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Privatsphäre in der digitalisierten Gesellschaft ?

Privacy (adapted) (Image by g4ll4is [CC BY-SA 2.0] via flickr)

Unsere digitalisierte Gesellschaft bietet viele Chancen, verändert aber auch unser Verhältnis zur Privatsphäre unwiderruflich. Fast rund um die Uhr sind wir heute vernetzt. Das Internet spielt im Leben vieler Menschen eine große Rolle und fast alle Aspekte unseres Lebens werden in irgendeiner Form digitalen Medien anvertraut. Das bietet eine Reihe von Chancen. Es besteht aber auch die Gefahr, dass wir durch diese ständige digitale Öffentlichkeit unsere Privatsphäre einbüßen. Diese aber ist wichtig für den Menschen als soziales Wesen. Deswegen müssen wir Strategien entwickeln, den Verlust der Privatsphäre zu begrenzen und zu kontrollieren.


Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelserie, die sich im Vorfeld der Konferenz MSFT Explained mit Fragen der Digitalisierung unserer Gesellschaft auseinandersetzt.


Das Internet als Chance

Bei dieser kritischen Betrachtung geht es keineswegs darum, das Internet oder dessen Nutzung zur sozialen und geschäftlichen Vernetzung zu verteufeln. Die neuen Möglichkeiten bieten riesige Chancen. Sie ermöglichen nicht nur neue ökonomische Ansätze und Geschäftsmodelle, sondern sie verändern auch in vieler Hinsicht unsere Gesellschaft zum Positiven. Wissen wird einfacher und für mehr Leute verfügbar, Kampagnen-Portale und e-Voting ermöglichen mehr direkte Demokratie, Hierarchien werden durch die flachen Kommunikationsstrukturen Schritt für Schritt überwunden und geographische Landesgrenzen erscheinen zunehmend bedeutungslos angesichts eines Mediums, das Echtzeit-Kommunikation rund um die Welt ermöglicht. All das sollten wir feiern und bei allen berechtigten Bedenken nicht aus den Augen verlieren.

Privatsphäre in Gefahr

Unsere Privatsphäre allerdings ist durch das Internet und dessen heutige Nutzung in Gefahr. Kaum noch gibt es Momente, in denen wir nicht in irgendeiner Form unter Beobachtung sind. Ein Teil der ständigen Öffentlichkeit ist selbst gewählt. Begeistert – und mitunter allzu sorglos – teilen viele Menschen auch private Momente mit ihren Social-Media-Followern, laden Fotos, Standortdaten und Videos hoch und machen das Private somit öffentlich.

Andere Angriffe auf die Privatsphäre sind in der Art und Weise begründet, wie unsere Apps und die digitale Marktwirtschaft funktionieren. Daten über unsere sozialen Kontakte, unsere Hobbies und unser Einkaufsverhalten sind bares Geld wert und werden dementsprechend gern und selbstverständlich gesammelt. Gerade in der Summe ermöglichen auch diese Informationen besorgniserregend genaue Rückschlüsse auf unser Leben.

Überwachung im Namen der Sicherheit

Neben den genannten Formen der digitalen Öffentlichkeit, die selbst gewählt oder zumindest auf Grund ihrer Vorteile (Bequemlichkeit, Preisvorteile) in Kauf genommen werden, gibt es allerdings eine Bedrohung für die Privatsphäre im Netz, gegen die einzelnen Nutzer nur sehr begrenzt und indirekt etwas unternehmen können: die staatliche Überwachung, durchgeführt im Namen der Sicherheit.

„Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein“, heißt es oft von Seiten der Befürworter massiver staatlicher Überwachung. Das ist natürlich nicht grundsätzlich falsch – auch im Netz muss es ein gewisses Ausmaß an Sicherheit und sozialer Verbindlichkeit geben. Allerdings dient der genannte Satz derzeit vor allem dazu, ein Ausmaß an Überwachung zu rechtfertigen, das weit über alles bisher Gekannte hinaus geht und Handlungen auch völlig unbescholtener Menschen in einer Art und Weise nachvollziehbar macht, wie es ohne Internet gar nicht möglich wäre.

So wird beispielsweise immer wieder darüber diskutiert, ob verschlüsselte Kommunikations-Software, Hintertüren eingebaut bekommen muss, über die die Ermittlungsbehörden jederzeit zugreifen können. In Deutschland konnten diese Vorstellungen bislang nur auf wenig Gegenliebe stoßen, in anderen Ländern, wie den USA und Großbritannien, werden entsprechende Pläne weitaus konkreter diskutiert. Diese Ideen sind gefährlich. Nicht nur würden solche Backdoors die betreffende Software anfälliger für die Angriffe von Kriminellen machen. Sie würden auch Zugriffe der Behörden in einem Ausmaß ermöglichen, welcher in der physischen Welt nicht üblich ist – denn schließlich ist es so gut wie immer möglich, ein vertrauliches Gespräch an einem ruhigen Ort zu führen. Das digitale Äquivalent dazu ist nur mit starker Verschlüsselung denkbar. Und wer garantiert uns, dass die Ermittlungsbehörden in jedem Fall vertrauenswürdig sind – und das auch in Zukunft, wenn entsprechende Systeme etabliert sind, immer sein werden?

Ähnliches gilt für die – gerade wieder eingeführte – Vorratsdatenspeicherung. Bei dieser Sicherheitsmaßnahme werden die Verbindungs- und Standortdaten aller Nutzer von Telekommunikation (Telefon und Internet) von den Providern verdachtsunabhängig gespeichert. Die Ermittlungsbehörden können dann bei einem Verdachtsfall auf diese Daten zugreifen. Problematisch bei dieser Maßnahme ist, dass die Archivierung der Daten vollkommen ohne einen konkreten Anlass und somit zwangsläufig auch gegenüber völlig unschuldigen Menschen erfolgt. Zwar werden bei der Vorratsdatenspeicherung „nur“ Metadaten archiviert. Auch diese ermöglichen jedoch bereits umfassende Rückschlüsse auf das Leben und das soziale Umfeld. Die letzte Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung wurde vom Bundesverfassungsgericht kassiert. Auch gegen das neue Gesetz laufen bereits mehrere Verfassungsbeschwerden.

Ein weiteres großes Diskussionsthema, das allerdings den Rahmen dieses Artikels sprengen würde, sind die Spionage-Tätigkeiten der NSA und des britischen GCHQ, oftmals mit Unterstützung ausländischer (unter anderem deutscher) Geheimdienste. Die von Whistleblower Edward Snowden aufgedeckten Überwachungs-Programme sind so umfassend, dass es mitunter eher sinnvoll scheint, aufzuzählen, welche Bereiche des Internets von den Diensten der „Five Eyes“-Staaten nicht überwacht werden. Diese Enthüllungen werden uns zweifellos noch auf Jahre hinaus beschäftigen.

Das Problem ist nicht, dass es Möglichkeiten gibt, auch im Internet Polizei-Maßnahmen gegen Verdächtige einzuleiten. Das ist vielmehr richtig und wünschenswert. Aber so funktioniert es derzeit nur selten. Stattdessen wird eine umfassende, verdachtsunabhängige Überwachung aller Internet-Nutzer vorgenommen – und diese ist ein großes Problem.

Privat im Internet: So kann es gelingen

Wir Menschen brauchen ein gewisses Ausmaß an Privatsphäre, an geschützten Räumen – für unsere geistige Gesundheit, unsere zwischenmenschlichen Beziehungen und auch angstfreien politischen und sonstigen Meinungsaustausch. Wie aber kann es uns gelingen, ein Mindestmaß an Privatheit zurückzuerobern, ohne die Vorteile der digitalen Gesellschaft aufzugeben oder uns selbst von diesen auszuschließen?

Der erste und wichtigste Schritt ist es, zu lernen, welche Daten geschützt werden sollten und was es bedeutet, Informationen an bestimmter Stelle ins Netz zu stellen. Wir müssen sensibilisiert werden für den Unterschied zwischen schützenswerten und weniger wichtigen Informationen und uns weiterbilden in der Art, wie sich Daten online verbreiten. Unsere Persönlichkeitsrechte und auch die unserer Mitmenschen müssen für uns mehr werden als ein vages juristisches Stichwort, wenn es beispielsweise darum geht, Fotos zu machen und diese womöglich auch ins Internet zu stellen. Nur durch einen gezielten und informierten Umgang mit unseren Daten – und denen der Menschen, mit denen wir interagieren, – können wir hoffen, die Hoheit über diese zurück zu gewinnen. All diese Fähigkeiten müssen wir natürlich auch der nächsten Generation beibringen, sei es in der Schule, der Familie, in gezielten Kursen oder eher zufällig im weiteren sozialen Umfeld. Denn auch die vermeintlichen „Digital Natives“, die schon im Kleinkind-Alter Touchscreen-Gesten beherrschen und als Teenager ganz selbstverständlich mit WhatsApp und Snapchat umgehen, lernen nicht von selbst, wie sie ihre persönlichen Daten schützen. Aufgewachsen mit ständiger Erreichbarkeit, ist es für sie eher schwieriger als für die ältere Generation, diese Fähigkeit zu meistern. Daher dürfen wir sie nicht im Stich lassen und ungeschützt der totalen Öffentlichkeit aussetzen.

Wo immer möglich, sollten wir – gerade für die berufliche, aber auch für die private Nutzung – Apps und Diensten den Vorzug geben, die die Privatsphäre achten, seien es Instant Messenger wie Signal, Datenschutz-kompatible E-Mail-Provider oder andere Software. Dadurch schützen wir uns nicht nur selbst. Wir setzen auch unsere Marktmacht ein, um Anbieter, die sich Gedanken über Datenschutz, Datensicherheit und Privatsphäre machen, zu fördern, und sorgen so hoffentlich langfristig dafür, dass es mehr solche Angebote gibt. Ähnlich gelagert ist die Empfehlung, wo immer möglich Verschlüsselung zu nutzen, denn auch diese ist ein Grundstein digitaler Privatheit und Freiheit.

Last but not least: um dauerhaft und für alle Menschen die Privatsphäre im Internet zu verbessern, ist es unabdingbar, einen politischen Wandel anzustreben. Überwachungsmaßnahmen, die zweifelhaften Nutzen bringen, dafür aber die Privatsphäre von Millionen unschuldigen Menschen einschränken, müssen geächtet und abgeschafft werden. Es darf nicht mehr auf jeden kriminellen Akt reflexartig mit mehr Überwachung reagiert werden, selbst wenn mehr als zweifelhaft ist, ob diese Überwachung überhaupt effektiv gegen diese – oder eine andere – Art von Verbrechen schützt. Die Regierung muss aufhören, Politik mit der Angst der Menschen zu machen, um diese zur Aufgabe ihrer Grundrechte zu bewegen. Für all das müssen wir uns auf politischem Wege einsetzen. Damit wir auch in Zukunft noch wissen, was es heißt, etwas ganz privat zu tun.


Image (adapted) „Privacy“ by g4ll4is (CC BY-SA 2.0)


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Warum man nie ein Gehirn in die Cloud hochladen kann

Exercise Plays Vital Role Maintaining Brain Health (adapted) (Image by A Health Blog [CC BY-SA 2.0] via flickr)

Um die Frage zu klären, ob man ein Gehirn in die Cloud hochladen kann, müsste erst ein wichtiger erkenntnistheoretischer Durchbruch geschehen. In dem ersten Artikel dieser Serie haben wir gesehen, dass man den Verstand und den Körper nicht voneinander trennen kann und auch, warum die Robotertechnik es nicht schafft, beide Sachen nachzuahmen. Die Wissenschaft stellte sich schon immer die Frage, ob es möglich ist, Verstand und Körper zu trennen. Rein technisch ist dies nicht möglich. Doch nehmen wir mal an, dass wir irgendwann vielleicht doch alle körperlichen Probleme mit Sensoren, Muskeln und so weiter gelöst haben und akzeptieren, dass das hochzuladende Hirn nicht wirklich unser individuelles Wesen widerspiegelt. Nun kommt die eigentliche Herausforderung: Wir wollen das Gehirn hochladen.

Aber was genau ist ein Gehirn? Der Begriff bezieht sich meistens auf den Cortex (Hirnrinde) und wahrscheinlich einige subkortikale Strukturen, einschließlich der Amygdala, dem Hippokampus und der Basalganglien. Das zentrale Nervensystem ist aber zusätzlich aus mehreren und anderen Strukturen gemacht, die nicht weniger wichtig sind, wie das Kleinhirn, der Thalamus, der Hypothalamus, das Rückenmark und das Stammhirn.

Verbindungen schaffen

Wenn wir uns nun das gesamte zentrale Nervensystem ansehen, dann sind wir mit ca. 86 Milliarden Neuronen konfrontiert und jeder dieser Nervenzellen kontaktiert im Durchschnitt 10.000 andere Nervenzellen, was ungefähr 860 Millionen Verbindungen darstellt. Das ist ganz schön viel. Also was genau müssen wir nun im Computer hochladen? Den Typen, die Größe und die Geometrie einer jeden Nervenzelle? Das aktuelle Membranpotential der Zelle? Die Größe und Position des Axon und dessen Status in der Myelinisation? Die komplette Geometrie des Dendritenasts? Die Lage der verschiedenen Ionen-Pumpen? Die Anzahl, Position und den Status der verschiedenen Neurotransmitter?

Jede dieser Überlegungen könnte entscheidend sein und diese können nur mit einem hochmodernen Computer in die Tat umgesetzt werden (und dies gilt auch nur für ein paar Neuronen). Das Problem ist, dass wir nicht genau wissen, was genau uns zu dem macht, was wir sind und uns von anderen unterscheidet – und ich rede hier nicht einmal vom Lernen.

Überlegen wir einmal – wenn wir nur die richtigen Mittel hätten, um jede dieser Rahmenbedingungen einmal aufzunehmen, könnten wir versuchen, alles zu übertragen. Dies würde allerdings möglicherweise Tausende oder sogar Millionen Informationen für ein einzelnes Neutron erfordern. Wenn man nur die Neuronenanzahl betrachtet, würde dies eine Zahl im Zettabereich bedeuten (wie beim Speicherplatz: Die Reihenfolge lautet auch hier Kilo, Mega, Giga, Peta, Exa und Zetta, jedes mal mit 1.000 multipliziert). Diese Zahl ist so groß, dass selbst die Computerwissenschaft sie noch nicht händeln kann – und wir reden hier nur über den Speicher des Gehirns, wir müssten zudem sicherstellen, dass dieses Modell zusätzlich in Echtzeit läuft, da niemand einen künstlichen Verstand akzeptieren würde, wenn er dazu noch mit gedrosselter Geschwindigkeit arbeitet.

Von einer rein technischen Perspektive lässt sich sagen, dass wir deshalb ziemlich weit (sogar sehr, sehr weit) davon entfernt sind, tatsächlich so etwas zu erschaffen. Schlimmer noch, die Forschung weist darauf hin, dass das Mooresche Gesetz, welches besagt, dass sich der Speicherplatz und die Geschwindigkeit etwa alle 18 Monate verdoppelt, sein Limit erreicht, was bedeutet, dass wir vielleicht niemals das benötigte Technologielevel erreichen. Das Human Brain-Project hat dieses Problem schon geahnt und von Anfang an geplant, nur simple Neuronen- und Synapsenmodelle zu benutzen.

Falls Sie an noch detaillierteren Modellen interessiert sind, hilft ein Blick auf ein Projekt namens OpenWorm. Hier werden nicht mehr als nur ein paar einfache Neuronen simuliert.

Der Vogel in der Maschine

Die Idee, das eigene Gehirn in eine Maschine einzubauen, ist in der Literatur und im Kino weit verbreitet. Durch die neuesten Entdeckungen in der künstlichen Intelligenz wurde das Interesse an diesem Thema wiedererweckt. Dennoch kann es hier zu ein paar Missverständnissen kommen, vor allem bei der Frage was Künstliche Intelligenz (KI) eigentlich ist und um welches Ziel es dabei geht.

Sobald die Medien über Künstliche Intelligenz berichten, beziehen sie sich meist auf Machine Learning und Robotertechnik. Beides jedoch ist nicht dazu angelegt, das Gehirn oder die Wahrnehmung zu verstehen (mit einigen nennenswerten Ausnahmen, wie die Arbeit von Pierre-Yves Oudeyer). Diese Missverständnisse stammen wahrscheinlich daher, dass neue Algorithmen erschaffen wurden, die exzellente Performances bieten und die Dinge können, die wir bisher nur dem menschlichen Wesen zugeschrieben haben – wie beispielsweise Bilder wiederzuerkennen, Autofahren und so weiter.

Aber auch wenn sich maschinelles Lernen und Robotertechnik in einem derart raschen Tempo entwickelt, sagt uns dies nichts darüber, wie das biologische Gehirn eigentlich funktioniert – oder zumindest nicht direkt. Wenn wir das erfahren wollen, müssen wir uns der Neurowissenschaft, oder genauer gesagt, der rechnergestützten Neurowissenschaft zuwenden. Eine Parallele kann gezogen werden zwischen der Aeronautik (AI) und der Ornithologie (Neurowissenschaft).

Obwohl die ersten Flugversuche vom Prinzip des Vogelflugs abgeleitet war, wurden diese Flugmodelle schon vor langer Zeit beiseite gelegt, um bessere Flugzeuge zu designen (Schnelligkeit, Traglast, usw.). Dabei wurde Technik genutzt, die sich speziell auf die Aeronautik bezieht. Um Vögel besser zu verstehen, muss man sich mit Ornithologie und Biologie beschäftigen. Daher kann man festhalten, dass die Idee, ein Gehirn in einen Computer hochzuladen, wegen des Fortschritts der Künstlichen Intelligenz genauso sinnvoll ist, wie Federn an ein Flugzeug zu kleben und so zu tun, als sei es ein künstlicher Vogel.

Niemand wird je wissen, ob es möglich ist, ein Gehirn “in einen Computer hochzuladen”. Aber es ist sicherlich so, dass dieser Gedanke beim heutigen Forschungsstand wenig Sinn ergibt – und so wird es auch bleiben, solange nicht ein wichtiger erkenntnistheoretischer Durchbruch geschieht, mit dem wir das Gehirn und seine Funktionsweise gänzlich verstehen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) “Exercise Plays Vital Role Maintaining Brain Health” by A Health Blog (CC BY-SA 2.0)


The Conversation

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Straßen, die Elektroautos laden, sind Teil der neuen Automobilwelt

Park and charge (adapted) (Image by Justin Pickard [CC BY-SA 2.0] via flickr)

Einer der am weitesten verbreiteten Vorbehalte gegenüber Elektroautos ist die Schwierigkeit, sie dauerhaft mit Strom zu versorgen.

Stellen Sie sich also eine Welt vor, in der die Straßen selbst dazu beitragen, dass Ihre Batterie stets vollgeladen ist, oder in der Ihre Auffahrt mit dem Ladeprozess beginnt, kaum dass Sie das Auto abgestellt haben. Diese Art von Traum verlangt nicht nur massive Investitionen in die Infrastruktur, sondern wirft auch einige grundlegende Fragen der Automobilphilosophie auf.

Die Medien zeigen neuerdings ein enormes Interesse an der Technologie und haben auf diese Weise ein neues, nützliches Diskussionsfeld eröffnet. Wir gewöhnen uns langsam an die Idee der drahtlosen Energieübertragung, wenn es um unsere Handys geht – warum also nicht auch im Bezug auf Elektroautos im Straßenverkehr?

Einige vielversprechende Experimente wurden bereits mit Bussen durchgeführt, die über Induktionsschleifen an Bushaltestellen aufgeladen werden. Rolls-Royce hat unterdessen vorgeschlagen, drahtlose Ladestationen in Privatgaragen zu installieren. Andere Vorschläge bemühen sich um eine Ausweitung dieser Idee auf Hauptverkehrsadern und Schnellstraßen, die entlang mehrerer Kilometer mit Induktionssystemen versehen werden könnten, um jedes entsprechend ausgerüstete Fahrzeug aufzuladen. In Verbindung mit den jüngsten Durchbrüchen im Feld der Batterietechnologie scheint sich hier eine realisierbare Alternative für das Verkehrswesen aufzutun.

Fahrerkontrolle

Abgesehen von den beachtlichen Kosten, die voraussichtlich mit der Einführung einer solchen Technologie verbunden wären, stellt sich auch die grundlegende Frage darüber, bei wem die Kontrolle über die Technologie verankert sein sollte: Im Gerät selbst – in diesem Falle also dem Auto – oder innerhalb der Infrastruktur.

Wäre die Technologie im Auto selbst verortet, dann befände sie sich größtenteils unter der Kontrolle des Fahrers. Funktioniert sie überwiegend im Rahmen der Infrastruktur, dann ist sie unter der Kontrolle des Anbieters, sei dieser nun staatlich oder einem Unternehmen zugehörig.

Dadurch, dass wir unseren Schwerpunkt immer auf individuelle Verantwortlichkeit legen, ist es für uns ganz normal, dass wir die Kontrolle über Schlüsseltechnologien ebenfalls auf dieser Ebene ansiedeln wollen. Der Staat wird jedoch, genau wie die Privatunternehmen, in den meisten Fällen versuchen, seine Macht- und Kontrollsphäre auszubauen. In genau diesem Kontext sollten wir daher nicht nur die Idee drahtloser Energieübertragung, sondern auch andere Entwicklungen sehen, die in Richtung eines autonomen Autos führen.

Zusammenarbeit von Unternehmen

Aktuelle Beispiele für den schleichenden Einfluss größerer Unternehmen werden in Gebieten wie dem Cloudcomputing sichtbar. Das Speichern von Daten in der Cloud mag in bestimmten Fällen zwar durchaus nützlich sein, gibt dem Anbieter aber auch potenziellen Zugriff auf eine riesige Menge an Daten, die zu Geld gemacht werden können. Dass jeder individuelle Benutzer für dieses Privileg zahlt, macht das Ganze nur noch besser. Im Falle drahtloser Energieübertragung ist es theoretisch zwar möglich, dass das Auto eine kleinere Batterie benötigt – es wird aber gleichzeitig auch abhängiger von der Infrastruktur, wodurch es leichter nachverfolgt werden kann und zusätzliche Daten generiert.

Andere, weniger philosophisch angehauchte Fragen tauchen in diesem Kontext natürlich ebenfalls auf – beispielsweise die erheblichen Kosten, die mit der Ausarbeitung einer solchen Infrastruktur verbunden wären; die Störungen im Straßenverkehr, die durch Bauarbeiten entstehen würden, und die Frage darüber, was passiert, wenn die Technologie versagt. Dann steht da auch noch die Frage im Raum, wer überhaupt für all das aufkommen soll: Die Fahrer von Elektroautos, alle Verkehrsteilnehmer, oder der Infrastrukturanbieter, der anschließend Daten sammeln kann?

Binary code(Image by Christiaan Colen(CC BY-SA 2.0) via Flickr)
Image (adapted) „Binary code“ by Christiaan Colen (CC BY-SA 2.0)

 

Probedurchläufe

Die Idee drahtloser Energieübertragung für Autos ist ihrem Kern nach Teil einer größeren Entwicklung, die den Fahrerinput eliminiert und ihn von seinem Auto entfremdet. Autonome, nicht nur fahrerlose, Autos rücken in greifbare Nähe.

Die wenigen autonomen Autos und LKWs, die aktuell an Orten wie Kalifornien und Nevada im Testlauf unterwegs sind, sind bereits in einige kleinere Unfälle verwickelt worden. Wenngleich beim Großteil dieser Unfälle zwar die menschlichen Fahrer anderer Autos beschuldigt wurden, bleibt der Umstand bestehen, dass es solche Zwischenfälle gab. Tatsächlich wird die Kombination autonomer und menschengesteuerter Fahrzeuge auf den Straßen zu einem zunehmend ausschlaggebenden Problem. Werden Autofahrer sich gegenüber autonom gesteuerten Autos mit derselben Vorsicht verhalten, die sie auch gegenüber anderen Fahrern zeigen?

Es hat sich ebenfalls erwiesen, dass autonom gesteuerte Fahrzeuge – gesetzeskonform, wie sie sich nun einmal verhalten müssen – Probleme in vielen alltäglichen Verkehrssituationen haben, in denen Menschen stattdessen Einsicht und Initiative walten lassen. Zum Beispiel bei der Auffahrt auf eine verkehrsreiche Straße: Aktuell kommt es dazu, dass autonom gesteuerte Fahrzeuge in diesen Situationen steckenbleiben und auf einen netten Menschen warten müssen, der ihnen erlaubt, sich einzufädeln.

Wenn Sie also weder für die Fahrt noch für den Ladeprozess zuständig sind, was ist dann überhaupt Ihre Rolle als “Fahrer” in einem autonom gesteuerten Auto? Diese Frage ist besonders mit Hinblick auf solche Fahrzeuge besorgniserregend, die noch nicht hundertprozentig autonom sind. Sollte die dringende Intervention eines Menschen nötig sein, so verstreichen zunächst wertvolle Sekunden, in denen sich die Aufmerksamkeit des Menschen auf die sich nahende Gefahr richtet.

Die logische Schlussfolgerung ist also, dass eine klare Entscheidung gefällt werden muss, wenn sich diese Technologie nicht im Treibsand der Realität festfahren soll. Die volle Verantwortung muss entweder dem Menschen überlassen werden, der dann permanent aufmerksam sein muss – oder dem Fahrzeug. Möglicherweise zeichnet die drahtlose Energieübertragung aber auch bereits das Bild einer zukünftigen Welt, in der die Infrastruktur die volle Kontrolle übernehmen wird und nicht nur den Menschen, sondern auch das Fahrzeug von jeglicher Verantwortung entbindet.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) “Park and charge” by Justin Pickard (CC BY-SA 2.0)


 

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Wie Afrika von Big Data profitieren kann

Boy with Ring (adapted) (Image by jm whalen [CC BY 2.0] via flickr)

Big Data wird immer mehr als Lösung des Armutsproblems von Afrika angesehen. Zu Recht?

Big Data ist eine Art Berühmtheit geworden. Jeder spricht davon, trotzdem ist nicht ganz klar, was es ist. Um die Relevanz für die Gesellschaft zu erkennen, ist es erforderlich in der Zeit zurückzugehen um zu verstehen, warum und wie es zu so einem allgegenwärtigen Problem wurde.

Bei Big Data geht es darum, riesige Datenmengen zu verarbeiten. Es ist mit einer Vielzahl von verschieden Datenformaten verknüpft, die irgendwo gespeichert sind, in einer Cloud oder in verteilten Datenverarbeitungssystemen.

Jedoch übertrifft die Fähigkeit Daten zu generieren bei Weitem die Fähigkeit diese auch zu speichern. Die Anzahl der Daten ist mittlerweile so groß und so schnell produziert, dass eine kosteneffiziente Speicherung mit der aktuellen Technik nicht möglich ist. Was passiert wen Big Data zu groß und zu schnell wird?

Wie Grundlagenwissenschaft zu der Gesellschaft beiträgt

Das Big-Data-Problem ist wieder ein Beispiel dafür, wie Methoden und Techniken, die von Wissenschaftlern entworfen wurden, um die Natur zu studieren, einen Einfluss auf die Gesellschaft gehabt haben. Die technisch-wirtschaftliche Fabrik, der die moderne Gesellschaft unterliegt, wäre ohne diese Beiträge undenkbar.

Es gibt unzählige Beispiele dafür, wie Ergebnisse, die die Natur untersuchen sollten, letztendlich das Leben revolutioniert haben. Big Data ist aufs Engste mit der Grundlagenwissenschaft verknüpft, und entwickelt sich mit ihr weiter.

Betrachten wir nur ein paar Beispiele: Was wäre das Leben ohne Elektrizität oder elektromagnetische Wellen? Ohne die grundlegenden Studien von Maxwell, Hertz und anderen Physikern über die Natur von Elektromagnetismus, würden wir weder Radio, Fernsehen noch andere Formen von durch Wellen übertragener Kommunikation haben.

Moderne Elektronik basiert auf Materialien, den so genannten Halbleitern. Was wäre das Leben heute ohne Elektronik? Die Erfindung von Transistoren und schließlich von integrierten Schaltkreisen, basiert ausschließlich auf dem gründlichen Studieren von Halbleitern durch Wissenschaftler.

Moderne Medizin verlässt sich auf unzählige Techniken und Anwendungen. Diese reichen von Röntgenstrahlen, bildgebender Diagnostik und Kernspinresonanz bis zu anderen Techniken, wie Strahlentherapie und Nuklearmedizin. Moderne Medizin und Forschung wären ohne diese, ursprünglich für wissenschaftliche Forschung konzipierten Techniken, undenkbar.

Wie es zum Informationszeitalter kam

Das Big-Data-Problem entspringt ursprünglich dem Bedarf von Wissenschaftlern, Daten mitteilen und austauschen zu wollen.

Internetpionier Tim Berners-Lee empfahl 1990 in der europäischen Forschungsstätte CERN einen WorldWideWeb genannten Browser, der zum ersten Webserver führte. Das Internet war geboren.

Das Internet hat die Möglichkeiten, Informationen und Wissen auszutauschen, vergrößert, was zu einer Ausbreitung von Daten geführt hat.

Das Problem betrifft nicht nur das Ausmaß. Die benötigte Zeit zwischen Generation und dem Verarbeiten von Informationen hat sich ebenfalls drastisch verringert. Der große Hadronen-Speicherring hat die Grenzen von Datensammlungen, so weit wie niemals zuvor, ausgedehnt.

Als das Projekt und die zugehörigen Experimente in den späten 1980ern konzipiert wurden, wurden sich die Wissenschaftler darüber bewusst, dass neue Konzepte und Techniken entwickelt werden müssten, um mit den riesigen Datenmengen klarzukommen. Diese Konzepte führten letztendlich zur Entwicklung von Cloud- und verteilter Datenverarbeitung.

Eine der Hauptaufgaben des großen Hadronen-Speicherrings ist, das Higgs-Boson zu beobachten – und zu erforschen – ein Partikel verbunden mit der Erzeugung von Massen an fundamentalen Partikeln, durch die hochenergetische Kollision von Protonen.

Die Wahrscheinlichkeit ein Higgs-Boson in einer hochenergetischen Proton-Proton-Kollision zu finden ist extrem gering. Aus diesem Grund ist es nötig, mehrere Protonen mehrfach pro Sekunde kollidieren zu lassen.

Der große Hadronen-Speicherring produziert jede Sekunde Datenmenge in der Größenordnung von Petabytes. Um sich besser vorstellen zu können wie groß ein Petabyte ist: alle geschriebenen Werke der Menschheit von Anbeginn der Geschichtsschreibung, in allen Sprachen, würden in etwa 50 Petabytes belegen. Ein Experiment des großen Hadronen-Speicherrings produziert so eine Menge an Daten in weniger als einer Minute.

Nur ein Bruchteil der produzierten Daten wird gespeichert. Sogar diese Daten haben inzwischen die Exabyte-Skala erreicht (das Tausendfache von einem Petabyte), was zu neuen Herausforderungen in Cloud- und verteilter Datenverarbeitung führt.

Das Square Kilometre Array (SKA) in Südafrika wird in den 2020ern Jahren anfangen Daten zu produzieren. SKA wird die die Rechenkraft von circa 100 Millionen PCs haben. Die Datenmenge, die an einem einzigen Tag anfällt, würde für eine Spielzeit von rund zwei Millionen Jahre auf einem iPod reichen.

Das wird neue Herausforderungen für die Korrelation von riesigen Mengen an Daten hervorrufen.

Big Data und Afrika

Der afrikanische Kontinent hängt dem Rest der Welt oft hinterher, was das Umsetzen von Innovationen anbelangt. Trotzdem wird Big Data immer mehr und mehr als Lösung dafür angesehen, um die Armut des Kontinents anzupacken.

Der Privatsektor war der Erste, der aus den Startlöchern kam. Die größten afrikanischen Unternehmen werden, natürlich, eher Big-Data-Projekte haben. In Nigeria und Kenia sind mindestens 40 Prozent der Unternehmen in der Planungsphase von Big-Data-Projekten, im Vergleich zum globalen Durchschnitt von 51 Prozent. Nur 24 Prozent der mittelgroßen Unternehmen dieser beiden Länder planen Big-Data-Projekte.

Wertvolle Erkenntnisse könnten aus der Nutzbarmachung von Big Data gewonnen werden. Zum Beispiel, können Organisationen aus dem Gesundheitswesen von der Digitalisierung, Kombination und effektiven Nutzung von Big Data profitieren. Das könnte einer Mehrzahl von Akteuren, vom einzelnen Physiker über Multi-Provider-Gruppen zu großen Krankenhäusernetzwerken, ermöglichen bessere und effektivere Services zu erbringen.

Das Anpacken der Herausforderung, Big Data managen zu können, könnte ebenfalls große wirtschaftliche Nebenprodukte haben. Da Wirtschaftsformen immer ausgeklügelter und komplexer werden, steigt die produzierte Menge an Daten erheblich. Infolgedessen ist es notwendig, um die komplexen Prozesse zu verbessern, steigende Datenmengen zu verarbeiten und zu verstehen. Durch diese Mühe steigt die Produktivität.

Damit jedoch auch nur einer dieser Vorteile Wirklichkeit wird, braucht Afrika Spezialisten, die in Big-Data-Techniken bewandert sind. Afrikanische Universitäten müssen anfangen zu lehren, wie Big Data benutzt werden kann, um Lösungen für wissenschaftliche Probleme zu finden. Eine ausgeklügelte Wirtschaft erfordert Spezialisten, die für Big-Data-Techniken qualifiziert sind.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) “Boy with Ring” by jim whalen (CC BY 2.0)


 

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Cloud-Geschäft wird für Google wichtiger als Werbung

cloud-computing (1) (adapted) (Image by George Thomas Folgen [CC BY 2.0] via flickr)

Während sich immer mehr Bezahl-Dienste ins Google-Portfolio mischen, setzt man im Hintergrund vor allem aufs B2B-Geschäft.

Urs Hölzle, als Senior Vice President bei Google für die technische Infrastruktur zuständig, hat im Rahmen der Konferenz “Structure” einen spannenden Einblick in die geschäftliche Zukunft von Google, demnach wie vor führenden Werbekonzern im Internet gegeben: Ab 2020 will man mehr Geld mit Cloud-Diensten verdienen als mit Online-Ads.

Unser Ziel ist es, dass wir von einer Cloud-Firma reden, wenn wir 2020 über Google sprechen”, sagt Hölzle, der als achter Mitarbeiter sehr früh bei Google angefangen hat und heute die Cloud-Dienste über hat. In fünf Jahren, glaubt Hölzle, könnte Google mehr Geld mit der Google Cloud Platform verdienen als mit AdWords und Co. Dabei handelt es sich nicht etwa um einen simplen Online-Speicher, in dem Nutzer ihre Fotos ablegen. Vielmehr ist die Google Cloud eine Möglichkeit, ganze Internetfirmen zu betreiben, weil sie dort Rechenpower, Speicherplatz, Big-Data-Dienste und API-Services buchen können. Auf den Google-Servern laufen etwa Snapchat, Khan Academy oder die Games von Rovio.

Wenn Hölzles Vorhersagen stimmen, dann wäre die Cloud für Google ein riesiges Geschäft. 2014 hat der Internetkonzern etwa 66 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht, etwa 90 Prozent davon stammen aus dem Werbegeschäft (v.a. AdWords-Anzeigen in den Suchergebnissen). 2015 wird es noch mehr Geld sein, dass Google mit digitaler Werbung verdient, doch ob dieser Trend anhalten wird, ist ungewiss. Auf mobilen Geräten, wo bereits mehr als 50 Prozent der Suchanfragen stattfinden, verdient der Internetkonzern aus Mountain View nicht so viel wie auf Desktop-Computern, zudem erstarken Konkurrenten, allen voran Facebook, bei der mobilen Werbung und machen Google die Werbebudgets streitig. Das hat bereits einen kleinen Switch in der Strategie ausgelöst: Schon heute bietet Google, das hauptverantwortlich fürs Gratis-Internet ist, bereits zahlreiche Dienste an, die dem Nutzer etwas kosten – etwa YouTube Red, Google Play Music oder Google Drive.

Im Cloud-Geschäft steckt für Google, das dort überraschenderweise eine eher kleine Nummer ist, viel Wachstum. Der Synergy Research Group zufolge waren die Amazon Web Services (AWS) im 2. Quartal 2015 mit 29 Prozent mit Abstand Marktführer, gefolgt von Microsoft (12 Prozent), IBM (7 Prozent) und Google (6 Prozent). Vor allem der Google-Rivale Amazon ist eine Macht, auf Basis seiner AWS laufen unzählige Internet-Dienste wie Spotify, Netflix, Slack, Airbnb, Foursquare, Shazam, Soundcloud oder Yelp. Kein Wunder, liefern sich Amazon und Google doch ständig einen Preiskampf, um mehr Businesskunden auf ihre Server zu holen.

Dass Google sich in den nächsten Jahren nicht aufs Werbegeschäft verlassen will, zeigt auch die Gründung der übergeordneten Holding Alphabet im Sommer. Seit Mitte August ist Google (und seinerseits die Tochter YouTube) “nur” mehr eine Tochter von Alphabet – allerdings eine, die mit ihren Werbe-Dollars bis auf weiteres das Kronjuwel in der Alphabet-Sammlung bleiben wird. Daneben allerdings versuchen Larry Page und Sergey Brin Geschäftsmodelle abseits der Online-Werbung aufzubauen – etwa Smart-Home-Geräte mit Nest, Medizinprodukte in den Life Sciences, selbstfahrende Autos oder Internetangebote mit Fiber. Gilt Google heute vor allem als Werberiese, könnten die Cloud-Dienste und die neuen Produkte aus der Alphabet-Holding ein ganz anderes Bild des Konzerns zeichnen. Eines wird aber wohl immer gleich bleiben: die Datensammelei.


Image (adapted) “cloud-computing (1)” by George Thomas (CC BY 2.0)


 

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5 Lesetipps für den 20. November

In unseren Lesetipps geht es heute um Google und sein Cloud-Business,  gespendetes WLAN, Youtube-Optimierung, den Online-Möbelmarkt und Stressmanagement. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE Umbau: Google stellt das Cloud-Geschäft neu auf und setzt sich sehr ambitionierte Ziele – GWB: Google organisiert sein Cloud-Business neu und setzt sich noch größere Ziele. Viele Privatanbieter nutzen die kostenlosen Angebote von Google zur Speicherung von Dokumenten, Bilder, Videos etc. Für Business-Kunden, also verschiedene Unternehmen, sieht der Dienst bisher noch anders aus und muss sich in Konkurrenz mit anderen großen Anbietern, wie Microsoft und Amazon, stellen. CEO Sundar Pichai teilte mit, dass alle Angebote für die Auslagerung von Daten der Business-Kunden, sowohl die Cloud Platform als auch Apps und Google for Work, in eine neue Cloud zusammengefasst werden sollen.

  • WLAN t3n: Freifunk für Flüchtlinge: TP-Link spendet über 1.000 WLAN-Router: Kostenfreies WLAN für Flüchtlingsunterkünfte. TP-Link möchte die oft schwierige Kommunikations-Situation von Flüchtlingen mit ihren Familien verbessern. Mit einer Spende an den Förderverein Freie Netzwerke e.V. von über 1.000 WLAN-Routern soll dies gewährleistet werden. Der Förderverein hat die Geräte an 50 lokale Freifunk-Gruppen verteilt. Die freiwilligen Helfer vor Ort sorgen für eine Einrichtung der Router.

  • YOUTUBE Business2community: How to Optimise on YouTube: Youtube ist die perfekte Plattform, um sich ein Publikum aufzubauen und dieses mit spannenden Videos zu entertainen. Um das Publikum zu halten und um es bestenfalls zu maximieren, sollten die Videobeiträge natürlich eine gewisse Kreativität mit sich bringen. Doch wie kann man seinen Youtube-Channel und die Videos noch optimieren? Es gibt da ein paar Möglichkeiten, um sowohl den Channel als auch die Videos an sich zu perfektionieren. Eine davon ist, wirkungsvolle Fotos auf dem eigenen Profil zu verwenden. Beim den Videos ist es zum Beispiel die Titelwahl von großer Bedeutung. Die Wahl der Schlagworte sollte natürlich genau darauf abgestimmt sein, wo der Fokus beim Thema des Videos liegt.

  • ONLINE-MÖBELMARKT Gründerszene: Möbelshopping per Whatsapp: Der Möbel-Markt im E-Commerce-Bereich ist auf dem Vormarsch. Das im September gestartete Startup-Unternehmen Furnitects, mit David Uhde als Gründer, will sich Online als Berater zur passenden Einrichtung einen Namen machen. Der große Schritt in diese Richtung ist neben dem Bereitstellen einer Beratung im Web, diese auch einfaches halber über den Messenger Whatsapp zu gewährleisten. Neben ähnlichen Unternehmen, wie 99chairs und GoButler will sich Furnitects mit der Whatsapp-Funktion von deren Angebot abheben und ausgehend von den bisherigen Erfolgen weiter wachsen.

  • STRESSMANAGEMENT SmartCompany: Six ways to manage the stress of being an entrepreneur: Was tun wenn es mal wieder stressig wird im Job? Als Unternehmer gerät man schnell in die Situation, wo die Arbeit einem über den Kopf wächst. Diese stressigen Momente richtig zu managen ist dabei von zentraler Bedeutung, um auch den Mitarbeitern und dem Unternehmen nicht zu schaden. Man sollte eine kühlen Kopf bewahren und sich auf die wichtigen Aufgaben fokussieren und den Stress, der Teil des Lebens als Unternehmer ist, akzeptieren. Ein paar effiziente Tipps können helfen, Stress zu minimieren. Wichtige Faktoren sind dabei ausreichender Schlaf, ausgewogene Ernährung und vor allem auch positives Denken in Bezug auf die anstehenden Aufgaben.

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Wie eine Webseite zur digitalen Zeitkapsel wird

Kamera-Fotos (image by condesign [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Geschichte entsteht aus Geschichten. Die Webseite The History Project versucht genau diese Geschichten mit moderner Technologie einzufangen und als interaktive Geschichte für zukünftige Generationen aufzubewahren und abzubilden. So sollen aus chaotischen Anekdoten und Objekten bedeutungsvolle Erinnerungen werden.

Alles begann, als Niles Lichtenstein eine Kiste voller alter Schallplatten auf dem Dachboden fand. Die Schallplatten hatten seinem Vater gehört, der vor vielen Jahren an Krebs gestorben war. Für Lichtenstein war dieser Moment so, als ob er eine wertvolle Schatztruhe gefunden hätte. “Die Musik hatte meinen Vater und mich immer verbunden. Als ich anfing die erste Platte zu hören, kamen all diese Erinnerungen hoch und ich hatte ein unglaubliches Hochgefühl.”

Desperado von den Eagles:

Doch kaum war die Musik verklungen, war diese Verbindung, die er gefühlt hatte verpufft. Er fühlte sich traurig und alleine. Er begann fast wie besessen eine Platte nach der anderen zu hören, auf der Suche nach mehr Erinnerungen an seinen Vater. Als das nicht mehr reichte, tauchte er in alte Fotoalben ein. Er besuchte Freunde seines Vaters und interviewte sie. Seine Reise in die Vergangenheit führte ihn immer weiter. Er reiste sogar nach Vietnam, an den Ort, an dem sein Vater während des Kriegs stationiert war. “Als ich von dieser Reise wiederkam, war ich körperlich total ausgelaugt, fühlte mich aber im Geiste sehr erhoben.” 

Als er aber seiner Familie diese intensive Erfahrung beschreiben und zeigen wollte, hatte er nur eine Daten-CD mit ein paar Liedern und Fotos in der Hand. “Das gab überhaupt nicht wieder, was ich erfahren hatte. Es war genau das Gegenteil von dem, was ich auf meiner Reise in die Vergangenheit erlebt hatte.”

Die Vergangenheit mit Technologien von heute für die Generation von morgen aufbewahren

Seine Erfahrung mit der Vergangenheit seines Vaters hatte Niles Lichtenstein zwei Dinge gezeigt: Erstens, Menschen leben durch die Geschichten, die wir mit ihnen verbinden, in nachfolgenden Generationen weiter und zweitens, es müsste einen Weg geben, um diese Geschichten in einer Art lebendiger, interaktiver Zeitkapsel aufbewahren zu können. So entstand wenige Zeit später The History Project. Die Webseite sieht sich als

Eine Welt, in der Momente wichtig sind, für immer aufbewahrt werden können und einfach zugänglich sind.

Die Vergangenheit soll so mit Technologien von heute eingefangen und für künftige Generationen aufbewahrt werden. Dabei kann The History Project viel mehr als etwa ein geteiltes Fotoalbum auf Facebook. Jede Geschichte wird anhand eines Zeitstrahls erzählt. Hier können einzelne Geschehnisse festgehalten werden, wie die Geburt eines Kindes, das erste Date oder der erste Tag im neuen Job. Jedes Ereignis kann dabei mit Fotos, Tonaufnahmen, Videos, Musik, Dokumenten, Landkarten, alten Zeitungsschnipseln und vielem mehr bereichert werden. “Denn es ist nicht dasselbe, wenn wir uns einfach alte Fotos anschauen oder wenn unsere Eltern daneben sitzen und uns die Geschichte und die Hintergründe zu diesen Fotos erklären.” Mit The History Project sollen genau diese Geschichten wieder erzählt werden.

Screenshot Erstes Date 650x326

So werden durch die Timeline alte Erinnerungen wieder lebendig und in einen Zusammenhang gebracht. The History Project orientiert sich dabei an die Art und Weise, wie wir selbst Erinnerungen abspeichern. Ein bestimmtes Lied kann zum Beispiel eine Welle von Bildern, Orten und Ereignissen in unserer Erinnerung hervorrufen. Genau diese Erinnerungsflut will The History Project simulieren. Ein Klick auf das Ereignis “Erstes Date” ruft zum Beispiel gleichzeitig alte Fotos, die erste Email, die Musik, die damals spielte und eine Speisekarte des Restaurants auf.

Diese Geschichts-Timelines können auch mit anderen Nutzern geteilt werden, sodass man mit mehreren gleichzeitig an einer Geschichte arbeiten kann. Niles Lichtenstein ist es dabei wichtig, dass wir stets Zugriff auf die Geschichten haben. Geschichte soll dadurch ein viel größerer Teil unseres Alltags werden: “Wer an Geschichte denkt, sieht gleich langweilige alte Wälzer oder vergrabene Zeitkapseln vor sich, die man erst in 30 Jahren wieder ausgraben kann. Aber unsere Idee ist, dass Geschichte uns in unserem Alltag begleiten soll, wenn wir morgens unsere Emails checken oder beim Essen mit der Familie, wenn wir uns diese Geschichten erzählen.”

Lichtenstein glaubt, dass wir nur in und durch unsere Geschichten wirklich lebendig sind: Wenn unsere Großeltern davon erzählen, wie sie als Kinder gespielt haben; wenn unsere Onkel und Tanten uns verraten, wie viel Unsinn unsere Eltern früher getrieben haben; wenn wir uns an unsere Schulzeit erinnern. Mit anderen Worten: Wenn wir uns an all die Geschichten, die uns ausmachen erinnern und diese weitergeben, dann bleiben wir selbst dadurch lebendig und können anderen ein Stück von uns selbst mitgeben.

Das Erinnerungschaos ordnen

All das will The History Project auf digitale Art und Weise einfangen. Dabei ist das Ausfiltern von Erinnerungsstücken ein wichtiger Teil des Prozesses. Denn einerseits haben wir viele alte Objekte wie Fotos oder Kassetten, die vom Verfall bedroht sind. Andererseits verfügen wir über riesige digitale Datenbanken mit Tausenden Fotos, die völlig überwältigend – aber in ihrer angesammelten Masse auch völlig bedeutungslos sind.

The History Project hat sich zum Ziel gesetzt, Ordnung in dieses Erinnerungschaos zu bringen. Gespeichert wird alles im Netz, mit Cloud-Technologien. So bleiben bedeutungsvolle Erinnerungen nicht nur für uns, sondern auch für unsere Kinder und Enkel erhalten – das erhofft sich zumindest das Team von The History Project. Dabei ist das Projekt nicht nur für persönliche Erinnerungen oder als digitales Erinnerungsalbum für die Familie gedacht. The History Project kann beispielsweise auch von Firmen oder Organisationen genutzt werden, um ihre Gründungsgeschichte oder ihre Firmenideologie für ihre Angestellten, aber auch für die Zukunft festzuhalten.

Geschichte mit allen Sinnen erleben

Niles Lichtenstein gibt zu, dass die digitale Erinnerungszeitkapsel erst der Anfang ist. “Wir arbeiten derzeit auch an Techniken mit 3D Druckern oder digitalen Gerüchen, denn Erinnerung hat auch so viel mit Anfassen und Riechen zu tun.” Geschichte soll also mit allen Sinnen erlebt werden. Eine Idealvorstellung wäre für Lichtenstein etwa ein Video von der Oma beim Kochen, darunter liest man direkt das Rezept, hört die Radiomusik, die sie damals dazu gehört hat und riecht gleichzeitig das leckere Essen.

Ganz soweit ist The History Project aber noch nicht. Bisher kann man über die Webseite entweder selbst an digitalen Erinnerungesprojekten basteln (Spoiler Alert: hoher Spaßfaktor) oder das Team von The History Project, die selbsternannten Geschichts-Hausmeister, damit beauftragen, seine Erinnerungen professionell zu ordnen, entweder modern und digital als Web-Projekt, oder doch ganz klassisch – als Fotoalbum.

Screenshot Fotoalbum 650x165

Und die Moral von der Geschicht

Unsere Erinnerungen und unsere Geschichten machen uns als Menschen aus. The History Project bietet eine spannende sowie unterhaltsame Möglichkeit, diese in digitalen Zeitkapseln für uns sowie für nachfolgende Generationen aufzubewahren.

Niles Lichtenstein über die Hintergründe von The History Project


Teaser & Image “Kamera-Fotos” by condesign (CC0 Public Domain).


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SSD vs. HDD – Aufbruch in eine neue Speicherära

Mit seinen SSDs bietet Samsung nicht nur Unternehmen, sondern vor allem auch privaten Anwendern starke Partner für den eigenen Computer. Bei uns habt ihr die Möglichkeit, eine SSD 850 EVO 500 GB von Samsung zu gewinnen. Als das Thema SSD das erste Mal auf meinem Tisch landete, habe ich sehr schnell feststellen müssen, dass mein Wissen über die unterschiedlichen Speichermedien unglücklicherweise nicht annähernd so breit war, wie ich ursprünglich dachte. Was also tun? Die Lösung war schnell gefunden: Ein Experte musste her. Und genau den fand ich in Marcel Binder, Technischer Produktmanager bei Samsung Electronics. Er beantwortete mir nicht nur meine Fragen rund um die Speichertechnologie von SSDs und den optimalen Einsatz dieser, sondern erklärte darüber hinaus auch, inwiefern eine SSD eine gute und sinnvolle Alternative zur traditionellen Festplatte darstellt. Nun denn: Eigentlich wollte ich euch hier einen eigenen Erklär-Text zu diesem Thema schreiben, doch ich glaube, heute lasse ich Marcel den Vortritt.

Tobias Schwarz (TS): Was genau ist eine SSD und was ist der Unterschied zu einer herkömmlichen Festplatte, also einer HDD?

Marcel Binder (MB): Um den Unterschied zwischen einer Festplatte und einer SSD zu sehen, muss man nur eins machen: Aufschrauben. Schon beim ersten Blick sieht man, dass die herkömmliche Festplatte ein sehr kompliziertes Konstrukt aus Mechanik und Elektronik ist. Im Gegensatz zu einer starren SSD ist bei der HDD Bewegung im Spiel. Hier schwebt nämlich der sogenannte Lese- und Schreibkopf über rotierenden Scheiben. Das kann man sich so ähnlich wie bei einem Plattenspieler vorstellen. Die Speicherung der Daten erfolgt zusätzlich durch Magnetismus: Faszinierend zu beobachten, aber eben auch sehr sensibel. Und genau hierin liegt bereits einer der Nachteile einer HDD. Das Gesamtkonstrukt “Festplatte“ wird so nämlich relativ anfällig gegenüber äußeren Einflüssen wie zum Beispiel Erschütterungen – vor allem im laufenden Betrieb.

SSDs hingegen verzichten auf jegliche mechanische Vorgänge beim Lesen und Schreiben von Daten. Die Datenspeicherung erfolgt auf elektronischem Wege in sogenannten Flash-Speicherchips. Der Vorteil davon liegt auf der Hand: Durch den Verzicht auf bewegliche Teile sind SSDs sehr robust, selbst gegenüber starken Erschütterungen. Einem Datenverlust wird auf diese Weise bereits durch den Bau und die Komponenten in der SSD vorgebeugt.

TS: Heutzutage werden Daten oft in der Cloud gespeichert. Welche Rolle spielt da noch ein Speichermedium als Komponente im Laptop oder PC?

MB: Das Speichermedium ist eine der wichtigsten Komponenten innerhalb eines PCs oder Laptops, wenn es um die Gesamtperformance des Geräts geht. Dabei geht es unter anderem um die Fragen: Wie schnell startet mein Betriebssystem? Wie schnell öffnen sich Programme? Mit welcher Geschwindigkeit werden Daten gespeichert oder kopiert? Und vor allem: Wie viele Dinge können gleichzeitig parallel abgearbeitet werden? Dazu gehören aber bei Weitem nicht nur Programme, die wir als Nutzer sichtbar als Fenster auf dem Desktop vor uns sehen.

Bestes Beispiel für ein Programm, welches durchgehend parallel zu anderen Anwendungen arbeitet, aber meist unbeachtet bleibt, ist der im Hintergrund arbeitende Virenscanner. Vor allem bei Computern mit Festplatte kann dieses Programm die Systemleistung so stark ausbremsen, dass andere Anwendungen nur verzögert oder nach längerem Warten reagieren. Der Grund: Der Virenscanner liest und überprüft sehr viele Dateien gleichzeitig in extrem kurzer Zeit, was dazu führt, dass die Festplatte sehr schnell an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit getrieben wird.

TS: Wieso ist das vor allem bei HDD-Festplatten so?

MB: Schuld ist neben anderen Faktoren vor allem die bereits angesprochene Mechanik in HDDs. Mechanik bedeutet Bewegung. Und Bewegung braucht vor allem eins: Zeit. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass es überall da, wo mechanische Abläufe passieren, über kurz oder lang zu Verzögerungen kommt, die wiederum im nächsten Schritt die Ein-und Ausgabeleistung des Speichermediums beschränken.

Stellt man also im direkten Vergleich eine Festplatte und eine SSD einander unter gleichen Bedingungen gegenüber, wird schnell klar, dass die SSD vor allem durch ihre Geschwindigkeit im Lesen und Schreiben von Dateien die HDD deutlich in den Schatten stellt und hinsichtlich ihrer Ein-/Ausgabeleistung die Festplatten im konservativ gerechneten Fall um den Faktor 30 bis 50 übertrumpft.


GEWINNSPIEL Die SSD 850 EVO mit 500 GB Speicherkapazität von Samsung, über die sich Tobias Schwarz unter anderem mit Marcel Binder unterhalten hat, kann man übrigens bei uns Netzpiloten auch gewinnen. Wie genau, seht ihr am Ende des Interviews! :-)


TS: Sie haben SSDs als starr bezeichnet. Wie funktioniert die Technik dahinter?

MB: Einfach ausgedrückt kann man sagen, dass Elektronen, also Ladungen, in einer Speicherzelle hinterlegt und das Vorhandensein und die Stärke der Ladungen entsprechend interpretiert werden. Im einfachsten Fall wird also eine vorhandene Ladung als 1, der Zustand ohne Ladung als 0 interpretiert. Verantwortlich für das Speichern und Verteilen der Ladungen in den einzelnen Speicherzellen ist der Controller. Dieser wiederrum stellt in Verbindung mit der Firmware, also der Software in der SSD, die Verwaltungseinheit einer SSD dar und kümmert sich – bildlich gesprochen – um all die Aufgaben, die im Hintergrund ablaufen müssen, damit die SSD schlussendlich die Leistung, Schnelligkeit und Zuverlässigkeit bringt, für die sie steht.

Was die Speichertechnologie an sich betrifft, haben wir bei Samsung die sogenannte V-NAND-Flash-Technologie entwickelt. Wie man aus dem Namen schließen kann, haben wir begonnen, die Speicherzellen vertikal anzuordnen – so wie bei Hochhäusern mit vielen Etagen. Der vertikale NAND-Flash-Speicher ist dreidimensional und bricht auf diese Weise mit dem Skalierungslimit existierender NAND-Flash-Technologien. So schaffen wir es schon seit einigen Jahren, sehr kleine und schmale SSDs mit enormer Speicherkapazität herzustellen.

TS: SSDs arbeiten also schneller und mit mehr Kraft. Wenn ich aber unterwegs bin, fordern meine Aufgaben mein Laptop selten heraus. Wieso sollte ich auf SSD umstellen?

MB: Was das Arbeiten an einem Laptop betrifft, spielt hier nicht nur die Geschwindigkeit, sondern vor allem auch das Thema Erschütterungssicherheit und Robustheit eine entscheidende Rolle, um einem Datenverlust durch unsanftes Abstellen oder den Transport von A nach B vorzubeugen. Auch der über die Laufzeit gesehene weitaus geringere Stromverbrauch der SSD gegenüber herkömmlichen Festplatten, ist ein weiterer Pluspunkt, da hierdurch die Akkulaufzeiten deutlich verlängert werden können.

TS: Die SSDs haben einen sehr hohen Preis. Wieso lohnt sich die Anschaffung?

MB: Neben den bereits angesprochenen Vorteilen wie Geschwindigkeit und enorme Robustheit gegenüber äußeren Einflüssen, verfügen die SSDs von Samsung darüber hinaus über eine integrierte Verschlüsselung nach dem AES Standard mit 256 Bit Schüsselstärke.

Dies bedeutet, dass alle auf die Flash-Speicher geschriebenen Daten ganz automatisch bestens geschützt sind und Anwender einen unbefugten Zugriff auf die Daten mit wenig Aufwand unterbinden können. Zusammenfassend kommen SSDs äußerst stromsparend, ausdauernd und sehr leistungsfähig daher – mit einer Garantie von bis zu zehn Jahren sind sie ein perfekter Begleiter im Arbeitsalltag.

Ein Beispiel: Stellt man sich den Einsatz von SSDs in größeren Büro-Umgebungen vor, wo viele Rechner und Laptops tagtäglich viele Stunden laufen, führen alle diese Punkte schlussendlich erstens zu Einsparungen beim Stromverbrauch, zweitens zu einer höheren Produktivität der Mitarbeiter durch geringere Wartezeiten dank der höheren Performance und drittens zu einer gesteigerten Sicherheit durch Verschlüsselung von Daten, was gerade in einer mobilen Arbeitsumgebung nicht unterschätzt werden sollte. Schließlich sind im Falle eines Diebstahls oftmals die betroffenen Daten wertvoller als das Gerät auf dem sie gespeichert wurden. In Summe führen all diese Vorteile vor allem für Unternehmen zu dem wohl wichtigsten Punkt: Der Einsparung finanzieller Ressourcen.

TS: Vielen Dank für das Interview.

Samsung hat aktuell unterschiedliche SSD-Modelle mit Speicherkapazitäten von 128 GB bis 2 TB im Angebot. Die Flaggschiffe sind aber ganz klar die beiden Serien der SSD 850 EVO und SSD 850 PRO, sowie die neueste SSD 950 PRO, die erst seit kurzem auf dem Markt ist. Zurzeit bieten vor allem die SSD 850 EVO mit 250 GB ein attraktives Preis-/Leistungsverhältnis.

+++DAS GEWINNSPIEL IST BEENDET+++

Bei uns könnt ihr eine SSD 850 EVO 500 GB von Samsung gewinnen. Schreibt uns einfach eine Mail mit dem Betreff “Samsung SSD” an gewinn@netzpiloten.de. Zeit habt ihr bis zum 26.11.2015 – 15 Uhr. Der/die Gewinner/in wird von uns per Mail benachrichtigt. Viel Glück!


Teaser & Image by Samsung


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Lesetipps für den 10. September

In unseren Lesetipps geht es heute um ein Berliner Startup, Amazons neues Kindle Fire, das Anti-Drohnen-Gesetz, Online Datenspeicher und LG. Ergänzungen erwünscht.

  • STARTUP Gründerszene: Wie ein Berliner Startup den Hotelaufenthalt digitalisieren will: Das Berliner Startup “Conichi” hat sich in den Markt gedrängt und möchte den Hotelaufenthalt digitalisieren. Das Konzept sieht folgendermaßen aus: Der Hotelgast muss sich die entsprechende App für sein Smartphone herunterladen und sich registrieren. Im Hotel sind dann kleine Bluetooth-Sender, sogenannte Beacons, die die Hotelgäste dann bei der Ankunft erkennen. Das Profil des Gastes wird automatisch an das Hotel übermittelt und aufgerufen. Zudem sollen Check-In und -Out und auch Zahlungen über die neue App laufen, die jetzt auf den Markt gekommen ist. Hotels können so die Abläufe verkürzen.

  • AMAZON e-book-news.de: Kindle Fire für 50 Dollar: Amazon plant Lowest-Cost-Tablet (laut WSJ): Amazon setzt auf eine neue Taktik: Es sollen noch mehr Tablets an den Mann gebracht werden und das zu einem möglichst niedrigem Preis. Das Ziel dahinter ist, viel digitale Inhalte zu verkaufen. Mit dem neuen Kindle Fire, für gerade mal 50 US-Dollar, soll das jetzt möglich werden. Eine Menge Reduzierungen werden diesen Preis rechtfertigen, denn das neue Kindle-Fire soll nur noch Mono- statt Stereo-Lautsprecher haben. Außerdem wurde auch die Entwicklung weitgehend outgesourced. Jetzt stellt sich nur die Frage, ob die Leute minderwertigere Nutzungserfahrungen in Kauf nehmen, nur um 50 US-Dollar zu sparen? Es ist nicht bekannt, ob diese günstige Variante es auch auf den deutschen Markt schafft.

  • DROHNEN heise online: Kaliforniens Gouverneur stoppt Anti-Drohnen-Gesetz: Im August hatte das kalifornische Parlament beschlossen, den Einsatz von ferngesteuerten Fluggeräten über fremden Privatgrundstücken drastisch einzuschränken. Sofern keine ausdrückliche Einwilligung des Grundstücksberechtigten vorliegt, soll der Betrieb, der sich ca. 107 Meter über dem Boden abspielt, als widerrechtliche Inbesitznahme des Grundstücks gelten. Aber Jerry Brown, Gouverneur, hat sich gegen dieses Gesetz ausgesprochen. In den USA dürfen also derzeit private Drohnen nur bis maximal 400 Fuß über dem Boden betrieben werden. Allerdings ist der Drohnenbetrieb über kalifornischen Kindergärten und Schulen, weitgehend illegal.

  • CLOUD t3n: Daten in der Cloud: Die Hälfte der jungen Deutschen nutzt Online-Datenspeicher: Mittlerweile steigt in Deutschland die Beliebtheit der Cloud. Dropbox, Telekom Cloud oder iCloud – sie werden inzwischen von 32 Prozent der befragten Deutschen regelmäßig für die Speicherung von Musik, Filmen, Fotos oder anderen Daten genutzt. Ein paar Vorteile nennt der Bitkom Bereichsleiter des IT-Services, Mathias Weber: Clouds sind vergleichsweise günstig und haben dafür große Speicherkapazitäten. Außerdem stehen sie einem immer zur Verfügung – egal an welchen Orten, wichtig ist nur, dass man einen Internetzugang hat, oder auf welchem Gerät. Gerade die jüngeren Internetnutzer sind von der Idee des Speicherns in der Cloud überzeugt. Bei den gespeicherten Daten, handelt es sich allerdings bei den meisten um private und persönliche Daten.

  • LG Golem.de: LG Rolly Keyboard im Hands on: Gut gedacht, aber nicht ganz so gut gemacht: Die faltbare Bluetooth-Tastatur, Rolly Keyboard von LG, greift leider etwas daneben. Als äußerst praktisch erweist sie sich im Transport. In der Form eines Stabes, kann man sie perfekt verstauen. Aber wie sieht es in der Benutzung aus? Mit nur vier Tastenreihen ist sie sehr kompakt. Allerdings ist der große Abstand zwischen den Tastenreihen, eher weniger komfortabel, da sie sich sonst nicht einrollen lassen könnte. Das führt dazu, dass das Zehnfingerschreiben nicht ganz unproblematisch vonstatten geht. Die Finger landen immer wieder auf der falschen Taste. Zudem sind die Cursortasten unpraktisch angelegt und sie nehmen viel Platz auf der Tastatur ein. Ob die fehlenden Umlaute noch nachgearbeitet werden ist außerdem fraglich.

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Die Cloud-Kriege: Bei Amazon ist das halbe Netz zu Hause

Amazon Web Services

Die Amazon Web Services bieten jungen Internetfirmen Rechenpower und Speicherplatz – und haben sich zum Leidwesen von Google und Microsoft zu einem profitablen Milliardengeschäft entwickelt. // von Jakob Steinschaden

Amazon Web Services

1,57 Milliarden US-Dollar Umsatz und 265 Millionen US-Dollar Gewinn: Die Amazon Web Services (AWS) sind für den Internetkonzern aus Seattle ein wichtiges Standbein, das kann man aus den aktuellen Quartalszahlen (Q1 2015) auf jeden Fall ablesen. Es ist das erste Mal, dass Amazon gesonderte Zahlen für seinen Cloud-Service ausweist – was nicht nur Börsianer hellhörig machte, sondern auch die Konkurrenz, allen voran Microsoft.

In dem schnell wachsenden Milliardengeschäft liefert sich Amazon schon seit längerem einen intensiven Preiskampf mit seinen Mitbewerbern, zu denen neben Microsoft (Azure) auch Google (Google Cloud Platform), IBM, Rackspace oder Salesforce zählen. Sie alle wollen ihren Business-Kunden nach dem Infrastructure-As-A-Service-Modell (IAAS) Rechenkapazitäten und Speicherplatz verkaufen, damit sie nicht ihre eigenen Server und Rechenzentren aufbauen müssen. Erst wenn Internetdienste eine gewisse Größe erreichen, wird es notwendig, in eigene Serverfarmen zu investieren. Dropbox etwa war bis zum Vorjahr AWS-Kunde und musste nicht schon von Beginn an seine eigene Infrastruktur aufbauen.

Amazon hat sich, das zeigt eine Studie von Synergy Research Group, den größten Teil des Cloud-Kuchens geschnappt und hielt 2014 28 Prozent des Gesamtmarktes. Weit abgeschlagen liegen Microsoft (10 Prozent), IBM (7 Prozent) oder Google (5 Prozent):

Besonders spannend wird es, wenn man sich ansieht, welche Internetdienste bereits auf Basis der Cloud-Dienste laufen: Bei den Amazon Web Services (AWS) sind Spotify, Airbnb, Pinterest, Yelp, Etsy, Shazam, Foursquare, Flipboard, Expedia, reddit, Instagram oder Netflix zu Hause, und sogar die CIA baut auf die Amazon-Cloud. Im Sommer 2014 wurde bekannt, dass Amazon einen Auftrag über 600 Millionen US-Dollar von der CIA bekommen hat und beim Pitchen um den Auftrag IBM aus dem Rennen warf. Die AWS haben sich vor allem bei Startups als Plattform zum schnellen und einfachen Aufbau eines neuen Web-Dienstes etabliert – im Prinzip muss man nur die Kreditkarte zücken und kann sich via Internet Rechenpower und Online-Speicherplatz kaufen. Auch Google ist mit der Google Cloud Plattform in dem Business tätig und hat neben Feedly, Rovio („Angry Birds“) Udacity, Khan Academy oder blossom.io niemand geringeren als die boomende Messaging-App Snapchat als Kunden gewonnen. Microsoft ist traditionell eher in der alten Welt daheim und holt sich für Azure seine Kundschaft bei Großunternehmen – 57 Prozent der Top-500-Fortune-Companies sollen auf die Microsoft-Server bauen (u.a. Mazda, Diebold, NBC News Digital, EasyJet, Xerox).

Um Amazon die jungen Firmen abspenstig zu machen, kürzt Google ständig seine Preise und Microsoft hat das BizSpark-Programm ins Leben gerufen. Startups bekommen dort über eine bestimmte Laufzeit kostenlose Serverleistung und Microsoft erhofft sich daraus, dass schnell wachsende Internetfirmen langfristige Kunden werden. Denn Amazon mit seinen vielen boomenden Startups als Kunden zeigt es vor und konnte in dem Geschäftsbereich im Vorjahr ein Wachstum von 40 Prozent zeigen. Für Microsoft, dessen neuer Chef Satya Nadella früher die Azure-Sparte leitete, ist das Cloud-Geschäft ein wichtiges künftiges Standbein in einer digitalen Welt, die nicht mehr von Windows dominiert wird, sondern von iOS und Android.


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5 Lesetipps für den 24. April

In unseren Lesetipps geht es heute um die NSA, den Freedom Day, Amazons Cloud-Geschäft, eine Analyse zu Facebook und die Apple Watch. Ergänzungen erwünscht.

 

  • NSA heise online: NSA-Skandal: BND im großen Stil von NSA unterwandert: Eine Neue Spionageaffäre erschüttert den BND. Die NSA hatte nämlich das Projekt Eikonal, mit dem der BND jahrelang Frankfurter Netzknoten der Deutschen Telekom ausspionierte und Daten an die NSA weitergab, in viel größerem Stiel gekapert als bislang bekannt. Offenbar hat der US-Geheimdienst somit über Jahre hinweg, Ziele in Westeuropa und Deutschland ausgespäht. Unter anderem handelt es sich dabei um IP-Adressen und Handynummern.

  • FREEDOM DAY Der offizielle Google Produkt-Blog: Auf den Spuren von Südafrikas Freiheitskämpfern: Der 27. April ist heute als Freedom Day bekannt und erinnert an das historische Ereignis der ersten demokratischen Wahlen nach dem Ende des Apartheid-Regimes in Südafrika.Weltweit ist dieser Tag zum Symbol der Hoffnung geworden. Zur Erinnerung an dieses historische Datum hat sich Google mit dem Robben Island Museum zusammengetan, um die Geschichte und die Bilder dieses Unesco-Welterbes für die ganze Welt verfügbar zu machen.

  • AMAZON DIE WELT: Amazon legt erstmals Zahlen für Cloud-Geschäft vor: Amazon ist der weltweit größte Online-Einzelhändler. Allerdings ist der Konzern auch Anbieter von Cloud-Diensten. Erstmals präsentierte dieser nun Zahlen zu den Services aus dem Netz und enthüllte ein profitables Milliarden-Geschäft. Jetzt ist klar, dass die Sparte mindestens ähnlich so groß ist wie bei den Konkurrenten Google und Microsoft. Die Zahlen lassen sich als Kampfansage an die Konkurrenz verstehen.

  • FACEBOOK Online Marketing Rockstars Daily: Überraschend dürftige Entwicklung: Eine Analyse von Facebooks Q1-Bilanz: Das größte Social Net­work ist und bleibt die Instanz des Online-Marketings. Face­book bleibt neben Google frag­los der andere große Fix­stern im Kos­mos, um den sich auch in den nächs­ten Jah­ren alles bei der Online-Werbung dre­hen wird. Eine Analyse der Quartalsbilanz von Facebook macht deutlich, dass das Wachstum zwar längst noch nicht aufgereizt ist, aber es sich merklich verlangsamt.

  • APPLE WATCH heise online: Apple Watch: Verbraucherschützer warnen vor Körpersensoren: Die Verbraucherschutzzentrale Rheinland-Pfalz mahnt, dass die Aufzeichnung von Körperfunktionen durch Geräte wie die heute erschienene Apple Watch, Schaden anrichten könnte. Die Nutzer sollen die Tracker kritisch hinterfragen, besonders wenn Funktionen wie Herzfrequenzmessung oder Schrittzähler gar nicht benötigt werden. Laut der Verbraucherschutzzentrale sei es etwa denkbar, dass Nutzer dadurch Werbung und Angebote bekommen. Möglich sei es aber auch, dass es zu Verweigerung bestimmter Leistungen aufgrund des Gesundheitszustandes kommt.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt arrival an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach departure an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

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Die Adobe Marketing Cloud

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Mit ihrer Marketing Cloud möchte Adobe heutigen Marketern eine schnelle Umstellung auf digitales Marketing ermöglichen und ihnen als hilfreicher Partner zur Verfügung stehen.

AdobeMC Screenshot

In unserer heutigen digitalen Welt hat sich das Marketing grundlegend verändert. Kunden erhalten Werbung auf allen ihnen zur Verfügung stehenden Geräten. Darum müssen Marketer wissen, wie sie sich am besten mit ihren Kunden in Verbindung setzen können und wie sie diese am besten an sich binden können. Um das zu erreichen, müssen sie dem Kunden zu jeder Zeit ein optimales Erlebnis bieten können.

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Rackspace macht Entwicklern ein Geschenk

Managed Cloud (Bild by Screenshot YouTube Video Rackspace - Managed Cloud)

Startups bekommen von dem Web-Hoster Rackspace 600 Euro gutgeschrieben, wenn sie das neue Developer-Netzwerk von Rackspace testen. Rackspace ist einer der Weltmarktführer in Hybrid Cloud, einer Kombination aus einer öffentlichen und einer unternehmensinternen Cloud, die Unternehmen mehr Flexibilität in der Arbeit mit den firmeneigenen Daten gibt.

Mit dem „developer+“-Programm erweitert das Unternehmen seine Produktpalette und richtet sie gezielt auf die Bedürfnisse von Entwicklern aus. Durch den einfachen Zugang zu IT-Infrastruktur sind Entwickler in der Lage, noch schneller eigene Anwendungen zu entwickeln.

Rackspace Logo (Bild: Rackspace)

Teilnehmer des „developer+“-Programm können aufden Fanatical Support durch die internen Entwickler von Rackspace zurückgreifen, die sich Rackers nennen. Dadurch wird ein weltweiter Austausch zwischen den Entwicklern gefördert. Der Kontakt funktioniert problemlos über Twitter, E-Mail, im Rackspace-Forum oder über das IRC-Netzwerk freenode, und das ganzjährig und rund um die Uhr.

Zusätzlich zum Fanatical Support bekommen Teilnehmer des „developer+“-Programm einmalig ein Guthaben in Höhe von 600 Euro von Rackspace geschenkt, das über 12 Monate verteilt für den Cloud-Dienst genutzt werden kann.


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Sponsored Post: Rackspace überzeugt mit seiner Managed Cloud

rackspace-image-by-rackspace

Auf die Cloud angewiesenen Unternehmen sollten sich Rackspace, den Weltmarktführer bei Hybrid Clouds, genauer anschauen. Unter einer Hybrid Cloud versteht man die Kombination aus einer öffentlichen und einer unternehmensinternen Cloud. Ideal für Unternehmen, die gerne in einer Cloud arbeiten wollen, aber den Aufwand scheuen, diese selbst zu verwalten.

Mit einer Managed Cloud von Rackspace steht dem Nutzer rund um die Uhr, und das 365 Tage im Jahr, der gesamte Support der IT-Experten von Rackspace zur Verfügung. Der Kunde kann selbstständig entscheiden, in welchen Punkten Hilfe erwünscht ist. Gerade für Unternehmen mit kleinem IT-Budget ein sehr gutes Angebot, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Rackspace Logo (Bild: Rackspace)

Kunden von Rackspace können zwischen zwei verschiedenen Angeboten unterscheiden: Managed Infrastructure und Managed Operations. Beim ersten Angebot kann der Fanatical Support und die Infrastruktur von Rackspace genutzt werden, die Cloud wird aber selber gemanaged. Wem das zu viel Aufwand ist, wählt die Managed Operations, bei dem sich dann Rackspace um alles kümmert. Kundenservice und IT-Kompetenz gehen hier Hand in Hand.

Viele Unternehmen haben die Managed Cloud schon erfolgreich getestet und sind dabei geblieben. Einige haben ihre Erfahrung dazu erzählt, wie zum Beispiel Shane Helm, Global Chairman von Rip Curl, einer Marke welche unter anderem SearchGPS Watches für Surfer herstellt. Die einfache Anmeldung und der einfache Kontakt zum Fanatical Support haben viele Kunden davon überzeugt, sich endgültig für Rackspace zu entscheiden.


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Twilio weitet sein Angebot in Deutschland aus

Twilio

Das Cloud-Kommunikationsunternehmen Twilio, weltweit bereits von mehr als 400.000 Entwicklern und Unternehmen genutzt, möchte jetzt auch in Deutschland den endgültigen Durchbruch schaffen.// von Niklas Möller

Twilio

Twilio kann zwar schon längere Zeit in Deutschland genutzt werden, aber erst heute werden hierzulande die benötigten zusätzlichen Funktionen freigeschaltet, die das Unternehmen von anderen Kommunikationsanbietern unterscheiden: lokale Telefonnummern. 2008 von Ex-Amazon Mitarbeiter Jeff Lawson mitgegründet, zählt die Plattform heute mehr als 400.000 registrierte Mitglieder. Über 300 Mitarbeiter sind unter anderem in Büros in San Francisco, Mountain View, New York City und London beschäftigt. Und jetzt in Berlin.

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5 Lesetipps für den 24. September

In unseren Lesetipps geht es heute um Schulbücher im Netz, Drohnen von Facebook, Lokaljournalismus, Sicherheit in der Cloud und das Unternehmen Nintendo. Ergänzungen erwünscht.

  • BILDUNG deutschlandradiokultur: Schulbücher aus dem Netz: Viele Schulbücher sind im Prinzip nach ein paar Jahren schon wieder veraltet. Daher recherchieren viele Lehrer ihre Unterrichtsmaterialien lieber selbst im Netz zusammen. Einen Lehrer hat diese Arbeit so geärgert, dass er eine Internet-Plattform für Bücher gegründet hat. Doch sind Schulen schon für den Schulbuch-O-Mat bereit?

  • FACEBOOK t3n: Facebook schickt Internet-Drohnen ab 2015 in die Luft: Ab 2015 soll auch der Internetriese Facebook Drohnen in die Lüfte schicken. Diesen Zeitplan stellte das Unternehmen vergangenen Montag vor. Die unbemannten Flugobjekte sollen über dem Flugverkehr fliegen und die Größe eines kommerziellen Flugzeuges haben. Die ersten Tests mit den Internet-Drohnen in kontrollierter Umgebung plant Facebook 2015.

  • JOURNALISMUS Juliane Wiedemeier: Endstation Winzerfest: Lokalzeitungen sind langweilig geworden. Von Feuerwehrfesten bis hin zu Kirmesberichterstattungen wird jedes Thema aufgegriffen, was irgendwie Platz im Lokalteil findet. Das Internet allein ist eigentlich gar nicht Schuld am Aussterben der Zeitungen. Die Zeitungen selbst schaufeln ihr eigenes Grab, findet Juliane Wiedermeier.

  • CLOUD iRights: Datentresor für die Cloud: Die Cloud ist in vielen Bereichen schon fast undenkbar. Fotos, Videos und andere Daten werden von zu Hause und von unterwegs in den virtuellen Speicher geladen. Das ist zwar praktisch, aber was ist mit dem Datenschutz? Die richtige Verschlüsselung gibt es, nur welche davon sicher ist, muss geprüft werden. Anbieter und Möglichkeiten im Check!

  • NINTENDO Süddeutsche: 125 Jahre Nintendo – Spielkarten für die Mafia, Videospiele für die Massen: Vor 125 Jahren startete ein Erfolgsunternehmen – Nintendo. Seit Jahrzehnten ist das Traditionsunternehmen für seine Videogames berühmt. Heute machen dem Konzern vor allem Smartphones das Leben schwer. Kostenlose Spaß- und Minispiele ruinieren das Geschäft. Nun muss sich Nintendo neu erfinden, um zu bestehen.

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5 Lesetipps für den 22. Juli

In unseren heutigen Lesetipps geht es um Social Media in der Außenpolitik, Microsoft, Netflix kommt nach Deutschland, YouTubes Identität und das Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Ergänzungen erwünscht.

  • SOCIAL MEDIA Watson: Interview mit Moira Whelan über Social Media in der Außenpolitik: Moira Whelan ist im US-Außenministerium für soziale Medien zuständig und glaubt, dass die Social Media-Aktivitäten die beste Seite der USA zum Vorschein bringen könne. Deshalb ebsitzt jede US-Botschaft ein Profil auf Facebook und Twitter. Bei einem Besuch in Bern sprach sie mit watson über John Kerrys Twitter-Aktivitäten, digitale Diplomatie und die Affäre Snowden.
  • MICROSOFT The New York Times: Microsoft’s Top Lawyer Is the Tech World’s Envoy: In einem Porträt von Microsofts Chefjustiziar Brad Smith schreibt Nick Wingfield in der New York Times, dass es wohl bei einem Besuch von Smith in Berlin zu einem ungewöhnlichen Treffen mit einem unbekannten Vertreter der Bundesregierung gekommen ist. Demnach soll die Bundesregierung das Unternehmen dazu aufgefordert haben, gegen die Entscheidung eines New Yorker Richters zu klagen, dass Microsoft Daten vom Servern im Ausland auch in den USA herausgeben muss.
  • NETFLIX Tagesschau.de: Netflix kommt im September nach Deutschland: Das US-Videostreaming-Portal Netflix geht im September pünktlich zur IFA auch in Deutschland auf Sendung. Die kalifornische Firma nannte den Termin bei Vorlage aktueller Geschäftszahlen am Montag. Zeitgleich startet Netflix in Österreich, der Schweiz, Frankreich, Belgien und Luxemburg.
  • YOUTUBE PandoDaily: Can YouTube launch a Spotify-style service witout losing its soul?: Auf PandoDialy fragt sich David Holmes, ob der Versuch einen Spotify-ähnlichen Abo-Dienst aufzubauen, wirklich im Interesse von YouTube ist. Was die Videoplattform groß machte, war auch immer das Stück Unabhängigkeit und Freiheit, die Google seinen Nutzern hier einräumte und somit für eine Demokratisierung in der Verbreitung von Inhalten sorgte.. Besonders unorganisierte und unabhängige Musiker profitierten davon. Doch Wachstum scheint Google wichtiger zu sein als die eigene Identität von YouTube.
  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Spiegel Online: Regierung lässt Gerichte über das Leistungsschutzrecht für Presseverlage entscheiden: Von Anfang an war unklar, was vom Leistungsschutzrecht für Presseverlage betroffen sein wird und welche Zitate und Snippets nicht lizenzpflichtig sind. Auch ein Jahr nach Inkrafttreten, weiß die Bundesregierung nicht, was das von den Presseverlagen geforderte Gesetze soll und wie es im Detail funktionieren könnte. Verlage und Google werden sich wohl die nächsten Jahre vor Gericht darum streiten.

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5 Lesetipps für den 1. Mai

In unseren Lesetipps geht es heute um FB Newswire, Technologie zur Überwachung aus Europa, das Chromebook und die Cloud, Überwachung im Digitalen und die f8-Konferenz von Facebook. Ergänzungen erwünscht.

  • FB NEWSWIRE NDR.de: Facebooks Silbertablett für Journalisten: „FB Newswire“ nennt sich der neue Service vollmundig. Das lässt Journalisten aufhorchen: Eine eigene Nachrichtenagentur, mit Informationen gefüttert aus dem mit Abstand größten sozialen Netzwerk weltweit? Dringt da die Firma Facebook ein weiteres Stück in das angestammte Territorium der klassischen Medien ein? Fiete Stiegers stellt den neuen Dienst auf NDR.de vor.
  • SPYWARE No Spyware for Dictators: Wie Europa die Welt mit Überwachungstechnologie versorgt: Europäische Überwachungstechnologie erlaubt es Regierungen in der ganzen Welt, Aktivisten und Menschenrechtsverteidiger auf Schritt und Tritt zu verfolgen. In einer sehr interessanten Visualisierung zeigt die Fraktion der Grünen im Europaparlament den Handel mit europäischer Technik und wie so Europa Dutzende Regime auf der ganzen Welt unterstützt, die die Menschenrechte mit Technologien unterdrücken.
  • CHROMEBOOK Re/code: Chromebooks on Fire! The Coming Consumer Cloud Revolution: Auf Re/code schreibt Kenny Sahr über das ChromeBook von Google, einem Browser im Notebook-Format, der in den USA gerade zu den best verkauften Geräten überhaupt gehört. Das ist für Sahr Ausdruck der kommenden „Consumer Cloud Revolution“, die er anhand des ChromeBooks, einem Vergleich mit dem ersten Album von Led Zeppelin und dem Nutzerverhalten von ChromeBook-Besitzern erklärt.
  • ÜBERWACHUNG Der Freitag: Datenaskese wird uns nicht retten: Statt politisch neue Weichen zu stellen, wird Nutzern empfohlen, weniger Daten im Netz zu hinterlassen. Das ist der falsche Weg, findet die Piratin Katharina Nocun in einem Gastbeitrag auf Freitag.de. Bei allen Problemen durch staatliche Überwachung, dem drohenden Ende der Netzneutralität und allmächtig erscheinenden Internet-Unternehmen, sollen wir uns laut Nocun „das mächtigste Werkzeug, das wir jemals hatten, nicht von ein paar alten Männern mit Allmachtsphantasien wegnehmen lassen“.
  • FACEBOOK f8: Helping Developers Build, Grow, and Monetize: Gestern fand in San Francisco die Entwicklerkonferenz f8 des sozialen Netzwerkes Facebook statt. Im Fokus der Neuvorstellungen an Features stand neben dem weiteren Ausbau von Facebook zu einer mobilen Plattform der Umgang mit den Nutzerrechten. Hier kommt Mark Zuckerberg in 10 Jahren wohl zum ersten Mal den Bedürfnissen der Mitglieder entgegen. Ilya Sukhar stellt im Facebook-Blog alle Highlights der f8-Keynote vor.

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Lesetipps für den 15. November

In unseren Lesetipps geht es um die Space Night mit Creative Commons Musik, eine neue Identität mit Hilfe des Deep Web, eine europäische Cloud, Gericht sieht Google Books als Nutzen für die Allgemeinheit und die Lobby nimmt Einfluss auf die Urheberrecht-Pläne der Großen Koalition. Ergänzungen erwünscht.

  • SPACE NIGHT Digitalfernsehen.de: „Space Night“ startet mit Creative Commons-Musik und HD-Bildern neu: In der Nacht zum Samstag wird die Kultsendung des Bayerischen Rundfunks, die „Space Night“, modernisiert und mit freier Musik, die unter Creative Commons lizenziert ist, neu starten. Möglich gemacht haben das konstruktive Proteste im Internet, die auf freie aber nicht kostenlose Inhalte setzten und den BR so zu mehr Fortschritt und Offenheit bewegten. Eine der wenigen netzpolitischen Erfolge im Jahr 2013.
  • DEEP WEB Motherboard: How Aaron Brown, a Fake Person, Was Created for Real on the Deep Web: Der Fotograf Curtis Wallen hat mit Hilfe des Deep Web, Bitcoin und Tor die Kunstfigur Aaron Brown erschaffen, die nicht wirklich existiert – außer im Digitalen. Aber Brown besitzt alles, was auch unsere Existenz amtlich bestätigt. Ein interessantes Kunstprojekt, dass nicht nur die Möglichkeit von Kriminalität aufzeigt, sondern wie unsere Gesellschaft etwas Offizielles anerkennt.
  • EU-CLOUD Futurezone.at: EU-Kommissarin Kroes warnt vor digitaler Abschottung: EU-Kommissarin Neelie Kroes hat in der Diskussion um europäische Cloud-Lösungen nach dem NSA-Skandal eindringlich vor einer nationalen Abschottung gewarnt. „Eine Fragmentierung wäre absolut das Ende für eine Erfolgsgeschichte“, betonte die für Digitales zuständige Vize-Vorsitzende der Europäischen Kommission am Donnerstag in Berlin. Zunächst soll ein technischer und rechtlicher Rahmen für eine gemeinsame europäische Cloud entstehen.
  • GOOGLE BOOKS Zeit Online: US-Gericht entscheidet, dass Google Bücher digitalisieren darf: Ein New Yorker Richter hat die Klage der US-Autorenvereinigung abgewiesen, die die Digitalisierung von Büchern durch Google als eine Form der Urheberrechtsverletzung betrachtete. Der Richter sieht aber darin einen Vorteil für die Allgemeinheit und eine Beschleunigung des Fortschritts „in Kunst und Wissenschaft, während es gleichzeitig die Rechte von Autoren und anderen Kreativen berücksichtigt.“
  • URHEBERRECHT Netzpolitik.org: Koalitionsverhandlungen beschwören den Geist von ACTA: Auf Netzpolitik.org hat Markus Beckedahl einen Teil des ihm zugespielten Zwischenstands der Verhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD veröffentlicht. Darin geht es um das Urheberrecht und besonders die Positionen der Unionsparteien schein von der Content-Lobby verfasst zu sein. Anstatt eine notwendige Modernisierung des Urheberrechts anzugehen, wird wohl lediglich die Rechtsdurchsetzung verschärft.

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5 Lesetipps für den 21. August

In unseren Lesetipps geht es heute um Google+ in allen Sprachen, Verbraucherschutz in den Wahlprogrammen, schlechte Cloud-Geschäfte, das gefährliche Windows 8 und Facebooks Internet.org. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE+ Mashable: Google+ Adds Embedded Translation Technology: Google treibt die Internationalisierung seines sozialen Netzwerkes voran. Künftig sollen durch Übersetzungstool auch Posts und Kommentare übersetzt werden können. Dazu baut Google seinen Übersetzungsdienst Google Translate in Google+ ein.
  • VERBRAUCHERSCHUTZ Verbraucherzentrale: Der Wahlcheck zur Bundestagswahl 2013: Die Verbraucherzentrale hat zu den Themen Lebensmittel, Gesundheit, Digitales, Energie und Finanzen einen Wahlcheck gemacht und einen Wahl-O-Mat gebaut, damit Bürger ihre Positionen im Parteispektrum ermitteln können.
  • CLOUD Zeit Online: NSA-Enthüllungen sind schlecht fürs Geschäft: Die großen IT-Unternehmen aus den USA spüren langsam die Folgen des Vertrauensverlustes der Nutzer aufgrund der Snowden-Enthüllungen. Die gemeinnützige Washingtoner Information Technology & Innovation Foundation hat ausgerechnet, dass US-Cloudanbieter in den nächsten Jahre bis zu 35 Milliarden US-Dollar verlieren werden, weil Nutzer zu ausländischen Wettbewerbern abwandern.
  • WINDOWS 8 Zeit Online: Bundesregierung warnt vor Windows 8: Politisch hatte der von Edward Snowden aufgedeckte Überwachungsskandal noch keine Folgen, doch die IT-Industrie spürt immer mehr den Vertrauensverlust der Nutzer. Experten der Bundesregierung haben nun Microsofts Windows 8 als ein inakzeptables Sicherheitsrisiko für Behörden und Firmen bewertet. Das sogenannte Trusted Computing sei eine Hintertür für die NSA.
  • FACEBOOK TechCrunch: Facebooks Internet.org will die gesamte Menschheit ins Internet bringen: Facebook startet unter dem Namen Internet.org eine Kooperation mit sechs großen Mobilfunk-Spezialisten um den bisher offline lebenden zwei Dritteln der Menschheit ein bezahlbares, mobiles Internet zu ermöglichen. Ziel ist es, presiwertere aber bessere Smartphones zu entwickeln und die Datenkompression beim mobilen Internet zu erhöhen.

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5 Lesetipps für den 26. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um Amazons Quartalszahlen, fliegendes WLAN in Katastrophengebieten, Online-Speicherdienste im Test, die Geschichte von Datenlecks und Googles Grundlage für Wearable Computers. Ergänzungen erwünscht.

  • AMAZON NYTimes.com: Amazon macht Verlust, konzentriert sich aber auf Investitionen: An der Börse hat Amazon Verluste gemacht, doch diese sind wohl überlegte Investitionen in die Zukunft des Unternehmens. Der Expansionskurs in Europa, der Aufbau eigener Produkte wie den Kindle-Tablets und der Aufbau neuer Versandzentren kosten Geld, sichern aber Amazons Zukunft. Der Quartalsumsatz von Amazon wächst hingegen um beachtliche 22 Prozent auf 15,7 Mrd Dollar.
  • WLAN Technology Review: Das fliegende WLAN: Autonome Fluggeräte sollen künftig die Kommunikation in Katastrophengebieten sicherstellen. Um die Kommunikation während Katatstrophen sicherzustellen, entwickelte ein Team um Dario Floreano Schwarm-Mikroflugzeuge, auch SMAV (Swarming Micro Air Vehicle) genannt. Sie fliegen autonom und tragen ein Netz aufbauendes WLAN-Modul.
  • CLOUD Stiftung Warentest: Online-Speicherdienste im Test: Online-Speicher­dienste sind für alle praktisch, die zwischen Notebook, Tablet und Smartphone hin und her jonglieren und ihre Dateien auf allen Geräten stets parat haben möchten. Die Stiftung Warentest hat 13 Online-Speicher­dienste getestet. Keiner schneidet gut ab. Größtes Manko: Daten­sicherheit und Datenschutz.
  • DATENLECKS Techlicious: Die 300 größten Datenlecks in der Geschichte: Im Techlicious Blog schreibt Fox van Allen über die 300 größten Datenlecks in der Geschichte. Historisch wird es aber nicht, denn allein die letzten zwei Jahre haben mehr als genügend Beispiel für den zu leichten Kontrollverlust über Daten geboten.
  • GOOGLE ReadWrite: Wie Android 4.3 Jelly Bean die Grundlage für Googles Wearable Computers legt: In der heutigen Technologie liegt schon die Grundlage für die zukünftige. Sehr schön ist das an Googles neuem Android 4.3 Jelly Bean zu sehen, dass auf ein smartes Bluetooth setzt. Google setzt so auf den Android-Geräten langsam die Grundlage für seine Wearable Computers.

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Digitaler Minimalismus: “Mein ganzes Hab und Gut passt in einen Rucksack”

Ein neuer Lebensstil geht in der Internet-Branche um: Menschen verzichten auf (fast) ihr komplettes Eigentum. „Asset-light lifestyle“ nennt Thomas Schranz den Lebensstil, dem er seit Anfang des Jahres folgt.

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Der Gründer des Wiener Internet-Start-ups Blossom.io hat bis auf MacBook Air, iPhone 5 und einigen Kleidungsstücken allem weltlichem Besitztum entsagt – seine etwa 35 Habseligkeiten passen in einen Rucksack, mit denen er zwischen Wien und dem Silicon Valley reist. Der einzige, der diesen „digitalen Minimalismus“ pflegt, ist er nicht – der US-Start-up-Gründer Andrew Hyde, der New Yorker Internet-Investor Taylor Davidson, die Schweizer Bloggerin Karin Friedli, der deutsche Internet-Entrepreneur Sebastian Küpers oder der Wiener Social-Media-Spezialist Andreas Klinger von Die Socialisten pflegen ebenfalls diesen neuen Lifestyle. Im Interview erklärt Schranz, warum gerade digital Affine so offen für minimalistische Lebensweisen sind.

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Sponsored Post: Office 365 für Unternehmen

Microsoft hat ein neues Office-Tool für Unternehmen geschaffen. Sehr vorteilhaft, über verschiedene Cloud Services kann von jedem Standort zusammengearbeitet werden.

1Office 365

Geboten wird ein echt brauchbares Produkt. Mit Office 365 hat man von überall Zugriff auf die unersetzlichen Microsoft Office Anwendungen. Via Cloud Services Lync, SharePoint und Exchange wird das ständige Abrufen ermöglicht. Die simple Installation führt zu einer raschen und einfachen Nutzung im Arbeitsalltag. Alle Office-Anwendungen sind immer auf dem neusten Stand durch automatische Einspielung der Updates. Durch integrierten Malware- und Spamschutz sind Daten hervorragend geschützt. Weitere Infos findet ihr bei Microsoft Office.

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Wieso ist „Leistungsschutzrecht“ das netzpolitische Wort 2012?

Julia Solinski hat sich mit dem netzpolitischen Wort 2012 beschäftigt und sich gefragt, warum gerade „Leistungsschutzrecht“ das Rennen gemacht hat. Ein Kommentar zur Wahl.

Vom 21.Dezember 2012 bis zum 7. Januar 2013 konnten Internetnutzer auf politik-digital.de aus fünf Begriffen das netzpolitische Wort des Jahres 2012 wählen. 43 Prozent der Stimmen gingen an den Begriff „Leistungsschutzrecht“. Die übrigen Begriffe waren klar abgeschlagen, der zweite Platz ging mit nur 20 Prozent an „Crowd“, andere Begriffe folgten in kleineren Prozentabständen nach. Doch wieso eigentlich „Leistungsschutzrecht“?

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Pflegeplattform CareZone – das „Anti-Facebook“

CareZone verbindet Vorteile sozialer Netzwerke und Cloudspeicher mit einem hohen Maß an Privatsphäre und Datenschutz für private Krankenpfleger.

Pflegeplattform CareZone - das Anti-Facebook

CareZone wurde vor einem dreiviertel Jahr ins Leben gerufen, um das Leben derer zu erleichtern, die pflegebedürftige Familienmitglieder umsorgen. Die Plattform versteht sich darauf, den Pflegern bei der Verrichtung verschiedener organisatorischer Aufgaben zu helfen. Dabei geht es hauptsächlich auch darum, einen Clouddienst anzubieten, der sensible Daten, unter Einhaltung höchstmöglicher Datenschutzkriterien, sichert und abrufbar macht.

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Pornoverbot in der Microsoft-Cloud: Zwischen Porno und Rotkäppchen

Wenn es nach Microsoft-Chef Ballmer geht, ist die Freiheit in den Wolken wohl doch nicht grenzenlos. Sex und Gewalt soll künftig nicht mehr in der Cloud stattfinden. Eine Antwort.

Liebwertester Microsoft-Gichtling Steve Ballmer, in Zeiten der Sexualisierung, Eitelkeit, Machtgier, Angeberei, Spielsucht, der um sich greifenden Säkularisierung und des Spekulantentums verrichten Sie in Ihrer Konzernzentrale in Redmond ein schweres Wächteramt. Sie müssen für Moral, Sitte, Anstand, Hygiene, Recht und Ordnung in der Computerwolke sorgen und Pornografie, Obszönität, Anstößigkeit, Frevel, Hass, Fanatismus, Rassismus, Nacktaufnahmen, einschließlich vollständiger oder teilweiser Nacktaufnahmen von Menschen oder in Cartoons, Science Fiction oder Manga, aus dem Cyberspace verbannen.

Es sind ja nicht nur die abgelichteten Badeschönheiten auf Ibiza, die sich verführerisch an den Stränden tummeln und ihren blanken Busen der Weltöffentlichkeit darbieten, nein, es gibt eine Vielzahl von anstößigen Daten, die in den Cloud-Diensten des Netzes nichts zu suchen haben. Denken Sie nur an die illustrierte Ausgabe des Märchens Rotkäppchen, die aus gutem Grund in dem kalifornischen Städtchen Empire von der Polizei beschlagnahmt wurde. Digital lässt sich das im Internet unendlich reproduzieren und könnte zu mentalen Flurschäden führen.

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Verschwindet unsere Kultur im digitalen Nebel?

Es ist ein Schock, wenn kulturelles Wissen in großem Maße verloren geht. Vor jetzt schon fast acht Jahren wurden große Teile der Anna-Amalia Bibliothek in Weimar Opfer der Flammen. Oder man denke an die Zerstörung der großen Bibliothek von Alexandria. Der unwiederbringliche Verlust von unschätzbar wertvollem Wissen über die Antike wird noch heute besonders von der Geschichtswissenschaft betrauert. Die Frage einer sicheren Langzeitarchivierung ist nicht erst durch den Brand der Anna-Amalia Bibliothek aufgekommen, sondern ist vor allem “brandaktuell” durch die fortschreitende Durchdringung unseres Lebens mit digitalen Daten für die bisher keine zuverlässigen Konzepte zur langfristigen Sicherung existieren. Ohne solche Konzepte besteht jedoch die reale Gefahr, diese Daten unwiederbringlich zu verlieren.

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