Was macht eigentlich…? – Nintendo World Cup

Nintendo World CupEin neuer Monat mit einem neuen Goldstück aus der Videospielgeschichte warte auf euch. Was mit dem ersten bekannten Computerspiel „OXO“, heute vielleicht besser bekannt als „Vier gewinnt“, begann, wurde zu hochauflösenden und realistischen Spielewelten. Heute geht es bei uns um den größten Konkurrenten der FIFA-Reihe – Nintendo World Cup für den NES.

Der Ball ist rund

Ganz einfach gesagt ist „Nintendo World Cup“ vor 20 Jahren die Fußballalternative zu „Kick Off“ aus dem Hause Anco gewesen, nur halt für den NES. Gespielt wird nach einem K.O.-System an dem 13 Nationalmannschaften teilnehmen und versuchen, den ruhmbringenden Weltmeisterschaftspokal zu erringen. Eine Mannschaft besteht jeweils immer aus fünf Mitspielern, von denen man jeweils einen selbst kontrolliert und den Rest mit kurzen Befehlen und vor jedem Spiel festgelegten ausgeklügelten Strategien kommandiert. Natürlich versucht man, wie es sich für Fußball gehört, durch passen und geschicktes Dribbeln das Runde im gegnerischen Tor zu platzieren! Hat man einmal nicht den Ball, kann man durch grätschen oder tackeln diesen zurück gewinnen.

Nintendo World Cup

Realistic soccer with an international flavor!

Das ist es was wir hier geboten bekommen, also hat das Spiel doch alles richtig gemacht, oder etwa nicht? Nein, denn leider ist der Slogan von der Packung und nur heiße Luft die höchstens aus einem Fußball stammt. Trotzdem kam man um dieses Spiel, was gerne als einziger Grafikfehler bezeichnet wird, dank des NES Starter Cartridge mit „Tetris“, „Super Mario Brothers“ und eben „Nintendo World Cup“ nicht herum. Das war im Grunde auch gar nicht schlimm, denn wer sich einmal diesen Gurkenfußball angetan hat, kommt aus den plötzlichen Lachattacken nicht mehr raus. Man kann zwar nicht von einem realistischen, dafür aber sehr amüsanten Spiel sprechen, denn „Nintendo World Cup“ hat einfach nur Spaß gemacht.

Jede Mannschaft hat ihren individuellen Superschuss, der wie man es aus der japanischen Anime Serie „Kickers“ kannte, immer im Tor landete. Das auch gerne mal mit Torwart, der einfach nur vom Ball „umgeholzt“ wurde und mit Pech den Rest des Spiels einfach nur auf der Torlinie rumlag. Allgemein lag die Aufgabe eher darin die andere Mannschaft durch grätschen oder tackeln aus dem Verkehr zu ziehen, um anschließend beim gegnerischen Tor ordentlich einzuschenken. Ein pfeifender Schiedsrichter ist nämlich genauso vorhanden wie der versprochene Realismus auf der Packung! So entwickelten sich neben dem eigentlichen Fußballspiel ganz andere Disziplinen wie Last-man-standing, Delphin-Rennen ausgeführt durch permanente Kopfbälle und viele weitere „Mini-Spiele“. Einwurf bis in den gegnerischen Strafraum, oder ein Pass zu Spielern im Abseits machten das Spiel unfair aber auch gleichermaßen lustig chaotisch, man konnte ja schließlich sein ganzen Team auf einen hetzen, um ihn in Stücke zu tackeln.

Nintendo World Cup

FIFA vs. Nintendo World Cup

Leider kann man dieses Spiel rein gar nicht als realistisches Fußballspiel bezeichnen, doch trotzdem kennt jeder der mit einem NES in Berührung gekommen ist „Nintendo World Cup“ und liebt es für seine spezielle Art. Noch bis heute hat es treue Anhänger, was so einige FIFA-Teile nicht von sich behaupten können und was gibt es lustigeres einfach mal eine WM oder EM nachzuspielen, fern von jeder Realität. Im Grunde könnte es auch das offizielle Spiel zur angesprochenen „Kickers“ Serie sein. „Nintendo World Cup“ ist einfach über die Jahre zu einem Kult für Jung und Alt geworden und auch wir werden gleich mal wieder dieses lecker dreier Cartridge reinlegen und Kamerun 99 Tore reinwürgen!

Christian Porsch

studierte Informationsmanagement und beschäftigt sich für die Netzpiloten mit allem was in der Gamer-Szene passiert! Desweiteren interessiert er sich gleichermaßen für Film und Kino. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.


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