Lohnt sich No Man’s Sky 2021?

Lohnt sich No Man’s Sky 2021? Der katastrophale Release des Spiels liegt bereits mehr als vier Jahre zurück. Seitdem versorgen die Entwickler die Weltraum-Sandbox jedoch mit regelmäßigen und vor allem kostenlosen Updates. Jüngst mit dem Companions Update, das uns Kreaturen adopieren lässt. Ist das Spiel jetzt endlich das, was es einst versprach zu sein? Oder gibt es doch grundlegene Probleme, die sich nicht mehr mit Updates lösen lassen?

Wer nur eine Antwort darauf möchte, ob es sich jetzt endlich lohnt, No Man’s Sky zu spielen, springt am besten hier gleich direkt zur Antwort. Alle anderen nehmen wir mit auf eine kleine Reise in die Vergangenheit. Wir schauen uns die Probleme des Releases an und zeigen euch die wichtigsten Updates und ihre Änderungen. Ich gehe aber auch auf die noch immer vorhandenen Schwächen ein. Anschließend gibt es dann das Fazit, ob sich No Man’s Sky 2021 endlich lohnt.

Hier bekommt ihr übrigens No Man’s Sky für den PC (Provisionslink) – Die hier genannten Updates sind alle kostenlos.

Mit einer Bruchlandung gestartet – Vollmundige Versprechungen, wenig dahinter

No Man’s Sky ist ein Paradebeispiel dafür, wie man einen Hype aufbaut und völlig gegen die Wand fährt. Entwickler Hello Games hätte irgendwie besser wissen müssen. Warum? Es wurden bahnbrechende technische Versprechen gemacht von einem kleinen Indie-Entwickler mit damals nur 15 Mitarbeitern.

Dieses kurze Video zeigt den Unterschied zwischen dem E3-Gameplay-Trailer und der Realität zum Release sehr gut.

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Atemberaubende Landschaft, eine beeindruckende Tierwelt, die sich sehr realistisch verhält, riesige Raumschlachten. Das erwartete man sich von No Man’s Sky. 

In der Realität fand man sich auf zumeist sehr kargen Planeten wieder, mit sehr viel schlechterer Grafik, nicht immer ganz so gelungenen und sparsamer platzierten Kreaturen, die nur sehr rudimentiäre Handlungsmuster aufweisen. Auch die schönsten Planeten prahlten nicht ansatzweise mit der dichten Vegetation des Trailers. Statt großangelegter Raumschlachten gab es außerdem nur kleine Raumgefechte, die wegen der Steuerung keinen Spaß machten. Der Flug nahe der Planetenoberfläche? Kaum möglich.

Mehrfach bestätigte Chefentwickler Sean Murray auch, dass man andere Spieler treffen kann, es aber sehr unwahrscheinlich wäre bei der Größe des Universums. Die Spieler schafften es jedoch sehr schnell, sich auf dem gleichen Planeten zu verabreden und deckten auf, dass man sich eben nicht im Spiel begegnen konnte. 

Funkstille

Der Release war ein einziges Desaster. Auf Steam hagelte es negative Reviews und noch nie brach ein Spiel innerhalb des ersten Monats so stark ein. Zwar gab es ein paar Bugfixes, doch ansonsten herrschte Funkstille Seitens des Entwicklers. Keine Aussprache mit der Community, sogar Sean Murray hüllte sich auf Twitter über Monate in ungewohntes Schweigen. 

Es schien fast schon, als hätten die Ratten das sinkende Schiff verlassen, als mit dem Foundations-Update das erste große Update für No Man’s Sky erschien. Während die Spieler sich noch über fehlende Einsicht und Kommunikation aufregte, setzten die Entwickler im stillen Kämmerchen alles in Bewegung, um No Man’s Sky doch noch auf den richtigen Kurs zu bringen. 

Was haben die No Man’s Sky Updates verbessert?

Und Hello Games war wirklich nicht untätig. Statt den Dialog zu suchen, ließ man lieber Taten sprechen. Durch zahlreiche Updates lohnt sich No Man’s Sky 2021 deutlich mehr als zum Release.  Wir fassen euch die wichtigsten Änderungen durch die Major Updates zusammen.

Foundation Update (1.1)

Das Foundation Update war im wahrsten Sinne des Wortes das Fundament für kommende Updates. Endlich durftet ihr nicht nur Planeten erkunden, sondern auch zur Heimat machen. Der Basisbau ist eines der wichtigsten Elemente von Sandbox-Survival-Spielen und auch ein guter Grund, überhaupt Ressourcen zu sammeln. Teleportationsringe, Lagerboxen oder die Möglichkeit Pflanzen anzubauen, brachten zudem einigen Komfort hinzu.

Mit dem Foundation Update kam außerdem auch die Möglichkeit hinzu, sich einen eigenen Frachter zuzulegen. Der Frachter ist zudem auch eine interstellare Basis in der ihr bauen und auch einiges an Fracht lagern könnt.

Hinzu kamen auch kleinere Features wie TAA & Motion Blur, Verbesserungen im UI und neue Ressourcen und Technologien.

Pathfinder Update (1.2)

Ein wichtiges Feature des Pathfinder Updates war das Hinzufügen von drei Fahrzeugen, mit dem wir Planeten fortan erkunden dürfen. Die drei Fahrzeuge haben alle ihre eigenen Stärken und können zudem auch noch Mit Waffen und Werkzeugen verbessert werden. Ihr könnt sogar eigene Rennen erstellen, auch wenn es hier nur um die Jagd nach der schnellsten Zeit geht.

Geteilt werden können die Rennen mit einer neuen Funktion, mit der ihr eure Basis hochladen und so mit anderen teilen könnt. Darüber hinaus gab es für den Basisbau auch neue Bauelemente sowie neue Materialien und Farben.

Variation wurde zudem auch für Multi-Tools und Raumschiffe eingeführt. Beides erhielt 4 Spezialisierungen die Bonus auf verschiedene Werte geben. Zudem wurden sie in die Qualitätsklassen C, B, A und S unterteilt. Durch den Frachter durfte man nun auch endlich mehrere Raumschiffe besitzen.

Darüber hinaus brachte das Update neue Händler, Waffenmodifikationen, einen Permadeath-Mode, das Entdeckungsmenü und einen Fotomodus, um eure schönsten Entdeckungen auch optisch ansprechend festzuhalten. Die Grafik bekam zudem auch ein Upgrade spendiert mit neuen hoch- und ultraauflösenden Texturen und neuen Effekten.

Atlas Update (1.3)

Das Atlas Update nahm sich vor allem der Story an. Eine brandneue Hauptstory verspricht 30 Stunden Unterhaltung  mit einer neuen Rasse und neuen Mysterien im Univserum, die es zu ergründen gilt. Darüber hinaus könnt ihr nun in Raumstationen Missionen annehmen, die allerdings sehr generische Aufträge rund um scannen, Kampf oder Handel sind. Das Handelssystem wurde zudem überarbeitet auch die Sternenkarte bekam ein Update. Auch bekamenalle Systeme eine Einordnung bezüglich Wohlstand, Wirtschaft und Konfliktlevel. Diese beeinflussen die Chance auf S-Klasse-Schiffe, Handelswaren oder die Gefahr angegriffen zu werden.

Außerdem gibt es mit dem Atlas Update auch neue exotische Planetentypen und abgestürzte Frachtschiffe, deren Fracht ihr bergen dürft. Mit der neuen Terrain-Editing-Funktion des Multi-Tools passt ihr die Landschaft außerdem nun euren eigenen Wünschen an.

Weitere Neuerungen sind alte Portale, die sich entdecken lassen, ein überarbeiteter Space Combat, verbessertes Fliegen nahe der Planetenoberfläche, zwei neue S-Klasse-Schiffe und eine erste, rudimentäre Interaktionsmöglichkeit mit anderen Spielern.

NEXT Update (1.5)

Das Next Update war mit der Version 1.5 ein wichtiger Meilenstein für Hello Games auf dem Weg, dass sich No Man’s Sky auch 2021 noch lohnt. Endlich haben Spieler die Möglichkeit, sich in kleinen Gruppen zu treffen und zusammen Piraten zu bekämpfen oder eine gemeinsame Basis zu errichten. Dazu wurde auch das Baulimit für Basen massiv erhöht und um neue Teile und kreative Möglichkeiten, wie Unterwasser-Basen erweitert.

Außerdem ist das Spiel mit dem NEXT Update auch in Third Person-Perspektive spielbar. Passend dazu dürft ihr eure Spielfigur nun auch optisch anpassen und wahlweise das Aussehen der bekannten Völker im Spiel annehmen. Mehr Möglichkeiten erhält auch euer Frachter. Ihr könnt eine Flotte aus verschiedenen Schiffstypen rekrutieren, die ihr auf Missionen schicken könnt, die euch mit Geld, kostbaren Waren und kleinen Geschichten belohnen. Außerdem sieht die eigene Flotte irgendwie auch ziemlich beeindruckend aus.

Darüber hinaus wurde der Story-Einstieg überarbeitet, die Grafik erneut verbessert, das Analyse-Tool überarbeitet, zufallsgenerierte Technologie-Upgrades hinzugefügt und das Crafting-System komplett überarbeitet.

Spieleravatar in No Man's Sky als "Gek".
Endlich mehr Anpassbarkeit. Mit dem NEXT-Update durfte man seine Spielfigur selbst gestalten. Ich ziehe beispielsweise als „Gek“ durch das Universum. Screenshot by Stefan Reismann

Abyss Update (1.7)

Vergleichweise kleines Update, dass sich auf die Unterwasser-Welten fokusierte. Die Steuerung fürs schwimmen wurde dafür geupdatet, damit man die neu gestalteten Unterwasser-Biome besser erkunden kann. Mit dem Abyss Update kamen auch Unterwasser-Missionen, versunkene Wracks, mehr Vielfalt für Unterwasser-Kreaturen und thematisch passend neue Gebäudeteile.

Neue Rohstoffe, Güter und Produkte ergänzten das Update ebenso, wie der neue Fahrzeug-Händler in den Raumstationen.

Visions Update (1.75)

Das Visions-Update sorgte vor allem für mehr Vielfalt. Neue Planetenbiome, neue Kreaturen und mehr Abwechslung bei Pflanzen und den Farben von Himmel oder Wasser. Auch neue Artefakte, archäologische Funde und teils angrifflustige Pflanzen sorgen für mehr Abwechslung. Ansonsten gab es eher kleinere Verändungen wie die Communitymissionen, bei denen Spieler gemeinsam auf Ziele hinarbeiten.

Beyond Update (2.0)

Nach den beiden eher kleinen Updates, ließ es No Man’s Sky mit dem Beyond-Update wieder richtig krachen. So wurde beispielsweise der Multiplayer stark erweitert. Auf PC können jetzt 32 statt 4 Spieler gemeinsam Abenteuer erleben. All das endlich auch mit voll angepassten Charaktermodellen und neuen Gruppenfeatures. Außerdem wurde die Space Anomalie zu einem intergalaktischen Social Hub unfunktioniert, mit dem es viel einfacher ist, neue Mitspieler zu finden. Die Anomalie ist nun auch Ausgangspunkt der Multiplayer Missionen, die ebenfalls erweitert wurden.

Auch sonst brachte das Beyond Update Verbesserungen in fast allen Bereichen. So wurden unter anderem Missionen, Tutorials und viele Bereiche des Gameplays überarbeitet. Sowohl Mining, als auch Space Combat und das Inventar haben sinnvolle Updates spendiert bekommen. In Raumstationen verkauft ein Kartenhändler außerdem Karten für interessante Orte auf den nahen Planeten. Außerdem sind die Technologien nun in einem Forschungsbaum angeordnet und damit deutlich übersichtlicher und belohnender.

Hinzu kamen übrigens neue NPCs, dynamischere NPC-Handlungen, ein verbessertes Sprachsystem, Kreaturen zum reiten und melken, Kochrezepte, neue Pflanzen, neue Energieversorgung für die Basis, verbesserter Basisbau mit industriellen Baumodulen, Unterstützung der Vulkan Grafik-API und vieles mehr.

Wer über eine VR-Brille verfügt, darf sich diese seit dem Beyond-Update auch endlich aufsetzen. Das Spiel unterstützt dabei auch eine Reihe von VR-Controllern. Mindestens genau so wichtig ist auch der Support für eine Vielzahl von Controllern für Personen mit physischen Einschränkungen. Und die beste Nachricht zum Schluss: Man kann sich jetzt auch auf Stühle setzen. Lohnt sich No Man’s Sky 2021 nicht allein schon dafür?

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Synthesis-Update (2.2)

Im Synthesis-Update gab es vor allem kleine Updates. So können wir Laderaum oder Klasse unseres Schiffs endlich upgraden oder ungeliebte Schiffe in wertvolle Ressourcen zerlegen. Für die Kreativen unter euch gibt es neue Funktionen für den Terrainmanipulator und zahlreiche Bauteile für den Basisbau in einer dreieckigen statt viereckigen Version. Ihr könnt nun außerdem mehrere Multi-Tools mit euch führen.

Living Ship Update (2.3)

In diesem Update dreht sich alles um das Living Ship, ein neuer Schiffstypus, der aus einem Ei schlüpft. Das Living Ship erhaltet ihr am Ende einer neuen Quest-Reihe. Die Schiffe kommen außerdem mit ihren ganz eigenen, organischen Schiffs-Upgrades. Abseits des Living Ships kontaktieren euch nun auch auf der Space-Maps NSCs und ihr habt die Chance auf neue mysteriöse Objekte und Space-Kreaturen zu treffen.

Raumschiff trifft auf eine seltsame Lebensform
Was ist das für eine seltsame Lebensform? So ganz genau erfahre ich das nicht, aber sie ist mir zumindest nicht feindlich gesonnen. Screenshot by Stefan Reismann

Exo Mech Update (2.4)

Der Name sagt es eigentlich schon. Das Update fügt ein neues Exocraft in Form eines steuerbaren Mechs mit dem Namen „Minotaur“ hinzu. Der Mech schützt einen vor allen möglichen Umweltbedingungen und ermöglicht so einen deutlich sichereren Abbau wertvoller Ressourcen. Auch allgemein wurden die Exocrafts verbessert und benötigen nun bestimmte Technologien, um vor gefährlichen Umwelteinflüssen zu schützen. Außerdem gibt es nun Solar-Panels, die Fahrzeuge bei Tageslicht wieder aufladen. Abgerundet wird das Update durch ein paar Detailverbesserungen der Grafik und beim Basisbau.

Crossplay (2.5)

Mit dem Update 2.5 erhielt Crossplay Einzug in No Man’s Sky. Das bedeutet, dass man nun auch mit Spielern unterschiedlichste Plattformen, wie Xbox, PlayStation oder PC gemeinsam spielen kann. Das ist ein Feature, das nicht viele Spiele bieten, da Konsolen für Onlineservices meist ihre eigenen Server nutzen. Allein durch dieses Feature lohnt sich No Man’s Sky 2021 deutlich mehr als zum Release. Damals hatten viele Spieler nicht einmal erwartet, dass es überhaupt noch einen Multiplayer gibt.

Desolation Update (2.6)

Frachter-Wracks hatten wir doch schon! Doch die verlassenen Frachter im Desolation-Update sind quasi prozedural generierte Dungeons, die euch viele Gefahren in den Weg setzen. Dazu gehören sowohl athmosphärische Bedingungen, als auch der Befall durch außerirdische Lebensformen. Dazu erhält jeder Frachter auch seine eigene kleine Hintergrundgeschichte. Als Belohnung gibt es unter anderem einzigartige Upgrades für den eigenen Frachter, der nun etwas anpassbarer ist, über ein besseres Inventarmanagement verfügt und auch ans Teleportnetzwerk angeschlossen werden kann.

Die schaurige Atmosphäre der neuen Missionen profitieren dabei auch von Verbesserungen der Lichteffekte des Spiels. Auch am Kampf wurde etwas geschraubt, damit dieser noch schneller und dynamischer wirkt. Onlinespieler freuen sich außerdem über neue Nexus-Missionen. Die eigenen Erfolge kann man nun auch in Form von Titeln stolz zeigen.

Origins Update (3.0)

Den nächsten großen Meilenstein erreichte No Man’s Sky mit dem Origins Update auf die Version 3.0. Wie bei den vorherigen großen Updates, verbesserte auch Origins fast alle Aspekte des Spiels. Der Fokus lag aber vor allem auf ein noch abwechslungsreicheres Universum.

So wurden den Sonnensystemen zusätzlich Millionen neuer Planeten hinzugefügt, die nochmal ein Stückchen eindrucksvoller sind und etwa mit gigantischeren Gebirgsformationen aufwarten. Auch bereits existierende Planeten profitieren von einer deutlich stärkeren Vielfalt, behalten aber ihren generellen Charakter, damit Spieler-Basen nicht durch die Änderungen zerstört werden. Außerdem gibt es nun auch Systeme mit mehreren Sternen, die für mehr Abwechslung sorgen. Auf den Planeten beglücken uns neue Wolken und Wettereffekte, lebende Alienpflanzen, Vulkane, Tornados, Schwerkraftsanomalien, Gewitter, Meteore und vieles mehr.

Die Alienpflanzen sind außerdem nicht das einzige neue Leben auf den Planeten. Es gibt nun auch Insekten, ein verbessertes Verhalten der Fauna, wilde Roboter (Hallo, Horizon: Zero Dawn!) und riesige Sandwürmer. Außerdem kann es passieren, dass ab und an Händler bei euch landen, teils mit interessanten Waren vom Schwarzmarkt. Interessant für die Erkundung sind dagegen befallene Planeten, Anomalien auf den Planeten und gigantische Archivgebäude, in denen ihr auf die Spuren vergangener Zivilationen gehen dürft.

Auch der Fotomodus, das Interface, Multi-Tools, Teleporter und weitere Elemente haben erneut kleine Detailverbesserungen bekommen, die das Origins-Update abrunden.

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Next Generation Update (3.1)

No Man’s Sky: Next Generation ist der Sprung auf die neue Konsolengeneration. Spieler auf Xbox Series X und PlayStation 5 bekommen nun 4K-Qualität bei 60 Bildern pro Sekunde. Multiplayer geht nun auch für Konsolenspieler mit bis zu 32 Spielern und die Ladezeiten profitieren von den schnellen SSDs und erlauben einen bis zu 10 Mal so schnellen Warp zwischen den Systemen. Auch Features wie PlayStation Virtual Reality und PlayStation 5 3D Audio unterstützt das Spiel. Wer das Spiel für die alten Konsolen gekauft hat, bekommt kostenlos Zugriff auf die Next Gen-Version.

Auch für PC-Spieler gibt es kleine Verbesserungen, aber im großen und ganzen bekommen die Konsolen nun Grafik und Multiplayer-Umfang, der für PC-Spieler mit entsprechender Hardware bereits längst vorhanden ist.

Companions Update (3.2)

Als Space Cowboy auf dem Rücken verschiedenster Kreaturen reiten, dürft ihr in No Man’s Sky schon länger. Das neue Companions Update lässt euch jetzt aber sogar eure liebsten Kreaturen adoptieren. Für eure Begleiter habt ihr bis zu 6 Slots – 2 sind am Anfang freigeschaltet, weitere könnt ihr über die Nanit-Währung freischalten. 

Wenn ihr euch gut um euren Begleiter kümmert, hilft er euch beispielsweise beim aufspüren von Gebäuden, Ressourcenscan, als Lichtquelle oder auch beim Abbau von Ressourcen. Für letzteres muss euer Freund aber mit einem Mining-Laser ausgestattet werden. 

Die Kreaturen legen sogar Eier, die ihr mit anderen Spielern Handeln oder die ihr selbst schlüpfen lassen und großziehen dürft. Mittels eines Sequenzern könnt ihr sogar das genetische Material etwas durcheinander wirbeln, um ganz neue Kreaturen zu erschaffen. Unabhängig davon hat jede Kreatur auch eine eigene Persönlichkeit. Sie ist außerdem mit eurem Exosuit verbunden. Dadurch versteht ihr rudimentär die Bedürfnisse eures Begleiters und was durch ihren Kopf geht. 

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Trotzdem hat No Man’s Sky 2021 auch noch Schwächen

Trotz aller Bemühungen des Entwicklers gibt es auch noch so einige Ecken und Kanten in No Man’s Sky 2021. Manche davon lassen sich in Zukunft noch gut glätten, andere würden vermutlich zu stark ins bestehende Spiel eingreifen, als dass es ohne einen Verlust des Spielstandes ginge.

Raumschiffe in Einheitsgröße und mit mangelnder Anpassung

Auf dem Papier haben wir mehrere Raumschifftypen in unterschiedlichen Güteklassen, die sich von ihren Werten stets unterscheiden. In der Praxis sind die Raumschiffe für mich jedoch eines der größten Probleme des Spiels. Die Schiffe haben kaum Variation ihrer Größe und man muss darauf hoffen, ein Schiff zu finden, dass einem sowohl optisch, als auch von den Werten anspricht. Und es muss natürlich auch ins Budget passen.

Zwar bauen wir uns später auch noch eine eigene Flotte um ein großes Hauptschiff auf, aber diese Flotte ist eine statische Angelegenheit, die man nicht selbst fliegen kann. Bei den steuerbaren Schiffen fehlt mir das Gefühl des Fortschritts, mir irgendwann auch visuell opulentere Schiffe leisten zu können. Vielleicht auch mittelgroße Schiffe, für die man nach und nach eine Crew rekrutieren kann und die man auch von innen begehen darf. Meine eigene kleine Firefly.

Stattdessen haben wir Raumschiffe die sich nur von Werten unterscheiden. Lagerslots, Kampfstärke, Geschwindigkeit, Ausrüstung… nichts davon visuell sichtbar. Mein Schiff im Endgame kann effektiv genau so aussehen, wie der Schrotthaufen, mit dem ich gestartet bin. Und dann ist auch noch zufällig jeder Pilot des Universums dazu bereit, sein Raumschiff zu verkaufen? Das ist einfach nur faul gemacht.

Ich wünsche mir hier mehr Liebe, einen Fortschritt den ich sehen kann, gerne auch Upgrades die das bestehende Schiff auch optisch verändern. Gebt mir die Möglichkeit mein Schiff nach Herzenswünschen zu färben, besser noch eigene Lackierungen. Gebt mir die Möglichkeit ein Schiff für einen Aufpreis in Auftrag zu geben und ich bin glücklich.

Eingeschränkte Planetenvielfalt

Hello Games ist immerhin auf einem guten Weg, mehr Vielfalt in die Planeten zu bringen. Das größte Problem ist, dass sie bestehende, bzw. schon von Spielern entdeckte Planeten nicht einfach umgestalten können, ohne dass es auf Kosten des Spielfortschritts geht. Leider ist das aber ein Problem, da man immer erst die neuen Planeten durch Updates ausfindig machen muss.

Und selbst neue Planeten haben noch immer ihre Einschränkungen im Abwechslungsreichtum. Man ist noch weit entfernt davon, dass die Planeten dem nahe kommen, was man sich aus der Ferne erwartet. Und vor allem sind die Planeten stark monothematisch. Es gibt über den Planeten verteilt eine leichte Variation was Anteil von Bergen und Meer angeht, die fällt aber kaum spürbar aus. Ansonsten sind es die selbe Hand voll Pflanzen, Tiere und Mineralien, die sich sehr generisch wiederholen. Auch fließende Gewässer fehlen.

Bei Siedlungen, Ruinen und Co lässt die Vielfalt dann noch mehr nach, weil man die immergleichen und wenig abwechslungsreichen Gebäude hat. Und sie sind sehr sparsam und isoliert in die Landschaft gesetzt. Es ist schon seltsam, dass auf einem Planeten viele Raumschiffe rumfliegen, aber niemand wirklich dort zu leben scheint. Es gibt keine Städte oder überhaupt Dörfer, wo man den Eindruck hat hier lebt jemand tatsächlich. Nur Handelsposten wo sich Reisende treffen und Gebäude, die eher eine Art Forschungsstation-Charakter haben.

Mir ist bewusst, dass generierte Welten starken Einschränkungen unterliegen, aber wenn ein Sonnensystem vom Spiel als wirtschaftlich florierend bezeichnet wird und man kein Anzeichen wirklichen Lebens auf den Planeten vorfindet, nimmt es einfach jegliche Glaubwürdigkeit.

Spielerisch flach

Viele Features sind ins Spiel hinzugekommen und an vielen Stellen wurde nachjustiert. Im Kern bleibt aber vieles beim alten. Wir scannen Flora, Fauna und Mineralien, stöbern nach Ruinen, bauen Rohstoffe ab und kämpfen hier und da. Natürlich handeln wir auch, lernen fremde Sprachen und erfüllen kleine Aufträge. Diesen Aufträgen sieht man ihre generische Natur allerdings auch an.

Wie bei Minecraft ist es am Ende mehr die Summe der Einzelteile, die dann Spaß macht, als die einzelnen Tätigkeiten selbst. Und davon sind ja doch einige hinzugekommen. Allein in den Bau eigener Basen oder die Verwaltung der eigenen Flotte kann man sich immer wieder verlieren.

Fazit – Lohnt sich No Man’s Sky 2021?

Die Art und Weise, wie Hello Games Wiedergutmachung leistet ist beispiellos. Es wäre ein leichtes gewesen das Geld des guten Verkaufs zu nehmen und sich ans nächste Projekt zu setzen. Stattdessen arbeiten sie seit über vier Jahren daran, das Spiel zu dem zu machen, was sich die enttäuschten Erstkäufer erhofft haben. Das wird mittlerweile auch durch gute Steambewertungen und sogar offizielle Awards belohnt.

Allein 2020 gab es 6 größere Updates, darunter das Origins-Update, dass als Version 3.0 einen größeren Meilenstein markierte. Beim Schreiben dieser Zusammenfassung habe ich selbst sogar etliche Features bemerkt, die ich selbst noch gar nicht ausprobiert habe. Auch ist mir dadurch erst wieder bewusst geworden die lausig No Man’s Sky zu Release eigentlich war.

Lohnt sich No Man’s Sky 2021? Für mich ein ganz klares ja. Es gibt zwar noch einige Bereiche, wo das Spiel Federn lässt, aber an sich ist es weitgehend das Spiel geworden, was ich mir erwartet hatte und in einigen Bereichen sogar weit darüber hinaus. Hello Games versorgt das Spiel seit vier Jahren mit immer größeren Updates und scheint noch lange nicht fertig zu sein. Mittlerweile ist aus der Release-Katastrophe ein richtig tolles Spiel gewachsen. Ich spiele es nicht durchgängig, hole es aber vor allem bei neuen Updates immer wieder gerne hervor, um das Universum mit seinen 18 Trillionen (!) Planeten zu erkunden.

Dennoch ist die Empfehlung noch immer mit kleinen Einschränkungen verbunden. Der Anspruch seiner Einzelteile ist noch immer eher gering und die Raumschiffe lassen noch immer einen spürbaren Fortschritt missen. Es ist aber ein herrliches Spiel für Zwischendurch, dass einem nach langer Pause auch noch lange Nächte bescheren kann. Man möchte dann unbedingt noch das nächste System anschauen… und das danach… und noch eins.

Hier bekommt ihr No Man’s Sky 2021

PC-Version von No Man’s Sky (Provisionslink)

PS4-Version von No Man’s Sky (Provisionslink)

Xbox One-Version von No Man’s Sky (Provisionslink)

Sowohl die PS4-Version, als auch die Xbox One-Version lassen sich auch auf den neuen Konsolen spielen und erhalten dort die Vorteile des Next Generation-Updates.

 


Titelbild by Hello Games via IGDB

Stefan Reismann

Das Internet ist sein Zuhause, die Gaming-Welt sein Wohnzimmer. Der Multifunktions-Nerd machte eine Ausbildung zum Programmierer, entdeckte dann aber vor allem die inhaltliche Seite für sich. Nun schreibt er für die Netzpiloten und betreibt nebenher einen Let's Play-Kanal, auf dem reichlich gedaddelt wird.


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