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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • TELEKOM Welt: Wie die Telekom den Kampf mit Apple und Google aufnimmt: Nach einigen Jahren der geheimen Vorarbeit startet die Telekom nun den Kampf gegen Apple, Amazon und Google. Die Telekom möchte mit einem eigenen smarten Lautsprecher und dem Magenta-Assistenten gegen die Riesenkonzerne antreten und bietet daher ein erstes Angebot nach deutschen Datenschutzgesetzen. Das Ziel dahinter ist weniger in einer Nische mitzuspielen, sondern vielmehr auf gleicher Augenhöhe mit Amazon, Google und Apple zu sein. Anders als diese Konzerne, möchte die Telekom den smarten Lautsprecher vorerst nicht in sämtliche Geräte verbauen, sondern den Magenta-Assistenten derzeit lediglich als smarten Speaker zur Verfügung stellen. Ob dieser in Zukunft in anderen Geräten integriert werden soll, schließt das Unternehmen jedoch nicht aus.

  • CORADIA ILINT Abendblatt: Ein Zug mit Wasserstoff-Antrieb: Eine Weltpremiere am Donnerstagmorgen in Wolfsburg. Am Hauptbahnhof wurde der „Coradia iLint“ vorgestellt – der Zug, der seine Energie für den Elektromotor aus der kalten Verbrennung von Wasserstoff zu Wasser erhält. Somit ist der „Coradia iLint“ weltweit der erste Brennstoffzellenzug. Noch auf dem Bahnsteig wurden Verträge für eine Lieferung von 14 Brennstoffzellenzügen unter anderem vom Land Niedersachsen und der Landesverkehrsgesellschaft Niedersachen unterzeichnet. Das Ziel ist das Ersetzen von Dieseltriebwagen auf den nicht elektrifizierten Bahnstrecken zwischen Cuxhaven, Bremerhaven, Bremervörde und Buxtehude.

  • BEWERTUNGEN Focus: Schlechte Bewertung nach Abmahnung nicht einfach löschen: Sobald man für ein Produkt, welches man in einem Online-Shop bestellt hat, eine schlechte Bewertung schreibt, kann es durchaus passieren, dass man eine Abmahnung von einem Anwalt erhält. Dennoch sollte man diese Bewertung nicht einfach löschen. Sobald der Kunde das tut, erkennt dieser auch den Anspruch und die Gebühren für den Anwalt an. Sicherer ist es, sich vorher eine Rechtsberatung zu suchen. Sollte die bestellte Ware allerdings beschädigt sein, so ist es zudem sinnvoller den Mangel beim Verkäufer zu reklamieren, anstatt das Geld direkt zurück zu verlangen und eine schlechte Bewertung zu hinterlassen. Reklamiert der Käufer den Mangel, dann hat dieser Anspruch auf eine Neulieferung oder auf eine Reparatur.

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Am Pranger – Heiligt der Zweck die Mittel?

Internet (adapted) (Image by Glenn Carstens-Peters) via Unsplash [CC0 Public Domain]

Warum nicht die Justiz mal in die eigene Hand nehmen und seinem Ärger Luft machen? Das dachte sich die sogenannte „Initiative für sichere Straßen“ und rief im Frühjahr 2014 das Online-Portal fahrerbewertung.de ins Leben. Sein Zweck: Nutzer können gefährliches Verhalten anderer Autofahrer für jeden einsehbar anprangern. Natürlich sind die Nutzer ebenfalls dazu angehalten, besonders guten Fahrstil löblich hervorzuheben.

Das Oberverwaltungsgericht in Nordrhein-Westfalen hat die derzeitige Ausgestaltung des Portals nun für unzulässig erklärt. Fahrerbewertung.de würde gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen verstoßen – die Verantwortlichen müssen das Portal anpassen, sodass in Zukunft „nur noch der jeweilige Halter oder die jeweilige Halterin eines Fahrzeugs die dafür abgegebenen Bewertungen einsehen kann und sich zu diesem Zweck zuvor registrieren muss.

Darf man Menschen im Internet bloßstellen?

Und seien wir ehrlich: Wir alle ärgern uns hinter dem Steuer über Drängler und Rechtsüberholer. Auf den ersten Blick mag ein solcher Online-Pranger recht trivial wirken, doch Portale wie fahrerbewertung.de sind Teil einer schwierigen Frage, der wir uns als Gesellschaft im Internet-Zeitalter stellen müssen: Darf man Menschen im Internet aufgrund ihres Fehlverhaltens bloßstellen? Dabei geht es kaum um rechtliche, sondern in erster Linie um moralische Fragen. Die Debatte um die Möglichkeiten der Online-Prangern, sei es auf speziellen Plattformen oder sozialen Netzwerken, ist definitiv nicht neu. Man denke beispielsweise an den Aufschrei, den es einst rund um das Kinder- und Jungendportal ’spickmich.de‘ (derzeit offline) gab. Dort konnten Schüler ihre Lehrer anonym bewerten – einhergehend mit der Diskussion, ob man Pädagogen auf diese Art und Weise öffentlich ächten dürfe. Aber auch zehn Jahre später scheint die Debatte rund um Online-Pranger auf keine Lösung zuzusteuern.

In den beiden genannten Fällen können solche Hinweise im Netz durchaus seine Wirkung zeigen. Lehrer, die ihre Unterrichtsmethoden überdenken oder Autofahrer, die sich im Straßenverkehr umsichtiger verhalten, sind ein Beispiel. Online-Pranger sind letztlich nichts anderes als eine Form der Selbstregulierung. Das kann funktionieren, aber zu welchem Preis?

Online-Pranger außer Kontrolle

Welche Auswirkungen der wütende Internet-Mob haben kann, erleben wir in trauriger Regelmäßigkeit. Schonmal den Namen Justine Sacco gehört? 2013 schickte sie ihren 170 Twitter-Followern einen schlechten Scherz, stieg in ein Flugzeug nach Kapstadt und landete nach elf Stunden in einem gewaltigen Shitstorm. “Going to Africa. Hope I don’t get AIDS. Just kidding. I’m white!” Während ihres Flugs kletterte Justine mit ihrem vermeintlich rassistischen Tweet weltweit auf Platz eins der Trends und wurde letztlich sogar von ihrer Arbeit gefeuert – weil es der Internet-Mob so wollte. Was also, wenn das Anprangern außer Kontrolle gerät?

Es gibt zahlreiche Fallstricke, die beim „Public Shaming“ lauern. Was, wenn nicht der Besitzer des Nummernschilds B-GF-469 mit der Lichthupe aufder Überholspur gedrängelt hat, sondern B-GF-496? Wer kümmert sich in einem solchen Fall also um fehlerhafte Informationen? Solche Irrtümer können in bedeutenderen Zusammenhängen als dem vergleichsweise harmlosen Bewerten von Fahrern ernsthafte Konsequenzen haben. Als sich im August 2017 Rechtsextreme im US-amerikanischen Charlottesville versammelten, wurde einer der Teilnehmer von wütenden Beobachtern als Kyle P. Quinn identifiziert. Der Internet-Mob entschied, dass er bestraft werden müsse – per Twitter, Facebook, Mail und Telefon wurde er beleidigt und angefeindet. Das Problem: der Assistenzprofessor war zu dieser Zeit in einem Museum – zwei Staaten entfernt. Im Falle von Kyle P. Quinn lag also ein Irrtum vor. Aber wie reagieren wir überhaupt, wenn Menschen ganz bewusst diskreditiert werden sollen? Mithilfe von Online-Prangern kein Problem.

Nicht nur verwerflich

Eine der Grundfragen, die sich dabei stellt: Wo ziehen wir als Gesellschaft die rote Linie? Dürfen wir auch ernsthaftere gesellschaftliche Probleme mit Online-Prangern angehen? Das sogenannte „Public Shaming“ hat durchaus auch positive Seiten. Vor allem in den sozialen Medien kann der Pranger Anstoß für wichtige gesellschaftliche Debatten sein – man nehme Hashtags wie #BlackLivesMatter, #MeToo oder #Aufschrei, wobei es vor allem um das Fehlverhalten ganzer Gruppen und ihrem gesellschaftlichen Fehlverhalten geht.

Ein anderes Extrem, der Fokus auf die Einzelperson, verkörpert beispielsweise der Twitter-Account @YesYoureRacist, der bis Ende September Rassisten identifizierte und sie vor seinen über 400.000 Followern an den Pranger stellte. Ist für den guten Zweck, die Bekämpfung von Rassismus, jedes Mittel recht? Wo wollen wir als Gesellschaft die Grenze definieren? Wenn wir heute den einen Pranger dulden, welcher kommt dann morgen? Daran schließt sich auch die Frage an, inwiefern geläuterte Menschen eine zweite Chance verdient haben. Einmal im Internet diskreditiert, bleibt das Fehlverhalten auch für künftige Freunde, Arbeitgeber und gar Generationen zugänglich.

Solche Online-Pranger sind nichts per se Gutes oder Schlechtes. Die Frage ist nur, was die Nutzer aus ihnen machen. Darum bricht sich diese moralische Debatte und die Verantwortung letztlich auf den einzelnen Nutzer herunter, der sich über die Konsequenzen seines Handelns bewusst sein muss. Bin ich Teil einer wichtigen gesellschaftlichen Debatte oder will ich nur meinem Ärger Luft machen? Und als Gesellschaft müssen wir uns beim Anprangern ebenfalls eine einfache Frage stellen: Heiligt der Zweck die Mittel?


Image (adapted)“Internet“ by Glenn Carstens-Peters [CC0 Public Domain]


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Die wahren Konsequenzen von Fake News

feedly (adapted) (image by Startup Stock Photos [CC0] via pexels)

Fake News, oder fehlerhafte Inhalte, die als tatsächliche Nachrichten verbreitet werden, haben seit der US-Präsidentenwahl im vergangenen Herbst viel Aufmerksamkeit erlangt. Auch wenn es kein neues Phänomen darstellt, kann durch den weltumspannenden Charakter dieser webbasierten Informationen internationaler Einfluss genommen werden. Infolgedessen ist dieses Thema nicht nur in den vereinigten Staaten, sondern auch in Frankreich, Italien und Deutschland relevant.

Auch wenn die Zunahme von Fake News in den letzten Monaten unverkennbar war, sind die Auswirkungen differenziert zu betrachten. Viele argumentieren, dass Fake News, die oft höchst parteiisch sind, Donald Trump dabei geholfen haben, gewählt zu werden. Es existieren sicherlich Beweise, dass Fake News hoch im Umlauf waren und zuweilen sogar wirkliche Nachrichten übertroffen haben. Jedoch zeigt nun eine nähere Analyse, dass die am meisten verbreiteten fehlerhaften Nachrichtenbeiträge lediglich von einer kleinen Anzahl von Amerikanern gesehen wurde. Die Überzeugungskraft dieser Beiträge wurde nicht getestet.

Es ist wahrscheinlich, dass diese vor allem geteilt wurden, um seine Unterstützung für einen der Kandidaten auszudrücken und nicht als Beweis, dass Nachrichtenkonsumenten den Inhalt des Nachrichtenbeitrags tatsächlich glauben. Dies wirft die Frage auf, ob Fake News überhaupt irgendwelche Auswirkungen haben und ob wir als Gesellschaft uns darüber Sorgen machen müssen.

Die Trennung von Fakt und Fiktion

Die wahre Auswirkung des steigenden Interesses in Fake News ist die Realisierung, dass die Öffentlichkeit nicht gut ausgestattet ist, um qualitativ hochwertige Informationen von falschen Informationen zu trennen. Tatsächlich ist eine Mehrheit der Amerikaner zuversichtlich, dass sie Fake News erkennen können. Als Buzzfeed amerikanische High-School-Schüler dazu befragte, waren diese überzeugt, dass sie in der Lage seien, Fake News online zu erkennen und zu ignorieren. In der Realität mag dies allerdings schwieriger sein, als die Leute denken.

Ich begann, diese Annahme in einer aktuellen Studie, die ich mit 700 Bachelorstudenten an der University of British Columbia durchgeführt habe, zu testen. Das Muster war einfach: ich zeigte Studenten eine Anzahl von Screenshots verschiedener Banner auf Webseiten – von etablierten Nachrichtenquellen wie dem Globe and Mail, eher parteiischen Quellen wie Fox News und der Huffington Post, Online-Aggregatoren wie Yahoo! News und Portalen auf sozialen Medien wie Upworthy. Ich habe sie gebeten, die Nachrichtenquellen auf einer Skala von null bis 100 auf ihre Legitimität zu prüfen.

Ich habe auch Screenshots von echten Webseiten, die Fake News verbreiten, mit aufgenommen. Einige von ihnen wurden während der US-Wahl 2016 recht schnell sehr beliebt. Eine dieser Quellen war eine Webseite mit dem Namen ABCnews.com.co. Sie sah der Webseite des Nachrichtenportals ABC News sehr ähnlich. Einige Fake-Inhalte gingen hier ziemlich schnell durchs Netz – wie beispielsweise die, die von Eric Trump retweetet wurden. Die anderen waren News zum Boston Tribune und World True News.

Die Erkenntnisse sind besorgniserregend. Obwohl die Probengruppe nach deren eigenen Angaben hauptsächlich aus politisch informierten und engagierten Nachrichtenkonsumenten bestand, sprachen die Befragten den Quellen wie ABCnews.com.co oder dem Boston Tribute mehr Legitimität zu als Yahoo! News, einer tatsächlichen Nachrichtenorganisation. Auch wenn diese Ergebnisse nur vorläufig und ein Teil einer größeren Studie sind, ergibt sich auch im Einklang mit anderen Studien folgendes Bild: Viele Menschen, besonders junge Leute, tun sich schwer daran, gute Nachrichtenquellen von fragwürdigen zu unterscheiden und ebenso zu unterscheiden, ob ein Foto authentisch ist oder nicht.

Darüber hinaus scheint Ideologie die Bewertung der Legitimität einer Nachrichtenquelle in einem besorgniserregenden Ausmaß zu beeinträchtigen. Linksorientierte Studenten sehen keinen Unterschied zwischen extremistischen Quellen wie Breitbart und Fox News. Hier werden von rechtsorientierten parteiischen Kommentaren bis hin zu den klassischen Nachrichten alle möglichen Ereignisse auf eine bestimmte Art und Weise präsentiert, die keineswegs mit journalistischen Normen im Einklang sind.

Als Ergebnis wird etwas, das wahr aussieht und sich vertrauenswürdig anfühlt – wie beispielsweise dem Boston Tribune – mehr Legitimität zugebilligt als einer tatsächlichen Nachrichtenquelle, mit der die Studenten vertraut sind, die sie aber aus ideologischen Gründen ablehnen. Im Gegenzug dazu wird etwas, das falsch aussieht und sich falsch anfühlt, wie die World True News, weniger Legitimität zugebilligt als eine richtige Nachrichtenquelle.

Doch auch wenn wir uns hier in Kanada größtenteils glücklich schätzen können, dieser Verbreitung von Fake News nicht ausgesetzt zu sein, die die aktuellen Wahlen in anderen Ländern beeinflusst haben, bedeutet dies nicht, dass wir diesem Phänomen gegenüber immun sind. In vielen Fällen wurde das Fundament dazu bereits gelegt.

Kanadier ebenso polarisiert

Studien zufolge, die von meinem Kollegen Eric Merkley durchgeführt wurden, sind Kanadier entlang ideologischer Linien zunehmend polarisiert. Diese affektierte Polarisierung hat die Auslösung von motivierter Argumentation zur Folge – eine unbewusste, beeinflusste Art, Informationen zu verarbeiten welche dazu führt, dass sogar intelligente Menschen an Unwahrheiten glauben, weil sie ihre ideologischen und parteiischen Veranlagungen unterstützen.

Darüber hinaus ist die Fragmentierung und Digitalisierung der Nachricht kein amerikanisches Phänomen, sondern weltweit vertreten. Der aktuellsten Studie zufolge beziehen 80 Prozent der Kanadier ihre Nachrichten online und nahezu 50 Prozent beziehen ihre Nachrichten auf sozialen Netzwerken, einer Plattform, welche für die Verbreitung von Fehlinformationen in den vereinigten Staaten größten verantwortlich gemacht wird. Zusammengenommen sind die Bedingungen gegeben, dass Fake News auch in Kanada Fuß fassen.

Leider gibt es keine einfache Lösung für das Problem. Die Optimierung von Algorithmen – hier versuchen Facebook und Google gerade, damit klarzukommen – kann helfen, die wahre Lösung muss allerdings von den Nachrichtenkonsumenten kommen. Sie müssen skeptischer und ebenso besser ausgerüstet sein, um die Qualität der Information, die sie antreffen, zu bewerten.

Ein wichtiger Teil dieser Strategie sollte eine gewisse Medienkompetenz beinhalten. Wir müssen die Nachrichtenkonsumenten mit Werkzeugen ausrüsten, mit denen sie die Legitimität der Nachrichtenquelle messen können. Sie müssen sich aber genauso ihrer kognitiven Voreingenommeneinheit bewusst werden. Das Problem wird ohne geeignete Maßnahmen nur größer werden, weil immer mehr Menschen ihre Nachrichten online beziehen und die politischen Strömungen sich immer mehr spalten und ins Extreme gehen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Feedly“ by Startup Stock Photos (CC0 Public Domain)


The Conversation

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Schluss mit schlechten App-Reviews: Wie du mies bewertete Apps rettest

Bewertung (adapted) (Image by OpenClipart-Vectors [CC0 Public Domain] via pixabay)

Es ist die absolute Horror-Story eines App-Entwicklers: Die App ist fertig und geht live, aber niemand findet sie gut. Der Lieferdienst Foodora hatte genau dieses Problem und hatte bei seinen App-Reviews vor einem halben Jahr nur einen Durchschnitt von schwachen zwei Sternen. Ein Marketing-Manager des Unternehmens verriet auf der Mobile-Marketing-Konferenz MAMA Berlin, welche Lösung es dafür gab.

Das Fallbeispiel Foodora

Ein wichtiger Kommunikationskanal im Mobile Business sind App-Reviews. Die sind für Vermarkter Segen und Fluch zugleich: Läuft es gut, kann man geradezu in begeisterten Kommentaren baden. Doch es gibt wohl nichts, was für App-Entwickler frustrierender ist, als zu sehen, wie das eigene Produkt von Usern fertiggemacht wird. Der Lieferdienst Foodora hatte genau dieses Problem. Der Bewertungsdurchschnitt im Oktober 2016: Schwache 2 Sterne. Die Angabe bezieht sich auf den Apple App Store.

Auf der MAMA-Konferenz in Berlin verrät Raul Truckenbrodt die Strategie, mit der die App aus dem Sumpf der schlechten Bewertungen geholt wurde. Truckenbrodt ist Senior Mobile Marketing Manager bei Delivery Hero und betreut verschiedene Marken der Gruppe, zu denen in Deutschland neben Foodora auch die Dienste Lieferheld und pizza.de zählen. Das Unternehmen ist groß, allein in Berlin sind 1.000 Menschen beschäftigt. Gemeinsam bringen es die Lieferdienste weltweit auf 20 Millionen Bestellungen im Monat.

Bei App-Reviews ist der „Rating Flow“ wichtig

Zunächst einmal sei es wichtig, dass die App leicht zu bedienen ist – und sich zurückhält. Denn sind die Entwickler übereifrig und lassen das Programm jeden Tag eine Push-Benachrichtigung ausgeben, sind User schnell genervt und lassen ihren Frust im Bewertungsbereich des App-Stores aus.

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Screenshot by Anton Knoblach

Neben dem Verbessern der App selbst gibt es einen weiteren zentralen Punkt, den die Branche „Rating Flow“ nennt. Dabei lautet das Prinzip, schlechte App-Reviews abzufangen, bevor sie entstehen. Das lässt sich zum Beispiel so realisieren: Nach einer Bestellung oder ein paar Tagen Benutzung wird der Nutzer gefragt, ob er die App mag. Das kann ein simples „Ja/ Nein/ Später“ oder eine Zahl an wählbaren Sternen sein.

Gibt der Nutzer nun ein positives Feedback, wird er ermutigt, eine Bewertung im App-Store abzugeben. Hier gibt es laut Truckenbrodt auch kulturelle Unterschiede: So gelangen in südeuropäischen Ländern User nach einer positiven Rückmeldung direkt zum Store. In Deutschland hingegen frage man lieber erst, ob der User das möchte.

Ist das Feedback jedoch negativ, wird nicht zum App-Store, sondern zu einem Kontaktformular geleitet. Dabei ist die Botschaft klar: Man zeigt sich offen für Kritik und gelobt Besserung. Durch die direkte Kontaktmöglichkeit profitiert der Entwickler zusätzlich von den Verbesserungsvorschlägen der User, die sich wiederum verstanden fühlen.

Wie viel Sterne sind eigentlich gut genug?

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Screenshot by Anton Knoblach

Durch Maßnahmen wie die oben genannte schaffte es der Lieferdienst Foodora, von den nur zwei Sternen im vergangenen Oktober zu einem Bewertungsdurchschnitt von aktuell vier Sternen im Frühjahr 2017 aufzusteigen. Auch diese Angabe bezieht sich auf den Apple App Store.

Doch welchen Bewertungsdurchschnitt bei den App-Reviews braucht eine App nun eigentlich? Raul Truckenbrodt, Marketing Manager bei Delivery Hero, stellt klar: Alles unter vier Sternen sei unbrauchbar. Vier Sterne seien okay, viereinhalb „exzellent“. Und ganze fünf Sterne? Die gebe es eigentlich nur, wenn die App lediglich eine einzige Bewertung hat.

Dieser Text erschien zuerst auf Androidpiloten.


Teaser Image „Rating“ by OpenClipart-Vectors / Pixabay (CC0 Public Domain)


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Warum wir Fremden in der Sharing Economy mehr trauen als unseren Kollegen

Vertrauen ist ein wichtiges Element in jeder Beziehung, vor allem jedoch, wenn es sich um Finanzielles dreht. Der Aufstieg von Sharing Economy-Plattformen wie Airbnb und Uber – auf denen man einen Fremden für einen bestimmten Service entlohnt – ist besonders von Vertrauen abhängig. Sind sie wirklich, was sie vorgeben, zu sein? Werden sie erfüllen, was sie versprochen haben?

Mit digitaler Hilfe wird Vertrauen zwischen Personen aufgebaut, die sich noch nie getroffen haben. Tatsächlich zeigen meine Untersuchungen, dass, wenn diese Funktionen gut konzipiert sind, die Dienste der Sharing Economy mehr Vertrauen zwischen Fremden aufbauen als man zwischen zwei  Kollegen erwarten würde.

Das waren die Erkenntnisse der jüngsten Forschung über die Nutzer von BlaBlaCar, einer Plattform für Mitfahrgelegenheiten. Dieser Dienst wird weltweit für Fahrten von einer Stadt in die andere benutzt. Er verbindet Fahrer mit Menschen, die eine Mitfahrgelegenheit brauchen und bringt so das Trampen ins digitale Zeitalter.

Die Studie wurde zusammen mit Arun Sundararajan, einem Professor der New York University, Frédéric Mazzella, CEO von BlaBlaCar, und Verena Butt D’Espous, Kommunikationschefin von BlaBlaCar, publiziert. Wir führten eine Umfrage von 18.289 BlaBlaCar-Mitgliedern in elf europäischen Ländern durch und fanden heraus, dass 88 Prozent der Befragten einem Mitglied mit einem kompletten digitalen Profil besonders vertrauen würden.

Überraschenderweise ist dieser Wert höher als das Vertrauensniveau der Menschen in ihre Kollegen und Nachbarn. Tatsächlich sagten bei Nutzung des gleichen Maßstabs nur 58 Prozent der Befragten, dass sie einem Kollegen ‚vertrauen‘ würden und 42 Prozent würden einem Nachbarn ’sehr vertrauen‘. Beim Vertrauen zu vollständig ausgefüllten Profilen von Fremden auf der Seite für Mitfahrgelegenheiten lagen die Level fast genauso hoch wie für Familienmitglieder (94 Prozent) und Freunde (92 Prozent).

Dieses Vertrauen in Fremde hängt davon ab, wie sie sich online präsentieren. Die Strategie von BlaBlaCar, um Vertrauen aufzubauen, ist eine Kombination verschiedener Faktoren. Unter anderem gehören dazu kurze Biografien in Form von Selbstbeschreibungen und die Möglichkeit, persönliche Informationen wie die Telefonnummer und eine E-Mail-Adresse auf dem Profil zu hinterlegen. Außerdem sind die Profile oft mit anderen Online-Profilen der Mitglieder auf Facebook oder LinkedIn  verbunden.

Der Schlüssel zum Erfolg

Ein anderer Weg, wie Vertrauen in der Sharing Economy aufgebaut wird, liegt darin, das Vertrauen der Nutzer in die Plattform selbst zu stärken. Wenn sie dem Unternehmen dahinter oder der Marke selbst vertrauen, wirkt sich das auf die aktiven Nutzer der Plattform

Ein Faktor gilt auch als verlässlich: Der Airbnb-Versicherungsschutz (bis zu 1 Million US-Dollar) greift automatisch bei jeder Transaktion. Ein Versicherungsschutz ist demnach wohl extrem relevant. Die Vermietung der eigenen Wohnung mit dem persönlichen Hab und Gut an einen Fremden scheint extrem risikoreich, der Versicherungsschutz jedoch gibt den Nutzern das Gefühl, dass sie auf alle  Eventualitäten vorbereitet wären.

Eine weitere wichtige Eigenschaft ist der Review-Prozess, bei dem sich Gastgeber und Gast gegenseitig bewerten. Das funktioniert ähnlich wie bei anderen elektronischen Marktplätzen, wie beispielsweise Ebay. Der Unterschied bei Unternehmen wie Airbnb ist, dass die Plattform sicherstellt, dass Bewertungen nur öffentlich werden, nachdem beide Seiten diese auch eingereicht haben. Das hindert Nutzer daran, sich gegenseitig positiv zu bewerten, nur weil sie Angst haben, für eine negative Bewertung bestraft zu werden. Die Bewertungen sind somit ehrlicher und verlässlicher.

Die Plattform bietet zudem Zimmer überall auf der Welt. Das führt zu einem Netzwerk-Effekt – weil viele andere diesen Dienst weltweit nutzen, muss er zwangsläufig sicher sein. Dem Nutzer ist das bewusst, wenn er auf der Plattform ist – und es hilft, Vertrauen aufzubauen.

Mit der steigenden Zahl an Menschen, die das Internet nutzen, werden Sharing Economy-Plattformen wie Airbnb und BlaBlaCar zur Norm. Die Überlebensfähigkeit dieser Neulinge hängt an ihrem Vermögen, Vertrauen zwischen ihren Dienstleistern und den Nutzern zu sichern. Ihre Seiten müssen also digital so konzipiert sein, dass diese Vertrauen zwischen Fremden aufbauen – dieser Faktor ist unwahrscheinlich wichtig.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image „hitchhiker“ by Unsplash (CC0 Public Domain)


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  • GOOGLE googlewatchblog: Konkurrenz für IMDb & Co.: Google testet Bewertung von Filmen, Serien & TV-Shows in der Websuche: Mit dem Knowledge Graph liefert Google in der Websuche schon seit langer Zeit Details und teilweise tiefergehende Informationen zu allen möglichen Themen. Bei der Suche nach Filmen, Serien und TV-Sendungen gehören zu dieser Auflistung auch die Bewertungen von populären Portalen. Nun möchte Google aber offenbar auch diese ablösen oder zumindest ergänzen, und testet nun den Aufbau eines eigenen Bewertungssystems.

  • MICROSOFT golem: Microsoft bringt Visio für iOS: Microsoft hat sein Visualisierungsprogramm Viso auf die iOS-Plattform portiert. Zunächst erscheint der Visio Viewer nur für das iPad, später soll eine iPhone-Version folgen. Eigene Diagramme lassen sich mit Visio für iOS zwar nicht erstellen, doch Anwender können Visio-Dateien vom PC auf ihrem iPad ansehen, in die Ansicht hineinzoomen sowie Ebenenansichten ein- und ausblenden. Auch eine Textsuche wurde integriert, damit der Nutzer in detaillierten Diagrammen die gewünschten Elemente schneller findet.

  • TICKET-BOTS heise: USA verbieten Ticket-Bots: Es ist ein Millionengeschäft: Wucherer kaufen mittels Bots in Sekunden Tausende Eintrittskarten, um sie später zu einem viel höheren Preis weiterzuverkaufen. Normalsterbliche kommen kaum noch direkt an begehrte Karten heran. Versuche von Veranstaltern, die Zahl der pro Kunden erhältlichen Tickets zu beschränken, werden regelmäßig von den Bots ausgehebelt. Dagegen haben mehrere US-Staaten Gesetze erlassen, New York geht sogar mit dem Strafrecht gegen Bots dagegen vor. Nun hat auch das Bundesparlament ein Gesetz verabschiedet: Den BOTS Act.

  • APPLE notebookchecker: Apple MacBook Pro: mac OS-Update soll GPU-Probleme beheben: Besitzer des neuen MacBook Pro sind nicht unbedingt zu beneiden. Neben der teils harschen Kritik, die Apple aus der Presse entgegen weht, beispielsweise in Bezug auf die fehlenden Standardports oder die Reparierbarkeit, müssen die Nutzer auch mit einigen Problemen kämpfen. Da waren beispielsweise defekte Lautsprecher zu beklagen, sofern die ersten Boot Camp Windows Audio-Treiber benutzt wurden. Das Problem wurde zum Glück bereits durch ein Treiber-Update behoben, auch wenn bereits defekte Geräte direkt bei Apple ausgetauscht werden müssen.

  • LINKEDIN t3n: Übernahme abgeschlossen: Wie es für Linkedin bei Microsoft jetzt weitergeht: Microsoft hat die Übernahme von Linkedin am Donnerstag offiziell abgeschlossen. CEO Satya Nadella beschrieb daraufhin in einem Blogpost auf Linkedin, was sich für das Karriereportal unter dem neuen Eigentümer ändern wird. Das Netzwerk bekommt einen prominenten Platz in Windows 10. Die von vielen als lästig empfundenen Linkedin-Benachrichtigungen werden in das Windows Action Center integriert, können aber deaktiviert werden. Lebensläufe für das Portal können User laut Nadella in Zukunft bei Word aktualisieren.

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Emojis als Bestandteil digitaler Kommunikation

Emoji (adapted) (Image by downloadsource.fr [CC BY 2.0] via Flickr)

Emojis werden so oft genutzt wie noch nie. Kaum jemand schreibt Nachrichten auf WhatsApp oder anderen sozialen Netzwerken, ohne dabei die farbigen Bilder zu benutzen. Sie haben sowohl glückliche als auch traurige Gesichtsausdrücke und bereichern unsere digitale Kommunikation mit Emotionen. Der erste Emoticon „:-)“ wurde im September 1982 von dem Informatikprofessor Scott E. Fahlman genutzt. Dies gilt als der erste Gebrauch eines Smileys, des vermutlich bekanntesten Vertreters der sogenannten Emoticons.

Die Wortkombination aus „Emotion“ und „Icon“ beschreibt Zeichenfolgen, die man erfunden hat, um das Defizit des geschriebenen Wortes gegenüber dem gesprochenen auszugleichen. In den Neunzigerjahren entstanden dann die heute sehr beliebten Emojis (die kleinen, farbigen Bilder von Gesichtern, Speisen, Tieren und allem Möglichen). Damals rechnete noch keiner damit, dass sie eine so große Beliebtheit erlangen würden und dadurch eine Art Digitaldialekt entstand. Außerdem sind sie mittlerweile fester Bestandteil der Tastatur unserer Smartphones und tauchen auch in allen sozialen Netzwerken auf.

Dirk von Gehlen ist Autor, Journalist und Leiter der Abteilung Social Media und Innovation bei der Süddeutschen Zeitung. Er hat den durch die Digitalisierung ausgelösten Medienwandel auf seinem Blog begleitet und sich ausgiebig mit dem Thema Emojis beschäftigt. „Emojis und Emoticons sind zu einem Bestandteil digitaler Kommunikation geworden. Sie schließen die Lücke zu dem, was sich im persönlichen Gespräch durch Gestik und Mimik ausdrückt.“, erklärt von Gehlen. Viele, die Emojis selten nutzen, halten sie für platt und eindimensional. Doch die Frage, welches Symbol man wann benutze, sei sehr vielschichtig, betont von Gehlen.

Es gibt sie für allerlei Kategorien, um möglichst viele Gefühle und Situtationen damit auszudrücken. Interessant ist auch, dass man die Haltung eines Emojis auf der ganzen Welt verstehen kann. Dadurch sehen viele in ihnen die Chance, weltweit ohne Sprachbarrieren miteinander kommunizieren zu können. Da Emojis und Emoticons eine neue Form der Kommunikation sind, stehen sie noch häufig in der Diskussion. „Ich nehme an, dass wir sie schon in naher Zukunft als selbstverständlichen Bestandteil unserer Kommunikation wahrnehmen“, sagt von Gehlen. Für ihn sind sie eine Erweiterung der mündlichen Kommunikation.

shrug (adapted) (Image by Topher McCulloch [CC BY 2.0] via Flickr)
Image (adapted) „shrug“ by Topher McCulloch (CC BY 2.0)

 

Der Lieblingsemoji von Dirk von Gehlen ist der Shruggie ¯\_(?)_/¯  Es handelt sich hierbei um ein japanisches Emoticon (Kaomoji), welches eine Art Schulterzucken symbolisiert. Er streckt seine Handflächen seitwärts nach oben und lächelt, sodass man seine Haltung als ein „Ich weiß es doch auch nicht“ verstehen kann. Der Begriff Shruggie leitet sich von dem englischen Wort „to shrug“ (mit den Achseln zucken) ab.

Es gibt für seine Entstehung zwar keinen eindeutigen Ursprung, aber der Rapper Kanye West könnte ein Grund für seine Popularität sein. Bei den MTV Music Awards 2010 zuckte er beiläufig mit den Schultern, sodass die Zuschauer diese Geste als „Kanye-Shrug“ kommentierten. „Wie die meisten Emoticons war er einfach irgendwann da und wurde genutzt. Darin liegt für mich der besondere Wert digitaler Kommunikation: Es gibt nicht eine Quelle, die vorgibt, wie etwas zu nutzen sei. Die Menschen nutzen Buchstaben und Ziffern und bauen daraus etwas Neues – wie beispielsweise den Shruggie. Das ist wunderbar.“.

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Plädiert für mehr digitale Gelassenheit: Dirk von Gehlen

Symbol einer digitalen Grundhaltung

Es gibt Leute, die sagen, der Shruggie sei Ausdruck des Gefühls, online zu sein. Für mich ist der Shruggie das Symbol einer digitalen Grundhaltung, die sich in einer fröhlichen (aber nicht zynischen) Ratlosigkeit manifestiert, die ich mal als Kulturpragmatismus überschrieben habe“, so von Gehlen. Dieser Kulturpragmatismus zeichnet sich durch die Fähigkeit aus, die eigene Bewertung der Welt und ihrer Entwicklung nicht so ernst zu nehmen.

Zu der digitalen Grundhaltung des Shruggies zählt, dass man mit einem fröhlichem Schulterzucken auf verschiedene Situationen reagiert. Er lebt mit einer optimistischen Offenheit gegenüber der Welt, kennt keine Wahrheiten und bietet allerlei Raum für Interpretationen. Bei dem „Shruggie-Prinzip“ geht es darum, ständig zu fragen: „Was wäre, wenn das Gegenteil richtig wäre?“. Wer sich dafür interessiert, kann in dem regelmäßig stattfindenden Seminar von Dirk von Gehlen mehr dazu lernen. Außerdem steht das japanische Emoji für eine produktive Ratlosigkeit, die uns davor schützt, alles sofort zu bewerten und immer eine Meinung zu haben.

Laut von Gehlen weiß es der Shruggie auch nicht, aber er schämt sich dieser Ratlosigkeit nicht. Er akzeptierte das Nicht-Wissen, denn nur, wenn man nicht auf jede Frage sofort eine Antwort hat, entstehe ein Prozess, an dessen Ende vielleicht eine neue Lösung steht. Zu diesem Lebensgefühl gehört es, fröhlich, ratlos, gelassen und digital zu sein. Zusammenfassend nennt von Gehlen die Haltung auch „Social Media Gelassenheit“. Dies sei der Versuch, das Shruggie-Prinzip auf die Nutzung von Twitter und Facebook zu übertragen, also eine Entschleunigung einzuführen.  Wenn jeder erstmal digital gelassen bleibt, ändert das die Stimmung in sozialen Netzwerken. Dieses Verhalten können wir alle von dem Shruggie lernen, er ist nämlich immer gelassen und distanziert.


Image (adapted) „Emoji“ by downloadsource.fr  (CC BY 2.0

Image via dirkvongehlen.de


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  • APPLE Golem: Apple verliert Spezialisten für autonomes Fahren: Der Kampf um Spitzenpersonal in der Automobilbranche geht weiter. So warb der chinesisch-amerikanische Autohersteller Faraday Future Apples Spezialist für Bilderkennung und autonome Fahrfunktionen ab. Dies könnte zu tieferen Einschnitten bei Apples eigenem Autoprojekt Titan führen. Der Spezialist Bart Nabbe arbeitete 10 Jahre am Robotics Institute der Carnegie Mellon University und war in der Vergangenheit unter anderem für Toyota tätig. Auch Peter Savagian, der frühere Chef von General Motors wechselte bereits zu Faraday Future.
  • TWITTER Internetworld: Twitter bringt „Promoted Stickers“: Seit zwei Monaten sind die interaktiven Sticker auf Twitter verfügbar. Nun wurde Pepsi zum offiziellen Launch-Partner erklärt und präsentiert die ersten gesponserten Sticker. Seit gestern haben Werbetreibende die Möglichkeit, Promoted Sticker zu veröffentlichen, welche von Nutzern über Fotos gelegt werden können. Nach dem unschönen Quartals-Ergebnis will Twitter damit mehr Werbeeinnahmen generieren.
  • SAP t3n: Mitarbeiter benoten? Darum verzichtet SAP künftig auf die Bewertung: Die Leistungsbeurteilung von Mitarbeitern führt langfristig zu mehr Missmut anstatt Motivation. Aus diesem Grund weicht SAP nun von seinem Kurs ab und verzichtet zukünftig auf eine Beurteilung, von der auch das Gehalt abhängig gemacht werden kann. Das dreiteilige Notensystem sei zu starr und trägt dazu bei, dass konstruktives Feedback auf der Strecke bleibt. Laut Aussagen von Wolfgang Fassnacht, Personalchef von SAP Deutschland testet SAP bereits ein neues System.
  • GOOGLE time: Google’s New Video Calling App Is a Simple Skype Alternative: Google hat die Videotelefonie-App Duo vorgestellt, diese ist speziell für die Nutzung auf Smartphones gestaltet. Es gibt zwar bereits die App Hangout von Google, aber bei Duo soll die Bedienung noch einfacher sein. Eine besondere Funktion der App zeigt den Anrufer schon vor dem Annehmen des Gesprächs auf einem Live Video. Anschließend kann der Angerufene entscheiden, ob er das Gespräch annehmen möchte oder nicht.
  • APPS horizont: Warum die EU-Kommission Chat-Apps stärker regulieren will: Europäische Telekom-Konzerne beschweren sich seit langer Zeit, dass Chat-Apps wie Whatsapp und Skype einen Wettbewerbsvorteil aufgrund von schwächeren Regeln hätten. Nun möchte die EU-Komission auch für diese Dienste strengere Regeln festlegen. Außerdem wird geprüft, ob die EU-Regeln angepasst werden müssen, weil Services wie Whatsapp und Skype von der Funktion her Ersatz für herkömmliche Telekommunikationsdienste sein könnten.
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5 Lesetipps für den 24. November

In unseren Lesetipps geht es um den Bewertungskapitalismus, das Interesse für IT-Berufe, wie aus Marken Medien werden, die Abnahme des TV-Konsums durch Streaming und einen Antrag des Europäischen Parlaments. Ergänzungen erwünscht.

  • BEWERTUNGEN Spiegel Online: Uber, Airb’n’b & Co.: Bewertungskapitalismus statt Regulierung?: Bewertungen sind inzwischen zur Grundlage unseres Handelns im Internet geworden. Doch sie entscheiden nicht nur darüber, ob wir ein Produkt kaufen oder eine Dienstleistung in Anspruch nehmen, sondern der bewertungsbasierte Kapitalismus entscheidet auch darüber, ob Einzelpersonen oder sogar ganze Unternehmen ihr Geschäft fortführen können, wie Christian Stöcker schreibt. Wer würde schließlich in ein Auto bei Uber einsteigen, dessen Fahrer nur mit zwei Sternen bewertet wurde? Laut Stöcker könne so die Regulierung durch Gesetze und Behörden wegfallen. Stattdessen würden sich die Qualitätsstandards crowdbasiert durch Bewertungen ergeben. Was gut bewertet wird, ist schließlich auch gut. Lediglich die Kunden, die dann ständig aufgefordert werden würden, alles zu bewerten, dürften genervt sein.

  • IT-BERUFE Golem: Studie: Mädchen interessieren sich quasi gar nicht für IT-Berufe: Laut einer aktuellen Studie interessieren sich nur 0,5 Prozent der Schülerinnen für einen Beruf in der IT. Bei den Jungen sind es immerhin sechs Prozent. Das Ergebnis ist verheerend, bedenkt man, dass mit aufwendigen Aktionen wie dem Girls Day massiv für Berufe aus den Bereichen Technik und den Naturwissenschaften geworben wurde. Alleine in diesem Jahr nahmen an diesem mehr als 100.000 Mädchen teil. Insgesamt entsprechen die Ergebnisse der Studie weitgehend dem „klassischen Rollenmuster“.

  • MARKEN Dirk von Gehlen: Marken werden Medien: Anhand des Fußballspielers und WM-Torschützen Mario Götze beschreibt Dirk von Gehlen, wie Marken zu Medien werden. Schon längst ist Götze nicht mehr nur ein Fußballspieler oder die Werbeikone eines Unternehmens, er ist selber ein Medium. Auf Instagram erreicht Götze mit seinen Bilder und kurzen Videos beispielsweise mehr als 2,2 Millionen Follower. Mehr als 100.000 Fans liken durchschnittlich seine Bilder. Dazu betreibt der Fußballspieler eine eigene Website, die einem Magazin ähnelt. Somit ist aus der Marke Mario Götze ein Medium geworden. 

  • STREAMING DIE WELT: TV-Konsum nimmt durch Filmstreaming ab: Mit Netflix, Maxdome und Co. verändert sich der Fernsehkonsum. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des High-Tech Verbandes Bitcom. Momentan schauen laut der Umfrage ca. 40 Millionen Deutsche Online-Videos und jeder dritte Nutzer von Videostreaming verzichtet komplett oder teilweise auf das klassische Fernsehen. In den USA hat sich der TV-Konsum mittlerweile sogar um 20 Prozent reduziert. Dadurch müssen sich Sender und Produzenten auf eine veränderte Medienwelt einstellen. Neben den kostenpflichtigen Streaminganbietern verstärken auch die illegalen Streamingportale wie kinox.to oder movie4k.de den Streaming-Trend.

  • GOOGLE CNet: European Parliament to call for breakup of Google, report says: Das EU-Parlament erwägt den Suchmaschinenriesen Google zu zerschlagen – das geht aus einem Report der Financial Times hervor. Dafür sollen die Abgeordneten einen Antrag bei der Europäischen Kommission gestellt haben, die hierüber entscheidet. Unterstützt wird der Antrag von der christdemokratischen Europäischen Volkspartei und den Sozialdemokraten. Ob die Europäische Kommission dem Antrag folgen wird, ist aber unwahrscheinlich, da diese bereits seit vier Jahren gegen Google ermittelt und angekündigt hat, das Wettbewerbsverfahren beizulegen. Am Donnerstag soll nun erst mal im Parlament über den Antrag abgestimmt werden.

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Spickmich-Macher starten Schulradar.de

Und weiter im aktuellen Specialthema „Zukunft des Lernens“:

„Finden Sie die beste Schule für Ihr Kind!“

So lautet der Slogan des neuen Dienstes Schulradar von den Machern des umstrittenen spickmich.de-Portals, auf dem Schüler Lehrer bewerten können.

 

Schulradar bietet Eltern, Schülern, Bildungsverantwortlichen und hoffentlich auch den Schulverantwortlichen vor Ort eine Möglichkeit, nach Schulen zu suchen, die von den Nutzern des Schulradars besonders gut oder eben besonders schlecht bewertet wurden. Ein Button-Up Ranking also das einen ähnlichen Ansatz fährt, wie man es bereits von spickmich oder meinprof kennt.

Ärger dürfte auch hier programmiert sein, da sich garantiert schnell Bedenkenträger melden werden. Mag sein, dass diese Art von Onlinebewertungen einerseits die Realität verzerrt, andererseits hilft sie, eine öffentliche Debatte über Qualität im Bildungssektor in Gang zu setzen. Eine Debatte, die nicht von Bildungspolitikern, ewiggestrigen Schuldienstschiebern oder vermeintlichen Experten dominiert wird, sondern die die Kunden sowie die Erziehungsberechtigten dieser Kunden geführt wird.

Im Endeffekt könnte es doch darum gehen, mal den erhobenen Mittel-Zeigefinger in Richtung Bildungspolitik zu strecken. Arbeitslose Lehrer einerseits, jenseits des Burnouts agierende Lehrer im Schuldienst andererseits. Unterricht fällt wegen Lehrermangel aus – das passt nicht zusammen. Dass via kontroverser Onlineportale wie Schulradar und Co. Stimmungen und Meinungen publik gemacht werden, hilft hoffentlich, frischen Wind in die teils angestaubten Köpfe der Entscheider zu bringen. Die Debatte tut der deutschen Bildungslandschaft gut…

Insofern: Viel Erfolg Schulradar! Auf hoffentlich kontroverse Diskussionen, die uns voran bringen…

[via Deutsche Startups]

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