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IKEA und Sonos stellen Symfonisk vor

Ikea Symfonisk

Woran denkt ihr, wenn ihr einen Kamin seht? An eine Lampe, die gleichzeitig ein Lautsprecher ist natürlich! So ging es zumindest den Designern und Entwicklern bei Sonos und IKEA, die jetzt ihr erstes gemeinsames Projekt vorstellten – den smarten Lautsprecher Symfonisk.

Iina Vuorivirta, ihres Zeichens Designerin bei IKEA of Sweden meint: „Für die Idee, eine Leuchte mit einem Speaker zu kombinieren, haben wir uns von einem offenen Kamin inspirieren lassen – denn er verbreitet gleichzeitig Wärme und angenehme Klänge.“

Der nächste Step des Smart Homes

Die effiziente Nutzung von Platz und die Einfachheit der Bedienung, das sind zwei Grundsätze, die sich in den Firmen Sonos und IKEA finden lassen. Genau deswegen soll das neue Produkt nun guten Sound und eine angenehme Atmosphäre kombinieren. Laut IKEA sollen die neuen Symfonisk Lampen/Lautsprecher, wie alle anderen Geräte von Sonos, mit der Sonos-App steuerbar sein und sich mit anderen Sonos Lautsprechern verbinden lassen. Das gilt beispielsweise für den Sonos One, den wir in der ersten Generation getestet haben und der jetzt in der zweiten Generation erhältlich ist.

Darüber hinaus soll auch die Verwendung von Spotify, Apple Music und Amazon Music möglich sein. Amazons digitaler Assistent Alexa selbst findet noch keinen Platz in den Lautsprechern, jedoch können Produkte der Symfonisk-Reihe mit Amazon Echo verbunden werden. Somit könnt ihr die Lampen also doch mit dem digitalen Assistenten steuern.

Insgesamt zwei neue Produkte haben die Unternehmen vorgestellt. Eins davon ist eine Tischlampe mit integriertem Lautsprecher als Sockel. Dort lassen sich auch die Knöpfe zur Regulierung der Lautstärke und dem Wechseln zwischen Songs finden. Das andere neue Symfonisk Produkt kann entweder hochkant oder waagerecht als Regal an die Wand geschraubt werden, aber auch als Buchstütze oder ähnliches im Raum platziert werden.

Image by IKEA

Symfonisk ab August 2019 erhältlich

Das schwedische Möbelhaus betonte, man habe keine Kompromisse bei dem modernen Design der Lautsprecher gemacht, und gleichzeitig darauf geachtet, dass die gute Klangqualität von Sonos ebenfalls ihren Weg in die neuen Geräte findet. Verkaufsstart soll der August 2019 sein. Dann kostet das Lautsprecher-Regal 99,95 Euro und die Lampe circa 179 Euro.

Sonos-Lautsprecher bei Amazon (Provisonslink)


Images by IKEA

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Ulo, die Überwachungskamera mit den großen Augen

Sie ist klein und niedlich, aber sie kann Großes bewirken. Wenn ihr Tierfreunde seid, euch aber kein eigenes Haustier anschaffen könnt, dann ist vielleicht Ulo etwas für euch. Ulo ist klein, kompakt, stubenrein und kann zudem noch das Haus überwachen. Wer oder was genau Ulo aber eigentlich ist, zeigen wir euch hier einmal genauer.

Ulo ist eine Sicherheitskamera im niedlichen Eulendesign, die euer Haus genau im Blick behält. Dabei auffällig, sind vor allem ihre Kulleraugen. Ulo kann per Magnet an der Wand befestigt oder beispielsweise im Regal platziert werden. Da Ulo aber auch wasserdicht ist, ist es möglich sie auch draußen an der Hauswand anzubringen. Nachdem der Besitzer sich die App aus dem Google Play Store oder Apple App Store auf das Smartphone geladen hat, kann die kleine Eule direkt zum Einsatz kommen.

Mit einem Tipper auf den Kopf der Überwachungseule, schaltet sich Ulo ein. Auch der Alarmmodus beim Verlassen des Hauses, kann mit zweimaligem Tippen auf den Kopf aktiviert werden.

Die Augen verraten den Gemütszustand von Ulo

Ulos Augen, bestehend aus zwei 1,22 Zoll LCD-Displays, sprechen Bände. Hierbei hat das Startup Mu Design Ulos das Hauptaugenmerk natürlich auf die niedlichen Augen der Eule gelegt. Per App können diese auch individuell nach eigenem Geschmack angepasst werden. Verschiedene Farben und Pupillen-Größen schenken der Eule mehrere Design-Möglichkeiten.

Sobald der neue Mitbewohner in Betrieb genommen ist, ist es Zeit ihn genauer zu erkunden. Denn Ulo kann zwar nicht sprechen, seinem Besitzer aber mit den Augen deutlich machen, was er gerade braucht. Wenn der kleinen Eule beispielsweise die Augen zufallen, so weiß man, dass sein Akku leer ist und aufgeladen werden muss. Wenn sie mit einem Auge blinzelt, schießt sie gerade ein Foto. Aber Nutzer können der Überwachungskamera, dank der IFTTT-Funktion noch weitere Funktionen zu schreiben. Wenn es beispielsweise regnet, so wird auch Ulos Blick dementsprechend genervt und wenn jemand aus dem Haushalt Geburtstag hat, dann kann auch Ulo glücklich dreinblicken.

Ein kleines Allroundtalent

Ulo kann aber wesentlich mehr als nur niedlich auszusehen und das Haus im Blick zu haben. So eignet sich der Vogel dank des kinderfreundlichen Designs auch für das Kinderzimmer. Sollte zudem tatsächlich der Fall eines Einbruches eintreten, so schießt Ulo, noch bevor der Einbrecher die Kamera abschalten kann, ein Foto von ihm und zeichnet anhand des intergirierten Mikrofons auch den Ton auf. Auch nachts Bewegungen im Haus zu erkennen, fällt der Eule durch Infrarot nicht schwer. Das Video, beziehungsweise das Foto des Einbrechers, schickt die Kamera dann anschließend hochaufgelöst auf das Smartphone des Besitzers.

Technische Fakten rund um Ulo

Ulo wird durch kleine Akkus betrieben, die per Micro USB-Kabel aufgeladen werden. Mit der 2 Megapixel FullHD-Überwachungskamera, die sich im Schnabel der Eule befindet, zeichnet sie kleine Gifs auf, sobald der Bewegungsensor der Eule anschlägt. Die Aufzeichnungen werden auf dem 8GB großen Speicher gelegt. Wer allerdings mehr Speicherplatz benötigt, kann diesen mit einer Micro-SD-Karte erweitern.

Wir finden, die kleine Überwachungseule ist ein niedliches Gadget, um die eigenen vier Wände im Blick zu haben. Nicht nur das knuffige Design macht Ulo sympathisch, sondern auch die Möglichkeiten, die die kleine Eule mit sich bringt. So können nicht nur Einbrecher von der Eule überrascht werden, sondern auch Eltern können ihre Kinder sicher im Auge behalten. Wer sich für smarte Überwachungstechnik interessiert, für den lohnt sich ein Blick auf die Überwachungseule Ulo.

Für etwa 199 Euro kann man sich die Eule ins Haus holen.

Überwachungskameras bei Amazon kaufen (Provisionslink).


Image by Mu Design

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Google Home im Test: Intelligente Interaktion auf Zuruf

googlehome

Wohl keine andere technologische Entwicklung polarisiert derzeit so stark wie die smarten digitalen Assistenten. Sie wissen dank Suchmaschinen- und Kalenderanbindung über alles und jeden Bescheid. Sie spielen die Lieblingsmusik und können das smarte Zuhause steuern. Sprachassistenten leben nicht nur in eurem Smartphone, sondern auch immer öfter in intelligenten Lautsprechern. Mit Google Home – zum Hands-On – hat einer der größten Akteure im Tech-Markt vor knapp drei Monaten sein erstes Produkt auf dem deutschen Markt eingeführt. Seitdem nutze ich das System in den eigenen vier Wänden intensiv und möchte euch über meine Erfahrungen berichten.

Schnelle Einrichtung per Smartphone

Die Einrichtung des schicken Zylinders geschieht nach dem Plug-and-Play-Prinzip. Das heißt, ihr könnt das Gadget einfach mit einer in der Nähe befindlichen Steckdose verbinden. Danach ladet ihr die „Google Home“-App herunter und nehmt den Lautsprecher darüber in Betrieb. Wichtig ist hierbei, dass ausreichend WLAN-Signal vorhanden ist. Innerhalb von wenigen Minuten ist das Gerät online und einsatzbereit. Es folgt das Kennenlernen der Stimme durch mehrmaliges Einsprechen des „Ok Google“-Befehls. Dann ist der smarte Assistent auch schon betriebsbereit.

Durch das Sprechen der Keywords „Ok Google“ oder „Hey Google“ aktiviert sich das Gadget und wartet auf weiterführende Eingaben – oder besser: Einsprachen. Eine nützliche Phrase zum Start in den Tag ist etwa die Frage „Was steht heute an?“. Dann gibt Google Home das aktuelle Wetter, die Wettervorhersage, Termine im Google Kalender, Informationen zur Verkehrslage und Nachrichten in einem Stück aus. Das funktioniert zuverlässig und semantisch in einem sehr guten Deutsch.

Zwischen Produktivität und Unterhaltung

Generell lässt sich mit dem Google Assistent der Alltag spürbar erleichtern. Fragen wie „Benötige ich heute einen Regenschirm?“ oder „Wie weit ist es bis Ort X?“ und Ansagen wie „Setze Mehl auf die Einkaufsliste!“ oder „Timer auf fünf Minuten“ finden schnell einen festen Platz in meinem heimischen Tagesablauf. Selbst in großen Räumen hört das sensible Mikrofon die Sprachbefehle recht zuverlässig. Menschen mit starkem regionalem Akzent dürften anfangs allerdings so ihre Probleme haben.

Google Home Test
Die drei verbauten Lautsprecher bieten eine überraschend gute Klangqualität. Image by Jonas Haller

Auch als Lautsprecher-Ersatz leistet Google Home einen guten Job. Dank TuneIn-Integration startet etwa bei „Spiele MDR Sputnik“ das zugehörige Radio-Programm als Internet-Stream. Wer Google Play Music, Spotify oder Deezer nutzt, kann sich direkt Interpreten, Alben oder Playlists auf Zuruf abspielen lassen. Das funktionierte im Fall von Spotify allerdings nicht immer fehlerfrei: Interpreten und Alben werden falsch verstanden oder nicht gefunden. Einfacher ist es da, direkt per Smartphone oder Tablet die Tracks über die Connect-Funktion abzuspielen.

Natürlich kann man sich auch von Google Home unterhalten lassen. So erzählt der Assistent auf Zuruf einen Witz oder einen interessanten Fakt. Selbst Empfehlungen für Filme gibt der smarte Zylinder. Dafür greift Google auf eine große Datenbank im Hintergrund zu. Auf Fragen wie „Was denke ich gerade?“ oder „Liebst du mich?“ weiß Google Home kreativ und clever zu antworten. Entscheidungsfaule Gemüter können dem Assistenten per Münzwurf die Wahl überlassen. Freestyle-Rapper freuen sich auf eine kleine aber feine Beatbox-Funktion.

Volles Potential erst mit Smart-Home-Peripherie

Google Home Test
Google Home kann per rückseitigem Mute-Button stummgeschalten werden. Image by Jonas Haller

So richtig sinnvoll ist der Einsatz von Google Home allerdings erst mit der richtigen Geräte-Peripherie. Das sind in erster Linie die Chromecast-Produkte, die zusätzliche Lautsprecher und TV-Geräte mit Namen in das Google-Netzwerk einbinden. Per Sprache startet so auf dem Fernseh-Gerät das präferierte YouTube-Video oder Beiträge aus Mediatheken etwa der ARD oder des ZDF. Auch die Lieblingsserie auf Netflix landet per Audio-Eingabe auf dem Smart TV. Amazon Prime wird hingegen noch nicht unterstützt.

Die nächste Ausbaustufe ist das Integrieren von smarten Thermostaten, Schließsystemen oder auch Lampen. Letztere konnte ich in Form des Philips-Hue-Systems unkompliziert einbinden. Dann erschließen sich noch ganz andere Möglichkeiten. Der Befehl „Licht an!“ lässt etwa die smarten Glühlampen im Nu erstrahlen. Auch die Farben der LED-basierten Leuchtmittel verändern sich auf Zuruf. Durch die Verknüpfung mit dem jeweiligen Zimmer ist die Aktivierung auch per Sprache ortsbasiert möglich. Leider funktionierte die Eingabe nicht immer. Das ist besonders ärgerlich, wenn man nachts im Dunklen tappt. 

Fazit: Google Home als Smart-Home-Zentrale nur mit Peripherie sinnvoll

Google Assistant Google Home
Google Assistant Google Home. Image by Jonas Haller

Google hat mit seinem Sprachassistenten Home eine spannende, leistungsfähige Alternative zum Platzhirsch Amazon Echo auf den Markt gebracht. Für mich persönlich war es die erste längere Alltagsbegegnung mit einem solchen Gadget. Umso größer war meine Überraschung, wie schnell ich mich an die neuen Funktionen und den Komfort gewöhnt habe. Selbst Radio und Lautsprecher vermag Google Home zu ersetzen. Zwar bietet Google Home bereits für sich genommen eine Menge an Mehrwert, der das tägliche Leben erleichtert. Allerdings entfaltet der Assistent erst mit der richtigen Peripherie seine volle Funktionsfähigkeit. Und das zieht eine radikale Technisierung der eigenen vier Wände nach sich. Das geht natürlich zum einen ins Geld, ist zum anderen auch in Sachen Datenschutz nicht ganz unbedenklich. Denn der kleine unscheinbare Google-Zylinder fungiert dann als Schaltzentrale für die Elektronik der eigenen Wohnung.

Aktivitäten bleiben im Google-Konto gespeichert. Auch per App lässt sich Google Home komfortabel steuern. Trotz allem sehe ich die Sprachassistenten als Zukunft der Heimsteuerung. Mit Google Home Mini und Home Max hat der Konzern bereits weitere Schwestermodelle vorgestellt, die das Sortiment sinnvoll erweitern. Freunde kompakter Geräte greifen zur kleinen Ausführung, Audio-Fans holen sich mit der großen Variante besseren Sound in die heimischen vier Wände.

Neue Familien-Funktionen wie Family Link und Broadcast, bei der gesprochene Nachrichten direkt an Zweitgeräte gesendet werden, werten Google Home weiter auf. Mit 150 Euro im Google-Store kostet der Sprachassistent ebenso viel wie das Pendant von Amazon, weiß aber durch eine geschickte Einbindung der eigenen Dienste zu überzeugen. Für Android-Nutzer stellt er deshalb die erste Wahl dar. Besitzer des Amazon Echo müssen sich allerdings nicht ärgern – in Sachen Funktionsumfang befinden sich Google Assistant und Amazon Alexa auf einem ähnlich hohen Niveau. Wer lieber einen smarten Lautsprecher von einer der traditionellen Audio-Marken bevorzugt, findet zudem immer mehr Modelle mit integriertem Sprachassistenten von Google oder Amazon.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


Images & Screenshots by Jonas Haller


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Smarte Lautsprecher: Google Assistant oder Amazon Alexa, das ist die Frage

IFA-2017-Sony-Speaker-Teaser

Die IFA 2017 wird bei mir vor allem als Messe der digitalen Assistenten Google Assistant und Amazon Alexa im Gedächtnis bleiben. Zusammen mit namhaften Herstellern wie Panasonic, Sony, Onkyo, JBL, Harman Kardon und Newcomern wie Creative versuchen sich Google oder Amazon jeweils Marktanteile zu sichern. Für die Audiophilen unter euch ist das wachsende Angebot für smarte Lautsprecher praktisch. Schließlich ist die Musikwiedergabe nicht die Stärke der hauseigenen Lautsprecher von Google und Amazon.

Google Home oder Amazon Echo könnten in dieser Hinsicht besser klingen. Insofern ist es von Vorteil, wenn audioerfahrene Hersteller ihr Know-how einbringen. Für welche Plattform ihr euch dabei entscheidet, ist eine individuelle Frage. Ich habe mich auf die Pirsch begeben und stelle euch die interessantesten Geräte für beide Plattformen vor.

Google Assistant bei Sony, Panasonic und JBL an Bord

Obwohl die deutsche Sprachausgabe des Google Assistant der von Amazons Alexa um einiges hinterher hinkt, nutzt ein Großteil der Hersteller die Plattform. Zu den bekanntesten Unternehmen zählen etwa Sony oder Panasonic. Erstere zeigten auf der Funkmesse in Berlin ihre Vorstellung eines intelligenten Lautsprechers. Er besitzt den sperrigen Namen LF-S50G und integriert nicht nur zwei Lautsprecher mit Hoch- und Tieftöner. Unter der Textilhülle findet sich zudem ein Display, das etwa die aktuelle Uhrzeit anzeigt. Für den Einsatz in der Küche ist das Gerät nach IPx3 spritzwassergeschützt. Auch eine Gestensteuerung ist an Bord. Mit 229 Euro ist das smarte Helferlein geschlagene 80 Euro teurer als das Original von Google. Marktstart soll im Dezember sein.

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Der Panasonic wirk schlicht, aber auch klobig. Image by Jonas Haller

Panasonic setzt bei seinem Modell auf eine Multiroom-Lösung. Der smarte Lautsprecher mit der Modellbezeichnung SC-GA10 lässt sich daher mit bis zu fünf anderen Exemplaren für Surround-Sound verknüpfen. Wer ein Chromecast-fähigen Speaker einer anderen Marke besitzt, soll diesen in das Netzwerk problemlos integrieren können. Per Aux-Anschluss ist das kabelgebundene Verbinden mit Sound-Quellen möglich. Bluetooth integriert Panasonic ebenfalls. Der Sound war im ersten Test deutlich besser als bei Google Home. Allerdings müsst ihr für das Gadget von Panasonic knapp 500 Euro berappen. Ab Januar 2018 kommt der smarte Lautsprecher in den Handel.

Hersteller JBL stattet gleich drei neue Lautsprecher mit Google Assistant aus. Dabei handelt es sich um die Modelle Link 10, Link 20 und Link 300. Bei den ersten beiden Modellen handelt es um portable Lautsprecher mit Akku und IPX7-Wetterschutz. Der Link 300 ist für den stationären Betrieb vorgesehen. Alle drei Modelle sind per WLAN Multiroom-fähig und unterstützen Bluetooth. Sie sollen im Herbst 2017 für 169 Euro (Link 10), 199 Euro (Link 20) und 299 Euro (Link 300) erscheinen.

Harman Kardon Allure und Creative Nova mit Alexa-Unterstützung

Wer lieber auf Amazons clevere Software Alexa zurückgreift, der ist beim Lautsprecher Allure von Harman Kardon an der richtigen Adresse. Der futuristische Speaker mit Beleuchtung besitzt einen nach unten gerichteten Subwoofer. Der sorgt für deutliche Vibrationen auf dem Untergrund. Leider fehlen Anschlussmöglichkeiten für das Audiosystem. Mit einem Preis von rund 280 Euro ist der Harman Kardon Allure kein Schnäppchen. Der Verkaufsstart ist für kommenden Winter anberaumt.

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Wer auf amazon Alexa steht, greift beim Harman Kardon Allure zu. Image by Mika Baumeister

Für die Integration von Amazon Alexa hat sich auch die Marke Creative entschieden. Sie ist eher für Produkte aus dem Gaming-Bereich bekannt, will sich aber auch bei Musik-Lautsprechern einen Namen machen. Amazons Sprachsteuerung soll im Multiroom-Modell Nova zum Einsatz kommen, das in Berlin nur als Prototyp der Presse vorgeführt wurde.

Die Kommunikation mit Alexa wurde wegen des internationalen Publikums auf Englisch geführt und klappte gut. Auch die Musikwiedergabe überzeugte mit breiter Klangbühne und klar verständlichen Mitten und Höhen. Neben seinen klanglichen Eigenschaften fällt der smarte Lautsprecher Nova jedoch insbesondere wegen seiner 28 integrierten RGB-Leuchtdioden auf. Dank sehr vieler Farbkombinationen eignet sich das Modell somit auch als Stimmungslampe. Auch das buntgemusterte Dekor des Vorführmodell sticht aus der Masse heraus. Der Lautsprecher soll im ersten Halbjahr 2018 zu einem noch unbekannten Preis erscheinen.

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Creative präsentierte während einer Vorführung auf der IFA 2017 die Zusammenarbeit des Multiroom-Lautsprechers Nova mit Amazon Alexa. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Bei Onkyo hat der Käufer die Qual der Wahl

Der japanische Hersteller Onkyo hat auf der IFA in Berlin direkt zwei Geräte im Gepäck. Während der Smart Speaker G3 mit Google Assistant ausgestattet ist, kommt der Smart Speaker P3 mit Amazon Alexa daher. Obwohl beide smarten Lautsprecher das gleiche Innenleben besitzen sollen, ist das Google-Modell viereckig und das Amazon-Gerät oval. Per Aux-Anschluss können die Speaker in das bestehende Musiksystem integriert werden. Der Marktstart der Hardware ist für den November geplant. Preislich bewegen sich die Modelle zwischen 230 und 250 Euro.

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Der Speaker von Onkyo kommt wahlweise mit Google Assistant oder Amazon Alexa daher. Image by Jonas Haller

Smarte Lautsprecher: Die Hersteller sind uneins

Der Kampf zwischen Google Assistant und Amazon Alexa wird sich in Zukunft nicht auf die Eigenproduktionen beschränken, sondern auf den Markt für smarte Lautsprecher ausweiten. Auf der Funkmesse IFA in Berlin haben eine Reihe von großen und kleinen Unternehmen in diesem Sinne einen Vorgeschmack gegeben. Das Geschäft ist dabei eine Win-Win-Situation: Google und Amazon profitieren von der Verbreitung, Speaker-Hersteller von der cleveren Cloud-Anbindung. Letztlich liegt es aber an uns Käufern, welche Marktanteile die Systeme einfahren werden. Die Auswahl an klangstarken Lautsprechern ist bald schon auf beiden Seiten groß genug. Daher dürften nicht die Klangeigenschaften, sondern die Qualität des Assistenten die entscheidende Rolle spielen. (bkl)

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


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Google Home vs. Amazon Echo: Der Kampf der digitalen Assistenten

Teaser-Digitalassistenten-1-400x400 (adapted) (Image by Amazon and Google)

6 Uhr morgens, der Wecker klingelt. Du antwortest „Okay Google, Snooze auf fünf Minuten.“ Kurz nach dem Aufwachen sagst Du „Alexa, koche eine Tasse Kaffee“ oder steigst mit den Worten „Ok Google, Duschen mit 24°C warmen Wasser“ in die Dusche. Was wie eine schräge Zukunftsvision klingt, könnte schon bald Realität werden. Grund dafür ist die schnelle Entwicklung von digitalen Assistenten, die nicht nur Informationen aus dem Internet besorgen, sondern auch die Sprachsteuerung des Smart Home ermöglichen. Mit Google Home und Amazon Echo haben bereits zwei Produkte die Serienreife erlangt. Doch was können die beiden Produkte und wie sieht es in Sachen Datenschutz aus? Wir haben die beiden Assistenten miteinander verglichen.

Amazon Echo: So wie man in den Raum hineinruft, so schallt es heraus

Amazon-Echo-Black (adapted) (Image by Amazon)Der einzige aktuell in Deutschland verfügbare Digital-Assistent kommt vom Shoppingriesen Amazon und heißt Echo (kleine Version: Echo Dot). Auf diesen Namen hört die kesse Assistentin allerdings nicht, ihr Schlüsselwort ist „Alexa“. Neben der englischen ist die künstliche Intelligenz auch der deutschen Sprache mächtig. Die Ausgaben sollen dabei mit einer deutlichen Aussprache glänzen. Verbesserungsbedürftig ist die Grammatik und Kontextfähigkeit.

Für die Software-Intelligenz sorgen zahlreiche Sprach-Apps, Skills genannt, die auf dem Gerät installiert werden können. Zum Marktstart sind unter anderem Applikationen der Deutschen Bahn, Mytaxi, Chefkoch.de, Das Örtliche, Tagesschau, TuneIn Radio oder BMW verfügbar. Damit lassen sich über das Internet Informationen zu aktuellen Nachrichten, populäre Rezepte oder der nächsten Bahnverbindung abrufen. Zudem lassen sich Timer einstellen, Notizen und Einkaufslisten erstellen oder auch Einheiten umrechnen. Besonders Wissbegierige dürften sich über die Wikipedia-Anbindung freuen.

Doch das ist noch längst nicht alles. Skills von beispielsweise Wemo, Tado, Nest oder Philips Hue ermöglichen die Steuerung des eigenen Smart Home. So bieten gesprochene Befehle wie „Alexa, schalte das Licht an“, „Alexa, schalte den Fernseher aus“, „Alexa, stelle meinen Ventilator an“ oder „Alexa, stelle die Schlafzimmertemperatur auf 19 Grad Celsius“ eine ganz neue Interaktionsmöglichkeit mit der heimischen Technik. Für bestes Verständnis sorgen sieben Mikrofone, die sich unter dem minimalistischen, aber etwas schnöden Alugehäuse befinden. Für die Audiowiedergabe stehen ein 50 mm Hochtöner sowie ein 63 mm Tieftöner zur Verfügung. Kleinere Räume lassen sich damit wohl gut beschallen, allerdings kann der Speaker verständlicherweise keine Stereoanlage ersetzen.

Auf der Oberseite des Zylinders findet sich ein Setup- sowie Mute-Button. Ersterer ermöglicht das Verbinden mit dem eigenen Heimnetzwerk. Das ist allerdings nur über ein Smartphone und ein eigenes WLAN Direct mittels Alexa App möglich. Dort kann dann auf Einstellungen wie WLAN oder Bluetooth zugegriffen werden. Für unterwegs eignet sich das Gadget also weniger – auch weil ein offenes oder per Passwort geschütztes WLAN benötigt wird. Kabellos-Netzwerke, die eine vorgeschaltete Anmeldemaske besitzen, wie sie in vielen Hotels zu finden sind, werden nicht unterstützt. Da es an einem integrierten Akku fehlt, sollte eine Steckdose immer in der Nähe sein. Der Mute-Knopf ermöglicht das Stummschalten des Assistenten. Dann reagiert Echo auch nicht mehr auf das Keyword „Alexa“. Per Drehring auf der Oberseite kann die Wiedergabelautstärke variiert werden. Aktuell ist der Digitalassistent von Amazon nur per Einladung verfügbar. Gehört man zu den Auserwählten, werden 180 Euro für das große Gerät, 60 Euro für das kleine fällig.

Google Home: Das funktionsreiche Ökosystem für Zuhause

Google-Home-Colors-AP2 (adapted) (Image by Google)Der Internet-Riese Google versucht mit Home den Markt der Digitalen Assistenten zu bereichern. Leider ist das Gadget derzeit nur in den USA verfügbar. Dementsprechend existiert auch nur eine englische Spracheingabe sowie -ausgabe. Die weiß allerdings durch Qualität zu überzeugen. Wie auch beim Smartphone-Dienst Google Now reagiert das System auf die beiden Worte „Ok Google“. Auf entsprechende Anfragen antwortet der Assistent mit der aktuellen Agenda, schätzt unter anderem die Verkehrslage ein und gibt Tipps zum Verlassen des Hauses. Auch Kontextabfragen sind möglich. Der Nutzer profitiert zudem von einer lernfähigen Software, die intelligenter wird je mehr man mit dem Assistenten interagiert.

Ein großer Pluspunkt des Systems ist das Google-Ökosystem im Hintergrund. Verschiedene Services wie Play Music oder den Streamingstick Chromecast nutzen viele von uns heute selbstverständlich. Wie auch bei Amazon Echo werden zudem externe Dienste wie Spotify oder TuneIn Radio unterstützt. Selbstverständlich ist auch die Steuerung des Smart Home möglich. Dafür ist Google eine Kooperation mit Herstellern wie Nest, Philips Hue, Samsung SmartThing oder IFTTT (If This Then That) eingegangen. So lässt sich unter anderem ein Uber-Taxi bestellen, die Heizung regulieren oder im Lieblingsrestaurant ein Tisch reservieren.

Fernab der intelligenten Software hat sich Google in Sachen Design etwas mehr Mühe gegeben als Konkurrent Amazon. Die Box ist kompakter und bietet ein gefälligeres, vor allem aber anpassbares Design. Die Hülle des Unterteils, die aus hochwertigem Stoff besteht, lässt sich nach eigenem Belieben wechseln und so mit den Farben der Innenausstattung kombinieren. Nicht anpassbar ist das weiße Oberteil, das ein Touchfeld mit vier bunten LED-Lichtern beherbergt, die die aktuelle Funktion wie ‚Zuhören‘ oder ‚Webabfrage‘ verdeutlichen sollen.

Wie auch bei Amazon Echo ist ein Mute-Button vorhanden, der die Mikrofone und Lautsprecher stumm schaltet. Die Lautstärke kann per Touchgeste variiert werden. Unter dem schicken Kleid befinden sich zwei Lautsprecher sowie zwei Mikrofone. Die übrige Hardware ist aus dem Streaming-Stick Chromecast aus dem Jahr 2015 bekannt: So werkelt der Cortex A7 Dual-Core-Soc sowie 256 MB unter dem Gehäuse. Zudem gehört WLAN zur Ausstattung, eine Bluetooth-Schnittstelle fehlt leider. Google Home ist seit November 2016 in den USA für 129 US-Dollar verfügbar. Zu einem Deutschlandstart und einem Preis gibt es noch keine Informationen.

Digitalassitenten mit bedenklichem Datenschutz

Bleibt noch des Deutschen wichtigste Frage: Wie steht es um den Datenschutz der beiden Gadgets? Wie die Kollegen von Computer Bild herausgefunden haben, gibt sich Alexa in Amazon Echo deutlich genügsamer, wenn es um die aufgenommen Daten geht. Sprachdaten werden erst dann an die Server gesendet, wenn „Alexa“ oder eines der anderen konfigurierbaren Schlüsselworte gesagt wird. Ansonsten geschieht lediglich ein bis zu drei Sekunden laufendes, internes Aufzeichnen von Umgebungsgeräuschen. Die Aufzeichnung geschieht also lediglich temporär. Wohl auch deshalb war ein Deutschlandstart relativ zeitnah möglich.

Anders sieht es beim Konkurrenten von Google aus. Auch dessen Assistenten Home hat Computer Bild unter die Lupe genommen – mit dem Ergebnis, dass der digitale Assistent permanent auf das Schlagwort „Ok Google“ wartet. Er gleicht die Informationen dabei permanent mit den Google-Servern ab. Inwieweit die Audiodaten online archiviert werden, ist unklar. Dieser Vorgang soll den Prozess zwar beschleunigen, ist allerdings datenschutzrechtlich mehr als bedenklich – auch wenn man wie beim Amazon-Pendant die Mikrofone stumm schalten kann. Die Bundesbeauftragte für Datenschutz Andrea Voßhoss warnte in der Wirtschaftswoche gar vor dem Einsatz der Digitalassistenten.

Fazit: Beta-Software für Technik-Fans

Die Vision vom intelligenten Assistenten ist alles andere als Zukunftsmusik. Mit Amazon und Google haben zwei Riesen der Elektronikbranche mit großer Reichweite erste Modelle auf den Markt gebracht. Doch wie bei so vielen Neuentwicklungen besitzen die Gadgets aktuell einen etwas besseren Beta-Status: Intelligente Konversationen und selbstständiges Agieren sucht man bei beiden Modellen (noch) vergebens.

Auf dem Papier bietet Amazon Echo im direkten Vergleich den größeren Funktionsumfang und eine bessere Praxistauglichkeit – auch aufgrund der deutschen Sprachunterstützung. Amazon genießt hier den Vorsprung durch eine längere Entwicklungszeit. Google ist wie bei anderen Produkten Nachzügler, dürfte allerdings auch aufgrund des existierenden Ökosystem schnell aufholen. Eines haben beide Digitalassistenten allerdings gemeinsam: Wer sich Amazon Echo und Google Home in das Wohnzimmer stellt, sollte sich der fraglichen Datenschutzlage bewusst sein. Im schlimmsten Fall könnten die Geräte von Außen gekapert werden. Datendiebe könnten so auf Mikrofone und Smart Home-Komponenten zugreifen. Jeder sollte deshalb selbst abwägen, inwieweit der Nutzen den Risiken in Form von Überwachung gegenübersteht.

Dieser Text erschien zuerst auf Androidpiloten.


Images by Amazon and Google, adapted by Jonas Haller


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Facebook Home: Umfassende Software für Android-Smartphones vorgestellt

Gestern Abend wurde in Kalifornien Facebook Home vorgestellt, ein neuer Facebook-zentrierter Launcher für Android-Smartphones, sowie ein dazugehöriges Smartphone, das HTC First.

Es gab im Vorfeld mehrere Gerüchte, was Facebook auf dem gestrigen Android-Event vorstellen könnte: eine neue Facebook App, eine eigene Android-Version oder gar ein eigenes Smartphone. Letztendlich wurde mit Facebook Home sowie dem HTC First gestern nichts von alledem und doch von allem ein bisschen vorgestellt.

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