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Welche Smartphones Android 8 Oreo erhalten – und warum viele andere leer ausgehen

Android 8 Oreo (Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt)

Googles aktuelles mobiles Betriebssystem Android 8 Oreo bringt viele neue Funktionen. Jedoch werden erneut bei weitem nicht alle Android-Smartphones das Upgrade erhalten. Die Update-Versorgung ist ein chronisches Problem bei Android, wie auch ein jüngerer Bericht zeigt. Warum ist das eigentlich so? Und welcher Nutzer darf sich eigentlich auf das neue Betriebssystem für sein Gerät freuen?

Upgrade ist ein komplizierter Vorgang

Um das zu verstehen, muss man wissen, wie eine neue Android-Version entwickelt wird. Zunächst hatte Google im März 2017 die Version Android 8.0, damals noch mit dem Codenamen O, angekündigt. Anschließend konnten Entwickler sich in den Folgemonaten verschiedene Betaversionen herunterladen, um die Funktionalität mit ihren Apps zu testen und die neuen Softwareschnittstellen, die sogenannten APIs, zu integrieren.

Doch erst nach dem finalen Release am 21. August 2017 veröffentlichte Google den Quellcode von Android 8 Oreo im sogenannten Android Open Source Project (kurz AOSP). Erst jetzt können die Chipsatz-Hersteller wie Qualcomm und Mediatek entscheiden, ob sie Hardware-Treiber für ihre Prozessoren veröffentlichen werden.

Sobald diese Treiberupdates fertig entwickelt sind, können die Smartphone-Hersteller anfangen, an einem Software-Update zu arbeiten. Die fertige Software muss dann noch von Google und eventuell von den einzelnen Netzbetreibern zertifiziert werden, bevor das Update an euch ausgeliefert werden kann. Dies alles dauert einfach seine Zeit. Daher können Monate ins Land ziehen, bis Android 8 Oreo auf euren Smartphones landet.

Android 8 Oreo verspricht Besserung

Mit Android 8 Oreo führt Google Project Treble ein. Damit will es den Smartphone-Herstellern ermöglichen, Software-Updates schneller an ihre Kunden auszuliefern. Dazu wurde eine neue Hardware-Schnittstelle, das sogenannte Vendor Interface, entwickelt. Dieses macht das Android-System unabhängig von den Chipsatz-Treibern, wodurch die Smartphone-Hersteller nicht mehr von den Chipsatz-Herstellern abhängig sind und schneller Software-Updates entwickeln können.

Unklar ist jedoch, inwiefern diese neue Möglichkeit die komplexen Entwicklungsstrukturen mit ihren vielen Beteiligten tatsächlich in der Praxis verschlanken kann, wie Heise betont. Außerdem kann Project Treble nichts gegen Update-unwillige Hersteller ausrichten. Womöglich werden dann ohnehin nur Sicherheits-Patches, aber keine Funktions-Updates bei euch ankommen. Google versucht schon länger vergeblich, seine Partner zu einer besseren Update-Versorgung zu drängen. Daher das ist der neuste Vorstoß keine Garantie, dass sich wirklich etwas bessert.

Nur wenige Hersteller haben sich festgelegt

In dieser Übersicht fasse ich euch alle aktuellen Smartphones zusammen, die mit einem Update auf Android 8 Oreo rechnen dürfen. Bislang haben sich noch nicht alle Hersteller dazu geäußert. Da es dennoch bei einigen Smartphone-Modellen relativ sicher ist, dass diese das Upgrade bekommen, habe ich diese auch in der Übersicht aufgeführt und mit „unbestätigt“ gekennzeichnet.

Google

Googles eigene Smartphones erhalten Softwareupdates für mindestens 18 Monate nach Marktstart. Neben Nexus-Geräten erhalten die erste und natürlich auch 2 Generation der Pixel-Modelle Oreo:

Samsung

Galaxy S8 Test
Samsung Galaxy S8. Image by Julia Froolyks

Samsung hat sich bislang noch nicht geäußert, welche Smartphones das Update erhalten werden. Alle Geräte, die dieses Jahr vorgestellt wurden, sowie die Top-Geräte aus dem letzten Jahr, dürfen aber auf jeden Fall mit dem Update rechnen. Auch die A-Serie aus 2016 und das Note 5 könnten das Update noch zu einem späteren Zeitpunkt erhalten.

HTC

HTC U11 im DXO Mark
HTC U11. Image by Jonas Haller

HTC hat über Twitter das Update für einige Modelle inzwischen bestätigt. Für das U11 soll das Update demnach im vierten Quartal 2017 erscheinen. Neben dem U11 werden aber ebenfalls HTCs andere Smartphones aus 2017 das Update erhalten. Einzig das U Play fehlt in der Ankündigung. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass die Lite-Variante des U Ultra das Update zu einem späteren Zeitpunkt erhalten wird. Das U11+ erscheint gleich zum Marktstart mit Oreo.

OnePlus

OnePlus hat das Update auf Android 8 Oreo bereits für das OnePlus 3 sowie 3T bestätigt. Damit ist auch ein Update für das zum Zeitpunkt der Bestätigung noch nicht vorgestellte OnePlus 5 ebenfalls sicher. Das OnePlus 2 wird das Update aber nicht mehr erhalten.

Nokia

Nokia 8. Image by Jonas Haller

Nokia hat für all seine Smartphones das Update bereits zugesagt. Demnach sollten das Nokia 3, 5 und 6 zeitnah mit Android 8 Oreo ausgestattet werden. Das Nokia 8 wird zum Marktstart noch mit Android 7 ausgestattet sein, erhält aber definitiv ein Update.

Motorola/Lenovo

Lenovo hat die Smartphones der Moto-Serie in der Vergangenheit immer zeitnah mit Updates versorgt. Auch dieses Jahr hat Lenovo eine komplette Liste aller Smartphones veröffentlicht, die das Update erhalten werden. Die Top-Geräte aus 2017 und 2016, sowie die G-Reihe aus 2017 erhalten Android 8. Auch das auf der IFA vorgestellte Moto X4 wird das Update erhalten. Bei der Veröffentlichung der Liste gab es Kritik von einigen Nutzern, die behaupteten, Motorola habe bei der Einführung des Moto G4 Plus ebenfalls ein Update auf Android O versprochen. Lenovo hat auf die Kritik reagiert und angekündigt, das Update nachzuliefern, was aber noch bis 2018 dauern könnte. Ob es für das kleinere Moto G4 ebenfalls ein Update geben wird, ist fraglich.

  • Moto Z
  • Moto Z Play
  • Moto Z2 Force
  • Moto Z2 Play
  • Moto X4
  • Moto G5
  • Moto G5 Plus
  • Moto G5S
  • Moto G5S Plus
  • Moto G4 Plus

LG

LG V30
LG V30. Image by Jonas Haller

LG lässt sich erfahrungsgemäß viel Zeit mit Software-Updates. Das aktuelle Flagship-Smartphone G6 hat bis jetzt noch kein Update auf Android 7.1 erhalten. Dennoch werden das G6 sowie das V20 das Update irgendwann erhalten. Ob das G5 auch noch auf die Aktualisierung hoffen kann, ist eher fraglich. Allerdings wird das technisch fast identische Nexus 5X das Update erhalten. Für das gerade erst vorgestellte Mittelklasse-Smartphone Q6 ist ein Update auf Android 8 ebenfalls fraglich. Das V30 hingegen erhält auf jeden Fall das Update auf Android 8, erscheint zum Start aber noch mit Nougat.

Sony

Sony hat sich ebenfalls noch nicht zu Updates auf Android 8.0 Oreo geäußert. Dennoch darf man davon ausgehen, dass der japanische Hersteller alle Smartphones von 2017 und die Flaggschiff-Geräte aus 2016 mit einem Update versehen wird. Hingegen die XA-Serie aus 2016 wird wohl eher kein Update mehr erhalten. Jedoch das neue XZ1 und XZ1 Compact werden direkt mit Oreo ausgeliefert.

  • Xperia XZ Premium (unbestätigt)
  • Xperia XZs (unbestätigt)
  • Xperia XZ (unbestätigt)
  • Xperia X (unbestätigt)
  • Xperia X Compact (unbestätigt)
  • Xperia X Performance (unbestätigt)
  • Xperia XA1 (unbestätigt)
  • Xperia XA1 Ultra (unbestätigt)
  • Xperia XZ1
  • Xperia XZ1 Compact

Huawei/Honor

Huawei Nova 2
Huawei Nova 2. Image by Timo Brauer

Für Smartphones von Huawei, sowie deren europäischer Tochterfirma Honor, werden erfahrungsgemäß relativ zügig Updates bereitgestellt, obwohl größere Anpassungen der Benutzeroberfläche vorgenommen werden müssen. Honor gibt auch auf Nachfrage keine Auskunft über die Update-Roadmap. Jedoch kann man mit einem Update für das Honor 9, 8 Pro, sowie 6X rechnen. Ob das Honor 8 das Update noch bekommt, ist fraglich. So hatte beispielsweise das Honor 7 das Update auf Android 7 nicht mehr erhalten.

Huawei hat sich bei der Vorstellung des Mate 10 zum Update-Fahrplan geäußert. Demnach erhalten definitiv das Mate 9, das P10 und das P10 Plus die Aktualisierung auf Oreo. Zum kürzlich vorgestellten Nova 2 sagte Huawei jedoch nichts. Dennoch ist ein Update für das Mittelklasse-Gerät aus unserer Sicht wahrscheinlich. Und schließlich wird das neue Mate 10 Pro ab Marktstart bereits mit Android 8 ausgestattet sein. Hingegen die abgespeckte Variante Mate 10 Lite erhält zumindest zum Start nur Android 7.

BQ

Fingerabdruckscan Aquaris X (Image by Anne Jerratsch)
BQ Aquaris X. Image by Anne Jerratsch

Unterdessen hat auch die spanische Marke BQ mitgeteilt, welche in den Jahren 2016 und 2017 erschienenen Smartphones sie mit Oreo aktualisieren wird. Demnach garantiert BQ für alle seine Smartphones mindestens eine Aktualisierung zur neusten Version. Das gilt sowohl für die Flaggschiffe als auch für die viel günstigeren Einstiegergeräte, wie der Hersteller mitteilt. Manche Modelle versieht BQ sogar mit einem zweiten großen Update. Das trifft zum Beispiel auf das Aquaris X5 Plus und die Smartphones der Aquaris U-Reihe zu. Sie erschienen 2016 mit der Android-Version 6.0.1 Marshmallow, erhielten im Laufe dieses Jahres ein Update auf Android 7.1 und bekommen in Kürze auch Android 8 Oreo. Außerdem verpflichtet sich BQ, alle Modelle zwei Jahre ab der Markteinführung um Sicherheitspatches zu aktualisieren.

  • Aquaris X
  • Aquaris X Pro
  • Aquaris X5
  • Aquaris U
  • Aquaris U Lite
  • Aquaris U Plus
  • Aquaris V
  • Aquaris V Plus
  • Aquaris U2
  • Aquaris U2 Lite

Asus

Asus spendiert nicht nur der aktuellen und erst im September präsentierten vierten Generation eine Aktualisierung auf Android 8.0 Oreo, sondern auch den Vorgängern der dritten. Wann genau es zu den Update-Wellen kommen soll, ist noch unklar. Aber spätestens in der zweiten Jahreshälfte von 2018 sollen alle Geräte nach und nach beliefert werden. Doch ist bei Asus nicht nur wichtig, was unter der Haube passiert, denn der taiwanesische Hersteller setzt auf die eigenentwickelte Oberfläche ZenUI. Ein Update auf Android 8 bedeutet in jedem Falle auch ein Update auf die ZenUI 4.0, welche optisch aufgefrischt und deutlich entschlackt auftritt. Statt über 30 Apps sind künftig nur noch 13 vorinstalliert, insgesamt läuft sie flüssiger und zuverlässiger.

Asus Zenfone 3 Deluxe
Asus Zenfone 3 Deluxe. Image by Jonas Haller

Mit Material von Berti Kolbow-Lehradt und Jonathan Kemper.
Letztes Artikel-Update: 2.11.2017


Teaser Image: Google Keynote, Screenshot by Timo Brauer; Images by Jonas Haller, Timo Brauer, Anne Jerratsch, Julia Froolyks.


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Wir sollten die Demokratie digital upgraden #D2030

Bürokratie (adapted) (Image by Geisteskerker [CC0 Public Domain] via pixabay)

Als #KönigvonDeutschland würde Dirk Helbing einen digitalen Katalysator bauen, der uns alle befähigt, bessere Entscheidungen zu treffen, kreativer und innovativer zu sein, sowie die Koordination untereinander auf eine höhere Qualitätsstufe zu stellen. Co-Kreation, kollektive Intelligenz und Co-Evolution sind die Stichworte, die der Professor für Computational Social Science an der ETH Zürich beim netzökonomischen Diskurs der D2030-Initiative thematisierte. Um das zu erreichen, braucht man Plattformen und digitale Assistenten, die sich in den Dienst der res publica stellen und nicht von einzelnen Unternehmen dominiert werden.

Kombination von smarten Technologien mit smarten Bürgerinnen und Bürgern

Wir können die Demokratie digital upgraden“ , so Helbing. Damit meint er nicht die Projekte in Bund, Ländern und Kommunen unter der Überschrift E-Government: Statt intelligente Plattformen zu schaffen, wurde nach dem Prinzip „Bürokratie im Netz“ die Flut von Formularen und Anordnungen einfach online abgebildet. Das Ganze wird zu Tode verwaltet.

Wir benötigen die Kombination von smarten Technologien mit smarten Bürgerinnen und Bürgern. So etwas kann man der Politik nicht alleine überlassen. Für so etwas brauchen wir Investitionen, Kooperationen und eine breite Beteiligung der Bevölkerung“ , betont Helbing in der D2030-Gesprächsrunde.

Res publica-Supercomputer

Wie könnte die Kombinatorik von kollektiver Intelligenz, Big Data und so eine Art res publica-Watson-Supercomputer aussehen? Helbing schweben dezentral organisierte MOODs vor – also Massive Open Online Deliberation Platforms. Virtuelle Verhandlungstische für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

MOODs könnten genutzt werden, um innovativere Politikansätze auszuarbeiten, die über das einfache Mehrheitsprinzip hinausgehen. Es sollen verschiedene Perspektiven integriert werden, die nicht auf der Interessen- und Umverteilungspolitik von minimalen Mehrheiten basieren.

Bei den verschiedensten komplexen Herausforderungen wurde schon oftmals gezeigt, dass in der Kombination von Ideen und in der Interaktion zwischen Menschen sowie von Menschen und Maschinen die besten Resultate erzielt werden können. Ein solcher Ansatz kann nicht nur die Entfaltungsmöglichkeiten vieler Bevölkerungsgruppen und kombinatorische Innovation fördern, sondern auch für eine möglichst große Chancengleichheit und eine ausgeglichene Zufriedenheit unter den Bevölkerungsgruppen sorgen“ , so Helbing.

Komplexe gesellschaftliche Strukturen benötigen Ideenpluralismus und kombinatorische Innovation

Dazu brauche man allerdings die Wissenschaft. Die Komplexität der Welt wachse schneller als die Rechnerleistungen. „Wir brauchen einen anderen Steuerungsansatz mit verteilter Kontrolle und mehr Partizipation. Nur eine pluralistische Gesellschaft ist wandlungsfähig, resilienter und entwickelt mehr kollektive Intelligenz“, sagt Helbing.

Digitale Demokratie sei dann erfolgreich, wenn es gelingt, die digitalen Möglichkeiten so zu nutzen, dass die Ideen von Habermas oder Fishkin zur deliberativen Demokratie umgesetzt werden. Statt einer datengetriebenen Politik basierend auf zentraler Top-Down-Kontrolle und globalen Einheitslösungen plädiert Helbing für einen Weg, der die Komplexität und Vielfalt zu unseren Gunsten nutzen kann – durch den Aufbau von dezentralisierten Kooperationsnetzwerken.

Diskursmöglichkeiten in polarisierten Gesellschaften

In jüngster Zeit wurde mehrfach hervorgehoben, dass in polarisierten Gesellschaften die Suche 51 Prozent-Mehrheiten keine geeignete Lösung darstellt, da sie zu einer Diktatur der Mehrheit über die Minderheit führen kann.

Zusätzlich haben besonders knappe Resultate – man nehme die Abstimmung zum Brexit oder zur Masseneinwanderungsinitiative in der Schweiz – zu Protesten geführt, weil man die Aussagekraft der Resultate und die Fairness des politischen Prozesses anzweifelt. Heute können die Bürgerinnen und Bürger zu einer komplexen, vielschichtigen Frage meist nur ‚Ja‘ oder ‚Nein‘ sagen. Ja oder Nein reicht jedoch oft nicht“ , führt der ETH-Professor aus.

Mit digitalen Plattformen könnten sich die Menschen mit der Komplexität von Politik auseinandersetzen und verstehen eher die Notwendigkeit von diversifizierten Politikansätzen.

Am Ende eines Deliberationsprozesses kann es immer noch einer Mehrheitswahl bedürfen. Aber zu diesem Zeitpunkt enthielte der Lösungsansatz bereits einen substantiellen Anteil an Ideen und Präferenzen der Bürgerinnen und Bürger und es käme daher viel seltener zu polarisierten Ergebnissen.
MOODs haben einen weiteren, gewichtigen Einfluss auf die Modernisierung der Politik. Sie erlauben es, den Puls der Zeit viel schneller aufzunehmen und so rasch auf neue Herausforderungen einzugehen. Die technologische Entwicklung ist heute mitunter rasant und die Politik hinkt oft hinterher. Mittels MOODs wird der Austausch der Technologie-Avantgarde mit Politik und Verwaltung vereinfacht und institutionalisiert“ , erläutert Helbing, Mitglied des D2030-Fachbeirats.

Fakten-Checks mit Künstlicher Intelligenz

MOODs sollten moderiert werden durch von der Gemeinschaft gewählte Moderatorinnen und Moderatoren, um faire und konstruktive Diskussionen zu ermöglichen. Künstliche Intelligenz könne dazu genutzt werden, auffällige Aktivitäten zu erkennen und damit Chat-Roboter und Ghostwriter zu enttarnen. Künstliche Intelligenz könnte zudem die verschiedenen Argumente in einer Diskussion sortieren und organisieren und so zu einer ausgewogenen und übersichtlichen Diskussion beitragen. Also Fakten-Checks, die nicht willkürlich von staatlichen oder privaten Organisationen betrieben werden.

Digitale Demokratie könnte nach Ansicht von Helbing einige der wichtigsten Errungenschaften unserer Gesellschaft wiederbeleben: Selbstbestimmung, Freiheit, Gewaltenteilung, Chancengleichheit, soziale Partizipation und Mitbestimmung sowie Diversität und gesellschaftliche Resilienz. Wer MOODs aufbaut, technologisch zur Blüte bringt, weiterentwickelt, finanziert und organisiert, sollte noch intensiver debattiert werden. Da sehe ich noch einige Fragen, die in der D2030-Initiative aufgegriffen werden sollten. Schließlich will man Impulse geben, Staat, Demokratie, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft neu zu denken. Etwa über den Online-Dialog, der vergangene Woche gestartet wurde auf dieser Webseite. Das Notiz-Amt wird diesen Diskurs begleiten. Man hört, sieht und streamt sich spätestens auf dem Zukunftskongress in Berlin, der am 6. und 7. Juli stattfindet.


Image (adapted) „Bürokratie“ by Geisteskerker (CC0 Public Domain)


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • WINDOWS heise: Microsoft erläutert die Datensammelwut von Windows 10: Microsoft hat ein neues Update für Windows 10 veröffentlicht, dass nächste Woche in Windows Update erscheinen soll. Damit können Nutzer die Datenschutzeinstellungen auf den Stand zurücksetzen, den sie vor dem Upgrade auf Windows 10 gesetzt hatten. Statt der „Express-Einstellungen“-Schaltfläche wird es ein übersichtliches Menü mit fünf Klicks geben. Außerdem hat Microsoft eine Liste veröffentlicht, die Auskunft gibt über den Umfang der Daten, die im äußersten Fall an den Hersteller übertragen werden – und diese Liste ist lang.

  • APPLE golem: Magsafe-Adapter für USB-C denkbar: Apple hat ein neues Patent eingereicht, das Hoffnung auf einen Magsafe-USB-C-Adapter macht. Beim bisherigen Ladekabel für MacBooks war die Verbindung sehr instabil und es reichte schon wenig Zug am Kabel, um die Verbindung zu lösen. Laut Apple wollte man damit verhindern, dass das MacBook aufgrund von Zug am Kabel versehentlich zu Boden fällt. Bei den neusten Geräten wird es einen Anschluss zum Aufladen des USB-Typ-C geben. Das Patent schafft einen Adapter, mit dem man den neuen und den alten Anschluss verbinden kann. Allerdings bleibt unklar, ob der Adapter auf wirklich in die Produktion geht. Es wäre nicht das erste Patent, dass niemals auf den Markt kommt.

  • HASS t3n: Internet-Verbände kritisieren Gesetzentwurf gegen Hasskriminalität: Am Mittwoch, den 05. April 2017 hat das Bundeskabinett ein Gesetz beschlossen, das gegen Hasskommentare im Internet wirken soll. Das Gesetz sieht vor, dass soziale Netzwerke binnen 24 Stunden dafür sorgen müssen, dass strafbare Äußerungen gelöscht werden. Andernfalls drohen ihnen Bußgelder von bis zu 50 Millionen Euro. Prompt kommt Kritik aus der IT- und Internet-Branche. Die neue Regelung sei zwecklos, da sich oft nicht vollständig klären ließe – erst recht nicht binnen 24 Stunden -, ob ein Verstoß vorliegt, sagte Dr. Bernhard Rohleder von Bitkom. Auch Oliver Süme von Eco, Europas größtem Branchenverband der Internetwirtschaft kritisiert die Bundesregierung. „Zwangsläufig erkennen wir bei starren Fristen die Gefahr einer Löschkultur des vorauseilenden Gehorsams. Es wird im Zweifel mehr gelöscht, als notwendig wäre“.

  • ALDI Welt: iPhone bei Aldi zum Schnäppchenpreis: Kommende Woche Mittwoch wird es in einigen Filialen von Aldi Süd das iPhone 6 zum Preis von 479 Euro zu kaufen geben. Das Gerät kommt ohne Vertrag und ohne SIM-Lock, dafür aber mit einem zusätzlichen Jahr Garantie und einer Aldi-Talk-SIM-Karte im Wert von 10 Euro. Allerdings hat das Angebot einen Haken. Zum einen wird der interne Speicher lediglich 16 GB betragen. Das Kleingedruckte verrät darüber hinaus, dass die iPhones schon im Laufe des Vormittags des ersten Verkaufstags ausverkauft sein könnte und dass es das Gerät nicht in allen Filialen geben wird. Auch der Preis ist nicht außergewöhnlich niedrig. Im Internet findet man das iPhone 6 vereinzelt schon für ca. 480 Euro.

  • FACEBOOK CNBC: Facebook plant kostenlose Version des Slack-Konkurrenten: Facebook hat angekündigt, eine kostenlose Version von Workspace auf den Markt zu bringen. Die Software ist ein Konkurrenzprodukt zu Slack, dass sich vor allem an Anwender im Business richtet und die Möglichkeit bietet, zu chatten und zusammenzuarbeiten. Der Look and Feel des Produkts wird der gleiche sein, wie bei der kostenpflichtigen Version, allerdings wird auf Verwaltungs- und Analysewerkzeuge verzichtet werden. Derzeit befindet sich das Produkt noch in einer Testphase, daher ist es noch nicht überall erhältlich.

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  • APPLE MACERKOPF: 5-Zoll-iPhone mit vertikaler Dual-Kamera geplant: Laut einem taiwanesischen Zulieferer für die iPhone-Produktion plant Apple für das Jahr 2017 die Einführung eines dritten iPhones. Bislang gibt es aus der neusten Generation das iPhone 7 und das iPhone 7 Plus, das neben einem größeren Display auch über eine zweite Kamera verfügt, die als Weitwinkel- und Teleobjektiv fungiert. Bei dem geplanten Modell ist durchgesickert, dass die Kameras nicht wie bislang horizontal angeordnet sein sollen, sondern vertikal. Es wird vermutet, dass dies auf Platzmangel zurückzuführen ist. Es ist nicht das erste Mal, dass Gerüchte die Runde machen, dass neben den Nachfolgern von iPhone 7 und iPhone 7 Plus auch ein drittes Modell eingeführt werden soll. Die Gerüchteküche brodelt – so ist von einem OLED-Display und von drahtlosem Laden die Rede.

  • MICROSOFT heise: Microsoft räumt Übereifer beim Windows-10-Upgrade ein: In zwei Monaten läuft die Zeit ab, während derer Benutzer von Windows 7 und 8 kostenlos auf das neue Windows 10 aktualisieren können. Da sich einige Benutzer aber hartnäckig gegen die neue Version sperren, griff Microsoft in letzter Zeit zu immer aggressiveren Methoden. Den Gipfel erreichte ein Verfahren, bei dem Nutzer wiederholt beim Systemstart zu dem Upgrade aufgefordert wurden. Die entscheidende Neuerung: das Klicken auf die Schließen-Schaltfläche (das rote „X“ oben rechts) bedeutet, dass man das Upgrade durchführen will und nicht, dass man dies ablehnt. Zahlreiche Instanzen hatten sich dagegen aufgelehnt. Nun hat Microsoft sich für den Übereifer entschuldigt und gibt an, daraus gelernt zu haben.

  • WIRTSCHAFT FAZ: Wirtschaftsverbände rechnen mit eher verhaltenem Wachstum: Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) hat 48 Wirtschaftsverbände befragt, welche Prognose sie für das kommende Jahr treffen. 28 der befragten Verbände rechnen für 2017 mit einem Produktionsanstieg, doch nur drei erwarten eine wesentliche Steigerung. Acht Verbände rechnen sogar mit einem schlechteren Ergebnis. Terrorängste macht das IW nicht für das stagnierende Wachstum verantwortlich. Stattdessen sei das Arbeitsplatzrisiko ausschlaggebend, sagte Michael Hüther der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Es sei bereits das dritte Jahr in Folge, in dem im Grunde kein großer Dynamik-Gewinn hinzukomme, aber auch nicht großartig etwas verloren ginge.

  • AMAZON t3n: Amazon Echo könnte bei Lösung eines Mordfalls helfen: Bei der Klärung eines Mordfalls soll Amazon Echo mit der Software Alexa helfen. Der Angeklagte verfügt über zahlreiche Systeme, die miteinander zusammen hängen. Die Polizei fordert von Amazon die Bereitstellung von Sprachaufnahmen, die in der Wohnung des Angeklagten entstanden sind. Die Analyse dieser soll wichtige Details zum Tathergang liefern. Amazon weigert sich bis jetzt, diese Daten herauszugeben und begründet dies damit, dass man die Technik nicht gegen ihre Benutzer einsetzen wolle. Nur auf gerichtlichen Beschluss hin würde man die Daten zur Verfügung stellen. Immerhin hat der Konzern den Behörden bereits Kontodaten und den Bestellverlauf des Angeklagten übermittelt.

  • JUDIKATIVE Zeit: Der Staat wird zum Hacker: Vor dem Hintergrund des Falls Apple vs. FBI aus dem Frühjahr 2016 gibt Kurt Opsahl, stellvertretender Direktor der US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF), einen Ausblick über die Zukunft der Strafverfolgung. Erstens Gesetze, die Unternehmen zur Kooperation verpflichten; zweitens öffentlicher Druck auf die Hersteller, sich nötigenfalls selbst zu kompromittieren; drittens staatliches Hacken von Geräten.

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Microsoft veröffentlicht sein neues Betriebssystem Windows 10

Mit Windows 10 möchte Microsoft mehr als nur ein Betriebssystem anbieten, doch die Erwartungen sind wohl etwas zu hoch gesteckt. // von Tobias Schwarz

Microsoft Windows 10 (Image by Microsoft)

Seit gestern ist Windows 10 weltweit verfügbar. Persönlich anschauen konnte ich es mir bisher nur auf dem Surface meiner Freundin, denn ich bin vor sechs Jahren zu Ubuntu und anderen Linux-Distributionen gewechselt und nie wieder zurück gekommen. Mein Mailfach wird aber gerade mit Microsoft-Pressemitteilungen nur so zu geflutet, weshalb ich mir die Neuerungen an dem “mehr als ein neues Betriebssystem” mal in der Theorie anschaue. Weiterlesen »

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Vorsicht beim Upgrade auf WordPress 2.8

Wie ich soeben via Rivva gelesen habe, gibt es ein ernsteres Problem beim Upgrade von WordPress auf 2.8. Beim Upgradeprozess kann es vorkommen, dass Dateien des bestehenden Blogs versehentlich gelöscht werden und das Blog dann nicht mehr funktionstüchtig ist. Backups sollte man zwar so oder so immer vor jedem Upgrade machen, aber so mancher Zeitgenosse macht es aus lauter Vorfreude auf die neue Version vielleicht doch nicht. Spätestens mit dieser Warnmeldung über die neue WordPressversion sollte man sich eines besseren belehren lassen und die Ratschläge beherzigen. Genauere Infos zum Problem und die angedachten Lösungen gibt es drüben im WordPress-Deutschland-Blog.

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