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Mit Adobe Acrobat DC PDF-Dateien jetzt auch auf dem Tablet editieren

Adobe Acrobat DC Tablet PDF editieren

PDF-Dateien sind das Rückgrat für den Austausch von Dokumenten und Adobe Acrobat das Standard-Programm dafür. Und zwar nicht nur am Laptop und Schreibtisch-Rechner, sondern immer öfter auch unterwegs an Smartphone und Tablet. Aus diesem Grund hat Adobe sein Abo-Paket Adobe Acrobat DC stark überarbeitet und um wichtige Funktionen für mobiles Arbeiten im Team ergänzt. Dazu zählen mobiles Einfügen von Text und Fotos am Tablet, was bisher nur am Desktop ging. Außerdem können Anwender den Versand und Verbleib von Projektdateien leichter nachvollziehen und für eine Freigabe unterschreiben lassen.

Dokumente leichter unterwegs bearbeiten

Dokumente werden zwar häufig als PDF verschickt, damit sie sich gerade nicht nachträglich verändern lassen. Aber manchmal möchte man als Autor oder Projektbeteiligter selbst doch noch etwas einfügen. In der Desktop-Variante von Adobe Acrobat DC ist das schon immer möglich gewesen. In der mobilen Version für iOS und Android hingegen ließen sich PDF-Dateien bisher nur mit Anmerkungen versehen. Ab sofort können Anwender jedoch die Text- und Bildelemente eines PDFs auch bearbeiten, zumindest auf einem Tablet. Einen Satz zu ergänzen oder ein Foto auszutauschen, geht dadurch auch unterwegs deutlich leichter und schneller als das Ursprungsdokument anzufassen.

Außerdem lassen Formulare sich in Acrobat Reader mit der Unterstützung von Adobes KI-Verfahren namens Adobe Sensei leichter ausfüllen. Sensei erkennt Formularfelder und unterbreitet Text- und Zeichenvorschläge, sodass Anwender die Dokumente schneller mit Inhalt befüllen und unterschreiben können.

Wer die Scannen-Funktion in der mobilen Acrobat-App aktiviert, wird seit längerem automatisch zur eigenständigen Anwendung Adobe Scan weitergeleitet, um ein Dokument zu digitalisieren und in der Document Cloud von Adobe zu speichern. Nun ist Adobe Scan auch in der Lage, Visitenkarten als solche zu erkennen und in digitale Kontaktdaten zu verwandeln. Dabei können Visitenkarten neben Deutsch auch in Englisch, Italienisch, Französisch und Spanisch vorliegen. Auch dabei kommt Adobe Sensei zum Einsatz und soll dank maschinellem Lernen Daten präzise und möglichst fehlerfrei konvertieren.

Bessere Übersicht und Zusammenarbeit: Projektdateien leichter ändern und freigeben lassen

Wer Textbeiträge, Angebote oder Präsentationen gemeinsam mit anderen erstellt und auf Feedback angewiesen ist, kann sich diesen Vorgang künftig mit einem Überprüfungsdienst erleichtern. PDFs können aus Acrobat heraus an beliebig viele Personen per Link versandt und mit Erinnerungen und Fristen versehen werden. Änderungen und der aktuelle Status werden zentral erfasst. Das soll überflüssige Feedbackschleifen vermeiden und E-Mail-Postfächer entschlacken.

Für das rechtsgültige Unterschreiben von Freigaben und Dokumenten kommt Adobe Sign zum Einsatz. Diese Signatur-Dienst war bislang ein separates Paket und nur über eine Browsermaske am Desktop zugänglich. Nun ist es direkt in Adobe Acrobat integriert und ersetzt das bisherige Werkzeug „Zum Unterschreiben senden“.

Startansicht Adobe Acrobat DC
Die neu gestaltete Startansicht soll sowohl auf dem Desktop als auch auf dem Smartphone und Tablet für eine bessere Übersicht bei PDF-Projekten sorgen. Image by Adobe

Zu einem besseren Überblick bei Dokumentenprojekten soll außerdem eine neu gestaltete Startansicht von Acrobat DC und Acrobat Reader beitragen. Sie dient als Zentrum für den Dateizugriff sowie alle anfallenden und erledigten Aufgaben. Das betrifft sowohl Dateien, die Anwender zur Überprüfung oder Unterschrift versandt als auch zu diesem Zweck erhalten haben. Anstehende Aufgaben zeigt die Startansicht in Form von To-Do-Karten an. Ferner unterbreitet die Startansicht in der Liste zuletzt geöffneter Dateien Vorschläge für Werkzeuge und Dienste, die beim Erledigen von Aufgaben hilfreich sein könnten.

Update für Adobe Acrobat DC ab sofort verfügbar

Wer die neuen Funktionen nutzen möchte, kann das Update ab sofort an Desktop- und Mobilgeräten einspielen. Neukunden erhalten beim Download vom Start weg die aktuelle Version. Der Einsatz der Bearbeitungs-, Überprüfungs- und Freigabefunktionen setzt ein kostenpflichtiges Abo für die Document Cloud ab 16 Euro monatlich oder für die Creative Cloud ab 60 Euro im Monat voraus. PDFs zu lesen und mit Hinweisen zu versehen, bleibt mit dem Acrobat Reader weiterhin kostenlos.

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Adobe Project Rush: Echter Cloud-Workflow für Handy-Videos

Adobe Project Rush

Die Bearbeitung eines Fotos auf einem Gerät anzufangen und auf einem anderen zu beenden, ist seit Lightroom CC gang und gäbe. Bei Videos war das bisher noch nicht möglich. Denn für eine umgehende Synchronisierung sind die Datenmengen von bewegten Bildern bislang viel zu groß. Adobe hat dieses Problem offenbar gelöst und kündigt jetzt eine Anwendung an, die die nahtlose Bearbeitung von Videos auf Computern und Mobilgeräten ermöglichen soll. Die vorläufig als Adobe Project Rush bezeichnete Software soll noch im Laufe dieses Jahres erscheinen.

Adobe Project Rush ist Kamera-App und Video-Editor in einem

Beta-Tester können die App bisher schon ausprobieren und berichten Positives. Ich benutze eine Vorabversion auf einem iPhone X und probiere dabei insbesondere die Kamera-Funktion aus. Denn Adobe Project Rush ist nicht nur ein Editor, sondern bietet auch die Aufnahme von Videomaterial an. Beispielsweise mit der Möglichkeit, getrennt zu fokussieren und zu belichten, erinnert Project Rush an die mächtige Kamera-App Filmic Pro, ist dabei aber deutlich übersichtlicher gestaltet.

Cloud-Sync zwischen Smartphone, Tablet, Laptop und PC

Videos auf dem Smartphone zu drehen ist aber nur ein kleiner Aspekt, den die Anwendung abdeckt. Viel größeres Gewicht legt Adobe auf die cloud-gestützte Arbeitsweise. Sie ermöglicht, ein auf dem Handy gefilmtes Video ohne Umweg über Micro-SD-Karte oder Kabel direkt auf ein Tablet oder einen Computer zu übertragen. Dort können Nutzer es dann bearbeiten bzw. die Bearbeitung fortsetzen, die sie auf dem Smartphone begonnen haben. Änderungen werden gespeichert und sind umgehend auch wieder auf dem Handy und allen anderen mit dem Adobe-Konto verknüpften Geräten verfügbar. Mit Adobes Videoanwendungen Premiere Clip und Premiere Pro CC ist das in dieser Form bisher nicht möglich.

Anspruchsvolle Editing-Funktionen und Zugriff auf Adobe Stock

Die Bedienung ist einfach gehalten, dennoch integriert Adobe in Project Rush verschiedene Funktionen, die Anwender aus der Profi-Software des Hauses kennen. Wie bei Premiere Pro können Rush-Nutzer mit Farblooks experimentieren und wie in Audition den Ton auf hohem Niveau bearbeiten. Für das Teilen auf Social-Media-Kanälen passt Project Rush die Videodateien mit einem Klick automatisch an.

Damit Anwender leichter Übergänge, Titel und Bauchbinden erstellen können, erhalten sie Zugriff auf verschiedene Vorlagen, sogenannte Motion-Graphic-Templates. Diese lassen sich über Adobe Stock beziehen, dem Stockmedienmarktplatz von Adobe. Wie bei immer mehr Creative-Cloud-Programmen soll Adobe Stock auch direkt aus Project Rush heraus verfügbar sein. Laut Adobe wird eine stetig wachsende Anzahl von Motion-Graphic-Templates für Rush gratis erhältlich sein. Weil Adobe Stock generell ein kostenpflichtiges Angebot ist, werden aber sicher auch Kauf-Downloads dabei sein.

Adobe Project Rush erscheint im Laufe des Jahres

Preise und Verfügbarkeit nennt Adobe noch nicht. In der Pressemitteilung spricht das Unternehmen allerdings davon, Adobe Project Rush „im Laufe des Jahres“ zu veröffentlichen. Ein denkbarer Erscheinungstermin wäre rund um die Hausmesse Adobe Max im Oktober 2018. Als Teil der Creative Cloud wird Project Rush vermutlich im Rahmen eines kostenpflichtigen Abo-Angebots von Adobe verfügbar sein. Wer eine Vorabversion ausprobieren möchte, kann sich hier für den Test bewerben.

Updates für Lightroom CC, Adobe Spark Post und Adobe XD

Auf Project Rush müssen Anwender noch warten. Updates für andere Programme sind hingegen ab sofort verfügbar. So ermöglicht Adobe Nutzern nun, Presets und Profile zwischen Lightroom CC für Windows, Mac, iOS, Android, ChromeOS und im Web zu synchronisieren. Ferner ist die Storytelling-App Adobe Spark Post nicht mehr nur für iOS, sondern als Beta-Version für Android erhältlich.

Auch Adobe XD, eine Software für UX/UI-Design, erhält neue Funktionen, darunter Overlays mit denen sich Inhalte stapeln und Elemente fixieren lassen. Anwender mit Geschäftskunden-Lizenzen von Adobe und Microsoft freuen sich darüber, dass sich der Signatur-Dienst Adobe Sign sowie verschiedene PDF-Funktionen noch leichter aus SharePoint, OneDrive und anderen Microsoft-Anwendungen heraus nutzen lassen.

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Was für ein Event: Adobe FutureOfDesign-Tour mit Scott Belsky

Adobe FutureOfDesign Gaga

Wann verdient ein Event das Prädikat exklusiv? Wenn an einem sommerlichen Mittwochabend vor dem Klubhaus St.Pauli auf der Hamburger Reeperbahn 200 Menschen darauf warten, dass sie der Türsteher in den Aufzug zum Gaga-Club lässt, um dort den Vortrag von Adobes Produkt-Chef und Behancegründer Scott Belsky zum Thema FutureOfDesign zu hören.

So war das hier letzten Mittwoch in Hamburg und Kollege Kolbow-Lehradt und ich mittendrin. Für die weniger Design-affinen Menschen mag es zwar etwas weniger wichtig gewesen sein. Dennoch: Scott Belsky ist nach zweijähriger Pause seit Januar 2018 wieder bei Adobe und verantwortet dort als Produktchef die Creative Cloud – anders ausgedrückt: Adobes komplette Produktrange. In dieser wichtigen Position war der 38jährige unter dem Motto FutureofDesign diesen Juni auf Europa-Tournee: Paris – Hamburg – London.

Kreatives Ambiente – Scott Belsky glänzt im Gaga-Club 

Der schummrig beleuchtet Club im obersten Stock ist schon mit Gästen gefüllt und die guten Plätze vor der kleinen Bühnen neben dem DJ-Pult sind auch schnell besetzt. Nach der Begrüßung durch Adobes Marketing-Chefin für Europa Katrin Baumann übernimmt Scott Belsky das Podium. Etwa eine halbe Stunde lang reist er mit uns in die Zukunft des Designs, in deren Zentrum bei ihm selbstverständlich die Designer stehen. Denn alles, so Belsky, drehe sich inzwischen um Design, vor allem um gutes Web und UX-Design.

Scott Belsky Gaga-Club
Scott Belsky spricht im Gaga-Club über die Zukunft des Designs in der Creative Cloud. Image by Lena Simonis

Deshalb will Adobe sein umfassendes Öko-System weiter ausbauen, so dass Gestalter damit auch für die Zukunft bestens gerüstet sind. Sei es mit der Creative Cloud als Hub und Zugang zu Tools wie etwa dem neuen, inzwischen kostenlosen Prototyping-Werkzeug Xd CC, neuen Apps im Oktober oder der eindrucksvollen AR-Partnerschaft mit Apple. Bei Adobe wird es weiterhin auch darum gehen, den Designprozess mit Hilfe von AI noch effizienter zu halten, damit mehr Zeit für die wirklich kreative Arbeit bleibt. Etwa um zukunftsträchtige Voice- und AR-Anwendungen zu gestalten – oder eine Serie beeindruckender Schriften. Denn Adobe hat an diesem Abend noch eine kleine Sensation für die Design-Community parat.

Adobe holt Schriften aus dem Bauhaus-Archiv auf die digitale Bühne

So berichtet uns im Anschluss an Belskys Vortrag der Augsburger Grafik- und Motion-Designer Sebastian Onufszak von der Entstehung seines Artworks zu den aktuellen AdobeHiddenTreasures. Zum hundertjährigen Bauhaus-Jubiläum hat Adobe in Zusammenarbeit mit der Stiftung Bauhaus Dessau fünf neue Schriften vorgestellt, die auf Basis unvollendeter Typografie-Skizzen aus den Bauhaus-Archiven entstanden sind. Dazu leitete der renommierte Typograf Erik Spiekermann ein Team aus internationalen Typografen und Design-Studenten, die aus den Schrift-Fragmenten vollständige Typekit-Schriftsätze entwickelten.

Zu diesem Anlass hat ein Design-Team unter der kreativen Anleitung von Sebastian Onufszak auch fünf Clips gestaltet. In diesen verbinden die Künstler kurzum Zitate von Bauhaus-Designern mit einer entsprechenden Bauhaus-Schrift und geometrischen Formen zu einem Gesamtwerk.

Die Clips liefen während des Events 24 Stunden lang an der Fassade des Klubhaus‘ St.Pauli. Mit 700 Quadratmetern ist sie die größte Videofassade Europas und wegen ihrer dreidimensionalen Bauweise weltweit einzigartig.

Dafür lohnt es sich dann auch im Sommer auf die Dunkelheit zu warten, um das Artwork an der Fassade in voller Leuchtkraft zu genießen. Ein bißchen schade vielleicht, dass die Animationen nicht exklusiv geschaltet, sondern von Rum-Reklame unterbrochen waren. Dennoch ein raffiniertes mediales Add-On zur Veranstaltung . Hier erklärt euch der Chef des Hamburger Unternehmens Intermediate Engineering GmbH, Heiko Wandrey die technischen Hintergründe zur Medienfassade.

Alles in Allem also ein gelungenes Event, das das Präsikat exklusiv wirklich verdient. Demnach wird die FutureofDesign mit Adobe auf jeden Fall hell, bunt und spannend sein. Für alle die schon einmal damit loslegen wollen, stehen ferner die ersten beiden Bauhaus-Schriften Xants und Joschmi zur Installation via Typekit bereit. Die drei übrigen Schriften kommen dann in den nächsten Monaten. Hier könnt ihr sie herunterladen und ausprobieren. Viel Spaß!

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  • DATENSCHUTZ Gründigital: Gewonnene Abstimmung zur ePrivacy-Verordnung: Starker Datenschutz für WhatsApp & Co: Gestern wurde das Mandat des Europäischen Parlaments für die Verhandlungen mit dem Rat über die ePrivacy-Verordnung zum Kommunikationsdatenschutz, von der Mehrheit der Abgeordneten des federführenden Innen- und Justizausschusses, angenommen. Somit werden hohe Strandards für Privatsphäre, Vertraulichkeit und Sicherheit in der elektronischen Kommunikation mit SMS, Telefon und Diensten wie WhatsApp und Skype von den EU-Abgeordneten gefordert: Denn das Verhandlunsmandat sorgt unter anderem dafür, dass hohe Standards beim Schutz von sensiblen Konmunikatiosndaten und gleiche Bedingungen für alle Kommunikationsanbieter auf dem EU-Markt gelten.

  • ESSENTIAL PHONE Chip: Smartphone-Hoffnung 2017 geht baden: Fast keine Geräte verkauft – und jetzt auch noch eine Klage: Keine guten Aussichten für das Essential Phone: Essential Inc konnte bis jetzt kaum Geräte verkaufen und eine Klage um den Markennamen „Essential“ mit dem Handyzubehör-Hersteller Spigen ist ebenfalls entfacht. Jetzt hat auch noch der Tech-Entwickler Keyssa gegen Essential Inc geklagt, diese Klage bezieht sich auf den Anschluss des Telefons für modulares Zubehör, wie zum Bespiel die 360 Grad Kamera. So hatte sich Essential für einen Chip, der die drahtlose Datenübertragung zwischen Smartphone und dem Modul ermöglicht, eines anderen Herstelllers entschieden – hatte jedoch Anleitung und Know-How von Keyssa weitergegen. Nun kommt das Essential Phone mit einiger Verspätung in die Serienprodukltion, soll jedoch noch 2017 auch in Europa auf den Markt kommen.

  • ADOBE t3n: Kreativität für alle: Das sind die wichtigsten Neuerungen bei Adobe: Neues von Adobe bei seiner Hausmesse und Kreativkonferenz MAX: Da der Bedarf der Marken an kreativen Inhalten steigt, hat Adobe es sich zum Ziel gesetzt, seine Tools für ein immer größeres Publikum zugänglich zu machen. Daher wurden auf der Konferenz die neue Generation von Creative Cloud und ein komplett neues Lightroom CC vorgestellt. Das bedeutet, dass die Technologie der künstlichen Intelligenz und das Machine Learning Adobe Sensei vom letzten Jahr in der 2018-Version noch mehr zum Einsatz kommen sollen: So soll Sensei beispielsweise den Zeitaufwand, so etwa bei der Suche nach Bildmaterial, verkürzen. Adobe beteuert jedoch, dass Sensei menschliche Kreativität niemals ersetzen soll: Viel mehr geht es darum, dass mehr Freiraum für mehr Fokus auf kreative Arbeit geschaffen wird, zum Beispiel durch die Abgabe von lästigen Aufgaben. Was die Fotografie betrifft, so ist das neue Lightroom CC aufgeräumter – somit moderner – und von der Bedienung her inuitiver als vorher sein.

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  • ARBEITSRECHT sueddeutsche: Darf der Arbeitgeber die Tastatur überwachen?: Im Fall eines Webentwicklers wird nun vor dem Bundesarbeitsgericht verhandelt. Der Arbeitgeber hatte zuvor dem Arbeitnehmer nachweisen können, dass er auf der Arbeit ein Computerspiel programmiert hatte, weil alle Internetsuchen und Systemnutzungen aufgezeichnet und gespeichert wurden. Ist die Überwachung von diesen Daten durch den Arbeitgeber rechtens? Angekündigt wurde erst nur, dass die Internetsuchen gespeichert würden, nicht aber die Tastaturanschläge. Der Arbeitgeber argummentiert mit seinem Recht auf entsprechende Kontrollen, da Dienstcomputer nicht für Privates genutzt werden dürfen.

  • FLASH t3n: Gut so! Adobe gibt Beerdigungstermin für Flash bekannt: Nur noch bis 2020 soll das Browser-Plugin von Adobe auf dem Markt verteilt werden. Schon 2015 hat Adobe angekündigt an einer HTML-5 Alternative zu arbeiten. Vorausgegangen sind einige Sicherheitslücken. Apple habe auf seinen Geräten, in Bezug auf Nutzererfahrung, Akku und Sicherheit, den Flash Player nie unterstützt. Durch die Popularität der Geräte hat so auch der Player an Popularität verloren. Auch Browser haben Flash langsam ein Ende bereitet, indem sie den player nur starten, wenn er aktiv vom Nutzer angeschaltet wird.

  • DATENSCHUTZ spiegel: Europäischer Gerichtshof kippt geplantes Abkommen mit Kanada: Das Gesetz zum Austausch von Fluggastdaten wurde nun vom Europäischen Gerichtshof gestoppt. Mehrere in dem Abkommen genannte Bedingungen seien nicht mit Europäischen Grundrechten vereinbar. Das Abkommen sah vor Fluggastdaten, mitunter Name, Adresse oder weiteres, an andere Länder wie zum Beispiel Kanada weiterzugeben. Diese Daten könnten daraufhin bis zu fünd Jahre gespeichert werden. Der Gerichtshof kritisierte, dass dadurch das Grundrecht auf Achtung des Privatlebens eingeschränkt würde.

  • BILDUNG netzpolitik: Chaos macht Schule: Wie Hacker sich die Digitalbildung wünschen: Technik und Digitales wird in Gesellschaft und Arbeitsmarkt immer wichtiger. Deswegen fordert die Initiative „Chaos macht Schule“ mehr Aus- und Fortbildungen und Open Source als Bildungsstandard. Ziel der dezentralen Bildungsinitiative ist es, die Medienkompetenz und das Technikverständnis von Kindern und Jugendlichen zu stärken, ihren Spaß am Gerät zu fördern und über Risiken aufzuklären. Die Initiative ist der Meinung Kinder sollten die Technik, die sie täglich nutzen auch verstehen können.

  • FACEBOOK the verge: Facebook’s rumored smart speaker would be DOA: Facebook auch noch? Ein Report einer Digitalzeitung in den USA berichtete darüber, dass eine Forschungsgruppe an einem Smarten Lautsprecher arbeiten soll. Nachdem Konkurrenten Google und Amazon erfolgreich die ersten Sprachassistenten auf dem Markt etabliert werden gibt es gegenüber dem Vorhaben von Facebook einige Skepsis. Facebook hat einige Trends nicht erfolgreich umsetzen können, wie zum Beispiel das HTC First in 2013. Ein Grund könnte sein: Obwohl Nutzer Facebook gerne benutzen, haben sie kein Vertrauen in das Unternehmen. Und Ohne Nutzer könnte auch dieses Vorhaben von Facebook scheitern.

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Lightroom: So holst du mehr aus deinen Schnappschüssen heraus

20170425-Adobe-Photoshop-Lightroom-Lenovo-Yogabook-Teaser

Das Smartphone wird heutzutage nicht nur zum Versenden von Nachrichten, Webbrowsen und Spielen genutzt, sondern ersetzt auch immer öfter die Kompaktkamera. Wen wundert’s, hat die Kameratechnik doch in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Und in Zeiten von Instagram und anderen fotoorientierten Bildernetzwerken kann jeder schnell künstlerische Aufnahmen kreieren. Wer mehr aus seinen Schnappschüssen herausholen will, sollte allerdings auf professionelle Anwendungen zurückgreifen. Der Branchenprimus Adobe bietet mit Photoshop Lightroom eine leistungsfähige Lösung an. Wir zeigen euch, wie ihr mit der kostenlosen App eure Fotos unkompliziert aufwerten könnt.

Adobe Photoshop Lightroom, auch nur kurz Lightroom, ist im Google Play Store in der Basisversion gratis verfügbar. Mit knapp 60 MB ist die Anwendung trotz des großen Funktionsumfangs kompakt gehalten. Besonders angenehm gestaltet sich die Verwendung der Adobe-App mit einem großformatigen Tablet. Deshalb haben wir den Workflow mit dem Lenovo Yoga Book durchgeführt, das für den Einsatz geradezu prädestiniert ist.

Fotoausbeute schnell sichten

Beim ersten Starten fügst du wie beim Desktop-Pendant die entsprechenden Bilddateien zur Lightroom-Bibliothek hinzu. Dann stehen die Aufnahmen im Programm selbst zur Verfügung. In unserem Fall haben wir direkt ein Testfoto des Lenovo Yoga Book geladen.

Adobe hat das mobile Lightroom ursprünglich als Begleiter-App für die Desktop-Version entwickelt. Ziel: Die Unmengen von Bildern, die ihr während einer Fotosession geschossen habt, schnell zu sichten. Das geht auch immer noch gut. Mit dem Flaggen- und dem Stern-Symbol unten links sowie Hoch- und Runterwischen auf dem Display könnt ihr das jeweilige Foto bewerten. Auf diese Weise könnt ihr die guten und schlechten Fotos anhand der Bewertung später leicht rausfiltern.

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Die Funktionsvielfalt sieht man dem Lightroom-Startbildschirm kaum an. Screenshot by Jonas Haller

Bearbeiten wie die Profis

Neben einem Verwalter ist das mobile Lightroom auch ein sehr guter Editor. Seit einer Weile arbeitet Adobe daran, dass die App nicht mehr als Zusatz zur Desktop-Variante zu sehen ist, sondern immer mehr zur eigenständigen Anwendung wird.

Der Bearbeitungsmodus, der sich hinter dem Symbol mit den drei Schiebereglern verbirgt, bietet unter anderem Weißabgleich, Belichtung, Kontrast, Lichter, Tiefen, Dynamik oder Sättigung. Statt Regler zu verschieben, wischen Anwender auf einer Skala nach links und rechts. Mit einem Fingerdruck auf das Blenden-Symbol in der unteren Hauptleiste gelangen Anwender zu weiteren Menüs, in denen sich Farben und die Gradationskurve bearbeiten lassen.

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Ein Algorithmus holt bei „Automatischer Tonwert“ das beste aus dem Foto heraus. Screenshot by Jonas Haller

Für Automatik-Fans ist der automatische Tonwert eine tolle Sache. Der Algorithmus im Hintergrund errechnet die besten Werte für Belichtung, Kontrast, den Tiefen, Höhen sowie Farbwerten und präsentiert ein ansehnliches Ergebnis. Für die Feinjustage stehen die Regler noch separat zur Verfügung. Unsere Erfahrung zeigte allerdings, dass bereits die Automatik gute Ergebnisse erzielt. Ein Tipp: Ziehe die Anpassung der Bilddynamik der Bildsättigung vor. So sehen die Aufnahmen deutlich lebensechter und weniger nach Pop-Art aus.

Die Funktionen ermöglichen dir schon bei JPG-Dateien viel Spielraum. Noch mehr Spaß machen sie, wenn du deine Fotos im Rohdatenformat DNG aufgenommen hast. Dann enthält die Datei vielmehr Helligkeitsinformationen und du kannst zum Beispiel Struktur in scheinbar über- und unterbelichtete Stellen zurückholen.

Tatsächlich ist Lightroom Mobile inzwischen so ein guter Bildbearbeiter, dass auch viele Profis das Programm dazu nutzen, schon unterwegs ihren Fotos die ersten Korrekturen zu verpassen.

Filter gibt es auch

Wer seine Fotos nicht so gern manuell bearbeiten möchte, sondern lieber Filter die Arbeit erledigen lässt, hat auch dazu die Möglichkeit. Ähnlich wie beim sozialen Fotonetzwerk Instagram verbergen sich hinter dem Button mit den drei Ringen verschiedenste Farbfilter.

Das „Rundum-Sorglos-Paket“ gibt es im Segment ‚Kreativ‘. Dort lassen sich acht Layer finden, die vom klassischen Cremeton bis zur verspielten Crossentwicklung reichen. Unter ‚Farbe‘ kannst du dem Foto mithilfe der Kraftvoll-Layer mehr Ausdruck verleihen. Richtig stilvoll wird es mit den Schwarz-Weiß-Filtern. Neben Automatischem Schwarz/Weiß-Werten kannst du deinen Schnappschüssen auch einen alten Filmlook verpassen. Unter Details kannst du deine Fotos Scharf- oder Weichzeichnen. Nichts anderes verbirgt sich unter den kryptischen Namen Klarheit und Rauschreduzierung.

Der „Effekt“-Reiter beinhaltet weitere Optionen wie Vignetten, also abgedunkelte runde Fotorahmen, die bei Analogapparaten damals fertigungsbedingt auftraten. Heute sind sie oft künstlerisches Mittel, um den Blick auf das Bildzentrum zu lenken. Außerdem kannst du durch die Körnung ein künstliches Bildrauschen hinzufügen. Insgesamt ist die Filterauswahl allerdings relativ klein und nicht wirklich originell. Filter sind einfach nicht die Stärke und der Haupteinsatzzweck von Lightroom.

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Per Filter kannst du den Schnappschuss auch verschlimmbessern. Screenshot by Jonas Haller

Kamera-App inklusive

Geht es nach Adobe, muss man für alle Aspekte rund ums Fotografieren mit dem Smartphone die Lightroom-App nicht mehr verlassen. Mittlerweile ist nämlich auch eine Kamera-Funktion integriert. Sie bietet neben Automatik-Schnappschüssen auch einen „Pro“-Modus, mit dem Fotografen die Belichtung manuell vornehmen können. Wie viele Optionen hier zur Verfügung stehen, hängt aber davon ab, wie viel Zugriff der Smartphone-Hersteller auf die Kamera-API zur Verfügung stellt.

Cloud-Funktionen gegen Gebühr

Als Gratis-App lässt sich Lightroom ziemlich gut nutzen. Aber so richtig zur Hochform läuft es erst auf, wenn Anwender es über ein kostenpflichtiges Abo (ab ca. 12 Euro / Monat) mit den anderen Anwendungen der Creative Cloud von Adobe verknüpfen. Dann können Anwender zum Beispiel die unterwegs selektierten und bearbeiteten Bilder direkt in der Sammlungs-Ansicht von Lightroom CC am Desktop öffnen und nahtlos weiterbearbeiten. Außerdem stehen die in Lightroom mobile synchronisierten Fotos auch automatisch in anderen mobilen Anwendungen von Adobe zur Verfügung.

Fazit: Lightroom als Top-Fotoapp

Neben Snapseed gehört es sicherlich zu den besten aktuellen Editoren auf Mobilgeräten. Dafür müsst ihr noch nicht mal die kostenpflichtige Variante nehmen. Auch die Gratis-App bietet alles, was ein Smartphone-Fotograf braucht. Der Cloud-Sync ist allerdings das Tüpfelchen auf dem „i“ für alle, die ihren Bildern am Desktop gern den Feinschliff verpassen möchten.


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KI, VR und Internet der Dinge: Adobe zeigt bei den Sneaks die Zutaten für die Zukunft des Marketings

Sneaks_Image by Stefan von Gagern

Auf dem Adobe-Summit in London präsentierten die Entwickler vor wenigen Tagen einige Features aus den Labors. Hierbei sind die sogenannten „Sneaks“ sind ein beliebtes Highlight jeder Adobe-Konferenz. Hier zeigen die Entwickler neue Entwicklungen aus ihren Labors, die es bald ins finale Produkt schaffen könnten. ‚Könnten‘, denn einige davon sind nur Experimente. Doch in der Vergangenheit haben es schon einige der Technik-Demos ins finale Produkt geschafft. Zum Beispiel ist das inhaltsbasierte Füllen heute ein fester Teil in Photoshop CC. Auf dem Summit in London ging es um aktuelle Zukunfts-Technologie für die Marketing-Produkte – mit spannenden Einblicken. Zum Einsatz kamen die neuen Produkte der Adobe Experience Cloud, über die wir vor kurzem berichteten. Das Publikum konnte per Twitter-Hashtags über die Technik-Demos interaktiv abstimmen.

VR in der Werbung

VR-Brillen sind nicht nur für die Konsumenten ein neues, spannendes Medium, sondern könnten bald auch Träger für Marketing-Botschaften sein. Adobe zeigte beim ersten Demo #MktgVR, wie das aussehen könnte: In der VR-Brille erschien der Londoner Picadilly Circus mit seinen Video-Werbetafeln.

Der Nutzer könnte jetzt virtuelle Werbung auf den Tafeln geliefert bekommen. Dass die realen Videotafeln in der VR-Umgebung dabei mit After Effects und Greenscreen mit eigenen Videos überlagert werden, ist noch gar nicht der Clou. Vielmehr dass passend zu den persönlichen Interessen die künstliche Intelligenz von Adobe Sensei zusammen mit den Analysefunktionen der Experience Cloud die geeigneten Inhalte in die Creative Cloud einspeisen kann. So kann also jeder Nutzer, der virtuell den Times Square oder Picadilly Circus besucht, personalisiert Werbung angezeigt bekommen.

Intelligenter personalisierte Angebote

Jeder kennt das Problem: Man hat gerade etwas gekauft und wird aber die folgenden Tage oder Wochen mit Angeboten zu dem jetzt eigentlich uninteressanten Produkt bombardiert. Hier ist mehr Intelligenz gefragt: Sensei lernte beim Demo #RightOffers, dass ein Kunde ein Angebot wie ein Hotelzimmer gerade gebucht hat. Das System kann die Inhalte sofort verändern und dem Kunden ein relevantes Angebot im Web, wie beispielsweise eine Massage im Wellness-Bereich anbieten, statt noch einmal das Hotelzimmer-Angebot anzuzeigen. Die frühe Version im Demo soll es bald ins Produkt schaffen.

Die nächste Generation der Sprachassistenz

Interaktionen mit Sprachassistenten wie Amazon Alexa sind derzeit anonym und beschränkt: die Nutzer fragen Dinge wie den Beginn von Filmen oder Playlists ab. Künftig soll es noch einen Schritt weiter gehen: Hotelketten werden ihre Zimmer mit den Assistenten ausrüsten. So zieht das Internet der Dinge direkt ins Hotelzimmer ein. Der Gast fragt dann, zum Beispiel während er seinen Koffer auspackt: „Alexa, frage bitte an der Rezeption nach, wie mein Punktestatus ist.“

So können Kunden Alexa etwa zu ihren Treuepunkten bei Hotels oder Fluggesellschaften befragen. Alexa kann dann anhand der Daten aus den jeweiligen Nutzerprofilen sowie den individuellen Vorlieben des Nutzers gezielte Werbemaßnahmen oder sonstige Aktionen mit einem direkten Mehrwert vorschlagen. So könnte der Gast einen Gutschein für einen Drink an der Bar direkt aufs Smartphone geschickt bekommen. Treuepunkte können so einfacher und direkt nutzbar gemacht werden.

Websites (Image by Stefan von Gagern)
Websites (Image by Stefan von Gagern)

Webseiten mit einem Klick für Zielgruppen gestalten

Was die künstliche Intelligenz von Adobe Sensei leisten kann, zeigte das Demo #AIExperience. Sensei kann Inhalte analysieren und daraus eine Erlebnis selbständig erstellen.

Marketer müssen dann nur noch Zielgruppen wie zum Beispiel „Vegetarier“ auswählen und Sensei erstellt komplette, passende Webseiten, die passende Inhalte dafür anbieten. Mit einem Klick ist es so möglich, 100 Zielgruppen auszuwählen und 100 personalisierte Webseiten zu erstellen.

Fazit: Vollmundige Versprechen für große Veränderungen?

Eines muss man ihnen lassen: Adobe denkt mit dem Nutzer mit und versucht, die User Exprience möglichst angenehm zu gestalten. Die Versprechen, die mit einer werblich angepassten Virtual Reality und eine mobile Künstliche Intelligenz klingen vollmundig und noch etwas nach Zukunftsmusik. Viele Prototypen mit guten Ideen schaffen es letztlich oft nicht in fertige Produkte. Falls dem hier doch der Fall sein sollte, könnte sich das Marketing, wie wir es kennen, grundlegend verändern.

Was meint ihr? Welcher Trend wird sich durchsetzen, welche Entwicklung eher versanden? Inwiefern wird sich der Werbemarkt ändern müssen? Lasst uns in den Kommentaren diskutieren.


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Digitalisierung: Kundenerlebnisse entscheiden über den Erfolg

adobe_experience_cloud (adapted) Image by Stefan von Gagern

Die Digitalisierung bringt derzeit alle Branchen in Aufruhr. Der Trend ist das Thema für den Adobe Summit in London, zu dem Anfang Mai über 5.000 Marketing und IT-Experten aus Europa zusammen kamen. „Es ist eine Zeit des Übergangs“, sagte Adobe CEO Shantanu Narayen zur Eröffnung seiner Keynote. „Digitale Technologie verändert unser Leben. Die Unternehmen liefern sich dabei einen Wettlauf, um vorne mit dabei zu sein und um die Aufmerksamkeit des Kunden zu gewinnen“, so Narayen. Riesige Datenmengen, das Aufkommen verschiedener Endgeräte und gleichzeitig immer höhere Kundenerwartungen zwingen die Unternehmen dazu mehr über den Kunden nachzudenken.

Es gilt heute, überall präsent zu sein, den Kunden persönlich anzusprechen und gleichzeitig einheitlich und mit anspruchsvollem Design zu kommunizieren. Keine leichte Aufgabe, doch laut Adobe lohnt es sich, hier zu investieren. Zum Beispiel können Unternehmen, die in gutes Design investieren, laut einer Studie von Adobe über 200 Prozent mehr Umsatz machen. Design ist gleichzeitig laut Adobe „der Treibstoff für das Kundenerlebnis“ sein. Denn Design kommt überall da zum Einsatz, wo es Berührungspunkte mit dem Kunden gibt – zum Beispiel auf der Website, in einer mobilen App oder einem Display im Showroom beim Autohändler.

Begeisternde Kundenerlebnisse sollen künftig nicht nur wichtig, sondern der Vorsprung gegenüber der Konkurrenz sein und künftig über den Erfolg mehr denn je entscheiden. Langfristig sollen die Erlebnisse die Kundenbeziehung sichern. „Wir von Adobe glauben, dass Kundenerlebnisse das große Unterscheidungsmerkmal sind, das Zünglein an der Waage, um lebenslanges Kundeninteresse und Wachstum zu entfachen“, sagt Brad Rencher, Executive Vice President und General Manager Digital Marketing bei Adobe.

Neue Komplettlösung mit Geheimzutat künstlicher Intelligenz

Um mit den Herausforderungen der Zeit Schritt zu halten geben Unternehmen deshalb Millionen aus, viele investieren aber dabei in alte Technologien die für die neue Welt gar nicht gemacht sind. „Das digitale Business braucht eine neue Plattform, ein zentrales Nervensystem“, so Narayen.

Die Antwort soll die neue Adobe Experience Cloud liefern. In der Plattform stecken gleich drei Cloud-Lösungen, die unter dem neuen Dach zusammengeführt werden: Die Adobe Marketing Cloud, Adobe Advertising Cloud und Adobe Analytics Cloud. Zudem kommen zwei schon bekannte Cloud-Lösungen zum Einsatz: Die Adobe Creative Cloud liefert alles fürs Design, die Document Cloud kümmert sich um den papierlosen Dokumentenaustausch mit PDF.

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Image by Stefan von Gagern

Die wichtige Basis dafür ist die Adobe Cloud Plattform, die gleichzeitig Adobe Sensei im Bereich maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz nutzt. Die Adobe Cloud-Plattform ist offen und kann Kundendaten und Content aus einem beliebigen System zentralisieren und standardisieren. Adobe Sensei wurde letzten Herbst schon auf der Adobe MAX vorgestellt. Das Framework bringt übergreifend künstliche Intelligenz in die Plattform. Sensei kann große Datenmengen verarbeiten und verstehen. Zusammen mit Sensei sollen so detallierte Kundenanalysen möglich sein und die Einblicke zum Beispiel in Designentscheidungen übersetzt werden. Die künstliche Intelligenz soll dabei immer nur die Kreativität des Menschen verstärken, aber nie ersetzen.

Zugeschnittene Erlebnisse für verschiedene Kunden

Sensei und die künstliche Intelligenz kommt dann an vielen Stellen zum Einsatz. Die Herausforderung beim Design ist heute das Tempo: Designs müssen in kürzester Zeit entstehen dann an viele Geräte und Plattformen ausgeliefert werden. Oft wirken sich Anpassungen auf hunderte Bildschirmseiten in Apps oder Webseiten aus. Hier kommt Sensei zum Einsatz.

Die künstliche Intelligenz hilft Kreativen dabei in kürzester Zeit zum Beispiel das richtige Bildmaterial für die Zielgruppe zu finden. Ein Beispiel ist die intelligente Bildsuche bei Adobe Stock, die nach einer Vorlage ähnliche Bilder aus der 35 Millionen Bilder umfassenden Datenbank heraussuchen kann. Das ist jedoch nur ein Beispiel. Adobe will künftig immer mehr künstliche Intelligenz und neue Service zu seinen Tools bringen, um beispielsweise Design mit Kundendaten zu verzahnen. So können Webseiten oder E-Mails personalisiert werden und für den Kunden passend ausgeliefert werden.

Digitale Unternehmen verändern sich – von Autohandel bis zum Pizzadienst

Wie das Kundenerlebnis in der Praxis aussehen kann, zeigten einige Kunden, die mit den Lösungen schon arbeiten. Als Beispiel zeigte BMW wie sich der 100 Jahre alte Traditionshersteller angepasst hat. „Früher drehten sich alle Gedanken um das Auto, heute geht es darum was der Kunde braucht“, so Dr. Rainer Feurer von BMW.

Der Autohersteller will im Jahr 2025 nicht nur 100 Millionen Kunden haben, sondern jeden davon kennen. Dafür werden Daten benötigt, mit denen BMW dem Kunden personalisierte Angebote präsentieren will, der sich heute meist sein Auto schon selbst zuhause per Website selbst konfiguriert. Per Web kann er auch noch gleich die Finanzierung erledigen und seinen Gebrauchten in Zahlung geben. Beim Händler geht es dann nur noch um die Probefahrt.

Auch im Online-Handel herrscht ein enormer Konkurrenzdruck. Als Beispiel, wie man sich von der Konkurrenz durch nur ein paar digital umgesetzte Ideen absetzen kann, zeigte Adobe mit dem Fast-Food-Hersteller Domino´s Pizza. Die Marke war schon früher ein Pionier unter den Lieferdiensten und zeigt heute, wie das Kundenerlebnis helfen kann, sich von der Konkurrenz abzusetzen. Durch die neue App, die auch für die Apple Watch erhältlich ist, und mittels einer neu gestaltete Website kann der Kunde nicht nur seine Pizza online bestellen, sondern auch verfolgen, wann sie im Ofen landet und wie sie knusprig wieder herauskommt. Seit der Einführung dieser kleinen Details in die Online-Apps verkauft das Unternehmen deutlich mehr – und 60 Prozent seiner Bestellungen werden seither mobil getätigt. Adobe hat also auch hier weiterhin die Nase vorn.


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Interview mit Timo Kohlberg, Product Marketing Manager bei Adobe

Die Netzpiloten hatten auf dem Online Marketing Rockstars Festival die Möglichkeit, mit dem Product Marketing Manager von Adobe, Timo Kohlberg zu sprechen. Timo ist Experte für digitales Marketing und kanalübergreifendes Campaign Management. Bei Adobe arbeitet er als Product Marketing Manager für Adobe Campaign. Dabei setzt er sich mit Themen wie Go-To Marktstrategien, Kommunikation und Business Development auseinander. 

Was ist in deinen Augen Cross-Channel-Marketing?

Wenn ich das jetzt auf eine einfache Formel herunterbrechen müsste, ist es relativ einfach: Es ist die richtige Nachricht zur richtigen Zeit an den richtigen Adressaten auf dem richtigen Kanal oder eigentlich dem richtigen Endgerät. Aus Konsumentensicht ist nicht mehr entscheidend, um was für einen Kanal es sich handelt; relevant ist der Kontaktpunkt, an dem ich das Angebot haben möchte. Oft ist es auch so, dass es eben nicht mehr nur ein Marketing-Angebot gibt, es kann auch eine Nachricht oder eine Information sein, die für mich wichtig ist.

Welche Faktoren sind für die Entscheidung eines Kunden, ob er sich für oder gegen eine Marke entscheidet, relevant?

Heutzutage werden die Standards mit der Erfahrung, die ein Kunde mit einer Marke hat, gesetzt. Wenn ich also eine positive Erfahrung habe, dann setze ich das als Standard für jegliche andere Interaktion, die ich mit Unternehmen habe. Besonders klassische Firmen, die eben diese Konsistenz und Relevanz nicht herstellen können, haben auf lange Sicht Probleme, dem gerecht zu werden. Deswegen muss man da sehr schnell sein. Für den Kunden entscheidend ist Relevanz zum aktuellen Zeitpunkt und Echtzeitinformation basierend auf den Daten, die Unternehmen haben und denen, die mit ihm geteilt werden. 

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Timo Kohlberg, Online Marketing Rockstars 2017,
Image by Adobe

Was kann ich als Anbieter tun, um den Kunden dazu zu bewegen, sich für meine Marke zu entscheiden?

Es geht klassischerweise, so wie wir es definieren, um drei Bereiche: Um das Thema Daten, um Inhalte – und darum, diese Daten und Inhalte zusammenzubringen und zum richtigen Zeitpunkt auszuspielen. Also personalisierten Content, beispielsweise anhand der Artikel, die sich ein Kunde angeschaut hat oder dessen Transaktionen, zusammenzustellen und den relevanten Kanal auf die Person anzupassen. Die Marken gehen auch vom klassischen Push-Marketing weg, es werden also kaum noch E-Mails mit derselben Nachricht an tausende Kontakte versendet. Es ist wichtig, nicht mehr in Segmenten zu denken, sondern hin zum One-to-one Marketing zu gehen. 

Wie sieht eine – für den Kunden und für mich als Anbieter – erfolgreiche Customer Journey aus?

Eine erfolgreiche Journey ist die, die dem Kunden den meisten Mehrwert bietet. Dazu ist es wichtig, wie der Kunde zu denken, um die für ihn relevantesten Informationen zusammenzustellen. Die Customer Experience muss an jedem Kontaktpunkt gleichwertig gestaltet werden. Es muss Konsistenz und Relevanz hergestellt werden und man muss mit dem Kunden im Gespräch bleiben. Dazu sollte jeder Kontaktpunkt wissen, wo der Kunde vorher schon war, sodass man nicht wieder von vorne beginnen muss. Es ist nicht gut, wenn einem Kunden der Newsletter angeboten wird, obwohl dieser bereits von dem User abonniert worden ist. Mit einer solchen Marke möchte der Kunde möglicherweise nicht mehr interagieren und sucht sich einen Anbieter, mit dem er das besser kann. 

Wird es von Kunden gelegentlich als abschreckend empfunden, wenn sie bemerken, was für ein Aufwand betrieben wird, um ihnen eine personalisierte Customer Journey zu bieten?

Ich denke, Kunden heißen es gut, wenn ein hoher Aufwand betrieben wird, um sie möglichst persönlich anzusprechen. Wo man sicherlich Vorsicht walten lassen muss, ist, wie man verschiedene Datenpunkte zusammenbringt. Wenn sich jemand anonym auf der Webseite verhält, muss die Marke entscheiden, ob sie dessen Aktivitäten mit einem Profil matchen will. Wir von Adobe versuchen, dieses Thema zu unterstützen: Wir haben Tools entwickelt, die angeben, welche Daten man in spezifischen Bereichen nutzen kann. Dementsprechend haben wir auch den Anspruch, voranzugehen und zu beraten. Aber grundsätzlich sieht der Kunde den Aufwand nicht. Und wenn das Ergebnis für sie oder ihn besser ist, ist es irrelevant, wie viel Maschinerie dahinter steckt. 

Welche Werkzeuge bietet Adobe für eine kanalübergreifend konsistente Kampagne an? 

Wir bieten die Marketing Cloud an, die aus acht verschiedenen Lösungen besteht. Besonders in Hinsicht auf das Thema Cross-Channel-Marketing und Kommunikation mit einem identifizierten Kontakt ist Adobe Campaign die Plattform, auf der sich das gut umsetzen lässt, immer aber mit dem Aspekt im Hintergrund, dass ein Kunde auch mehr als eine Lösung nutzen könnte. Da lässt sich wieder der große Vorteil einer Plattform gegenüber einer Single-Point-Solution erkennen: man stellt sicher, dass die Lösungen miteinander sprechen. 


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Die eigene Rockstar-Ad gestalten mit Adobe

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Am 2. und 3. März steigt in Hamburg das Online Marketing Rockstars Festival und am Adobe-Stand geht es besonders kreativ zu: Besucher können dort ihre eigenen, rockigen Banner kreieren und ein iPad Air 2 gewinnen. Wer für die beste Ad abstimmen möchte, hat ebenfalls die Chance auf einen Gewinn, nämlich eine Apple Watch.

25.000 Besucher, 200 Aussteller und mehr als 100 Speaker – bereits zum siebten Mal findet am 2. und 3. März das OMR Festival statt. Während bei der Expo die Aussteller ihre Marketing-Produkte präsentieren, geben internationale Stars der Szene wie Steve Vaynerchuk oder Iron Maiden-Frontmann Bruce Dickinson auf der Konferenz Inspiration, Tipps und spannende Ausblicke.

Adobe ist auch in diesem Jahr wieder als Premium Partner dabei und hat sich eine ganz besondere Aktion ausgedacht: Mit den Tools der Marketing Cloud und der Creative Cloud bietet das Software-Unternehmen Komplettlösungen im kreativen wie auch im analytischen Bereich und bei den Online Marketing Rockstars will Adobe die Fähigkeiten dieser beiden Clouds am Adobe-Stand (Halle A3, Stand P7) zusammenführen und präsentieren.

So läuft die Ad Kreation am Adobe Stand

Mit dem Showcase „Create your Rockstar Ad“ zeigt Adobe am Festival-Stand, wie erfolgreiches Marketing sowie kreative Ideen ineinander fließen. Die Messe-Besucher können in der „Make it Area“ mithilfe der Creative Cloud einen eigenen Banner kreieren. Typo, Farben und Stock-Motive der Digital Ad können dabei einfach aus einem Baukasten ausgewählt werden. Dazu folgt ein kurzer Slogan und schon ist die Ad nach wenigen Klicks fertig. Beim Bau des Banners stehen vor Ort Adobe-Experten und der Photoshop-Guru Dom Quichotte mit Tipps und Tricks zur Seite. Die Kreation soll dabei das Online Marketing Rockstars Festival 2018 bewerben – also zeigen, warum Interessierte auf das nächste OMR Festival gehen sollten.

Der Banner wird anschließend direkt auf der Seite www.create-your-ad.de online gestellt. In Echtzeit sehen die Besucher mithilfe der Adobe Marketing Cloud, welche Ad am besten klickt. Die Online-User genauso wie die Teilnehmer des Festivals, die auf iPads ihre Lieblings-Ad klicken können, entscheiden schlussendlich, wer der glückliche Sieger wird und ein iPad Air 2 gewinnt. Der Sieger wird am Montag, den 6. März, auf dem Adobe Creative Connection Blog bekanntgegeben.

Abstimmen und gewinnen!

Und auch wer klickt, kann gewinnen! Fürs Voten und Mitmachen auf www.create-your-ad.de werden Interessierte, die nicht auf dem Festival sind, trotzdem belohnt. Dafür müssen sie einfach auf ihren Lieblings-Banner klicken, ihre Emailadresse hinterlassen und können so mit ein bisschen Glück eine Apple Watch gewinnen.

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • RECHT heise: EU-Parlamentsausschuss billigt Verbot anonymer Online-Zahlungen: Der Innenausschuss (LIBE) und der Wirtschafts- und Finanzausschuss (ECON) im Europäischen Parlament haben dem Entwurf für die 5. Anti-Geldwäsche-Richtlinie zugestimmt, laut dem unter anderem anonyme Online-Zahlungen innerhalb der Europäischen Union verboten werden sollen. Die Grenze bei Transaktionen mit anonymen Prepaid-Karten wird auf 150 Euro herabgesetzt. Überdies müssen alle Transaktionsdaten bei Finanzdienstleistern mindestens fünf Jahre gespeichert werden. In den Ausschüssen wurde ein Änderungsantrag abgelehnt, mit dem die Höchstgrenze von 250 Euro bei Prepaid-POS beibehalten werde sollte. In einem nächsten Schritt wird das Parlament abschließend im Europäischen Rat mit den Mitgliedsländern verhandeln.

  • BUZZWORD t3n: Digitale Transformation erfordert einen Paradigmenwechsel: Unter dem Begriff Digitale Transformation, der häufig auch mit Digitaler Business Transformation gleichgesetzt wird, versteht man die Wandlung eines Unternehmens und der vorherrschend noch analogen Tools und Prozesse hin zu einer weitestgehend digitalisierten Abwicklung durch Nutzung modernster Technologien, wobei dieser Shift zum Teil massive strukturelle, prozessseitige- und auch mitarbeiterrelevante Auswirkungen haben wird und demnach aus drei Hauptkomponenten besteht: IT-Infrastruktur, Prozesse und Mitarbeiter. Diese Komponenten können auf zwei Bestandteile reduziert werden, da Mitarbeiter und Prozesse sehr eng miteinander verknüpft sind.< p>

  • APP Welt: Die Zeit der App ist vorbei – außer in Deutschland: Die App-Nutzung in Deutschland hat von Januar 2014 bis Dezember 2016 um 13 Prozent zugelegt. Das geht aus einer Erhebung von Adobe Digital Insights hervor, die das Unternehmen im Rahmen des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona vorgestellt hat. Deutschland sei damit „Weltmeister in der Mobile-App-Nutzung“, heißt es in der Mitteilung von Adobe. Damit läuft die Entwicklung in Deutschland klar gegen den internationalen Trend: Weltweit ging die Zahl der App-Neuinstallationen der Erhebung zufolge im selben Zeitraum nämlich deutlich zurück.

  • DATA zeit: Internet der Kuscheltiere: Nach Sicherheitslücken bei Hello Barbie und dem umstrittenen Verbot der Puppe Cayla gibt es erneut Aufregung um vernetztes Kinderspielzeug mit Sicherheitsproblemen. Betroffen ist ein Teddy aus der Cloudpets-Reihe, der mit Kindern diskutieren kann. Leider entschied sich der US-Hersteller Spiral Toys dazu, sämtliche Account-Daten in einer offenen MongoDB-Datenbank abzulegen, wie der Sicherheitsforscher Troy Hunt berichtet. MongoDB-Datenbanken werden immer wieder falsch konfiguriert und ermöglichen dann den unbegrenzten Zugriff auf die Daten. Mittlerweile haben Erpresser die ungesicherten Datenbanken als Geschäftsmodell erkannt. Im Falle von Cloudpets fanden sich Daten zu 800.000 Accounts. Außerdem wurden Sprachsamples der Nutzer, in den meisten Fällen also von Kindern, abgelegt. Nach Angaben von Hunt enthält die Datenbank Verweise auf fast 2,2 Millionen solcher Audiodateien.

  • GOOGLE GoogleWatchBlog: Google startet versehentlich neue Plattform für Business-Videokonferenzen: Was wären große Unternehmen ohne Videokonferenzen? Nicht wenige Menschen mit einem Büro-Job befinden sich mittlerweile zu einem großen Teil ihrer Arbeitszeit in Videokonferenzen und nutzen die Möglichkeiten dieser neuen Technologien. Bisher dominiert vor allem Microsoft mit Lync und Skype diesen Markt, aber Google hat diesen Bereich schon vor längerer Zeit für sich selbst entdeckt und greift nun mit einem neuen Angebot an. Meet by Google Hangouts ist seit gestern Online und wurden von Google offensichtlich nur versehentlich angekündigt, denn sowohl die Ankündigung als auch die dazugehörige iOS-App sind wieder verschwunden. Das Angebot selbst steht aber noch offen bzw. es kann zumindest die Webseite besucht werden. Die Webseite erinnert aber weniger an einen Messenger als viel mehr an einen Desktop, den man durchaus den ganzen Tag auf einem großen Bildschirm geöffnet haben könnte.

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New School statt Old School – Digitalisierung in der Bildung auf der Didacta 2017

Adobe Didacta 2017 (adapted with Adobe Spark) by Lisa Kneidl

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Adobe entstanden.


Ich gehöre zur Generation Y oder den „Millenials“, die quasi halb-halb aufgewachsen sind – halb im Sandkastendreck mit aufgeschlagenen Knien und halb mit Gameboy in den Händen und der ersten eigenen E-Mail-Adresse mit sechs Jahren. Als ich zur Schule ging, war alles noch mehr oder weniger nach dem Prinzip „old school“, Informatik war, wenn überhaupt, ein Wahlfach, welches aus seinem Namen auch nicht wirklich viel machte und es das Höchste der Gefühle war, seinen PC korrekt rauf- und runterfahren zu lassen.

Was ich an Digitalisierung in der Schule mitbekommen habe, waren maximal noch die interaktiven Whiteboards, die quasi „digitale Tafel“, mit denen gefühlt jeder einzelne Lehrer Probleme hatte. Anders die „Generation Z“ oder Digital Natives, die heute 11 bis 17-jährigen, die im Zeitalter der Social Media und Tablet PCs aufwachsen. Was macht diese Generation aus und wie muss man sie in der Bildung ansprechen?

Vergangene Woche hat in Stuttgart die Bildungsmesse didacta stattgefunden. Digitale Bildung stand auch hier im Fokus, denn die Digitalisierung hält in beinahe allen Lebensbereichen Einzug, so natürlich auch in der Bildung. Schon lange gibt es in Klassenzimmern nicht mehr nur besagte Whiteboards – von programmierbarem Lego über Roboter bis hin zum Lernen in der virtuellen Realität – die Digitalisierung ist vollends in der Bildung angekommen und soll sie revolutionieren.

Auf der didacta hatte ich die Chance, Einiges davon auszuprobieren. Ob einem kleinen Lego-Roboter das Fahren in eine bestimmte Richtung beizubringen, mittels einer Oculus Rift in einen Rachen einzutauchen und über Enzyme zu lernen oder mit 3D-Druck Schüler dazu zu animieren, sich mit der Kombination aus Mathe und Design auseinanderzusetzen – zweifelsohne tolle, kreative Ansätze. Aber was davon sind nur Spielereien und was ist umsetzbar für Schulen?

 

Am @Lego-Stand kann man lernen kleine #Roboter selbst zu programmieren. #didacta #didacta17 #lego

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Statt Old School: #MakeItNewSchool

Schlicht Wolfgang (adapted with Adobe Spark) by Lisa Kneidl
Image by Lisa Kneidl (adapted with Adobe Spark)

Wirft man einen pauschalen Blick auf die Generation Z, denkt man meist an das regelrecht am Körper festgewachsene Smartphone, weiße Sneaker und große Begeisterung für Youtuber XYZ. Fakt ist, dass noch keine Generation vor ihnen ab solch jungem Alter schon mit solch einer Fülle von Informationen, Content und visuellen Eindrücken überhäuft wurde wie diese. Kreativität und den kreativen Umgang mit Medien sieht ein Großteil dieser Generation als Teil ihrer Identität.

Auf der Messe hatte ich die Chance mich mit Wolfgang Schlicht, einem Lehrer an der Realschule Viechtach und Mitglied des Adobe Education Leader Programs, über die Generation Z zu unterhalten.

Wolfgang Schlicht beschreibt diese digitale Generation und deren Medienkompetenz und –nutzung so: „Ich denke, dass die Lehrer das Problem haben, das einzuschätzen. Das ist ein anderes Verständnis von Arbeiten und von Kreativität. Der Lehrer sieht den Schüler vielleicht mehr als Knöpfchen-Drücker und –Wischer. Ich würde mir wünschen, dass nicht die User im Vordergrund stehen, sondern die Produzenten. Ein Kollege hat das mal schön formuliert, er wünsche sich den „prosumer“, also einen Produzenten und Konsumenten gleichzeitig“.

Am Adobe-Stand konnte ich mich vom Konzept des Unternehmens für die didacta 2017 überzeugen. Mit dem Motto #MakeItNewSchool wollen sie die Schüler nicht mit Spielereien und Gadgets anlocken, sondern an deren Kreativität appellieren und den Unterricht durch digitale Tools kreativer und interaktiver gestalten. Wolfgang Schlicht weiß, seine Schüler sind zwar medienaffin, aber sie nutzen meist ihr Potential für kreatives Arbeiten nicht ausreichend aus.

Die Studie zur Generation Z  von Adobe hat sich exakt mit der Generation Z und der digitalen Bildung beschäftigt. In Deutschland haben Sie dazu rund 500 Schüler und 200 Lehrer befragt und wollten herausfinden, welche Bedeutung Technologie und Kreativität in der Zukunft dieser Generation haben werden. Mehr zu den Ergebnissen gibt es auf der offiziellen Seite zur Studie.

Intelligenz, wenn sie gute Laune hat

Schlicht Wolfgang (adapted with Adobe Spark) by Lisa Kneidl
Image by Lisa Kneidl (adapted with Adobe Spark)

Der Fokus liegt ganz klar auf Kreativität und darauf, Schülern einen Baukasten an digitalen Werkzeugen bereitzustellen, mit denen sie sich auf Berufe vorbereiten können, die es so heute vielleicht nicht gar nicht gibt, wie mir Adobes Education-Marketing Manager Matthias Hoepfl das Adobe Motto im Bereich digitale Bildung erklärte.

Grundsätzlich geht es bei unseren Werkzeugen und Programmen immer um Kreativität. Sie sind ausgelegt, um sie im Schulunterricht einzusetzen. Wir haben eine Make-it-Area aufgestellt, wo alle Tools ausprobiert werden können, um den Lehrer zu inspirieren, den Unterricht so praxisnah wie möglich zu gestalten.“ 

Das Aushängeschild von Adobe ist ganz klar die Creative Cloud– ein Paket aus allen Desktop-Applikationen des Unternehmens, für alle möglichen kreativen Gestaltungsbereiche, von der Bildbearbeitung bis zum Drehbuch. Inwieweit diese aber alle für die Schule nutzbar sind, ist fraglich, vor allem aufgrund ihrer Komplexität.

Auf der Messe habe ich mich auch bei den Besuchern und ihrer Vorstellung von digitaler Bildung unterhalten, ein Schüler hätte sich noch einen größeren Fokus auf praxisorientiertes Arbeiten gewünscht: „Die Adobe Creative Cloud benutze ich auch privat. Einen vergrößerten Bereich für Praxisanwendungen fände ich noch gut. Weil das hier auf der Didacta vor allem auch Schüler ansprechen soll, wären wohl vereinfachte Versionen ideal, weil beispielsweise Photoshop schon auch sehr komplex ist.“ All diese Tools haben zwar nahezu unbegrenzte Möglichkeiten des kreativen Outlets, aber sind in Zusammenarbeit mit Schülern nur schwer nutzbar.

If you can dream it, Spark can do it

Die herkömmlichen Adobe Produkte sind altbekannt und wurden am Didacta-Adobe-Stand auch in regelmäßigen Abständen in Vorträgen erklärt. Nebenan konnte man sich in einem impromptu-Fotostudio vom Fotografen Alexander Heinrichs ablichten lassen und dann direkt in der „Make-it-Area“ Applikationen wie Photoshop oder Lightroom in Aktion gezeigt bekommen.

Alles schön und gut, aber was mich wirklich überzeugt hat, war Spark. Kein VR, kein Schnick Schnack, eine einfache, browserbasierte Anwendung, die es einem ermöglicht Posts, Blogeinträge und Videos zu gestalten. Es ist genau das, was der Schüler im Unterricht braucht: ein reduziertes, leicht zu erlernendes Tool, das ihn animiert, die Informationen aufs Wesentliche zu reduzieren.

Hier ist Filterkompetenz bei den Unmengen von Informationen und den Suchmaschinenalgorithmen wichtig, wie Wolfgang Schlicht betont. Ebenfalls ist es eher kontraproduktiv, wenn man sich im Unterricht an der Arbeit an einem Projekt länger mit Schriftgrößen oder Zeilenumbrüchen aufhält, Arbeitsschritte, die Spark automatisiert und so extrem vereinfacht. Der Fokus liegt auf den Informationen, Spark macht die Technik, der Schüler die Kür.

Schlicht Wolfgang (adapted with Adobe Spark) by Lisa Kneidl
Adobe Spark Interface. Screenshot by Lisa Kneidl

Möglich sind Posts, Pages und Videos. Damit können beispielsweise Projektarbeiten im Unterricht erstellt und dokumentiert werden. Wolfgang Schlicht erzählte etwa von einem Kochbuch, das er zusammen mit einer Klasse über Spark erstellte und auch gleichzeitig begleitende Videotutorials zu den Rezepten produzieren konnte. Das Tool ist kostenlos und derzeit auf dem Browser und iOS-Geräten (als separate App für die Anwendungen Post, Page und Video) verfügbar, eine Version für Android ist in Arbeit.  

 

Ich bin ehrlich und sage, dass ich gerne so ein Tool wie Spark bei meinen Projektarbeiten in der Schule oder Uni gehabt hätte. VR-Brillen und Roboter machen erstmal viel her und sehen spektakulär aus. Aber Tatsache ist, dass sie für den Unterricht, vor allem fächerübergreifend, wohl noch in den Kinderschuhen stecken – noch also viel Lärm um nichts.

Wichtig ist Digitalisierung, wo sie Sinn macht – ein Tool, das fächerübergreifend anwendbar ist, den Fokus auf den Content statt auf Formatierungen lenkt und sich die Schüler kreativ ausleben lässt. Ich denke da nur an mein 15-jähriges Ich, das den Glauben an alles Gute verlor, wenn die gesamte Folienformatierung sich nach dem Einfügen eines Bildes in PowerPoint mal wieder zerschossen hat.


+++ GEWINNSPIEL +++

 

Hier haben wir noch ein Schmankerl für euch, ihr könnt eine Jahreslizenz für die Adobe Creative Cloud gewinnen. Einfach klicken, mitmachen und Daumen drücken. Zeit habt ihr bis zum 28. Februar. Viel Glück!
Teilnahmebedingungen


Header & Images (adapted with Adobe Spark) by Lisa Kneidl
Screenshot by Lisa Kneidl


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Destination Check: Online Handel 2017

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Die Netzpiloten sind Medienpartner beim Online Handel 2017. Ich bin Redakteur für das Magazin und durfte daher zwei Tage in Berlin die Veranstaltung besuchen. Während des Kongresses habe ich für euch auch schon bei Twitter berichtet.

Der erste Tag begann mit einem Vortrag von Sebastian Pollok. Sebastian Pollok war Investor bei BV Capital in San Francisco, bis er 2013 zusammen mit Lea-Sophie Cramer den Online-Sexshop Amorelie gegründet hat. Beim Online Handel 2017 (#onh17) hat er das Motto des Kongresses – Coming Of Age – aufgegriffen und über die nächsten Schritte im Online-Handel referiert.

Später am Vormittag gab es eine Podiumsdiskussion zwischen Dr. Florian Heinemann, CEO Projekt A Ventures und Dr. Fabian Stich, Geschäftsführer mydays. Die Fragestellung lautete: Wie können Corporates und Startups am besten voneinander profitieren – Von der Kooperation bis zur kompletten Übernahme.

Deep Dive Workshops

Anschließend begannen die Deep Dive Workshops. Es gab vier Stück zur Auswahl, von denen man sich zwei aussuchen konnte, um damit die vorgesehenen Zeitblöcke zu füllen. Ich habe mich zuerst für den Vortrag von Markus Hartlieb, Geschäftsführer Social Network Group, entschieden: Social Media Marketing – Relevanz und Trends. Der Vertrag war unglaublich gut gemacht, Markus Harlieb hat die Teilnehmer mit einbezogen und ist ein großes Risiko eingegangen, was ich ihm hoch anrechnen: er hat gesagt, dass es von ihm keine Power-Point-Präsentation geben wird, denn das wäre nicht live. Also hat er einfach seinen Bildschirminhalt auf den Beamer übertragen, sodass alle sehen konnten, was auf seiner Facebook-Seite passiert und welche E-Mails er während des Vortrags bekommt. Danke an dieser Stelle für deinen Mut! Ich hatte später noch die Gelegenheit, Markus einige Fragen zu stellen, das Interview findet ihr weiter unten unter dem Destination Check.

Der zweite Deep Dive Workshop, an dem ich teilgenommen habe, wurde von Arne Ludwig, Vorsitzender Erster Deutscher Fachverband für Virtual Reality e.V., eingeleitet. Trotz sichtlicher Bemühungen des Moderators, das Publikum zur Teilnahme und Meinungsäußerung zu animieren, ist ihm dies nicht gelungen. Ich schließe daraus, dass das Thema Virtuelle Realität bzw. Erweiterte Realität zumindest im Bereich der Wirtschaft noch nicht wirklich angekommen ist. Über 9 Bereiche, in den VR zukünftig aber helfen kann, habe ich für netzpiloten.de einen Artikel geschrieben.

Am Nachmittag haben Kornelia Telkes und Eszter Kerdö einen Vortrag über ihre Firma KALA Fashion gehalten. Die beiden sind vor vielen Jahren aus Ungarn nach Deutschland kommen und haben sich einen charmanten Akzent bewahrt. Sie haben von ihren Erfahrungen erzählt, wie schwierig es war, an die E-Mail-Adresse ihrer Kundinnen zu kommen – trotz guter, das heißt, nicht vorrangig werblicher Absichten. In ihrer Präsentation haben sie über Online Customer Experience geredet – Emotionalität und Kundebindung ohne Ladentheke.

Mit der Verleihung des Deutschen Online Handel Awards 2017 und der anschließenden Party ging der erste Kongresstag zu Ende. Gewonnen haben:

Image by ECC Köln
Grafik: ECC Köln

Online Handel Tag 2

Am zweiten Kongresstag hat Timo Kohlberg von Adobe einen Vortrag über die digitale Transformation des erfolgreichen Kosmetikherstellers L’Occitane gehalten. In seinen Augen liegt das Erfolgsrezept an dem Konzept Omni-Channel. Auch mit Timo Kohlberg habe ich hinterher kurz gesprochen.

Durch das Programm hat die Teilnehmer Stephanie Cox, Initiator chanchen:reich, geführt. Sie hatte die anspruchsvolle Aufgabe, sowohl als Moderatorin als auch zwischenzeitig als Workshop-Leiterin präsent zu sein. Dem Workshop habe ich später auch beigewohnt. Das Thema war: Recruiting und Personalmanagement – Mitarbeiter gewinnen und halten. Es kam zu einer angeregten Diskussion darüber, wie viel Anreiz man Mitarbeitern bieten muss, um ihre Potenziale voll auszuschöpfen. Die Metapher einer von oben herabhängenden Karotte, die der Mitarbeiter zu erreichen versucht, wurde dabei allerseits gern bemüht.

Den letzten Vortrag des Tages hat Jürgen Bock, Leiter Kulturentwicklung OTTO & Berater für Unternehmenskultur, gehalten. Bei seinem Vortrag hatte ich tatsächlich Gänsehaut, so schön und hoffnungsvoll waren seine Erzählungen darüber, was im Bereich Unternehmenskultur alles noch möglich ist und was schon heute passiert.

Stephanie Cox war es auch, die den Online Handel 2017 beendet hat, auch sie habe ich hinterher kurz zu einem Interview getroffen.


Teilnehmer: David Beck, GEA Publishing und Media Services


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David Beck, GEA Publishing und Media Services GmbH & Co. KG. Image by GEA Publishing und Media Services GmbH & Co. KG

Wie ist dein Gesamteindruck?

Mein Gesamteindruck ist positiv. Man hat (sehr) viele Informationen bekommen, das Programm war abwechslungsreich und gut organisiert. Leider waren es aber an Tag 1 fast zu viele Beiträge bzw. Speaker. Das Programm ging bis 18:00 Uhr und eine halbe Stunde später war dann schon die Preisverleihung und die ging auch nochmal mehrere Stunden. Manchmal ist weniger doch mehr ;)

Welche Erwartungen hattest du?

Ich habe mir erhofft, viele Trends und Innovationen des Online-Handels zu bekommen. Außerdem war ich auf die verschiedenen Beiträge gespannt. Generell war ich sehr gespannt auf dieses Event, da ich vorher noch auf keiner „Online Handel“-Konferenz war.

Würdest du die Veranstaltung weiterempfehlen?

Ich würde die Veranstaltung weiterempfehlen. Vor allem für alle, die mit den Bereichen E-Commerce/ Online-Marketing beruflich zu tun haben. Teilweise war es schon sehr speziell, sodass sicher nicht jedem Einzelhändler diese Veranstaltung etwas gebracht hätte. Für uns als Verlag war diese Veranstaltung informativ, um über neue Trends im Online-Handel informiert zu bleiben.

Hattest du einen Favoriten unter den anderen Vortragenden?

Einer der besten Referenten war sicherlich Jürgen Bock von Otto. Allerdings hätte dieser Vortrag sicherlich auch in einem anderen Rahmen gut gepasst. Inhaltlich fand ich auch den Vortrag von Bernhard Ollefs am Ende von Tag 1 spannend. Denn das waren wirkliche Praxis-Tipps aus dem SEA-Bereich.


Speaker: Markus Hartlieb, Geschäftsführer Social Network Group


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Markus Hartlieb, Geschäftsführer Social Network Group. Image by Netzpiloten Magazin GmbH

Wie ist dein Gesamteindruck?

Die Leute sind ziemlich offen, interessiert. Ich bin schon auf vielen Veranstaltungen aufgetreten, wo wesentlich weniger Interaktion stattgefunden hat. Prinzipiell finde ich die Veranstaltung erst mal ganz gut. Die Fragen sind ganz gut [an]gekommen.

Du hast ein ausgezeichnete Rhetorik! Wenn ich da an die anderen Deep Dive Workshops denke…

Für mich ist ein bisschen Witz und eine lockere Atmosphäre schon ziemlich wichtig. Das Thema gibt das auch einfach her. Ich meine, Social Media ist emotional – sollte es zumindest sein – und das bierernst zu machen, das ist nicht mein Ding.

Welche Erwartungen hattest du vorher?

Wir arbeiten ja direkt auch für das Management Forum, die ja eine Social-Media-Agentur sind bzw. fast alles machen . Ich finde es super, dass die Veranstaltung jetzt in Berlin ist, das ist schon mal eine Aufwertung. Ich glaube, sie war vorher in Bonn, das ist nun nicht der Nabel der Welt. Ehrlich gesagt bin ich ohne große Erwartungen gekommen, dann kannst du nicht enttäuscht werden. Ich war offen, was das Thema angeht. Es ist alles sehr eng, sehr wuselig, und das ist aber gut, weil man in Kontakt kommt und weil du Reibungspunkte hast, [so]dass man einfach nah aneinander ist.


Speaker: Timo Kohlberg, Product Marketing Manager, Adobe


Image Timo Kohlberg by Adobe
Timo Kohlberg, Product Marketing Manager Adobe Campaign

Wie ist dein Gesamteindruck?

Von der Konferenz? Sehr gut. Ich fand die Mischung der Vortragsthemen sehr gut, das war sicherlich breit gefächert. Der Fokus ist natürlich Online. Aber das Interessante ist, wie die Themen Online und Offline gesehen werden: Es gab Verfechter für den stationären Handel, es gab Verfechter, die sagen: „Pure Play Online!“ ist das Erfolgsrezept. Mein Credo heute im Vortrag war eher: Beides ist möglich, ich kann es verbinden. Das hängt natürlich auch von den Unternehmen ab. Von daher: guter Eindruck, guter Austausch und auch eine sehr schöne Location und spannende Teilnehmer, mit denen man auch informell sprechen kann ;-)

Welche Erwartungen hattest du?

Mein Erwartung war es, Austausch zu suchen, Best Practices, vielleicht auch ein bisschen aus dem Denken und dem Fokus, den man selbst hat, rauszutreten. Auch mal zu sehen: wie machen’s andere Unternehmen, andere Anbieter? Was gibt es für Fokusthemen, was gibt es für Innovationen? Und vor allem auch die Herausforderung zu sehen. Also einfach auch als Take-Away, dass man Insights hat, die man auch wiederum in sein Business nehmen kann. Und das war auf jeden Fall geliefert.

Würdest du die Veranstaltung weiterempfehlen?

Ja, definitiv. Wenn man im Handel, im Commerce unterwegs ist, dann ist es auf jeden Fall sehr befruchtend, weil man hier zum einen Insights bekommt, aber ich glaube, gerade dieser Austausch mit Playern aus der ähnlichen Branche, der ist sehr wichtig und es ist auch ein super Netzwerk, das man hier natürlich knüpfen kann.

Hattest du einen Favoriten unter den anderen Vortragenden?

Ich fand heute den Alexander Graf sehr gut. Er hat sehr gute Insights aus seiner Karriere, die er geteilt hat, aber er hat auch einige Studien und Trends vorgestellt. Das war für mich eine sehr gute Mischung, daher war das meiner Meinung nach von den Vorträgen, die ich gesehen hab, der Beste.


Speaker: Stephanie Cox, Initiator Chancen:reich


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Stephanie Cox, Initiator chancen:reich. Image by David Lugmayr

Warst du gestern [an Tag 1] schon da?

Ich hab mir nur ganz kurz die Workshops angeschaut, weil ich wissen wollte, wie das hier funktioniert und ich hab beschlossen, dass ich es ganz anders mache (lacht). Das waren nur Vorträge! Mir war ganz wichtig, dass ich das Setting einfach gleich ganz anders mache.

Wie ist dein Gesamteindruck?

Dudurch, dass ich sehr viele Events moderiere und gerade Kongresse auch sehe, fand ich hier die Mischung schön. Sie haben sehr stark versucht, das Thema aufzubrechen. Ich finde es auch schön zu sehen, wie Unternehmen wie OTTO aufbrechen und wie Unternehmenskultur in einem Konzern gelebt werden kann.

Welche Erwartungen hattest du?

Ich bin mittlerweile sehr vorsichtig geworden, was Erwartungen angeht, weil die von von sehr viel abhängig ist. Deswegen versuche ich, sehr neutral auf Veranstaltungen zu kommen. Aber ich hatte schon hohe Erwartungen, was den Austausch angeht. Einige Vorträge fand ich wirklich cool, vor allem die Diskussionen, die danach entstanden sind.

Wurdest du denn positiv überrascht?

Es hat sich gesteigert! Während des letzten Talks [Jürgen Bock von OTTO] hatte ich sogar Gänsehaut. Wir können über Kennzahlen reden und über Methoden, wie wir User tracken können. Aber im Endeffekt sind wir alle Menschen und haben Emotionen. Und die darf man nie vergessen, das ist ganz wichtig.

Würdest du die Veranstaltung weiterempfehlen?

Es wär cool, wenn die Veranstaltung noch mehr aufgemischt wäre. Es waren HR-Leute da und Vertriebler. Aber ich würde mir schon noch mehr junge Leute im Publikum wünschen. Ich würde es weiter empfehlen, wenn man ein großes Interesse an Handel hat.

Hattest du einen Favoriten unter den anderen Vortragenden?

Jürgen Bock von OTTO war mein absoluter Favorite, weil ich glaube, dass er genau das verstanden hat. Es sind noch immer Menschen, die dahinter stehen. In dem Bereich, in dem ich arbeite, habe ich gelernt: „You can have the boss-best product in the world. If you don’t have the people to realise it – was machst du mit dem geilen Produkt?“

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  • ADOBE golem: Adobe entwickelt Sprachsteuerung für Bildbearbeitung: „Wie wäre es, wenn Sie einen intelligenten Assistenten bei der Bildbearbeitung hätten?“, fragt Adobe und liefert auch gleich die Antwort in Form eines kleinen YouTube-Videos. Dort sehen wir einen Bildbearbeiter, der einfache Aufgaben mündlich ans Programm delegiert. Noch hat Adobe keine Software veröffentlicht, mit der eine sprachgesteuerte Bildbearbeitung möglich ist. Es ist jedoch gut vorstellbar, dass auch komplexere Änderungen möglich wären.

  • ALPHABET gruenderszene: Alphabet gibt das Drohnen-Projekt Titan auf: Mit der Umwandlung von Google zu Alphabet sind viele Investitionen in andere Geschäftsfelder von Alphabet übernommen oder auch nur notdürftig integriert worden. Jetzt scheint es ein großes Aufräumen zu geben, denn wie Alphabet mittlerweile bestätigt hat, wurde die nächste Abteilung geschlossen: Das Start-Up Titan Aerospace hat den Betrieb und die Entwickler der Drohnen eingestellt.

  • INSTAGRAM t3n: Instagram Stories starten mit Video-Ads: Instagram hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass sie in den nächsten Wochen für Instagram-Business-Tools auch Insights starten. Instagram-Profile, die in ein Business-Profil umgewandelt wurden, bekommen damit mehr Einblicke in den Erfolg ihrer Stories. Außerdem bekommen Werbetreibende bald die Möglichkeit, Werbung in Stories zu schalten. 

  • APPLE heise: Apple verliert wichtigen Mac-Produktdesigner angeblich an Tesla: Apple hat offenbar einen weiteren wichtigen Mitarbeiter verloren: Der für die Mac-Entwicklung zuständige Senior Director of Design, Matt Casebolt, arbeitet inzwischen für Tesla als Entwicklungschef für „Schließelemente und Mechanismen“. Der Wechsel sei bereits im Dezember erfolgt. Casebolt hat dem Bericht zufolge zuletzt die Entwicklung des neuen MacBook Pro mit Touch Bar geleitet und war zuvor am neu eingeführten Mac Pro beteiligt. 

  • GOOGLE googlewatchblog: Android Wear 2.0 und die Google-Smartwatches kommen Anfang Februar: Vor knapp drei Jahren hat Google bei dem damaligen Wearable-Trend mitgemacht und hat das Smartwatch-Betriebssystem Android Wear vorgestellt. Nun wurde mit der Version 2.0 der Nachfolger angekündigt. Laut einer E-Mail an Wear-Entwickler wird das neue Betriebssystem Anfang Februar vorgestellt und zur Verfügung stehen. 

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  • WHATSAPP focus: WhatsApp-Beta überrascht mit Neuerungen: In der aktuellen WhatsApp-Beta-Version, die Technikinteressierte bereits testen können, gibt es zwei neue, interessante Funktionen. Zum einen könnten demnächst vielleicht versendete Nachrichten gelöscht werden, selbst, wenn der Empfänger diese bereits gelesen hat. Zum anderen wird erprobt, dass versendete Nachrichten bearbeitet werden können. Die Nachricht erhält dadurch aber eine Kennzeichnung, dass es sich nicht mehr um das Original handelt. Dieses Verfahren ist schon von Facebook bekannt, wozu WhatsApp seit 2014 gehört. Daher ist es denkbar, dass die Funktionen übernommen werden. Ob sie jedoch die finale Version erreichen, bleibt abzuwarten.

  • MICROSOFT golem: Edge-Browser schaltet Flash schrittweise ab: Nach Google zieht Microsoft jetzt mit seinem neuen Browser „Edge“ nach und streicht die automatische Aktivierung von Adobe-Flash-Elementen auf Websites. In einem ersten Schritt werden noch automatische Ausnahmen für beliebte Websites erstellt, letztlich ist aber das Ziel, dass Nutzer für jede Seite selbst entscheiden müssen, ob sie Flash nutzen wollen. Die Umstellung wird damit begründet, dass die Alternativen Javascript und HTML5 schneller, sicherer und energieeffizienter seien. Aus demselben Grund kündigte Google bereits für seinen Browser „Chrome“ eine Systemänderung für den Oktober 2017 an.

  • DEUTSCHE BAHN heise: Bahn will mit autonomem Bus auf die Straße: Die Deutsche Bahn hat am Freitag in Berlin das „Verkehrsmittel der Gigabit-Gesellschaft“ vorgestellt. Dabei handelt es sich um „Olli“, ein autonomer Kleinbus. Autonom deshalb, weil das Fahrzeug fahrerlos voran kommen soll, mit einem Tempo von maximal 40 km/h. „Olli“ stehen dafür zahlreiche Sensoren und Kameras sowie IBMs Watsein, eine KI, zur Verfügung. Tests laufen derzeit, wegen fehlender Genehmigungen wurde das Testgebiet von Berlin ins bayrische Bad Birnbach verlegt.

  • APPLE Welt: Apple schlägt im Steuerstreit mit der EU zurück: Die Europäische Union fordert von Apple Steuernachzahlungen in Höhe von 13 Milliarden Euro. Die Begründung wird in einem 130 Seiten starken Dokument geliefert, das noch diese Woche veröffentlicht werden soll. Apple hält seinerseits bereits ein 50 Seiten umfassendes Dokument bereit, das die Sichtweise des Unternehmens darlegt. Der grundlegende Streit ist, dass man sich nicht einigen kann, wo an den Standorten des Unternehmens wie viele Steuern fällig werden. Laut Apple seien 99 Prozent der Ingenieure in den USA beschäftigt und würden dort den Wert der Produkte schaffen, somit sei auch dort der höchste Steuersatz fällig und nicht etwa in Irland, wo Apples einzige eigene Fabrik steht.

  • LIDL NGIN FOOD: Lidl baut an neuem Supermarkt-Konzept mit Abholstation: Der Discounter LIDL arbeitet derzeit mit Hochdruck an einem neuen Konzept für den Supermarkt der Zukunft. In Berlin-Schöneberg könnte demnach schon in den nächsten Wochen eine grundlegend veränderte Filiale eröffnen. In dem sogenannten „LIDL Express – Immer. Mehr. Online.“ soll es ein reduziertes Sortiment geben. Backwaren, Obst und Gemüse gehören dazu, aber auch Abholstationen für online bestellte Ware. Über drei Express-Checkouts können Kunden den Laden wieder verlassen. Mit dieser Idee rüstet sich LIDL für das Konkurrenz-Konzept Amazon Go.

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Kreativität auf Knopfdruck? Wie Freelancer Routinen besser nutzen

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Zeit ist Geld. Dies schrieb Benjamin Franklin im Jahr 1748 in seinem Buch „Ratschläge für junge Kaufleute“ und wollte damit die antike Vorstellung, dass Zeit ein kostbares Gut ist, in den Kontext der modernen Arbeitswelt stellen. Doch vor allem heutzutage lebt Arbeit viel von Kreativität, trotzdem hat Franklins Sprichwort auch nach über 265 Jahren kaum an Bedeutung verloren. Laut der vor Kurzem veröffentlichten Studie „State of Create 2016“ von Adobe können Kreative nur 35 Prozent ihrer Arbeitszeit für schöpferische Aufgaben nutzen. Für die Studie hat Adobe zwischen dem 19. September und 3. Oktober 2016 online 5.026 Arbeitnehmer aus den USA, Japan, Frankreich, Großbritannien und Deutschland befragt. 1.006 Menschen kamen aus Deutschland.

Die Ergebnisse sind weltweit alarmierend: 85 Prozent der Befragten geben an, dass sie sich gezwungen sehen, eher produktiv als kreativ zu sein. Das ist viel kreatives Potenzial, das durch ein falsches Arbeitsethos ungenutzt bleibt. Und Zeit ist so eher verloren als wertvoll. Dies wissen vor allem die befragten Arbeitnehmer, auch in Deutschland. 83 Prozent der Deutschen sehen in Kreativität einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft. Fast genau so viele glauben, dass Kreativität fördernde Unternehmen tendenziell zufriedenere Beschäftigte haben und Kreativität ein Schlüssel für wirtschaftliches Wachstum sein kann. Doch wie kann der Kreativität am Arbeitsplatz mehr Freiheit eingeräumt werden?

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Freelancer in Coworking Spaces sind auf Kreativität angewiesen (Image: Tobias Schwarz, CC BY 4.0)

Im firmeneigenen Blog gibt Adobe fünf Tipps, wie man in der Praxis mit hilfreichen Programmfunktionen, Online-Diensten und kostenlosen Apps der Adobe Creative Cloud mehr Raum für kreatives Denken freimacht. Doch das allein reicht natürlich nicht, vor allem wenn man Adobe-Programme gar nicht nutzt. Und technische Lösungen sind meist nur die halbe Miete, weshalb ich drei Freelancer, die Mitglieder in dem von mir geleiteten Coworking Space des St. Oberholz sind, gefragt habe, wie sie sich denn diese Freiräume für mehr Kreativität schaffen. Ihre Antworten sind nicht nur sehr nützlich für andere Kreative, sondern auch die perfekte Ergänzung zu den Tipps von Adobe:

  1. Auf die Einstellung kommt es an: Routinen lieben (lernen)

Mit diesen kleinen Aufgaben zwischendurch hat der Designer Ted Young-Ing weniger ein Problem. Sein Ideal, gut vorbereitet zu sein und sich, nachdem alles erledigt ist, dem Kreativen zu widmen, klappt allerdings in der Praxis seltener. Für ihn ist es eine Frage der Einstellung; er betrachtet diese Unterbrechung vom Kreativen als kleine Pausen für sein Gehirn.

Wenn Routineaufgaben etwas Vorteilhaftes haben, dann, dass man sie schon öfters machen musste und weiß, was verlangt wird. Das Wort Routine stammt aus dem Französischen und bedeutet vielsagend „Wegerfahrung“, es geht also um das durch frühere Aktionen Gelernte zu wiederholen – und das, ohne noch viel darüber nachdenken zu müssen.

  1. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Routinen nutzen (lernen)

Der Social-Media-Berater Jörg Leupold sieht in diesen Aufgaben, für die man keine Kreativität braucht, die aber erledigt werden müssen, kleine Gelegenheiten, sich etwas zu entspannen und auch zu bewegen. Während eintöniger Arbeit hört er gerne Musik und kommt durch die Fokussierung sogar in einen sogenannten Flow (der glücklicher und produktiver machen kann), wie er erzählt.

Kreative Aufgaben, wie das Schreiben eines Konzeptes, erledigt er gerne woanders, beispielsweise im St. Oberholz. Die Fahrt mit dem Fahrrad dahin und der sprichwörtliche Tapetenwechsel helfen ihm dabei, mit den ganz anderen Herausforderungen kreativer Aufgaben besser fertig zu werden.

  1. Individuelle Strukturen schaffen: Routinen organisieren (lernen)

Die Innovationsberaterin [Name auf Wunsch der Person im Nachhinein gelöscht, Anmerkung der Redaktion – 04.06.2018] lebt in ihrem Beruf von Kreativität und Leidenschaft. Ihre wichtigsten Tipps mögen deshalb erst einmal überraschen, gehören aber zu den besten Strategien, um Aufgaben effizient zu bewältigen: Rituale setzen, mit Checklisten arbeiten und Aufgaben möglichst outsourcen.

Auch Freiheit in der Arbeit braucht Struktur. Bestimmte Aufgaben an zugewiesenen Wochentagen zu erledigen, Aufgaben listen und priorisieren oder beispielsweise den Postverkehr von einem externen Dienstleister einscannen zu lassen und digital zugeschickt zu bekommen, kann einem mehr Handlungsspielraum verschaffen.


Disclosure: Dieser Artikel ist auf Bitte von Adobe, die veröffentlichte Studie zu kommentieren, redaktionell unabhängig verfasst worden. Adobe zahlte eine Aufwandsentschädigung für die geleistete Arbeit des Autors, nahm aber keinerlei Einfluss auf den veröffentlichten Artikel.


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Mehr Software-Intelligenz von Adobe entlastet Kreative

adobe-max-logo-image-by-adobe

Auf der hauseigenen Kreativkonferenz Adobe MAX stellt der Softwarehersteller eine Technologie vor, die mit künstlicher Intelligenz Kreativen viel lästige Arbeit abnehmen will. Stefan von Gagern berichtet aus San Diego, was es sonst noch rund um Creative Cloud und mobilen Apps zu sehen gab. Die diesjährige Ausgabe der Adobe MAX ist die bisher größte in der Geschichte der Kreativ-Konferenz: Über 200 Speaker und Sessions warteten auf die 10.000 Teilnehmer aus aller Welt, diesmal zum ersten Mal in San Diego.

Bei den Keynote-Speakern ist Hollywood-Regisseur Quentin Tarantino dabei. Den Anfang der Keynote bestritt wie gewohnt Adobe CEO Shantanu Narayen, der aktuelle Trends der Kreativbranche präsentierte. Narayen betonte, dass sich die Welt für die Kreativen schneller denn je verändert. Kreative müssten oft neue Disziplinen wie 3D oder VR lernen und gleichzeitig immer mehr Inhalte innerhalb immer kürzeren Deadlines abliefern.

Intelligenz hilft bei lästigen Routineaufgaben

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Adobe will mit seiner Komplettlösung Creative Cloud helfen und den Kreativen entlasten, damit er sich auf die Idee konzentrieren kann. Bei zeitaufwändigen Aufgaben will künftig Adobe Sensei entlasten, indem Routineaufgaben durch Automatisierung komplett wegfallen oder einfacher werden. Sensei besteht aus einer Reihe von Diensten, die zu einem Framework zusammengefasst werden. Sensei kann so an vielen Stellen in Programmen von Creative Cloud genutzt werden und sie intelligenter machen.

Zum Beispiel können Kreative jetzt direkt aus einem Programm nicht nur nach Bildmaterial suchen, sie müssen künftig keine Schlagworte mehr einsetzen. Mit Sensei ist es möglich, nach ähnlichen Bildern zu suchen oder hochgeladene Bilder automatisch verschlagworten zu lassen. So können Bilder nach Segmenten analysiert werden. Später ist es dann einfacher, alle Bilder mit Gebäuden oder Himmel auszuwählen und diese Bereiche im Bild zu verändern. Genauso einfach ist es, Gesichter in Bildern zu finden und deren Ausdruck zu bearbeiten, während der Rest des Bildes gleich bleibt.

In Bildern ist es künftig so auch einfach, Schriftarten zu finden und ähnliche Fonts zu empfehlen – selbst bei handgeschriebenen Schriften. Zum Einsatz kommen dabei Techniken wie maschinelles Lernen, künstliche Intelligenz und „tiefes Lernen“. Adobe Sensei kann im Hintergrund große Mengen von Content, wie Millionen von Dokumenten oder Assets wie hochaufgelöste Bilder auswerten, daraus Daten erzeugen und ihre Bedeutung ableiten. So erhält der Content-Produzent zum Beispiel ein Stimmungsbild und kann Kreativen helfen, weitere Maßnahmen abzuleiten und so Inhalte auf die Zielgruppe abzustimmen.

Mehr VR und 3D für Filmemacher

Bei digitalen Inhalten sind laut Adobe Virtuelle Realität (VR) und 3D voll im Trend – allein in diesem Bereich gibt es auf dem Kreativnetzwerk behance.com – ebenfalls an Creative Cloud angebunden – ganze 29 Prozent mehr Jobangebote als noch vor einem Jahr. Anfang diesen Jahres bekam das Videoschnittprogramm Premiere Pro schon Funktionen für VR spendiert. Jetzt erkennt Premiere automatisch ob es sich um stereoskopische oder monoskopische Medien handelt und passt die Einstellungen an.

Außerdem bringt Adobe einen neuen Cinema 4D Renderer in After Effects heraus, der die Erstellung von 3D-Inhalten schneller und effizienter machen wird. Zusätzlich zeigte Adobe das neue Social-Publishing-Panel. Es spart Zeit bei der Ausgabe von Videos aus Premiere Pro für Social Media. Beim Export lassen sich Schlagworte für YouTube eingeben und schon die Auflösung einstellen – die Feineinstellungen passt Premiere dann automatisch an.

Viel Feinschliff für Photoshop und Co

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Neben den Neuheiten gibt es die Klassiker Photoshop, InDesign und Co in einer neuen Version erkennbar an der Versionsnummer CC 2017. Diesmal war der Fokus bei der neuen Version nicht darauf gelegt, neue Funktionen einzupflegen, sondern es wurde viel Pflege betrieben: Die Programme sollen nach dem Update insgesamt schneller, zuverlässiger und runder laufen. Neue Funktionen gibt es auch, hier lag der Augenmerk darauf, sie an verschiedenen Stellen bedienfreundlicher zu machen.

Photoshop zeigt zum Beispiel nach dem Start Vorlagen für gängige Bildgrößen – etwa für Social Media. Der Kreative kann einfach eine Vorlage anklicken und sich auf seine Idee konzentrieren, statt sich mit Pixeldimensionen aufhalten zu müssen. Wer mit Vorlagen arbeitet, verhindert auch aus Versehen eine bestehende Datei zu überschreiben. Der Kreative soll sich so direkt auf die Idee konzentrieren können und so schneller von der Idee zum Endergebnis kommen.

Pinselspitzen und Android-Versionen für die mobilen Apps

Auch die mobilen Ableger von Photoshop, wie die Bildbearbeitungs-App Photoshop Fix und das Zeichenprogramm Sketch, haben dazugelernt: Beide unterstützen jetzt Pinselspitzen aus Photoshop. Oft wurde in den letzten Jahren nach der Android-Version der Kreativ-Apps von Adobe gefragt. Einige davon gab es schon für beide Mobil-Plattformen. Zur Max gibt es jetzt die Android Ableger vom Zeichenprogramm Sketch, dem Bildbearbeiter Photohop Fix und der Layout und Entwurfs-App Comp CC.

Die restlichen Kreativ-Apps von Adobe gab es zuvor schon für beide Plattformen. Die Adobe Creative Cloud Mobile Apps sollen es auch unterwegs möglich machen, zu gestalten und Ideen umzusetzten. Eine Übersicht dazu findet Ihr hier. Die mobile Apps sind allesamt kostenlos. Zum Benutzen braucht man nur eine kostenlose Adobe-ID. Nur für den Austausch mit dem Desktop wird ein Creative Cloud-Abo benötigt.


Teaser by Adobe

Images by Stefan von Gagern


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Jetzt wird es ganz eng: Adobe-Software und Stockfoto-Dienst rücken noch näher zusammen

Screenshot AdobeCreativeCloud by Adobe

Adobe hat mit dem Juni-Update sein Kreativlösungs-Paket Creative Cloud turnusmäßig aktualisiert. Vor allem fotoorientierte Content-Produzenten sprechen die Neuerungen an: Der Stockmedien-Dienst Adobe Stock wird noch tiefer in Desktop-Programme des Herstellers integriert. Zudem beinhaltet die Grafiksoftware Photoshop neue umfangreiche Funktionen für die Bild-Retusche. In der Creative Cloud bündelt Adobe Kreativ-Software für Desktop-Rechner und Mobilgeräte sowie webbasierte Dienste für den Kauf und Austausch von Design-Elementen und Stock-Medien. Vernetzte Workflows über verschiedene Geräte und Plattformen hinweg sind ein zentraler Ansatz der Creative Cloud.  

Stock-Medien direkt aus der Anwendung kaufen

Vor diesem Hintergrund verzahnt der Hersteller seinen Stock-Medien-Katalog nun noch enger mit den wichtigsten Hauptprogrammen. Nutzer von Photoshop, Illustrator, InDesign, Dreamweaver, Premiere Pro und After Effects können ab sofort aus der jeweiligen Anwendung heraus Bilder in Adobe Stock durchsuchen, in Vorschau-Qualität verwenden und bei Gefallen unmittelbar lizenzieren. Dies ermöglicht ein Update des CreativeSync-Dienstes und der damit verbundenen Bibliotheks-Funktion in Photoshop und Co. Ebenfalls neu: Wer im Team Stock-Bilder und weitere Design-Elemente gemeinsam verwendet, kann in den Creative-Cloud-Bibliotheken Mitbenutzern jetzt Rechte zum Bearbeiten oder Betrachten zuweisen. Für Einkäufer will Adobe seinen Stock-Dienst anhand einer neuen Premium-Sammlung mit 100.000 kuratierten Bildern attraktiver gestalten. Sie heben sich unserer Stichprobe zufolge tatsächlich vom Stock-Einerlei ab, sind aber mit Preisen von rund 100 bis 500 Euro auch deutlich teurer als üblich.

Neue Funktionen für Photoshop und Co.

Fotojournalisten dürfen an ihren Bildern so ziemlich genau nichts verändern. Wer sich hingegen als Visual Storyteller betrachtet und die Sache mit der fotografischen Wahrhaftigkeit eher locker nimmt, darf ruhig zu den neuen Funktionen in Photoshop greifen. Unter Adobes Hauptprogrammen erfährt der populäre Foto-Editor mit dem Juni-Update die größten Neuerungen. Der Verflüssigen-Filter erkennt in Photoshop CC 2015.5 nun automatisch Gesichter. So lassen sich Nase, Mund, Augen, Kinn und Wangen bei der Porträt-Retusche leichter als zuvor anpassen. Das Beschnitt-Werkzeug kann jetzt leere Stellen inhaltsbasiert füllen, wenn ein Bild gedreht wird und dabei an den Rändern weiße Flächen entstehen. In einem kurzen Test arbeiteten die beiden neuen Features tadellos. Photoshop_1 (Image by Adobe) Außerdem kann Photoshop mittels der Funktion „Match Font“ in Bilddateien verwendete Schriftarten erkennen. Sollte diese nicht installiert oder verfügbar sein, schlägt das Programm eine ähnlich aussehende Schriftart vor. Photoshop_2 (Image by Adobe) Dem Trend zu 360-Grad-Videos und Virtual Reality trägt Adobe mit einem speziellen Workflow im Videoschnitt-Programm Premiere Pro Rechnung. Im neuen Sichtfeld-Modus können Filmemacher kontrollieren, was Betrachter in einem Kugelpanorama sehen, wenn sie in eine bestimmte Richtung blicken. Außerdem lassen sich diese Aufnahmen leicht mit Metatags versehen, sodass YouTube und Facebook sie als 360-Grad-Aufnahmen erkennen und entsprechend darstellen. Mehr zu den diversen Neuerungen in weiteren Adobe-Programmen bietet diese Überblicksseite.

Update per App, die Abo-Zahl wächst

Die Updates stehen Bestandskunden direkt über die Creative-Cloud-App für PC und Mac zur Verfügung. Einsteiger erhalten bei der Erstinstallation gleich die aktuellste Version. Die Foto-Software Photoshop und Lightroom ist für 12 Euro im Monat verfügbar, das komplette Adobe-Paket kostet 60 Euro monatlich. Das Mietsoftware-Modell von Adobe polarisiert die Kreativ-Community seit der Einführung im Jahr 2012. Ein Teil der Anwender vermisst zeitlich unbegrenzt nutzbare Einmalkauf-versionen. Ungeachtet dessen ist die weltweite Zahl der Creative-Cloud-Abonnenten kontinuierlich auf derzeit über sechs Millionen gewachsen.


Image „Screenshot Adobe Creative Cloud“ via Adobe Images „Photoshop“ by Adobe


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OMR16 – 2 Tage, 136 Aussteller, 16.533 Besucher

OMR16 (image by Steve Martin)

Vergangene Woche fand das Online Marketing Rockstars-Festival in Hamburg statt. Dort traf sich die internationale Marketing- und Medien-Branche, um die neuesten Entwicklungen zu diskutieren, Produkte zu präsentieren und natürlich auch zu feiern. Mit den Messehallen als diesjährige Location war es ein ganzes Stück größer als im letzten Jahr. Dabei waren neben Big Playern wie Facebook, Google, Bild und Zalando auch zahlreiche kleinere Unternehmen vor Ort, um sich alle mit Themen in und um Online-Marketing auseinanderzusetzen.

Online Marketing Rockstars-Expo am Donnerstag

Das Festival bestand aus der Expo am Donnerstag und der großen OMR-Konferenz am Freitag. Am ersten Tag standen Panels und Vorträge auf der Expo Stage, Touren über das Messegelände und verschiedene Masterclasses auf dem Programm. Zu letzteren konnte man sich im Vorfeld individuell anmelden. Alle Angebote informierten rund um das Thema des Tages, darunter aktuelle Marketing-Strategien und der Umgang mit dem digitalen Wandel, alles mit einem Blick in die Zukunft.

In den Live Panels diskutierten mehrere Vertreter anwesender Unternehmen über unterschiedlichste Themen. So auch Norman Nielsen von Zalando, Sarah Seifermann von CosmoDirekt und Marcell Kollmar von Otto bei ihrem Panel zum Umgang mit SEO und seiner Bedeutung für heutige Unternehmen. Andere Themen der Panels waren zudem Zielgruppenidentifizierung, Quality Content und Advertising.

OMR16-SEO-Panel (Image by Steve Martin)

Die Masterclasses beleuchteten einzelne Themen genauer und durch das begrenzte Publikum in einer persönlicheren Atmosphäre. Auch hier setzten sich die Veranstalter mit dem Thema SEO und zusätzlich auch Content-Marketing, Social Commerce, Apps und Social Media auseinander.

Neben dem Programm und den Informationsständen sorgten kleinere Mitmach-Aktionen und Gewinnspiele in der Halle für ausreichend Infotainment. Zur Stärkung konnte man sich gleich hinter dem Eingang in die Hallen an Essens- und Getränkeständen verpflegen. Mit ein bisschen Glück, ergatterte man in den verschiedenen Lounges einen Platz, die zum Networken oder einem Kaffee einluden. In den Pausen konnte man außerdem den ehemaligen Skateboarding-Meister Richie Löffler und seinem Team bei ihren Skate-Stunts zusehen. Abends traten dann auf der Expo-Bühne Künstler und DJs, darunter Olli Schulz und Pohlmann, auf.

Insgesamt bot der erste Festivaltag viele Möglichkeiten zur Vernetzung und zum Austausch mit den anwesenden Unternehmern. So konnten vor allem Rat- und Orientierungssuchende Antworten finden.

Rockstars-Konferenz am Freitag

Bei der OMR-Konferenz am Freitag durften sich die Speaker dann auf der ganz großen Bühne präsentieren, welche bei vielen Besuchern für Staunen gesorgt haben dürfte. Den Anfang machte Scott Galloway, Gründer und Chef der Beratungsfirma L2. Darauf folgte die Gründerin von My Little Paris Fany Péchidat, die mit ihrem authentischen Auftritt gut beim Publikum ankam. Im Anschluss stand Christian Schmalzl von Ströer auf der Bühne und sprach über den globalen Wettbewerb um die besten Werbestrategien. Für große Begeisterung in der Halle sorgte später dann der laute Bonin Bough vom Lebensmittelhersteller Mondelez, was nicht zuletzt an einer Reihe interessanter Fakten und seiner Bühnenpräsenz lag. Anschließend stand der Chefredakteur von Bild.de Julian Reichelt auf der Bühne, der sich wohl der meisten Skepsis vom Publikum aussetzen musste.

OMR-Freitag (Image by Steve Martin)

Als Überraschungsgast begeisterte in der Pause schließlich Jan Delay das Publikum und performte auf der OMR-Bühne neben einigen Klassikern auch zusammen mit Udo Lindenberg.

 

Nach den Speakern Tim Leberecht von The Business Romantics und Stefan Ropers von Adobe, folgten vom Veranstalter, wie jedes Jahr, Vorstellungen von besonders erfolgsversprechende Startups. Aus den “3 companies to watch” wurden dieses Jahr allerdings ausnahmsweise gleich sieben. Den Abschluss auf der großen Bühne machte Skateboarder und Unternehmer Tony Hawk, der über unternehmerische Rückschläge und seine Marke Birdhouse sprach.

Hilights vom Event

Infotainment aus dem Hintergrund gab es während der gesamten Konferenz dank Live-Ticker vom 11Freunde-Team, das mit Ironie und Witz Updates und Kommentare zur Veranstaltung postete. Den krönenden Abschluss des Abends gab es dann ab 18 Uhr bei der Aftershow-Party in der Großen Freiheit 36. Auf der Bühne standen hier neben Jan Delay noch Oli Petszokat, Captain Jack, Die Boys von Deichkind, Frau Diavolo, Das Bo und Chefboss.


Teaser & Image by Steve Martin


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Flash-Werbung im Netz geht es an den Kragen

Adobe Flash Platform camp 2010 (adapted) (Image by bm.iphone [CC BY 2.0] via Flickr)

Google, Amazon, Facebook und Apple sind für ein rasches Ende von Flash. Online-Werber müssen wohl auf HTML 5 umsatteln. Ab morgen, das hat Google kürzlich in einem Blogpost angekündigt, wird der Browser Chrome standardmäßig Inhalte auf Webseiten blocken, die nicht “zentral” für die Website sind. Heißt im Klartext: Flash-Animationen und insbesondere Werbung, die mit Adobes Software für interaktive und multimediale Webinhalte erstellt wurden, werden ab 1. September nur mehr dann angezeigt, wenn die Nutzer die Voreinstellungen von Chrome rückgängig machen.

Google verspricht seinen Nutzern davon, dass sie so schneller surfen können und ihre Geräte weniger Akku verbrauchen. Chrome hat es seit dem Start 2008 zum führenden Browser weltweit geschafft und erreicht global mit mehr als einer Milliarde Nutzer einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent. Im deutschsprachigen Raum ist seine Dominanz nicht so groß: Chrome hat in Österreich laut ÖWA einen Marktanteil von 26,5 Prozent, in Deutschland laut Statista.com 27 Prozent.

Neben Google sind auch andere große US-Internetunternehmen an einem Ende von Flash interessiert. Amazon etwa, das auch eine große Werbe-Plattform betreibt, wird ab morgen keine Flash-Ads mehr annehmen. Der Internetkonzern aus Seattle begründet die neue Regel mit den neuen Chrome-Voreinstellungen als auch Einstellungen bei Firefox und Safari, die Flash-Inhalte auf Webseiten limitieren. Alex Stamos, Sicherheitschef bei Facebook, hat auf Twitter bereits das Ende von Flash gefordert. Bekannterweise war auch der verstorbene Apple-Chef Steve Jobs immer ein Gegner von Flash und ließ nicht zu, dass die Technologie aufs iPhone kommt.

Für viele Online-Werber, Vermarkter, Agenturen und Publisher bedeutet das nahende Ende von Flash-Werbung eine Herausforderung, weil Werbemittel, sollen sie vom Nutzer auch gesehen werden, mit einer anderen Technologie ausgeliefert werden müssen. HTML 5 ist dabei das Mittel zum Zweck: Googles AdWords etwa rechnet Flash-Werbung automatisch in HTML 5 um, sodass dem Werbekonzern Einnahmen aus Online-Anzeigen nicht entgehen.

Dass es nicht gut um Flash steht, hat auch der Angriff auf die italienische Firma Hacking Team im Juli gezeigt. In geleakten Dokumenten wurden mindestens drei Sicherheitslücken bei Flash entdeckt, die Hacking Team für die Verbreitung von Spionage-Software nutzte – etwa, um die Computer von Zielen überwachen zu können. Mozilla, Macher des beliebten Firefox-Browsers, reagierte darauf mit einer zeitweisen automatischen Sperre von Flash – mit dem Effekt, dass auf vielen Webseiten auch in Deutschland und Österreich Flash-Werbung nicht mehr angezeigt wurde.

Flash-Werbung auf mobilen Geräten ist aber immer noch sehr verbreitet. Dem Sizmek Mobile Index 2015 zufolge, wurden im 1. Quartal 2015 weltweit 5,4 Milliarden Rich-Media-Anzeigen auf Basis von Flash ausgeliefert – auf Basis von HTML 5 waren es 4,5 Milliarden. Dieses Verhältnis wird sich ab morgen weiter deutlich verschieben.


Image (adapted) „Adobe Flash Platform camp 2010“ by bm.iphone (CC BY 2.0)

 

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Die Adobe Marketing Cloud

AdobeMC Screenshot

Mit ihrer Marketing Cloud möchte Adobe heutigen Marketern eine schnelle Umstellung auf digitales Marketing ermöglichen und ihnen als hilfreicher Partner zur Verfügung stehen.

AdobeMC Screenshot

In unserer heutigen digitalen Welt hat sich das Marketing grundlegend verändert. Kunden erhalten Werbung auf allen ihnen zur Verfügung stehenden Geräten. Darum müssen Marketer wissen, wie sie sich am besten mit ihren Kunden in Verbindung setzen können und wie sie diese am besten an sich binden können. Um das zu erreichen, müssen sie dem Kunden zu jeder Zeit ein optimales Erlebnis bieten können.

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5 Lesetipps für den 10. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um eine künstliche Intelligenz namens Watson, die Kreditkarten-Idee des US-Startups Plastc, deutsche Krypto-Handys, Adobes Datensammlung und Amazons kommendes US-Offline-Geschäft. Ergänzungen erwünscht.

  • IBM Die Presse: Genie-Computer Watson soll für IBM Geschichte schreiben: Das betagte Konzern IBM, auch liebevoll Computerdino genannt, will sich mit seinem neuesten Projekt, einer künstlichen Intelligenz namens Watson, zu neuem Glanz verhelfen. Dafür scheut der IT-Riese auch keine Kosten: eine Milliarde Dollar und ein Team aus 2000 Mitarbeitern wurden dafür zur Verfügung gestellt. Der nach IBM-Firmengründer Thomas J. Watson benannte „Genie-Computer“ wird bereits mit technologischen Revolutionen wie der Dampfmaschine gleichgestellt. Seinen bislang größten Auftritt hatte er 2011, als er zwei Seriengewinner bei der US-Quizsendung Jeopardy besiegte. Dieses Superhirn weiß also offenbar alles – oder lernt es zumindest blitzschnell und soll unter anderem Ärzten bei der Entwicklung von Therapien helfen.

  • HIGH-TECH t3n: Portemonnaie war gestern: Dieses Startup hievt die Kreditkarte ins 21. Jahrhundert: Schon vor einem Jahr hatte die US-Firma Coin eine High-Tech-Kreditkarte versprochen, die mehrere physische Plastikkarten zu einer kombinieren und so dem Chaos im Portemonnaie gerecht werden soll. Allerdings ist dies der Firma bis heute nicht gelungen und die Konkurrenz schläft bekanntlich auch nicht. So plant das Startup Plastc aus Palo Alto, eine ähnliche, aber mit mehr Features ausgestattete Idee auf den Markt zu bringen. Genau wie Coin verfolgt Plastc das Ziel, viele Kreditkarten zu einer High-Tech-Karte zu formen. Aber sie haben eine noch größere Konkurrenz: Der bald bevorstehende Launch von Apple Play setzt Startups unter Druck.

  • KRYPTO-HANDY Süddeutsche: Der hohe Preis der Sicherheit: Eigentlich hatte die Telekom große Pläne für ihre abhörsicheren Handys, aber inzwischen steht die Entwicklung von Simko3, einem abhörsicheren Smartphone unter deutscher Führung, auf der Kippe. In den Ministerien sind die Geräte unbeliebt, da sie zu wenig Speicherplatz bieten würden und zu langsam seien. Besser stünden da schon die ebenfalls abhörsicheren Geräte der Düsseldorfer Firma Secusmart. Doch im Sommer wurde bekannt, dass der kanadische Blackberry-Konzern Secusmart übernehmen will. Die Bundesregierung steht damit vor einem Problem: Deutsche Politiker und Experten fordern wegen der NSA-Affäre, stärker auf technische Lösungen aus Deutschland zu setzen. Ohne die Hilfe ausländischer Hersteller klappt dies aber bislang hierzulande nicht besonders gut.

  • ADOBE ComputerBase: E-Book-Software Adobe Digital Editions sammelt Nutzerdaten: Immer wieder zeigen sich die Schattenseiten und Herausforderungen der Digitalisierung. Nun hat Adobe bestätigt, dass dessen neueste Version der E-Book-Software ‚Digital Editions‘ Informationen über Leserverhalten sammeln und diese zu Servern von Adobe schicken würde. Kritisch ist hierbei vor allem, dass die Übertragung im Klartext erfolge und somit die Daten von Dritten abgefangen und eingesehen werden können. Eine Unternehmenssprecherin sagte dazu lediglich, dass die Datensammlung nur dem Überprüfen von Lizenzen und der besseren Implementierung verschiedener Lizenzmodelle dienen würde. Aber es besteht auch der Verdacht, dass die Software nicht nur importierte Bücher erfassen, sondern auch die Festplatte (nach E-Books) absuchen würde.

  • AMAZON Golem: Amazon plant Laden in New York: Kurz vor der Weihnachtszeit will Amazon nun ein Offline-Geschäft in New York eröffnen und damit seinen Kundenservice ausbauen. Zudem könnte ein solcher Laden vor Ort auch dazu genutzt werden, eigene Produkte wie den Kindle oder das Fire Phone vorzustellen, denn mehrere Großhändler wie Walmart und Target hatten den E-Reader aus ihrem Sortiment verbannt. Vom Erfolg des Offline-Experiments hängt es auch ab, ob es überhaupt weitere Geschäfte dieser Art geben wird. Zudem hat Amazon seit längerem auch mit Vorwürfen zu kämpfen, dass seine Leih- und Zeitarbeiter schlecht behandelt und nicht ausreichend bezahlt werden würden.

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HTML5 schlägt Mobile Flash

Wenn Steve Jobs das noch erlebt hätte: Es geht in der kalifornischen Gerüchteküche die Legende, dass Adobe kein Mobile Flash mehr entwickeln wird, sondern zukünftig auf HTML5 setzt. Android und Playbook sollen noch weiterhin mit Bugfixes und Securitys-Updates für Flash versorgt werden. Könnte sein, dass Silverlight der nächste Kandidat ist, der den Fähigkeiten von HTML5 zum Opfer fällt. Mehr dazu hier

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