Social Edge soll dem Austausch von Anwendungswissen dienen und wendet Community-Features denkbar pragmatisch an. Dreh- und Angelpunkt sind die Diskussionen zu Überthemen wie Geschäftsmodellen, Erfolgsmessung, aber auch Philanthropie. Rubrikenunabhängig zeigt ein dynamisches Fenster die jeweils regsten Diskussionen an. Konkret wird es dann in den "Features", den Themenschwerpunkten, wo konkrete Projektunterstützungen nachgefragt und angeboten werden und der "Global Giving Index" die meistunterstützten Projekte der letzten Zeit ausweist.
Bildquelle: Screenshot von Social Edge
Kiva
Einem konkreten Ziel verschrieben hat sich Kiva. Arme, arbeitende Menschen sollen durch finanzielle Investitionen unterstützen werden, das Geld nach ein paar Monaten zurückkommen.
Kiva vermittelt diese Mikrokredite zusammen mit spezialisierten Finanzinstituten vor Ort. Almosen sind die Mikrokredite indes nicht: Im Durchschnitt erwirtschaften Mikrokredite dieser Art laut Kiva 5,5 Prozent Rendite, während sie vor Ort eine Existenzgründung ermöglichen.
Auf der Seite werden neben aktuellen Gesuchen auch bisherige Erfolg gezeigt. So hat Leonarda Aguilar Apahancho aus Peru hat vier Prozent der benötigten 525 US-Dollar für ihre Töpfereiwerkstatt zusammen, Phorn Pall aus Kampuchea hat schon über die Hälfte der 200 Dollar für neue Webstuhl-Materialien gesammelt.
Bildquelle: Screenshot von Kiva
Betterplace
Bei betterplace findet der Dialog auf Augenhöhe statt. Die 2006 in Berlin gegründete Plattform setzt auf direkten Kontakt der Unterstützungssuchenden mit möglichen Helfern. Betterplace stellt Projekte vor, die jeweils einen Paten haben, der direkt über betterplace erreichbar ist. Fürsprecher für die jeweiligen Projekte sorgen für das nötige Vertrauen.
Neben den Projekten als Ganzes können auch einzelne Bedürfnisse wie Wasserpumpen oder chirurgische Instrumente (mit-)finanziert werden. Gleichzeitig wird so transparent, welche Bestandteile für ein Projekt relevant sind. Zur Zeit listet betterplace zehn Projekte, deren Gesamtfinanzierung allerdings in allen Fällen noch in der Anfangsphase steckt.
Bildquelle: Screenshot von Betterplace
Kaioo
Nur bedingt ins Konzept passt kaioo. Wenn auch mit großer Medienaufmerksamkeit gestartet, geht es hier um ein eher konventionelles soziales Netzwerk. Der Unterschied zu den Konkurrenten Facebook und StudiVZ liegt beim Erlösmodell. So werden die Betriebskosten von Sponsoren getragen, darüber hinaus gehende Werbeeinnahmen werden für einen wohltätigen Zweck gespendet. Einmal im Jahr entscheiden die Nutzer, an welche wohltätigen Organisationen die Erlöse durchgeleitet werden.
Bildquelle: Screenshot von Kaioo
Über den Autor
Andreas Wagnerhat gerade seinen MBA in Media Management gemacht (Xing). Der Wahl-Hamburger ist als freier Medienberater tätig. Seit 2000 setzt er sich unter anderem mit SEM-Konzepten für den PR-Bereich auseinander. Privat ist er großer Fan von anspruchsvoller Unterhaltung im Netz.


















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