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TA Zukunftsfabrik: Wie Startups etablierte Corporates in die Zukunft katapultieren

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Der Tech-Markt dreht sich schnell. Doch traditionsreichen Tankern, auch Corporates genannt, fällt es oft nicht leicht, den Wandel aus der eigenen Organisation heraus anzustoßen. In solchen Fällen können Startups neue Wege aufzeigen. Wie das funktioniert, zeigt das Beispiel von TA Triumph-Adler. Der Bürogerätehersteller befindet sich im Wandel zum Dienstleister für digitales Dokumentenmanagement. Mit diesem Change-Prozess geht das Unternehmen ganz offen und ermutigt innovative Marktakteure, im Rahmen der TA Zukunftsfabrik Partnerschaften einzugehen.

Das können, müssen aber keine Startups im engeren Sinne sein. Daher ist ein erstes Ergebnis der TA Zukunftsfabrik auch eine Kooperation zwischen TA Triumph-Adler und der Bundesdruckerei, die sich zum Spezialisten für IT-Security wandelt. Inwiefern die TA Zukunftsfabrik ein nachahmenswertes Modell ist, das auch andere Firmen inspirieren kann und worauf es dabei ankommt, darüber berichteten die beteiligten Akteure während einer Panel-Diskussion im Coworking Space St. Oberholz.

Mission Possible: Warum der Blick von außen so wichtig sein kann

Nach neuen Perspektiven Ausschau zu halten, muss keinesfalls Signal für eine Schieflage sein. TA Triumph-Adler befindet sich auf Wachstumskurs. Mit Büromaschinen zum Drucken, Scannen, Kopien, Faxen sowie Software für Enterprise Content Management und passenden Services darum herum, erzielt die Kyocera-Tochter steigende Umsätze. Doch um der immer höheren Erwartungshaltung von Kunden gerecht zu werden, gehört mittlerweile mehr zu einer guten Dienstleistungsqualität.

„Unsere Kunden wünschen sich immer öfter, dass wir ihnen Impulse geben und Antworten rund um neue Marktentwicklungen liefern – über unser Kerngeschäft hinaus“, erklärt Christopher Rheidt, Geschäftsführer von TA Triumph-Adler. Doch neben dem Tagesgeschäft dafür Ressourcen freizustellen, ist den wenigsten etablierten Unternehmen möglich. „Die Digitalisierung an sich birgt so viele Möglichkeiten. Diese allein angehen zu wollen, ist unrealistisch. Mission Impossible, keine Chance“, betont Christopher Rheidt.

TA Zukunftsfabrik Christopher Rheidt
Christopher Rheidt, Geschäftsführer von TA Triumph-Adler. Image by Berti Kolbow-Lehradt

TA Zukunftsfabrik: Wie Startups und Corporates voneinander profitieren können

„Ich sage immer: Jeder bringt etwas zur Party mit. Der eine bringt ein Kundenproblem mit, das gelöst werden will, der andere eine Technologie und wieder ein anderer einen Marktzugang“, nennt Bastian Halecker die Optionen für möglichen Know-how-Tausch. Er bringt als Startup-Scout und „Matchmaker“ Firmen auf Partnersuche zusammen.

TA Zukunftsfabrik
Jens Albrecht von der Bundesdruckerei. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Der Austausch von Technologie gegen Marktzugang ist dabei die häufigste Geschäftsbasis. Beispielsweise hat TA Triumph-Adler in Deutschland laut Christopher Rheidt 35.000 Verträge bei 22.000 Kunden und eine Vertriebs- und Serviceorganisation mit 700 Mitarbeitern. „Das ist eine Infrastruktur, die kaum ein Gründer aus dem Stand auf die Beine stellen kann. Und genau den Zugang zu dieser Infrastruktur bieten wir“, erklärt der Geschäftsführer von TA Triumph-Adler auf dem Meetup im St. Oberholz.

Wer als Gründer auf Corporates zugeht, hat bessere Chancen, wenn das Startup sich bereits in einer mittleren und späten Phase befindet und die eigene Lösung marktreif ist. „Da wir der Vertragshalter gegenüber unseren Kunden sind, können wir keine Abenteurer sein“, betont Christopher Rheidt.

Doch auch für Startups in der frühen Gründungsphase ist eine Kooperation mit einem Corporate nicht ausgeschlossen, wenn die Lösung zum Portfolio des Gegenübers passt. „Wir brauchen starke Partner wie TA, die den Kundennutzen unserer Lösungen für das das eigene Portfolio erkennen. Die Unternehmenslösungen in Kombination bringen nicht nur der Bundesdruckerei und TA Vorteile, sondern bieten auch dem Kunden einen einmaligen Mehrwert“, erläutert Jens Albrecht das Vorgehen der Bundesdruckerei.

Die besten Karten haben Startups in der TA Zukunftsfabrik, wenn die Praxisrelevanz ihres Produkts auf Anhieb einleuchtet. „Es gibt zu viele Lösungen für zu wenige Probleme. Gründer sollten daher die Frage ‚Wo ist das Problem?’ beantworten können“, betont Startup-Scout Bastian Halecker.

Unternehmen entwickeln neue Offenheit für Kooperationen

Natürlich sind Partnerschaften zwischen Unternehmen an sich nichts Neues. Doch der technologische Fortschritt übt so einen hohen Innovationsdruck aus, dass kaum eine Firma ihn mit Eigenentwicklungen allein bewältigen kann. Daher erkennen Marktbeobachter eine neue Kultur der Offenheit. Dieser Mentalitätswandel macht Kooperationen zu einer viel attraktiveren Option als früher.

TA Zukunftsfabrik Bastian Halecker
Bastian Halecker, Startup-Scout und „Matchmaker“. Image by Berti Kolbow-Lehradt

„Unternehmen partnern seit jeher. Allerdings steigt heutzutage die Notwendigkeit dafür, weil die Entwicklungen zu komplex sind und sich daher jeder auf das beziehen muss, was er am besten kann“, beobachtet Bastian Halecker. Es ist überzeugt, dass Ökosysteme viel bessere Marktchancen haben als geniale aber eben auch isolierte Insellösungen. „Wen interessiert der Wettbewerb? Klassische Marktgrenzen gibt es doch gar nicht mehr. Die Grenzen verschwimmen. ‚Connecting the Dots’ ist der entscheidende Ansatz“, betont er. Halecker ist derjenige, der auch TA Triumph-Adler und die Bundesdruckerei zusammengeführt hat.

Christopher Rheidt von TA Triumph-Adler bestätigt diesen Mentalitätswandel. „In meiner Laufbahn habe ich oft erlebt, dass Kooperationspartner sich abgeschirmt und in ihrer Zusammenarbeit zwischen ‚deins’ und ‚meins’ unterscheiden haben. Dass Unternehmen heute zu einer viel größeren Grundoffenheit bereit sind, ist ein Unterschied zu früher.“

Brücke zwischen Firmenkulturen schlagen

Neben der Bereitschaft Know-how zu teilen, sind weitere Voraussetzungen wichtig, um mit Kooperationen Innovationen anzuschieben. Akzeptanz für unterschiedliche Firmenkulturen und Geschwindigkeiten zum Beispiel. „In Corporates wird eine andere Sprache gesprochen, die Erwartungshaltungen sind andere. Man braucht auch einfach einmal neun bis zwölf Monate, bis man sich einigermaßen eingegrooved hat. Das ist nicht mit fehlender Ernsthaftigkeit gegenüber dem Projekt zu verwechseln“. sagt Christopher Rheidt.

Startup-Scout Bastian Halecker ergänzt: „Startups sind oft relativ schnell frustriert, wenn alles nicht so schnell geht, wie erhofft. Sie vergessen, dass Corporates ihr Tagesgeschäft nicht verlässigen dürfen“. Doch Zwist, der im schlimmsten Fall zum vorzeitigen Ende der Kooperation führen könnte, lässt sich vermeiden. Wichtig dafür sei, dass sich alle Beteiligten zwar große Ziele setzen, aber diese in viele kleine, schnell erreichbare Etappen aufteilen. Auch eine Person, die in jeder Organisation als zentraler Ansprechpartner den Kontakt aufrechterhält, sei von Vorteil.

Wie sich Skeptiker im eigenen Unternehmen überzeugen lassen

Damit Kooperationen Tempo aufnehmen, gilt es oft auch, Widerstände im eigenen Unternehmen abzubauen. Entscheidend dafür ist eine transparente und nahbare Kommunikation. „Es ist ganz wichtig, aufzuzeigen, was der einzelne Mitarbeiter davon hat und wie sehr die Zukunft seines Arbeitsplatzes davon profitiert und gesichert wird“, rät Jens Albrecht von der Bundesdruckerei.

Entscheidend sei, die Mitarbeiter selbst einzubeziehen. „Corporates sind ja ganz gut darin, Kreativität abzutrainieren. Daher haben wir im Zuge der TA Zukunftsfabrik einen Ideen-Wettbewerb ins Leben gerufen, der das Verständnis für neue frische Ideen etabliert“, so Jens Albrecht.

Damit es nicht bei Visionen bleibt, sondern sich die Kooperation messbar auszahlt, sollten Entscheider den Vertrieb mit ins Boot holen. „Wenn man im Rahmen der Kooperation neue Produkte und Dienstleistungen entwickelt, sollte man sie auf einfache Weise erlebbar machen. Und zwar so, dass sie einfach in die Erfahrungswelt des Kunden zu integrieren sind“, weiß Christopher Rheidt von TA Triumph-Adler. „Schnelle Erfolge sind die größte Motivation für Vertriebsmitarbeiter. Ist die Lösung zu abstrakt, ist der Spannungsbogen schnell weg und auch gar nicht so leicht wiederzufinden.“


Teaser Image „Talking“ by rawpixel.com / Pexels (CC0 Public Domain); Images by Berti Kolbow-Lehradt


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Gründerinnen: 8 Tipps, wie Frauen erfolgreich gründen

Frauen als Gründerinnen

Jeder soll sich Kunst fürs Wohnzimmer leisten können. Mit dieser Idee gründeten drei Design-Enthusiasten im Januar 2014 Juniqe, ein Online-Portal für handverlesene und bezahlbare Kunst, Wohnaccessoires und Schreibwaren. Inzwischen ist das Startup auf ein 100-köpfiges Team angewachsen und bezeichnet sich selbst als europäischer Marktführer für bezahlbare Kunst. Dass Gründerin und Geschäftsführerin Lea Lange dies als Frau geschafft hat, sollte zwar eine Selbstverständlichkeit sein, ist es aber leider nicht. Was muss passieren, damit noch viel mehr Frauen erfolgreich gründen? Das verriet sie uns kürzlich im Gespräch mit zwei ihrer wichtigsten Partnerinnen, Senior Investment Managerin Chiara Sommer vom High-Tech Gründerfonds und Irena Goldenberg, Partnerin beim Startup-Investor Highland Europe. Das hier sind die wichtigsten Tipps der drei Gründerinnen.

#1: Kritik und Rückschläge sind gut: Nutze jedes Feedback, um besser zu werden

Lea Lange als Beispiel für erfolgreiche Gründerinnen
Lea Lange ist Gründerin und Geschäftsführerin des eCommerce-Startups Juniqe. Image by Juniqe

Mach dir keine Illusionen: Deine Idee und dein Pitch-Deck mögen noch so toll sein, die Geschäftswelt empfängt dich trotzdem nicht mit offenen Armen. Solange noch keine aussagekräftigen Zahlen und Erfolge vorliegen, hörst du von Investoren und Kooperationspartnern das ein oder andere „Nein“. „Mit Rückschlägen konstruktiv umzugehen und daraus zu lernen – das ist die wahre Herausforderung“, ist Juniqe-Chefin Lea Lange überzeugt. Ihr half es, die Zähne zusammenzubeißen und jeden Einwand dazu zu nutzen, ihr Vorgehen kritisch zu hinterfragen. „Mit jedem Feedback wurde ich besser und plötzlich kamen die ersten Erfolge.“

#2: Denke groß, wachse stetig

Noch wichtiger als eine starke Geschäftsidee ist für Investoren häufig eine starke Gründerpersönlichkeit. Gerade zu Beginn solltest du nicht nur im stillen Kämmerlein an deinem Produkt tüfteln, sondern den Geschäftsaufbau sichtbar und dynamisch vorantreiben. Dadurch kannst du leichter neue Partner gewinnen, deren Unterstützung du dringend brauchst, um dein Startup zu etablieren. „Juniqe hat mich als Investorin überzeugt, weil es als Startup immer einen guten Speed an den Tag gelegt hat. Deshalb hat sich das Startup beachtlich entwickelt und schnell mehrere Finanzierungsrunden erfolgreich abgeschlossen“, erklärt Chiara Sommer, Senior Investment Managerin beim High-Tech Gründerfonds.

#3: Baue die Geschlechter-Schranken im eigenen Kopf ab

Warum sollten Frauen keine guten Gründerinnen sein? Kein Gesetz, keine Investoren-Leitlinie zieht das in Zweifel. Im Gegenteil. Und trotzdem sind Führungspositionen häufig nach wie vor durch Männer besetzt. Einer von vielen Faktoren dafür sind Vorurteile. Nicht nur in den Köpfen der anderen. „Es sind häufig auch die eigenen Schranken im Kopf, die Frauen hemmen“, weiß Chiara Sommer, Senior Investment Managerin beim High-Tech Gründerfonds. „Frauen sind oft risikoaverser und trauen sich weniger zu als ihre männlichen Kollegen. Es fehlt nicht an den Fähigkeiten, sondern am Selbstbewusstsein“, sagt Lea Lange. Dafür gibt es keinen Grund.

#4: Lebe deine Vorbildfunktion

Porträt Chiara Sommer
Chiara Sommer fördert beim High-Tech Gründerfonds Startups in der Frühphase, darunter auch Juniqe. Image by High-Tech Gründerfonds

„Frauen in Führungspositionen zu normalisieren, ist der wichtigste Faktor auf dem Weg zu Gleichberechtigung“, betont Irena Goldenberg vom Startup-Investor Highland Europe. Dazu kannst du deinen eigenen, kleinen aber wichtigen Beitrag leisten. Daher gilt: Keine falsche Bescheidenheit, wenn es darum geht, dich nach außen zu präsentieren. „Die meisten Keynote-Speaker bei Konferenzen sind Männer. Wir brauchen Frauen, die auf diesen Bühnen stehen“, fordert Chiara Sommer. Lea Lange ist gleicher Meinung: „Wir brauchen mehr weibliche Vorbilder, die ihre Erfahrung teilen und anderen Frauen zeigen: ‚du kannst das auch’. Dabei musst du nicht die hemdsärmelige Manier der Männer kopieren. Eine nahbare Art und Weise ist wichtig“, betont Chiara Sommer.

#5: Vernetze dich mit Gründerinnen, wenn du dich im „Boys Club“ durchsetzen willst

Ein Teil von Netzwerken zu sein, ist ein wichtiger Erfolgsfaktor in der Geschäftswelt. Gerade für Startups sind Communities wichtig. Als Frau Zugang zu männerdominierten Netzwerken zu erhalten, ist zwar schwer. Doch wenn du dich durchsetzen willst, ist es unerlässlich. Dich der Unterstützung von männlichen wie weiblichen Gleichgesinnten zu vergewissern, unterstützt dich beim Aufbau des Geschäfts ebenso wie bei der Bewältigung von Rückschlägen. „Es hilft, sich mit Leuten zu vernetzen, die deine Interessen und Ansichten teilen und vielleicht die gleichen Probleme hatten oder haben“, rät Chiara Sommer.

#6: Suche dir ältere Mentoren und profitiere von ihrer Erfahrung

Lasse dich nicht vom Jugendkult in der Gründerszene leiten, sondern hole dir auch Rat von älteren Mentoren. Das ist nicht leicht, aber der Aufwand ist es wert. „Es gibt nicht viele ältere Gründerinnen, daher müssen junge Gründerinnen in Deutschland ihre Fühler sehr weit strecken, um solche Mentoren und Berater zu finden. Aber mit ihrer Erfahrung und Expertise können sie Startups helfen, den richtigen Weg zu gehen“, empfiehlt Irena Goldenberg.

#7: Habe keine Angst zu scheitern

Porträt Irena Goldenberg
Irena Goldenberg ist Startup-Investorin bei Highland Europe und Aufsichtsratsmitglied bei Juniqe. Image by Highland Europe

Die „Kultur des Scheiterns“ ist in Deutschland noch kaum verbreitet. Hingegen in der angloamerikanischen Gründerszene, die hierzulande als Vorbild gilt, ist sie eine Grundmaxime. Sie geht einher mit der Einstellung, dass Gründer aus einem gescheiterten Startup so viel lernen, dass der Erkenntnisgewinn beim nächsten Versuch zu einem umso größeren Erfolg führen kann. „Die Aussicht aufs Scheitern zu akzeptieren, ist insbesondere für viele Frauen eine Herausforderung“, weiß Chiara Sommer. Doch diese Einsicht ist unverzichtbar. Denn nur dann bist du bereit, das Risiko einzugehen, dass nun einmal jeder Existenzgründung innewohnt.

#8: Bewahre dir deinen Humor

Trotz deines beinharten Einsatzes und Fokus auf deine Gründung solltest du auch Mensch bleiben. Es klingt banal, aber ein guter Lacher zwischendurch hat schon so manche zugespitzte Situation entschärft. „Eine gute Strategie für den Erfolg ist immer guter Humor. Denn das Wichtigste ist, ein starkes Team aufzubauen“, sagt Irena Goldenberg. Und welches Team möchte schon mit Gründerinnen zusammenarbeiten, die humorlose Business-Maschine sind.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem High-Tech Gründerfonds.


Images by Juniqe, High-Tech Gründerfonds, Highland Europe


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Von der Fabrikhalle zur Denkfabrik: der Factory Campus Düsseldorf

Nordrhein-Westfalen ist so etwas wie ein Stiefkind, wenn es um Start-ups geht. Weder das Ruhrgebiet noch das Rheinland galten bisher als Innovationshub für Gründer, trotz hoher Bevölkerungsdichte, guter Wirtschaftsleistung und attraktiver Städte. Das soll sich jetzt ändern. Ein Beispiel dafür ist der Factory Campus in Düsseldorf.

Wo einst eine Fabrik für Recycling-Maschinen stand, hat im Oktober 2016 das Unternehmen seine Pforten geöffnet. Auf 34.000 Quadratmeter erstreckt sich der Coworking Space im Stadtteil Lierenfeld, der ehemals zum Industriegürtel in Düsseldorf gehörte. Der Campus ist eins der jüngsten Beispiele, das zeigt, wie Nordrhein-Westfalen im Rennen um die Start-ups mit anderen Hubs wie München oder Berlin gleichziehen möchte.

Megaprojekt: Wie aus einer Fabrikhalle ein Coworking Space wird

Coworking Manifest (Image by Marinela Potor)
Das Coworking Manifest (Image by Marinela Potor)

Hinter dem Factory Campus steckte anfangs noch Yvonne Firdaus, die in Düsseldorf schon den Coworking Space „Garage Bilk” gegründet hatte. Mittlerweile leiten Manfred Voß, Stefan Schulz und Marc Breddermann den Coworking Space. Letzterer ist auch der Investor, der den Umbau des Factory Campus von einer verlassenen Fabrikhalle zu einem modernen Arbeitsumfeld möglich gemacht hat. Breddermann ist ebenfalls Geschäftsführer der Breddermann Gruppe, einem Immobilienunternehmen mit Sitz in Hagen, das damit auch an der Umsetzung des Campus-Konzepts beteiligt ist.

Wie alles einmal aussehen soll und was schon alles gemacht wurde, erklärt Ralf Neuhäuser. Der “Factory-Campus-Botschafter” hat die Netzpiloten auf eine Campustour und einen Tag zum Coworken eingeladen. Auf seiner Tour wird deutlich: Seit der Gründung hat sich hier viel getan. So ist das Pioniergebäude fast fertig, der Innenhof lädt an diesem Sommertag mit Holzbänken zum Ausruhen ein und auch das wichtigste in einem Coworking Space läuft: Das Internet. Der Factory Campus wirbt mit 2 Gigabit Uplinks, die am Testtag auch kein einziges Mal versagen oder langsam scheinen.

Ralf Neuhaeuser (Image by Marinela Potor)
Ralf Neuhäuser (Image by Marinela Potor)

Doch bei einem so großen Gelände liegt auch noch viel Arbeit vor dem Factory Campus Team. So zeigt Neuhäuser stolz auf das wohl beeindruckendste Gebäude auf dem Areal, die große Halle. Der Umbau der Halle ist eins der nächsten großen Projekte des Coworking Spaces.

Hier soll, wenn alles nach Plan läuft, in den nächsten drei bis vier Jahren eine Mischung aus Eventräumen, Tagungsräumen und Gastronomie entstehen – alles in nachhaltiger und smarter Bauweise, wie Neuhäuser betont. Überhaupt ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema im Coworking Space. Der Innenhof, jetzt noch gepflastert, soll zu einem großen grünen Park werden. Eine Ladestation für E-Bikes gibt es bereits und gerade werden Parkplätze mit Ladestationen für E-Autos fertig gestellt.

Geplant ist auch, in naher Zukunft ein Parkhaus mit 500 Stellplätzen und Ladeinfrastruktur zu bauen. Mit der Sanierung der kommenden Jahre sollen aber nicht nur Büros, sondern auch Ateliers und Maker Spaces geschaffen werden. Auch ein Biergarten soll dann im Innenhof stehen. Doch auch jetzt schon versucht der Factory Campus von Foodtruck bis Regionalmarkt seinen Nutzern viel zu bieten.

Kreatives Arbeiten statt Bierpong

Der Factory Campus ist sichtbar bemüht, seinen Mietern nicht einfach nur Büroräume zur Verfügung zu stellen, sondern aus dem Factory Campus eine rege Mischung aus Ideenschmiede, Startup-Hub und angenehmem Arbeitsumfeld zu schaffen. Vieles davon ist jetzt schon erkennbar. Startups wie Kopfquadrat, wertvoll. oder auch Urbam haben genauso ihre Büroräume hier wie

Klassenzimmer (Image by Marinela Potor)
Kreatives Arbeitsumfeld im „Klassenzimmer“ (Image by Marinela Potor)

etablierte Unternehmen wie AXA, deren Startup-Center hier sitzt. Unter den Coworkern finden sich junge Entrepreneure genauso wie erfahrene Geschäfsleute, aber auch Mompreneurs kommen hier zusammen. So eignet sich der Factory Campus sowohl zum ernsthaften als auch zum entspannten Arbeiten. Insgesamt strahlt der Factory Campus eher „kreatives Arbeitsumfeld” als „wilde Bierpong-Zone” aus.

So können neben den offenen Arbeitsplätzen auch private Büroräume gemietet werden. Die Büros können entweder flexibel, für einen oder drei Monate oder in bestimmten Fällen auch für längere Zeiträume gemietet werden, es gibt aber auch Tagesarbeitsplätze (Kostenfaktor: 15 Euro) für Freelancer. Konferenz- und Tagungsräume können ab zwei Stunden gemietet werden.

Um trotz all der privaten Büros dennoch den Austausch der unterschiedlichen Unternehmen und Coworker auf dem Campus anzuregen, gibt es regelmäßige Treffen der Mieter, Veranstaltungen sowie Meetups, und auch im Gebäude selbst gibt es zahlreiche offene Chillout-Zonen, Kaffeeräume oder auch Kreativräume, in denen sich die Coworker austoben, beziehungsweise ausruhen können.

Toilettenwand (Image by Marinela Potor)
Kreative Toilettenwand (Image by Marinela Potor)

Der Factory Campus setzt auf moderne Einrichtung, helle Räume und humorvolle Design-Ideen, die die Coworker inspirieren sollen. So gibt es auf den Toiletten beispielsweise Malstifte, mit denen Benutzer die Wandtapete verschönern können.

Die Open Spaces haben gemütliche Sofas und Stühle, doch hier geht es naturgemäß auch etwas lauter zu. Wer mehr Ruhe zum Arbeiten braucht, ist wahrscheinlich besser mit einem Büro bedient. Für punktuelle Ruhezonen können aber auch die schallisolierten „Telefonboxen” genutzt werden.

Doch auch eine Ruhezone ist schon in Arbeit. Aktuell entsteht ein Ruhe- und Wellnessbereich, in dem beispielsweise Yoga- und Pilatesworkshops angeboten werden können. Auch Duschen und Handtücher können hier für drei Euro gemietet werden. Wer möchte, kann hier auch eine Schlafkabine für ein kurzes Nickerchen mieten.

Chill-Zone (Image by Marinela Potor)
Die gemütliche Chill-Area. (Image by Marinela Potor)

Factory Campus setzt auf Abomodell

Insgesamt fällt auf, dass jede noch so kleine Zusatzleistung beim Factory Campus separat gebucht werden muss. „Uns war es wichtig, dass unsere Mieter die verschiedenen Angebote modular buchen können”, erklärt Ralf Neuhäuser das Prinzip hinter den vielfältigen Mietangeboten. „Manche Unternehmen brauchen vielleicht nur ab und zu einen Konferenzraum. Startups wollen möglicherweise erstmal nur eine Postadresse und ein Postfach. Andere Freelancer wollen nur hin und wieder kommen, dafür aber an einem Fixed Desk arbeiten. All das kann man entsprechend separat buchen.” Wer wiederum Mitglied wird, bekommt vieles inklusive – das genaue Angebot variiert je nach Abo. So will der Space natürlich auch einen Anreiz für die Memberships schaffen, denn diese sollen laut Ralf Neuhäuser das Kernstück des Coworking-Modells werden.

Eingang Factory Campus (Image by Marinela Potor)

Die Auslastung scheint gut zu sein, aussagekräftige Zahlen gibt es derzeit aber nicht. Dazu sei das Kommen und Gehen im Moment noch zu dynamisch, sagt Neuhäuser.

Nach einem Tag auf dem Factory Campus lässt sich zusammenfassen: Hier findet sich ein angenehmer, inspirierender Arbeitsplatz. Es ist erstaunlich, was hier in so kurzer Zeit aus einem alten Fabrikgebäude entstanden ist – und in Zukunft noch entstehen wird. Bleibt nur zu hoffen, dass Coworking Spaces wie dieser tatsächlich mehr Startups und kreative Köpfe in die Region locken können.


Images by Marinela Potor


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Vive la France Digital – Ein Kommentar zur #VivaTechnology

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Vive la France und Viva Technology! In unserer Artikelreihe haben wir euch in den letzten Wochen schon darauf eingestimmt und jetzt waren wir tatsächlich in der Stadt der Liebe zu einem der europäischen Tech-Events des Jahres, der VivaTech, welches in seinem erst zweiten Jahr bereits 50.000 Besucher anlocken konnte.


Zahlreiche Besucher sind ebenfalls zu den Startups gepilgert, einem der Standbeine der VivaTech. Wirft man einen Blick über den Hallenplan, sieht man sich quasi überall umgeben von diversen – manchmal pseudo–trendigen Startups. Rund die Hälfte des Messegeländes ist den Startups gewidmet und namhafte Firmen geben ihnen durch eine Kooperation die entsprechende Plattform auf der Messe.

Diese Stände locken die Besucher dann mit knuddeligen Robotern, oft überflüssigen Virtual-Reality-Demos – für eine durfte ich mich in einen Windkanal stellen um lediglich eine PowerPoint-Präsentation in der virtuellen Realität zu betrachten – und – ja tatsächlich – Fidget Spinner. Und genau das ist sowohl die große Stärke als auch die Schwäche der VivaTech – und nein, nicht die Fidget Spinner, sondern die schiere Größe.

Viel Show – wenig Innovation?

Die VivaTech ist groß bunt und laut, aber ist sie auch innovativ? Quantität ist ja nicht gleich Qualität und wenn man den Blick einmal durch die Startup-Stand-Reihen schweifen lässt, kriegt man nach dem 25. Pepper-Roboter auch irgendwann den Tunnelblick. Versteht das nicht falsch, die Startup-Kultur ist etwas tolles und Frankreich und Paris platzieren sich mit dem Angebot auf der VivaTech definitiv mit beiden Beinen im europäischen Vergleich zu beispielsweise Berlin, Dublin und London. Trotzdem hat man alles zu künstlicher Intelligenz oder Virtual Reality schonmal irgendwo gehört oder gesehen und es stellt sich aber die Frage, wo bei all dem Schall und Rauch um Gimmick-Roboter und die ach-so-neuere-und-bessere VR-Anwendung die Innovation bleibt.

Groß, bunt und laut ist auch die VivaTech Main Stage, diese kann locker mit Konsorten wie den Apple-Präsentationen oder der gleichzeitig zur diesjährigen VivaTech stattfindenden E3 mithalten. Auch das Speaker-Angebot kann beeindrucken – volles Haus gab es bei Eric Schmidts „Case of Optimism“, bei dem der Vorsitzende von Alphabet hoffnungsvolle Worte mit dem Publikum zur Zukunft der Arbeit teilte und in denen er der Meinung war, dass die digitale Transformation auch Arbeit schaffen würde, als vieles durch künstliche Intelligenz zu ersetzen und dass die zwischenmenschliche Kommunikation durch bspw. Messenger doch wieder eher zusammenwächst, als dass sie sie trennen würde.

Vivatech1_Image by Lisa Kneidl

Beim Panel mit dem Titel ‚Future of Entertainment‘ gaben sich führende Persönlichkeiten die Ehre, wie Gilles Pélisson, CEO vom französischen Medienunternehmen TF1 oder Bob Bakish, dem CEO von Viacom. Namedropping und Show können sie auf der VivaTech, große Worte zu großen Themen wie Energie, Entertainment und künstlicher Intelligenz gab es auf der Main Stage en masse, aber viel Neues und Innovatives habe ich dort auch nicht gehört.

 

Wenig Neues, aber viel Menschlichkeit

Die spannenden, disruptiven Themen fanden für mich eher auf den kleineren Stages statt, die sich über die Messe verteilten. Dort wurde dann auch über die Themen gesprochen, die bereits die VivaTech Organisatoren Maxime Baffert und Yael Kusch-Stassart in unserem Interview so betonten, wie ‚Women in Tech‘ oder alles zu ‚Techfugees‘.

Auf der bescheideneren Stage 2 traf ich dann auch auf das Panel ‚How tech is improving the lives of refugees‘, das von Joséphine Goube von der Organisation Techfugees geleitet wurde und Geflüchtete aus Kroatien, Jordanien und Griechenland per Konferenz-Call dazuschaltete, um mit ihnen über ihr technisches Engagement zu reden.

Das Ziel der gemeinnützigen Organisation ist es, zusammen mit Geflüchteten eine Community rund um das Thema Tech zu schaffen und die gemeinsame Begeisterung für Technologie für einen humanitären Zweck zu nutzen. Wie wichtig Technik für Menschen in solchen Situationen ist, wird erst klar, wenn einer der Panel-Teilnehmer erwähnt, dass die Geflüchteten noch vor Essen und Wasser nach WiFi fragen. Joséphine kommentiert, dass das viele überrascht, aber für sie gibt es daran nichts überraschendes, „wenn man vor dem Tod flieht nimmt man sein Smartphone, die Leute müssen verstehen, welche Strapazierfähigkeit es den Menschen gibt, wenn sie mit ihren Familien in Kontakt bleiben können.“

Jopsephine_Image by Lisa Kneidl


Nachgefragt bei Joséphine Goube, CEO von Techfugees

Erzähl uns ein bisschen von deiner Organisation Techfugees.

Techfugees ist eine international agierende, nichtstaatliche Organisation, die sich in eine Bewegung aus Techies, Datenwissenschaftlern, Ingenieuren und vielen weiteren entwickelt hat, die ihre Fähigkeiten nutzen möchten um Technologie mit und für Flüchtlinge zu erschaffen. Wir möchten mithilfe von Technik Flüchtlingen Zugang zu Informationen, Bildung, der Arbeitswelt, zum Gesundheitswesen und der Gesellschaft zu geben.

Wie bist du mit dem Thema in Kontakt gekommen? Gab es einen Moment, an dem du gedacht hast: „Ich muss jetzt etwas tun”?

Ich bin jetzt seit sechs Jahren in der Technikbranche. Ich habe 2012 eine Firma mit fantastischen Kollegen gegründet, in der wir eine Technologie entwickelt haben, die einer künstlichen Intelligenz ähnelt. Unsere KI ist einfach erklärt ein Algorithmus, der für Migranten entwickelt wurde und ihnen helfen soll, Visas zu beantragen.

Innerhalb dieser Arbeit haben wir etwas herausgefunden. Denn wenn man die Formulare und Prozesse lesen und verstehen muss, damit man sie dem Algorithmus beibringen kann, stellt man fest, wie schwierig dieser Prozess ist und dass der Rassismus in diesen Gesetzen regelrecht festgesetzt ist. Das ist der Grund, warum viele Flüchtlinge lieber ein Boot nehmen, statt einen Antrag auf ein Visum zu stellen, weil sie wissen, dass sie, obwohl sie vielleicht sogar die richtigen Dokumente vorliegen haben, abgelehnt werden.

So bin ich regelmäßig mit Menschen in Kontakt, die versuchen, ein Visum zu bekommen, oder die ein Boot genommen haben und als Flüchtlinge in ein Land einreisen. Und diese Umstände haben mich immer mehr verärgert, da meine Technologie nicht genug war und das Problem viel tiefer saß. Und so dachten wir, wir brauchen viel mehr Menschen, die mehr Technologie erschaffen als nur eine einzige KI, die Nutzern hilft, Visums-Anträge zu stellen. Wir brauchten Menschen, die den Flüchtlingen sichere Routen nennen können, und die dafür sorgen, dass sie keine Schmuggler bezahlen müssen. Menschen, die ihnen helfen, sich zu vernetzen, die Informationen vermitteln und viele weitere Dinge tun können.

Mike Butcher von TechCrunch wurde darauf aufmerksam und hat auf Facebook gefragt: “Was können wir mit Technologie für Flüchtlinge tun?”. Da habe ich beschlossen, seinem Team beizutreten und etwas zu entwickeln, so dass diese Masse an Menschen denen helfen kann, um die sich gerade nicht gekümmert wird. Und diese Gruppe ständig an – wir haben immer mehr Mitglieder und unzählige talentierte Leute.

Würdest du sagen, dass die VivaTech eine besonderes gute Plattform für dieses Thema ist?

Wo, wenn nicht hier, ist das technikaffine Publikum, die sich darüber austauschen? Wenn ich auf die Bühne gehe und von meinem Projekt erzähle, werden sie es verstehen. Diese Konzentration finde ich nicht, wenn ich vor einem Publikum aus dem humanitären Sektor spreche, oder Politik. Dort werden sie einen Großteil der Dinge nicht sofort verstehen. KI, Blockchain, Chatbots – sie haben vielleicht eine grobe Ahnung, wovon ich rede – oder sie schweigen und tun nur, so als ob sie mich verstehen.

Die VivaTech dagegen ist ein sehr guter Ort, um Gleichgesinnte zu finden und zu rekrutieren. Wir hatten zum Beispiel auch einen Flüchtling, der sein eigenes Startup gegründet hat, das Flüchtlinge unterstützt. Um noch mehr dieser Menschen zu finden ist es wichtig, die Aufmerksamkeit auf diese Bereiche zu werden und zu zeigen: „Schaut, Flüchtlinge tragen zu unserer Gesellschaft bei, und zwar auf einem legalen Weg.“

Das Projekt stellt außerdem ein gute Möglichkeit dar, um ein ichtiges Thema noch besser sichtbar zu machen. Besonders im Techniksektor findet sich so viel Entertainment, Gaming, Sport und ähnliches, die Aufmerksamkeit ist eher auf die nicht wichtigen Dinge gerichtet. Innerhalb der Branche passiert aber so viel. Wir kennen mittlerweile Tricks, um das Dopamin-Level eines Nutzers nur mithilfe eines Instagram-Posts zu steigern. Deswegen ist es wichtig, auf Veranstaltungen wie diese, wo viel Disruption und Potential herrscht, teilzunehmen.


Resümee: Alles so schön bunt hier. Es gibt aber auch Wichtiges.

Inmitten all der bunten Stände, der Gimmick-haften Roboter, VR-Brillen oder riesigen Daddel-Touchscreens gibt es in diesem Jahr erstaunlich wenig Innovation. Wenn man jedoch genau hinsieht, enteckt man zwischen dem üblichen Tech-Messen-Einheitsbrei auch Themen abseits des Entertainment-Sektors, wie eben die Techfugees, die Technik wirklich disruptiv und humanitär anwenden.

Vivatech2_Image by Lisa Kneidl

Es spricht sehr für die VivaTech, auch Themen solcher Art zu unterstützen und ihnen eine Plattform mit derartiger Größe und Einfluss zu bieten. Auch wenn die Messe meiner Meinung nach noch mehr mit dem Strom der Trends als dagegen schwimmt – das ewige Streben der Tech-Messen nach Innovation resultiert wohl langsam in einer Art Berufsblindheit – ist das schiere Angebot und der Einfluss der Messe in der Techie-Szene, die sich gerade mal in ihrem zweiten Jahr befindet, schier beeindruckend.

Luft nach oben ist definitiv noch, doch die Messe scheint sich auf einem guten Weg zu befinden. Für weitere Stimmen aus dem Volke zur zweiten VivaTech folgt kommende Woche unser Destination Check, also Augen auf und à bientôt!


Images by Lisa Kneidl


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Die Netzpiloten sind Partner der VIR Online Innovationstage

Partnergrafik_vir

Ihr wollt am 21. und 22. Juni in Berlin dabei sein? Wir verlosen zwei Tickets. Wenn ihr an den VIR Online Innovationstagen teilnehmen wollt, tragt euch einfach hier in das Formular ein und nutzt eure Chance auf die Tickets. Viel Glück!


In Berlin finden am 21. und 22. Juni 2017 die VIR Online Innovationstage statt. VIR steht für Verband Internet Reisevertrieb e.V. Der VIR steigert die Qualität der Internet-Reiseportale, stärkt das Vertrauen in die Online-Touristik und fördert Nachwuchs und Innovation.

Bei den VIR Online Innovationstagen (OIT) geht es um Innovationen von und für die Touristik. Es geht um die Förderung von Start-Ups mit neuen Ideen für die Reisebranche. Das Thema der VIR OIT sind außerdem die neuen Perspektiven und Vertriebswege für das Online-Geschäft, sowie Künstliche Intelligenz und ihre Verwendung für die Touristik. Darüber hinaus wird es Platz für Networking in entspannter Atmosphäre geben.

Spannende Vorträge und Speaker

Ihr solltet an den VIR Online Innovationstagen teilnehmen, wenn ihr euch für die Zukunft des Online-Reisevertriebs interessiert oder Entscheidungsträger touristischer Unternehmen seid, die auf der Suche nach innovativen Ideen für ihr Online-Geschäft sind. Start-Ups und junge Unternehmen, die mit innovativen Ideen in den Markt einsteigen wollen, sollten außerdem teilnehmen.

Auf diese Speaker könnt ihr euch dieses Jahr freuen:

  • Prof. Dr. Antonio Krüger, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz DFKI
  • Marc Herrgott, Chief Operating Officer, traffics Softwaresysteme für den Tourismus GmbH
  • Leila Summa, Startup – in stealth mode
  • Gereon Krahn (Moderation), Bereichsleiter eCommerce, Berge & Meer Touristik GmbH
  • Birgit Davidian, Microsoft Deutschland GmbH
  • Pim van Oerle, Senior Technical Manager, Skyscanner Ltd
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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • FACEBOOK allfacebook: Gerücht: Facebook ändert Verifizierung von Seiten massiv: Seit ein paar Wochen brodelt es in der Gerüchteküche. Immer wieder hört man aus verschiedenen Ecken, dass es eine große Änderung am Verifizierungsverfahren geben wird. Wir haben noch einmal genauer recherchiert in ein paar US-Foren und bei ein paar Facebook Ansprechpartnern, von denen man leider immer recht wenig erfährt. Inzwischen sind wir etwas schlauer und können über ein paar Details berichten. Im Fokus steht dabei, dass das bisherige System sowohl für den Nutzer als auch den Administrator transparenter werden soll.

  • BKA handelsblatt: BKA beginnt bald Test von Software zur Gesichtserkennung: Das Bundeskriminalamt (BKA) startet in Kürze mit dem Test einer Gesichtserkennungssoftware. Dies geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur am Montag vorlag. Die Software solle „im Bereich der religiös motivierten Kriminalität“ eingesetzt werden. „Die Aufnahme eines Probewirkbetriebs steht in Kürze bevor“, hieß es. Das System gleicht automatisch Gesichter, die per Videoüberwachung erfasst werden, mit Aufnahmen in Datenbanken ab. Eine solche Maßnahme ist umstritten.

  • CEBIT golem: Bedrucktes Papier rein, unbedrucktes wieder raus: Wie ein riesiger Zauberkasten mutet Epsons Paperlab A-8000 an, wenn im Einschub bedruckte A4-Blätter eingezogen und aus dem Ausgabefach unbedrucktes Papier herauskommt. Auf der Elektronikmesse Cebit 2017 in Hannover wurde die experimentelle Recyclingmaschine erstmals in Europa ausgestellt. Zur detaillierten Funktionsweise der Maschine hält sich das japanische Unternehmen noch bedeckt. Paperlab zerkleinert Abfallpapier mechanisch erst zu einer Art Papierwolle. Anschließend wird diesem Zwischenprodukt eine geheime Chemikalie in Pulverform beigemengt.

  • HAMBURG gruenderszene: In Hamburg entsteht ein riesiger Digital-Hub: Hammerbrook ist nicht gerade als der fortschrittlichste Bezirk in Hamburg bekannt. Die Gegend zwischen der schnieken Hafencity und dem trubeligen Sankt Georg beherbergt einige Büros, und gilt zwar als im Kommen, ist derzeit aber noch eher ruhig. Doch bald könnte sich das ändern. Das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Institut (HWWI) und die Kreativagentur Interpol Studios wollen ein Zentrum für die Digitalszene der Stadt schaffen, berichtet das Hamburger Abendblatt. In dem Gebäude sollen beispielsweise Startups mit der öffentlichen Verwaltung, Wissenschaftlern und Verbänden zusammenarbeiten.

  • DATENSCHUTZ heise: US-Richter: Google soll alle Suchenden eines Namens identifizieren: Der US-Suchmaschinenanbieter Google ist von einem Richter im US-Bundesstaat Minnesota dazu verpflichtet worden, alle Personen zu identifizieren, die Ende 2016 nach dem Namen einer ganz bestimmten Person gesucht haben. Das berichtet Ars Technica unter Berufung auf den Journalisten Tony Webster, der das Gerichtsdokument entdeckt hat. Demnach geht es dem Gericht darum, einen Betrug aufzuklären, in dessen Rahmen 28.500 US-Dollar vom Konto eines Mannes aus der Kleinstadt Edina abgehoben wurden. Dazu hatte der Betrüger einen gefälschten Pass benutzt.

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Destination Check: VDZ Tech Summit 2016

Zum bereits vierten Mal hat am 22. und 23. November der VDZ Tech Summit stattgefunden. Die VDZ Akademie begrüßte als Teilnehmer vor allem Vertreter aus den IT-Bereichen von Verlagshäusern und Entscheidungsträger aus Medienhäusern im Empire Riverside Hotel Hamburg. An zwei Konferenztagen wurden den Teilnehmern zahlreiche, auch internationale Vorträge, Startup-Pitches und Workshops zu den Leitthemen IT, Daten und Publishing geboten.

Den Startschuss des Events gab eine Keynote vom Staatsrat für Kultur, Medien und Digitales der Stadt Hamburg, Dr. Carsten Brosda. Die Konferenz-Kulisse des Hamburger Hafens stellte auch gleich eine perfekte Vergleichsfläche zur IT- und Medienwelt dar. Brosda lobte es als eines der größten Digitalisierungsprojekte Deutschlands und erstellte so ein Gleichnis zu Verlagshäusern, die sich ebenfalls immer mehr mit dem digitalen Wandel konfrontiert sehen und diesem immer einen Schritt voraus sein sollten. Die Digitalisierung und Algorithmisierung der redaktionellen Arbeit war häufiges Thema verschiedener Vorträge, aber Brosda stellte schon zu Beginn klar: „Ein Diskurs kann nicht digitalisiert werden. Journalistische Sprache muss so stark sein, dass sie sichtbar bleibt“.

Zu den einprägsamsten und beliebtesten Vorträgen zählte Peter Buhrs (Senior Consultant Digital & Innovations Axel Springer SE) unkonventionelle, energetische Präsentation zum Thema „Digitalen Journalismus erfolgreich machen“. „Man gewinnt den Krieg in den Köpfen nur mit Wörtern, nicht über Technologie!“, plädiert Buhr. Man solle den Kern der Elemente finden und mit den besten Formulierungen gegen die Konkurrenz angehen. Peter Kropsch, Geschäftsführer der dpa untermauerte dies mit seiner Aussage, dass „journalistische Inhalte zu produzieren […] kein aussterbendes Gewerbe“ sei. Die Riege der Online-Redakteure darf also noch getrost aufatmen!

Eindrücke gab es viele, Begrifflichkeiten wie Big Data, B2B oder e-Commerce fielen links und rechts, als „Key-Takeaway“ formulierten die Moderatoren allerdings, dass die Technologie in Verlagshäusern von den Anwesenden zu verantworten ist und die sich in einem Dilemma zwischen dem gestern, heute und morgen befindet. Technologen sollen „out of the box“ denken, aber auch das gemeinsame Lernen voneinander stehe als Motto der Veranstaltung im Vordergrund. Zusammengefasst heißt es also, um dem berühmten Technologie-Journalisten Nicholas Carr zu wiedersprechen: „IT does matter!“.


Moderator: Stephan Huegel, IDG


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Image by IDG

Stephan Huegel hat auf dem VDZ Tech Summit mit seinem Kollegen Jannis Moutafis die Moderation übernommen und ist selbst begeisterter Techie. Bei IDG ist er Chief Technology Officer.

Wie war ihr Gesamteindruck?

Der Gesamteindruck ist ein vor allen Dingen positiver. Am Ende des Tages steht das vor allem die Erkenntnis, dass Technologie viel tun kann für Publisher. Und sie kann nicht nur viel tun, sie ist auch in der Pflicht, gewisse Dingen zu treiben. Wie die Daseinsberechtigung der Online-Journalisten zu definieren, Geschäftsmodelle zu erschließen und auch neue Monetarisierungs-Modelle zu finden, abseits der Monetarisierungen über Werbeerlösmodelle. Also insofern habe ich als Technologe selber einen sehr positiven Eindruck dieses Tages, weil ich weiß, Technologie ist tatsächlich Bestandteil der DNA der Verlagshäuser.

Haben die Speaker Ihre Erwartungen erfüllt?

Ja, teilweise sogar übertroffen. Ich fand uns Referenten nur teilweise etwas holprig, aber das ist eben der Veranstaltung der Größenordnung zu verschulden, da spielte ein bisschen Nervosität mit. Aber ich war sehr angetan, die Qualität war super, alle Referenten haben sich wirklich auch bemüht, aus der Praxis zu berichten und Einblicke in die eigene verlegerische oder technologische Arbeit zu gewähren – also genau so, wie das eigentlich sein sollte. Ich habe mir die Reaktionen der Teilnehmer hier vor Ort angehört, ich habe es mir auch auf Twitter durchgelesen und glaube, erkennen zu können, dass wir da in Summe eine Punktlandung gemacht haben und die Erwartungen auch erfüllt haben.

Hatten Sie einen Favoriten?

Ich fand den Vortrag von Nils Wollny ganz visionär und interessant, der skizziert hat, wie die digitale Strategie bei AUDI aussieht. Ansonsten haben wir den Peter Buhr gehabt und das war ja sowohl vom Inhalt als auch vom Format her sehr disruptiv, ein engagierter Vortrag. Auf so etwas stehe ich sowieso immer.

Wem würden Sie die Veranstaltung empfehlen?

Jedem Technologen, der ein besseres Verständnis dafür generieren möchte, welche Anforderungen das Business in Verlagshäusern an Technologie stellt und jedem Geschäftsführer oder Business-Verantwortlichen in Verlagshäusern, der mehr darüber lernen will, welchen Wertbeitrag Technologie in Vertragshäusern erbringen kann.

Wo sehen Sie die Zukunft des Publishings?

Ich sehe Verlagshäuser nach wie vor als ein Quality- und Gatekeeper für qualitativ hochwertige Inhalte, denke das ist der primäre Informationsauftrag und die primäre Daseinsberechtigung für Marken. Wir haben das auch am Beispiel von AUDI oder dem Beitrag von Burda, die über Thunder referiert haben. Es geht auch darum, Alternativen oder Optionen – ich will nicht von Gegengewicht reden – zu großen, marktbestehenden digitalen Playern zu definieren. Facebook, Twitter, die großen Netzwerke wie Amazon oder Apple, da müssen Verlage noch viel tun, um sich zu positionieren. Aber ich bin vollkommen zuversichtlich, dass wir das können – nicht zuletzt durch Technologie.


Start-up Trend-Pitcher: Evgeni Kouris, Gamewheel


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Image by Evgeni Kouris

Evgeni Kouris ist Gründer und CEO des Startups Gamewheel, welches er zusammen mit dem Stichwort der „Gamification“ den Teilnehmern des VDZTS im Rahmen eines fünfminütigen Startup Trend-Pitches in einer Präsentation vorgestellt hat.

Wie war ihr Gesamteindruck?

Also auf jeden Fall gab es sehr viele neue Impulse für die Industrie, die aus meiner Startup-Sicht auch sehr klassisch ist und auch eine gewisse Konservativität besitzt. Ich glaube, dass die meisten Leute hier sehr daran interessiert sind, neue Dinge zu erfahren, es herrscht eine sehr gute Atmosphäre und alle tauschen sich aus, ein echt cooles Event!

Haben die Speaker Ihre Erwartungen erfüllt?

Ich bin nicht unbedingt mit Erwartungen gestartet, eher mit Neugier auf die Themen, die in der Industrie gerade sehr spannend sind. Wir arbeiten mit Gamewheel eher mit Markenwelten zusammen. Wir helfen auch dabei, Geschichten zu erzählen und das ist natürlich für uns sehr spannend, wohin sich die Publishing-Industrie bewegt und welche Fragen gestellt werden. Natürlich wurde ganz viel Big Data und Daten, Daten, Daten erwähnt, das ist nicht überraschend. Es gab aber auch ein paar spannende Vorträge wie der von DuMont Net mit Patrick Wölke, das fand ich sehr interessant. Also insgesamt ein gutes Niveau!

Hatten Sie einen Favoriten?

Ich fand gerade den Vortrag von DuMont spannend. Dort wurde die Mediennutzung sehr stark heruntergebrochen. Wir beschäftigen uns viel mit der Frage, auf welchen Kanälen man die Menschen erreicht. Das wurde auch mit eigenen Daten belegt, dass beispielsweise morgens die Leute mit mobilen Daten eher zu erreichen sind und wir helfen Mobile First Content zu bauen. Das ist für uns gut zu wissen, dass auch die Publishing-Industrie tatsächlich sehr gezielt auf verschiedenen Kanälen Content aufbaut.

Wem würden Sie die Veranstaltung empfehlen?

Ich empfehle sie jedem, der sich um Content-Erstellung oder Technologie in dem Bereich bemüht oder auch einfach mit der Industrie zusammenarbeiten möchte. Ich hab ja auch einige der Start-ups empfohlen, die für dieses Event dazu gekommen sind. Beispielsweise 12k, die sich mit Randanalysen beschäftigen, die sind auch aus dem Berliner Inkubator von Project Flying Elephant dazugekommen. Es ist schon für beide Welten sehr spannend, sich auszutauschen. Durch Diskurs entstehen ja dann auch neue Ideen!

Wo sehen Sie die Zukunft des Publishings?

Da kann ich natürlich, wie in meinem Vortrag, nur sagen: Gamification! Wir glauben daran, dass durch diese Änderung des Nutzerverhaltens, wenn die meisten auf mobilen Geräten Games nutzen und das tagtäglich, dann wird sich natürlich auch irgendwann der Content wandeln müssen. Das ist immer so, wenn der Nutzer darüber entscheidet was der Publisher produziert.

Das wird zwar deutlich langsamer geschehen als bei Social Media, wo Instant oder Social Games auch schon immer ein Teil davon sind, aber ich glaube, es kann auch im Storytelling oder im klassischen, konservativen Content mehr Verspieltheit oder leichte Gamification-Prinzipien geben, damit man ein höheres Engagement erzielt. Da gibt es im Advertising-Umfeld immer mehr Premium-Formate, die dann mit diesen Stories mehr zusammenhängen und ein Ganzes ergeben, damit einem nicht mehr einfach ein bisschen fremdgesteuert die ganze Ad-Deck vors Gesicht gesetzt wird.


Aussteller: David Best, Kirchner + Robrecht


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Image by Kirchner + Robrecht

David Best ist Consultant bei Kirchner + Robrecht und war auf dem VDZTS als Aussteller vertreten.

Wie war ihr Gesamteindruck?

Die Startup-Kurzvorstellungen waren durchweg spannend, zudem einige Vorträge. Einiges kennt man schon, manches war neu und vieles hat gut illustriert, wie man IT-Themen zukunftsfähig angehen kann.

Haben die Speaker Ihre Erwartungen erfüllt?

Ich hatte keine dedizierten Erwartungen an das Programm oder die Vortragenden, da ich mit Kirchner + Robrecht in erster Linie als Aussteller vor Ort war. Dennoch nehme ich die Erkenntnisse zu den IT-Themenfeldern, mit denen wir uns regelmäßig als Beratung auseinandersetzen, sehr gerne mit!

Hatten Sie einen Favoriten?

Peter Buhr von Axel Springer fand ich jedenfalls am unterhaltsamsten.

Wem würden Sie die Veranstaltung empfehlen?

Letztlich schon der vertretenen Kernzielgruppe, also IT-Führungskräfte und Verlagsmanager. Die Veranstaltung wäre sicherlich auch für Redakteure interessant, die dadurch einen noch stärkeren Einblick in IT-Trendthemen bekommen können – die sie bereits betreffen und zukünftig immer mehr beschäftigen werden.

Wo sehen Sie die Zukunft des Publishings?

Es wird weiterhin für Verlage herausfordernd bleiben. Die Verlage müssen sehr genau darauf schauen, was die Zielgruppen benötigen und ob und mit welchen digitalen Produkten und Services man für die Zielgruppen Wert und Nutzen schafft. Hierbei kann die Technologie ein Mittel sein, die „Assets“ sind Daten und Content. Die durch die Tech-Player vorangetriebenen Ansätze (Big Data, Cognitive Computing, Deep Learning, Chatbots, um nur ein paar zu nennen) dürfen nicht als „Buzzwords“ abgetan werden, sondern müssen auf strategische Relevanz und konkrete Einsatzfelder für das eigene Geschäft betrachtet und bearbeitet werden.


Besucher: Lorenz Zehetbauer, verlag moderne industrie


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Image by verlag modern industrie gmbh

Lorenz Zehetbauer ist Head of Digital Products bei verlag moderne industrie und war als Besucher auf dem VDZTS.

Wie war ihr Gesamteindruck?

Lorenz Zehetbauer: Gut! Spannende Vorträge, interessante Pitches!

Haben die Speaker Ihre Erwartungen erfüllt?

Ja, ich bin mit vielen Erwartungen gekommen! Insbesondere die Pitches haben mich interessiert! Da waren auch zwei, drei Sachen dabei, die man so dann auch nochmal nachrecherchieren wird.

Hatten Sie einen Favoriten?

Vor allem der Kollege Peter Buhr von Axel Springer mit seinem Impulsvortrag, der auch mal bisschen lauter war zwischendrin, aber sehr interessant, spannend und unterhaltsam.

Wem würden Sie die Veranstaltung empfehlen?

Redakteure haben ja heute ihr Fett wegbekommen! Also ich denke, die Veranstaltung richtet sich schon eher an Techies oder die Entscheidungsträger, die über Technologie entscheiden, es gibt ja dann auch andere Events, die speziell an Redakteure gerichtet sind.

Wo sehen Sie die Zukunft des Publishings?

Das kommt ein bisschen auf den Bereich an, sprich Fachzeitschriften oder tagesaktuelle und News-Bereiche. Ich denke, das sind schon sehr unterschiedliche Themen. Ganz interessant wird die Auseinandersetzung mit den großen amerikanischen Portalen. Wie das genau aussieht in fünf Jahren kann ich nicht sagen. Ich glaube aber, es wird ein entscheidender Punkt sein, wie man mit Google, Facebook und den anderen umgeht. Alle reden von Snapchat, aber die meisten haben das gar nicht richtig verstanden – ist das was für die Medienhäuser – oder nicht?

In fünf Jahren gibt’s dann wahrscheinlich noch zehn, zwanzig andere, mit denen man sich auseinandersetzen muss und da sollte man grundsätzlich eine Lösung finden. Schön wäre natürlich auch, wenn so etwas aus Deutschland kommen würde. Aber das wäre dann auch keine Aufgabe der Publisher, sondern da müssten wahrscheinlich ganz andere Rahmenbedingungen in Europa geschaffen werden.

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Check-up Ireland: Ein Jahr in Sachen Tech quer durch Irland

Irlande 3 (adapted) (Image by Werner Bayer [CC BY 20] via flickr)

Seit 1997 lebe ich nun schon in der irischen Hauptstadt Dublin. Mein erster Job bei AOL hatte auch ein wenig mit Tech zu tun – wenn man die berüchtigten Freistunden-CDs als „Tech” ansieht oder das Verbinden an die technische Hotline durchgehen lässt. Im Verlauf der kommenden 12 Monate werde ich nun die „Tech-Insel” aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.

Von Apple und Birnen (oder Knoblauch)

Vor vier Jahren wurde der Inhaber eines der größten Frucht- & Gemüse-Unternehmen Irlands zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt. Sein Verbrechen – er hatte 1,6 Millonen Euro hinterzogen, in dem er über tausend Tonnen von importiertem Knoblauch als Äpfel deklariert hatte. Schon wenige Tage danach war sein Name wohl auch denen entfallen, die sich für Steuer-Themen interessieren. Auch ich musste erst einmal Google heranziehen, um Paul Begley als den Mann zu identifizieren, der zuletzt von Politikern vor allem linker Gesinnung im irischen Parlament als Beispiel dafür genannt wurde, wie ungerecht es im Staate Irland doch vonstatten gehe.

Auf der einen Seite rotte ein „Pfeiler der lokalen Gemeinschaft” im Knast dahin, weil er Knoblauch im steuerlichen Gegenwert von 16 Millionen Euro zu Äpfeln gemacht habe. Auf der anderen Seite könne Apple Irland und die Welt um 13 Milliarden Euro an Steuern betrügen und niemand müsse befürchten, wegen Steuervergehen angeklagt, geschweige denn verurteilt zu werden. Ganz im Gegenteil – die irische Regierung habe sich mit dem Einspruch gegen den Beschluss der EU-Kommission, dass Apple den enormen Betrag samt Zinsen nachzahlen müsse, zum Komplizen des unsozialen, multinationalen Unternehmens gemacht.

Die Minderheitsregierung der Mitte-Rechts-Partei Fine Gael machte, vertreten durch den Finanzminister Michael Noonan, gegenüber der EU-Kommission, den EU-Partnern, die das irische Steuersystem schon lange kritisieren, sowie gegenüber Kritikern des Einspruchs in der Opposition zwei Punkte unmissverständlich klar. Zum einen habe Apple niemals gegen Steuerrecht verstoßen, sondern vielmehr Flexibilität im Steuerrecht genutzt, die auch jedem anderen Unternehmen offen gestanden habe. Zum anderen würde das Nachgeben gegenüber der EU-Kommission bedeuten, dass Irland das Signal an die wichtige Gemeinschaft der multinationalen Konzerne aussende, dass das sprichwörtliche „Céad Míle Fáilte” (100,000 Willkommen), welches die Iren ihren Gästen darbringen, um ein paar Nullen verkürzt würde.

Oppositionspolitiker, die den Fall von Paul Begley in die Diskussion einbrachten, hätten Äpfel mit Birnen verglichen. Dass Michael Noonan für seine fruchtige Erklärung keinerlei Widerspruch aus den Reihen der größten Oppositionspartei erntete, war keine Überraschung. Der Wahlbezirk sowohl des Parteichefs von Fianna Fáil als auch des finanzpolitischen Sprechers der Partei ist Cork, wo Apple 5000 Mitarbeiter beschäftigt.

Und mag Apple noch so wenig an Körperschaftssteuer zahlen, so sind die 5000 Mitarbeiter und ihre Familien aber doch (neben potentiellen Fianna Fáil-Wählern) Einkommensteuerzahler, Käufer in Supermärkten und Autofahrer, die Kfz- und Benzinsteuer entrichten. Das ist die Realität im Zusammenhang mit multinationalen Unternehmen nicht nur in Cork, wo neben Apple auch viele Unternehmen in den Bereichen Pharma und Biotechnologie angesiedelt sind, sondern auch in Galway und Limerick, wo es ähnliche Cluster gibt. Vor allem gilt es natürlich auch für die Hauptstadt Dublin, wo Microsoft, IBM, Google, Facebook und Twitter Zehntausende beschäftigen.

Das Ding mit Apple und Knoblauch mag für manche zwar zum Himmel stinken, aber der Weg von der Realität des Förderns vor allem von multinationalen Konzernen hin zu einer Gesellschaft, in der auch Kleinstunternehmen und der Mittelstand ähnlich gute Chancen haben, wird ein langer sein. Die Ansiedlung von irischen Startups neben den Multinationals in den Clustern sind dabei Meilensteine, die durchaus Anlass zur Hoffnung geben sollten.


Image (adapted) „Irlande 3“ by Werner Bayer (CC BY 2.0)


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Marriott präsentiert „TestBED“

Könnt ihr Reisen neu definieren? Habt ihr ein Produkt oder eine Dienstleistung, die die Welt des Reisens revolutionieren könnte? Habt ihr etwas Großartiges entwickelt und sucht nun nach einem Geschäftspartner?

Marriott Hotels® bietet euch eine Umgebung, die ein geschäftliches Denken und viel Kreativität erlaubt. Als Teil ihres Projekts Reiseerfahrungen zu verbessern, präsentiert das Unternehmen „TestBED“, ein neues Accelerator-Programm.

Das Unternehmen sucht ein Startup mit entwickelten Produkten oder Dienstleistungen, die bereit zur Vermarktung sind, die die Erfahrung der Gäste verbessern und den Bereich des Reisens und der Gastfreundschaft revolutionieren.

Die Grundlagen:

  • Startup Reife: Das Startup befindet sich in einer frühen Entwicklungsphase mit Produkten oder Dienstleistungen, die marktreif sind

Dein Produkt/Service sollte:

  • In den Tourismussektor passen
  • in einzelnen Hotels oder auf dem Markt eingeführt werden können
  • keine große Integration in globale Systeme benötigen

Das Angebot:

Das Marriott „TestBED“ ist ein achtwöchiges Programm, welches einem ausgewählten Startup eine Vielzahl an Möglichkeiten bietet.

Diese beinhalten:

  • Eine Partnerschaft mit Marriott Hotels, um das Produkt oder die Dienstleistung zu testen und die Möglichkeit Marriott als ersten Kunden zu gewinnen
  • Ein Mentoring Programm, welches Trainings und Workshops von Experten der Reise und Marketing Industrie beinhaltet
  • Die Workshops helfen die Anforderungen des Tourismussektors zu verstehen
  • Führende Marketing Agenturen werden Wissen und Tipps vermitteln, um dein Startup richtig zu vermarkten
  • Werbung in der Presse, Sozialen Netzwerken und bei passenden Veranstaltungen
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Scoopa Dopado: Das war das scoopcamp 2016

Am gestrigen Donnerstag fand zum achten Mal das scoopcamp, eine Innovationskonferenz für Medien, statt. Seit 2009 lädt Hamburg@work – und seit 2014 nextMedia.Hamburg – jährlich zusammen mit der Deutschen Presse-Agentur GmbH (dpa) zu dieser Veranstaltung ein. Experten, Entscheider und Innovatoren der IT- und Medienbranche nehmen daran teil, um über Trends und aktuelle Themen an der Schnittstelle zwischen Redaktion, Programmierung und Produktentwicklung zu diskutieren.

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Jeremy Gilbert über die Washington Post (Image by Marina Blecher)

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Preisverleihung des Scoop Awards und Vorträge über die Zukunft des Journalismus. Verena Pausder, Gründerin von Fox and Sheep, Geschäftsführerin der Haba Digitalwerkstatt und Unterstützerin der Plattform Startup Teens, erhielt den Scoop Award 2016 für ihre zahlreichen Projekte, die Kinder und Jugendliche früh mit der Digitalisierung vertraut machen. In ihrer anschließenden Rede forderte sie dazu auf, dass man Kinder stärker in Sachen Digitalisierung fördert. Außerdem plädierte sie für mehr Programmiererinnen. Um dies zu erreichen, sollte man vor allem Mädchen früher mit dem Thema vertraut machen.

Auch die anderen Speaker Assaf Sagy, Vice President of International Markets bei Playbuzz und Jeremy Gilbert, Director of Strategic Innitiatives bei der Washington Post, hielten sehr interessante Vorträge. Gilbert erklärte insbesondere das Erfolgsgeheimnis der Zeitung und betonte, dass es nicht nur einen speziellen Weg gibt, Nachrichten zu konsumieren, sondern dass jeder Nutzer andere Vorstellungen hat. Um diese abzudecken, nutzt die Washington Post sehr viele soziale Netzwerke.

Nach der Mittagspause fand dann die Abstimmung des scoopcamp-Hackathons statt, dieser wurde gemeinsam mit dem next media accelerator und der Hamburg Media School ausgeführt. Zuerst stellten die drei Hackathon-Teams unter der Leitung von Klaus Weinmaier und Meinolf Ellers ihre Projekte vor.
Ellers ist seit 30 Jahren bei der Deutschen Presse-Agentur tätig und engagiert sich bei der Initiative nextMedia.Hamburg. Außerdem ist er Mitglied im Beirat und Dozent des Studiengangs „Digital Journalism“ an der Hamburger Media School, Klaus Weinmaier arbeitete sehr lange bei Östereichs führender Medienplattform derStandard.at, die er 1995 mitgründete. Im Jahr 2013 machte er sich mit der Medien- und Innovationsberatung „The Engagement Lab“ selbständig. Seine Agentur unterstützt Medien und Brands bei der Entwicklung digitaler Strategien und innovativer Produkte. Außerdem ist er Dozent an der Hamburger Media School.

Im Anschluss stimmte dann das Publikum für das beste Konzept ab – zur Wahl standen der News Ninja, der KI Bot James und der Argubot. Gewonnen hat letztendlich Argubot, ein Bot der seinen Nutzern aussagekräftige Argumente zu aktuellen Themen liefert.

Die Gewinner des Hackathon (Image by Marina Blecher)
Die Gewinner des Hackathon (Image by Marina Blecher)

Am Nachmittag fanden dann noch vier Workshops zu den Themen Social Media, Immersive Storytelling, Investigativjournalismus, Datenjournalismus und Produktinnovationen statt.

Am besten gefiel uns der Social Media Workshop mit Niddal Salah-Eldin (Welt), Miriam Richter und Joachim Dreykluft (SHZ). Sie erklärten, wie ihre Redaktion mit Kommentaren umgehen und mit welchen Programmen sie diese verarbeiten.

In dem Workshop Immersive Storytelling ging es um 360°-Videojournalismus. Isabelle Sonnenfeld, Leiterin vom Google News Lab, und Max Boenke von der Berliner Morgenpost, haben einen Einblick in ihre Arbeit gegeben. Außerdem zeigte Max Boenke, was man alles mit 360°-Kameras machen kann und was es für Unterschiede zwischen den Kameras gibt. Beide haben ausführlich erklärt, wofür und wie sie 360°-Videos einsetzen. Zwischendurch haben sie spannende Beispiele gezeigt.

In dem Workshop Investigativjournalismus berichteten Vanessa Wormer und Jan Lukas Strozyk über das Projekt „Panama Papers“. Sie erklärten, was genau die Panama Papers sind und mit welchen Programmen sie an dem Projekt gearbeitet haben. Zum Abschluss fand dann noch ein Panel über die Bedingungen von Medien-Startups mit Richard Gutjahr, Dirk Zeiler, Janos Moldvay, Sigrun Albert und Isabelle Sonnenfeld statt.

Das Abschluss-Panel zu Startups (Image by Marina Blecher)
Das Abschluss-Panel über Medien-Startups (Image by Marina Blecher)

Insgesamt war das scoopcamp eine tolle Veranstaltung mit einem abwechslungsreichen Programm. Die Themen Startups und Innovationen in den Medien zogen sich als roter Faden durch den Tag. Die diesjährige Moderatorin Eva-Maria Lemke hat sehr gut durch das Programm geführt und hatte immer den passenden Spruch auf den Lippen. Das Theater Kehrwieder war eine schöne Location, die uns vor allem durch die Atmosphäre überzeugte und in der schönen Speicherstadt gelegen war. Die Netzpiloten freuen sich, beim nächsten Mal wieder dabeizusein!


Images by Marina Blecher


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Der Buzzword-Check: Wie innovativ ist der Commerce-Sektor in Deutschland?

lightbulb (image by Unsplash [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Einen guten Eindruck über die Innovationskraft der deutschen Gründerszene vermitteln Plattformen wie die Bits&Pretzels, die vom vergangenen Sonntag bis Dienstag in München stattgefunden hat. In sechs Themen-Clustern haben Startups Besucher und Investoren mit ihren Drei-Minuten-Pitches von ihrer Geschäftsidee überzeugt – oder eben nicht. Die von den Veranstaltern ausgemachten Innovationsfelder waren Future Commerce, Fast Mobility, Hot Lifestyle, Sophisticated IoT, Smart Company und Big Money.

„Im Vergleich zu den anderen Clustern war der Commerce Cluster mit Abstand der am weitesten Entwickelte. Das gilt sowohl für die Qualität der Pitches als auch die Innovationskraft“, so Marie Hélène Ametsreiter, Partner beim Seed-Investor Speedinvest und Mitglied in der Jury, die den besten Pitch gekürt hat.

So hat es dann auch ein Startup, das im Commerce-Cluster angetreten ist, geschafft, den Sieg im kategorieübergreifenden Pitch-Wettbewerb mit nach Hause zu nehmen. Freya Oehle begeisterte die Jury mit ihrer Plattform für individuelle Preisbildung Spottster. Das Prinzip dahinter ist einleuchtend: Kunden geben einen Wunschpreis an, zu dem sie ein Produkt kaufen möchten. Der Händler kann dann wiederum entscheiden, ob er das Produkt zum reduzierten Preis abgibt und erhält außerdem wertvolle Daten für seine Preisgestaltung. „Es war das ausgereifteste Produkt und eines, das erfolgreiche Kennzahlen zeigen konnten“, meint Ametsreiter, die sich über erfolgreiche Female Founder freut.

Freya Oehle bei der Siegerkür (Image by Freya Oehle)
Freya Oehle bei der Siegerkür (Image by Gesine Märten)

#Plattformen

Die vorgestellten Ideen hinterließen den Eindruck, dass die Stärke deutscher Gründer und Gründerinnen im E-Commerce in der Weiterentwicklung von Plattformansätzen liegt, die Anbieter und Kunden in unterschiedlicher Weise in der Nische oder der Fläche zusammenbringen und provisionsbasiert verdienen. Von acht vorgestellten Geschäftsideen lag sechs ein Plattformgedanke zugrunde. Erfolgsgeschichten wie die von airbnb, uber oder Helpling haben die neuen Gründer offensichtlich inspiriert, ihr Glück in Vermittlungsmodellen zu suchen.

Spottster im Pitch-Finale (Image by Gesine Märten)
Spottster im Pitch-Finale (Image by Gesine Märten)

#Shareconomy

Viele Plattformen eint der Gedanke, Menschen zu verbinden, um Produkte gemeinsam zu nutzen. Recommerce und Collaborative-Consumption-Ansätze sind nicht neu, doch die Umsetzung wird ausgefeilter. So hat Mark Kugel mit seinem Team ein Prinzip gesucht, mit dem Privatpersonen ihre Besitztümer möglichst unkompliziert verleihen können, wenn sie nicht in Gebrauch sind. Bei der Entwicklung der Geschäftsidee seines Startups Useley hat er deshalb einen Fokus auf die logistische Umsetzung gelegt. „Der Trend geht für uns klar dahin, den Produkten einen längeren Lebenszyklus zu geben. Unsere Mitglieder wissen es außerdem zu schätzen, Stücke von Menschen zu erwerben, die eine Geschichte zu erzählen haben“, so Martina Löhner von Kleiderkreisel, einer Recommerce-Plattform, die seit 2008 am Markt ist.

„We put the sharing back into the shareconomy“ sei auch der häufigste Satz, den er gehört habe, bestätigt Raphael Thierschmann von Rakuten. Das Unternehmen aus Japan tätigt strategische Zukäufe unter anderem mit der Absicht, Innovationsfelder zu erschließen. Auf der Bits&Pretzels hat Rakuten die Pitches daher auch durch die Investorenbrille verfolgt.

Wer mit der Erwartung kam, dass sich die Startups im Commerce Cluster mit den neuen Spielzeugen – hier seien die Stichworte künstliche Intelligenz, Virtual Reality und Blockchain genannt – austoben, kam nicht ganz auf seine Kosten. Auch Raphael Thierschmann hat Ansätze vermisst, die „die virtuelle Welt noch besser in die Kohlenstoffwelt integrieren, vor allem, wenn man weiß, was wir gerade vorantreiben.“ Rakuten sei sehr aktiv mit eigenen Research Instituten, doch dabei noch nicht einmal der größte Player im Forschungsbereich.

#Blockchain

Thierschmann glaubt an das Potenzial von Kryptowährungen, da es noch keine wirklich kundenfreundliche Lösung gibt, die tatsächlich unabhängiges, länderübergreifendes Zahlungswesen bietet. Rakuten, das seit 2015 die Zahlung mit Bitcoins ermöglicht, hat erst kürzlich ein Blockchain Lab in Belfast eröffnet. Hier beschäftigt man sich mit dem Potenzial der Blockchain-Technologie unter anderem für den E-Commerce-Sektor. Damit ist Rakuten nicht allein: Auch der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba entwickelt über den unternehmenseigenen Zahlungsdienst Alipay gerade eine blockchain-basierte Cloud-Plattform.

#VirtualReality

Nicht nur Kevin Spacey sieht in Virtual Reality einen „Game Changer“, wie er in seiner Keynote auf der Bits&Pretzels betonte. Auch für Ametsreiter und Thierschmann ist es eines der großen Buzzwords. „Virtual Reality macht einfach Spaß. Gemeinsam mit unserem Online-Markplatz Priceminister hat unser Institute of Technology in Paris eine virtuelle Shopping-Boutique entwickelt, in der Kunden mit VR-Brille einkaufen können. Aktuell ist das noch ein Prototyp, aber die ersten Tests waren vielversprechend. Ich bin sehr gespannt, was dabei herauskommt“, so Thierschmann über die Pläne von Rakuten.

#ArtificialIntelligence

Die Marketing- und Commerce-Branche sieht in AI kurzfristig ein Einsatzszenario für Chatbot-Lösungen. Schon auf der dmexco wurden Chatbots zum nächsten großen Trend erklärt. Und auch Rakuten streckt die Fühler in diesem Bereich aus. In den Startup-Pitches im Commerce-Cluster auf der Bits&Pretzels waren diesbezüglich noch keine Ansätze zu sehen.

Auf dem Gründer-Festival in München zeigen sich die deutschen Newcomer stattdessen mit pragmatischen, soliden Ansätzen. „Das Niveau der technischen Entwicklungen in Deutschland ist sehr hoch. Wir sehen, dass die Entwicklungen in Europa sehr oft viel nachhaltiger und durchdachter sind“, so Ametsreiter. Die entscheidende Frage sei, wann der richtige Zeitpunkt für AI, Machine Learning und Virtual-Reality-Anwendungen gekommen ist. Es sei für alle schwer abzuschätzen, wann ein Trend in die Breite geht und die Usability gegeben ist, die es kommerziell tragfähig macht. Martina Löhner von Kleiderkreisel hingegen hat die Hoffnung, künftig nicht nur technologische Innovationen zu sehen, sondern neue ideelle Ansätze, die authentisch und nah am Menschen sind.


Image „Lightbulb“ by Unsplash (CC0 Public Domain)


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Destination Check: Bits&Pretzels 2016

Vor zwei Jahren als Weißwurstfrühstück für die Gründerszene in München gestartet, hat sich die Bits&Pretzels mittlerweile zum dreitägigen Festival für Startups mit internationalem Flair entwickelt. Kevin Spacey und Richard Branson waren sicher die schillerndsten, aber längst nicht die einzigen sehenswerten Speaker auf der Bühne.


Speaker: Max Wittrock, Co-Founder von mymuesli.com


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Image by Max Wittrock

Max Wittrock, Co-Founder von mymuesli.com, hat vor neun Jahren mymuesli.com mitgegründet und fühlt sich auf der Bits&Pretzels an die Anfangstage erinnert. Heute beschäftigen das Gründerteam Themen wie Vertriebsausbau, Internationalisierung und der Umbau der Produktion. Das fühlt sich an wie Erwachsenwerden. Auf der Academy Stage hat Max jungen Startups Tipps gegeben, wie sie an die großen Player herankommen.

Was ist dein Gesamteindruck?

Mit 5.000 Leuten hat sich die Bits&Pretzels zu einem Riesen-Event entwickelt. Es ist wirklich toll, dass sich eine Konferenz dieser Größe ausschließlich Themen rund ums Gründen und dem Aufbau von Startups widmet. Ich bin ganz begeistert.

Haben die Speaker und Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Mir gefällt die Auswahl der Speaker von Kevin Spacey bis hin zu Hidden Champions. Hier sieht man Startups, von denen man noch nicht gehört hat und die dennoch erfolgreich und riesengroß sind. Ich finde den Mix sehr gelungen.

Wie würdest du die Teilnehmer einordnen?

Es sieht sehr bunt gemischt aus. Es sind wirklich viele Startups hier, ich habe aber auch schon viele Leute mit Investoren-Badge gesehen.

Was ist dein persönliches Highlight?

Mein persönliches Highlight ist der Food-Court mit Live-Musik. Veranstaltungen, die schnell wachsen, neigen dazu, einen Corporate-Charakter anzunehmen, wie jeder Kongress. Aber Bits&Pretzels hat es wieder einmal hinbekommen, sich das besondere Flair zu bewahren.

Würdest du wiederkommen, und wem würdest du die Bits&Pretzels empfehlen?

Ich würde auf jeden Fall nächstes Jahr wiederkommen. Viele Startups, aber auch Unternehmen, unterschätzen, wie wichtig es ist, inspiriert zu werden und verschiedene Sichtweisen zu bekommen. Gerade wir im Süden sollten dankbar sein für alles, was hier passiert, da wir ja doch mit Berlin eine kleine positive Rivalität haben. Schön, dass ein solches Event in München stattfindet.

Was war deine Motivation, heute herzukommen und hier zu sprechen?

Ich hoffe, dass ich den Einen oder Anderen inspirieren konnte, es zu versuchen – so wie ich und meine beiden Mitgründer. Ich möchte gerne die Angst vor Teamgründungen nehmen, denn bei uns funktioniert es nach wie vor sehr gut. Vielleicht habe ich es geschafft, bei ein, zwei Leuten den Schalter umzulegen, wenn der letzte Schritt oder Denkanstoß gefehlt hat.


Organisatorin: Magdalena Rogl, kümmert sich um den Social-Media-Auftritt von Bits&Pretzels und ist Head of Digital Channels bei Microsoft Deutschland.


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Image by Magdalena Rogl

Magdalena Rogl war schon 2014 als Teilnehmerin bei der ersten Bits&Pretzels im Löwenbräukeller dabei. Einen Social-Media-Auftritt zum Event gab es damals noch nicht, also hat sie dem Orga-Team kurzerhand Unterstützung angeboten. Ihre Arbeit hier ist für sie Herzblutprojekt und Freundschaftsdienst.

Was ist dein Gesamteindruck?

Ich bin überwältigt, denn ich habe das Gefühl, das letzte Jahr wurde noch einmal getoppt. 2015 hat das Event erstmals in diesem Setup stattgefunden. Die Veranstaltung ist dieses Jahr noch internationaler geworden. Und wenn jemand wie Kevin Spacey die Keynote hält, ist das natürlich Wahnsinn.

Haben die Redner und Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Ich habe vor allem die Vorträge auf der Mainstage vom Backstage-Bereich aus mitbekommen, da ich den Livestream auf Facebook mitbetreut habe. Ich finde die Mischung toll, dass sowohl kleine Startups unter den Speakern sind als auch große internationale Player. Die Gelegenheit, von Unternehmen wie airbnb und uber Insights zu bekommen, hat man nicht alle Tage.

Was ist dein persönliches Highlight?

Kevin Spacey war natürlich ein Highlight. Ich hatte gestern selbst Gänsehaut, als er gesprochen hat. Überwältigend.

Wie würdest du die Teilnehmer einordnen?

Es sind natürlich sehr viel junge Gründer da, die gerade starten, aber auch viele Investoren und große Unternehmen. Ich bin positiv überrascht, dass dieses Jahr auch die Teilnehmer internationaler sind. Dadurch, dass Menschen aus so unterschiedlichen Bereichen da sind, bleibt man nicht in seiner Filterbubble, sondern kann seinen Horizont wirklich erweitern.

Wem würdest du die Bits&Pretzels empfehlen?

Ich würde es jedem empfehlen, der im Entferntesten mit der Internetbranche zu tun hat. Die Ticketpreise sind sehr gestaffelt, sodass auch junge Gründer dabei sein können. Hier kann man verfolgen, wie sich die Internetbranche entwickelt, welche Startups und Ansätze es gibt, aber auch Ideen entdecken, die die Welt verbessern möchten. Gestern hatten wir beispielsweise Raphael Fellmer von Foodsharing auf der Mainstage. Wir haben alle eine Verantwortung, unsere Zukunft mitzugestalten. Für diese Inspiration ist das die richtige Konferenz.


Besucher: Alexander Nast, Gründer von Passionly Curious und Snapchat-Reporter von Bits&Pretzels


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Image by Christian Jantz

Alexander Nast hat mit Passionly Curious nicht sein erstes Unternehmen gegründet. Das Startup hilft Unternehmen mit einer neuen Methode dabei, leidenschaftliche Mitarbeiter zu finden. Auf Basis von Interviews mit bestehenden Mitarbeitern ergründet das Team deren Motivation, um daraufhin Stellenbeschreibungen so zu gestalten, dass sie die richtigen Bewerber anziehen und die ungeeigneten abhalten.

Was ist dein Gesamteindruck?

Sehr bunt, sehr vielfältig, sehr herzlich, und trotzdem sehr intensiv und strukturiert. Man findet hier beides: entweder die strukturierte Seite, aber auch die bunte, leidenschaftliche, fröhliche Seite. Das gefällt mir sehr gut.

Haben Redner und Teilnehmer deine Erwartung erfüllt?

Ich gehe meistens ohne Erwartungen an die Dinge heran und lass mich lieber überraschen. Wenn das, was ich mitnehme, wichtige Learnings sind und die Leute, die ich treffe, genau die richtigen Leute sind, dann sind meine Ansprüche erfüllt.

Was war dein persönliches Highlight?

Dazu gehören auf jeden Fall Kevin Spacey und Richard Branson. Es war interessant, dass sie mit Kara Swisher eine sehr kritische Journalistin als Gesprächspartnerin für ihn ausgewählt haben, die das Interview mit ihren teils sehr wertenden Zwischenfragen fast bis zur Schmerzgrenze getrieben hat. Und genauso spannend war es natürlich, zu beobachten, wie er sehr souverän und entspannt auf die Sachen eingegangen ist. Das war ein schönes Spiel.

Wie würdest du die Teilnehmer einordnen?

Sehr vielfältig: Es sind wirklich alle dabei – von Leuten, die über eine Gründung nachdenken, bis hin zu Startups, die schon wirklich gut unterwegs sind und ein paar Millionen eingesammelt haben. Ich hatte das Glück, dass ich mich nur mit Menschen unterhalten habe, die ich sehr interessant und spannend fand.

Würdest du wiederkommen, und wem würdest du die Bits&Pretzels empfehlen?

Ich würde auf jeden Fall wieder hingehen und würde das Event Leuten empfehlen, die schon eine Startup-Idee haben, an der sie mindestens ein bis zwei Jahre gearbeitet haben, um hier mit Investoren zu sprechen und bei den Pitches mitzumachen. Sofern sie dafür bereit sind – denn die Investoren in Deutschland investieren erst, wenn ein Startup User-Zahlen und Umsätze nachweisen kann. Wer sich vor der Gründung erst einmal orientieren möchte, sollte die Masterclasses besuchen.


Besucherin: Martina Löhner, PR-Manager bei Kleiderkreisel


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Image by Gesine Märten

Martina Löhner kommuniziert für Kleiderkreisel, einer Recommerce-Plattform, die seit acht Jahren auf dem deutschen Markt aktiv ist und 4 Millionen Mitglieder hat. Das Late Stage Startup ist gerade dabei, sich und insbesondere das Marketing neu aufzustellen.

Was ist dein Gesamteindruck?

Ich bin das erste Mal auf der Bits&Pretzels und empfinde sie als coole Veranstaltung, um zu netzwerken und Inspiration zu finden.

Haben Redner und Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Meine Erwartungen ans Netzwerken haben sich erfüllt, ich habe viele Leute wieder oder neu getroffen. Allerdings hätte ich mir – da ich aus einem Startup komme, das schon länger auf dem Markt und etabliert ist – beispielsweise in den Academy Sessions inhaltlich mehr Tiefgang gewünscht.

Wie würdest du die Teilnehmer einordnen?

Meinem Eindruck nach sind viele junge Startups da, aber auch Investoren und Studenten. Ich hatte weniger das Gefühl, dass etablierte Startups die Plattform genutzt haben.

Würdest du wiederkommen, und wem würdest du die Bits&Pretzels empfehlen?

Ich würde wiederkommen, wenn mich die Speaker und präsentierenden Unternehmen wieder ansprechen. In erster Linie empfehle ich das Event aber Leuten, die dabei sind, ein Startup zu gründen, wenn sie in den ersten Jahren sind, sich präsentieren wollen und auf der Suche nach Investoren sind. Dafür ist Bits&Pretzels die richtige Plattform.

Was war dein persönliches Hightlight?

Richard Branson! Er ist eine beeindruckende Persönlichkeit und ein Typ Unternehmer, den es selten auf der Welt gibt. Ich fand es wahnsinnig spannend, von seinem Unternehmergeist und seiner Persönlichkeit eine Ecke mitzukriegen.

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • BIG DATA egovernment-computing: Vereinte Nationen setzen auf Big Data: Das United Nations Environment Programme (UNEP) hat ein Live-Portal gestartet, das als Quelle für aktuelle, integrierte Umwelt-Informationen dient. Als Basis kommt Web-Intelligence-Technologie der Modul University Vienna zum Einsatz.
  • POLITIK carta: Trumps Spiel mit den Medien: Trump führt die Medien am Nasenring durch die Manege der Öffentlichkeit. Das gelingt, weil diesen Selbstreflexion oder gar Selbstkorrektur abgehen und Einschaltquoten das Maß der Dinge sind. Derweil machen sich die Medien zu Komplizen des politischen Populismus.
  • WLAN golem: Qualcomm bringt das Dreifach-WLAN: Im Wettbewerb um immer höhere Geschwindigkeiten bringt auch Qualcomm eine Chip-Plattform, die als Gegenstück zu den Tri-Band-Routern auf Broadcombasis gedacht ist. Gemeint ist damit die Verwendung einer Funkeinheit im alten 2,4-GHz-Band und zwei Funkeinheiten im 5-GHz-Band (low/high). Damit konkurriert Qualcomm mit Broadcom, die auf der vergangenen Computex 2015 ihre Tri-Band-Plattform vorgestellt hatten.
  • DIGITALISIERUNG e-book-news: Printed Electronics: Elektronik auf Papier statt elektronischem Papier? Wie wäre es mit einem Buch aus Papier, das sich auf Fingertipp selbst vorliest? Oder sich per Fingertipp via Bluetooth als E-Book auf das Smartphone beamt? Oder gleich selbst zoombare Schriftgrößen besitzt? „Printed Electronics“ könnten all das zukünftig möglich machen — sie verbinden hochwertiges Industrie-Papier und elektronische Schaltkreise, die mit einem speziellen Verfahren direkt von der Rolle aufgedruckt werden. Neben verschiedenen Sensoren sind schon jetzt Funktionen wie etwa Lautsprecher oder Photovoltaik-Module zur Stromversorgung realisierbar, weitere könnten folgen.
  • START UP welt: „Silicon Valley ist der Ballermann der Tech-Szene“ Viele deutsche Konzernchefs reisen ins Silicon Valley, um von den gefürchteten IT-Riesen zu lernen oder spannende Start-ups zu entdecken. Manchmal stellen sie dabei fest, wie viel sie aufholen müssen.
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Trends des Monats – August

Screenshot New York Times

Die Medien- und Digitalbranche ist ständig in Bewegung. Fast im Tagesrhythmus gibt es neue, innovative Medienprojekte, praktische Gadgets oder neue digitale Geschäftsmodelle. Wir stellen euch dieses Mal Summer of Science, Ze.tt, Twitter Cards und EDGE vor. Außerdem zeigen wir euch, wie Stars Dating-Apps als Marketinginstrument nutzen.

Popstars bei Tinder – Wie Stars Dating-Apps als Marketinginstrument nutzen

Klassische Dating-Apps, wie man sie heutzutage kennt, sollen bei der Suche nach dem richtigen Partner helfen. Grindr, Match oder Tinder sind hierfür besonders bekannt. Seit Neuestem aber benutzen Stars wie beispielsweise Madonna diese Apps nicht zur Partnersuche, sondern um ihre Songs zu Promoten und mit ihren Fans zu interagieren. Besonders gut zu erreichen ist hier die 18- bis 34- jährige Zielgruppe. Auch der Hit „Want to Want Me“ von Jason Derulo wurde bereits bei Tinder veröffentlicht. Lediglich 3.99USD muss der Nutzer hier für ein neues Album bezahlen, statt 7.99 bei iTunes.

Summer of Science

Naturwissenschaftliche Themen können für die Leser oftmals kompliziert, trocken und unverständlich sein. Die New York Times möchte jedoch solche Inhalte mit Summer of Science modern und verständlich vermitteln. Unter modern wird verstanden, dass naturwissenschaftliche Themen nur anhand von kurzen und erklärenden Sätzen beschrieben werden, damit diese in Social Media Kanälen ebenfalls Anklang finden können. So können diese Artikel auch in verständlicher Form einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Im Fokus stehen hier allerdings große Bilder, die den naturwissenschaftlichen Hintergrund genau erklären und die jungen Nutzer dazu verleiten, diese mit anderen zu teilen.

Ze.tt – Die neue Newsplattform für junge Leser

Unter Ze.tt versteht man eine News-Plattform, welches von Die Zeit angeboten wird. Das Ziel ist hierbei, ein jüngeres Publikum zu erreichen und um das zu schaffen, wird hier von sozialen Netzwerken Gebrauch gemacht. Ebenso wird den Nutzern ein Mix aus kuratierten und eigenen Inhalten geboten. Themen wie Kultur, Gesellschaft und Wissen sowie Tagesthemen werden hier von einem eigenständigen Team verfasst. Die Leitung des Teams erfolgt unter Sebastian Horn.

Artikelvorschau – mehr Klicks für Verlage

Um Verlagen auf Twitter mehr Tweets zu ermöglichen, wurden die neuen Twitter-Cards erfunden. Sie bieten Endnutzern mit iOS- oder Androidgeräten eine erweiterte Linkvorschau. Die User haben hier die Möglichkeit einen ersten Eindruck einer Geschichte zu bekommen, in dem sie auf ein großes Teaserbild aufmerksam gemacht werden und die ersten Wörter dieser Geschichte lesen können. Das Ziel von Twitter ist es hiermit mehr Medieninhalte auf der Plattform einzubauen. Anders als früher gibt es auf Twitter nun nicht mehr nur Textinhalte, sondern seit kurzem auch automatisch abspielende Videos und GIF-Dateien. Besonders profitieren Werbetreibende und Journalisten von dieser veränderten Anzeige bei Twitter.

EDGE-Browser – Der neue Windows Standardbrowser

Um verlorene Marktanteile von Firefox und Google Chrome zurückzugewinnen, hat Microsoft zum Start des neuen Betriebssytems Windows 10 den Browser EDGE auf den Markt gebracht. Er ist der Nachfolger des Internet Explorers. Nicht nur dass die Synchronisationsfunktion vereinfacht wurde, auch Websites lassen sich optisch einfrieren, um Notizen einzubauen. Außerdem wird dem Nutzer ermöglicht, PDFs auch ohne eine Extrasoftware bearbeiten zu können.


Screenshot by New York Times


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Das Akku-Dilemma: Wettlauf um die Power-Zukunft

Recharging Danbo Power (adapted) (Image by Takashi Hososhima [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Das leidigste Problem von heutigen Smartphones ist die Akkulaufzeit. IT-Riesen, Forscher und Start-ups sind aber drauf und dran, Batterien deutlich mehr Power zu geben. In einer digitalen Überflussgesellschaft, in der man sich quasi alles (vom Tinder-Date über ein Uber-Taxi bis zum Spotify-Stream) per Smartphone besorgen kann, gibt es eine große Einschränkung: die Akkulaufzeit, ergo Zeit. Je zentraler mobile Computer in unserem Leben werden, desto abhängiger werden wir von Steckdosen. Wer diese harte Nuss knackt, könnte Milliarden machen.

Die Lithium-Ionen-Batterien, die heutige Smartphones antreiben, haben sich seit ihrer Markteinführung 1991 (Sony brachte damals die Hi8-Videokamera “CCD TR 1“ auf dem Markt) kaum verändert, während Prozessoren, Speicher, Displays oder Kameralinsen immer kleiner, schneller, besser und günstiger wurden. Auf Flughäfen, in Cafés, in Bibliotheken – überall versuchen Menschen heute, ihre Taschen-Computer aufzuladen und mit neuer Energie zu befüllen. So genannte Phablets (also übergroße Smartphones wie das iPhone 6 Plus) haben auch deshalb den Markt erobert, weil ihre größere Bauweise mehr Platz für den Akku bietet, doch noch ist die Hightech-Branche der “Always on“-Generation richtige Innovationen schuldig.

Stattdessen werden Konsumenten Smartphone-Hüllen mit Extra-Batterie oder kleine Powerpacks für unterwegs verkauft, und Apple und Google haben in die neuesten Versionen ihrer mobilen Betriebssysteme (iOS 9 bzw. Android) Funktionen zum Stromsparen integriert. “Android M“ etwa soll um 100 Prozent effizienter als sein Vorgänger “Lollipop“ laufen und dank Doze-Feature schneller in den Standby-Modus wechseln können, iPhones sollen ab Herbst dank Software-Update eine Stunde länger laufen können als bisher. Echte Problemlöser sind das aber alles nicht – weiterhin wird man nicht umhin können, sein Smartphone jede Nacht an die Steckdose zu hängen.

Der Apple-Rivale Samsung will jetzt einen Durchbruch in der Akkuforschung geschafft haben: Indem Silizium-Nanopartikel mit Graphen beschichtet werden, soll die Batterielaufzeit um 1,5 bis 1,8 Mal verlängert werden können – ein Smartphone könnte dann statt einem, zwei Tage lang ohne Aufladen laufen. Marktreif soll die Technologie aber erst in zwei bis drei Jahren sein, erst dann können sich Konsumenten auf entsprechende Geräte freuen.

Samsung ist natürlich nicht die einzige Firma, die weiß, wie wichtig das Thema ist – wer es schafft, mobile Geräte länger “leben“ zu lassen, der wird sich bei immer ähnlicher werdenden Smartphones deutlich von der Konkurrenz unterscheiden können. An der Universität Stanford wird derzeit an einer Aluminium-Ionen-Batterie getüftelt, die sich sehr schnell laden lassen kann, eine lange Lebensdauer hat und außerdem sehr günstig ist. “We have developed a rechargeable aluminum battery that may replace existing storage devices, such as alkaline batteries, which are bad for the environment, and lithium-ion batteries, which occasionally burst into flames“, so Standford-Professor Hongjie Dai. Zudem ist der Akku biegsam und könnte so in flexiblen Geräten oder gar in smarten Kleidungsstücken untergebracht werden. Am Ziel ist man aber auch hier nicht – noch liefert die Aluminium-Ionen-Batterie nicht so viel Spannung wie die derzeit gängige Lithium-Ionen-Batterie.

Das Rennen um die beste Batterie ist ein globales geworden: Das israelische Start-up StoreDot kann mit seiner Technologie ein Smartphone in 30 Sekunden aufladen und will Ende 2016 auf den Markt gehen, angeblich haben Samsung und der russische Oligarch Abramowitsch investiert. Geplant ist außerdem ein Elektroauto, das sich in drei Minuten laden lässt, was die Vorbehalte gegen das noch langsame Laden von E-Autos entkräften könnte. Weiters hat Dyson etwa 15. Mio. US-Dollar in die Jungfirma Sakti3 (ein Spin-off der Universität Michigan) investiert, deren Lithium-Ionen-Batterie doppelt so viel Energie wie ein herkömmlicher Akku speichern kann, und das US-Unternehmen Solid Energy verspricht doppelte Speicherkapazität bei gleich großen Akkus. Aus Japan kommt die wohl außegewöhnlichste Idee: Die Firma Fuji Pigment will einen Aluminium-Luft-Akku entwickelt haben, den man einfach auflädt, in dem man normales oder Salzwasser einfüllt. Mögliches Einsatzgebiet: Elektroautos.


Image (adapted) “Recharging Danbo Power“ by Takashi Hososhima (CC BY-SA 2.0)


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Werden E-Mails durch eine Persönlichkeitsanalyse besser?

Privacy (adapted) (Image by Rob Pongsajapan [CC BY 2.0] via Flickr)

Das Startup Crystal behauptet, es kann einem helfen bessere E-Mails zu schreiben, indem aus offenen Daten die Empfänger-Persönlichkeit analysiert wird. E-Mail wird als Kommunikationsmedium immer wieder totgesagt, oder zumindest einige Probleme attestiert. Alle möglichen Unternehmen haben dies erkannt und wollen dies ändern. Das Startup Crystal gehört auch dazu – ihr Ansatz? E-Mails werden besser, wenn man die Persönlichkeit des Empfängers kennt. Daher werden die offen verfügbaren Informationen aus Social Networks und Blogs über eine Person zusammengetragen, um so mit gezielten Formulierungsvorschlägen E-Mails optimal auf den jeweiligen Empfänger zuschneiden zu können. Doch wann ist persönlich zu persönlich?

Ich weiß was, was du nicht weißt

Es ist nicht immer ganz einfach, in einer E-Mail den passenden Ton zu treffen, besonders wenn man sein Gegenüber nicht persönlich kennt – und selbst dann kann man bei der Wortwahl oder Formulierung gerne mal daneben liegen. Crystal, ein Startup, dessen Service im März als offene Beta gelauncht wurde, will den Nutzern nun unter die Arme greifen, indem es ihnen die schlechteste und beste Möglichkeit der Konversation aufzeigt. Dafür bedient sich Crystal einer Strategie, die bereits im Marketing Gang und Gebe ist, um uns mit gezielten Werbeanzeigen zu versorgen. Das Startup sammelt zunächst allerhand Daten über den Empfänger – angefangen bei LinkedIn, über Twitter, Yelp bis hin zu Blogs und weiteren, frei im Netz verfügbaren Informationen – um daraus ein Persönlichkeitsprofil zu erstellen. Je mehr Daten Crystal vorliegen, desto größer ist das Selbstvertrauen in das erstellte Profil. Die Empfänger werden dann in eines von 54 Persönlichkeitsprofilen eingeordnet und dem Nutzer als generelle Informationen, sowie gezielte Tipps für die persönliche oder schriftliche Konversation präsentiert.

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Mein erster Eindruck bei einem Selbsttest war, dass die Profile sehr vage sind und recht allgemeine Charakterzüge nennen. Das führt zu einer Trefferquote, die gefühlt auf Augenhöhe mit Sternzeichen-basierten Charakterbeschreibungen liegt, mit Eigenschaften, die auf sehr viele Menschen zutreffen. Jennifer Goldbeck, Professorin an der University of Maryland, die erforscht, wie man Persönlichkeitsmerkmale und Beziehungen aus Social Media ableiten kann, sagt gegenüber MIT Technology Review allerdings, dass Technologien wie von Crystal, die Schlussfolgerungen über die Persönlichkeit anstellen, zu 75 Prozent richtig liegen. Aber auch die gegebenen Kommunikations-Tipps von Crystal scheinen mir teilweise eher fragwürdig – so wird mir zum Beispiel empfohlen, ich solle in einer E-Mail an Angela Merkel ein Emoticon verwenden ;-). Fände ich persönlich im Schriftwechsel mit der Kanzlerin eher unangebracht, aber vielleicht weiß Crystal, mit immerhin 94 Prozent Vertrauen in die eigene Persönlichkeitseinschätzung, ja auch mehr über die Bundeskanzlerin als ich? Mit Sicherheit sogar, aber genau das ist auch der Punkt, an dem mir Crystal etwas zu viel wird. Was bei Facebook, Google und den tausenden andere Marketing-Unternehmen bereits nervt und ein ungutes Gefühl in der Magengegend erzeugt, wird bei Crystal dann geradezu unheimlich und verstörend.

Persönlich oder unheimlich?

Nach Angabe von Crystal kann der Dienst für alle Bereiche von Marketing über Rekrutierung bis zu Online-Dating hilfreich sein. Zugegeben, wenn ich eine E-Mail von einem Headhunter bekomme, die auf mich maßgeschneidert ist, könnte ich mir noch vorstellen, mich zu freuen. Beim Dating sieht das aber schon anders aus, denn schließlich erzeugt gerade in diesem Bereich das Unbekannte ja einen großen Reiz. Einen E-Mail-Wechsel mit einem Gegenüber, das ganz genau weiß, was und wie es schreiben muss um einen rumzubekommen, geht an dem eigentlichen Ziel des gegenseitigen Kennenlernens doch ziemlich vorbei und erinnert im schlimmsten Fall eher unheimlichen Stalkern, die bereits genauestens über einen Bescheid wissen. Außerdem stellt sich die Frage, wie persönlich eine E-Mail denn eigentlich noch ist, wenn der Sender den Text auf die Persönlichkeit des Empfängers zuschneidet.

Ein nicht minder furchteinflößendes Szenario ist aber das Marketing. Hier werden bereits massenhaft Daten über die eigene Person gesammelt, aus denen sich recht genaue Persönlichkeitsprofile erstellen lassen. Damit lassen sich dann sehr zielgenaue Werbeanzeigen schalten. Wenn man nun allerdings diese Herangehensweise mit der dunklen Seite der E-Mail paart, erhält man eine Art super Spam. Betrüger könnten auf diese Weise Phishing-E-Mails verfassen, auf die noch viel mehr Leute hereinfallen, als es ohnehin schon der Fall ist. Natürlich kann ein Dienst wie Crystal durchaus auch hilfreich sein, doch in meinen Augen überwiegt in diesem Fall das Gruselige, da die Sache im Gegensatz zu Werbeanzeigen dann doch etwas zu persönlich wird. Allerdings wird das wohl kaum etwas daran ändern, dass sich derartige Dienste weiter verbreiten und noch mehr Anbieter auf die Idee kommen, offene Personendaten zusammenzutragen und für das eigene Angebot zu nutzen. Dafür sind bereits zu viele Daten über uns im Umlauf (und es werden immer mehr), und die daraus entstehenden Möglichkeiten werden für Unternehmen einfach immer verlockender.


Image (adapted) „Privacy“ by Rob Pongsajapan (CC BY 2.0)

Screenshot by Daniel Kuhn


 

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Trends des Monats Mai

Free Your Data (Bild: Protonet)

Gemeinsam mit der Standortinitiative der Hamburger Medien- und Digitalwirtschaft, nextMedia.Hamburg, stellen wir euch ausgewählte Trends des Monats vor. // von Alexandra von Heyl

Free Your Data (Bild: Protonet)

Die Medien- und Digitalbranche ist ständig in Bewegung. Fast im Tagesrhythmus gibt es neue, innovative Medienprojekte, praktische Gadgets oder neue digitale Geschäftsmodelle. Wir stellen euch dieses Mal das Projekt Free Your Data und Do Not Track und die Asteroid Data Hunter, Curator und Flyp Apps vor.

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5 Lesetipps für den 5. November

In unseren Lesetipps geht es heute um Musikstreaming, den Online-Musikdienst Soundcloud, die Überwachung von US-Firmen, Smart Home und Startups auf dem Web Summit. Ergänzungen erwünscht.

  • MUSIKSTREAMING t3n: The Day the Music Died: Taylor Swift löst das Ende der Streaming-Dienste aus: Spotify und andere Streaming-Dienste wachsen immer mehr. Streaming ist die Zukunft, so behauptet es zumindest die Branche, zeigen die Nutzerzahlen und weißen etliche Statistiken auf. Viele Musiker allerdings sind da anderer Meinung: Streaming sei unrentabel. Ist das Geschäftsmodell eigentlich noch tragbar? Ein Kommentar von Jochen G. Fuchs.

  • SOUNDCLOUD heise online: Online-Musikdienst Soundcloud schließt Lizenzdeal mit Warner Music: Die Musikplattform Soundcloud gehört zu den international bekanntesten Startups aus Berlin. Die Firma ließ sich bisher Zeit mit dem Geldverdienen. Ein Deal mit der Musikkonzern Warner Music könnte die Suche nach einem Geschäftsmodell beschleunigen.

  • ÜBERWACHUNG ZEIT ONLINE: Überwachung: Die „gute Geschichte“ der GCHQ: Der neue Direktor des britischen Geheimdienstes GCHQ (Government Communications Headquarters) heißt Robert Hannigan und ist erst seit wenigen Tagen im Amt. Aber er gibt sich bereits alle Mühe, sich unbeliebt zu machen. Dieser fordert nämlich leichteren Zugriff auf Nutzerdaten von US-Firmen.

  • SMART HOME Wirtschaftswoche: Sicherheitsrisiko Smart Home: Die Hacker kommen durch den Kühlschrank: Smart Home erfreut sich einer über größer werdenden Beliebtheit. Bequem lässt sich die Heizung schon auf dem Heimweg einschalten oder die Temperatur des Kühlschranks regeln. Allerdings weisen internetfähige Häuser enorme Sicherheitslücken auf. So lässt sich zum Beispiel das Licht von einer fremden Person steuern, die dutzende Kilometer entfernt sitzt. Ein Einfallstor für Hacker und Angriff auf die Privatsphäre.

  • STARTUPS t3n: Von Holvi bis Smokio: 5 coole Startups vom Web Summit 2014: Zurzeit findet der Web Summit in Dublin statt. Geboten wird eine Bühne für 2.000 Startups. Viele Geschäftsideen kommen aus den Bereichen Enterprise, Fintech, E-Commerce, Marketing, Hardware oder Lifestyle. Den Ideen sind also keine Grenzen gesetzt. T3n hat sich umgesehen und stellt fünf interessante Startups vor.

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5 Lesetipps für den 12. September

In unseren Lesetipps geht es heute um Startups in Deutschland, den neuen EU-Kommissar für Digitalwirtschaft, Low-Tech-Eltern, Polizei-Software und eine Studie über die Digitalisierung im Mittelstand. Ergänzungen erwünscht.

  • STARTUPS Gründerszene: So tickt Startup-Deutschland 2014: Der Bundesverband Deutsche Startups hat eine Studie veröffentlicht, in der insgesamt 903 deutsche Jungunternehmen zu Themen wie der Finanzierung, der Branche, Mitarbeiterbeteiligungen und Fragen, wie das deutsche Durchschnitts-Startup aussieht und wer eigentlich gründet, befragt wurden. Die Ergebnisse liefern interessante Schlüsse über die deutsche Startup-Szene.

  • POLITIK Euractiv: Oettinger-Personalie: „Die Gewinner sind Google, Amazon & Co“: Am Mittwoch wurde bekannt, dass CDU-Politiker Günther Oettinger EU-Kommissar für Digitalwirtschaft werden soll. Im Internet sorgt der Beschluss jedoch für Spott und Häme. In diesem Interview kritisiert der Europaabgeordnete Jan Philipp Albrecht die Entscheidung und erklärt, warum er Oettinger für keine gute Wahl dieser Position hält.

  • ELTERN: NY Times: Steve Jobs Was a Low-Tech Parent: Viele Kinder wachsen heutzutage mit der Technik auf, besitzen schon früh eigene Smartphones, Tablets und verbringen so mehr Zeit vor den technischen Geräten als es vielen Eltern recht ist. Gerade bei Eltern, die im Technologie-Sektor arbeiten, wie zum Beispiel Steve Jobs, dürfte man meinen, dass diese die Nutzung von technischen Geräten nicht so strikt sehen. Doch genau das Gegenteil ist der Fall.

  • POLIZEI-SOFTWARE: Süddeutsche: Polizei-Software soll die Zukunft voraussagen: Heute wissen, wo morgen eine Straftat begangen oder wer wahrscheinlich zum Mörder wird. Das macht Software wie zum Beispiel „Precop“ möglich, die vorhersagt, wo als nächstes eingebrochen wird. Die Polizei-Software ist somit schon heute ein wichtiger Bestandteil in der Polizeiarbeit, auch wenn es immer mehr Datenschutzbedenken gibt.

  • DIGITALISIERUNG: FAZ: Dem deutschen Mittelstand ist die Digitalisierung egal: Mit der digitalen Agenda soll der Netzausbau vorangetrieben werden. Doch dies scheint dem deutschen Mittelstand relativ egal zu sein. So zeigen die Ergebnisse einer Studie des Marktforschungsinstitutes GfK, dass bei der Digitalisierung im Mittelsstand die Ängste gegenüber den Chancen überwiegen.

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