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  • WINDOWS heise: Microsoft will mit Windows 10 S die Schulen zurückgewinnen: Mit der neuen Programmvariante Windows S will Microsoft wieder Marktführer im Segment Schulcomputer werden. Ein besonderes Highlight ist hierbei die Software „Setup my School PCs“: Der Administrator kann damit die Konfiguration des PCs vornehmen und die Einstellungen hinterher auf einem USB-Stick speichern. Dieser wird anschließend in den nächsten einzurichtenden PC gesteckt und binnen 30 Sekunden wird die gespeicherte Konfiguration auf das Gerät geladen. Danach kann das Verfahren schon mit dem nächsten Computer wiederholt werden. Auf diese Art und Weise können an nur einem Tag Hunderte Schulcomputer eingerichtet werden.

  • WERBUNG t3n: Nicht nur online: Google und Facebook kontrollieren 20 Prozent des Werbemarktes: Die Technik-Unternehmen Google und Facebook hatten 2016 knapp 20 Prozent des Werbemarktes inne. Das geht aus dem „Top 30 Global Media Owners Report“ des Analyseunternehmens Zenith hervor. Google bzw. Alphabet steht mit Einnahmen in Höhe von 79,4 Milliarden US-Dollar an der Spitze. Das ist fast dreimal so viel wie der Verdienst des Zweitplatzierten Facebook; das Unternehmen hinter dem sozialen Netzwerk konnte im vergangenen Jahr 26,9 Milliarden US-Dollar durch Werbung einnehmen. Erst an dritter Stelle des Rankings steht ein klassisches Medienunternehmen, der US-Konzern Comcast lukrierte 2016 rund 12,9 Milliarden US-Dollar.

  • APPLE golem: iPhone-Absatz fällt, die Gewinne steigen: Apple hat am Dienstag (02. Mai) nach Handelsschluss an der Börse die neusten Verkaufszahlen zum iPhone bekannt gegeben. Im März endete das zweite Finanzquartal, nachdem das Smartphone im September 2016 in siebter Generation herausgekommen war. 50,8 Millionen Geräte wurden demnach verkauft, das ist 1 Prozent weniger als im vorherigen Quartal. Dennoch konnten die Gewinne gesteigert werden, sie legten um 4,9 Prozent zu und liegen somit bei 11,03 Milliarden US-Dollar, das entspricht 2,40 US-Dollar pro Aktie.

  • TWITTER Welt: Dank Chicken Nuggets gibt es den Twitter-Weltrekord: Der 16-jährige Carter Wilkerson hat die US-amerikanische Fast-Food-Kette Wendy’s bei Twitter herausgefordert und gefragt, wie oft sein Tweet retweetet werden muss, damit er ein Jahr lang kostenlos Chicken Nuggets bekommt. Die Antwort kam prompt: 18 Millionen Mal. Für den Schüler mit zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 147 Followern eine schier aussichtslose Herausforderung. Mit Stand von heute wurde der Tweet 3,4 Millionen Mal geteilt. Das ist zwar nicht so viel, wie von Wendy’s gefordert, aber die neu gewonnene Aufmerksamkeit wissen alle Beteiligten zu nutzen. Der Mobilfunkanbieter T-Mobile hat versprochen, die Kosten für ein Jahr Chicken Nuggets zu übernehmen, sollte sich Carter dazu entscheiden, von seinem bisherigen Anbieter AT&T zu T-Mobile zu wechseln.

  • GRIMME Spiegel: Jury nominiert Facebook-Gruppe gegen Hassrede: Online-Angebote gegen Fake News und Verschwörungstheorien sind am Dienstag in Köln für den Grimme Online Award 2017 nominiert worden. Dazu gehört zum Beispiel „Datteltäter“ des jungen ARD/ZDF-Angebots „Funk“, das sich mit Vorurteilen befasst, mit denen sich Muslime konfrontiert sehen. Oder die Facebook-Gruppe #Ichbinhier, die gegen Hasskommentare und Hetze im Internet vorgeht. Spiegel Online listet die Nominierten auf.

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  • DATENSCHUTZ heise: Test zur Gesichtserkennung laut Datenschützerin am Bahnhof akzeptabel: Der von den Sicherheitsbehörden geplante Test biometrischer Gesichtserkennung am Berliner Bahnhof Südkreuz geht aus Sicht der Bundesbeauftragen für Datenschutz in Ordnung. Das Projekt sei „für sich genommen noch nicht als schwerwiegender Eingriff zu sehen“, erklärte Andrea Voßhoff auf Anfrage. Das ändere allerdings nichts an „grundsätzlichen Bedenken“ gegen diese Technologie. „Sollten derartige Systeme später einmal in den Echtbetrieb gehen, wäre dies ein erheblicher Grundrechtseingriff“, so Voßhoff.

  • TECHNOLOGIE golem: Dells OLED-Monitor UltraSharp UP3017Q kommt doch: Der US-amerikanische Hardware-Hersteller hat hingegen anders lautender Aussagen nun doch angekündigt, den OLED-Monitor UltraSharp UP3017Q auf den Markt zu bringen. Zwischenzeitlich hieß es, das Modell würde eingestellt aufgrund von Blickwinkelproblemen. Für den Bereich der USA können Kunden das Gerät ab sofort bestellen, es ist mit einer Lieferzeit von ein bis zwei Wochen zu rechnen. Bisher hat sich OLED-Technik im IT-Bereich nur bei Wearables, Smartphones und Zusatzdisplays wie beim Macbook Pro 2016 verbreitet. Bei größeren Bildschirmdiagonalen sind vor allem Fernseher-Hersteller Panel-Abnehmer.

  • E-COMMERCE t3n: Die Zukunft von Magento: Das kommt auf Shopbetreiber zu: Nach gut einem Jahr Eigenständigkeit als Magento Inc. und mit Permira hat sich Magento im letzten Jahr sehr weiterentwickelt – und steht durch den neuen Investor besser da denn je. Die E-Commerce-Plattform wickelt inzwischen insgesamt ein Bestellvolumen von weltweit mehr als 100 Milliarden Dollar ab, das von mehr als 260.000 Kunden (davon gut 3.500 Enterprise-Kunden) generiert wird.

  • KI Welt: So stellt sich künstliche Intelligenz Menschen vor: Der Fernsehmaler und Unternehmer Bob Ross, leicht zu erkennen an seiner auffälligen Frisur, hat in einem neuen Kunstwerk dargestellt, wie es für eine künstliche Intelligenz unter Einfluss von LSD erscheinen muss, einen Menschen wahrzunehmen. Die Software, die zu dieser Wahrnehmung führt, sind Deep-Dream-Algorithmen von Google sowie der WaveNet Machine Learning Algorithm. Das Video zeige, so der Künstler, „wie sich ein Computer die Stimme von Bob Ross vorstellt und wie ein Computer ,halluziniert‘, was er in den einzelnen Videobildern sieht“, erklärt Alexander Reben, Künstler und Programmierer aus dem Silicon Valley.

  • HACKING Süddeutsche Zeitung: Mysteriöse Gruppe offenbart mutmaßliche Hacking-Angriffe der NSA: Eine mysteriöse Hackergruppe hat mehrere Datensätze veröffentlicht, aus denen hervorgehen soll, dass der US-Geheimdienst NSA Teile des globalen Geldverkehrs ausspioniert hat. Ebenfalls enthalten sind Werkzeuge, mit denen die Elite-Hacker der NSA wohl Windows-Betriebssysteme übernehmen konnten. Die Hacker nennen sich Shadowbrokers – in Anlehnung an das Computerspiel Mass Effect – und sind seit August 2016 unter diesem Namen aktiv. Ob und von wem sie Befehle erhalten, ist unklar. Sicher ist nur: Jede Veröffentlichung hat das Potenzial, die US-Beziehungen sowohl zur internationalen Gemeinschaft als auch zu amerikanischen Technik-Konzernen massiv zu beschädigen.

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Die Netzpiloten sind Partner der Content Marketing Masters

Partnergrafik_CMM

In Berlin findet am 31. Mai und 01. Juni 2017 die Content Marketing Masters statt – und zwar schon zu vierten Mal. Bei der Konferenz dreht sich alles um das Thema Content Marketing. Schon in den vergangenen Jahren bestand immer reges Interesse an der Veranstaltung; die Organisatoren gehen daher davon aus, dass auch dieses Jahr der Bedarf an Content-Marketing-Wissen wieder groß sein wird.

Die Content Marketing Masters sieht sich als Plattform, auf der sich Kollegen und Experten über Erfolgsfaktoren, bewährte und neue Strategien sowie Perspektiven im Content Marketing auszutauschen können. Die Besucher erwarten Snacks und Drinks, sodass ideale Voraussetzungen für entspanntes Networking geschaffen sind.

Begnadete Speaker – große Unternehmen

Etwa 16 Präsentationen sind geplant, es gibt zwei Tracks, die parallele stattfinden und gehalten werden die Vorträge auf Deutsch und auf Englisch. Themen sind zum Beispiel Influencer Marketing und Social Content sowie natürlich alles weitere aus dem Umfeld des Content Marketing. Bart von Olphen von Fish Tales, Stefan Heidrich von Maybelline New York und Karsten Köhler von HubSpot haben ihrer Auftritte auf der Veranstaltung schon zugesagt. Hier findet ihr das vollständige Programm.

2017 wird es im Vorfeld der Konferenz erstmals Intensivseminare geben, sowohl im B2B als auch B2C. Die Seminare sind nicht nur für Neulinge geeignet, sondern bieten auch einen Mehrwert für erfahren Content-Marketing-Spezialisten und finden in kleinen Gruppen von maximal 25 Teilnehmern statt.

+++ Rabattaktion +++

Mit den Netzpiloten erhaltet ihr exklusiv 10% Rabatt auf den Preis beim Ticketkauf. Gebt dafür einfach in das dafür vorgesehene Feld im Anmeldeformular den Code „MP-netzpiloten-10“ ein. Hier gelangt ihr zum Ticketshop.

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Schimpansen und ihre Freunde chillen besser: Neue Studie gegen Stress

Ob es um den Trost nach dem Tod eines geliebten Menschen geht oder um Mitgefühl, wenn unser Team wieder einmal verloren hat – unsere sozialen Beziehungen sind für den Versuch, ein glückliches, weniger stressfreies Leben zu führen, unbezahlbar. Die Rolle von sozialen Interaktionen und Bindungen zur besseren Stressreduzierung wurden bei vielen Spezien untersucht, von Ratten bis zum Elefanten.

Aber die Jury ist sich noch nicht sicher, wie Freunde uns dabei helfen, mit Stress auf einem psychologischen Level umzugehen. Neue Forschungen zu Beziehungen zwischen Schimpansen suggerieren, dass Freunde nicht nur einfach einen „sozialen Puffer“ erschaffen, indem sie uns in stressigen Zeiten helfen. Sie reduzieren möglicherweise auch das Stresslevel im Allgemeinen, indem sie in unserem Leben einfach nur anwesend sind, wodurch die Art und Weise reguliert wird, wie unser Körper mit Hormonen, die ein Anzeichen für Stress sind, umgeht.

Stress wurde ausführlich bei zahlreichen nicht-menschlichen Primaten erforscht, einschließlich bei Schimpansen, Makaken und Pavianen und wir wissen, dass er verheerend sein kann. Zum Beispiel können hohe Stresslevel bei Pavianen Magen- und Darmgeschwüre verursachen und sogar zu einem früheren Tod führen. Starke soziale Bindungen agieren anscheinend als ein Puffer gegen die schlimmsten Folgen von Stress. Es gibt einen umfassenden gesundheitlichen Nutzen hierdurch, zum Beispiel einen überraschenden Anstieg in der Überlebensrate von Säuglingen unter den weniger gestressten Pavian-Müttern.

Wenn es darum geht, was im Körper passiert, wissen wir, dass ein gutes soziales Umfeld mit einer Abnahme der Hormone, die ein Anzeichen für Stress sind, wie etwa Glucocorticoide, korreliert. Aber wir wissen nicht genau, wie das vonstatten geht.

Sozialer Puffer

Ein neulich veröffentlichter Artikel im Nature Communications Journal erforscht zwei mögliche Mechanismen hinter der Art und Weise, wie soziale Bindungen als ein Puffer in Sachen Stress bei Schimpansen agieren. Die Forscher betrachteten zwei gegensätzliche Theorien: ob „Bindungspartner“ (dies entspricht bei den Schimpansen einem Freund) die besonders stressigen Zeiten einfach weniger stressig machen oder ob die Effekte dieser Partnerschaft im Verlauf des Tages bemerkt werden.

Die Forscher beobachteten wild lebende Schimpansen auf einem schon seit langem bestehenden Gelände in Uganda über einen Zeitraum von zwei Jahren, wobei eine Reihe aggressiver und kooperierender sozialer Interaktionen beobachtet wurden.

Dazu gehörten die Zeiten, zu denen die Tiere geruht, gegenseitig Fellpflege betrieben oder zu denen sie Herdenmitglieder anderer Schimpansengruppen gesehen oder gehört haben. Die Forscher haben die Stresslevel der Schimpansen gemessen, indem sie umfangreiche Urin-Proben gesammelt haben, um diese auf das Vorkommen von Glucocorticoide zu testen.

Um eine potenzielle Stress-Situation zu erschaffen, wartete ein erfahrener Assistent der Fachrichtung, bis kleine Gruppen der Schimpansen in der Nähe der Grenzen des Territoriums waren und trommelte dann auf die großen Baumwurzeln. Dies ahmte das Trommelgeräusch nach, das die Schimpansen erzeugen, um innerhalb und zwischen den sozialen Gruppen zu kommunizieren. Man wollte sehen, wie diese Konfrontation mit dem Trommeln von den einzelnen Schimpansen wahrgenommen wird, abhängig von ihrer sozialen Unterstützung.

Der Hormonpegel im Urin der Schimpansen zeigte, dass sie – vielleicht wenig überraschend – dazu neigen, gestresster zu sein, wenn sie einem Tier einer anderen Gruppe begegnen (oder glauben, einem solchen zu begegnen). Aber die Forschung zeigte auch, dass die sozialen Beziehungen den Stress augenscheinlich immer reduzierten, aber eben nicht in den stressigsten Situationen. Dies suggeriert, dass es für Schimpansen wichtig ist, einen „Bindungspartner“ zu haben, mit dem sie regelmäßig in freundlicher und kooperativer Weise interagieren können und dem gegenüber sie sich nur selten aggressiv verhalten.

Es scheint, als ob die tägliche Präsenz von Bindungspartnern während, sowohl innerhalb als auch außerhalb stressiger Situationen, tatsächlich das System reguliert, das den Hormonhaushalt des Körpers steuert, wodurch das gesamte Stresslevel reduziert wird. Während die aktive Unterstützung eines Bindungspartners das Glucocorticoide-Niveau am meisten senkt, führt ihre bloße Anwesenheit auch zu weniger Stress.

Obwohl es in dieser Studie nicht bewiesen wurde, glauben die Autoren, dass Oxytocin (das oft auch als „Liebeshormon“ bezeichnet wird) möglicherweise auch für diese Regulierung verantwortlich ist. Allgemeiner gesagt hilft dieses Hormon-Gleichgewicht möglicherweise auch dabei, das Immunsystem, die Herzfunktion, die Fruchtbarkeit, die Stimmung und sogar die Wahrnehmung zu verbessern.

Es ist einfach, die Schimpansen in Gedanken durch Menschen zu ersetzen und statt der Bezeichnung „Bindungspartner“ die Bezeichnung „Freund“ zu verwenden. Wir alle stellen fest, dass schwere Zeiten mit einer freundschaftlichen Schulter zum Ausweinen einfacher zu bewältigen sind. Selbst in einem alltäglichen Kontext ist unser Leben dieses kleine bisschen schöner, wenn wir wissen, dass unsere Freunde da sind.

Aber diese Abhandlung zeigt auf, dass die Bildung und die Instandhaltung solcher enger sozialer Bindungen mit anderen einen bedeutenden, messbaren Nutzen für das körperliche und seelische Wohlergehen der Schimpansen hat und es wird auf einem physiologischen Level reguliert. Dies könnte uns nicht nur bei unserem weiteren Verständnis der Evolution des menschlichen Sozialverhaltens helfen, sondern auch die Art beeinflussen, wie wir mit körperlichen Krankheiten und seelischen Schmerzen innerhalb der menschlichen Gemeinschaften umgehen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image „chimps“ by Pixel-mixer (CC0 Public Domain)


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Faire Paralympics: Wie das Klassifikationssystem der Spiele funktioniert

BT Paralympic World Cup 2009 Athletics Men's T54 - 800 Metres. (adapted) (Image by Stuart Grout [CC BY 2.0] via flickr)

Voraussichtlich Millionen von Menschen werden bei den Paralympics in Rio de Janeiro in diesen Tagen zusehen. Die Chancen stehen gut, dass man einen Schwimmer mit einem Bein auf dem Block neben einem Schwimmer mit zwei Beinen und zwei Armen sehen wird. Doch wie fair geht es dort zu? Das Geheimnis ist ein Prozess, der Klassifikation genannt wird. Das Konzept liegt dem gesamten paralympischen Sport zugrunde, aber es – und seine praktische Anwendung – ist wahrscheinlich das größte Hindernis beim Verständnis der Paralympics in der breiten Öffentlichkeit. Klassifikation ist der Prozess der Einteilung von Athleten in Gruppen, so dass sie gegen andere antreten, deren Beeinträchtigung sie zu einem ähnlichen Grad bei der Ausübung ihres Sports beeinflusst.

Wer kann antreten?

Die Paralympics sind für Athleten mit einer physischen, geistigen oder visuellen Beeinträchtigung. Aber nicht jede Person mit einer Behinderung ist für die Paralympics geeignet, und nicht jeder geeignete Athlet der Paralympics eignet sich für jeden Sport. Einige Sportarten, wie Leichtathletik oder Schwimmen, bieten Disziplinen für Athleten mit allen Beeinträchtigungen, die die Voraussetzung eines bestimmten Schwellenwerts der Behinderung erfüllen. Andere Sportarten, wie beispielsweise Fußball CP oder Goalball, sind für Athleten mit einer bestimmten Form der Beeinträchtigung reserviert. Das erste Element der Klassifikation ist also, zu bestimmen, ob ein Athlet eine Beeinträchtigung hat, die ihn für eine Sportart qualifiziert. Das zweite Element ist, die Gruppe des Athleten innerhalb der Sportart festzulegen. Sportarten wie Schwimmen haben ein funktionales Klassifikationssystem entwickelt, bei dem alle qualifizierten Athleten mit einer körperlichen Beeinträchtigung in eine von zehn Klassen eingeteilt werden (S1 bis S10). Diese basieren auf der Einschränkung ihrer Schwimmfähigkeit, die durch den Grad ihrer Beeinträchtigung bestimmt wird. Das bedeutet, dass Athleten mit einer Rückenmarksverletzung im selben Rennen schwimmen können wie Athleten mit zerebraler Kinderlähmung oder fehlenden Gliedmaßen. Das heißt aber auch, dass es möglicherweise bis zu 14 Durchgänge für eine einzige Schwimmdistanz bei jeder Durchführung der Paralympics gibt. Es gibt einen für jede der zehn körperlichen Klassen, drei Klassen für Sehbeeinträchtigungen und eine Klasse für Athleten mit geistigen Beeinträchtigungen.

Hoch- und Niedrigpunkter

Sportarten mit restriktiveren Qualifizierungskriterien beinhalten etwa Rollstuhl-Basketball, bei dem Athleten eine Beeinträchtigung haben müssen, die sie daran hindert, das Spiel für Nichtbehinderte zu spielen. Die Athleten werden dann nach dem Level ihrer Beeinträchtigung in einem Rollstuhl klassifiziert und erhalten eine Punktwertung. Spieler mit den geringsten Beeinträchtigungen erhalten die meisten Punkte (4,5) und die am meisten beeinträchtigten Spieler erhalten die wenigsten Punkte (bis zu 1,0). Um zu verhindern, dass das Spiel von Athleten mit hohen Punktwerten bestimmt wird, darf jedes Team insgesamt lediglich 14 Punkte zu jeder Zeit auf dem Spielfeld haben. Rollstuhl-Rugby nutzt ein ähnliches System, wobei die Punktwerte zwischen 0,5 und 3,5 liegen und bei vier Spielern höchstens 8 Punkte auf dem Spielfeld sein dürfen. Spieler mit hohen Punktwerten sind die Vorzeigespieler, aber jeder hat seine Rolle auf dem Spielfeld.

In der richtigen Gruppe

Ausgebildete medizinische Experten führen den Klassifikationsprozess durch, der auf umfangreichen Daten und Analysen beruht, die im Laufe vieler Jahre gemacht wurden. Es gibt ein strenges Bewertungs- und Berufungsprozedere. Aber es gibt unvermeidlich eine Bandbreite an Beeinträchtigungen innerhalb einer einzigen Gruppe, und es ist für jeden Athleten von Vorteil, zu den weniger beeinträchtigten Athleten innerhalb dieser Klasse zu gehören. Beispielsweise wurde die australische Schwimmerin Jaqueline Freney ursprünglich der Klasse S8 zugeordnet und gewann in dieser Klasse bei den Spielen 2008 in Peking drei Bronzemedaillen. Aber die australischen Behörden glaubten, dass Freney der falschen Gruppe zugeteilt worden war. Nach einem Berufungsprozess trat sie bei den Spielen 2012 in London in der Klasse S7 an und gewann acht Goldmedaillen. Wäre Freney in der Gruppe geblieben, in die sie ursprünglich (und fälschlicherweise) eingeteilt war, wäre sie in London bei vielen S8-Disziplinen leer ausgegangen. Da die Paralympischen Spiele immer bekannter und konkurrenzbetonter werden, steigt der Druck auf den Klassifikationsprozess, es richtig zu machen, und auf die Athleten, ihre Klassifikation zu optimieren. Die Klassifikatoren nutzen eine Bandbreite praktischer Tests und beobachten die Athleten in Wettkämpfen, wenn sie ihre Entscheidung treffen.

Betrüger den Garaus machen

Unvermeidlicherweise gibt es auch Betrugsanschuldigungen, manchmal auch bewusst falsche Darstellung genannt, bei der Athleten vorgeben, einen stärkeren Grad der Beeinträchtigung zu haben, als dies eigentlich der Fall ist. Das berühmteste Beispiel ist wohl der Fall des spanischen Basketballteams mit geistigen Beeinträchtigungen bei den Spielen im Jahr 2000 in Sydney. Nachdem das Team die Goldmedaille gewonnen hatte, stellte sich heraus, dass zehn der zwölf Spieler die Kriterien der Beeinträchtigung nicht erfüllten. Das australische paralympische Komitee beschäftigt einen Klassifikationsmanager, um die Athleten und den australischen Sport zu unterstützen, und hat ein umfassendes Klassifikationsprogramm. Die Athleten der richtigen Gruppe und dem richtigen Sport zuzuordnen kann bezüglich auf die Freude am Sport und ihren Chancen, auf paralympischen Niveau Erfolg zu haben, einen enormen Unterschied ausmachen. Man muss das Klassifikationssystem nicht verstehen, um die Paralympischen Spiele zu genießen. Ein besseres Verständnis kann aber zu einer höheren Wertschätzung der Prinzipien dieses besonderen Wettkampfes führen. Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „BT Paralympic World Cup 2009 Athletics: Men’s T54 – 800 Metres.“ by Stuart Grout (CC BY 2.0)


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No Comment – NPR deaktiviert Kommentarfelder unter den Artikeln

NPR Building (adapted) (Image by Cliff [CC BY 2.0] via flickr)

Demnächst wird es unter den Artikeln auf NPR.org nicht länger einen Kommentarbereich geben. NPR verkündete die Entscheidung vor wenigen Tagen in einem Blogeintrag mit der Erklärung, dass die Kommentarbereiche größtenteils verwaist sind, obwohl das Internetpublikum insgesamt über die Jahre stetig gewachsen ist. Nur ein Prozent von monatlich 25 bis 35 Millionen Lesern und Hörern hinterlassen einmalig Kommentare, die Anzahl regelmäßiger Verfasser von Kommentaren ist ebenfalls sehr gering. Stattdessen wendet sich NPR den sozialen Netzwerken zu – sowohl offiziell als auch über die privaten Profile seiner Journalisten – um mit seinem Publikum zu interagieren. Und das bedeutet, das Publikum auf den üblichen Plattformen wie Facebook (wo NPR mehr als fünf Millionen „Gefällt mir“ hat) und Twitter (mehr als sechs Millionen Follower) anzuziehen, sowie die Präsenz auf Snapchat, Instagram und Tumblr auszubauen. In dem Post hob Scott Montgomery, Redaktionsleiter für digitale Nachrichten, die NPR Facebook-Gruppe ‚Private Finances‘ hervor, die mittlerweile mehr als 18.000 Mitglieder aufweist. Weitere Bemühungen die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zu ziehen, so schrieb Montgomery, haben den Kommentarbereich weniger nützlich werden lassen:

  • „Wir haben in den besonderen Bemühungen, das Interesse der Leser- und Zuhörerschaft mit dem Tiny Desk Contest und Generation Listen (Generation Hören)völlig neue Maßstäbe gesetzt. Es gab zum diesjährigen Tiny Desk Contest mehr als 6000 Einsendungen und die Welt hat Gewinnerin Gaelynn Lea kennen gelernt. In der Zwischenzeit besuchen unsere Journalisten regelmäßig Treffen von Generation Listen und stellen so in NPR-Radiostationen im ganzen Land die Verbindung zur nächsten Generation von Fans des öffentlichen Radios her.“
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  • „Bei uns widmet sich ein ganzes Team den Publikumsbeziehungen, welches jeden Monat tausende E-Mails von Hörern liest und persönlich beantwortet. Dieses unentbehrliche Forum begegnet Ihrem essenziellsten Feedback und Ihren Fragen und gibt uns einen Raum für gleichermaßen bedeutende Antworten. Unsere Seite help.npr.org operiert plattformübergreifend und ist jederzeit offen für Ihre Fragen und Anliegen.“
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  • „In den kommenden Wochen werden wir zusätzlich zur Weiterentwicklung unserer Herangehensweise in Bezug auf Live Interaktion auf Facebook beginnen, ein vielversprechendes neues Hilfsmittel zur Einbindung der Zuhörerschaft zu testen, das in den sozialen Medien bereits verwurzelt ist. Hearken ist eine digitale Plattform, die es den Journalisten und dem Publikum erlaubt, bei der Entwicklung von Ideen für Artikel als Partner zu agieren, und diese Plattform ist in Dutzenden von NPR-Radiostationen bereits in Gebrauch. Wir werden Hearken in unseren Goats and Soda Blog zu weltweiter Gesundheit und Entwicklung mit dem Potenzial für zukünftige Erweiterung involvieren.“

Zudem hat NPR in Elizabeth Jensen seine eigene Bürgerbeauftragte in Vollzeit, die dabei hilft, von Hörern angeschnittene Themen aufzugreifen. Selbstverständlich hat Jensen die Eliminierung der Kommentare abgewägt, in Erwartung einigen Widerstandes gegen die Tatsache, dass eine öffentliche Medienorganisation einen Kanal für öffentliche Beiträge entfernt. NPR benutzte die externe Plattform Disqus, ein System, das – so schrieb Jensen – „teurer wurde, je mehr Kommentare hinterlassen wurden, und innerhalb einiger Monate hat dies NPR zweimal mehr gekostet als im Budget veranschlagt„. In anderen Worten hat NPR die Kosten für eine kleine Gruppe von Menschen getragen, die nicht zwingend repräsentativ für das Gesamtpublikum waren: Nur 4300 Nutzer posteten je etwa 145 Kommentare, das sind etwa 67 Prozent aller auf NPR.org verfassten Kommentare innerhalb eines Zeitraumes von zwei Monaten. Mehr als die Hälfte aller Kommentare von Mai, Juni und Juli zusammen stammten von lediglich 2600 Nutzern. Es ist nicht möglich, Aussagen darüber zu treffen, wer die Verfasser dieser Kommentare sind; manche Nutzer kommentieren anonym. Aber es gibt einige Anzeichen, die darauf hindeuten, dass die Kommentierenden nicht völlig repräsentativ für das Gesamtpublikum des NPR sind: Sie kommentieren mit großer Mehrheit über den Desktop (jüngere Nutzer neigen dazu, NPR.org per Handy aufzurufen) und eine Schätzung von Google legte Montgomery zufolge nahe, dass die Verfasser zu 83 Prozent männlich sind, während unter der Gesamtheit der Nutzer von NPR.org nur 52 Prozent männlich sind. Joel Sucherman, NPR Abteilungsdirektor für digitale Produkte, teilte Jensen zudem mit, dass die Leser von NPR.org mit großer Wahrscheinlichkeit „innerhalb der nächsten sechs bis neun Monate neue Optionen sehen werden„. Auf Twitter wurde die Mitteilung überwiegend positiv begrüßt, obwohl manche Besorgnis über den wachsenden Einfluss sozialer Netzwerke äußerten. Die Kommentare unter Jensens und Montgomerys Posts sprechen jedoch so ziemlich für sich. Dieser Artikel erschien zuerst auf “Nieman Journalism Lab” unter CC BY-NC-SA 3.0 US. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „NPR Building“ by Cliff (CC BY 2.0)


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Facebook: Wir können auch anders

Gestern war Tag 1 der neuen Zeitrechnung. Denn Microsoft muss unbedingt seine in die Tonne verklappten Milliarden beim Skype-Kauf wieder refinanzieren. Da kommt ein surrealer Mittzwanziger gerade recht. Also hobelt und klöppelt man in einer Nacht- und Nebelaktion ein Skype-Plugin in das Soziale Netzwerk. Damit kann man zwar nicht wie bei Google+ mit vielen Leuten eine Videokonferenz abhalten, aber dafür bleibt das Plugin noch aktiv, wenn man die Seite von Facebook schon geschlossen hat. Das ist die neue Form der Integration. Ein ganz neues Desgin gabe es auch. Und man kann ein Chat-Fenster aufmachen und Freund dazu einladen gemeinsam zu chatten. Mehr als 50.000 Leute haben sich diese banhbrechenden Innovationen auf Livestream.com (wer es sich nochmal geben will) angesehen. Ich hätte gern einen großen Beitrag drüber geschrieben. Es ist jedoch jetzt schon zuviel der Ehre für eine derart dünne Suppe.

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