Games: Resistance 3 exklusiv auf der Playstation 3

resistance 3 logoAller guten Dinge sind drei dachte sich Insomniac Games und schickt euch prompt in die dritte Runde des Widerstandskampfes. Mit großen Erwartungen eröffnet Resistance 3 den Shooter-Herbst exklusiv auf der Playstation 3.

Der Widerstand schreibt Geschichte

Nach dem 2007 erschienenen Eröffnungstitel „Resistance: Fall of Man“ für Sonys neues Konsolenflaggschiff, wurde die Bevölkerung in diesem alternativen Menschheitsszenario auf ein Minimum reduziert. Angefangen hatte alles 1951, als Europa von einer unbekannten Alienrasse überrannt wurde und ihr auch im zweiten Teil der Resistance Trilogie die Biester nicht vom Planeten Erde fegen konntet. Zu allem Überfluss infizierte sich unser Endzeitheld Nathan Hale am Ende mit dem Chimera-Virus, sodass sein ehemaliger Mitstreiter Joseph Capelli mit einem Gnadenschuss intervenieren musste. Das machte ihn glatt zur neuen Titelfigur im lang ersehnten finalen Gefecht.

Nun sind mittlerweile sechs Jahre vergangen und im Jahre 1957 ähnelt Amerika einem gigantischen Haufen aus Schutt und Asche. Die wenigen Überlebenden verstecken sich in ausgefeilten Tunnelsystemen und haben jegliche Hoffnung verloren, bis der für tot geglaubte Wissenschaftler Dr. Malikov in der letzten Menschenbastion „Haven“ auftaucht. Der berichtet dem ehemaligen Soldaten Joe Capelli doch gleich von seiner neusten Entdeckung – ein Virus der alle Chimera vernichten soll. Dazu müssten sie nur nach New York reisen und in das Mutterschiff der Bestien eindringen. Hört sich doch nach einem gemütlichen Familienausflug nach „Big Apple“ an, wenn da nicht alle Verkehrswege blockiert wären und an jeder Ecke eine hässliche Chimera-Fratze auf uns wartet. Somit fällt das Taxi wohl aus und man muss alles selbst in die Hand nehmen.

Resistance 3

Instant Action

Resistance 3 fackelt nicht lange und zeigt nach den ersten fünf Minuten des Warm-Werdens wofür es steht – Action! Als wären die zurückgelegten Meter irgendwie an die Anzahl der Feinde gekoppelt, steigt diese Zahl exponentiell je näher man dem Ziel kommt. Das bedeutet ihr bekommt schon auf dem Schwierigkeitsgrad „Normal“ intensive Kämpfe geboten, die auch mir erste Schweißperlen auf die Stirn trieb. Es lässt sich behaupten, dass die Schlachten noch packender sind als im beliebten zweiten Teil. Irgendwie wird man das Gefühl nicht los sich in einem Survival-Horror wie Resident Evil zu befinden, was mit dem feinsten Action-Salz gewürzt wurde. Kaum betritt man ein Gebäude, wird man von diesem paranoiden Gefühl gepackt, dass sich in jeder dunklen Ecke ein Gegner schon die Hände reibt und nur darauf warte sich über uns herzumachen.

Manchmal hat man das Gefühl, dass die Überzahl der Gegner und die nicht enden wollenden Angriffswellen den Willen des Spielers brechen sollen, was mich persönlich jedoch dazu animiert hat den Chimera einen kräftigen Tritt in den Bestien-Allerwertesten zu geben. Man bekommt durch die stimmige Story ein seltsames Gefühl der Solidarität und möchte seinen Beitrag zur Befreiung der Welt leisten. Dies wird durch stetiges „leveln“ der Waffen als zusätzlicher Motivationspunkt gestärkt, ihr müsst sie nämlich nur benutzen. So bekommt man im Spielverlauf die verschiedensten Upgrades, die manchmal wirklich entscheidend sind ob man überlebt oder stirbt! Das Angebot an Bleispritzen ist so vielfältig und reicht von dem normalen Magnum Revolver bis hin zu einer Cryogun, welche die Gegner einfriert und anschließend zu Eiswürfeln verarbeiten lässt. Alle Modelle lassen sich während der Story sammeln und schnell über ein Waffenrad auswählen, so kommt man nicht in die Situation sich zwischen bestimmten Lieblingswaffen entscheiden zu müssen. Man kann eh alle auf einmal tragen.

Angriff der Horde

Zu dem intensiven Gameplay gehört natürlich auch der richtige Gegner und da hat sich Insomniac Games nicht lumpen lassen. Nach einer Aufstockung der Monsterpalette im zweiten Teil, wurden diese für die Endschlacht nochmals kräftig erweitert. Flinke Bestien springen durch die Luft, andere strotze nur so vor Kraft und bieten euch direkt die volle Breitseite, oder aber spinnenartige Krabbel-Biester mit dem liebevollen Namen „Widowmaker“. Ganz besonders lästig sind die unsichtbaren Scharfschützen der Chimera, welche jetzt ähnlich wie der Predator schon Arnold Schwarzenegger das Leben schwer gemacht hat. Zwischendurch bekommt man es auch immer wieder mit herausfordernden Zwischenbossen zu tun, welche nicht einfach nur mit Blei vollgepumpt werden wollen, sondern eine individuelle Angriffsstrategie erfordern. Das neue Aufgebot der Bestienhorde fordert auch den erfahrenen Shooter –Fan heraus und sorgt immer wieder für angenehme oder unangenehme Überraschungen!

Resistance 3

Wie viele seid ihr und wenn ja wie wenige?

Wer Angst vor Monstern und anderen bizarren Wesen hat der kann sich jetzt mit einem weiteren Widerstandskämpfer vor der Konsole bequem machen, oder aber online nach Mitstreitern suchen. Jedoch bietet der Splitscreen-Mode eine eingeschränkte Sicht, die in der Hitze des Gefechts auch gerne mal für einen Nachteil sorgt.
Natürlich dürfen bei einem Shooter die Multiplayer-Matches nicht fehlen, die jedoch im Gegensatz zum zweiten Teil deutlich auf 16 Teilnehmer reduziert wurden. Im Grunde bietet Resistance 3 hier nichts Neues. Standard-Modi wie „Deathmatch“, „Team-Deathmatch“, „Capture the flag“ gewährleisten das bekannte Online-Shooter Erlebnis und das muntere aufleveln sorgt für die hinreichende Motivation. Meines Erachtens sehe ich hier aber genau den Schwachpunkt bei Resistance 3, denn bei kommenden Titeln wie Call of Duty 3 und Battlefield 3 ist es fraglich, wie lange die Multiplayerserver von Insomniac Games in Anspruch genommen werden. Hier wurden einfach zu wenige Neuerungen eingebracht.

Fazit

Resistance 3 bieten genau das was man von einem Shooter erwartet: Action, eine packende Atmosphäre, abwechslungsreiche Schauplätze, spannende Waffenauswahl etc . Die Story ist anders und innovativ im Gegensatz zu den allseits beliebten Titeln wie Call of Duty, Battlefield, und Crysis. Ich empfand die Kampagne mit einer Spielzeit von acht Stunden als vollkommen ausreichend. Es motiviert diese nochmals im Koop zu bestreiten, da es hier so einige Extras zum Freispielen gibt.

Der Online-Multiplayer ist solide und bietet seinen Spielspaß. Insomniac Games hat hier nichts falsch gemacht, außer vielleicht mit der fehlenden Weitsicht auf die zukünftig erscheinenden Top-Seller im Bereich des Shooter-Genres. Zusammenfassend kann ich jedem dazu raten sich dem Widerstand anzuschließen, denn mit jedem Zögern verringert sich die Chance auf einen Sieg gegen die Bestien!

Absolut sehenswert ist außerdem der Trailer zum Game – viel Spaß beim Gucken!

Christian Porsch

studierte Informationsmanagement und beschäftigt sich für die Netzpiloten mit allem was in der Gamer-Szene passiert! Desweiteren interessiert er sich gleichermaßen für Film und Kino. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.


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