amerikanische Bibliothek eröffnet, in der es keine gedruckten Bücher gibt, sondern ausschließlich E-Books, E-Reader, Computer und Internetzugang. Ein erster Kritikpunkt ist, dass es zu wenig neue Literatur gibt, was an der mangelnden Digitalisierung der Buchbranche und den hohen Preisen für E-Books liegt. Ein auch in Deutschland bekanntes Problem.
  • MARISSA MAYER PandoDaily: When asked “Either/or?” Marissa Mayer says “Yes”: Auf PandoDialy schreibt Sarah Lacy über das große Mysterium des US-amerikanischen IT: Marissa Mayer. Die Entscheidungen der Yahoo!-CEO sorgen für viele Rätsel, denn die große Strategie hinter all den Einkäufen ist nicht für jeden erkennbar – Sarah und uns eingeschlossen. Trotz der offenen Fragen ein lesenswerter Artikel über Mayer und ein Unternehmen wie Yahoo!, dass zwischen Tech und Media Company hin und her springt.
  • MOBILE FIRST Kroker’s Look @ IT: Facebook prophezeiht erstes “Mobile First”-Weihnachten: Auch Facebook möchte immer mobiler sein (weshalb imho die Website etwas vernachlässigt wird) und interessiert sich für die Smartphone-Nutzung der Leute. Aus mehreren Studien zu den Themen Einkaufen im Internet und Smartphone schließen Mark Zuckerbergs Angestellte, dass das erste „Mobile First“-Weihnachten vor der Tür steht.

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