Lange Nacht der Startups in Berlin (Bild: Tobias Schwarz/Netzpiloten, CC BY 4.0)

Die Lange Nacht der Startups plant den Aufstieg

Anfang September findet die zweite „Lange Nacht der Startups“ in Berlin statt und die Organisatoren planen zum Konkurrenten von New York City aufzusteigen. // von Tobias Schwarz

Lange Nacht der Startups in Berlin (Bild: Tobias Schwarz/Netzpiloten, CC BY 4.0)

Nach einem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr soll die „Lange Nacht der Startups“ am 6. September in Berlin mehr als doppelt so viele Besucher wie 2013 anlocken. Die Veranstalter bieten mehr als 100 Startups die Gelegenheit, sich gleich an zwei Standorten, der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom und dem Ludwig-Erhard-Haus der Industrie- und Handelsklammer (IHK), dem Publikum zu präsentieren.

Einblick in die Startup-Szene

Am 6. September findet die zweite Lange Nacht der Startups statt. Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr mit über 2.000 Besuchern wird die Veranstaltung in diesem Jahr noch größer ausfallen. Mehr als 5.000 interessierte Besucher und Investoren werden erwartet. Über 300 Startups haben sich dafür beworben, aus denen die Veranstalter Deutsche Telekom, IHK, die Investitionsbank Berlin und Berlin Partner genau 100 Startups in den Kategorien Commerce/Retail, Communication, Entertainment, Data Analytics, Green/Health/Biotech und Home sowie aus den Bereichen Food/Lifestyle und Security auswählten. Ziel der Veranstaltung ist es, Startups mit wichtigen Investoren und möglichen Partnern zusammenzubringen sowie der Öffentlichkeit Einblicke in die Szene zu ermöglichen.


Cem Ergün-Müller erklärt uns, was denn das Ziel der Veranstaltung am 6. September ist:


Dienstagmorgen auf der Dachterrasse der Telekom Innovation Arena in Charlottenburg. Cem Ergün-Müller von den T-Labs der Telekom stellt bei einem Pressefrühstück das Programm der diesjährigen Lange Nacht der Startups vor. Neben ihm stehen Marc Sommer vom LNdS-Partner Deutsche Telekom, Sonja Kardorf von der Investitionsbank Berlin, Stefan Franzke von Berlin Partner, Klaus Buß vom T-Labs sowie Jan Pörksen von der IHK Berlin und zwei Vertreter von mit der Telekom verbundenen Startups. In den Redebeiträgen der Gastgeber des Pressefrühstücks wird schnell klar, wie professionell und alles andere als „arm, aber sexy“ die lokale Startup-Szene ist. Und wie sehr die Telekom bereits mitmischt.

„Innovation macht man nicht mehr intern“

Für Klaus Buß sind Startups bei der Telekom keine Neuheit. Bereits seit 1997 sucht das Unternehmen mit dem Programm T-Venture nach Beteiligungen in neu gegründeten Unternehmen, „die Synergien zu T-Home, T-Mobile oder T-Systems aufweisen und ein Wachstumspotenzial versprechen„. Dabei setzt das Unternehmen vor allem auf dem Standortvorteile einer attraktiven Metropole wie Berlin, denn es ist schwerer Personal an die Standorte in Bonn oder Darmstadt zu holen. Die Telekom braucht laut Buß die Kooperationen, denn der Einfluss auf die Unternehmenskultur der Telekom durch Startups ist förderlich. Dazu kommt, dass „neue disruptive Technologien können nicht von Großunternehmen kommen, da diese bewahrend sind„.


Klaus-Jürgen Buß, Vizepräsident der T-Labs, hat uns erklärt, warum auch ein großes Unternehmen wie die Deutsche Telekom auf Startups angewiesen ist:


Innovation macht man nicht mehr intern„, ergänzt ihn der für Partnering bei der Deutsche Telekom zuständige Marc Sommer. Dadurch können neue Ideen an das Kerngeschäft der Telekom angeknüpft werden und diese Ideen, die vielleicht nicht zum Unternehmen passen, mit einem Startup extern zweitverwerten. Die Telekom soll in Zukunft als Steckerleiste für Ideen dienen, wie Sommer es ausdrückt. Viele und verschiedene Startups und Projekte können sich an das Unternehmen anschließen. Ein interessantes Bild, mit der das Unternehmen auch im Silicon Valley für sich Werbung macht.

Auf Augenhöhe mit New York City?

Für Berlin sind die Startups vor allem „cool und spannend„, wie Sonja Kardorf von der Investitionsbank Berlin sagt, aber auch eine mögliche Zukunft für Arbeitsplätze an der Spree – zumindest im Idealfall. Deshalb ist natürlich auch die Gründerbank des Landes Berlins in der Langen Nacht der Startups vor Ort und will Interessenten für Finanzierungen finden. „New York City soll nicht mehr ins Silicon Valley blocken, sondern auch nach Berlin“ umschreibt Stefan Franzke von Berlin Partner die ambitionierten Ziele. Anfang September fliegt er deshalb mit der Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer und 16 Berlin Startups nach New York City, um ihnen die Gelegenheit zu geben, einmal international zu pitchen. Noch scheint also Berlin eher über den Atlantik zu blicken als andersherum.

Der Eintritt zur Langen Nacht der Startups kostet fünf Euro, Tickets können online über www.startupnight.de bestellt werden. Für Kurzentschlossene gibt es auch die Möglichkeit, die Abendkasse zu nutzen. Das Konferenzticket (inkl. Abend) kostet 19 Euro.


Teaser & Image by Tobias Schwarz/Netzpiloten (CC BY 4.0)

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Tobias Kremkau

Tobias Kremkau

ist Coworking Manager des St. Oberholz und als Editor-at-Large für Netzpiloten.de tätig. Von 2013 bis 2016 leitete er Netzpiloten.de und unternahm verschiedene Blogger-Reisen. Zusammen mit Ansgar Oberholz hat er den Think Tank "Institut für Neue Arbeit" gegründet und berät Unternehmen zu Fragen der Transformation von Arbeit. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

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