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CYBERSECURITY heise: Bundesregierung: Mit Verbeamtung IT-Fachkräfte für Cybersecurity gewinnen: IT-Sicherheitsspezialisten können jetzt möglicherweise von der Bundesregierung verbeamtet werden. Dies lies sie zumindest in der Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion verlauten. So soll das neu geschaffene Mobile Incident Response Team (MIRT) des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aus [...]
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Mediathekenumschau vom 02. September

Es ist so eine Sache mit den Mediatheken: Für viele Digital Natives sind sie schon Fernsehersatz – alles ist überall abrufbar. Doch nur auf Zeit: Gerade die öffentlich-rechtlichen Programme sind oft nach einer Woche wieder offline. Verlängertes Fernsehen statt digitales Archiv. Bevor sie verschwinden, fischen wir die besten Perlen aus der TV-Flut.

SCHICKSALSSTUNDE: Der Kanzlersturz

3Sat +++ Sendung vom 22. August: In Zeiten, in denen Stefan Raab das TV-Duell gewinnt und nicht mal ein drohender Krieg oder die Ausspähung der Welt durch Verbündete Pfeffer in den Wahlkampf bringen kann, wirken die Machtkämpfe der alten Bundesrepublik nahezu erfrischend. In der Dokumentation Der Kanzlersturz erzählen Zeitzeugen, wie vor 31 Jahren ein Polterer aus der Provinz mit Tricks und Chuzpe (und der Hilfe der untreuen FDP) an die Macht kam. Der selbe Kanzler, der später mit seiner Aussitzpolitik die letzten Jahre der Bonner Republik sedierte. Von ihm hat Angela Merkel viel gelernt.

PORTRÄTS: Drei Deutsche – Ein Beruf

RTL +++ SPIEGEL TV +++ Sendung vom 1. September: Mit Helmut Kohl beginnt auch die Spiegel-TV-Ausgabe vom Duell-Wochenende. Das Magazin versucht sich seit jeher an der Mischung aus Boulevardthemen und ernsthaftem Journalismus, was manchmal mehr und manchmal weniger gelingt. Über die Jahre ist allerdings ein beachtliches Archiv zusammen gekommen. Spiegel-TV ist immer dann sehenswert, wenn es daraus schöpfen kann. Drei Lebensläufe im Zeitraffer.

SEHENSWERT GESCHEITERT: Ein Apartment in Berlin

3Sat +++ Sendung vom 31. August: Viele junge Israelis zieht es nach Berlin, wo nur noch wenig zu sehen ist von dem einstigen Zentrum jüdischen Lebens in Mitteleuropa. In ihrer Dokumentation konfrontiert die Filmemacherin Alice Agneskirchner drei junge Erwachsene mit dem Alltagsleben einer jüdischen Familie, die vor der Deportation in Prenzlauer Berg wohnte. Anhand von Listen, auf denen die damaligen Bewohner ihre Einrichtungsgegenstände vermerken mussten, sollen die Protagonisten die Wohnung der Familie rekonstruieren. Die Versuchsanordnung scheitert. Nach wenigen Tagen fühlen sich die Yael, Yoav und Eyal von dem verkopften Konzept verschaukelt, eine Art metaphysische Parallele lässt sich mit den Mitteln der eher aus dem Privatfernsehen bekannten Dokusoaps nicht erzwingen. Doch im Scheitern des Konzeptes erreicht der Film etwas ganz anderes: „Es ist ein Film über das Leben in Berlin geworden. Das dreier junger Israelis. Und das der Familie Adler.“ So schreibt es die Tagesspiegel-Autorin Verena Mayer in einem langen, sehr anschaulichen Artikel, der unbedingt vor oder nach dem Film gelesen werden sollte. Man lernt trotzdem viel: Zum Beispiel, wie es ist, mit einer Naziuniform durch Berlin zu laufen. Oder was junge Menschen in Israel überhaupt noch zu tun haben wollen mit dem Schicksal ihrer Großeltern. Und über die Anmaßung einer deutschen Filmemacherin, die ein erzwungenes Konzept über ihre Protagonisten stellt und damit – man muss es sagen – ihrerseits ein deutsches Klischee erfüllt. Sie wird eines Besseren belehrt und beweist Größe, indem sie am Ende die Menschen und damit die Geschichte für sich sprechen lässt.

URKOMSICH: Alte Schachteln

arte +++ laufende Reihe: Manchmal braucht es nur ein einfaches Rezept, um aus Fernsehen und Internet das Beste rauszuholen. Im Hauptprogramm als lockere Pausenfüller eingestreut, sind diese kleinen Clips in der Mediathek eine schöne Abwechslung im grauen Büroalltag. Warum sich nicht mal zwischendurch von alten Damen einen schmutzigen Witz erzählen lassen? Die Französinnen sitzen dabei so sympathisch und ein bisschen aufgeregt auf ihrer Couch, dass es richtig heimelig wird und man eigentlich nach der Pointe schockiert einen großen Schluck Pastis nehmen möchte. Oder schnell in die Kantine zu den Kollegen rennen.

Hannes Richter

wandert auch außerhalb des Netzes zwischen den Welten. Der Berliner arbeitete in der Redaktion eines schwulen Nachrichtenmagazins im Kabelfernsehen und hat Videos für tape.tv und die iPad-Ausgabe des SZ-Magazins produziert. Als studierter Kulturarbeiter war er jahrelang im Berliner Cabaret-Theater Bar jeder Vernunft beschäftigt und hat ein gutes Gespür für die aktuelle Kulturszene. Im Netz verbindet er seine Leidenschaften, dafür ist es ja da. Privat twittert er als berlinmeerkat. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

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Holocaust-Gedenken

Die Künstlerin Michaela Melián hat ein virtuelles Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus in München installiert. 300 Tonspuren zu Orten des NS-Terrors in München zwischen 1933 und 1945 werden wie ein Netz mit der Stadt München verknüpft. Sie sind seit Dienstag den 23.09.2010 – auf einer virtuellen Stadtkarte verortet – abrufbar. Die Besucher der Seite können sich eine Trackliste auf ihren MP3-Player herunterladen, um mit dem Kopfhörer auf den Ohren, einen Rundgang durch die Stadt München zu starten.
Aber auch ohne einen eigenen Player kann man sich führen lassen. Im Öffentlichen Raum der Stadt München werden Schilder mit Telefonnummern zu finden sein, wo man sich zum Ortstarif die entsprechenden Tonspuren anhören kann.

Volker Agüeras Gäng

arbeitet als freier Medienberater, Journalist und Videoproduzent in Berlin. Nebenberuflich Vater der (O-Ton) großartigsten Tochter der Welt, schreibt Volker neben den Netzpiloten auch für politik-digital.de und ViertelBerliner. Sein Alter Ego, Hausmeister Hermann Pachulke bloggt unter pachulke.blogspot.com.

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