Der Like-Button, die Abmahnung & die Lösung

Gestern geisterte die erste Abmahnung wegen eines Like-Buttons von facebook durch den Blätter- und Blogwald, die durch die Händlerbund Management AG verbreitet wurde und natürlich auch bei Spiegel Online aufpoppte. Viele schlaue und unschlaue Meinungen wurden in den Artikeln und Kommentaren dazu verbreitet. Leider haben die Mannen vom Händlerbund auch noch dazu ermuntert, es einfach bei einer erweiterten Datenschutzerklärung der Seiten zu belassen. Rote Karte!

Denn da nach herrschender Meinung die IP-Adresse als persönliches Datum angesehen wird, könnte man durch diese erweiterte Erklärung auch unterstellen, dass der Websitenbetreiber wider besseres Wissen facebook erlaubt, persönliche Daten über seine Website abzugreifen, was als Mitstörer gewertet werden kann, da keine Einwilligung vom Nutzer eingeholt wurde. Wenn man darauf auch noch expressis verbis in der Datenschutzerklärung sonstwo auf der Website hingewiesen hätte, dann würde man eher vorsätzlich dem gesetzeswidrigen Verhalten von facebook Vorschub leisten (Mitstörer wegen des Sammelns persönlicher Daten zum Zweck der Werbung).

Ein coole Idee hatte Jens Ferner, der als Diplom-Jurist schnell zwei WordPress-Plugin gebastelt hat, die zwar noch nicht ganz elegant sind, aber rechtlich den Blogbetreiber weitgehend auf die sichere Seite bringen. Hier lest Ihr mehr dazu und könnt die Plugins auch gleich runterladen…


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Jörg Wittkewitz

Jörg Wittkewitz

  ist seit 1999 als Freier Autor und Freier Journalist tätig für nationale und internationale Zeitungen und Magazine, Online-Publikationen sowie Radio- und TV-Sender. (Redaktionsleiter Netzpiloten.de von 2009 bis 2012)

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2 comments

  1. Ja ich muss sagen, die Idee von Jens Ferner ist in der Tat nicht schlecht. Allerdings ist es schon erstaunlich welchen Status die Abmahnungswelle inzwischen erreicht hat. Das grenzt für mich schon wieder am Rande der Legalität.

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