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Wie funktioniert der Journalismus am Handgelenk?

Apple Watch (Image: Sandro Schroeder)
Als die Apple Watch angekündigt wurde, haben nicht nur viele Medien den Hype mitgetragen – sondern sind auch direkt mit eigenen Nachrichten-Apps für die Smartwatch angetreten. Wie sehen die Konzepte aus und wie gut funktionieren die News am Handgelenk? Zwei Herangehensweisen kristallisieren sich bei den Medien heraus. Erstens, die Pflichtversion: [...]
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5 Lesetipps für den 2. September

In unseren Lesetipps geht es heute gleich zweimal um Geld verdienen im Journalismus, Selfies, die Tyrannei der E-Mail und Kommentare auf Süddeutsche.de. Ergänzungen erwünscht.

  • JOURNALISMUS I Fachjournalist: Journalistische Start-ups (Teil 1): Werbung macht’s möglich: Auf Fachjournalist.de schreibt unsere Autorin Katharina Brunner über journalistische Startups. Im ersten Teil ihrer zweiteiligen Artikelserie steht die Finanzierung durch Werbung im Vordergrund. Am Beispiel von Da Hog’n und Mobilbranche.de zeigt sie, dass Geld verdienen mit Journalismus sich immer noch moralischer Kritik ausgesetzt sieht, aber auch in der Nische gut funktionieren kann.

  • SELFIES BBC: Health and life expectancy revealed through analysis of a ‚Selfie‘: Die Forschungsgruppe „Face Aging Group“ der Universität von North Carolina hat ein Programm entwickelt, dass mit zusätzlichen Infos hochgeladene Selfies analysiert und Aussagen zum Alter und Gesundheitszustand macht. Wäre das ein privates Unternehmen, hätte ich dieses Projekt wohl als Datenmagnet kritisiert, aber unter dem Aspekt der Forschung ist es interessant, dass etwas, was man wirklich einmal ab und zu machen sollte, sich selber im Spiegel begutachten, mithilfe von Selfies und Algorithmen vielleicht sogar förderlich für unsere Gesundheit sein kann.

  • ARBEIT 2.0 NYTimes.com: End the Tyranny of 24/7 Email: Gestern war in den USA der Tag der Arbeit, also Zeit für einen Artikel, der vor allem mit dieser Überschrift auch im Feuilleton der F.A.Z. hätte stehen können: Beendet die Tyrannei der 24/7 E-Mail. Worum es aber Clive Thompson geht, ist ein ähnliches Schutzniveau von modernen Arbeitern, wie es unsere Vorfahren in der Vergangenheit erkämpft haben. Gewerkschaftliche Errungenschaften wie die 35-Stunden-Woche sind in Zeiten von E-Mails alles andere als praktikabel durchzusetzen. Sie sind aber wichtig, denn Forschungen zeigen, dass wir ohne genügend Ruhephasen ganz einfach kaputt gehen. Solche sozialdemokratischen Forderungen aus dem letzten Jahrtausend mögen in Zeiten der digitalisierten und globalisierten Arbeitswelt unpassend klingen, sie sind aber wichtig, weshalb wir uns mehr mit unserem Arbeitsalltag auseinandersetzen sollten.

  • KOMMENTARE Süddeutsche.de: Lassen Sie uns diskutieren: Auf Sueddeutsche.de stellt Daniel Wüllner, Redakteur für den Leserdialog, die kommende Umgestaltung der Diskussionsforen und des Leserdialogs vor. Direkter, konzentrierter und besser moderiert will die SZ künftig ins Gespräch mit ihren Lesern kommen. Statt der klassischen Kommentarfunktion unter Artikeln soll es Debatten zu drei Themen des Tages geben. Neue Debattenwege sollen ebenso ausprobiert werden. Eine spannende Entwicklung, denn die Kommentarkultur im Internet ist etwas, dass wirklich sehr viele Schattenseiten haben kann, besonders bei kontroversen Themen. Ein intensiverer Dialog mit Lesern ist aber für ein Medium heutzutage eine Notwendigkeit des Community-Managements. Es wird spannend zu sehen sein, wie sich die SZ dem annimmt.

  • JOURNALISMUS II Online Marketing News: Wie sich der Journalismus durch Klicks und Traffic verändern wird: Das Viralität im Journalismus an Bedeutung gewinnt ist kein neuer Trend, aber bisher wurden diese Auswirkungen meist nur negativ betrachtet. Es würde solchem Journalismus an Substanz fehlen. Doch guter und viraler Journalismus kann für die Menschen, die ihn praktizieren auch ein Gewinn werden, wie Roger Taiber erklärt. Die USA zeigen da mal wieder den Weg. Dort werden Praktikanten schon jetzt nach Page Views bezahlt. Das bedeutet, dass Journalisten noch mehr nach ihrem Wert als Marke bezahlt werden könnten und die Orientierung an Klickzahlen eine nachvollziehbare und leistungsorientierte Bezahlung ermöglicht. Trotzdem wird es noch klassische Bezahlmodelle brauchen, damit Viralität nicht das einzige Kriterium wird.

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Wieso die Politik im Netz ankommen muss

Beim Berliner Webmontag redeten drei Journalisten der Nachrichtenwebsite Sueddeutsche.de über Politik für das Netz, im Netz und außerhalb des Netzes. // von Tobias Schwarz Netzpolitik ist längst mehr als ein Nischenthema. Doch in der Bundestagswahl spielte das Thema keine große Rolle, trotz Überwachungsskandal, Datenschutzreform und Social Media-Wahlkampf. Doch wie kommt [...]
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5 Lesetipps für den 30. August

In unseren Lesetipps geht es um die neuen Apps der Süddeutschen Zeitung und von Foursquare, Datengetriebene Kreditvergaben, ein Fazit zum European Pirate Summit und das Ende von Softwarepatenten in Neuseeland. Ergänzungen erwünscht.

  • APP W&V: „Süddeutsche Zeitung“ erweitert App-Angebot: Die ‚Süddeutsche Zeitung‘ erweitert ihr App-Angebot. Ab sofort gibt es die SZ-App auch für alle Android-Tablets und -Smartphones sowie das iPhone. Zudem gibt es die ‚Süddeutsche Zeitung‘ und das ‚SZ-Magazin‘ auch als digitale Ausgaben auf Tablets.
  • DATEN TIME.com: How Your Facebook Friends Might Get You Denied a Loan: In Ermangelung an aussagekräftigen Daten schauen Kreditgeber immer öfters in Daten wie GPS-Angaben und Timelines in Social Media-Kanälen, um so mehr darüber zu erfahren, wer ein zuverlässiger Kunde ist und wer nicht.
  • STARTUPS netzwertig.com: Nachlese zum European Pirate Summit: Piraten in Köln, Startups auf der Bühne: Beim European Pirate Summit blieben Jürgen Vielmeier drei Startups mit guten Zukunftsaussichten in besonderer Erinnerung, die er auf netzwertig.com vorstellt.
  • SOFTWARE PATENTE Ars Technica: In historic vote, New Zealand bans software patents: Das neuseeländische Parlament hat in einer historischen Abstimmung Software-Patente per Gesetz abgeschafft. Mit 117 zu 4 Stimmen setzten sich die Befürworter der Liberalisierung durch. Wie die USA reagieren werden, denn de facto wird so das internationale TRIPS-Abkommen umgangen, ist noch unklar.
  • FOURSQUARE Foursquare Blog: A smarter Foursquare, so you don’t miss a thing: Foursquare aktualisiert seine Android-App und bringt smarte Push-Benachrichtigungen aufs Smartphone. Nutzer sehen Tipps ihrer Freunde, ob diese sich gerade in der Nähe eingecheckt haben oder welcher Ort gerade in der Nähe angesagt ist. Die App wird damit noch mehr social.

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Kommentar: Die Kritik an „Jung & Naiv“ ist jung und naiv

Auf Sueddeutsche.de kritisiert die Journalistin Nadja Schlüter die Interviewreihe „Jung & Naiv“ und das auf eine sehr naive und zu kritisierende Art und Weise. Seit fast sechs Monaten leite ich Netzpiloten.de und meine eigene journalistisch-bloggende Produktivität hat seitdem stark abgenommen, denn ein derartig spannendes Projekt redaktionell zu leiten kostet Zeit. [...]
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SZ-Relaunch: Die Kür macht die Pflicht erst möglich

„Internetseiten haben ihr Aussehen in den vergangenen Jahren so stark verändert, wie die Möglichkeiten der Technik gewachsen sind.“ Das schreibt Stefan Plöchinger in seinem Artikel „Wie Blattmachen online funktioniert“. Zu lesen ist dieser im von Christian Jakubetz initiierten Lehrbuch Universalcode, aber auch online in Plöchingers Blog.

Wie seine Thesen in der Praxis aussehen können, kann man derzeit bei sueddeutsche.de beobachten. Denn dort ist Plöchinger seit letztem Jahr Online-Chef. Das Meiste, was in seinem Universalcode-Kapitel beschrieben wird, ist handwerkliches Grundrüstzeug. Wie soll ein Teaser aussehen, wie ein Text? Wie das gelingt, ist logischer Weise auch bei sueddeutsche.de immer eine Momentaufnahme.

Diese Sachen nennt Plöchinger aber auch die „Pflicht“. Der Rest, neben dem Themenmix sind das vor allem Design und Funktionalität, seien die „Kür“. Die sticht besonders hervor: Die Seite wirkt deutlich aufgeräumter als noch vor einem Jahr. Der sparsame Einsatz von Farbe macht die Seite angenehm schlicht. In „Wie Blattmachen online funktioniert“ sagt Plöchinger dazu, man solle „Seitenkopf, Navigation und Randspalte dezent halten“ und elegant sein. So können auch die Bilder besser wirken. Das Aufmacher-Bild soll zudem überraschen und ein Hingucker sein. „Wenn Sie sie richtig machen, bekommen Sie einen tollen First Screen, eine auffällige Eröffnung für Ihre Seite.“

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Kommentar zum Perlentaucher-Urteil

UrheberrechtFünf Jahre lang wurde in Frankfurt ein Rechtsstreit um das Urheberrecht ausgefochten. Auf der einen Seite die mächtigen Zeitungsverlage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung und auf der anderen Seite das mühselig ernährende Eichhörnchen Perlentaucher. Grund zur Klage der Verlage war das Geschäftsmodell Perlentauchers, dass sich durch die komprimierte Wiedergabe von Buchrezensionen, durch Empfehlung dieser Inhalte sowie den Verkauf dieser Rezessionen an Buchhändler wie amazon.com mit eher schlechtem als rechtem Gewinn einen Namen machte.

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