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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • INSTAGRAM t3n: „Viel zu weitreichende Rechte“: Instagram ändert AGB – nach Kritik von Verbraucherschützern: Die Social Media App Instagram passt jetzt ihre Nutzungsbedingungen in Deutschland an. Verbraucherschützer haben gleich 18 Punkte der AGB der Facebook-Tochter mit einer Abmahnung angeprangert. So habe sich die Foto-Plattform von ihren zumeist jugendlichen Nutzern viel zu weitreichende Rechte einräumen lassen. Bis Ende des Jahres möchte Instagram seine AGB angepasst haben, um so mehr dem deutschen Recht angepasst zu sein, beispielsweise soll deutlich gemacht werden, wann die Plattform Inhalte entfernen darf.

  • APPLE heise: Patentstreit mit Apple: Qualcomm will iPhone-Produktion stoppen: Der Konzern Qualcomm ist einer der größten Anbieter für Chips in Smartphones. Auch Patentlizenzen für verschiedenste Technologien werden von der Firma verkauft. Wegen einer Streiterei mit dem Smartphone-Hersteller Apple um solche Patente, will der Konzern jetzt die iPhone-Produktion in China boykottieren. Apple möchte nicht zahlen, da Qualcomm für Patentlizenzen einen prozentualen Anteil vom gesamten Gerätepreis verlangt. In Europa steigt der Konzern bereits auf Funkchips von Intel um, sollte der chinesische Markt allerdings wegbrechen, wäre das ein echter Einschnitt für den Konzern.

  • HUAWEI übergizmo: Huawei Mate 10: Der Livestream zum Launch-Event: Heute launcht der Smartphone Herstellers Huawei die neue Mate-Serie. Gegen 14 Uhr wird CEO Richard Yu in München die Bühne betreten und die neue Reihe präsentieren. Das Event kann per Livestream verfolgt werden und mit dem Hashtag #WeMate2017 könnt ihr euch austauschen und auf dem Laufenden halten. Das Huawei 10 ist der direkte Nachfolger der Mate 9 und soll das Smartphone durch einen Kirin 970-Prozessor zum maschinellen Lernen befähigen. Das Mate 10 könnte damit bestimmte Prozesse bos zu 20 Mal schneller ausführen als ein Smartphone mit einer herkömmlichen CPU.

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Tandem: Bannflüche statt Mediation im Netz – Große Lücke für Internet Governance

Verbot (adapted) (Image by Martin Abegglen) [CC BY-SA 2.0] via flickr

Sie spielen Polizei, Geheimdienst, Sittenwächter, Zensor, Staatsanwalt, Richter und initiieren mittelalterliche Prangermethoden zur Verbannung von vermeintlichen Querulanten. Gaming-Anbieter, Netz-Giganten und Betreiber von Social Networks mutieren immer mehr zum Staat im Staate unter Missachtung rechtsstaatlicher Regeln.

Sie instrumentalisieren Allgemeine Geschäftsbedingungen für Sanktionen, schließen Nutzer willkürlich aus und erteilen nach Belieben Ermahnungen, gegen die sich keiner so richtig wehren kann. Was macht ein professioneller Computerspieler, der von der Gaming-Community unter Duldung des Betreibers in einem „Tribunal“ wie zu Zeiten der Jakobiner-Herrschaft lebenslänglich von der Plattform verbannt wird, weil er als unhöfliche Nervensäge einigen Konkurrenten auf den Keks gegangen ist? Der Betroffene ist hilflos, es gibt keine Schiedsgerichte, Mediatoren oder juristisch saubere Verfahren. Am Ende wirkt der Bannspruch wie ein Berufsverbot.

Schand- und Ehrenstrafen

Es sind Schand- und Ehrenstrafen, die die Reputation vernichten. Ab dem 12. Jahrhundert eine beliebte Methode der Herrschenden, um die Fassade der „ehrbaren“ Bürger zu wahren. Wenn der Delinquent nicht geköpft, erhängt oder gevierteilt wurde, sollte er zumindest der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Die bigotte Community vertrieb den Außenseiter. An dieser Stelle folgt meistens der Einwand, dass ja niemand gezwungen sei, die sittenwidrigen Geschäftsbedingungen zu akzeptieren. Es ist wie bei einer Hausordnung. Wer das Hausrecht besitzt, könne auch sanktionieren. Bei einem Music-Club oder einer Bar nehmen wir das leider allzu oft hin, weil es genügend Alternativen gibt. Der Türsteher mokiert sich über meine krumme Nase, Hautfarbe oder mein schlampiges Outfit und lässt mich nicht rein. Wenn Plattformbetreiber meine virtuellen Accounts wegen irgendwelcher Regelverstöße löschen oder sperren, kann das meine komplette Arbeitsfähigkeit gefährden. Werden Applikationen inhaltlich zensiert, bleiben die Grundrechte auf der Strecke.

Betreiber verstecken sich hinter AGB-Prosa

Selbst wenn man sich die Mühe macht, die wenig erfrischende AGB-Prosa der Anbieter zu studieren, müsste danach noch die Konsultation bei einem Anwalt folgen, um am Ende auf den Button zu klicken, der besagt: „Ich habe die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sorgfältig gelesen und akzeptiere sie.“ Wie muss ich denn folgende Formulierung interpretieren: „Die vorgenannten Haftungsbeschränkungen gelten nicht in den Fällen zwingender gesetzlicher Haftung – insbesondere nach dem Produkthaftungsgesetz – sowie bei Übernahme einer Garantie oder schuldhaft verursachten Körperschäden“? Hä? So geht es in der Regel noch 500.000 Zeichen weiter. Ohne Jura-Studium mit jahrelangem Besuch von überteuerten Repetitorien kommt man wohl nicht weiter. Und selbst Juristen legen sich bei diesem verschachtelten Gemurmel die Karten. Es sind Gummi-Paragrafen, die den Firmen maximale Bewegungsfreiheit gewähren, um gegen Anwender irgendwelche Knüppel zu schwingen oder sich bei Rechtsstreitigkeiten aus der Affäre zu ziehen.

Sohn & Sohn (Image by Gunnar Sohn)
Sohn & Sohn (Image by Gunnar Sohn)

Sohn vom Sohn verliert Tandem-Community

Was dem Sohn vom Sohn mit dem Dienst Tandem widerfuhr ist symptomatisch für die Ignoranz vieler Angebote, die zwar hipstermäßig im freundlichen Jargon daherkommen und dann auf irgendein nicht nachvollziehbares Denunziantentum von anderen Nutzern mit einer lebenslänglichen Verbannung reagieren. Dabei wollte der Sohn mit der App doch nur koreanisch lernen. Das kollaborative Lernprinzip überzeugte ihn: „Du lernst ihre Sprache, sie lernen deine Sprache. Übe das Zuhören, verbessere deine Aussprache und lerne mit Nativespeakern. Keine Verabredungen, keine Skype-Termine – Tandem-Lernen geht überall und jederzeit.“ Also ein Geben und Nehmen. Nach der anfänglichen Euphorie, einer schnell wachsenden Community und ersten Erfolgen bei einer nicht ganz so einfachen Fremdsprache folgte die Ernüchterung. Der Sohn vom Sohn sei ausgeschlossen worden, da Verstöße gegen die Richtlinien der Plattform gemeldet wurden. Keine Anhörung, keine Gelbe Karte, keine Konkretisierung, kein Zugriff mehr auf die Peer-Group. Nur der lapidare Hinweis, dass man aus der Lerngemeinschaft für immer verbannt sei:

Dear Constantin, our highest priority is to make Tandem a friendly, safe place to practice foreign languages. A ban happens when we receive a complaint from other members that you have broken Tandem rules. While we never monitor any calls, we take all reports very seriously, and take immediate action. Our decision is final and we will not revisit it. We will also not accept any of your further applications to join Tandem. Thank you for understanding. Julie“. Die heuchlerische Freundlichkeit kann sich Julie sparen.

Vorschläge für Internet Governance gefragt

Was folgt, ist klar. Es breitet sich das Gift von gegenseitigen Verdächtigungen aus. Wer hat mich gemeldet, warum ging ich einem anderen Teilnehmer auf den Keks, wer hat da ständig Hinweise auf konkurrierende Unternehmen gepostet, wie reagiert die Gruppe und, und, und. Auf Facebook ist über diese Bannflüche intensiv diskutiert worden.

Posted by Gunnar Sohn on Sonntag, 26. März 2017

Das Kopfschütteln ist in fast jedem Posting spürbar: Undifferenzierte Verbannungen seien nicht zielführend, so der Kommentar von Yanick. „Warum Nutzern nicht einfach ermöglichen, andere in der App zu blockieren, wenn sie sich belästigt fühlen.“

Internet Governance-Experte Professor Wolfgang Kleinwächter fordert im ichsagmal.com-Interview eine Abkehr von Prangermethoden, die im 15. oder 16. Jahrhundert üblich waren. So etwas gehört nicht in unsere Zeit. Auch Internet-Plattformen benötigen transparente Verfahren zur Streitschlichtung. Kleinwächter verweist auf die Uniform Domain-Name Dispute-Resolution Policy von Icann. Leider zählt das nicht zum Standard in Netz. „Hier sehe ich eine große Lücke für Internet Governance“, beklagt Kleinwächter. Das Notiz-Amt wird in einer Tandem-Aktion nicht nur die Fremdsprachen-Plattform um eine Erklärung bitten, sondern auch die Netzcommunity einbinden, um generell Vorschläge für eine faire Mediation zu machen.


Image (adapted) „Verbot“ by Martin Abegglen (CC BY-SA 2.0)


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • WHATSAPP sueddeutsche: Whatsapp muss Geschäftsbedingungen ins Deutsche übersetzen: Die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) vieler Konzerne sind Kritikern schon immer ein Dorn im Auge. Diese Bedingungen seien oft intransparent und benachteiligend für ihre Nutzer. Hier trifft es vor allem Nutzer aus Deutschland, da nicht viele AGBs in Deutsch umgewandelt werden. Das soll sich nun ändern, denn das Berliner Kammergericht droht dem Messenger Whatsapp mit einer nicht geringen Geldstrafe. Eine viertel Millionen soll Whatsapp also bezahlen, falls sie der Anordnung nicht nachgehen, ihre AGBs zu übersetzen.

  • TWITTER bloomberg: Twitter to Stop Counting Photos and Links in 140-Character Limit: Wer auf Twitter unterwegs ist, der kennt das typische Problem. Um seinen Emotionen freien Lauf zu lassen, hat jeder Nutzer genau 140 Zeichen zur Verfügung. Das kann einen leicht zur Weißglut bringen, wenn man den perfekten Satz im Kopf hat und dieser dann ein paar Zeichen zu lang ist. Und an Bilder und Links musste auch noch gedacht werden – „musste“. Damit ist jetzt nämlich Schluss! Twitter hat angekündigt Bilder und Links aus der 140 Zeichen-Regel zu entnehmen. Dadurch hat der Nutzer nun mehr Platz und kann ganz lässig seine Botschaften mit Bildern und Links untermalen.

  • HACKER heise: Medizin-Hacker bauen künstliche Bauchspeicheldrüsen für Diabetiker: Die Entwicklung von verschiedensten Technologien in der Medizin erleichtert vielen Diabetikern das Leben. Doch einigen Betroffenen geht die Entwicklung nicht schnell genug- sie bauen sich selbst ihre Werkzeuge. Dana Lewis und ihr Ehemann Scott Leibrand arbeiten als Netzwerktechniker bei Twitter. Dana ist Diabetikerin und zusammen mit ihrem Mann ein Programm geschrieben, das eine automatische Insolinzufuhr für den Körper regeln soll. 50 andere Personen benutzen die Erfindung des Ehepaares schon.

  • STARTUP gruenderszene: Ein 30-Millionen-Dollar-Exit war dem 14-jährigen Gründer zu wenig: Warum findet man bei vielen öffentlichen Sportanlagen oder Spielplätzen eigentlich öfter keine Erste Hilfe Ausrüstung? Eine Frage, die sicher schon viele Menschen durch den Kopf geschossen ist. Taylor Rosenthal aus Alabama hat das Problem angepackt und einen Pflasterautomaten entwickelt. Ein Vergnügungspark war begeistert und wollte hundert Maschinen kaufen. Eine größere Firma aus dem Gesundheitswesen bot Taylor 30 Millionen Dollar für sein Unternehmen an. Er lehnte das Angebot ganz souverän ab, weil er sein Unternehmen erst wachsen lassen will. Das Interessante ist – Taylor ist erst 14 Jahre alt.

  • GADGETS mashable: Smile for the world’s first automated selfie stick: Der Selfie-Stick ist für einige coole Fotos verantwortlich. Die simple Idee, sein Smartphone an eine Stange zu befestigen, ist auf dem Markt eingeschlagen. Man sieht die Sticks einfach überall. Nun sorgt ein Selfie Stick aus den USA für Aufsehen. Kleine Scheinwerfer an der Seite der Smartphone Befestigung und Ventilatoren am Griff, die die Haare in die Luft wirbeln sollen. Ein kleines, mobiles Fotostudio könnte man meinen. Leider ist dieser Stick nicht auf dem Markt und nur Teil einer Promo-Aktion.

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5 Lesetipps für den 16. März

In unseren Lesetipps geht es heute um den Islam in den Medien, den YouTube-Star LeFloid, Merkel auf der CeBit, Kreativität in der Musik und Facebook. Ergänzungen erwünscht.

  • ISLAM taz: Muslime in deutschen Medien: Der Journalist Eren Güvercin schreibt auf taz.de über das Bild von Muslimen in hiesigen Talkshows, Zeitungen und Magazinen, dass oft genug einen negativen Eindruck vermittelt. Ein lesenswerter Beitrag mit persönlicher Note, der zeigt, wie deutsche Medien mit der zweitgrößten Religion in Deutschland berichten und wie damit die Gesellschaft beeinflusst wird.

  • YOUTUBE Broadmark: LeFloid im Portrait: Der Berliner Student Florian Mundt ist besser bekannt als LeFloid, einer der größten und erfolgreichsten Vlogger auf YouTube. Man sieht ihn (inzwischen) oft im Fernsehen, auch auf Podien. Pauline Claass erklärt in einem Portärt auf Broadmark, wie sich LeFloid entwickelt hat, welche Bedeutung er für die hiesige YouTube-Szene hat und was seinen Erfolg ausmacht.

  • CEBIT Golem: Merkel für Kooperationen mit chinesischer IT-Industrie: Auf der gerade eröffneten CeBit traf Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Chinas Vizepremierminister Ma Kai und Alibaba-Gründer Jack Ma. Die Betonung auf die digitale Wirtschaft und das Partnerland China hätte kaum besser durch Gäste ausgedrückt werden können. Merkel wirbte deshalb gerade für mehr Kooperation mit China, allerdings bei klaren Spielregeln, wie sie hofft. Warten wir es ab, wie fair das Land aus dem Alibaba kommt mit dem Land sein wird, dass so etwas wie die De-Mail entwickelt hat und das auch noch gut findet.

  • KREATIVITÄT F.A.Z.: Warum das Urteil gegen „Blurred Lines“ falsch ist: Im Feuilleton der F.A.Z. erklärt Thomas Lindemann angenehm nüchtern für diesen Ort, warum das Urteil gegen „Blurred Lines“ falsch ist. Es gefährdet die Popmusik als Kunst, für die zum einen wissenschaftlich bestätigt ist, dass je erfolgreicher das Genre wurde, umso einfacher und ähnlicher wurden auch die Songs, zum anderen genau darauf die Kreativität heutzutage aufbaut. Auf Carta.info nahm ich das Gerichtsurteil als Anlass, um zu erklären, warum es ein Recht auf Remix geben muss.

  • FACEBOOK The Next Web: Facebook Updates its Community Standards for Clarity: Was man auf Facebook darf und was nicht, ist oft unklar. Das jeweilige nationale Gesetz der Nutzer gilt nämlich nur bedingt. Facebook hat eigene Vorstellungen, was er laubt sein soll. Rechtes Gedankengut findet leider oft genug Schutz eines zweifelhaften Begriffs von Meinungsfreiheit, während Meldungen von Nachrichtenmagazinen aufgrund harmloser Nacktheit gelöscht werden. Nun versucht Facebook aber in die Erkläroffensive zu gehen und die neuen Regeln vorzustellen.

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5 Lesetipps für den 30. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um Facebook und Überwachung, die Debatte ums Urheberrecht, eine Paywall, Roboterjournalismus und YouTube. Ergänzungen erwünscht.

  • FACEBOOK Süddeutsche.de: Das wirkliche Problem sind Geheimdienste: Heute treten auf Facebook neue allgemeine Geschäftsbedingungen in Kraft. Das soziale Netzwerk will noch mehr über seine Mitglieder wissen und diese Daten noch intensiver nutzen. Die Aufregung ist im Laden von Bundesdatenschützerin Andrea Voß riesig, doch wird in der Debatte ein wichtiger Fakt vergessen, den Dirk von Gehlen auf Süddeutsche.de sehr gut auf den Punkt bringt: „Es ist an der Zeit, jene Überwachungs-AGB abzulehnen, die politisch verbreitet werden, statt so zu tun, als könne man das Problem über Facebook lösen.“

  • URHEBERRECHT Netzpolitik.org: Die Böhmermann-Debatte zum Urheberrecht: Leonhard Dobusch fasst auf Netzpolitik.org die doch noch sehr interessant gewordene Debatte um die Urheberrechtsverletzung durch Jan Böhmermann zusammen. Berufsprovokateur Böhmermann nutzt den Vorfall um die berechtigte Abmahnung für Aufmerksamkeit erhaschenden Krawall, andere Leute setzen sich mit der eigentlichen Frage um das Urheberrecht auseinander und wie dieses modernisiert werden muss.

  • PAYWALL Rhein-Zeitung.de: Schluss mit gratis – Eine Zeitenwende: Keine Ahnung, wie lang dieser Artikel noch zu lesen ist, denn der Kommentar von Marcus Schwarze auf Rhein-Zeitung.de wird bald hinter einer Paywall verschwinden. Kunden statt Reichweite lautet das neue Motto, weshalb bald jeder Artikel kostenpflichtig sein wird. Marcus Schwarze, Redakteur und Leiter Digitales bei der Rhein Zeitung erklärt diesen ultimativen Schritt.

  • ROBOTERJOURNALISMUS The Verge: AP’s ‚robot journalists‘ are writing their own stories now: Roboterjournalismus funktioniert nur unter bestimmten Voraussetzungen. Lars Sobiraj hat das auf Netzpiloten.de geschrieben. Die New Yorker Nachrichten- und Presseagentur Associated Press (AP) setzt ebreits auf Roboterjournalismus, ohne dass das den Journalismus gefährdet. Wie das geht und wie die bestimmten Voraussetzungen bei AP aussehen, erklärt Ross Miller auf theverge.com.

  • YOUTUBE BR Puls: Womit Youtube-Stars ihr Geld verdienen: Die hiesige YouTube-Community ist schwer einzuschätzen. Noch handelt es sich um alles andere als ein großes Geschäft, allerdings bereits mit sehr wenigen Ausnahmen, doch wie viel Geld wirklich schon im Umlauf ist, weiß niemand genau. Philipp Steuer hat für Google gearbeitet und kennt sich mit YouTube aus. Im Interview mit Anna Bühler legt er die Karten auf den Tisch – mit einem bestimmten Ziel.

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Facebook sperrt die Fan-Seite des Magazins Cicero

Wieder einmal ist ein deutsches Medium in seiner freien Berichterstattung an den Richtlinien des sozialen Netzwerks Facebook gescheitert – diesmal traf es den Cicero. // von Tobias Schwarz

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Das politische Magazin Cicero hat auf seiner Website einen Artikel über das Thema Abtreibung als Frauenrecht veröffentlicht und den Bericht mit einem Bild von protestierenden Aktivistinnen versehen, die im Stil der Femen-Bewegung „oben ohne“ demonstrieren. Als der Artikel von Andrea Dernbach im sozialen Netzwerk Facebook geteilt wurde, ist die Facebook-Seite des Magazins gesperrt wurden. Wieder einmal kommt es zum Konflikt zwischen Nutzungsbedingungen und dem Social Media-„Zwang“ der Berichterstattung.

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Google, Facebook & Co: Netz-Giganten spielen Staat

Google, Facebook und Co. dürfen sich nicht zur richterlichen Instanz aufschwingen und entscheiden, was im digitalen Leben richtig oder falsch ist. Wie können wir uns wehren?

Sie spielen Polizei, Geheimdienst, Sittenwächter, Zensor, Staatsanwalt, Richter und initiieren mittelalterliche Prangermethoden zur Verbannung von vermeintlichen Querulanten. Gaming-Anbieter, Netz-Giganten und Betreiber von Social Networks mutieren immer mehr zum Staat im Staate unter Missachtung rechtsstaatlicher Regeln. Sie instrumentalisieren Allgemeine Geschäftsbedingungen für Sanktionen, schließen Nutzer willkürlich aus, löschen Inhalte oder erteilen nach Belieben Ermahnungen, gegen die sich keiner so richtig wehren kann. Weiterlesen »

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Wir sind Facebook

Das Internet ist der Dorfplatz der Moderne – doch weil dieses neue Dorf global ist, gelangen die alten Modelle an ihre Grenzen. Es ist an der Zeit, transparent zu ermitteln, welche Regeln in der neuen Netzöffentlichkeit gelten sollen.

Wir sind Facebook

Dürfen Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) von Internet-Giganten wie Google oder Facebook den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs im Netz beeinflussen? Diese Frage verhandelte ein Expertenpanel am zweiten Tag der Berliner Bloggerkonferenz Republica unter dem Titel: „Der digitale Dorfplatz: Privat oder öffentlich?“.

Kommerzielle Plattformen könnten sich zu einem Rohrkrepierer für virtuelle Menschenrechte entwickeln, wenn Accounts willkürlich gelöscht oder geschäftspolitisch über die Zulässigkeit von Meinungsäußerungen entschieden wird. Es muss ja nicht gleich das von Sascha Lobo ins Spiel gebrachte Profilbild mit erigiertem Penis sein, der zu einem Exitus der eigenen Facebook-Präsenz führt. Nacktheit bringt bei amerikanischen Konzernen auf Knopfdruck die Hohepriester von Sittlichkeit und Moral auf den Plan. Aber genau hier muss der Meinungsstreit anfangen. Beispielsweise über die anmaßende Haltung von Infrastruktur-Anbietern, die uns den Zugang zum Internet gewähren und nach Gusto wieder nehmen können.

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