All posts under Akquise

Google lässt Tweets auch in der Echtzeit-Suche anzeigen

Google (image by HebiFot [CC0] via pixabay)

Seit Februar 2015 kooperieren Google und Twitter wieder miteinander. Die Suchmaschine versucht seitdem, auch Tweets in den eigenen Suchergebnissen anzuzeigen. Zuerst war dies nur in der mobilen Suche möglich, jetzt wird dies auf die Web-App im Browser ausgeweitet. Den Nutzern werden nun auch Tweets in den Suchergebnissen angezeigt. Zumindest die vermeintlich relevantesten Tweets, denn letzten Monat berichteten wir auf Netzpiloten.de, dass Google gar nicht mit der Masse an Inhalten von Twitter zurechtkommt.

Google weitet Anzeige von Tweets aus

In einem nun aktualisierten Blogpost von Mai 2015, verkündet Ardan Arac, Senior Product Managerin bei Google, dass nun auch Inhalte von Twitter in der Web-Suche von Google angezeigt werden. Arac schreibt, dass die Anzeige von Tweets nun auch auf den Desktop ausgeweitet wurde und in Englisch (bisher nur auf google.com) sogar überall möglich sein soll. Tweets zu bestimmten Suchbegriffen sollen somit in Echtzeit gefunden werden können. Wird zum Beispiel anlässlich eines historischen Events etwas gesucht, zeigt Google nun auch Tweets an, die über den Anlass sind.

Die Anzeige von Suchergebnissen in Echtzeit ist zum einen ein hilfreicher Service für die Nutzer der Suchmaschine, andererseits Folge der für Google nicht zu bewältigenden Masse an Tweets. Die Beratungsfirma Stone Temple hatte die Suchergebnisse der letzten fünf Monate, dem Zeitraum der Kooperation zwischen Google und Twitter, untersucht und festgestellt, dass bis Juni diesen Jahres nur 3,4 Prozent aller Tweets in den Suchergebnissen von Google erfasst waren. Mehr als 96,6 Prozent der Tweets von Twitter wurden also nicht von Google indexiert. Wenig überraschend, denn die 284 Millionen Twitter-Nutzer senden im Durchschnitt 9.000 Tweets pro Sekunde. (Selbst die Library of Congress hat Probleme damit, Twitter für die Nachwelt zu archivieren.)

Alphabet könnte Twitter aufkaufen

Durch die Kooperation mit Twitter hat Google es geschafft, seine Suchergebnisse nochmals aufzuwerten. Für Monika Rosen-Philipp, Chefanalystin bei Bank Austria Private Banking, ist Twitter deshalb ein interessanter Übernahmekandidat für Alphabet, der neuen Firmenstruktur von Google, wie sie gegenüber dem österreichischen Tech-Blog Futurezone verriet. Durch die Umstrukturierung können laut Rosen-Philipp Firmenübernahmen einfacher vorgenommen werden. “Twitter wird seit einiger Zeit als ganz heißer Übernahmekandidat für Google gehandelt. Diese Einschätzungen kommen in den USA von den namhaftesten Branchebeobachtern”, zitiert Futurezone die Analystin Rosen-Philipp. “Jetzt, wo sich Google neu aufgestellt hat, könnte eine Übernahme von Twitter tatsächlich konkretere Formen annehmen.


Image „Google“ by HebiFot CC0 Public Domain)


CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

Weiterlesen »

Vox Media kauft ReCode

Walt Mossberg und Kara Swisher verkaufen ReCode an Vox Media (Image: Asa Mathat)

Vox Media kauft das Technik-Blog ReCode auf und macht damit den nächsten Schritt zum digitalen Medienimperium. // von Tobias Schwarz

Walt Mossberg und Kara Swisher verkaufen ReCode an Vox Media (Image: Asa Mathat)

Anderthalb Jahre nach der Abspaltung vom Wall Street Journal, verkaufen Walt Mossberg und Kara Swisher die auf Technik-Meldungen spezialisierte Webseite ReCode an Vox Media, dass dadurch neben dem beliebten Sportblog SB nation und dem ebenfalls auf Technologie spezialiserten Blog The Verge ein weiteres namhaftes Medium sein Eigen nennen darf. Finanzielle Details sind noch nicht bekannt.

Weiterlesen »

Weiterlesen »

Google: Gar nicht so allmächtig

Google (Bild: Simon [CC0 Publc Domain], via Pixabay)

Unbesiegbar wirkte der Internet-Konzern lange Zeit. Doch bei neuen digitalen Trends und Geschäftsfeldern ist Google nur mehr eine von vielen Firmen, die auf Expansionskurs sind. Ist der Riese angeschlagen? // von Jakob Steinschaden

Google (Bild: Simon [CC0 Publc Domain], via Pixabay)

Google ist nach wie vor der König der Online-Werbung und dominiert mit seiner Suchmaschine, dem mobilen Betriebssystem Android, dem Videoportal YouTube und dem Browser Chrome die jeweiligen Teilmärkte. Doch in anderen neuen digitalen Geschäftsfeldern wie Social Media, Messaging, Wearables oder mobilen Payments ist der Konzern aus Mountain View nur eines von mehreren Unternehmen – und muss dort anderen vorläufig die Marktführerschaft überlassen.

Weiterlesen »

Weiterlesen »

Google setzt seine Smart-Home-Einkaufstour fort

Revolv wurde von Nest gekauft

Die Google-Tochter Nest hat den US-amerikanischen Smart-Home-Anbieter Revolv übernommen. Die Entwickler beider Unternehmen sollen fortan gemeinsam an neuen Produkten fürs vernetzte Zuhause arbeiten. // von Ekki Kern

Revolv wurde von Nest gekauft

Der Markt des vernetzten Zuhauses ist gestern um eine Marke ärmer geworden: „Wir möchten mit Ihnen eine spannende Neuigkeit teilen. Revolv ist nun ein ‘Nest‘-Unternehmen„, heißt es auf der Website des Herstellers. Die in den USA bekannte Heim-Automatisierungslösung Revolv ist nun also von Nest übernommen worden. Diese Firma wiederum war ihrerseits vor einigen Monaten von Google gekauft worden, für den stolzen Preis von 3,2 Milliarden Dollar.

Weiterlesen »

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 26. August

In unseren Lesetipps geht es heute um die Akquise von Twitch durch Amazon, die New York Times, WhatsApps Höhenflug, China und ein Interview mit Hal Varian. Ergänzungen erwünscht.

  • TWITCH Golem: Amazon schnappt Google Twitch weg: Dass das Streaming-Portal Twitsch an dem interessanten Projekt DERP teilnahm (wir berichteten), ließ erahnen, welchen Wert die Nutzerdaten haben. Das passte in die Gerüchte, dass Google seit Monaten das Unternehmen aufkaufen möchte, doch gestern vor Börsenschluss gab es Überraschung. Amazon kaufte Twitch für 970 Millionen US-Dollar, was abseits vom WhatsApp-Kauf, wirklich viel Geld ist. Dafür bekommt der Online-Versandhandel Zugang zu 55 Millionen Nutzer pro Monat, die sich in einem Monat mehr als 15 Milliarden Minuten Spiele-Übertragungen ansehen. Um sich das so bequem wie möglich zu machen, werden die Nutzer sicher bald bei Amazon das passende Zubehör finden.

  • NEW YORK TIMES Re/code: New York Times’ Digital Subscription Growth Story May Be Ending: Vor vier Jahren machte sich die New York Times zum Vorreiter von Paywalls, also den ach so beliebten Bezahlschranken um Inhalte im Internet. Zeitgleich ließ der Verlag von einer Unternehmensberatung ermitteln, wie viele Abonnenten denn bereit wären, einen Abo-Preis zwischen 15 und 30 US-Dollar zu bezahlen. Lange Rede, kurzer Sinn: das beeindruckende Wachstum der New York Times könnte zu Ende sein. Die Zeitung hat die prophezeiten 800.000 bis 900.000 Online-Abonnenten erreicht. Mehr ist wohl nicht drin, das Wachstum zu Ende, außer der Verlag kommt mit der nächsten Ideen um die Ecke. Die kürzlich vorgestellte und äußerst schicke „NYT Now“-App scheint es aber wohl nicht zu sein.

  • WHATSAPP Digital Trends: WhatsApp hits 600 million active users: Die sogenannte German Angst ist eher ein Standortvorteil für die Sicherheitsindustrie als ein globaler Wirtschaftsfaktor. Während sich hierzulande einige nach der Übernahme von dem überhaupt nicht Datenschutz-freundlichen WhatsApp durch das ebenso nicht Datenschutz-freundliche Facebook von dem Messenger verabschiedeten, wächst WhatsApp international weiter. Gestern verkündete Firmenchef und Gründer Jan Koum in einem Tweet, dass auf WhatsApp nun mindestens 600 Millionen Nutzer aktiv sind.

  • CHINA PandoDaily: China works to improve its operating systems to reduce dependence on Western companies: Noch kurz vor Abgabefrist hat Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ein paar Textstellen in die letzte Woche vorgestellte Digitale Agenda einbauen lassen, die direkt an die mächtigen Internet-Konzerne aus den USA gerichtet waren. Mehr Schein als Sein, denn Gabriel weiß genau, dass er nicht einfach so globale Internet-Unternehmen auf deutschem Boden zerschlagen kann, ohne das sowieso hinterherhinkende Land endgültig auf eine Ebene mit Nordkorea hinab zu stoßen. Aber das Volk ließt solche Sätze gerne, zumindest glaubt wohl Gabriel das. Ganz anders reagiert eine andere Wirtschaftsmacht auf diese Dominanz der Technologie-Firmen aus den USA. China lässt ein eigenes Betriebssystem für seine Bürger entwickeln. Das hat in einer Diktatur natürlich auch andere Gründe und Folgen, ist aber wirtschaftlich gesehen der bessere Weg als ihn unser Wirtschaftsminister gewählt hat.

  • HAL VARIAN FAZ: Interview mit dem Google-Chefökonomen Hal Varian: Vergangene Woche war Googles Chefökonom Hal Varian in Berlin und hielt in Googles Berliner Büro seinen viel beachteten Vortrag über die Ökonomie der Zeitungsbranche. Im Raum saßen die Vertreter von wohl fast allen großen Zeitungen des Landes, Netzpiloten-Kolumnist Nico Lumma und ich. Besonders interessant fand ich die vielen Fragen der anwesenden FAZ-Journalisten, neugierig auf die Ausführungen des berühmten Wirtschaftswissenschaftler und mit Fragen ohne das Wort Angst, oft typisch für einen FAZ-Artikel über Google. Dafür haben es Patrick Bernau und Corinna Budras dann im Interview mit Varian gleich sechs Mal unter bekommen und trotzdem ein interessantes Gespräch führen können.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

Lesetipps für den 15. August

In unseren Lesetipps geht es heute um Edward Snowden, Google, die Kritik an Amazon, eine Bewertung des „Recht auf Vergessen“ und einen Pitch von Ilya Pozin. Ergänzungen erwünscht.

  • EDWARD SNOWDEN Wired.com: The most wanted man in the world: Für die US-Ausgabe der Wired ist der Journalist James Bamford zusammen mit dem Fotografen Platon Antoniou nach Moskau geflogen, um den wohl meist gesuchtesten Mann der Welt zu interviewen. Heraus gekommen ist ein Artikel, der vom Informationsgehalt keine neuen Erkenntnisse bringt, aber sehr intensiv und dabei mit unglaublich schönen Fotos gestaltet, die Geschichte des Whistleblowers und seine Beweggründe darstellt, das enorme Ausmaß der Überwachung durch Geheimdienste öffentlich zu machen.

  • GOOGLE Business Insider: Important Google Acquisitions: Was man bei Google gerne übersieht ist, dass es bis auf eine Suchmaschine und wahrscheinlich den globalen Markt für Online-Werbung, kaum etwas erfunden hat. Neben die Ursache für die Renaissance der Technologie-Kritik im deutschsprachigen Feuilleton zu sein, ist Google vor allem ein Einkäufer und Entwickler anstatt Erfinder. Die Firma hat seit 2001 über 163 Firmen für mehr als 28 Milliarden US-Dollar aufgekauft. Dave Smith stellt auf Businessinsider.com elf dieser Unternehmen vor, die den größten Einfluss auf Googles Entwicklung hatten.

  • AMAZON brasch & buch: Na, heute schon amazon gebasht?: Und? Heute schon über Amazon gelästert? Oder über die disruptive Respektlosigkeit, mit der Jeff Bezos irgendein Kulturgut, wahrscheinlich das Buch, vernichtet? Aber bestimmt wurde heute schon ein Text darüber gelesen. Dann empfehle ich als Ergänzung der Lektüre diesen Blogpost von Thomas Brasch, indem er lesenswert darstellt, dass die Kritik an Amazon weniger mit deren durchaus zu kritisierenden Handelspraktiken zu tun hat als viel mehr mit der Furcht vor Veränderung. Jeff Bezos als – mit Blick auf den Buchhandel – Gutenberg unserer Zeit, der vielleicht aus wirtschaftlichen Interessen das Kulturgut Buch ins 21. Jahrhundert gerettet hat. Ein schönes Bild. Zur Abwechslung.

  • RECHT AUF VERGESSEN RiBVerfG Masing: Vorläufige Einschätzung der „Google-Entscheidung“ des EuGH: Da ist es. Wir hatten schon darüber berichtet, dass Matthias Spielkamp auf iRights.info berichtet, dass es das Gutachten des Bundesverfassungsrichter Johannes Masing gibt, indem er das „Recht auf Vergessen“-Urteil analysiert und sehr kritisch bewertet. Jetzt hat Masing seine Analyse im Verfassungsblog selber veröffentlicht. Es ist schön zu sehen, dass sogar ein Bundesverfassungsrichter unsere Sorgen um die Pressefreiheit teilt, die das Urteil ausgelöst hat.

  • PITCH PERFECT Forbes: This Entrepreneur Raised $2M With A Five Slide Presentation: Von allen Gedanken, schätze ich doch am meisten die interessanten. Und damit bin ich nicht alleine, denn Ilya Pozin hat es geschafft, mit einem interessanten Gedanken über 2 Millionen US-Dollar Funding einzusammeln. Er hat keine Idee für ein Produkt, sondern vom Weg dahin und das ist das Team. Mit dem Geld will er ein Entwicklerteam zusammenstellen, dass bereits Erfahrung in der Entwicklung von Produkten hat und den Willen besitzt, etwas schaffen zu wollen. Was dann raus kommt, ist vollkommen offen. Es lohnt sich übrigens auch Pozins Pitch anzusehen, denn er hat es wirklich verstanden, worauf es ankommt: Entertainment.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

Dropbox auf Kaufkurs: Loom und Hackpad sollen Dienst stärken

Dropbox (adapted) (Image by Ian Lamont [CC BY 2.0] via Flickr)

Dropbox ist auf Einkaufstour und hat die Dienste Loom und Hackpad gekauft – zwei wirklich clevere Schachzüge im Expansionskurs. Der Filehosting-Dienst Dropbox hat für eine bisher unbekannte Summe die beiden Unternehmen Loom und Hackpad gekauft, die helfen sollen, das Unternehmen voranzubringen. Mit den Übernahmen verlässt Dropbox sein Metier nicht, entwickelt sich aber mit den beiden neuen Diensten in eine für die Konkurrenz ernstzunehmende Richtung weiter.

Konkurrenz ausstechen und Kompetenzen kaufen

Wer an Dropbox denkt, denkt an Cloud-Speicher. Eine Datei, die ich nicht lokal auf dem Rechner, Smartphone oder Tablet speichern will, schubse ich in die Cloud und kann sie fortan mit jedem Gerät überall auf der Welt und zu jeder Zeit anschauen. Cloud-Dienste gibt es inzwischen wie Sand am Meer, Dropbox ist aber nach wie vor der erste Player, an den man bei dem Thema denken würde. Nun akquiriert das Unternehmen zwei Firmen und versucht, zu expandieren.

Die eine Firma ist Loom, ein Cloud-Dienst für Fotos und Videos, in den vor wenigen Monaten erst Google und Will Smith kräftig investiert hatten: 1,4 Millionen Dollar gab es. Das Problem für Dropbox ist dabei ganz einfach: Mit der hauseigenen und neu gestarteten App Carousel für Android und iOS hat Dropbox ein ähnliches Produkt – und möchte sowohl die Konkurrenz ausstechen als auch von den bereits vorhandenen Kompetenzen des Loom-Teams lernen. Das geht erfahrungsgemäß am besten mit einer Übernahme.

Übernahme bereits vor zwei Monaten

Für die Loom-Nutzer bedeutet das, bis zum 16. Mai, also exakt einen Monat nach der Übernahme, ihre Daten zu Carousel umzuziehen. Wer dazu keine Lust hat, kann seine Daten als gezippt herunterladen. Zudem akzeptiert Loom aktuell keine neuen Registrierungen mehr. Die Nutzer bekommen von Loom eine Benachrichtigung mit Anweisungen zum Umzug. Wer sich bei Loom für einen kostenpflichtigen Tarif entschieden hat, soll von Dropbox ein Jahr lang ein ähnliches Paket erhalten – der Dienst wird dann ab dem 17. Mai nicht mehr erreichbar sein.

Damit hat Dropbox, wie oben schon angedeutet, zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Auf der einen Seite schafft man sich einen harten Konkurrenten vom Leib, der schon eine ordentliche Nutzerbasis aufgebaut hat und nutzt nun dessen Kompetenzen. Das Loom-Team arbeitet nämlich bereits seit zwei Monaten mit an Carousel, die Übernahme wurde nun öffentlich gemacht. In Zukunft sollen die neuen Mitarbeiter an der Weiterentwicklung der Version arbeiten, schreibt Netzwertig.

Mit Hackpad weitere Kompetenzen dazu gekauft

Dropbox ist aber noch nicht zufrieden. Neben der Veröffentlichung der Android-Version von Mailbox, einer Produktivitäts-App, um den Mailverkehr zu ordnen, expandiert der Dienst auch weiter in Richtung Crowdsourcing. Mit der Übernahme des Dienstes Hackpad, der aber nach jetzigen Plänen weiterhin aktiv wird, kauft sich Dropbox in ein Team ein, dessen Firma auf das gemeinsame Ansehen und Bearbeiten von Dokumenten in der Cloud, ähnlich wie Google Drive, spezialisiert ist. Ob und wann Funktionen aus Hackpad bei Dropbox zu finden sein werden, ist unklar.

Dropbox ist also momentan im Angriffsmodus und nutzt seine finanziellen Mittel für Zukäufe und Expansionen. Wirklich neue Geschäftsfelder erschließt der Dienst damit aber nicht, sondern bleibt im weitesten Sinne in seinem Metier. Spannend könnte die mögliche Integration von Hackpad sein und möglicherweise eine brauchbare Google-Drive-Alternative bieten.


Image (adapted) „Dropbox“ by Ian Lamont (CC BY 2.0)


Weiterlesen »

Gnip übernommen: Twitter weitet Daten-Business aus

Locals and Tourists (adapted) (Image by Mapbox [CC BY 2.0] via Flickr)

Mit der Akquise des Social Data-Analyst Gnip geht Twitter den nächsten Schritt zum Ausbau des eigenen Werbegeschäfts. Daten sind Macht und Geld. Das wissen insbesondere all jene Unternehmen, die von dieser Macht – und dem Geld – leben. Neben Amazon, Facebook oder Google sind das etwa Yahoo, Microsoft, Apple oder Twitter – letztlich jeder, der was mit diesem Internet und Nutzerdaten macht. Neben den großen Playern sind das auch kleinere Firmen, die ihr Geschäft auf die Auswertung und Aufbereitung von Daten spezialisiert haben.

Neue Einnahmequellen müssen erschlossen werden

Da wären etwa Topys, das im vergangenen Jahr von Apple gekauft wurde, oder Gnip, das jüngst von Twitter aquiriert wurde. Twitter baut damit das Geschäft mit Datenanalysen weiter aus. So kooperiert Twitter ja bereits mit Nielsen, um in den USA ein „Social TV Rating“ anzubieten oder mit diversen anderen Firmen, die wissen wollen, wie gut sie oder ihre Inhalte in den Kurznachrichten wegkommen. Genau auf diesem Gebiet verdienen auch Topsy und Gnip ihr Geld: Sammeln, analysieren, auswerten und darstellen von Daten.

Und da dieser Markt wächst und wächst, versucht Twitter nun, die Einnahmen, die mit den hauseigenen Daten generiert werden, besser kontrollieren zu können. Schließlich könnte Twitter daraus eine saftige Einnahmequelle generieren, nachdem der Verkauf von hervorgehobenen Tweets ja nach wie vor nicht sonderlich gut läuft.

Kein Kaufpreis bekannt

Gnip ist derweil seit vier Jahren Kooperationspartner von Twitter und hat laut eigenen Angaben bereits über 2,3 Milliarden Tweets an Kunden in über 42 Ländern geliefert. Mit der Kooperation, so Gnip-Chef Chris Moody, könne man nun beide Stärken vereinen und wesentlich schneller und tiefer analysieren. „Diese Übernahme signalisiert klar das Bewusstsein, dass Investitionen in Social Data wichtiger sind denn je„, schreibt er.

Über den Kaufpreis, den Twitter für das Unternehmen auf den Tisch gelegt hat, ist noch nichts bekannt. Gnip-Konkurrent Topsy war Apple im Dezember 2013 rund 147 Millionen Euro wert, Gnip dürfte aber etwas höher bewertet werden. Viel mehr Details sind über die Übernahme nicht bekannt, Moody möchte in den nächsten Monaten weiteres verraten. Die Twitter-Aktie reagierte am Dienstag positiv auf die Nachrichten.


Image (adapted) „Locals and Tourists“ by Mapbox (CC BY 2.0)


Weiterlesen »

Twitter kauft Android-Lockscreen-App Cover

Twitter hat die kontextsensitive Lockscreen-Alternative Cover übernommen und verdeutlicht dadurch, dass der Mobile-Markt das Hauptaugenmerk ist. // von Daniel Kuhn

cover_image

Kontextsensitive Apps werden derzeit als großer Trend auf dem Mobile-Markt gehandelt. Wie groß der Hype um diese Art von Apps allerdings tatsächlich ist, wird nicht erst nach der Übernahme von der intelligenten Lockscreen-App Cover durch Twitter richtig deutlich. Bereits Anfang des Jahres hatte sich Yahoo den schlauen Homescreen-Ersatz Aviate einverleibt. Während Yahoos Absichten mit Aviate jedoch naheliegen, wirft Twitters Übernahme von Cover einige Fragen auf.

Weiterlesen »

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 26. März

In unseren Lesetipps geht es heute um Datenjournalismus bei der L.A. Times, das Hochtechnologieland Deutschland, Blogs über Feminismus, die NASA lässt über Space-Anzüge abstimmen und Facebook kauft Oculus. Ergänzungen erwünscht.

  • DATENJOURNALISMUS Source: How to Break News While You Sleep: Der Datenjournalist der L.A. Times, Ken Schwencke, erklärt in einem Blogpost auf dem Blog des Opennews-Projekts Source, wie er mithilfe des Mailprogramms Mailgun und einem eigenen Programm Daten aus Mails des Erdbebenwarnsystems zieht und daraus einen Zeitungsartikel entwickelt, den er nur noch teilweise editieren muss und dann gleich veröffentlichen kann. Dadurch kann die Zeitung in einer Stadt berühmt für Erdbeben, in kürzester Zeit über Erdbeben informieren. „Code is a tool“ schreibt Schwencke am Ende. Lesson learned.
  • TECHNOLOGIE Carta: Willkommen im Hochtechnologieland Deutschland: Der selbstständige Kommunikationsberater Frank Hamm schreibt auf Carta über das Hochtechnologieland Deutschland, in dem neben IT-Gipfeln der Bundesregierung, den Versprechen der Telekommunikationsunternehmen auf schnelleres Internet und der medialen Berichterstattung über das Internet, eigentlich kein wirklicher Fortschritt im und für das Digitale entwickelt wird, denn noch ist das Thema hierzulande eine Glaubensfrage.
  • FEMINISMUS Tumblr: Women’s History Month: Ausnahmsweise mal kein klassischer Lesetipps, sondern fünf Tipps für Blogs, die sich mit Frauen und modernem Feminismus beschäftigen. In den USA ist „Women’s History Month“ und Tumblr stellt fünf Blogs seiner Plattform vor, in denen etwas über Frauen der Vergangenheit gelernt werden kann, aber auch wie Frauen sich noch im Jahr 2014 nur eine gleichberechtigte Gesellschaft vorstellen können anstatt in ihr zu leben.
  • ABSTIMMUNG Siliconrepublic.com: Vote for NASA’s new spacesuit online: Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hat drei Entwürfe für den Space-Anzug der Zukunft entwickelt und lässt die Crowd darüber entscheiden, in welchem schicken Design zukünftige Astronauten das Weltall erforschen. Noch bis zum 15. April kann abgestimmt werden. Tina Constanza stellt auf Silicon Republic die drei Entwürfe vor.
  • OCULUS Netzökonom: Facebook kauft Virtual-Reality-Brille Oculus für 2 Milliarden US-Dollar: Mark Zuckerbergs Einkaufstour geht weiter. Nach WhatsApp übernimmt Facebook jetzt Oculus VR, einen Hersteller für Virtual Reality-Brillen. Zwei Milliarden US-Dollar zahlt Facebook für das zwei Jahre alte Startup, aber wie auch bei WhatsApp nur einen Teil in bar: 400 Millionen Euro + Anteilsscheine. Fun Fact: Mark Zuckerberg wurde laut einem Reddit-User schon vor einem Monat in den Räumen von Oculus gesehen wurde, aber keiner konnte sich einen Reim darauf machen. Für Zuckerberg ist Oculus ein Baustein für die mobile Zukunft von Facebook.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »