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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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BMW golem: BMW will nächstes Jahr 100.000 E-Autos verkaufen: 2017 sollen 100.000 elektrisch angetriebene BMW verkauft werden. Dies sagte Harald Krüger, Konzernchef des Automobilherstellers, der Süddeutschen Zeitung. Damit sind allerdings sowohl reine Elektroautos wie der BMW i3 als auch Hybridfahrzeuge wie der i8 gemeint, die einen Verbrennungsmotor und einen Elektroantrieb [...]
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Occupy Industry?

Es war ein symbolischer Akt. Am Wochenende hatten einige Aktivisten, die sich dem Occupy-Gedanken nahe fühlen, vor dem Apple Flagship Store am Hamburger Jungfernstieg protestiert. Denn Apple lässt seine heiß begehrten Produkte in China unter teilweise abenteuerlichen und lebensgefährlichen Bedingungen produzieren. Das ist nicht neu. Auch andere IT-Firmen lassen ihre Tablets, Notebooks und Smartphones bei denselben Produzenten herstellen. Auch bei diesen Produktionslinien kann nicht davon ausgegangen werden, dass sie besonders umsichtig vonstatten gehen, von umweltschonenden Verfahren ganz zu schweigen. Denkt man das Thema noch weiter, dann erscheinen ausgemergelte Kinder in afrikanischen Minen vor dem geistigen Auge der Mediengesellschaft, die im Schlamm nach Seltenen Erden suchen. Dasselbe kennen wir auch von den tödlichen Chemie-Cocktails in denen Inder jahrelang stehen, um unsere billige Kleidung bzw. die Stoffe dafür zu färben.

Es wäre sinnvoll, wenn man sich nicht alle zwei Jahre neue Laptops und jährlich ein neues Smartphone kaufen würde solange nicht sinnvolles Recycling und umsichtige Produktionsmethoden gang und gäbe wären. Aber nicht nur die pickeligen Nerds und Geeks haben zahlose Menschenleben in Asien und Afrika auf dem Gewissen. Auch die adretten Mädchen, die bei ZARA und H&M noch ein paar billige Teile ergattern müssten bei Licht besehen nur ein oder zweimal Nachdenken, was sie anrichten…

Proteste sind cool. Cooler ist jedoch das eigene verantwortungsvolle Handeln im Alltag.

Occupy Society.

Und das sagt John Stewart (Daily Show) dazu (via): Weiterlesen »

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Occupy Society

Die Massenmedien sind erstaunt. Es gibt Individuen. Mitten unter uns. Manche machen sogar von ihrem Recht Gebrauch, öffentlich ihren Unmut zu äußern. In den Ländern mit einer lebendigen sozialen Kultur kommt es zu koordinierten und gemeinsamen Aktionen. In New York, wo der Gebrauch der Mikrofone untersagt wurde, wiederholen alle Zuhörer die Sätze der selbst ernannten Redner als „human microphone“. In einigen europäischen Ländern, die eine aktive Demonstrationskultur kennen, gibt es richtige Aufmärsche. Da es weder um Tierversuche noch um Atomkraft geht, sind die Demonstrationszüge in Deutschland noch etwas verhalten. Auffällig ist jedoch, dass jeder sein eigenes Süppchen kocht. Darauf haben sich viele Jahrzehnte lang viele Politiker verlassen können. Denn es werden viele Haltungen mit einer einzigen Handlung verknüpft: Dem Marschieren vor und um Institutionen. Noch immer glauben, viel Bürger, dass dort die Macht herrscht. Die Vertreter dieser scheinbar einflussreichen Körperschaften zucken jedoch schon länger mit den Schultern. Genauso wie die Medien.

Das Zeitalter der Verschwörungstheorien ist vorbei. Es ist offenbar geworden, dass Politiker nichts anderes tun, als alle paar Jahre genau das in die Medien abzusondern, was die Umfragen besonders honorieren. Dann jedoch nehmen sie die Beine in die Hand und schauen, wer den größten Einfluß verspricht. Das ist der Sektor banking & finance, also Banken und Versicherungen und zusätzlich einige große DAX-Unternehmen. Neu ist diese Erkenntnis nicht. Neu ist die Tatsache, dass offenbar wird, dass es keiner Parteien mehr Bedarf, um zwischen der Macht in den DAX-Firmen und dem Souverän zu verhandeln. Neu ist auch, dass es noch keinen modus operandi dafür gibt. Der Motor der Demokratie stottert, aber er läuft noch, nur die Reifen (Parteien) haben kein Profil mehr. Angesichts des Morasts, den die letzten Dekaden der Alleinherrschaft der Eliten um uns aufgehäuft haben, brauchen wir tiefe Rillen in den Profilen. Die überall monstranzartig beschworene Partizipation (gerne auch im Kontext mit dem Internet) hat dabei mindestens einen Haken: ihre Legitimation.

Was sollte eine Familie, die gemeinsam über 12 Milliarden Euro an flüssigen Mitteln und diversen Firmenanteilen verfügt, dazu veranlassen, auf eine Kakophonie von 40 Millionen Stimmen zu hören. Oft genug haben sie intern ausreichend Disharmonie. Das Problem ist nicht die Finanzkrise, das Problem ist auch nicht der Protest. Das Problem ist die Führungsschwäche der politischen Kaste.

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