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Netzpiloten @Heureka Conference

Am 12. Juni steigt die Heureka Conference in berlin. Die Netzpiloten sind zum vierten mal bei der Gründerkonferenz dabei.

Nichts ist spannender als großartige Ideen und deren Entwicklung!

Am 12. Juni ist es wieder soweit und die Vertical Media GmbH, Herausgeber von Gründerszene, NGIN Mobility und NGIN Food, öffnet die Türen der diesjährigen Heureka Conference in Berlin! Einen ganzen Tag lang geht es wieder um die Faktoren für nachhaltige Erfolge des eigenen Unternehmens. Dabei profitieren die Teilnehmer von dem Wissen erfahrener Unternehmer und Branchenexperten. Hier wird eine Plattform geschaffen, die die gesamte deutsche Digitalwirtschaft zusammen bringen soll. Startups haben außerdem die Möglichkeit, sich mit Investoren auszutauschen. Wir Netzpiloten sind zum vierten Mal mit dabei und freuen uns auf die Formate, die über 30 Speaker zusammengestellt haben.

Welche Speaker werden da sein?

Einer der Redner auf der Heureka Conference wird Fynn Kliemann sein. Er ist Gründer und CEO der Agentur herrlich media, selbsternannter Heimwerkerking sowie König des Kliemannslandes, einem YouTube Format des öffentlich rechtlichen Digital-Angebots Funk. Er schöpft aus seinen Erfahrungen mit der Umsetzung von Ideen und dem Gründen von Firmen für eigene Projekte. Auch Lisa Jaspers ist eine der Speaker. Die Gründerin und CEO von FOLKDAYS hat es geschafft, die faire Klamottenmarke innerhalb von fünf Jahren zu einer der bekanntesten fairen Marken in Deutschland zu machen. Lawrence Leuschner war Mitgründer und CEO von rebuy, nahm sich nach 13 Jahren eine Auszeit und kam auf Reisen schließlich auf die Idee für TIER Mobility. Das Unternehmen will die städtische Fortbewegung revolutionieren und E-Roller zur Miete anbieten.

Welche Themen und Formate erwarten dich?

  • Interaktive Workshops
  • Talks
  • Erfahrungsberichte aus der Gründerszene
  • Q&A Sessions

Und sonst noch?

Neben dem Geschehen auf der Bühne bietet die Heureka Conference außerdem eine Hardware Area, in der ihr die Trends der Technikszene ausprobieren könnt sowie eine Food Startup Area, wo es lauter Köstlichkeiten zu probieren gibt. Zusätzlich bekommen Startups die Gelegenheit, am VC Pitch teilzunehmen und ihre Ideen in 15 Minuten einer Reihe Investoren vorzutragen. Das Startup mit der besten Idee darf sich über eine Überraschung freuen.

Hier bekommt ihr die Tickets zur Veranstaltung. Dabei kostet das Standard Ticket 449 Euro ohne Mehrwertsteuer. Startups zahlen nur 149 Euro und Studenten sogar nur 75 Euro. Mit dem Code „media25“ erhaltet ihr bis zu 25 Prozent Rabatt auf die Tickets! Na, wie siehts aus? Treffen wir uns in Berlin?

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Netzpiloten @Heureka Conference

Partnergrafik_2018_Heureka

Bei uns habt ihr noch bis zum 15. Mai die Chance auf 2×2 Tickets für die Heureka Conference. Einfach mitmachen und ein wenig Daumen drücken!
Hier geht’s zu den Teilnahmebedingungen


Am 5. Juni ist es wieder soweit und die Heureka Founders Conference geht in ihre bereits siebte Runde. Auch 2018 findet sich in Berlin dafür die nationale und internationale Gründerszene zusammen. Unter dem Motto „Next Generation Founders“ steht in diesem Jahr besonders der Gründungsalltag und damit die Erfahrungen der Gründer hinter den Produkten und Innovation im Mittelpunkt.

Was die Heureka zu bieten hat

Wie gewohnt hat die Heureka einiges für ihre Besucher zu bieten. Die Konferenz ist der ideale Ort für persönlichen und fachlichen Austausch sowie Networking mit Investoren, Gründern und anderen Köpfen der Branche. Teilnehmer der Konferenz dürfen sich auf viele Eindrücke und tiefe Einblicke in das Gründerleben freuen. Zu erwarten ist unter anderem faszinierender Input zu den neuesten Entwicklungen und innovativsten Produkte, die der Markt gerade zu bieten hat.

Das Programm der Heureka

Das Programm der Heureka ist erneut hochwertig und höchst innovativ gestaltet. Auf der Agenda stehen diverse Vorträge von tollen Speakern. Außerdem lädt die Hardware Area Startups wieder dazu ein, verschiedenste Produkte vor einem großen Publikum auszustellen und von diesem bewerten zu lassen. Zudem haben Startups die Möglichkeit am VC Pitch teilzunehmen. In einem 15-minütigen Pitch haben die jungen Unternhemen dabei die Gelegenheit ihre Marke und Produkte vorzustellen und dabei sogar mögliche Investments an Land zu ziehen.

Die Gäste und Speaker der Heureka

Besonders freuen können sich die Teilnehmer auf abwechslungsreiche und spannende Speaker, die über ihre Erfahrungswerte, Erfolge und Niederlagen im Gründungsalltag berichten. Bereits angekündigt sind folgende be- und anerkannte Referenten:

Lasst euch dieses großartige Event auf keinen Fall entgehen und seid auf der Heureka 2018 dabei. Tickets könnt ihr nach wie vor im Online-Ticketshop erhalten. Bei weiteren Fragen oder Anliegen kontaktiert ihr hier den Veranstalter oder abonniert den Newsletter.

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Netzpiloten sind Partner von „Gründen, Fördern, Wachsen“

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Bereits zum sechsten Mal findet die Veranstaltung „Gründen, Fördern, Wachsen“ für das Bundesland Hessen statt. Diese Veranstaltung unter dem Motto „Future Technology“ richtet sich vor allem an Startups, Gründer und Gründerinteressierte im Rahmen der „Gründerwoche Deutschland“.

Auch dieses Mal gibt es für die Besucher wieder viel zu erleben. Neben dem direkten Austausch mit Experten und vielen weiteren Akteuren aus der Gründerszene, laden zahlreiche Workshops ein, sich mit Themen wie unter anderem Online Marketing, Künstliche Intelligenz, IT-Security und Handelsplattformen auseinanderzusetzen. Wer eine individuelle Beratung bei Einzelgesprächen bevorzugt, der kann diese beim CoachingCafé in den 20-Minuten-Slots bekommen. Das Programm bietet aber noch mehr: Spannende Vorträge, Themenlounges und Live-Interviews von ausgewählten Gründern und Geschäftsführern wie unter anderem Michael Wax – Mitgründer und CCO der FreightHub GmbH – bieten impulsive Einblicke in die Gründerszene mit einem anschließenden Übergang in den sogenannten „Helden-Slam“ und der abwechslungsreichen Ausstellung.

Wer Teil dieser spannenden Veranstaltung sein möchte, der kann sich hier anmelden. „Gründen, Fördern, Wachsen“ findet am 16. November 2017 im Capitol Theater in Offenbach statt. Für Studenten, Startups, Gründer und Nachfolger ist die Teilnahme kostenfrei.

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Die Netzpiloten sind Partner vom Female Founders Book

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Im April 2017 kommt das erste wirklich inspirierende Buch für Frauen, die ihr eigenes Unternehmen gründen wollen, heraus: das Female Founders Book.

Die Herausgeberinnen Val Racheeva und Maxi Knust haben bereits einiges an Erfahrung in der Gründerszene gesammelt: Val ist die Gründerin der WeFound Community und Maxi hat das Online-Magazin Fempreneur ins Leben gerufen. 

Die Selfmade-Frauen wollen mit ihrem Buch andere Frauen dazu anregen, ein eigenes Business zu gründen, ihnen das nötige Vertrauen und Know How mitgeben, um Zweifel abzubauen oder idealerweise gar nicht erst aufkommen zu lassen und einfach den ersten Schritt zu machen. Das, worauf es beim Gründen nämlich nicht unwesentlich ankommt, ist die richtige Einstellung. 

In dem Buch erwarten euch 30 Interviews mit Gründerinnen aus dem deutschsprachigen Raum, die mit Mut, Ehrgeiz und Fingerspitzengefühl ihre eigenen Unternehmen zum Erfolg geführt haben. Des Weiteren enthält das Buch Insiderwissen und Tipps von Experten rund um das Thema Startup. 

Das Female Founders Book richtet sich selbstverständlich nicht nur an Frauen – auch Männer können alles, was man für die ersten Schritte benötigt, mit dem Buch in Erfahrung bringen. Und die Mutigen, die bereits ein Unternehmen gegründet haben und nach Inspiration suchen, kommen beim Lesen ebenfalls auf ihre Kosten.

Die Netzpiloten wünschen Spaß beim Lesen und Erfolg beim Gründen! 

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Macht das Arbeiten in Startups krank?

Es ist zwei Uhr morgens in Colorado. Sarah Jane Coffrey schreckt hoch und checkt panisch ihre E-Mails. Sie hat Angst, dass sie eine wichtige Nachricht verpasst hat – obwohl sie mal wieder bis in die Nacht gearbeitet hat. Sie ist nicht nur müde, sie ist erschöpft, am Ende ihrer Kräfte. So hatte sie sich das glamouröse Startup-Leben nicht vorgestellt. Rückblickend erinnert sie sich an ihre schlimmsten Momente ihrer ersten Startup-Erfahrung: „Bald fing ich an, bei der Arbeit zwei oder drei Mal die Woche auf der Toilette zu weinen. Es gab zwar manchmal konkrete Gründe für die Tränen, aber meistens weinte ich aus dem starken Gefühl der Überwältigung heraus.“

Wenn der Mythos Startup zu bröckeln beginnt

Das widerspricht eigentlich komplett dem Image der Gründerszene. Denn wohin man schaut, Startups sind der letzte Hype. Gründer sind die neuen Rockstars. Sie sind kreativ, verändern die Welt und durchbrechen festgefahrene Strukturen der Arbeitswelt. Wer möchte nicht in so einem Umfeld arbeiten?

Menschen wollen, dass ihre Arbeit bedeutungsvoll ist. Sie wollen etwas beeinflussen, ihre Talente nutzen, wertgeschätzt werden. Und sie wollen natürlich auch mit ihrer harten Arbeit die Karriereleiter schneller erklimmen als sie das je in einem klassischen Unternehmen könnten.“ So erklärt zumindest Sarah Jane Coffrey im Netzpiloten-Gespräch die Faszination, die die Gründerszene auf viele ausübt. Doch was, wenn dieser Mythos anfängt, zu bröckeln?                                           

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Sarah Jane Coffrey by Sarah Jane Coffrey

Sarah Jane Coffrey ist nicht die einzige, die mit viel Enthusiasmus bei einem Startup zu arbeiten anfing und dann, nach Monaten oder sogar Jahren, in denen 60-Stunden-Wochen die Norm sind, in ein tiefes Loch fällt. Miriam Goos, Neurologin und Gründerin von Stressfighter Experts, einer Burnout-Prävention-Firma, kennt viele solcher Beispiele aus ihrer täglichen Arbeit: „Je höher wir fliegen, desto tiefer können wir fallen“, sagt Goos. Was so poetisch klingt, ist für Betroffene aber alles andere als romantisch. Denn sie leiden meist unter Burnout, Depression, sozialer Vereinsamung – oder allem zusammen. 

Gerade Gründer haben nach Meinung von Goos diese große Fallhöhe. „Anders als Angestellte in einem langweiligen Bürojob, um es mal ganz platt zu sagen, wissen Gründer sehr genau, warum sie arbeiten. Sie verwirklichen ihre eigenen Ideen und oft steckt natürlich auch noch viel Eigenkapital im Startup. Da ist die Motivation natürlich sehr hoch“, erklärt Goos gegenüber den Netzpiloten.

Hohe Ideale, große Ziele und persönliche Investitionen sind natürlich riesige Antriebe, um voll durchzupowern. Das wäre an und für sich etwas sehr Positives. Problematisch wird es aber dann, wenn diese hohen Erwartungen nicht erfüllt werden. Gerade bei Startups, wo vieles noch im Anfangsstadium ist und Gründer sich selbst unter sehr viel Zeit- und Gelddruck setzen, können diese Erwartungen schnell enttäuscht werden. Die Folge: Burnout.

Wie eine Sucht

Deshalb vergleicht Miriam Goos die Vorgänge von Burnout im Gehirn durchaus mit einem Suchtverhalten. „Wenn Gründer ihre ersten Ideen umsetzen und Erfolge haben, wird das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert und es kommt zur Dopaminausschüttung. Dieses Glücksgefühl macht süchtig und ist so stark, dass Gründer weitermachen. Wenn dann aber die Stimuli überraschend ausbleiben, weil etwa der gewünschte Umsatz oder ein bestimmtes Ziel nicht erreicht wurden, sinkt die Dopaminkonzentration stark ab. Man fällt in ein Loch. Daraus entsteht eine Unsicherheit und auch Angst vor dem ausbleibenden Erfolg, das Immunsystem leidet und auch die emotionale Stabilität und die geistige Leistungsfähigkeit sinken ab.“

Nicht selten führt das bei Gründern tatsächlich auch zu Drogenkonsum. Vor allem Drogen, die die Performance steigern, seien bei Gründern beliebt, sagt Goos. Sarah Jane Coffrey hat in der Startup-Szene in Denver vor allem exzessiven Alkoholkonsum erlebt. Der eine oder andere Drink nach der Arbeit sei sicher okay, doch die Trinkkultur, die sie erlebt hat, deute darauf hin, dass man mit Alkohol tiefere Probleme kaschiere, sagt Coffrey: „Wenn das Team sich regelmäßig betrinkt und das Dampf ablassen nennt, weil alle kontinuierlich Überstunden schieben, dann ist das kein Stressventil, dann ist das ein Zeichen dafür, dass etwas gewaltig kaputt ist.“

Tabu-Thema Burnout in der Gründerszene

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Miriam Goos by Philipp Goos

Goos ist überzeugt davon, dass die Erlebnisse von Coffrey auch auf Deutschland zutreffen, auch wenn das Thema „Drogenproblematik“ in der Startup-Szene hierzulande noch absolut Tabu ist. Das ist nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass es zum Beispiel noch nicht mal eine offizielle Anlaufstelle für Gründer gibt, die über Probleme wie Stress oder Burnout sprechen möchten.

Dabei wäre es wichtig, die Burnout-Symptome früh zu erkennen. Zu Miriam Goos kommen die meisten Kunden erst, wenn sie am Ende sind. Sie leiden unter Schlaflosigkeit, hohem Blutdruck, ernähren sich mangelhaft, arbeiten ohne Unterlass und gehen dabei sehr hart mit sich selbst ins Gericht. Die meisten ihrer Klienten beschweren sich aber darüber, dass sie nicht abschalten können. „Sie haben eine ständige Autobahnfahrt ihrer Gedanken im Gehirn und müssen erstmal lernen, das Tempo wieder herauszunehmen. Ich nehme sie dann zum Beispiel mit zu einem Spaziergang und dann üben wir bewusst ganz, ganz langsames Gehen. Das allein schon fällt den meisten unglaublich schwer.“

Leider wird diese „Always-On-Mentalität“ selten als etwas Problematisches erkannt, sagt Coffrey: „Was das Ganze noch schlimmer macht ist ja gerade die Tendenz dazu, diesen sehr intensiven Lebensstil als etwas Glamouröses darzustellen. Ich zucke jedes Mal zusammen, wenn ich einen Tweet über die Arbeit um drei Uhr morgens mit dem Hashtag #startuplife sehe. Das ist doch nicht sexy, das ist  sehr traurig.“

Coffrey selbst hat ebenfalls lange gebraucht, um sich einzugestehen, dass ein solches Leben ungesund ist. Mittlerweile arbeitet sie bei Reboot, einem Unternehmen, das Startups coacht. Doch der Prozess der Selbsterkenntnis ist lang und schwierig. Daher wäre es wichtig, die Anzeichen von Burnout in Startups nicht zu verherrlichen oder zu ignorieren, sondern offen zu diskutieren.

„Manchmal reichen auch 80 Prozent“

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Susann Hoffmann und Nora-Vanessa Wohlert by Jennifer Fey

In Deutschland trauen sich mittlerweile, wenn auch noch sehr vereinzelt, die ersten Gründer, offen über die Schattenseiten von Startups zu sprechen. Dazu gehört auch Nora-Vanessa Wohlert, Mitgründerin des Webmagazins Edition F. Im ersten Unternehmensjahr versuchten sie und ihre Geschäftspartnerin Susann Hoffmann ein tolles Magazin auf die Beine zu stellen, ein kleines Team zu leiten, eine Unternehmenskultur aufzubauen und Investoren zu finden – und all das natürlich auf einmal. „Die Wahrheit ist: Gründen ist herausfordernd. Immer wieder kommen Zweifel. Ängste. Harte Entscheidungen. Die Sorge um das Geld. Die Sorge um den Erfolg. Erwartungen. Zeitmangel“, schreibt Wohlert über ihre eigene Erkenntnis, dass das Startup-Leben nicht immer so glamourös ist, wie es klingt. 

Etwa ein Jahr ging das so, bis Wohlert klar wurde, dass sie so nicht mehr weitermachen wollte: „Ich hatte in dem Jahr keinen Urlaub, habe mir kein Gehalt gezahlt und mir selbst auch einfach nichts gegönnt. Ich habe mir zum Beispiel in eineinhalb Jahren wirklich gar nichts für mich selbst gekauft“, erinnert sie sich im Gespräch mit den Netzpiloten. Erst als ein Unbekannter sie bei Facebook fragt, wann sie anfangen würde zu leben statt zu arbeiten, macht es Klick bei Nora-Vanessa Wohlert.

Sie hatte die Warnungen ihres Umfelds größtenteils ignoriert, sich selbst nie eine Pause gegönnt und sich selbst auch nie die Zeit genommen, sich zu den vielen kleinen und großen Erfolgen als Gründerin zu gratulieren. „Ich habe zum Glück mittlerweile einen Weg gefunden, mir selbst das Abschalten zu erlauben. Ich habe erkannt, dass ich ersetzbar bin – und dass das eine Entlastung ist. Auch habe ich meinen Perfektionsdrang etwas gedrosselt, manchmal reichen auch 80 Prozent.“ Das scheinen bei Wohlert keine leeren Worthülsen zu sein – sie bereitet sich gerade auf ihren Urlaub nach Thailand vor.


Image „burnout“ by moritz320 (CC0 Public Domain)


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Netzpiloten sind Partner der „Gründen, Fördern, Wachsen“

Zum 5. Mal lädt die Gründen, Fördern, Wachsen Gründer, Start-ups und Gründungsinteressierte nach Frankfurt am Main ein. Die Veranstaltung findet am 16. November von 16:30 bis 21 Uhr im THE SQUAIRE und im Rahmen der „Gründerwoche Deutschland“ für Hessen statt.

In mehr als 1.000 Workshops, Seminaren oder Planspielen wird sich im Rahmen der Aktion bundesweit rund um das Thema berufliche Selbstständigkeit ausgetauscht. Die „Gründen Fördern, Wachsen“ entsteht unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung entsteht und richtet sich an Gründer, Start-ups und Gründungsinteressierte und potentielle Entrepreneure aus den Bereichen schnell wachsende Technologien und Dienstleistungen sowie Partner, Investoren, Coaches und Akteure der Gründerszene.

Die Teilnahme ist für Gründer, Start-ups, Studenten und Gründungsinteressierte kostenfrei und einen Überblick über das Programm gibt es auf der Website.

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Warum kommt Google nicht aus Deutschland?

Startup workshop (adapted) (Image by Apps for Europe [CC BY 2.0] via Flickr)

Zwischen den Startup-Szenen in Deutschland und den USA gibt es große kulturelle Unterschiede. Wer auf der anderen Seite erfolgreich sein will, sollte diese kennen. Auf der einen Seite der zupackende, kalifornische Gründergeist mit leicht psychosozialen Defekten, der an seine Idee glaubt und unbeirrt an ihr festhält. Auf der anderen Seite der gemütliche, freizeitorientierte Deutsche, der aus lauter Angst vor dem Erfolg am liebsten kleine Brötchen backt und das Risiko scheut. Ist der Unterschied zwischen den Gründer-Szenen in den USA und Deutschland so einfach zu erklären?

Davon ist zumindest Star-Investor Peter Thiel überzeugt. In seinem neuen Buch „Zero to one“, das er gemeinsam mit Blake Masters geschrieben hat, vertritt der US-Investor (Paypal, Facebook, AirBnB) mit deutschen Wurzeln strittige Thesen wie „Konkurrenz ist schlecht, Monopole sind gut„. Peter Thiel schreibt auch über den Gründergeist im Silicon Valley: „Viele erfolgreiche Silicon-Valley-Gründer scheinen an einer milden Form des Asperger-Syndroms zu leiden„. Diese Krankheit könne es leichter machen, an technologischen oder unternehmerischen Ideen unbeirrt festzuhalten, selbst wenn andere sie schräg finden – weil man die Ablehnung gar nicht mitbekäme. „Pessimistisch und gemütlich“ gehe es dagegen in der deutschen Gründerszene zu, kritisiert Thiel. In dieser Startup-Szene herrsche ein „sozialdemokratisches Denken“ vor. Das bedeutet: Man gründe viele Unternehmen, aber die sollen bloß nicht zu groß werden. „Viele sprechen von der Angst vor dem Versagen. In Deutschland herrscht eher eine Angst vor dem Erfolg.“ Schreibt Thiel. Europäer sind für ihn „unkonkrete Pessimisten„, die den Niedergang für unvermeidbar halten. „Sie können nur abwarten und währenddessen können Sie das Leben genießen; das ist auch der Grund für die Freizeitmentalität der Europäer„, kritisiert Thiel.

Einen einheitlichen europäischen Markt gibt es nicht

Warum kommt Google nicht aus Germany? Diese Frage hat Udo Bub im Rahmen seiner Einbindung in die Studie „Deutsche Software Champions“ reflektiert. Bub ist Mitgründer der ICT Labs des European Institute of Innovation and Technology und deren Leiter in Deutschland. Die EIT ICT Labs bauen ein europaweites Netzwerk aus Unternehmen, Universitäten, Forschungsinstituten und Startups auf mit dem Ziel, technische Innovationen in Europa zur Marktreife bringen. Gegründet wurde es 2010 auf Initiative der EU und der Führung durch die Deutsche Telekom Innovation Laboratories. Am 25. September hat EIT ICT Labs eine Niederlassung im Silicon Valley eröffnet, um den Austausch von US-Investoren nach Europa zu stärken.

Ein Problem in Europa ist allgemein, dass man zwar von einem einheitlichen europäischen Markt spricht, der aber in Wirklichkeit sehr fragmentiert ist. Wir haben hier unterschiedliche Kulturen, Sprachen, Währungen, Gesetze und darum ist eine Internationalisierung so schwierig. Wenn ein Unternehmen hier in Deutschland eine Idee hat, überlegen sie es sich dreimal, ob sie damit nach Frankreich oder Italien gehen„, betont Bub, der auch in den USA gearbeitet hat. „In den USA ist es ein echter, einheitlicher Markt, dem sich die ganze Welt versucht anzupassen. Wenn sie erst einmal ihren Heimatmarkt erobert haben, dann ist dort der Schritt zum globalen Unternehmen vergleichsweise klein. Das sind echte Vorteile. Wir müssen dabei helfen, den europäischen Markt zu verbessern, indem wir ihn defragmentieren. Es kommen viele gute Software-Startups aus Deutschland, die eine gewisse Größe erreichen, die aber nicht global werden und dann links und rechts überholt werden. Der Markt in Deutschland ist groß genug für viele Startups, um zu überleben. Die denken aber oft nicht daran, global zu werden. Und man geht dann nicht mehr weiter. Das ist etwas speziell in Deutschland.“ Der Thiel’schen These von den „kleinen Brötchen“ stimmt Bub damit indirekt zu. Und was ist mit dran an den unterschiedlichen Mentalitäten?

In den USA gibt es mehr Risikokapital zum Verbraten

Man sagt ja oft, die Mentalität ist drüben ganz anders als hier. Das stimmt, die Amerikaner sind gründungsfreudiger als wir. Man muss aber differenzieren, denn die Rahmenbedingungen sind einfach anders. Man bekommt in den USA viel mehr echtes Risikokapital, mehr zum Verbraten und mehr zum Gewinnen. Hier muss man viel mehr Runden fliegen, um viel Geld zu bekommen. Das ist viel sicherheitsorientierter. Das würde ich nur weniger auf die Mentalität, sondern mehr auf die Gesetzgebung und Rahmenbedingungen zurückführen. Dieselben Leute verhalten sich anders in unterschiedlichen Märkten.“ Dass eine Firma wie Google in zehn Jahren auch aus Deutschland kommen könnte, davon ist Bub überzeugt. Sie würde aber eher aus „der deutschen Tradition der Produktion“ herauskommen, eher aus dem Business-Bereich, in dem branchentypisches Knowhow und vernetztes Denken gefragt seien. Stichwort: Industrie 4.0. „Darin sind die Deutschen besonders gut und darauf sollten sie sich besinnen„, so Bub.

Deutsche denken erst an das Problem, dann an die Lösung

Mit den Unterschieden zwischen deutscher und amerikanischer Innovationskultur kennt sich Melissa Lamson aus. Sie ist Intercultural Awareness Coach am Software-Campus Berlin und hat mehrere Bücher zu Themen wie „Unternehmenserfolg in den USA“ und den kulturellen Unterschiede zu Deutschland geschrieben. Darin gibt sie Tipps, wie europäische und deutsche Startups am besten den US-Markt erobern. Für sie werden Investment-Entscheidungen in den USA demokratischer als in Deutschland getroffen. Und doppelt so viele Startups bekommen dort frühes Gründungskapital („Angel Money“), bevor sie Risikokapital von einem Investor erhalten. Und: In den USA werden mehr Startups von erfahrenen CEOs geführt, weniger von den Gründern selbst. In Deutschland gelte jeder Manager als Produkt-Experte, in den USA sei das Führen von Mitarbeitern, finanzielles oder operatives Knowhow wichtiger für einen Chef, der Experten bei Bedarf einbinden kann. US-Startups schauen laut Lamson viel mehr auf den Markt und seine Bedürfnisse und schneiden dafür das Produkt zurecht. Deutsche denken da eher: „Wenn wir es bauen, werden sie schon kommen.“ Die Folge: Es gibt eine Menge qualitativ hochwertiger Produkte, aber wenig Nachfrage.

Andersherum funktionieren manche Geschäftsmodelle von US-Startups nicht, wenn sie 1:1 auf Deutschland übertragen werden. Prominentestes Beispiel dafür ist Uber. In Deutschland gibt es bereits einen funktionierenden öffentlichen Nahverkehr, er sei sicher und sauber und es gäbe nur wenig Bedarf für einen Fahrer-Dienst, erklärt Lamson. Ein weiterer Unterschied: „Alles, was persönliche oder finanzielle Informationen enthält, macht die Deutschen skeptisch. Das interessiert US-Kunden eher weniger. In den USA sei es wichtig zu verstehen, wie der Kunde ticke, was ihn wirklich begeistert. Diese Begeisterung für das Produkt wollen auch Investoren in den USA spüren, besonders im Silicon Valley. Sie lieben Wörter wie „legendär“, „Leidenschaft“, „Aufregung“ und „Rockstar“„, so Lamson. Fallen diese nicht, verlieren sie schnell das Interesse. Das gilt auch, wenn Gründer zu viel über Probleme statt über Lösungen erzählen. „Amerikaner fangen gern mit dem Ergebnis an und überlegen dann, wie sie das Ziel erreichen. Deutsche wollen zuerst das Problem verstehen und dann die Lösung erarbeiten„, so Lamson.

Smalltalk als „kulturelle Falle“

Und noch eine kulturelle Falle lauere auf deutsche Startups in den USA: Der Smalltalk. Denn während der Deutsche gern über schwierige, große Themen diskutiere, bleibe der Amerikaner oft lieber an der Oberfläche und vermeide kritische Themen wie Politik. „Die Deutschen fragen mich immer, was sie auf die Frage ‚How are you?‘ antworten sollen„, berichtet Lamson, „dabei ist das ganz einfach: ‚Fine thanks, and you?‘„.


Image (adapted) „Startup workshop“ by Apps for Europe (CC BY 2.0)


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Nikolaus Röttger wird neuer Chefredakteur des Online-Magazins Gründerszene

Nikolaus Roettger

Nikolaus Röttger wird neuer Chefredakteur von Gründerszene, dem führenden Online-Magazin für die Startup-Szene und die digitale Wirtschaft in Deutschland. Er übernimmt die Leitung des achtköpfigen Teams zum 1. August 2013.

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Nikolaus Röttger war zuletzt Mitgründer und Redaktionsleiter des Business-Lifestyle-Magazins Business Punk. Weitere berufliche Stationen des 37-jährigen waren die Financial Times Deutschland, Sueddeutsche.de und Yahoo. Röttger ist zudem Gründer des Online-Magazins e-politik.de. Röttger folgt auf Joel Kaczmarek, der sich nach vier Jahren als Chefredakteur von Gründerszene aus dem operativen Geschäft zurückgezogen hat.

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