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Instagram Music: Teile deine Lieblingsmusik über die Insta-Story

Hans Vivek - unsplash com

Vor ein paar Jahren noch völlig unbekannt, heute ein essentieller Teil im Leben der heutigen Generation: Instagram und seine Storys.

Ist man beispielsweise am See, möchte man dies am liebsten mit seinen Freunden teilen. Dafür nimmt man einfach das Smartphone zur Hand und teilt die Aussicht über die beliebte Instagram-Story. Hier kann der Standort hinzugefügt werden und seit ein paar Monaten unter anderem auch ein Gif. Doch immer öfter machen User Screenshots von ihrer Lieblingsmusik und veröffentlichen diese auf der Plattform.

Instagram kommt jetzt seiner Community entgegen und ermöglicht es Lieder als Hintergrund in einer Story hochzuladen. Dafür wurde eine Instagram-Musikbibliothek erstellt, in der täglich neue Tracks erscheinen. Zur Auswahl stehen drei Kanäle: Beliebt, Stimmung und Genres. Alternativ kann man auch über die Suchleiste ein bestimmtes Lied aufrufen.

Instagram Songliste – Screenshot by Nina Brzeska

Diese Funktion kann man für Bilder und Videos nutzen, auch die Länge des Abschnittes ist zwischen fünf und 15 Sekunden frei wählbar.

Ist erst einmal eine bestimmte Szene mit der passenden musikalischen Unterlage im Kopf, so kann man direkt die Option „Musik“ wählen, den gewünschten Song anklicken und mit dem Aufnehmen loslegen.

Aber keine Sorge: wer es vergisst ein Lied für seine Story im Voraus auszuwählen, der kann es auch nachträglich machen, indem man hochwischt und den Button „Musik“ antippt.

Natürlich nicht ohne Bildschirm-Sticker

Sobald ein Track feststeht, erscheint auf dem Bildschirm ein Sticker mit dem Künstler und dem Titel. Genauso wie bei Gifs und Standorten kann man die Größe und den Platz des Aufklebers beliebig anpassen. Egal welchen Abschnitt man nehmen möchte, es ist von Anfang bis Ende des Songs alles möglich.

Instagram Bildschirm Sticker – Screenshot by Nina Brzeska

So macht Musik die Story noch unterhaltsamer als bisher. Es ist ganz unkompliziert umgesetzt, sodass auch die Instagram-Anfänger schnell ihren Weg finden sollten.

Die Funktion steht noch am Anfang ihrer Geschichte, deshalb lässt die Musikauswahl bisher noch Luft nach oben. Bisher können sich auch nur die iOS Nutzer über die neue Variante freuen, die Android-User müssen sich noch ein bisschen gedulden.

Die Musik-Option zeigt jetzt schon Hit-Potential, also sollte man keine Zeit verschwenden und schon heute die ersten Storys mit seinen Lieblingsliedern erstellen.


Hans Vivek / unsplash.com

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Wie Telekom mit der StreamOn-Funktion die Netzneutralität gefährdet

Telekom-StreamOn-Teaser-AP

Mobilfunkverträge mit inklusivem Datenvolumen sind hierzulande ja ein leidiges Thema. Während Anbieter in Nachbarstaaten wie Finnland mit Dutzenden Gigabytes um sich werfen, erhält der Otto Normalverbraucher in Deutschland nur ein mickriges Inklusiv-Volumen. Bei Verwendung von Streamingplattformen wie Spotify oder YouTube ist das schnell aufgebraucht. Abhilfe soll beim größten deutschen Mobilfunkanbieter Telekom die neue Option „StreamOn“ schaffen. Doch was gut gemeint ist, könnte den Streaming-Wettbewerb womöglich spürbar verzerren.

StreamOn: Streamingdienste vom Inklusivvolumen ausgenommen

Streaming ist der Trend der letzten Jahre. Songs und Videos müssen nicht mehr auf dem kostenbaren Speicher des mobilen Endgeräts gespeichert, sondern können unterwegs „on-the-fly“ von den Webservern abgerufen werden. Gerade das kostet allerdings eine Menge Bandbreite, die bei den meisten Verträgen rar ist. Der Netzanbieter Telekom hat diese Entwicklung erkannt und bietet ab 19. April eine neue Option mit dem Namen StreamOn an.

Dabei ist der Name Programm: Der Nutzer kann Musik hören und Videos schauen, ohne dass das im Tarif enthaltene Highspeed-Datenvolumen belastet wird. Die Telekom selbst gibt sich selbstbewusst und Unternehmenssprecher Niek Jan van Damme tönt: „Mit StreamOn werden wir den deutschen Mobilfunkmarkt revolutionieren. Das neue Angebot ist ein weiterer Schritt auf dem Weg, unseren Mobilfunkkunden auch unterwegs eine uneingeschränkte Nutzung von Audio- und Videoinhalten im besten Mobilfunknetz zu bieten.

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Spotify ist zum Marktstart von StreamOn noch nicht enthalten. (Image by Jonas Haller)

Doch uneingeschränkt gilt nicht ganz: Für die Aufnahme in die Liste der ausgewählten Dienste müssen die Anbieter Telekom-Partner sein oder werden. Zum Start werden im Audiosegment lediglich Apple Music, Amazon Music Unlimited, JUKE, Napster sowie radioplayer.de unterstützt. Verhandlungen mit Spotify laufen nach Unternehmensangaben, eine Einigung wurde aber noch nicht erzielt. Soundcloud oder Google Play Music wurden gar nicht angefragt. Auch im Videobereich sind zwar die Big Player wie YouTube, Netflix, Amazon Prime Video, Sky Go oder das ZDF an Bord, allerdings fehlen Dienste wie Google Play Filme, Vimeo oder die ARD. Letzteres Angebot steht lediglich über den Telekom-eigenen Service EntertainTV live zur Verfügung.

Selektierung von Seiten der Telekom

Das Dilemma der kostenlos hinzubuchbaren Option ist die Willkürlichkeit des größten deutschen Netzbetreibers. Schlussendlich entscheidet er, welche Streaming-Dienste es wert sind, für StreamOn freigeschalten zu werden. Zwar verspricht Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden Telekom Deutschland GmbH, dass keine Einschränkungen vorliegen und jeder Anbieter von legalen Audio- und Video-Inhalten Partner werden kann, allerdings müssen die Streaming-Unternehmen erst auf die Telekom zugehen. Und das ist die falsche Vorgehensweise. Der Mobilfunkanbieter bevorteilt einmal mehr die großen Content-Lieferanten und beschneidet etwaige Mitbewerber in ihrer Konkurrenzfähigkeit.

Fazit: Entweder alle oder keine

Auf dem ersten Blick ist StreamOn eine echte Revolution für den Mobilfunkmarkt. Gerade große Datenmengen bleiben von der Anrechnung an das Datenvolumen verschont. Der zweite Blick offenbart allerdings vielmehr einen Rückschritt – vor allem in Sachen Netzneutralität. Kooperierende Streaming-Anbieter werden durch die Funktion in ihrer Wettbewerbsfähigkeit bevorteilt. Der Mobilfunkbetreiber sollte nicht die Schlüsselrolle spielen, warum ein Kunde genau diesen Streaming-Dienst nutzt. An die Telekom gilt deswegen der Appell: entweder alle oder keine. Entweder, man spendiert den Kunden echte Flatrates oder bleibt weiterhin im alten System der engen Datenvolumina.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


Image by Telekom


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • TWITTER nytimes: Twitter Invests $70 Million in SoundCloud Music Service: Am Dienstag bestätigte der Konzern Twitter eine Investition von 70 Millionen Dollar in den Musikdienst SoundCloud. Seit der Gründung 2008 ist SoundCloud schnell favorisierte Musikplattform von Nutzer und auch einigen Künstlern geworden. Der Dienst wurde bekannt dafür nicht nur Konsumenten, sondern auch den Machern der Musik einen fairen Deal zu bieten. Allerdings machte SoundCloud in den letzten Jahren zu wenig Gewinn und ihr Schuldenberg wuchs. Die Investition von Twitter bietet beiden Konzernen die Chance seine Nutzerzahlen zu erhöhen.
  • APPLE thenextweb: Apple says all apps must use its ATS security protocol by end of 2016: Wer seine App ab Ende 2016 im App-Store anbieten möchte, der muss bei iOS-Geräten ein bestimmtes Sicherheitssystem integrieren. Das gab Apple auf seiner WWDC bekannt. Der Name des Systems lautet „App Transport Security“ und soll den Umgang mit Apps sicherer machen, die viel mit Servern kommunizieren. Vor allem der Schutz von persönlichen Daten der Nutzer stehe bei App Transport Security im Vordergrund.
  • Hacker sueddeutsche: Russische Hackergruppen brechen in Netzwerk von US-Demokraten ein: Gleich zwei russische Hackergruppen schafften es, sich Zugang zu dem Netzwerk der US-Demokraten zu ermöglichen. Laut Washington Post seien diese Angriffe unabhängig voneinander geschehen. Da keine Finanz-, Spender- oder personenbezogene Daten geklaut wurden, gehen die Demokraten von Spionage aus. Eine der beiden Hackergruppen soll sich auf Recherchedaten über Donald Trump fixiert haben. Diese Gruppe soll auch für den Cyberangriff auf den Bundestag verantwortlich sein, hinter dem der Verfassungsschutz eine vom russischen Staat gesteuerte Kampagne vermutet.
  • STARTUPS gruenderszene: Die Apple-Konferenz adelt fünf deutschsprachige Gründer: Auf der Apple Konferenz WWDC haben es mehrere deutschsprachige Startups geschafft, vor dem riesigen Publikum erwähnt zu werden. Erwähnt wurde unter anderem das Berliner Startup „Onefootball“. In den letzten Jahren entwickelte sich die App zur erfolgreichsten Fußball-App der Welt. Aktuell bietet Onefootball 12 Sprachen an. Gründer Lucas von Cranach twitterte begeistert von der Konferenz und kündigte eine neue Version an.
  • SICHERHEITfaz: Videoauge, sei wachsam: Mit der Europameisterschaft in Frankreich sind Sicherheitsbehörden gezwungen, die beste Technik zu nutzen, um die Menschen vor Katastrophen zu schützen. In französischen Stadien sollen bis zu 200 Sicherheitskameras eingebaut sein, die alle einen kompletten 360-Grad-Blick haben. Also keine einzige Kamera mit einem toten Bereich. Jeder Winkel wird von einem 20 köpfigen Team hinter den Bildschirmen überwacht und ein System analysiert Bilder und verfolgt Verdächtige Personen selbstständig. Doch reicht das aus? Die Ausschreitungen von Hooligans werfen Fragen auf.
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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • UBER techcrunch: Uber takes its most significant investment yet at $3.5 billion from Saudi Arabia: Das Ridesharing-Unternehmen „Uber“ regiert unangefochten den amerikanischen Markt. Schon länger steht der Plan international zu expandieren. Während man es in einigen Ländern Schwierigkeiten gibt, steht Uber nun im Mittleren Osten kurz davor einen weiteren Markt unter seine Kontrolle zu bringen. Gestern gab das Unternehmen bekannt, dass eine Investition von 3,5 Milliarden Dollar angenommen wurde. Das Geld kommt aus dem Public Investment Fund (PIF) Saudi Arabiens. Das Land möchte sich mehr von der Abhängigkeit des Ölverkaufs lösen und in Unterhaltung und Tourismus investieren.
  • KÜNSTLICHE INTELLIGENZ mashable: Bill Gates: AI is the holy grail: Die Code Conference 2016 hatte gestern Tech-Prominenz zu Besuch. Der ehemalige CEO von Microsoft, Bill Gates, gab sich die Ehre. Gates war vor allem in einem Thema sehr enthusiastisch – Künstliche Intelligenz. „Wir haben in den letzten fünf Jahren mehr Fortschritt gehabt, als jemals zuvor in der menschlichen Geschichte“, so Gates. Er sei davon überzeugt, dass in knapp zwanzig Jahren Roboter mehr physische Arbeiten ausführen werden, als Menschen.
  • SNAPCHAT digiday: Game, set, match: Wimbledon inks a three-year deal with Snapchat: Soziale Netzwerke setzen mehr auf Sport Events. Nachdem Twitter eine Partnerschaft mit der NFL bekannt gab, steigt nun auch Snapchat tiefer in die Materie ein. Am 27. Juni beginnt das prestigeträchtigste Tennis-Turnier der Welt. Wimbledon öffnet erneut seine Tore und möchte seinem traditionellen und etwas spießigem Image einen digitalen Touch verabreichen. Eine dreijährige Partnerschaft mit Snapchat wurde bekannt gegeben.
  • STARTUP gruenderszene: Number26 kündigt hunderte Konten: Das Berliner Fintech Startup „Number26“ zieht den Groll vieler Kunden auf sich. Ohne Grund wurde hunderten Konten der Banking App einfach gekündigt. Die Kündigungen sind rechtlich unantastbar. Das Image des Unternehmens allerdings nicht. „Mit der Kündigungswelle stößt Number26 die betroffenen Kunden vor den Kopf und man kann sich schon fragen, ob das bei einer internetaffinen Kundschaft eine gute Idee ist. Wenn die Erfahrung dann nicht besser, sondern sogar schlechter ist, weil man als Kunde plötzlich im Regen steht, produziert das Unsicherheit und Skepsis“, so Dirk Eilinghoff vom Verbauchermagazin Finanztip.
  • SPOTIFY thenextweb: Spotify has a plan to make money, but it’s still no match for Apple and Google: Der Musik Streaming Dienst „Spotify“ wird von vielen Nutzern geliebt. Bei gemütlichen Abenden läuft die Lieblingsliste auf Spotify im Hintergrund, auch beim Fertigmachen für eine Clubnacht ist bei einigen Spotify die Wahl. Doch das Unternehmen hat schwer zu kämpfen. Bei 30 Millionen zahlenden Kunden, muss es rund 40 Millionen kostenlose Nutzer kompensieren. Jetzt soll ein neuer Plan her.
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Spotify hat keine negativen Auswirkungen auf die Musikindustrie

dj (Image by Designatic [CC0 Public Domain] via pixabay)

Spotify ist die Rettung der Musikindustrie! Spotify ist schlecht für die Künstler! Wie eine Studie nun zeigt, hat Spotify weder positive noch negative Auswirkungen auf die Musikindustrie. Die Diskussion um Musik-Streaming-Anbieter wurde in letzter Zeit sehr verbissen geführt. Verschiedene Parteien vertreten verschiedene Standpunkte und die teilweise mit großer Vehemenz. Nun wurde eine Studie veröffentlicht, die all diese Standpunkte relativiert, denn Spotify und Co. haben zwar positive wie negative Auswirkungen auf verschiedene Bereiche des Musik-Business, insgesamt neutralisieren diese sich allerdings, so dass eigentlich niemand sich beschweren dürfte. Dass sich dennoch viele Beteiligte beschweren, liegt allerdings nicht am Konzept Musik-Streaming generell, sondern an ganz anderen Punkten.


Warum ist das wichtig? Musik-Streaming wird von den Künstlern immer für die geringen Umsätze verantwortlich gemacht, obwohl dies gar nicht unbedingt so stimmt.

  • Eine Studie der EU Kommission hat digitale Musikverkäufe, illegale Downloads und Spotify Streaming-Daten mit einander vergleichen.

  • Das Ergebnis: Spotify lässt zwar legale, aber auch illegale Downloadzahlen zurückgehen und gleicht dabei sogar die Einnahmeverluste aus.

  • Für die geringen Einnahmen der Künstler sind daher nicht Spotify, sondern die Plattenfirmen verantwortlich.


Streaming ist schlecht für die Musikindustrie?

Nachdem Spotify an den Start gegangen ist, haben es sich die Major Labels unheimlich schwer getan, das neue Konzept des Musik-Streamings gut zu finden, bei dem Nutzer immer und überall Zugriff auf alle Musik haben. Nachdem der Boom von mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets dafür gesorgt hat, dass die Nutzerzahlen in den letzten Jahren nahezu explodiert sind, hat sich die Haltung der Musikindustrie zumindest einigermaßen entspannt, wenngleich Spotify und Co immer noch eher skeptisch beäugt werden. Einer der Hauptgründe ist, dass die Musikindustrie das Geschäftsmodell der Anbieter nicht genügend Umsatz generiert. Dafür wird immer wieder vor allem das kostenlose Angebot von Spotify, das sich durch Werbung finanziert, verantwortlich gemacht. Die beiden Forscher Luis Aguiar vom Institute for Prospective Technological Studies in Sevilla, Spanien und Joel Waldfogel von der University of Minnesota sind der Sache mit einer Studie für das Joint Research Center der EU Kommission einmal auf den Grund gegangen, in der sie die wöchentlichen Verkäufe digitaler Musik, sowie die Piraterie per Bit Torrent für 8.000 Künstler zwischen 2012 und 2013 ausgewertet und diese dann den Daten von Spotify gegenübergestellt haben.

Die Studie hat dabei einige interessante Ergebnisse zutage gefördert. So hat Spotify einen deutlichen Effekt auf Musikpiraterie. In den Ländern, in den Spotify verfügbar ist, ist für alle 47 Streams ein illegaler Download weggefallen. „Das klingt erstmal vielleicht nicht nach viel, in Anbetracht der schieren Masse von Streams ist der Effekt aber deutlich zu beobachten,“ wie die Seite TorrentFreak schreibt. Doch dieser sehr positive Effekt auf den einstigen Erzfeind der Plattenfirmen wird durch einen negativen Effekt auf die Verkaufszahlen von individuellen Songs überschattet. Für alle 137 Spotify-Streams wird ein Song weniger auf den Download-Portalen gekauft. „Wenn man von den üblichen Umsätzen pro Download (0,82 US-Dollar) und denen eines Spotify-Streams (0,007 US-Dollar) ausgeht“, schreiben Aguiar und Waldfogel in der Studie, „ergibt unsere Schätzung der Sales-Verschiebung, dass die Verluste der rückgängigen Verkäufe durch die Zuwächse durch Spotify-Streams ausgeglichen werden. In anderen Worten zeigt unsere Analyse, dass interaktives Streaming für die Musikindustrie Umsatzneutral zu seien scheint.“

Streaming ist schlecht für die Künstler?

Spotify ist also nicht nur ein sehr viel effektiverer Weg gegen illegale Downloads als die bisherigen Strafen gegen die Musikpiraten, sondern auch in der Lage, die Umsatzeinbußen durch sinkende Verkaufszahlen auszugleichen. Doch wenn dies doch beides eher positiv gewertet werden kann, warum belklagen sich dann immer noch so viele Künstler wie Taylor Swift über Spotify? Ein Grund ist, dass in Anbetracht der Streaming-Zahlen gefühlt nur sehr wenig Geld ankommt. Geoff Barrows von der britischen Band Portishead hatte zum Beispiel im April erst über Twitter bekanntgegeben, dass er aus 34 Millionen Streams lediglich 1.700 Britische Pfund (nach Abzug der Steuer) erhält. Es wird wahrscheinlich niemand bestreiten, dass dies nicht viel ist, vor allem wenn man bedenkt, dass die Anzahl an Streams für kleinere Künstler absolut utopisch ist.

Taylor Swift beklagte sich medienwirksam über das kostenlose Angebot von Spotify, da es den Nutzern suggeriert, dass man Musik etwas ist, für das man nichts bezahlen muss. Doch die Studie zeigt nun, dass Swift mit Spotify den falschen Feind auserkoren hat. Zwar steigen durch Spotify die Umsätze nicht, aber sie sinken eben auch nicht. Wenn nun also die Einnahmen der Künstler sinken ist die Schuld nicht beim Geschäftsmodell von Spotify zu suchen. Vielmehr hat Barrows in seinem Tweet den eigentlichen Schuldigen n den niedrigen Einnahmen bereits genannt: die Plattenfirmen. Die Studie von Aguiar und Waldfogel unterstützt dies zudem: Wenn die Einnahmen nicht, wie allgemein angenommen, sinken, sondern gleich bleiben, sind das Problem nicht die Streaming-Anbieter, sondern die Deals zwischen den Plattenfirmen und den Künstlern, die festlegen, wie viel von den Einnahmen direkt bei den Musikern und Rechteinhabern ankommt. Der Unmut der Künstler sollte sich entsprechend gegen die Plattenfirmen richten, aber nicht gegen die Streaming-Anbieter und die Fans, die darüber ihre Musik hören.


Image „dj“ (adapted) by Designatic (CC0 Public Domain) via Pixabay


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5 Lesetipps für den 2. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um Google Docs, 3D-Hologramme, Updates für Snapchat, eine etwas unoffizielle Art, mit der Android-User Beats 1 hören können und Verbesserungen für YouTube. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE The Next Web: New Google Docs panel lets users access thousands of fonts: Der Entwickler Extensis hat eine Palette mit dem Namen Extensis Fonts für Google Docs veröffentlicht, mit der Nutzer tausende Schriftarten aus der Google Fonts Palette verwenden können. Das Ganze ist erhältlich als kostenloses Add-On. Über Extensis Fonts kann man sich die Schriftarten vorher ansehen und dann direkt in einem Google Dokument benutzen. Man kann sogar nach Fonts suchen, die besonders beliebt sind, oder nach einem bestimmten Stil, den man gerne hätte.

  • HOLOGRAMM Heise Online: Fairy Lights: 3D-Hologramm zum Anfassen: Japanischen Forschern ist es mit dem Projekt Fairy Lights gelungen, mit einem speziellen Laser-Aufbau 3D-Hologramme zu erzeugen, die in der Luft schweben und haptisches Feedback bei einer Berührung geben. Die dreidimensionalen Bilder werden durch die Impulse eines Lasers erzeugt und sind maximal einen Kubikzentimeter groß. Der Laser ionisiert dabei die Moleküle mit einem Puls im zweistelligen Femtosekunden-Bereich (ein Billiardstel einer Sekunde) im Fokuspunkt, wodurch Plasma erzeugt wird. Die Luftmoleküle geben dann Energie in Form von Lichtpulsen ab, die von Fairy Lights zu Bildern kombiniert werden.

  • SNAPCHAT Digital Trends: Snapchat Update Enhances Snaps, Snapcodes, and More: Die beliebte Messaging-App Snapchat hat ein paar neue Updates angekündigt: Die wohl wichtigste Neuerung ist die, dass man nicht mehr durchgehend auf einen Snap oder eine Story, bei der es mit der Zeit echt anstrengend sein kann, drücken muss, um ihn sich anzugucken, hier reicht nun ein einfacher kurzer Klick. Außerdem können jetzt viel schneller Freunde, mit denen man gerade etwas unternimmt, hinzugefügt werden. Es ist auch möglich, ein Bild von sich in die Mitte des Snapcodes, also dem QR-Code, durch den andere Leute einen besser finden können, einzubauen. Natürlich gibt es auch noch weitere neue Features.

  • BEATS 1 Golem.de: Apple Music: Beats 1 kann auch mit Android-Geräten gehört werden: Apple Music soll erst im Herbst diesen Jahres auch als App im Google Play Store verfügbar sein. Offiziell kann auch der Radiosender Beats 1 noch nicht auf Android-Geräten zu hören sein – inoffiziell aber schon: Twitter-Nutzer Benji R hat herausgefunden, dass man den unverschlüsselten Stream im Internet abrufen kann. Das funktioniert sowohl mit Chrome aber auch mit einem Android-Smartphone, das mindestens die Android-Version 4.1 installiert hat.

  • YOUTUBE GoogleWatchBlog: YouTube kündigt viele kleinere Verbesserungen für die mobile App und das Creator Studio an: Die Entwickler und Produktmanager von YouTube haben in einem kurzen Videoblog bekannt gegeben, woran sie zurzeit arbeiten. Gleichzeitig haben sie angekündigt, was für neue Funktionen in den nächsten Wochen und Monaten auf uns zukommen. Es handelt sich hierbei zwar nicht um große Updates, aber immerhin ein paar kleine Veränderungen. Der Fokus liegt momentan vor allem auf der mobilen Version der Videoplattform.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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5 Lesetipps für den 9. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um den aktuellen Umsatz von Youtube, die Lizenzen bei Ego-Shootern, den Spannungsaufbau von Beiträgen in der Informationswelt, 99 Tage ohne Facebook und die unkontrollierte Entfernung von Inhalten bei Soundcloud. Ergänzungen erwünscht.

  • YOUTUBE: “Nur” 3,5 Mrd Dollar: YouTubes Umsatz weitaus kleiner als erwartet: Youtube wirft doch nicht so viel Geld ab wie erwartet: die Erlöse der Google-Tochter sind weitaus geringer als bisher gedacht. Das berichtete das Premiumportal The Information. Marktforscher eMarketer errechnete Ende vergangenen Jahres, dass Youtube noch 2013 5,6 Milliarden Dollar Umsatz macht – was sich nun als falsch herausstellt. Google übernahm das Videoportal im Jahre 2006 für 1,65 Milliarden Dollar.
  • GAMES: Jetzt: Echtes Geld für falsche Waffen: Was bei bekannten Fußball-Sportsimulationen schon längst kein Geheimnis mehr ist, ist bei Egoshootern noch nicht so wirklich ganz klar – Lizenzgebühren bei der Verwendung und Nutzung derer Produkte im Spiel. Unterstützt der Gamer beim Kauf solcher Spiele nun auch die Waffenindustrie?
  • JOURNALISMUS: Berliner Gazette: “30 Dinge, warum…”: Fast Food der Informationswelt: Subjekt-Prädikat-Superlativ – Das neue „Fast Food“ der Informationswelt trägt dazu bei, dass Links geklickt, geliked und geteilt werden. Spannung aufbauen ist das A und O und je mehr Reize geschaffen werden, desto mehr Traffic generieren die Seitenbetreiber. Eine Dokumentation über Sensation und Spannung.
  • FACEBOOK: Readwrite: Quitting Facebook For 99 Days: An Experiment In Digital Happiness: „Sind wir nicht alle viel glücklicher ohne Facebook?“ In einem Experiment sollten die Probanden 99 Tage ohne die Nutzung von Facebook auskommen. Das Ziel: Eine Dokumentation über das Leben jeder Einzelner, wie sich ihr Leben ohne das soziale Netzwerk anfühlt und verändert hat – Ein Mammutprojekt.
  • MUSIC: Futurezone: Universal Music löscht bei SoundCloud ohne Kontrolle: Ohne Einschränkungen kann Universal Music sämtliche Tracks vom Musik-Dienst Soundcloud entfernen. Ganz gleich ob Inhalte lediglich dem Urheberrecht unterliegen oder dem Rechteverwerter die Inhalte einfach nicht gefallen. Doch ist das wirklich so einfach?

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Sponsored Post: TinkaBelle lässt Country-Pop neu erklingen

Wer die Band noch nicht kennt, hat etwas verpasst. Die Newcomersensation aus dem Jahr 2010 sprang mit ihrem damaligen Album „Highway“ sofort auf Platz 2 der Schweizer Charts.

tinkNEW

Die warme Ausstrahlung, sehenswerte Live-Shows und eine fröhliche Aura macht TinkaBelle so einzigartig. Die 2009 gegründete Country-Folk-Pop Band will es nochmal wissen. Nun kommt das zweite Album „On My Way“  und ist auch in Deutschland und Österreich in den Läden. Release ist am 17.05.2013. Das Team rund um die Sängerin Tanja Bachmann auf Erfolgskurs. Weiterlesen »

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GOOGLE Music ist live (BETA)


Google Music startete neulich in den USA. Es ist ein Musik-Streaming-Dienst wie es schon viele andere vorher gab – nur eben von Google. Nicht ganz zufällig kommt dieser Start kurz vor dem lange erwarteten iTunes Replay Dienst von Apple. Dort werden neben Musik wohl auch Videos und TV erreichbar sein. Außerdem kann man sich dort mit einer einmaligen Gebühr reinwaschen vom schmutzigen Content aus Dunklen Kanälen der Piraterie. Ähnliches ist bei Google Music nicht zu erwarten. Man lädt mit dem Download-Manager (?), also einem eigenen Programm, das an den eigenen GMail-Account gebunden bliebt, seine Musik in die Google-Cloud und kann sie dann überall mit dem Browser oder der zugehörigen Android-App anhören. Anscheinend ist das besser, als das lokal auf der SD-Karte zu haben. Naja. Es kann auch einfach sein, dass sich mir das Modell cloudbasierte Musik-Sammlung nicht so erschließt. Seit ich Leute an iTunes verzweifeln sehe, zwei Blicke auf spotify geworfen habe, musste ich feststellen, dass ich offenbar nicht zur Zielgruppe gehöre, Playlisten auszustauschen, und aller Welt, vor allem den Musikverlagen mitzuteilen, welche Musik ich so höre… Weiterlesen »

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#CTM11: Live ist tot, es lebe die Liveness!?

Das mit der Transmediale (#TM11) verschwesterte und zeitgleich statt findende Festival Club Transmediale (#CTM11, 1. – 6.2.2011) in Berlin ist in diesem Jahr der Frage der “liveness” nachgegangen, vor allem mit einem zweitägigen Symposium zu Beginn des Festivals (1. – 2.2.) im HAU1, am Donnerstag dann mit Vorlesungen und einer Diskussion im Haus der Kulturen der Welt, gemeinsam mit der Transmediale. Die Frage, was eigentlich „live“ ist, gehört zu den wichtigsten Fragen der „digital culture“ (imho), entsprechend vielfältig und kontrovers ist der Begriff dann auch diskutiert worden. Während etwa für Wolfgang Ernst, Professor für Medientheorien an der Berliner HU und Eröffnungsredner des Symposiums, “live” mit den digitalen Medien endet, stellte gleich die erste anschließende Diskussionsrunde eine Renaissance des “live”, gerade durch die Verbreitung digitaler Medientechnologie, fest.

Dieser Text wird sich hauptsächlich mit der Frage der Live-Musik und auditiver Medienkultur befassen, da mich einerseits die Frage der Laptop-Konzertsituation und des Computers als Musikinstrument persönlich beschäftigt und andererseits ein Blogeintrag über ein einwöchiges Festival eine gewisse Reduktion vorschreibt, wenn nicht einfach nur aus jedem Dorf ein Hund präsentiert werden soll. Verweise auf andere, artverwandte Live-Kontexte können jedoch immer leicht gezogen werden… Weiterlesen »

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Konferenz: all2gethernow 2010

Als 2009 die popkomm abgesagt wurde, war die Musikbranche etwas stickum. Man munkelte es könne an den bösen p2p-Tauschbörsen im Netz liegen, oder an der schlechten Stimmung wegen der Krise. Die Gerüchte und Mutmaßungen schossen ins Kraut. Die all2gethernow etablierte sich in Berlin aus dem Stand in dieser Nische als Zwitter zwischen Konferenz und barcamp. Heute macht man aus der Not eine Tugend. Offiziell klingt das nun so:
Genreübergreifend und auf Augenhöhe sollen möglichst umfassende Perspektiven in die Gespräche über neue Strategien und Geschäftsmodelle der Musikwirtschaft und angrenzender Kultur- und Kreativzweige mit einbezogen werden. Geschäftsführer großer Unterhaltungskonzerne treffen auf Klein- und Mittelständler, Vertreter von traditionellen Verwertungsgesellschaften auf digitale Freigeister, Performer und Produzenten treffen auf interessierte Konsumenten. Der partizipatorische Prinzip des Konferenzformates liefert den Teilnehmern wertvolle neue Inspiration und lädt explizit dazu ein, voneinander zu lernen.

Das Programm Anfang bis Ende nächster Woche gliedert sich in drei Abschnitte:

06.-07.09.2010: #a2n_camp, Kulturbrauerei
Hier steht der praxisorientierte, partizipative Dialog über die Zukunft der Musikbranche zwischen allen Beteiligten im Fokus. Es
tauschen sich Internationale Player aus: Major CEOs, Indie-Vertreter, Musiker, Manager, Promoter, Hollywood-Sounddesigner,
Internet-Unternehmer, Journalisten, GEMA und Creative Commons.
140 Speaker, ca. 80 Sessions
Ticktets: 30,00 Euro, http://a-2-n.de/ticket oder an der Tageskasse

08.-09.09.2010: #a2n_congress, Flughafen Tempelhof
Aufgebaut als kuratiertes Kongress-Programm steht die Vermittlung von aktuellen Erkenntnissen im Mittelpunkt: Internationale
Top Speaker geben Einblicke in Gegenwart und Zukunftsperspektiven der Branche.
90 Speaker, 26 Sessions
Zugang nur mit 4-Tage Kombi-Ticket der Berlin Music Week: 236,00 Euro, http://berlin-music-week.de/tickets

10.-11.09.2010: #a2n_forum, Flughafen Tempelhof
Die Ergebnisse von #a2n_camp und #a2n_congress werden von sogenannten „Rapporteuren“ zusammengefasst und als
Interviewfragen aufbereitet. In öffentlichen Gesprächen mit verschiedenen Künstlern des BERLIN FESTIVAL werden die
spannendsten Themen der BERLIN MUSIC WEEK CONFERENCE aus der Sicht der Performer noch einmal durchleuchtet.
Zugang mit 4 Tage Kombi-Ticket und Tickets des Berlin Festivals, http://berlin-music-week.de/tickets

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Inudge.net: Musik aus der „Konserve“ ist von gestern

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Der Musik und den eigenen Ideen Raum geben: Inudge.net ist mehr als nur eine Plattform für Kenner und Produzenten von elektronischer Musik. Jeder, der Spaß am Basteln und Kreieren von Klangstrukturen hat, findet hier einen tonstudioähnlichen Arbeitsplatz. Mainstream ist nicht gefragt: auf Inudge.net geht es um das Komponieren einer  komplexen musikalischen Struktur, die sich – einmal erstellt – automatisch im Loop fortsetzt. Ziel ist es letztlich durch das Zusammenspiel von aufleuchtenden Quadraten und gleichzeitig erklingenden Tonfolgen eine audio–visuelle Performance zu erstellen. Weiterlesen »

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Künstler-PR im Social Web – Zwischen Gratis-Download und DIY

Angesagte Bands wie Linkin Park haben es vor Jahren vorgemacht: Als musikalische Vorreiter im Internetzeitalter waren sie mit die ersten, denen aufgegangen ist, welche ungeahnten Möglichkeiten das Web nicht nur für Unternehmen, sondern eben auch für Künstler und ungesignte Bands bieten kann. Via Internet gelang es der inzwischen massenhaft Preise einheimsenden US-Band noch ohne Major Deal, zunächst zahllose Besucher auf ihre Internetseiten zu locken und so eine rasant wachsende Fanschar um sich zu versammeln. Häufig ist der Wunsch, überhaupt bei einem großen Musikkonzern unterzukommen, zur Rückbesinnung auf die Do-it-yourself-Mentalität gewichen. Mit ein wenig technischem Know-how ist heute alles selbst für Laien realisierbar. Weiterlesen »

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