All posts under Europäischer Gerichtshof

Legal oder illegal: Über Anti-Adblock-Taktiken

Warnung (Image by melodiustenor [CC0 Public Domain], via Pixabay)
Der Datenschutzanwalt Alexander Hanff wusste, dass er einen Nerv traf, als die wütenden Tweets von Herausgebern und Managern der Werbetechnologie anfingen, hereinzufluten. Während der letzten paar Monate war Hanff, Vorstandsvorsitzender von Think Privacy, einer Anwalts- und Beratungsfirma für Datenschutz in London, sowohl auf Twitter als auch in den Büros der [...]
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Störerhaftung wird endlich abgeschafft

Surfer's paradise (adapted) (Image by Karsten Seiferlin [CC BY-SA 2.0] via flickr)
Nach langen Verhandlungen hat die deutsche Bundesregierung endlich beschlossen, die Störerhaftung – die besagt, dass Betreiber offener WLANs pauschal für über dieses WLAN begangene Straftaten verantwortlich sind – abzuschaffen. Damit ist der Weg endlich frei für die flächendeckende Versorgung mit freiem Internet-Zugang – ein Gebiet, in dem Deutschland, wie so [...]
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5 Lesetipps für den 24. Oktober

In unseren Lesetipps geht es um die Apps der Zukunft, framende Links im Urheberrecht, Journalismus, USA vs. China und das wirkungslose Leistungsschutzrecht. Ergänzungen erwünscht.

  • APPS Inside Intercom: The End Of Apps As We Know Them: Die Apps der Zukunft werden vor allem als System funktionieren und nicht als das Ziel eines Nutzers. Karten werden dabei das vorwiegend genutzte Format sein, mit einem Design das weitaus weitergehen wird als heutzutage Responsive Design. Benachrichtigungen und die Integration interagierender Dienste wird dabei selbstverständlich sein und Apps über verschiedene Betriebssysteme gleich gut funktionieren. Irgendwie scheint die Zukunft richtig schick und praktisch zu werden.

  • URHEBERRECHT Golem.de: Framende Links sind keine Urheberrechtsverletzung: Auf Golem.de schreibt Achim Sawall über die jüngste Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs, der entschieden hat, dass framende Links, wie etwa auf ein Youtube-Video bei Facebook, keine Urheberechtsverletzung darstellen. Dem Argument der vor Gericht tätigen Kanzlei Knies & Albrecht, die an dem Beschluss beteiligt war, wurde mit dem Urteil gefolgt. Sie argumentierte, dass es sich nicht um eine öffentliche Wiedergabe im Sinne der Richtlinie zur Informationsgesellschaft handelt, solange sich die Wiedergabe nicht an ein neues Publikum wende und keine andere Wiedergabetechnik einsetze.

  • JOURNALISMUS Digiday: What journalists learn when they become entrepreneurs: Vor drei Jahren stellte eine Studie der Columbia Journalismus-Schule fest, dass Journalisten sich nicht um ihre eigene Branche kümmern. Lucia Moses hat sich für Digiday mit drei Journalisten unterhalten, die eigene Startups gegründet haben, um Journalismus betreiben zu können. Jessica Lessin von The Information, Ryan Singel von Contextly und Nicholas White von The Daily Dot berichten über ihre Erfahrungen.

  • CHINA PandoDaily: We asked Yahoo cofounder Jerry Yang: How much will China’s tech companies shape the new global economy?: Es könnte natürlich sein, dass die chinesische Regierung ihre eigenen Internetunternehmen aus Angst vor dem kapitalistischen Kontrollverlust über sie noch selber bremst, aber wenn nicht, könnte der chinesische Markt auch der entscheidende für die digitale Wirtschaft werden. Davon geht Yahoo-Mitgründer Jerry Yang aus, wie er beim PandoMonthly erklärte. Die USA, die ähnlich wie China noch einen für Nachfrage sorgenden Binnenmarkt besitzt, könnte vielleicht ein starker Konkurrent bleiben, aber von Europa, nicht ohne Grund, hat an dem Abend niemand gesprochen.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Golem.de: Streit zwischen Verlagen und Google geht weiter: Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage hat eine lange Reise hinter sich, die wohl noch etwas weitergehen wird. Erst war es eine Schnapsidee der Presseverlage, dann der Beleg für undemokratischen Einfluss von Lobbyismus, nach Beschluss eine Gefahr für die Pressefreiheit, in Kraft getreten nur noch wirkungslos und jetzt wird es langsam aber sicher lächerlich. Google blieb stur, fast alle Presseverlage knickten ein und der das Gesetz erfundene Verlag Axel Springer lässt einige seiner Medien auf das Leistungsschutzrecht bestehen, weshalb sie nur noch verkürzt in den Suchergebnissen dargestellt werden, andere Medien werden aber wie bisher angezeigt werden. Wie kann man eigentlich als Gesellschaft solchen Unternehmen etwas so wichtiges wie Journalismus antun?

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Lesetipps für den 15. August

In unseren Lesetipps geht es heute um Edward Snowden, Google, die Kritik an Amazon, eine Bewertung des „Recht auf Vergessen“ und einen Pitch von Ilya Pozin. Ergänzungen erwünscht.

  • EDWARD SNOWDEN Wired.com: The most wanted man in the world: Für die US-Ausgabe der Wired ist der Journalist James Bamford zusammen mit dem Fotografen Platon Antoniou nach Moskau geflogen, um den wohl meist gesuchtesten Mann der Welt zu interviewen. Heraus gekommen ist ein Artikel, der vom Informationsgehalt keine neuen Erkenntnisse bringt, aber sehr intensiv und dabei mit unglaublich schönen Fotos gestaltet, die Geschichte des Whistleblowers und seine Beweggründe darstellt, das enorme Ausmaß der Überwachung durch Geheimdienste öffentlich zu machen.

  • GOOGLE Business Insider: Important Google Acquisitions: Was man bei Google gerne übersieht ist, dass es bis auf eine Suchmaschine und wahrscheinlich den globalen Markt für Online-Werbung, kaum etwas erfunden hat. Neben die Ursache für die Renaissance der Technologie-Kritik im deutschsprachigen Feuilleton zu sein, ist Google vor allem ein Einkäufer und Entwickler anstatt Erfinder. Die Firma hat seit 2001 über 163 Firmen für mehr als 28 Milliarden US-Dollar aufgekauft. Dave Smith stellt auf Businessinsider.com elf dieser Unternehmen vor, die den größten Einfluss auf Googles Entwicklung hatten.

  • AMAZON brasch & buch: Na, heute schon amazon gebasht?: Und? Heute schon über Amazon gelästert? Oder über die disruptive Respektlosigkeit, mit der Jeff Bezos irgendein Kulturgut, wahrscheinlich das Buch, vernichtet? Aber bestimmt wurde heute schon ein Text darüber gelesen. Dann empfehle ich als Ergänzung der Lektüre diesen Blogpost von Thomas Brasch, indem er lesenswert darstellt, dass die Kritik an Amazon weniger mit deren durchaus zu kritisierenden Handelspraktiken zu tun hat als viel mehr mit der Furcht vor Veränderung. Jeff Bezos als – mit Blick auf den Buchhandel – Gutenberg unserer Zeit, der vielleicht aus wirtschaftlichen Interessen das Kulturgut Buch ins 21. Jahrhundert gerettet hat. Ein schönes Bild. Zur Abwechslung.

  • RECHT AUF VERGESSEN RiBVerfG Masing: Vorläufige Einschätzung der „Google-Entscheidung“ des EuGH: Da ist es. Wir hatten schon darüber berichtet, dass Matthias Spielkamp auf iRights.info berichtet, dass es das Gutachten des Bundesverfassungsrichter Johannes Masing gibt, indem er das „Recht auf Vergessen“-Urteil analysiert und sehr kritisch bewertet. Jetzt hat Masing seine Analyse im Verfassungsblog selber veröffentlicht. Es ist schön zu sehen, dass sogar ein Bundesverfassungsrichter unsere Sorgen um die Pressefreiheit teilt, die das Urteil ausgelöst hat.

  • PITCH PERFECT Forbes: This Entrepreneur Raised $2M With A Five Slide Presentation: Von allen Gedanken, schätze ich doch am meisten die interessanten. Und damit bin ich nicht alleine, denn Ilya Pozin hat es geschafft, mit einem interessanten Gedanken über 2 Millionen US-Dollar Funding einzusammeln. Er hat keine Idee für ein Produkt, sondern vom Weg dahin und das ist das Team. Mit dem Geld will er ein Entwicklerteam zusammenstellen, dass bereits Erfahrung in der Entwicklung von Produkten hat und den Willen besitzt, etwas schaffen zu wollen. Was dann raus kommt, ist vollkommen offen. Es lohnt sich übrigens auch Pozins Pitch anzusehen, denn er hat es wirklich verstanden, worauf es ankommt: Entertainment.

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Verfassungsrichter Masing kritisiert „Recht auf Vergessen“-Urteil

Never Forget (Bild: MsSaraKelly [CC BY 2.0], via Flickr)
Der Redaktion von iRights.info liegt ein Papier des Bundesverfassungsrichters Johannes Masing vor, in dem das „Recht auf Vergessen“-Urteil des Europäischen Gerichtshofs fundiert kritisiert wird. // von Tobias Schwarz Richter Johannes Masing ist beim Bundesverfassungsgericht für Verfahren zu Pressefreiheit, Demonstrationsrecht und Datenschutz zuständig. Schon einer Woche nach Verkündung des „Recht auf [...]
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5 Lesetipps für den 31. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um den Medienwandel im Journalismus, Industrie 4.0, den vertagten Breitbandausbau, Disruption und das Recht auf Vergessen. Ergänzungen erwünscht.

  • JOURNALISMUS Netzwertig.com: Die Angst vor Veränderung ist in Wahrheit nur die Angst vor weniger Geld: Am eigenen Geldbeutel hört Idealismus und Tatendrang oft auf. Das ist auch beim Journalismus so, trotz traditionell praktizierter Selbstausbeutung der Menschen, die Journalismus machen. Denn Veränderungen zu fordern, aber nicht dafür zahlen zu wollen, ist einfach, wie Jürgen Vielmeier auf Netzwertig.com schreibt. Trotzdem vermisse ich Journalisten, die den Fortschritt auch lauthals im eigenen Haus fordern anstatt ihn wegen den Folgen für die eigene Person, wenn man nichts macht, nur zu kritisieren.
  • INDUSTRIE 4.0 The Huffington Post: Innovationsmotor für Europa: In der deutschen Ausgabe der Huffington Post schreibt der Unternehmensberater Roland Berger über das Thema Industrie 4.0 und zeigt die Chancen für die europäische Wirtschaft auf, wenn das Thema jetzt von Politik und Wirtschaft entschlossen angegangen wird. Um auf diesem Zukunftsfeld durchzustarten, muss Europa seiner Meinung nach jetzt die Weichen stellen und vor allem an drei Bereichen aktiv werden: In der Infrastruktur, bei Bildung, Forschung und Entwicklung sowie bei der Förderung und Finanzierung von Startups.
  • BREITBANDAUSBAU Spiegel Online: Provider wollen Internet-Geschwindigkeit verdoppeln: Seit gestern können sich Provider darum bewerben, die Verteilerkästen am Straßenrand aufzurüsten und durch VDSL2-Vectoring auf der letzten Meile schnelleres Internet anzubieten. Was zuerst wie eine Verbesserung des Angebots klingt ist aber nur ein weiterer Versuch der Provider mit dem Mangel in der Infrastruktur ein Geschäft zu machen. Der eigentlich notwendige Glasfaserausbau muss warten.
  • DISRUPTION Meedia: Wie viel Zerstörung hätten wir gern? Die Debatte um die Taxi-App Uber: Die Fahrdienst-App Uber wurde in den vergangenen Monaten scharf kritisiert, teilweise wird sogar über das Verbot eines Teils von Ubers Dienstleistung diskutiert. Auf Meedia fasst Nora Burgard die Diskussion zusammen und zeigt eine in den Debatten oft nur einseitig betrachtete, aber Disruption charakterisierende Eigenschaft: die gesellschaftlichen Folgen des Wandels.
  • RECHT AUF VERGESSEN Heise Online: Britische Lords lehnen EuGH-Urteil zum „Recht auf Vergessen“ ab: Beim Thema Internet und Datenschutz kommen aus dem Vereinigten Königreich ja selten tolle Meldungen, doch in einem Anfall von Vernunft hat ein Ausschuss des britischen Oberhauses das Urteil des Europäischen Gerichtshofs, das Google zum Löschen von sensiblen persönlichen Informationen verpflichtet, als „nicht ausführbar“ bewertet. Das Urteil sowie die über 20 Jahre alte Richtlinie seien nicht zeitgemäß. Die britische Regierung teilt wohl diese Feststellung.

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Das „Recht auf Vergessen“ gefährdet die Pressefreiheit

zensur (adapted) (Image by httpmoty66.ipernity.com [CC BY 2.0] via Flickr)
Das vermeintliche „Recht auf Vergessen“ entwickelt sich immer mehr zur Grundlage von willkürlicher Zensur – die Pressefreiheit ist in Gefahr. Im Mai 2014 urteilte der Europäische Gerichtshof, dass es ein „Recht auf Vergessen“ geben würde und „unter bestimmten Umständen“ Google Verweise auf Artikel aus den Suchergebnissen der eigenen Suchmaschine entfernen [...]
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5 Lesetipps für den 6. Juni

In unseren Lesetipps geht es heute um E-Commerce statt Kaufhalle, Amazon, ein EuGH-Urteil zum Urheberrecht, Proteste gegen YouTube und Bitcoin. Ergänzungen erwünscht.

  • E-COMMERCE Netzwertig.com: Lebensmitteleinkauf im Internet: Auch wenn deutsche Verbraucher noch immer zögern, werden Supermärkte irgendwann im großen Stil ins Netz ziehen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass sich auch im Lebensmittel-Einzelhandel die “traditionelle” Verdrängung einheimischer Akteure durch Internetgiganten wiederholen könnte, wie Martin Weigert auf Netzwertig.com erklärt.
  • AMAZON PandoDaily: Amazon has opened a physical “store” in SF that doesn’t sell anything physical: In San Francisco hat Amazon einen Laden eröffnet, in dem allerdings keine Waren verkauft werden. Die Riese im E-Commerce hat auch nicht vor, einen physischen Ort mit seinem virtuellen Marktplatz zu verbinden, sondern zeigt interessierten Kunden vor Ort, wie sie einen eigenen Server aufsetzen können. Natürlich bei Amazon. Ob der Shop wie bisher angekündigt nur einen Monat existieren wird oder daraus eine permanente Anlaufstelle für Interessierte wird, steht noch nicht fest.
  • URHEBERRECHT Ars Technica: Web browsing is copyright infringement, publishers argue: Gestern hat der Europäische Gerichtshof mal eine auf Anhieb nachvollziehbare Entscheidung getroffen, aber die Berichterstattung darüber scheint auszubleiben. Zumindest David Kravets schreibt auf Ars Technica darüber, das die Klage der britischen Verwertungsgesellschaft für Presseverlage abgelehnt wurde, dass das Anzeigen von Artikeln auf Displays bereits eine Verletzung von Urheberrechten darstelle. Mit der Klage versuchte die Newspaper Licensing Agency die technologischen Grundlagen des Internets anzugreifen.
  • YOUTUBE Golem.de: Unabhängige Labels protestieren gegen YouTube-Sperre: Es wirkt wie ungleicher Kampf, den die Indie-Labels gerade versuchen gegen YouTube zu kämpfen. Hintergrund sind neue Verträge für einen Streaming-Service, den YouTube demnächst starten will. Die Indie-Labels sind mit den von YouTube angebotenen Konditionen nicht einverstanden und fordern nun, denn von der Plattform verschwinden wollen sie auch nicht, dass die EU-Kommission YouTube untersagen soll, ihre Inhalte zu sperren. Die Musikbranche versucht wieder einmal, sich mit politischer Regulierung an Googles Erfolg beteiligen zu lassen. Innovation ist was anderes.
  • BITCOIN W&V: „Das Bitcoin-Ökosystem hat sich deutlich verbessert“: Anfang September findet in Bonn die Konferenz „World Bitcoin Forum 2014“ statt. Professionell beschäftigen sich derzeit in Deutschland aber erst wenige mit der Digitalwährung. Über vergangene Skandale, Chancen und künftige Einsatzmöglichkeiten für das Digitalgeld sprach W&V-Autor Franz Scheele mit Bastian Brand, Investment Manager des Pathfinder Crypto-currency Fund (PCF) der Londoner Investment-Firma Pathfinder Capital.

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Vom Recht auf Vergessenwerden profitieren die Mächtigen

Never Forget by 616 (adapted) (Image by MsSaraKelly [CC BY 2.0] via Flickr)
Zuerst verstanden viele, auch Medien, die Nachricht als eine gute: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat befunden, dass Suchmaschinen den Nutzern bestimmte Dokumente nicht den Internetsuchern anzeigen dürfen, wenn dort benannte Personen dem widersprechen. Doch nach ein paar Tagen Nachdenken „kommt nun der Kater„, meint die „Zeit“. Die Nachwirkungen könnten einige [...]
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5 Lesetipps für den 20. Mai

In unseren Lesetipps geht es um die geplanten Akquisen von Twitch und Soundcloud, die Deutschen und Google, Framing in der Netzpolitik, sowie die Folgen des Rechts auf Vergessen. Ergänzungen erwünscht.

  • TWITCH NextDraft: Life’s a Twitch: Die interessanteste Akquiseabsicht gestern (zu der Zweitinteressantesten kommen wir im nächsten Lesetipp) war die Meldung, dass YouTube (also Google) Twitch kaufen will. Kaum jemand wird wissen, was Twitch ist, aber bevor die Netzökonomen zu Rate gezogen werden, ist die simple Erklärung von Dave Pell vorzuziehen: „It’s the only recent deal my kids care about.“
  • SOUNDCLOUD Re/code: Twitter Is Considering a Deal to Buy SoundCloud: Halb Berlin war heute Früh auf den Beinen, denn die nächtliche Meldung, dass Twitter darüber nachdenkt Soundcloud zu kaufen, versetzt viele in helle Aufregung. Doch selbst wenn es zum großen Exit von der Spree ins Silicon Valley kommt, ist die eigentliche Frage, welche Auswirkungen der Deal auf Soundclouds Verhandlungen und Entwicklung gegenüber der Musikindustrie hat und das könnte am Ende weniger gefeiert werden.
  • ZE GERMANS Techdirt: German Official Says It May Be Time To Break Up Google… Just Because: Auch in den USA wurden die Drohungen von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Europapolitiker Martin Schulz vernommen, das US-amerikanische Unternehmen Google zerschlagen zu wollen. Anders als in der deutschen Presse kommt der Blogger Mike Masnick zu dem Fazit, dass die Deutschen keine Ahnung haben, was ihnen genau an Google nicht passt. Sollte Google aber als Reaktion deutsche IP-Adressen blocken, würden vielleicht einige wieder wissen, worum es gehen könnte und wer welche Macht wirklich hat.
  • NETZPOLITIK i heart digital life: Netzpolitik, Mad-Men-Style? Framing und Strategie angesichts der Totalüberwachung: Kathrin Ganz setzt sich kritisch mit der rp14-Rede von Sascha Lobo auseinander und kommt zu dem Fazit, dass die Suche nach der richtigen Sprache wichtig ist, da Sprache aufzeigt, wo die Analyse der Lage zu kurz greift. Dies ersetzt aber nicht die Beschäftigung mit Organisation und Strategie, „und um über Organisation und Strategie zu diskutieren, brauchen wir eine ordentliche Analyse“.
  • RECHT AUF VERGESSEN SmartCompany: Why the EU’s privacy ruling is the latest legal blow for Google: Auf SmartCompany schreibt die Anwältin Vanessa Emilio über das Google-Urteil des Europäischen Gerichtshof und befürchtet, dass die Auswirkungen weltweit zu spüren sind. Das Urteil bewertet sie als jüngste Zuspitzung des Konflikts zwischen dem Recht auf Vergessen und dem Recht auf Wissen, der noch mehr Zensurgebaren hervorrufen könnte.

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5 Lesetipps für den 19. Mai

In unseren Lesetipps geht es um Netzneutralität, Pinterest wachsende Bedeutung, den Umbau des Bundesinnenministeriums, eine Debatte um Google und den Messanger AppTalk. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZNEUTRALITÄT ReadWrite: Why Net Neutrality Became A Thing For The Internet Generation: Auf ReadWrite schreibt Dan Rowinski über die Bedeutung von Netzneutralität für den jüngeren Teil der Gesellschaft, leider nicht die Gesellschaft mit politischer Relevanz. Sie ist mit einem freien Internet aufgewachsen, das Prinzip Grundannahme jeglichen Denkens. Ein spannender Beitrag zur Debatten in den USA über die neuen Pläne des FCC beim Thema Netzneutralität.
  • PINTEREST NYMag: Pinterest Is Sneaking Up on Twitter and Facebook: In Deutschland beklagt sich der Springer-Verlag und andere gerne über die selbstgewählte Abhängigkeit von Google, während in den USA soziale Plattformen wie Facebook und Twitter mehr Besucher auf die Seiten liefern. Dort mischt jetzt aber auch Pinterest mit und das in einem steil wachsenden Ausmaß, dass besonders Twitter seine Position bei den Medien fürchten muss. Kevin Roose fasst die Entwicklung im New York Magazine zusammen.
  • BUNDESINNENMINISTERIUM Tagesspiegel: Thomas de Maizière baut sein Ministerium um: Im Tagesspiegel schreibt Antje Sirleschtov über die Pläne von Innenminister Thomas de Maizière, sein Haus umzubauen. In einem ersten Schritt im Kampf gegen Cyber-Kriminalität sollen auch die Sicherheitsorgane mit neuen Aufgaben und mehr Personal ausgestattet werden. Stück für Stück wird das Innenministerium zum Ministerium für Spionage, Datenschutz und Überwachung unter einem Dach vereint.
  • GOOGLE SWR2: Wie böse ist Google?: Mal kein Lesetipp, sondern etwas für die Ohren: Im SWR2 Forum diskutiert Radiomoderator Gábor Paál mit Björn Böhning (Leiter der Berliner Senatskanzlei), Götz Hamann (Die Zeit) und Mario Sixtus (Freier Journalist) das Urteil des Europäischen Gerichtshof. Der Titel „Wie böse ist Google?“ ist jetzt nicht sehr glücklich formuliert, die Diskussion aber ist gut geführt und interessant.
  • APPTALK Netzwertig.com: Facebook kopiert Berliner Messaging-App Taptalk: Die aus Berlin stammende visuelle Messaging-App Taptalk fällt durch einen besonders simplen Mechanismus zum Versenden von Fotos und Videos auf. Laut Financial Times arbeitet Facebook an einer Anwendung namens Slingshot, die das Prinzip nachahmt. Martin Weigert kommentiert die Meldung und die Pläne von Mark Zuckerberg auf Netzwertig.com.

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5 Lesetipps für den 14. Mai

In unseren Lesetipps geht es um Google Glass, das undemokratische Verhalten der Bundesregierung, Fernsehen von Amazon, das „Google-Urteil“ des EuGH und die Kosten von Journalismus. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE GLASS CNET: Google Glass Explorer program finally opens to public: Google hat in den USA die Beta-Phase des Verkaufs der Google Glass verlängert bzw. an sich beendet und verkauft die Brille jetzt ganz offiziell. Zumindest solange die Vorräte reichen. Damit kann jeder die Glass Explorer Edition für 1.500 US-Dollar kaufen. Zusätzlich zur Meldung zeigt Eric Mack auf CNET noch ein Video, was bis jetzt für Anwendungen für die Brille entwickelt wurden.
  • (UN)DEMOKRATIE Techdirt: German Government Hires DC Law Firm To Threaten Its Own Parliament With Criminal Prosecution For Talking To Snowden: Es ist fast beschämend, dass die deutlichsten Worte zum von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten von einem US-amerikanischen Tech-Blogger kommt und nicht von der deutschen Presse: „German Government Hires DC Law Firm To Threaten Its Own Parliament With Criminal Prosecution For Talking To Snowden“. Dieses Gutachten, dass direkt an die Presse und nicht zuerst an die Parlamentarier gegeben wurde, hat wirklich keine andere Funktion als demokratisch legitimierte Volksvertreter einzuschüchtern. Die Bundesregierung von Angela Merkel will damit verhindert werden, dass die Überwachung durch westliche Geheimdienste in Deutschland aufgeklärt wird.
  • AMAZON Fortune Tech: How to make good TV for the web, according to Amazon: Wie macht man eigentlich gutes Fernsehen? Roy Price, Direktor der Amazon Studios, glaubt die Antwort zu kennen und erklärt im Interview mit Fortune-Redakteurin Jessi Hempel, wieso alle Folgen einer Sendung vom Start an verfügbar sind, was eine gute Fernsehsendung kostet und was der Unterschied zwischen guten Fernsehen in der Vergangenheit und heute ausmacht.
  • RECHT AUF VERGESSEN Lummaland: Die Sache mit dem EuGH-Urteil und dem Recht auf Vergessen: Das gestrige Urteil des Europäischen Gerichtshof der EU hat viel Beachtung gefunden. Auch auf Netzpiloten.de fragte sich Dr. Carlo Piltz, ob es nicht übers Ziel hinaus schoss. Auf seinem Blog kommentiert Netzpiloten-Kolumnist Nico Lumma das Urteil und zeigt auf, dass das Urteil für noch mehr Rechtsunsicherheit sorgen wird, denn es sorgt nicht für ein „Recht auf Vergessen“, sondern bestenfalls ein trügerisches “Recht auf Verschleiern” und damit ist niemandem geholfen.
  • JOURNALISMUS Rottin‘ in Denmark: Warum Journalismus teuer ist: Über 900.000 Euro will das Journalismus-Projekt Krautreporter sammeln und seinen Redakteuren ein Monatsgehalt von bis zu 2.500 Euro zahlen. Journalismus ist teuer, dass vergessen wir oft. Auch wenn ich selber diese Gehälter kritisch sehe (da es sich um Zusatzverdienste in Höhe von Monatsgehältern anderer handelt), hilft dieser Text des freien Journalisten Michael Hobbes, den viele als Betreiber des Blogs „Rottin‘ in Denmark“ kennen, einmal in Ruhe über Geld und Leistung im Journalismus nachzudenken. Anhand eines seiner Artikel zeigt er auf, was er für 4.000 Wörter machen muss un wie diese vergütet werden.

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Das Google-Urteil des EuGH – übers Ziel hinaus geschossen?

EuGH (Bild: Court of Justice of the European Union)
Mit dem heutigen „Google-Urteil“ hat der EuGH (Az. C-131/12) verschiedene wichtige Entscheidungen in Bezug auf die zukünftige Anwendung und Durchsetzung des europäischen Datenschutzrechts getroffen. // von Dr. Carlo Piltz Zur Entscheidung lag ihm dabei ein Verfahren zwischen Google und der spanischen Datenschutzbehörde (AEPD) vor. Die von einem spanischen Gericht vorgelegten [...]
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EuGH-Entscheidung zur Vorratsdatenspeicherung: Kein Grund zur Freude

EuGH (Bild: Court of Justice of the European Union)
Der europäischen Gerichtshof erklärt die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung für ungültig, doch das Thema ist damit noch nicht beendet. // von Lorena Jaume-Palasi Die Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Vorratsdatenspeicherung ist ungültig. Dieses Urteil des europäischen Gerichtshofs vom Montag wurde mehrheitlich mit großem Jubel aufgenommen. Manche Leitartikler [...]
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