All posts under Facebook Messenger

Mit SMS informiert: Purple setzt auf 90er-Technik statt Push-Nachrichten

Should we call for help (adapted) (Image by Clem Onojeghuo [CC0 Public Domain] via Unsplash

Das Nachrichten-Startup Purple, das vor Kurzem eine Testphase hinter sich gebracht hat, richtet sich hauptsächlich an Journalisten, die bereits über eine große eigene Followerschaft in sozialen Netzwerken verfügen. Wie sich herausgestellt hat, eignet sich SMS-Messaging besser als der Facebook Messenger für die Art und Häufigkeit von Nachrichten und Informationen, wie sie Purple seinem handybewehrten Publikum liefern will.

Ich glaube, im Messenger-Ökosystem zu sein, macht es Leuten viel einfacher, Purple zu verbreiten. Hier können sie interessanten und wichtigen Content, über den wir [auf Purple] reden, mit ihren Freunden zu teilen”, sagte Rebecca Harris, Purple-Chefin und Mitbegründerin, im letzten Sommer gegenüber dem Lab. Der Dienst konnte einen beachtlichen Erfolg vorweisen: Sein Channel zur US-Wahlberichterstattung im November 2016, der von Harris verwaltet wurde, wuchs auf rund 18.000 Subscriber an, wenn man alle SMS-Messaging- und Facebook Messenger Distributionsoptionen zusammenzählt.

Jetzt lässt Purple sein Angebot für den Facebook Messenger zurück und konzentriert sich auf den Ausbau seiner SMS-Messaging-Plattform für einzelne Schöpfer. Hier können sie eine Gebühr für die Subscriber festsetzen – eine Art reduziertes, SMS-basiertes Patreon. Purple hatte sich dazu entschieden, aus finanziellen und technischen Gründen die Mehrheit seiner Dienste auf Facebook zu verschieben. Dann jedoch drohte der Messenger zu einem unüberschaubaren Ort zu werden, der nur so von Bots wimmelte.

„Facebook Messenger war in vielerlei Hinsicht toll. Er ist gratis – was ein großes Argument dafür ist. Das User Interface gibt einem mehr Flexibilität, man kann seine Buttons nutzen, es gibt mehr Funktionalität. Aber wir hörten wieder und wieder von Nutzern, dass er einfach nicht so persönlich ist“, sagt Harris. „Eine Person beschrieb ihn so: ‘Ich simse mit Freunden und Familie. Auf dem Facebook Messenger schreibe ich mit Leuten, mit denen ich nicht so gut bekannt bin, dass ich Ihnen tatsächlich meine Nummer geben würde.’ Ich denke, das fasst das Verhältnis vieler Menschen zum Messenger zusammen.

„Man ist auch mit dem Hindernis konfrontiert, sicherzustellen, dass Leute verstehen, dass man kein Bot ist, denn die Leute haben viele mittelmäßige bis schlechte Erfahrungen mit Facebook Messenger-Bots gemacht,” fügte sie hinzu. “Es braucht mehr Überzeugungsarbeit als wir uns wünschen würden, dass da wirklich ein echter Mensch auf der anderen Seite ist.“

Der neue Purple-Dienst, momentan in einer privaten Beta-Version erhältlich, richtet sich hauptsächlich an Journalisten, die bereits über eine große eigene Followerschaft in sozialen Netzwerken verfügen. Nach dem Beta-Test wird die Plattform jedem offenstehen, der Interesse am Erschaffen eines Kanals für zahlende Subscriber hat – Creators setzen ihre eigenen Preise fest, beginnend bei drei US-Dollar pro Monat – und Leser kommen zur Plattform, um nach Personen zu suchen, denen sie folgen und die sie finanziell unterstützen möchten. Ein Teil dieses potentiellen Einkommens fließt in die Abdeckung der Messaging-Kosten und die Gebühren für das Bezahlsystem Stripe, das Purple nutzt, um die Subscriptions zu verwalten. Den Autoren bleiben am Ende wahrscheinlich 60 bis 70 Prozent des Geldes, was ihre Leser zahlen, so Harris. Mitbegründer David Heinmann konstruierte den Rest der Plattform betriebsintern.

„Wir stellen uns vor, dass Purple in Zukunft ein Ort sein wird, wo man hingeht, um die besten Quellen zu finden und direkt zu jedem beliebigen Thema zu subscriben. Es soll ein Ort sein, der geschaffen wurde, um Leuten zu helfen, mit jeder individuellen Quelle weiter in die Tiefe zu gehen“, sagte Harris. „Ich glaube nicht, dass wir Mitglieder erleben werden, die mehr als eine Handvoll Purpler, so nennen wir die Content Creators, abonniert haben werden. Du abonnierst ein paar wenige. Das sind deine Experten, deine Personen der Wahl.“

Ein Kanal ist bereits gestartet: Ein News-Service für fünf Dollar im Monat, der von einigen Mitgliedern des Breaking News-Teams betrieben wird. Purple hatte Al Boe und sein Team angefragt, einen Kanal für Eilmeldungen zu starten, sagte Boe – außerdem war er bereits ein früher Purple Nutzer. Für diese Summe erhalten seine Subscriber um die fünf wichtigsten Kurzmeldungen, bald kommen noch Anpassungsoptionen und direkter Zugang zum Nachrichtendienstpersonal hinzu. Der Preis berechnet sich daraus, “was ich für einen Premiumdienst verlangt hatte, den ich über Patreon betrieben habe”, so Boe, und auch seine Patreon-Unterstützer hat er auf Purple verlagert.

„Wir ermuntern unsere Subscriber, uns alle Fragen oder Feedback zu schreiben und wir schreiben direkt zurück. Die Fragen müssen sich nicht einmal auf eine Geschichte beziehen, die wir behandelt haben“, schrieb Boe in einer Email. „Nachrichtenkonsum ist nicht länger einseitig und es bietet eine noch persönlichere Verbindung als eine, wie man sie auf einem Dienst wie Twitter haben könnte.“

Purples Plattform sammelt alle von Nutzern gesammelten Nachrichten und bildet sie in einem dezidierten Slack ab, in dem Creators alle eingehenden Fragen verfolgen und beantworten können. Die Plattform vollzieht auch Analyseparameter wie Churn, Verbleibquote, Klickraten von Links nach und wird mit Beta-Testern arbeiten, um herauszufinden, welche anderen Tools sie vielleicht gerne im Backend zur Verfügung hätten.

„Es gibt verschiedene Tools da draußen, die von Leuten benutzt werden, um Lösungen zusammenzubasteln“, sagte Harris, mit Blick auf die Newsletter von Jamelle Bouie und Sam Harris. „Wir haben den ganzen Zahlungsstrom für euch arrangiert. Wir geben euch eine Möglichkeit, eure Mitgliedschaften zu managen. Wir geben der Zielgruppe ein überzeugendes Nutzenversprechen, das letztlich auf exklusives Engagement durch Text hinausläuft.“

Dieser Artikel erschien zuerst auf „NiemanLab“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Should we call for help“ by Clem Onojeghuo (CC0 Public Domain)


Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • FACEBOOK businessinsider: Facebook wants to launch its big attack on TV next month – here’s what we know Facebook hat schon vor einer Weile angekündigt den Streaming-Platzhirschen Amazon Prime und Netflix Konkurrenz machen zu wollen. Im Juni soll nun das Projekt rund um eigens produzierte Serieninhalte starten. Derzeit sind rund zwei Dutzend Serien geplant. Facebook will damit einen weiteren Schritt in die Richtung gehen, um mehr Kontrolle über den Kontent auf der eigenen Plattform zu haben. Für den Angriff auf TV und Streaming-Konkurrenz hat sich Facebook im Dezember den Collegehumor-Mitgründer Ricky Van Veen an Bord geholt, der seitdem als strategischer Kreativdirektor fungiert.

  • APP spiegel: Wie Tellonym mit Mobbing kämpft Die Anonymität im Netz ist einer der größten Katalysatoren für Cyber-Mobbing und ein stets ernstzunehmendes Problem. Mit jedem Aufkommen von neuen Plattformen zur sozialen Interaktion, gibt es auch neue Möglichkeiten Hassbotschaften zu verbreiten. Die App „Tellonym“ gibt den Nutzern die Möglichkeit anonyme Nachrichten zu verschicken. Schon die Frage-und-Antwort-Plattform Ask.fm stand vor Jahren in der Kritik eine ideale Cybermobbing-Plattform zu sein. Auch Tellonym hat solches Potential, behauptet aber aktiv dagegen vorzugehen.

  • RE:PUBLICA zeit: Mit den Trollen tanzen: Die re:publica, die Konferenz rund um soziale Medien und die digitale Gesellschaft, steht in den Startlöchern! Rund 8.000 Menschen diskutieren ab heute bis Mittwoch über Digitalisierung und was sie mit uns macht. Die erste re:publica fand 2007 in der Kalkscheune neben dem Friedrichstadtpalast statt. Der Mann, an dem sich die Netzgemeinde in diesem Jahr inhaltlich abarbeiten wird, ist Donald Trump.

  • MESSAGING heise: Datenschutzbeauftragter warnt vor WhatsApp & Co. An Schulen: Messaging-Dienste wie WhatsApp, der Facebook Messenger, Telegram und Co. gehören zum Alltag dazu, so natürlich auch zu dem von deutschen Schülern. Der Datenschutzbeauftragte von Rheinland-Pfalz, Dieter Kugelmann, weist darauf hin, dass WhatsApp zu schulischen Zwecken tabu ist. Manch ein Lehrer sage, in einer WhatsApp-Gruppe könne er am einfachsten Hausaufgaben verteilen. Kugelmann sieht darin aber ein Risiko. Nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Hamburg darf Facebook weiter keine Daten deutscher Nutzer von WhatsApp nutzen.

  • STROMNETZAUSBAU heise: Stromnetzausbau: weiter Rückstand bei Autobahnen: Jahrelang ging es beim Stromnetzausbau kaum voran. Jetzt nimmt der Ausbau langsam Fahrt auf. Die Bundesnetzagentur hofft, mit Erdkabeln langwierige juristische Streitigkeiten zu vermeiden. Der für die Energiewende dringend nötige Stromnetzausbau kommt nach jahrelangen Verzögerungen langsam in Gang. Es bleibt aber dabei, dass die drei großen neuen Nord-Süd-Stromautobahnen zur Versorgung Bayerns und Baden-Württembergs bis zur Abschaltung der letzten deutschen Atomkraftwerke 2022 noch nicht fertig sein werden.

Weiterlesen »

Diese 6 Chatbots für den Facebook Messenger wollen dir den Alltag erleichtern

messenger-user-controls

Alle reden von Chatbot-Apps. Das soll die Zukunft der Smartphone-Nutzung sein. Was sind eigentlich Chatbots? Welche Chatbots gibt es schon und wie können sie Smartphone-Nutzern jetzt schon helfen? Ich erkläre euch, was hinter diesen Helferlein steckt und präsentiere euch eine Auswahl cooler Apps.

Was sind Chatbots?

Was wir heute unter einem Chatbot verstehen, sind automatisierte Antwortmechanismen, die in einer vertrauten Bedienoberfläche eingebunden sind. Es gibt sie als selbständige Apps, aber auch als Add-on für bekannte Plattformen. Ein populäres Beispiel ist der Facebook Messenger. Per Schnittstelle können Entwickler darauf zugreifen und Messenger-Nutzern die Möglichkeit geben, direkt im Messenger die Chatbots zu verwenden. Ihr müsst nichts extra downloaden und installieren.

Ich verdeutliche es euch an einem Beispiel: Ihr möchtet beispielsweise einen Flug mit der niederländischen Fluggesellschaft KLM buchen. Das könnt ihr inzwischen über den Facebook Messenger erledigen. Alles, was ihr dafür tun müsst, ist „KLM“ oder @KLM.Deutschland in der Suchmaske des Facebook Messenger einzugeben. Dieser Link führt euch auch dahin. Dann schreibt ihr KLM eine Nachricht. Ein schlichtes „Hallo“ genügt. Kurz darauf erhaltet ihr eine automatisch generierte Antwort (siehe Screenshot).

Screenshot-KLM
Flüge per Messenger statt per Hotline buchen. Screenshot by Niklas Hamburg

Weil inzwischen so viele Menschen Plattformen wie den Facebook Messenger nutzen, könnte es sein, dass wir künftig immer mehr Aufgaben über solche Plattformen abwickeln und immer weniger über andere Apps. Nachdem Apps Websites als wichtigste digitale Anlaufstelle für Konsumenten ablösten, könnten jetzt Chatbots die Apps ablösen. Allerdings sind längst noch nicht alle Chatbots für den Facebook Messenger das Gelbe vom Ei. Denn es gibt große qualitative Unterschiede.

Bei welchen Themen helfen euch Chatbots für den Facebook Messenger?

Chatbots können euch bei standardisierbaren Dienstleistungen helfen. So können sie euch die neusten Nachrichten nach eurem Geschmack zusammenstellen, Informationen über das Wetter präsentieren oder sogar dabei helfen, eure nächste Urlaubsreise zu buchen. Übrigens solltet ihr gut Englisch können, denn die Bots, die ich euch hier vorstelle, sind allesamt des Deutschen nicht mächtig. Während man mit virtuellen Assistenten wie Siri, Cortana, Alexa oder bald auch Bixby per Sprachbefehl interagiert, ist das bei Chatbots anders. Mit ihnen kann man schreiben oder je nach Vorliebe auch diktieren, was man schreiben will.

CNN-Bot: Eure persönliche Nachrichten-Maschine

Eine Variante der Chatbots, die sich im englischsprachigen Raum schon großer Beliebtheit erfreut, sind solche, die im Bereich des Publishings eingesetzt werden. Wer dem Bot schreibt, kann aus einer Vielzahl an Abonnements wählen und sich über neue Artikel in festgelegten Intervallen informieren lassen.

Ein Beispiel ist der CNN-Bot. Dieser kann auf den Nutzer zugeschnittene Nachrichten präsentieren. Der Stil nennt sich „Conversational Journalism“. Wenn man CNN schreibt, gibt es drei Kategorien zur Auswahl: „Top Stories“, „Stories for you“ und „Ask CNN“.

Fragt man nach Top Stories, werden euch verschiedene Berichte vorgeschlagen, die gerade beliebt sind. Genial: Zu jedem Artikel ist auch eine Zusammenfassung („Get a summary“) verfügbar – der Artikel wird in drei bis vier Sätzen zusammengefasst. Anschließend kann man immer noch entscheiden, ob man den Artikel ganz oder doch lieber einen anderen lesen will. Mit der Funktion „Stories for you“ werden einem Artikel aus Themengebieten vorgeschlagen, aus denen man bisher schon verstärkt Artikel gelesen hat.

Die Wetterkatze Poncho sagt ob es regnet oder schneit

Der Bereich Dienstleistungen und Informationen profitiert ebenfalls von Chatbots. So kann die Messenger-Chatbot-App Poncho beispielsweise nett aufbereitete Wetterinformationen anzeigen. Darüber hinaus kann man mit Poncho, personifiziert als süße gelbe Katze, auch kleine Spiele spielen, die unterhaltsam sind und vielleicht über die eine oder andere frustrierende Wetterprognose hinwegtrösten. Einfach in der Suchmaske @hiPoncho bzw. „Poncho“ eingeben und los geht’s.

Whatson: Lasst euch Löcher in den Bauch fragen

Wem das ständige Fragen zu langweilig ist, der könnte sich über Whatson freuen. Der Chatbot dreht den Spieß nämlich um und stellt dem Nutzer fragen. „In welchem Land gibt es eine Stadt namens ‚Hell’ – Norwegen, Australien oder Kanada?“ „Die Flagge welchen europäischen Landes ist nicht rot, grün und weiß – Bulgarien, Italien oder Monaco?“

Das hilft einem bei Problemen natürlich nicht weiter. Aber das ist auch nicht Sinn und Zweck dieses Bots. Er dient lediglich der Unterhaltung. Die Fragen, die er einem stellt, sind nicht zu leicht und nicht zu schwierig und es macht Spaß, sich mit Whatson auszutauschen. Allerdings hat so ein Gespräch wenig Dialogcharakter, es ist eher so, dass der Bot viel sagt und fragt und man das Luftholen nutzen sollte, um zu antworten. Ihr findet ihn in der Messenger-Suche unter @WhatsonBot.

Dinner Ideas inspiriert euch mit Rezeptvorschlägen

Wer war nicht schon einmal in der Situation, zuhause zu sein, der Kühlschrank bietet nur noch ein paar magere Reste und man hat keine Ahnung, welches Gericht man daraus zubereiten soll? Mit Dinner Ideas gibt es jetzt eine hervorragende Lösung dafür. Ihr nennt dem Bot einfach, was eure Vorräte so hergeben und er durchsucht eine Datenbank nach passenden Rezepten. Das funktioniert selbst bei scheinbar ausweglosen Kombinationen wie Senf und Toastbrot – vorausgesetzt, man hat noch andere Lebensmittel zuhause, mit denen man die Reste kombinieren kann. Ihr findet den Bot unter @dinner.ideas.

Mit Jarvis nichts mehr vergessen

Ein weiterer Chatbot, den ich euch nicht vorenthalten möchte, ist Jarvis. Die einzige Aufgabe dieses Bots ist es, euch zu einer bestimmten Zeit an eine bestimmte Aufgabe zu erinnern. Bevor ihr diesen Service allerdings in Anspruch nehmen könnt, müsst ihr erst eure Zeitzone angeben. Anschließend erhaltet ihr ein Beispiel, wie eure Erinnerung aussehen sollte, damit der Bot sie versteht. Wenn ihr noch mehr Hilfe benötigt, schreibt einfach „help“.

Screenshot-Jarvis
Jarvis ist sozusagen ein Erinnerungsroboter. Screenshot by Niklas Hamburg

Wollt ihr erinnert werden, sagt ihr also beispielsweise (auf Englisch bitte, wenn ihr mit dem Bot schreibt): „Erinnere mich um 14:20 Uhr daran, den Artikel zu veröffentlichen“. Und ihr werdet zu diesem Zeitpunkt eine Nachricht mit der Erinnerung erhalten. Das funktioniert einwandfrei. Der Kommunikationsstil ist angenehm informell und enthalt neben Umgangssprache auch Emojis. Ihr findet den Bot unter @helloimjarvis.

Fazit

Chatbots, in der Form, in der man sie heute antrifft, sind ein netter Zeitvertreib und gut gemeint. Wel sich dahin aber selbsttätig lernende Algorithmen und keine echte Künstliche Intelligenz verbirgt, bleibt noch viel zu wünschen übrige. Der Tag, an dem der Chatbot den informierten und assoziativ denkenden, menschlichen Kundenberater ersetzt, liegt noch in weiter Ferne.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


Teaser Image und Videos by Facebook; Screenshots by Niklas Hamburg


Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • SPACEX golem: SpaceX startet geheimen Militärsatelliten: Am gestrigen Montag fand der erste Start einer Falcon-9-Rakete unter erheblichen Geheimhaltungsmaßnahmen statt. Die Falcon 9 ist der erste Satellit, der dem amerikanischen Militär durch das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX – einem weiteren Standbein von Unternehmer Elon Musk – vorgestellt wurde. In welchen Orbit die Rakete fliegen soll ist nicht bekannt gegeben worden, soll aber schon bald durch Amateure aufgespürt werden können.

  • SNAPCHAT horizont: Snapchat feiert erste deutsche “Our Story” zum Maifeiertag: Erst kürzlich gab das Unternehmen Snap – Mutterkonzern der Messaging-App Snapchat – Partnerschaften mit großen deutschen Medienkonzernen bekannt – Bild, Vice, Sky Sport und Spiegel Online. Das Unternehmen weitet sich auf dem deutschen Markt zusätzlich aus und hat seit gestern auch das „Our Story“-Feature in Deutschland verfügbar gemacht. In der „Discover“-Rubrik von Snapchat werden dabei Inhalte von welweiten Nutzern kuratiert und als orts- und themenbezogene Story zusammengeführt, beispielsweise zu besonderen Aktionstagen oder Festivals.

  • WIKIPEDIA heise: Türkei blockiert Wikipedia und verbietet Datingshows: In der Türkei ist das Online-Lexikon Wikipedia nicht mehr erreichbar, seit Samstagmorgen ist die Seite blockiert. Laut Berichten sollen die Webseiten-Betreiber nicht auf Forderungen der türkischen Regierung reagiert haben. Die Seite solle laut des türkischen Kommunikationsministeriums Texte zur Verfügung gestellt haben, die Terror propagieren und die Türkei mit Terroristen gleichstellen sollen. Nachdem Forderungen zur Entfernung nicht beachtet wurden, wurde die Seite gesperrt.

  • US-REGIERUNG recode: President Trump is launching a new tech group to ‘transform and modernize’ the U.S. government: US-Präsident Donald Trump will mit Hilfe des Silicon Valley die US-Regierung modernisieren. Trump nutzt seien Verbindungen und will mit dem „American Technology Council“ und Silicon-Valley-Unternehmen wie Apple, Facebook und Google Innovation in die Bürokratie bringen. Im Juni lädt Trump außerdem wieder zu einem Gipfeltreffen. Washingtons Digitalisierung war schon für Obama eine große Herausforderung – er startete das Projekt des „U.S. Digital Service“ -, Trump hat es mit wachsender Unbeliebtheit auch nicht leichter.

  • APPS spiegel: Das sind die spannendsten Apps des Monats April: Spiegel Online stellt zum Ende des Monats April ihre zehn belibetesten App-Entdeckungen vor. Darunter „Giphy Says“, das Bilder zum Sprechen bringt, der Laser-Shooter „Virexian“ und eine abgespeckte Version des Facebook Messengers. Der Messenger Lite nimmt nur etwa 15 Megabyte Speicherplatz ein und hat die App auf die wichtigsten Chatfunktionen reduziert. Auch Skype und Facebook bieten solche Lite-Versionen ihrer Apps an.

Weiterlesen »

Grauzone animierte GIFs: Warum das Daumenkino in Messaging-Apps illegal sein kann

animierte GIFs Giphy Browser-Android-Smartphone (adapted) (Image by Berti Kolbow.Lehradt)

Ein Blick, eine Geste oder ein tougher Onliner genügen oft, um in animierten GIFs eine Kurzgeschichte zu erzählen. Für Millionen Nutzer von Smartphones und sozialen Netzwerken ist es inzwischen alltäglich, mit ihrem Umfeld animierte GIFs auszutauschen. Schließlich sind sie schneller verschickt als eine Nachricht auf dem Touch-Screen eingetippt. Seit Apps wie Facebook Messenger oder WhatsApp die GIF-Suchmaschine GIPHY direkt integriert haben, ist es einfacher denn je, das digitale Daumenkino zu versenden.

Viele GIFs sind Fertigprodukte aus oft unbekannten Webquellen. Sie zeigen häufig Szenen aus Hollywood-Filmen und -Serien. Darf die jeder wirklich einfach so teilen oder gar öffentlich auf Facebook hochladen? Ich sprach darüber mit Christian Solmecke, Rechtsanwalt für IT-, Medien- und Internetrecht bei der Kanzlei Wilde Beuger Solmecke.

Image by Christian Solmecke
Image by Christian Solmecke
Inwiefern ist es legal, animierte GIFs aus dem Netz zu verwenden?

Christian Solmecke: GIFs sind nicht anders als Bilder in anderen Formaten wie JPEG zu behandeln. GIFs sind letztlich nur einzelne digitale Bilder hintereinander. Die Rechtslage ist eindeutig. Zeigen GIFs lustige Szenen konkret erkennbarer Menschen, müssen diese keine Veröffentlichung ihres Bildes ohne ihre Einwilligung dulden. Ist stattdessen ein anderer geschützter Inhalt wie etwa eine Marke oder eine Comicfigur zu sehen, müssen Nutzer den Rechteinhaber diese Inhalte um Erlaubnis bitten. Es sei denn, der Rechteinhaber hat das GIF selbst ins Netz gestellt und es ausdrücklich zur Verwendung freigegeben.

Disney GIF (Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt)
Disney GIF (Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt)
Wenn ich bei der großen Suchmaschine Giphy animierte GIFs entnehme, ist das doch vermutlich rechtlich ok, oder? Dort laden neben Usern ja auch Giphy-Mitarbeiter GIFs hoch und kuratieren das Angebot.

Wenn das Material von Usern stammt, kann ich mir als Verbraucher nicht sicher sein, ob ich die GIFs verwenden darf. Und selbst, wenn sie von Giphy kuratiert wurden, ist das kein Freifahrtschein. Es bedeutet nicht, das Giphy die Nutzungsrechte dafür hat. Wenn die Rechte nicht vorliegen, kann der Anbieter sie auch nicht an die Nutzer weitergeben. Hier bietet sich ein Vergleich zur Google-Bilder-Suche an. Dort müssen Nutzer auch unterscheiden, ob die Bilder geschützt oder zur Nutzung freigegeben sind. Ebenso dürfen Verbraucher nicht auf GIF-Webseiten sorglos jedes GIF verwenden. Werden die Rechteinhaber darauf aufmerksam, dass geschützte Inhalte genutzt werden, droht eine Abmahnung und gegebenenfalls die Zahlung von Schadensersatz.

Das Quellmaterial fertiger GIFs sind häufig Ausschnitte aus Hollywood-Filmen und -Serien. Giphy geht zum Teil schon Partnerschaften ein und eröffnet eigene Kanäle für Serien oder Musikstars. Müssen sich Nutzer daher wirklich vor den Abmahnungen der Entertainmentbranche fürchten?

Dass US-amerikanische Inhalteanbieter dies in großem Stil verfolgen, ist mir nicht bekannt. In den USA ist die Rechtslage aber auch eine andere. Dort lässt sich urheberrechtlich geschütztes Material zur Bildung oder aus kreativen Zwecken verwenden, ohne das Urheberrecht zu verletzen.

Facebook Messenger (Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt)
Facebook Messenger (Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt)

Diese sogenannte ‚Fair use’-Rechtsdoktrin gibt es in Deutschland jedoch nicht. Da die Nutzungsrechte zum Beispiel von Filmen und Serien territorial vergeben werden, kann es sein, dass sie für amerikanische Nutzer zur Verfügung stehen, aber nicht von Nutzern in Deutschland verwendet werden dürfen.

Diese Unterscheidung ist für Nutzer im Netz-Alltag natürlich schwer ersichtlich. Schließlich sind ist die GIF-Integration amerikanischer Apps wie Facebook Messenger und WhatsApp auch in Deutschland nutzbar.

Tatsächlich ist das eine Grauzone, da sind wir noch nicht am Ende der Rechtsprechung angekommen. Fakt ist aber: wenn ich Inhalte aus dem Netz nutze, muss ich mir Gedanken darüber machen, ob ich sie nutzen darf. Vielen Nutzern ist das nicht bewusst. Vor Strafe schützt dies im Zweifelsfall nicht.

Wie groß ist das Risiko in der Praxis, eine Abmahnung zu erhalten?  Zumal die Nutzung im Facebook Messenger oder WhatsApp ja nicht öffentlich stattfindet.

Animierte GIFs stehen derzeit nicht im Fokus einer Abmahnwelle. Aber generell werden Bilderrechte in Deutschland sehr ernst genommen und eine unzulässige Nutzung sehr häufig abgemahnt. Wer fremde GIFs aus dem Netz herunterlädt und sie dann zum Beispiel nicht im Messenger, sondern bei Facebook in der Chronik veröffentlicht, muss besondere Vorsicht walten lassen.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Solmecke.

Image & Screenshots by Berti Kolbow-Lehradt


Neues Smartphone bei Amazon aussuchen (Provisions-Link)

Weiterlesen »

Starke Kryptographie: Signal bekommt gute Noten

iphone-image-by-relexahotels-via-pixabay

Ein Experten-Team bewertete die Verschlüsselung des Krypto-Messengers „Signal”, programmiert von der Non-Profit-Softwareorganisation Open Whisper Systems (OWS), kürzlich als sehr gut. In einem umfassenden Forschungsbericht erklären sie, wie die OWS-Entwickler die Kommunikation ihrer Nutzer gegen unbefugte Zugriffe absichern. Zudem schützt OWS die Privatsphäre seiner Nutzer auch auf politischem und juristischem Wege. All das sind ausgezeichnete Nachrichten: in einer Welt zunehmender Überwachung steht Smartphone-Nutzern ein zuverlässiges Werkzeug zur Verfügung, sich dieser Überwachung (zumindest teilweise) zu entziehen.

Gute Noten für Verschlüsselungs-Technik

Signal, eine App, die verschlüsseltes Instant Messaging und die Verschlüsselung von SMS anbietet und für Android, iOS sowie mittlerweile auch für den Desktop zur Verfügung steht, wurde einem umfassenden Sicherheits-Audit unterzogen. Dieser wurde durchgeführt durch ein fünfköpfiges Team von Sicherheitsforschern aus Australien, Großbritannien und Kanada.

Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Experten in einem Bericht mit dem Titel „A Formal Security Analysis of the Signal Messaging Protocol“. Darin kommen sie zu dem Schluss, dass der Messenger eine gut durchdachte Sicherheits-Architektur aufweist, die auch im Falle einer Kompromittierung den Schaden wirksam begrenzt. Dadurch, dass Signal zu Beginn jeder Chat-Sitzung einmalige Schlüssel austausche, lasse sich nämlich auch nach einer Kompromittierung meist nur der Text dieser Sitzung, nicht aber der Inhalt älterer oder zukünftiger Chat-Konversationen, entschlüsseln. Sicherheitslücken oder Design-Fehler konnten die Forscher bei Signal keine entdecken.

Da es keine festgelegten Ziele gebe und Signal in vieler Hinsicht technisches Neuland betrete, sei es unmöglich, festzustellen, ob die App ihre Ziele erfülle, so die Forscher. Es lasse sich aber zusammenfassend sagen, dass Signal seinen Nutzern einen sehr zufriedenstellende Schutz biete. Sie fügen hinzu: „Wir haben keine bedeutenden Fehler im Design [des Messengers] entdeckt, was sehr ermutigend ist.“

Die Sicherheitsforscher ließen OWS einige Vorschläge zukommen, wie der Signal-Messenger mit vertretbarem Aufwand noch weiter verbessert werden kann. Diese betreffen unter anderem den Schlüssel-Austausch und die Absicherung des Protokolls gegen unzureichende oder kompromittierte Pseudo-Zufallszahlen (diese werden bei kryptographischen Protokollen zur Generierung der Schlüssel benutzt und meist über eine Software auf dem Gerät erzeugt).

Starke Kryptographie für Alle

Die beteiligten Wissenschaftler betonen, dass ihr Forschungsbericht nicht das letzte Wort zum Thema Signal sein sollte. Einige Punkte, wie etwa genutzte, nicht von OWS stammende Programm-Bibliotheken und Unterschiede in der Umsetzung des Protokolls zwischen Apps und Geräten, haben sie nicht analysiert. Dennoch lässt das Vertrauensvotum aus so berufenem Munde hoffen. Die auch von NSA-Whistleblower Edward Snowden empfohlene App scheint zu halten, was sie verspricht.

Das sind umso bessere Nachrichten, als dass das Signal-Protokoll mittlerweile auch Nutzern der Messenger WhatsApp und Facebook Messenger zur Verfügung steht (allerdings im Falle von Facebook nur, wenn der Nutzer dies ausdrücklich einstellt). Kryptographie ist derzeit eindeutig auf dem Weg in den Mainstream. Da ist es umso erfreulicher, wenn diese Kryptographie hohen Ansprüchen in Sachen Sicherheit genügt.

Kampf den Überwachern: Per App und vor Gericht

Ebenfalls positiv zu bewerten ist, dass OWS auch über die Entwicklung robuster Verschlüsselung hinaus die Sicherheit und Privatsphäre der Nutzer hoch hält. Das zeigt der Umgang des Non-Profit-Entwicklerstudios mit einer Anfang des Jahres erfolgten Anfrage der US-Behörden zur Herausgabe von Nutzerdaten. Die Behörden mussten schließlich unverrichteter Dinge wieder abziehen. Auch das ist ermutigend für Nutzer, die sich staatlicher Überwachung entziehen wollen.

Hoffnung für die digitale Zukunft

Verschlüsselung schützt nicht nur vor Online-Kriminalität, sondern auch vor staatlicher Kompetenzüberschreitung. Für Menschen in autoritären Regimes kann das im Ernstfall überlebenswichtig sein. Aber auch in demokratischen Staaten liegt in Sachen Überwachung vieles im Argen; Bündnis-Verpflichtungen und der Kampf gegen den (als Bedrohung maßlos aufgebauschten) Terrorismus sorgen für eine immer weitere Einschränkung individueller Rechte.

Stillschweigend oder durch hastig durchgewinkte Überwachungsgesetze legitimiert wird die private Kommunikation immer häufiger zum Schnüffeln freigegeben. In diesen Zeiten brauchen wir Verschlüsselung als wichtigstes Werkzeug der digitalen Selbstverteidigung. Umso wichtiger ist es, dass diese Verschlüsselung vernünftig durchdacht ist und stetig überprüft und verbessert wird. Die neuesten Nachrichten sind in diesem Kontext – man möge das Wortspiel verzeihen – ein sehr ermutigendes Signal.


Image „Iphone“ by relexahotels (CC0 Public Domain)


Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • YAHOO heise: Yahoo leitet Mails wieder weiter: Yahoo ermöglicht es seinen Nutzern wieder eingehende E-Mails an andere E-Mail-Adressen automatisch weiterzuleiten. Der Internetdienstleister hat, die in der vergangenen Woche deaktivierte, automatische E-Mail-Weiterleitung wieder aktiviert. Zuvor war es Anwendern nicht mehr möglich gewesen, neue Weiterleitungen einzurichten. Als Grund für den Wegfall der Funktion hatte Yahoo Wartungsarbeiten angegeben, jedoch legte das Vorgehen den Verdacht nahe, dass es das Abwandern von Nutzern in Folge der Überwachungsaffäre „Yahoo-Gate“ erschweren sollte.
  • GOOGLE t3n: Android Wear 2.0: Zwei neue Google-Smartwatches kommen Anfang 2017: Im Sommer wurde bekannt, dass Google an zwei neuen Android-Wear-Uhren arbeitet, jetzt gibt es neue Informationen dazu. Die Smartwatches kommen im ersten Quartal 2017 auf den Markt und werden das aktualisierte Betriebssystem Android Wear 2.0 haben. Weitere Features sind derzeit nicht bekannt – nur, dass die Wearables den neuen virtuellen Assistenten Google Assistant erhalten. Ursprünglich sollte es sich bei den neuen Android-Wear-Produkten um Nexus-Uhren handeln, doch das Unternehmen zieht auch bei den Wearables seine neue Hardware-Strategie durch. Wie die neue Smartphone-Serie Pixel könnten auch die Smartwatches das Label „Made by Google“ erhalten.
  • SONY golem: Produktionsmenge von Playstation VR soll erhöht werden: Das Virtual-Reality-Headset Playstation VR ist so gut wie überall ausverkauft, nun plant Sony eine Steigerung der produzierten Menge. Bis sich an der Liefersituation etwas ändert, dürfte es aber noch dauern. Das hat Jim Ryan, Chef von Sony Interactive Entertainment Europe, vor einigen Tagen im Gespräch mit CNBC gesagt. Der Manager geht davon aus, dass innerhalb kurzer Zeit mehrere Hunderttausend PS VR einen Käufer finden. Das Marktforschungsunternehmen Superdata Research hatte in einer (allerdings etwas älteren) Prognose sogar den Absatz von bis zu 2,6 Millionen Playstation VR allein bis Ende 2016 erwartet.
  • FACEBOOK The Next Web: Future versions of Facebook Messenger will come with a Data Saver mode: Facebook arbeitet zurzeit an einem Datenspar-Modus für seinen Messenger. Nutzer des Android-Beta-Programms können dieses neue Feature bereits testen. Ohne den Datenspar-Modus wurden alle Bilder und Videos, die der Nutzer empfangen hat, automatisch runtergeladen. Mit dem neuen Feature muss man die Bilder und Videos zuerst anklicken damit sie runtergeladen werden. Für Textnachrichten gibt es keine Veränderungen.
  • FUJITSU Handelsblatt: Fujitsu streicht in Deutschland hunderte Jobs: Der japanische Elektronikkonzern Fujitsu will einem Zeitungsbericht zufolge in Deutschland 400 bis 500 Arbeitsplätze abbauen. Eine endgültige Entscheidung solle nach Verhandlungen mit den Beschäftigten fallen, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“. Insgesamt beschäftigt der Konzern hierzulande 12.000 Menschen. Die Stellenstreichungen beträfen hauptsächlich Entwicklung und Informationstechnik. Insidern zufolge könnte sich Fujitsu zukünftig auf IT-Dienstleistungen konzentrieren. Mit dem weltgrößten Computer-Hersteller Lenovo verhandelt das Unternehmen offenbar über einen Verkauf des PC-Geschäfts von Fujitsu.
Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me

  • KUNDENDATEN handelskraft: Kundenbedürfnisse vorhersagen: Ich weiß was, was du nicht weißt!:
    Immer fleißiger sammeln Onlinehändler Kundendaten, um die Bedürfnisse der Käufer besser vorhersagen und erfüllen zu können. Ein sich veränderndes Kaufverhalten wird registriert und es werden Prognosen darüber erstellt, welche Produkte den Kunden in Zukunft interessieren könnten. Die Wahrscheinlichkeit einer korrekten Einschätzung der Bedürfnisse wächst dabei mit der Menge der Kundendaten.

  • FACEBOOK internetworld: Facebook Messenger bekommt „Secret Conversations“: Facebook schließt sich dem Trend der verschlüsselten Kommunikation an und bietet seinen Usern nun ein neues Feature namens „Secret Conversations“ für den Facebook Messenger. Dabei muss der Nutzer für jede Unterhaltung manuell eine Verschlüsselung einstellen, um sicherzugehen, dass ausschließlich die Konversationsteilnehmer mitlesen können. Bei dem Tochterunternehmen WhatsApp ist diese Funktion bereits seit November 2014 voreingestellt.

  • CYBER-ARMEE heise: Von der Leyens Cyber-Truppe nimmt Gestalt an: Verteidigungsministerin Ursula Von der Leyen gründete am Mittwoch die Abteilung „Cyber/Informationstechnik“ im Ministerium. Die neue Einheit soll Informationsnetzwerke sowie Waffensysteme der Bundeswehr vor den zunehmenden Attacken auf die Netze des Bundes schützen. Eine militärische Organisationseinheit soll im April nächsten Jahres hinzukommen, um gegen die täglich rund 6500 Cyberattacken vorzugehen.

  • SAMSUNG t3n: Samsung schnappt sich das neue Al-Startup der Siri-Erfinder: Fast ein halbes Jahr nachdem die Gründer von Siri ihren neuen persönlichen Assistenten Viv vorstellen, kauft Samsung die Artificial-Intelligence-Technologie, um sie in ihre Hardware zu integrieren. Viv soll als Grundlage für das Vernetzen von Geräten dienen und zusätzlich ein besserer Al-Assistent als Siri sein. Wie viel Samsung für das Startup bezahlte, ist nicht bekannt. Der neue Eigentümer erklärte aber, dass Viv Labs weiterhin vom ursprünglichen Management geführt werde. Mit der Übernahme des Unternehmens macht Samsung dem Apple-Konzern im Bereich der Künstlichen Intelligenz Konkurrenz.

  • DATENSCHUTZ datenschutzbeauftragter-info: Ich weiß, was du letzten Sommer auf deinem Rechner alles getan hast: „Timelining“ nennt sich das von IT-Forensikern genutzte Mittel, um einen Tathergang rekonstruieren zu können. Jede auf dem Rechner durchgeführte Aktion hinterlässt Spuren in Form von Dateien, die vom Betriebssystem angelegt werden. Das Timelining ist eine von mehreren Analysemethoden, um potentielle Täter zu ermitteln oder auszuschließen. Die gefundenen Spuren können als Beweismittel vor Gericht verwendet werden.

Weiterlesen »

Facebook Messenger: Verschlüsselung, aber leider nicht als Standard

Facebook messenger portable (adapted) (Image by downloadsource.fr [CC BY 2.0] via Flickr)

Nachdem Verschlüsselung zunehmend zum Standard bei Instant Messengern wird, hat auch Facebook nachgezogen. Seit kurzem können die Nutzer von Facebooks Chat-App verschlüsselt kommunizieren. Die Verschlüsselung als solche basiert auf dem Signal-Protokoll und ist somit durchaus überzeugend umgesetzt. Allerdings muss sie für jede Konversation einzeln aktiviert werden. Diese Design-Entscheidung ist fragwürdig und hat womöglich negative Konsequenzen. Verschlüsselung sollte zum Standard in der digitalen Kommunikation werden, doch Facebook versäumt es, diesen Schritt zu machen.

Facebook Messenger führt Verschlüsselung ein

Bereits im Juli hatte Facebook angekündigt, seine Chat-Funktion – auch als Facebook Messenger bekannt und auf Mobilgeräten durch eine eigene App realisiert – mit einem Verschlüsselungs-Feature auszustatten. Bis alle Benutzer dieses Feature tatsächlich zur Verfügung gestellt bekamen, dauerte es dann allerdings noch eine Weile. Mittlerweile ist es aber soweit: Auch per Facebook-Messenger lassen sich nun verschlüsselte Konversationen führen.

Verschlüsselung auf dem Weg in den Mainstream

Facebook reagiert mit seiner Entscheidung wahrscheinlich auf die sich verändernde Marktsituation der letzten Jahre. Im Umfeld des NSA-Skandals erkennen immer mehr Menschen, wie gefährdet ihre Privatsphäre gerade bei der Nutzung von Telekommunikation ist. In der Folge erlebt die Nutzung von Verschlüsselung einen langsamen, aber stetigen Aufschwung. Mittlerweile sind fast alle bedeutenden Instant Messenger verschlüsselt. Auch der extrem beliebte – und mittlerweile selbst zu Facebook gehörende – Smartphone-Messenger WhatsApp führte bereits im April die standardmäßige Verschlüsselung seiner Chats ein. Dem konnte sich Facebook nun wohl nicht mehr entziehen. Das ist nicht verwunderlich, insbesondere, da in den letzten Monaten von Sicherheitsexperten immer wieder kritisiert wurde, dass Facebook nach wie vor kein überzeugendes Sicherheitskonzept bot.

Sichere Verschlüsselung, fragwürdige Umsetzung

Die Verschlüsselung der Chats im Facebook-Messenger funktioniert (wie auch bei WhatsApp) nach dem von Open Whisper Systems entwickelten Signal-Protokoll. Diese Verschlüsselung wird von Experten als äußerst durchdacht und zuverlässig eingestuft. Allerdings gibt es dennoch einige Probleme mit Facebooks Umsetzung der Verschlüsselung (von der Tatsache, dass Facebook eine Datenkrake ist und in großem Umfang das soziale Umfeld und das eigene Nutzerverhalten analysiert, einmal abgesehen). Wer nämlich im Facebook-Messenger verschlüsselt chatten will, muss die Verschlüsselung zunächst für jede Konversation eigens aktivieren. Das ist eine fragwürdige Design-Entscheidung. In der Praxis tun sich hier einige Probleme auf, die verhindern, dass der Facebook Messenger zur ersten Wahl für sicherheitsbewusste Nutzer wird.

Wer nichts zu verbergen hat…

Das erste Problem, das der Aufbau des Facebook Messenger aufwirft, ist politischer Natur. Wenn eine Verschlüsselung erst aktiviert werden muss, muss der Benutzer dazu das Bewusstsein haben, dass seine Privatsphäre gefährdet ist und eine Verschlüsselung diese Gefährdung minimiert. Allerdings verdienen auch Nutzer mit weniger technischem und politischem Know-How, dass ihre Privatsphäre geschützt wird. Datenschutz ist ein Menschenrecht. Dienstleister sollten alles dafür tun, dass alle ihre Kunden dieses Recht auch wahrnehmen können. Sind alle Daten verschlüsselt, fällt es den Überwachern zudem weitaus schwerer, tatsächlich vertrauliche Gespräche zu erkennen und gezielt anzugreifen. Bislang ist beispielsweise die Nutzung verschlüsselter E-Mails für die NSA ein Grund, diese E-Mails (auf unbegrenzte Zeit) zu archivieren. Sind alle Konversationen standardmäßig verschlüsselt, fällt diese Möglichkeit weg. Wichtiges ist von unwichtigem nicht äußerlich zu unterscheiden und der gesamte verschlüsselte Datenberg auch mit Geheimdienst-Mitteln nicht zu entschlüsseln. Zudem ist problematisch, dass die bewusste Entscheidung, eine Verschlüsselung zu verwenden, den Benutzern mit mehr Datenschutz-Bewusstsein womöglich negativ ausgelegt werden könnte. In Zeiten, in denen trotz des steigenden Datenschutz-Bewusstseins auch vieler „Normalos“ immer wieder versucht wird, die Nutzung von Verschlüsselung zu kriminalisieren oder als Verhaltensweise von Terroristen und anderen Kriminellen zu diskreditieren, ist das ein unnötiger Angriffspunkt. Würde die Verschlüsselung standardmäßig für alle Nutzer aktiviert, läge die Verantwortlichkeit allein bei Facebook – das eventuelle Angriffe, seien sie rhetorisch oder juristisch, wohl als Großkonzern weitaus besser verkraften kann.

Der menschliche Faktor

Auch rein praktisch gibt Facebooks Design-Entscheidung zur Kritik Anlass. Selbst wenn die verwendete Technik einen überzeugenden Sicherheitsstandard bietet, ist jedes Sicherheitssystem bekanntermaßen nur so gut wie die Menschen, die es benutzen. Geschichtsinteressierte kennen womöglich die Geschichte der (technisch überlegenen) deutschen Enigma, die von den Briten zeitweise vor allem deswegen entschlüsselt werden konnte, weil deutsche Funker immer wiederkehrende Floskeln (unter anderem „Heil Hitler“) benutzten. Auch in der Jetztzeit gibt es immer wieder Berichte über Fälle, in denen durch fahrlässiges Verhalten oder schlichten Irrtum Sicherheitssysteme kompromittiert wurden und sensible Daten in die unbefugte Hände gelangten. Ein gutes Sicherheitssystem muss daher nicht nur technisch überzeugen, es muss auch möglichst wenig Möglichkeiten für fatale Benutzerfehler bieten. In dieser Hinsicht ist der Facebook Messenger der Konkurrenz deutlich unterlegen: Wenn eine Verschlüsselung erst aktiviert werden muss, kann sie im entscheidenden Moment vergessen werden. Wird sie immer ganz automatisch verwendet, werden alle Konversationen gleichermaßen abgesichert und so dafür gesorgt, dass in jedem Fall auch die tatsächlich vertraulichen Gespräche sicher sind.

Licht und Schatten

Grundsätzlich ist Facebooks Entscheidung, in Sachen Verschlüsselung nachzurüsten, natürlich uneingeschränkt begrüßenswert. Ebenso ist es löblich, dass mit dem Signal-Protokoll eine bekanntermaßen gut durchdachte Technologie gewählt wurde. Durch den Verzicht auf eine standardmäßige Verschlüsselung aller Kommunikationsvorgänge wurde allerdings die Chance verschenkt, diesen Schritt zu einem wirklich großen zu machen. Es bleibt allerdings zu hoffen, dass hier zukünftig noch nachgebessert wird.


Image (adapted) „facebook messenger portable“ by downloadsource.fr (CC BY 2.0)


Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • FIREFOX golem: Firefox 49 kann vorlesen: Mozilla hat eine neue Version von Firefox für Windows, Linux, Mac OS und Android veröffentlicht. Ein besonderes Feature des Updates ist die Vorlesefunktion. Diese lässt sich im Reader-Modus, den man über das Buch-Symbol in der Adressleiste öffnen kann, anschalten. Außerdem benutzt die Android-Version den Cache sinnvoll und zeigt zuvor aufgerufene Seiten auch an, wenn gerade keine Internet-Verbindung vorhanden ist.
  • YAHOO handelsblatt: Yahoo ließ sogar Verizon im Dunkeln tappen: Yahoo wurden mehr als 500 Millionen Datensätze geklaut. Nicht nur den Kunden hat die CEO Marissa Mayer dies verheimlicht, sondern auch dem Telekomkonzern Verizon, der das Unternehmen übernehmen möchte. Außerdem können unter den entwendeten Daten Namen, Geburtstage, E-Mail-Adressen und Telefonnummern sein. Teilweise konnten die Angreifer sogar Sicherheitsfragen und Antworten übernehmen, mit denen man Passwörter zurücksetzten kann.
  • FACEBOOK heise: CarPlay-Unterstützung: Facebook Messenger lernt Autofahren: Dank iOS 10 kann man ab sofort Anrufe von dem Facebook Messenger auch im Auto entgegennehmen. Jedoch gibt es noch keine Siri-Unterstützung, sodass man die Telefonate nicht selbst einleiten kann. Außerdem werden in CarPlay-Fahrzeugen nun auch Benachrichtigungen des Messengers empfangen. CarPlay ist eine intelligente, sichere Möglichkeit, um das iPhone im Auto nutzen zu können, die man in ausgewählten Modellen findet.
  • INDUSTRIE 4.0 t3n: Industrie 4.0: SAP und Bosch planen Kooperation für das Internet der Dinge: Bosch und SAP haben jetzt eine langfristige Kooperation angekündigt. Beide Unternehmen bieten jeweils eigene Produkte für das Internet der Dinge an und möchten nun im Cloud-Sektor zusammenarbeiten. In Zukunft wollen die beiden Konzerne auch im Rahmen des Industrial Internet Consortium und der deutschen Plattform Industrie 4.0 gemeinsame Industriestandards entwerfen. Zusammen wollen sie einheitliche Rahmenbedingungen schaffen, von denen die gesamte Industrie profitieren wird.
  • TWITTER spiegel: Die Türkei fordert Twitter besonders oft zum Löschen auf: Twitter bekommt immer mehr behördliche Anfragen zum Löschen von Inhalten. Einem aktuellen Transparenzbericht zufolge kamen fast 80 Prozent der Aufforderungen aus Russland und der Türkei. Im ersten Halbjahr 2016 bekam Twitter 4434 Anträge von Regierungs- und Polizeistellen, das sind 13 Prozent mehr als im Vorhalbjahr. Die Anfragen wurden meistens damit begründet, dass Inhalte gegen gesetztliche Bestimmungen in den betreffenden Ländern verstoßen haben.
Weiterlesen »

Keynotes der F8 Konferenz von Facebook

Mark Zuckerberg on stage at Facebook's F8 Conference (adapted) (Image by Maurizio Pesce [CC BY 2.0] via flickr)

Facebooks jährliche Entwicklerkonferenz F8 ist auf der selben Ebene wie die Keynotes von Apple und Google, was wichtige Neuigkeiten für Redaktionen betrifft. Die Keynote-Präsentation von CEO Mark Zuckerberg Mitte April (hier das Video dazu) war ein Hinweis darauf, dass sich das Unternehmen in einer imperialen Phase befindet (Ich meine damit, dass seine Produkt-Roadmap geprägt von Drohnen, Satelliten und Lasern war). Immer größere Teile der Nachrichtenwelt werden in den Bann dieser kleinen blauen App auf unseren Smartphone gesogen. Demnach wird das, was auf der F8 passiert, immer relevanter für alle, die in die Nachrichtenproduktion involviert sind. Hier sind einige der Highlights.

  • Eine Bot-Plattform für den Facebook Messenger.

Wie bereits vorausgesagt wurde, kündigte Zuckerberg eine Entwicklerplattform an, die Unternehmen (einschließlich Nachrichtenunternehmen) Bots erstellen lässt, die mit Messenger-Nutzern interagieren. Einer der beiden Beispielbots, die er vorführte, war von CNN – eine Nachrichtenübersicht mit einem Karussell an Geschichten, mit denen man auf Wunsch interagieren kann („Geschichte lesen“, „Zusammenfassung holen“ und „Frag CNN“ sind die drei Optionen, die angezeigt werden – es ist unklar, wozu „Frag CNN“ führt). Zuckerberg merkte außerdem an, dass die App von den Aktionen der Nutzer lernen und ihre Inhaltszusammensetzung mit der Zeit personalisieren wird.

Ich habe beobachtet, dass ein paar Menschen auf Twitter posteten, dass es Ähnlichkeiten mit der iPhone-App Quartz hat – was wahr ist. Aber was Chatbots so anziehend macht, ist hauptsächlich die Tatsache, dass sie innerhalb einer existierenden Chatumgebung existieren, nach der wir bereits süchtig sind und nicht in einer separaten App, deren Nutzung vielleicht oder vielleicht auch nicht zur Gewohnheit werden kann (Quartz hat die Chat-Blasen nicht erfunden). Es ist der nächste Schritt auf dem langen Weg des Distributed Contents (deutsch etwa: geteilter Inhalt) zum Besseren oder zum Schlechteren. Falls ihr die Größenordnung dieser Gelegenheit (oder dieser Verlagerung) bezweifelt, hilft die Bekanntgabe von Zuckerberg: Facebook Messenger und WhatsApp verarbeiten jetzt 60 Milliarden Nachrichten am Tag – also dreimal mehr als die SMS zu ihrer Höchstzeit. Verlagshäuser, einschließlich Business Insider und The Wall Street Journal, begannen kurz nach der Bekanntgabe, ihre eigenen Bots anzukündigen.

  • Facebook Bookmarking wird größer.

Ich muss gestehen, mir war überhaupt nicht bewusst, dass es Facebook Bookmarking gibt. Allerdings benutzen Zuckerberg zufolge 250 Millionen Menschen jeden Monat den „Speichern“-Button auf Facebook. Auf der Konferenz wurde ein „auf Facebook speichern“-Button für das Web angekündigt. Kein guter Tag für Pocket oder Instapaper. Aus The Verge:

Wenn sich das sehr nach Pocket oder Instapaper anhört, dann liegt es wohl daran,  nun ja, dass es so ähnlich ist – nur, dass es in der beliebtesten App der Welt mit eingebaut ist. Es gibt jedoch bedeutende Unterschiede, anders als Pocket und Instapaper, entfernt Facebook die Formatierung der Artikel und die Werbung nicht. Aufgrund des hohen Anteils an Traffic, den viele Herausgeber Facebook zu verdanken haben, könnte das Unternehmen mehr Erfolg bei dem Versuch haben, Herausgeber dazu zu bewegen, einen „Auf Facebook speichern“-Button hinzuzufügen als Pocket, welches selbst einen ähnlichen Button anbietet.

Irgendwie ironisch, dass der König des Distributed Contents 2016, die Könige des Distributed Contents 2010 zerschlägt.

  • Ein neues Sharing-Werkzeug für Text.

App-Entwickler können ihren Apps nun ein Sharing-Werkzeug für Zitate beifügen; Amazon benutzt es für die nächste Kindle-App:

Nun muss man den Text nicht mehr auf dem Kindle kopieren und bei Facebook einfügen, sondern man kann ihn einfach auswählen und auf Facebook direkt teilen. Facebook wird den Text in einem neuen Blockzitatformat einfügen und eine vollständige Vorschau der originalen URL anzeigen.

Für Herausgeber mit einer Nachrichten-App wird es sich lohnen, über den Reiz von mehr Facebook-Traffic nachzudenken (im Gegenzug UX Clutter von Yet Another Sharing Option).

  • Mehr Möglichkeiten, um Videos auf Facebook Live zu streamen.

Anstatt nur vom Handy aus, kann man ab jetzt von anderen Geräten Live Videos übertragen, zum Beispiel von professionellen Kameras oder Drohnen:

— Niv Dror ? (@Nivo0o0) 12. April 2016

Es ist eine Programmierschnittstelle (API) – das bedeutet, dass die Kamerahersteller ihre Software dementsprechend updaten müssen, was aber einige Zeit dauern könnte. Aber die API soll auch Zugang zu mehr als nur eine bessere Kameraqualität gewähren – künftig werden wir alle möglichen Arten von Videobearbeitung, Mischwerkzeugen und Overlay-Werkzeugen sehen, die gebaut werden (Chris Cox von Facebook erwähnte, dass BuzzFeed an einer Live-Gameshow arbeitet, welche durch eine API möglich gemacht werden soll).

  • Künstliche Intelligenz (AI), die Nachrichten liest.

Es ist unklar, was das kurzfristig bedeutet, aber Zuckerberg sprach die Idee an – Facebook könnte eine künstliche Intelligenz entwickeln, die in der Lage sei den Inhalt von Nachrichtenartikeln zu lesen und besser zu verstehen. Somit werden dem Nutzer bessere Inhalte empfohlen, die auch von Wert für sie sind (obwohl Facebook uns schon viele Hinweise in Bezug auf jeden beliebigen Artikel gibt, um festzustellen, ob er in unseren News Feed passt oder nicht, handelt es sich noch hauptsächlich um soziale Signale und nicht um inhaltliche Signale).

— John Brandon (@jmbrandonbb) 12. April 2016

  • Instant Articles für alle.

Oh, ja – es wurde zwar nicht in den F8 Keynotes erwähnt, aber wie im Februar schon angekündigt, kann jetzt jeder Herausgeber auf Instant Articles von Facebook veröffentlichen. Meldet euch hier an. Dieser Artikel erschien zuerst auf “Nieman Journalism Lab” unter CC BY-NC-SA 3.0 US. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Mark Zuckerberg on stage at Facebook’s F8 Conference“ by Maurizio Pesce (CC BY 2.0)


Weiterlesen »