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Desksharing: Kreativer Arbeitsplatz oder überholtes Konzept?

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‚Sharing ist Caring‘ gilt nicht nur für soziale Zwecke, sondern offensichtlich auch in der Arbeitswelt. Immer mehr Unternehmen setzen auf flexible, geteilte Arbeitsplätze für ihre Mitarbeiter. „Desksharing“ soll für flache Hierarchien, mehr Austausch und smarte Raumnutzung sorgen. Doch hält das Flex-Office wirklich das was es verspricht?

Desksharing: Wie „Reise nach Jerusalem“ 4.0

Desksharing, auch „Hot-Desking“ genannt, funktioniert so ähnlich wie das Spiel „Reise nach Jerusalem“: Es gibt weniger Arbeitsplätze als Mitarbeiter. Wer also morgens ins Büro kommt, setzt sich nicht mehr an „seinen“ Platz, sondern dorthin, wo gerade etwas frei ist. Da Arbeitszeiten und -orte aber flexibler werden und nie alle Mitarbeiter gleichzeitig im Büro sind, bleibt am Ende aber im Gegensatz zum Kinderspiel niemand ohne Stühlchen. Vielmehr wird das Büro zum geteilten Raum. Was zunächst vor allem Platz und Kosten spart, bricht auch starre Strukturen und Hierarchien in Unternehmen auf. Einige Unternehmen berichten, dass Desksharing ihnen Kosteneinsparungen von über 30 Prozent eingebracht hat.

Neben diesem praktischen Aspekt hat das Desksharing aber auch symbolischen Wert. Wenn Zwischenwände und Besitzansprüche am Arbeitsplatz wegfallen, wird das Arbeitsumfeld demokratischer. Streitigkeiten wie die, wessen Tisch am größten ist oder die Frage, wer den bequemeren Stuhl hat, erübrigen sich damit. Desksharing soll somit für ein besseres Miteinander und flachere Hierarchien sorgen.

Desksharing in großen Unternehmen

Das erhoffen sich auch Unternehmen wie Siemens, Lufthansa oder ADAC, die das Konzept an einigen Standorten in Deutschland eingeführt haben. Jana Kugel, die Personalchefin von Siemens, betont, dass Desksharing für mehr Selbstbestimmung am Arbeitsplatz sorgt. Außerdem mache es Mitarbeiter „glücklicher und damit auch produktiver“. Bei der Lufthansa hofft man, dass Desksharing dem Unternehmen ein modernes, innovatives Image verleiht. Der ADAC basiert sein Desksharing-Konzept wiederum auf die Ergebnisse der Fraunhofer IAO-Studie. Außerdem kommt man so dem Wunsch der Mitarbeiter nach einem flexibleren Arbeitsumfeld nach.

Desksharing, das deshalb gerne im Zusammenhang mit New-Work-Konzepten genannt wird, ist aber nicht ganz so neu wie viele glauben. Es stammt aus den 1980er Jahren und wurde vom „Hot-Bunking” in der Seefahrt inspiriert. Beim Hot-Bunking teilen sich mehrere Matrosen bei Wechsel-Schichtarbeit die gleiche Koje. Während einer arbeitet, schläft der andere – und andersherum. Dasselbe Prinzip wurde übrigens auch Anfang des 20. Jahrhunderts unter dem Begriff „Hot Bed” für Industriearbeiter genutzt. Arbeitern das Geld in dieser Zeit kaum zum Überleben. Daher teilten sich oft mehrere Menschen die Kosten für ein Bett, um Geld zu sparen.

Während diese Konzepte eher aus der Not geboren wurden und mehr mit Ausbeutung der Arbeiter zu tun hatten, soll das moderne Desksharing genau das Gegenteil bewirken. Unternehmen wollen mit dem flexiblen Arbeitsplatzkonzept das Gemeinschaftsgefühl im Team stärken, den kreativen Austausch fördern und das Büro als Raum neu durchdenken – zum Wohl der eigenen Mitarbeiter.

Flexibilität am Arbeitsplatz macht glücklich

Denn glückliche Mitarbeiter sind produktivere Mitarbeiter. Wer sich auf die Arbeit freut, ist motivierter und leistet mehr. So fanden Forscher der University of Warwick heraus, dass glückliche Mitarbeiter bis zu 12 Prozent produktiver sind. Deshalb suchen Unternehmen nach immer neuen Wegen, um für höhere Zufriedenheit bei ihren Mitarbeitern zu sorgen.

Früher hat man den Angestellten dann einfach mehr Lohn gezahlt, einen Firmenwagen gestellt oder ein größeres Büro gegeben. Doch aktuelle Studien zeigen, dass materielle Belohnung und Statussymbole gerade die jüngeren Generationen ziemlich kalt lassen. Sie wünschen sich von ihrem Arbeitsplatz vor allem eins – mehr Flexibilität.

In dem Verbundsforschungsprojekt des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) „Office 21“ stellten die Wissenschaftler zum Beipsiel fest, dass Selbstbestimmung in der Arbeit für die meisten Angestellten an oberster Stelle steht: „Wer seine Arbeit individuell gestalten kann, erlebt eine höhere Work-Life-Balance, mehr Motivation und mehr Leistung”, heißt es in dem Report.

Das gilt nicht nur für Arbeitszeit und Arbeitsmethoden, das betrifft auch den Arbeitsplatz an sich. Überraschenderweise stellt die Studie fest, dass die Büroräume für Mitarbeiter immer wichtiger werden, obwohl sie dort durch flexiblere Arbeitsmodelle wie Jobsharing oder das Arbeiten im Homeoffice immer weniger Zeit verbringen. Nach Meinung der Forscher liegt das daran, dass Mitarbeiter sich auch stärker mit ihrer Arbeit und folglich auch mit ihrer Arbeitsumgebung identifizieren.

Im Gensler Workplace Index kam bei einer Umfrage unter mehr als 2000 Angestellten heraus, dass Mitarbeiter produktiver arbeiten, wenn ihnen die Büroräume gefallen. Ein offenes, freundliches, kreatives Umfeld inspiriert die Mitarbeiter und transportiert auch die Botschaft: Wir sind ein innovativer Arbeitgeber. Das Prinzip des Desksharing soll genau das vermitteln.

Desksharing-Erfahrungen bei etventure

Gregor Ilg
Gregor Ilg von etventures. Image by Gregor Ilg

Doch ist Desksharing wirklich so vorteilhaft wie die Unternehmen es sich erhoffen? Gregor Ilg hat da so seine Zweifel. Der Head of Product bei der Berliner Innovationsberatung „etventure“ spricht aus Erfahrung. Seit gut vier Jahren experimentiert das Unternehmen mit neuen Raumkonzepten, dem Arbeiten in Coworking-Spaces und unter anderem auch mit Desksharing.

Dabei wurde die Idee zum Flex-Office bei etventure eher aus der Not geboren, erklärt er im Gespräch mit den Netzpiloten: „Wir sind in sehr kurzer Zeit von 25 auf 220 Mitarbeiter gewachsen. Da wir damit auf einmal zu wenig Platz hatten, haben wir viel in Sachen Raumgestaltung ausprobiert. Zwischenzeitlich hatten wir sogar auch Shared Desks. Da saß ich zum Beispiel mit einer Kollegin zur selben Zeit am gleichen Schreibtisch, ich am Laptop, sie am Desktop.“ Mittlerweile hat etventure neue Büroräume und auch etwas mehr Platz. Die Berliner Mitarbeiter teilen sich neben einigen festen Büros und Konferenzräumen 24 offene Arbeitsplätze auf zwei großen Büroflächen von jeweils 60 Quadratmetern. Da die meisten Mitarbeiter nicht jeden Tag im Büro sind, gilt in diesen zwei Bereichen weiterhin weitestgehend die Open-Desk-Politik.

Die Lösung ist für Gregor Ilg im Moment in Ordnung, er sieht sie aber nicht als dauerhaftes Konzept für das Unternehmen: „Es löst unser Platzproblem, das ist der große Vorteil. Es funktioniert aber nicht für jeden Mitarbeiter und jede Aufgabe. Unsere Programmierer brauchen zum Beispiel spezielle Computer mit zwei Monitoren. Die können nicht jeden Tag woanders sitzen.

Auch bei Projektteams sei Desksharing mitunter schwierig, sagt Ilg: „Wir arbeiten viel mit Whiteboards und Post-Its. Das ist natürlich sehr umständlich, wenn man diese jeden Morgen an einer anderen Stelle aufhängen muss.“ Darüber hinaus wird der ständige Wechsel des Schreibtisches von vielen Mitarbeitern als Nachteil empfunden. Das liegt nach Meinung von Gregor Ilg daran, dass die Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze gerne persönlich gestalten und auch daran, dass Menschen Gewohnheitstiere sind. „Ich bin zum Beispiel mit meinen 1,93 Metern recht groß“, erzählt er, „dementsprechend habe ich meinen Stuhl für meine Höhe eingestellt. Es ist schon umständlich, wenn ich jedes Mal aufs Neue den Stuhl anpassen muss.

Desksharing klingt besser als es ist

Die Desksharing-Erfahrung von Gregor Ilg teilen auch andere. Alison Hirst, Ethnologin und Director of Postgraduate Research der englischen Anglia Ruskin University, hat drei Jahre die Vor- und Nachteile von Desksharing in Unternehmen selbst erprobt und ausgewertet. Ihr Ergebnis: Viele Mitarbeiter fühlen sich durch die Praxis ausgeschlossen, marginalisiert und die Instabilität des Desksharing sorgt sogar für Spannungen am Arbeitsplatz. Mitarbeiter, die später im Büro ankommen, müssen feststellen, dass die besten Plätze schon belegt sind. So bilden sich ganz neue Formen der Hierarchien und Feindschaften im Arbeitsumfeld.

Darüber hinaus sorgt der täglich wechselnde Arbeitsplatz sogar für weniger Produktivität, sagt Hirst. Denn es dauert jedes Mal eine Weile, bis man alles ausgepackt, angeschlossen und so eingerichtet hat, dass man anfangen kann zu arbeiten. Das kostet Zeit. Wenn sich zudem jeder Arbeitstag wie der allererste Tag im neuen Büro anfühlt, entsteht keine Routine, die wichtig für produktives, kontinuierliches Arbeiten ist.

Hirst hat in ihrer Untersuchung ebenfalls festgestellt, dass der nomadische Arbeitsplatz auch Gefühle der Unruhe und Unsicherheit in vielen Mitarbeitern auslöst. Die Instabilität am Arbeitsplatz entfremdet uns demnach sogar von unseren Kollegen und macht so eine produktive, teamorientierte Zusammenarbeit im Büro sehr schwierig.

Was bedeutet Desksharing für den Arbeitsplatz der Zukunft?

Ist damit das Konzept des Desksharing überholt? Es ist zumindest in seiner traditionellen Form nicht langfristig sinnvoll, glaubt Gregor Ilg. Dennoch zeigt Desksharing auch, wie ein flexibler Arbeitsplatz rigide Strukturen aufbricht und so Platz für Kreativität schafft. Das will etventure in seiner eignen Raumplanung berücksichtigen. Denn das Unternehmen hat aus dem Platzproblem Konsequenzen gezogen: Es will erneut umziehen und diesmal den Raum nicht nur effizient, sondern auch kreativ nutzen.

Desksharing oder fester Arbeitsplatz sei dabei gar nicht die entscheidende Frage, sagt Ilg. Vielmehr gehe es darum, dass die Art und Weise, wie wir Arbeitsräume denken und entwerfen, sich verändern muss: „Wir müssen beim Büro über radikal neue Raumkonzepte nachdenken. Das Büro wird dabei in Zukunft nicht nur anders aussehen, sondern wahrscheinlich auch gar nicht mehr Büro heißen.

Der Raum zum Arbeiten muss seiner Ansicht nach nicht nur flexibler, sondern auch vielfältiger werden. Dazu gehören verschiedene Räume, die sich an die jeweilige Arbeit anpassen. Das können zum Beispiel offene, geteilte Arbeitsplätze für kreative Projektarbeit sein, ruhige Arbeitsplätze für konzentriertes Arbeiten oder Orte der Begegnung, in denen Mitarbeiter spontan zusammen kommen und an denen kreative Ideen entstehen können. Man dürfe generell das Büro nicht mehr so starr denken, sagt Ilg. Homeoffice, geteilter Arbeitsplatz, feste Orte, Coworking-Spaces, Cafés, Konferenzräume – all das kann und sollte für den Arbeitsplatz der Zukunft flexibel genutzt werden.

Denn wenn die Erfahrungen mit Desksharing eins gezeigt haben, dann ist es die Einsicht, dass es den idealen Arbeitsort nicht gibt – genausowenig wie die perfekte Arbeitsmethode. Dazu sind Unternehmen zu verschieden und auch die Mitarbeiter zu individuell. Desksharing für alle wird sich deshalb sicher nicht flächendeckend durchsetzen. Vielmehr wird Desksharing in Zukunft einfach eine von vielen Optionen für Mitarbeiter sein.


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Bad News, Everyone: Chatbots ohne Emotionen übernehmen den Kundenservice

Headset (adapted) (Image by ronaldo [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Es ist heutzutage nicht einfach, einen echten Menschen ans Telefon zu kriegen. Nahezu jedes Mal, wenn man seine Bank, seinen Arzt oder irgendeinen anderen Service anrufen muss, wird man höchstwahrscheinlich von einem vollautomatischen Service begrüßt. Dieser wurde scheinbar nur dafür gemacht, um uns davon abzuhalten, mit jemanden zu sprechen, der tatsächlich für das Unternehmen arbeitet. Und dank der auf dem Vormarsch befindlichen Chatbots dürfte das bald noch schlimmer werden.

Chatbots sind Programme, die sich künstlicher Intelligenz bedienen. Sie werden häufig in Apps oder Nachrichtenservices eingesetzt. Die Bots sind darauf ausgerichtet, die Fragen von Leuten im Gesprächsstil zu beantworten, anstatt sie nur in die Richtung der korrekten Antwort zu leiten, wie es eine Suchmaschine tut. Unternehmen wie Uber, Lufthansa und Pizza Express nutzen sie bereits, um die Anfragen von Kunden entgegen- und Buchungen anzunehmen – und für noch vieles mehr.

Sie haben das Potential, einige Aspekte des Kundenservices zu verbessern und sind sicherlich einfacher zu nutzen als automatisierte Telefonsysteme, die schon Schwierigkeiten haben, einfache Angaben zu verstehen. Doch sie sind trotzdem ein weiteres Hindernis, das Kunden von einem realen Menschen trennt, der in der Lage ist, schwierigere Fragen zu beantworten und, ganz wichtig, das Mitgefühl und Entgegenkommen zeigt, das elementar für einen guten Kundenservice ist. Es kann gut sein, dass Chatbots dies sowohl Kunden als auch Unternehmen auf die harte Tour herausfinden lassen werden.

Den Kundenservice, oder zumindest einen Teil davon, zu automatisieren, ist für viele Unternehmen ein verlockender Gedanke. Nicht nur sind die menschlichen Mitarbeiter den Unannehmlichkeiten des Jobs weniger ausgesetzt – es kann auch dabei behilflich sein, viele gängige oder triviale Probleme herauszufiltern, bevor die kostspielige Arbeitszeit eines Menschen dafür geopfert wird. Dies könnte Unternehmen dabei unterstützen Kosten zu sparen. Gleichzeitig werden diejenigen Kunden zufriedengestellt, die lediglich eine einfache Lösung für Standardprobleme benötigen.

Doch menschliche Angestellte durch künstliche zu ersetzen, ist nicht ganz so einfach. Zunächst einmal ist die Sprache mit all ihren Variationen und Fehlern – und obwohl es mittlerweile wirklich beeindruckende Fortschritte im automatischen Sprachverstehen und Übersetzen gibt, bleibt dies eine schwierige Angelegenheit. Vollautomatische Vertreter sind immer noch deutlich weniger kompetent und sprachbewusst. Bei manchen Problemen wäre es daher schwierig, wenn nicht unmöglich, diese zu kommunizieren.

Gut, aber nicht gut genug

Talent ist die Fähigkeit, gute Leistung abzuliefern. Können ist die Fähigkeit, eine ungewöhnlich schwierige Situation zu lösen. Die Ausnahme zu beherrschen, ist eine Kunst, und bei gutem Kundenservice geht es oft um die ungewöhnlichen oder unerwarteten Fälle, die auch noch potentiell verärgerte Kunden mit sich bringen. Während Chatbots überzeugende Antworten auf simple Fragen geben können, ist künstliche Intelligenz dennoch noch nicht schlau genug, mit seltenen und außergewöhnlichen Fällen umgehen zu können.

Unternehmen mögen dies zu Anfang nicht als ein Problem sehen, da Chatbots eine neue Möglichkeit darstellen, um Kunden zu sortieren, deren Anliegen einen gewissen Extraaufwand mit sich bringt. Nur diejenigen Kunden, deren Anliegen den Bot irritieren, werden zu einem menschlichen Angestellten weitergeleitet. Doch die Kommunikation mit einem verwirrten Computer kann schnell als ein frustrierender Vorgang wahrgenommen werden, und kann dazu führen, dass sich der Kunde noch mehr über den Service ärgert als zuvor. Auf lange Sicht könnte er schließlich dazu ermuntert werden, anderswo Geschäfte zu machen – besonders, wenn es schwer ist, zur Problemlösung endlich an einen menschlichen Vertreter weitergeleitet zu werden, sollte der Bot nicht in der Lage sein, zu helfen.

Eine Erfahrung dieser Art habe ich selber gemacht, als ich nach einem Zugausfall versuchte, ein Taxi zu ergattern. Als ich den einzigen lokalen Anbieter, von dem ich die Nummer hatte, anrief, wurde ich zu einem vollautomatischen Service weitergeleitet, der absolut nicht in der Lage war, den Abholort zur verstehen, obwohl ich schon alle Variationen des Namens und der Aussprache probiert hatte, die mir eingefallen waren.

Durch eine glückliche Fügung wurde ich irgendwie zu einem menschlichen Gesprächspartner durchgestellt. Doch bevor ich mein Anliegen vortragen konnte, hieß es: „Ich stelle Sie an das Buchungssystem durch“ – und der Teufelskreis begann von vorn. Die traurige Geschichte endete mit einem sehr langen Fußmarsch, dem glücklichen Aufgelesenwerden durch ein Taxi in einer ansonsten weitgehend menschenleeren Gegend, und dem Schwur, dieses Taxiunternehmen zu meiden, wo nur möglich.

Vollautomatische Systeme mögen in der Lage sein, gängige Probleme zu lösen. Doch sie können sich noch nicht auf außergewöhnliche Umstände einstellen oder gar erkennen, dass die Anpassungsfähigkeit einer menschlichen Interaktion vonnöten ist. Und aus Kundensicht geht das Problem noch weiter: Einige Situationen erfordern nicht bloß menschliches Verständnis und Problemlösefähigkeit, sondern auch eine Spur Mitgefühl und Empathie.

Ein Chatbot kann so programmiert sein, einen bestimmten Gesprächsstil anzunehmen, doch dieser wird sich in unerwarteten oder schwierigen Zusammenhängen dennoch seltsam fehl am Platz anhören. Zum heutigen Zeitpunkt gibt es keinen praktizierbaren Fahrplan in der Forschung im Bereich künstlicher Intelligenz, wie man etwas implementieren könnte, das menschlichem Mitgefühl überzeugend nahekommt.

Neben der tatsächlichen Lösung ihres Problems benötigen verärgerte Kunden manchmal vielmehr ein paar nette Worte und die Möglichkeit, sich bei jemandem auszusprechen, der bereitwillig zuhört. Und häufig beruht guter Kundenservice auf Gesten des Entgegenkommens, die nach Ermessen eines individuellen Angestellten ausfallen, der eher dem eigenen Mitgefühl als einem festen Regelwerk folgt.

Aufgrund der starken Kontextabhängigkeit der Situation ist es für die künstliche Intelligenz sehr schwer, dies nachzubilden. Meiner Meinung nach ist Kontextverständnis noch immer eines der extrem schwer fassbaren und ungelösten Probleme der künstlichen Intelligenz – und wird es auch noch für eine ganze Zeit bleiben.

Davon abgesehen werden Chatbots und andere Kundendienste, die auf künstliche Intelligenz zurückgreifen, aufgrund des kostensparenden Versprechens und anderer Vorteile, die Automatisierung mit sich bringt, in den kommenden Jahren drastisch auf dem Vormarsch sein. Das wahrscheinliche Ergebnis ist ein umso technokratischerer Umgang mit Problemen und weniger Flexibilität. Schlimmer noch: Sollte der Algorithmus deutlich verfeinert werden, wird der Prozess der Entscheidungsfindung immer intransparenter und lässt immer weniger Raum für die mildernde menschliche Intervention.

Wenn wir das verhindern wollen, müssen wir uns bewusst werden, dass der Weg zur Hilfe nicht mit guten Vorsätzen gepflastert ist, sondern darin liegt, zu verstehen, wie eingeschränkt die künstliche Intelligenz ist, wenn es um das Verstehen von Kontexten, Ausnahmefällen und menschlichen Umständen geht.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


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The Conversation

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Digital Economy Compass: Was die Zahlen für Deutschland bedeuten – Teil 3

Electric Car (adapted) (Image by MikesPhotos) [CC0] via Pixabay

Was sind die aktuellen digitalen Trends weltweit? Wie entwickelt sich der Wettbewerb auf digitalen Plattformen? Diese Fragen versucht der „Digital Economy Compass“ von Statista in regelmäßigen Abständen zu beantworten. Wir haben in unserer Artikelreihe einen Blick auf die Trends geworfen.


Auch wenn die Digitalisierung der Wirtschaft für viele noch ein Mysterium sein mag, spielt sich für viele Unternehmen mittlerweile genau hier das Kerngeschäft ab. Die Digital Economy von E-Commerce bis E-Travel boomt. Zahlen und Prognosen zu den verschiedenen Branchen liefert der aktuelle Digital Economy Compass 2017 von Statista. In dieser Serie schauen wir genauer darauf, was diese Zahlen für Deutschland bedeuten. Diesmal im Visier: Der Mobilitätsmarkt.

Die Zeit der Reisebüros ist vorbei

Transport, Connected Cars und E-Travel sind die drei großen Mobilitätsbereiche, die der Digital Economy Compass 2017 von Statista untersucht. All diese Märkte boomen aktuell. Insbesondere im Bereich E-Travel lässt sich dies feststellen. Denn obwohl jetzt schon der Großteil der Reiseplanung und -buchung online stattfindet, wird diese Branche laut Statista noch stärker wachsen. Bis 2021 sollen sich demnach die Einnahmen aus der Online-Reisebuchung beinahe verdoppeln.

e Travel Markt - Screenshot Statista Digital Economy Compass
E-Travel Markt (Quelle: Statista). Screenshot by Marinela Potor

Die Träger dieses Trends sind dabei ganz klar die USA und China. Auch in Deutschland wird ein Wachstum erwartet, wenn auch die erwarteten Einnahmen von 44,35 Milliarden US-Dollar deutlich geringer sind als in den USA oder China. Reisebüros werden damit dennoch auch hierzulande bereits in wenigen Jahren wahrscheinlich fast keine Rolle mehr spielen, vermutet Thomas Köhler, Experte für Digitalisierung und Technologietrends der Zukunft. „Reisebüros sind zukünftig im Wesentlichen nur für Spezialreisen und Events gefragt, oder zur Abwicklung der Reiseprozesse von Firmen und anderen großen Organisationen“, sagt er gegenüber den Neztpiloten.

Thomas Köhler
Thomas Köhler (Quelle: Thomas Köhler)

„Flixbus ist das deutsche Gegenstück zu Uber“

Dies bestätigt ein Blick auf die wichtigsten Player im E-Travel. Von der Transportplanung über die Rideshare-Plattform Bla Bla Car bis hin zur Unterkunftsbuchung über Airbnb – Nutzer planen mittlerweile fast jeden Schritt ihrer Reise online.

Neben US-Mobilitätsriesen wie Expedia oder Uber, wertet der Digital Economy Compass von Statista auch einige deutsche Unternehmen als große globale Player in diesem Bereich: Die Deutsche Bahn, Lufthansa und Flixbus.

Player E-Travel - Statista Digital Economy Compass
E-Travel Player (Quelle: Statista). Screenshot by Marinela Potor

 

Wirklich innovativ sei von diesen drei Transport-Anbietern aber nur Flixbus, findet Thomas Köhler: „Flixbus ist in der Tat ein Phänomen, für mich ist das das deutsche Gegenstück zu Uber und zudem ein Musterbeispiel für Entrepreneurship.“

Lufthansa dagegen habe seinen Service zwar konsequent durchdigitalisiert, hinke aber bei Ausnahmefällen und Störungen stark hinterher, sagt Köhler. Die Deutsche Bahn wiederum überzeugt Köhler überhaupt nicht: „Die Deutsche Bahn halte ich für extrem reaktiv und langsam. Man war zwar frühzeitig in Carsharing und alternativen Mobilitätsmodellen dran, hat aber bis heute nichts draus gemacht, während alles drumrum boomt.“

Autoland Deutschland fällt zurück

Neben E-Travel wirft der Digital Economy Compass 2017 auch einen Blick auf Connected Cars – ein weiteres wichtiges Zukunftsthema in der Mobilitätsbranche. Wie wichtig dieser Bereich ist, zeigt allein die Tatsache, dass von BMW über Daimler bis Jeep nahezu jedes Autounternehmen der Welt an verschiedenen Technologien des Connected Cars arbeitet.

Der Connected-Cars-Markt hat also nach den Prognosen von Statista ein sehr großes Wachstumspotential. In den USA wird in den kommenden fünf Jahren ein Einnahmen-Wachstum von 25,5 Prozent pro Jahr in diesem Segment erwartet, in China 55,8 Prozent und in Deutschland immerhin 34,1 Prozent.

Connected Cars Wachstum - Statista Digital Economy Compass
Connected Cars Wachstum (Quelle: Statista). Screenshot by Marinela Potor

Dabei seien aber die sehr optimistischen Zahlen zu steigenden Einnahmen von Statista mit Vorsicht zu genießen, gibt Köhler zu bedenken. Als Autor eines der ersten Bücher zum Thema „Connected Cars“ weiß Köhler, dass viele Unternehmen das Label gerne für eine Reihe von Features nutzen. Darunter kann sowohl der Bluetooth-Anschluss als auch der Autopilot fallen. Connected Cars sei also ein sehr weites Feld und es sei schwer abzuschätzen, auf welche Technologien sich die Statista-Zahlen genau bezögen. Doch eins ist dennoch sehr offensichtlich: Das Autoland Deutschland wird künftig immer weiter hinter den USA und China zurückfallen.

Die Modelle, auf die deutsche Autobauer wie BMW oder Daimler setzen, seien zu kurzfristig gedacht, kritisiert Köhler: „Sie schaffen es, teure Extras teils für mehrere tausend Euros zu verkaufen und manchmal sogar noch ein Abo-Modell daraufzusetzen. Dieses margenträchtige Geschäft hat man noch immer weitgehend im Griff, auch wenn es an den Rändern erodiert. Anders gesagt: Das Geschäft ist endlich.“

Fehlt hier möglicherweise die Zukunftsvision eines Elon Musk? Teils ja und teils nein, findet Köhler. Musk habe zwar einerseits die verschlafene Branche aufgeweckt und gezeigt, dass auch Neueinsteiger in einem so etablierten Markt wie dem Automarkt erfolgreich sein können. Dennoch lehne sich der US-Unternehmer manchmal etwas zu weit aus dem Fenster: „Alleine mit der Namensgebung „Autopilot“ hat er Hoffnungen geweckt, die in der Praxis nur unter eng begrenzten Bedingungen erfüllt werden können. Von einem echten voll autonomen Fahrzeug bei dem man auf Lenkrad und Pedale verzichten kann sind wir noch Jahrzehnte entfernt.“

Von Deutschland bis China, von E-Travel bis Connected Cars: Der globale Mobilitäts-Markt bietet noch viel Raum nach oben.


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Fliegen muss wieder bewusster als Privileg wahrgenommen werden

man(image by gratisography.com[CC0 Public Domain] via Pexels)

In den vergangenen vier Monaten habe ich 30.228 Kilometer* (*= per Luftlinie, laut entfernung.org) in Flugzeugen zurückgelegt. Meine Reisen umfassten Städte wie Paris und Moskau, das westsibirische Tyumen, die Rheinmetropolen Köln und Düsseldorf, mein geliebtes München, Amsterdam und Exoten wie San Francisco und Belgrad. Vor acht Jahren bin ich das erste Mal geflogen und es ist immer noch aufregend für mich, so zu reisen (und der Millennial in mir freut sich, es sich überhaupt leisten zu können).

Mein erster Flug war von Venedig nach Berlin und zurück, während der Ferien meines Auslandssemesters – und das für zusammen gerade mal 58 Euro. Fliegen ist inzwischen ein fast schon alltägliches Massenphänomen geworden, was auch an den niedrigen Preisen liegt. Auch heutzutage zahlt man meist weit unter 100 Euro für Flugreisen in Europa. Dadurch ist die sogenannte „Generation easyJet“ entstanden, mit Auswirkungen auf Städte wie Berlin und vermeintlicher Gestaltungsmacht (was rückblickend zu diskutieren sein wird).

Mit den Flugpreisen sanken auch das Niveau und der Stil beim Fliegen

Der Trend zum billigeren Reisen nimmt zu, selbst Marken wie die Lufthansa nehmen sich an den Billigfliegern ein Vorbild. Nichtsdestotrotz stehen uns spannende Evolutionsschritte der Luftfahrt bevor, wie Nils-Viktor Sorge in einem Ranking an Alternativen für die Luftfahrt auflistet. Weniger spannend ist die Entwicklung des Reisens selbst, denn es hat definitiv an Stil verloren. Die Anfänge kommerzieller Flugreisen wirken in Filmen wie „Catch me if you can“ oder der Fernsehserie „Mad Men“ wesentlich stilvoller.

Christopher Muther vom Boston Globe verglich das Fliegen in den 1960er und 1970er Jahren mit Cocktailpartys, für die sich die Fluggäste sogar passend kleideten. Und auch wenn ich als jemand, der gerne ein Hemd mit einem Hoodie kombiniert, sicher keine Stilikone bin, ist mir auf den vergangenen Reisen stark aufgefallen, wie unglamourös Flugreisen geworden sind. Für mein Nackenstützkissen schäme ich mich nicht, dazu hat es sich als zu wertvoll erwiesen, aber manche Menschen lassen sich auf Flügen regelrecht gehen.

Einige Fluggäste quetschen sich in die viel zu kleinen Sitze der Economy Class, um zu schlafen, wie sie es am bequemsten finden – ohne Rücksicht auf die Menschen neben oder hinter ihnen, geschweige denn die Konstruktion ihres Sitzes. Genau die Menschen, die während des Flugs ihre Schuhe ausziehen oder den ganzen Flug über das Licht und die Unheil bringende Lüftung anlassen. Und man muss fast schon hoffen, dass Menschen sich für Flüge nicht mehr bewusst anziehen. Den Pyjama von neulich möchte ich gerne als Versehen abtun können.

Menschen reagieren auf den Raum, in dem sie sich befinden

Bevor ich aber mit meinen 31 Jahren noch mehr nach einem zornigen alten Mann wie Harald Martenstein klinge, folgt der Versuch, einen Rückschluss aus den eigenen Beobachtungen ziehen zu können: in allen Beförderungsklassen sollte mehr Platz zur Verfügung gestellt werden, damit Menschen sich nicht so wie im Absatz zuvor beschrieben benehmen müssen, um einen längeren Flug ertragen zu können (und bevor ich es vergesse, sollte noch festgehalten werden, dass es sowieso kostenlose Internetverbindungen auf allen Flügen braucht).

Es gibt eine Wechselbeziehung zwischen den Menschen und dem physischen Raum, in dem sie sich befinden. Wie ein Raum gestaltet ist, hat Einfluss auf das Verhalten der Menschen, die sich darin befinden. Der Raum definiert den Handlungsrahmen, in dem Menschen interagieren können. Wie Menschen sich in Flugzeugen benehmen, den Flug an sich wertschätzen, hat etwas mit dem Platz zu tun, der ihnen zur Verfügung gestellt wird. Dies sollten die Designer von Flugzeugkabinen zu unser aller Wohl bedenken.

Die Raumkonstitution ist aber ein sehr komplexer Prozess, wie es Nina Baur auf dem Blog der Deutschen Gesellschaft für Soziologie formuliert. Denn neben der Gestaltung des Raumes, spielt auch unsere Wahrnehmung eine Rolle und wie wir ihn nutzen. „Menschen machen sich den Raum zu Eigen, wobei sie das zweifach tun – sie eignen sich im Rahmen der Sozialisation durch Raumpraktiken spezifische Raumvorstellungen an (…) und sie eignen sich den Raum dann noch einmal in der konkreten Interaktionssituation an“, wie Baur schreibt.

Wir sollten Fliegen wieder wertschätzen!

Bei der Raumproduktion sind die Designer gefragt. Wir Fluggäste können unseren Teil bei der Raumaneignung und –nutzung leisten, damit Fliegen wieder angenehmer und auch etwas stilvoller wird. Ich freue mich auch über niedrige Preise, aber innerhalb Deutschlands sollte man schon aufgrund des Umweltschutzes lieber mit der Bahn oder dem Fernbus statt mit dem Flugzeug reisen. Dies kann auch einmal länger dauern, aber gerade Bahnfahrten können produktiver und erholsamer sein. Vor allem, wenn das angebotene WLAN auch funktioniert.

Muthers Vergleich mit der Cocktailparty scheint nach heutigen Vorstellungen eher etwas antiquiert, aber sich etwas umsichtiger (sowohl in der Kleiderwahl als auch im Benehmen) und kommunikativer (aber bitte nach diesem Entwurf von Kristen Berman und Dan Ariely, wie man auf einer Dinnerparty mit Gästen reden sollte), auf einer Flugreise zu benehmen, kann nicht schaden. Die niedrigen Preise sollten uns nicht vergessen lassen, welch Privileg es heutzutage für viele Menschen ist, fliegen zu können.

Gleiches gilt für den Kundenservice von easyJet, der mehr sein sollte als der Handlanger der Finanzabteilung. Etwas mehr Kulanz würde dem Unternehmen, mit dem ich nach drei Vorfällen in den letzten vier Monaten aus Prinzip nicht mehr fliege, gut tun. Und an alle, die jemals vor mir im Flugzeug sitzen: Bitte fragt vorher nach, ob es für mich in Ordnung ist, dass ihr eure Rückenlehne nach hinten klappt. Vielleicht möchte ich vorher meinen Laptop oder Tomatensaft an mich nehmen, damit ihr dies ohne negative Folgen für mich tun könnt.
Vielen Dank.


Image „Flug“ by gratisography.com (CC0 Public Domain)


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • APPLE Computer Bild: Apple iPhone 8: News, Gerüchte, neue Funktionen: 2017 feiert das Apple-Smartphone Zehnjähriges-Jubiläum. Ist das iPhone 7 also nur ein Testlauf, um zu sehen, welche Änderungen die Kundschaft akzeptiert? 2017 soll das iPhone 8 kommen. Vielleicht plant Apple eine einmalige Sonderausgabe vom iPhone 8, quasi eine Art Jubiläums-Smartphone herauszubringen. Einem Bericht von Nikkei zufolge, soll Apples Zulieferer Foxconn an Plänen für ein Gehäuse aus Glas arbeiten.
  • UBER heise online: Uber entdeckt den Luftraum: Senkrechtstarter in Planung: Uber will Kunden künftig über den Luftraum transportieren, um Staus auf den Straßen von Großstädten zu vermeiden. Der Fahrdienstvermittler arbeitet, einem Recode-Bericht zufolge, an Luftraum-Taxis, mit denen Kunden gerade in Großstädte bequem von A nach B gelangen können – und zwar deutlich schneller als über die viel befahrenen Straßen.
  • FACEBOOK Süddeutsche Zeitung: Facebook-Nutzer können jetzt verschlüsselt chatten: Am 25. September endete die Frist, um WhatsApps neuen AGBs zu widersprechen. Am selben Tag schaltete Facebook eine neue Funktion für seinen Messenger frei. Wer dort eine neue Unterhaltung beginnt, kann diese als „geheim“ markieren, denn Facebook hat die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für den Messenger aktiviert. Damit kann man die geheime Unterhaltung aktivieren und Nachrichten verschicken, die für Geheimdienste und Kriminelle unlesbar sind.
  • AIR BERLIN Handelsblatt: Wird die Krisen-Airline jetzt zerschlagen?: Der Fluggesellschaft Air Berlin droht der radikale Umbau. Bekannt ist, dass Etihad mit Lufthansa über die Übernahme der dezentralen Strecken von Air Berlin, jenseits der Drehkreuze Berlin und Düsseldorf, verhandelt. Die Airline-Tochter von Tui hat rund ein Dutzend Flugzeuge mit Personal an Air Berlin vermietet – zu angeblich hervorragenden Konditionen für den Reisekonzern. Der Vertrag belastet die ohnehin seit Jahren schwer angespannte Bilanz von Air Berlin zusätzlich.
  • IRAN politik-digital: Nationales-Internet-Projekt des Iran: Zensur oder Schutz?: Iranische Browser, Suchmaschinen und E-Mail-Services gibt es schon seit ein paar Jahren. Dennoch bleiben die beliebtesten Online-Dienste in der iranischen Bevölkerung weiterhin zensierte, wie z.B. Facebook, YouTube und Twitter. Das unberechenbare World Wide Web soll an die digitale Leine genommen werden. Ein sauberes und reines Internet heißt die Maxime, kurz: Internet Halal. Das arabische Wort „Halal“ bedeutet so viel wie „zulässig“ und gestattet nur Online-Inhalte, die nach islamischem Recht erlaubt sind.
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5 Lesetipps für den 27. Juni

In unseren Lesetipps geht es heute um eine interessante Infografik zum Thema Social Media und Einbrüche, eine Instagram-Marketingaktion der Lufthansa, den Relaunch von Mister Wong, die Pläne von Readly und Microsoft’s neues Windows 8.1. Ergänzungen erwünscht.

  • SOCIAL MEDIA siliconrepublic.com: How burglars are using social media (infographic): Eine interessante Infografik über Einbrecher und wie Social Media in ihrer „Arbeit“ einsetzen. Zugleich will die Infografik Social Media-Nutzer dafür sensibilisieren, welche Daten was über einen aussagen.
  • MARKETING W&V: Instagram-Aktion der Lufthansa erinnert an Kennedys Besuch: Eine ganz besondere Städtetour hat sich Lufthansa zum 26. Juni ausgedacht. Vor 50 Jahren fuhr der amerikanische Präsident John F. Kennedy durch West-Berlin. Daher durften zu dem Jubiläum die Facebook-Fans von Lufthansa bestimmen, welche Ziele Testimonial Lisa Rank ansteuert. Folgen konnte man der Aktion unter dem Hashtag #DeinBerliner auch bei Twitter- und Instagram.
  • MISTER WONG Gründerszene: Mister Wong startet als Modeportal neu: Mister Wong will die neue Social Fashion Plattform werden, bei der sich für den User der Komfort des Onlineshoppings und der Spaß am Social Networking gekonnt vereinen lässt. Neben den aktuellsten Mode-Trends, tollen Looks und den coolsten Street-Styles sollen auf Mister Wong auch eine riesige Auswahl an stylischen Produkten zu finden sein. Im Interview mit Gründerszene erklärt Phuc Tran den Relaunch.
  • READLY netzwertig.com: Readly – das “Spotify für Zeitschriften” – plant rasante Expansion: Das schwedische Startup Readly will für Zeitschriften wiederholen, was Spotify mit Musik gelang. Offen ist aber, ob ein All-you-can-eat-Buffet für Magazinleser überhaupt attraktiv ist, wie Martin Weigert auf netzwertig.com erklärt.
  • MICROSOFT The Verge: Live from the Microsoft Build 2013 keynote: The Verge war live bei der Microsoft Build 2013 Keynote dabei, auf der u.a. Windows 8.1 vorgestellt wurde und hat viele Fotos und erste Eindrücke im eigenen Live-Ticker fest gehalten. Auf Golem stellt Jens Ihlenfeld die neueste Version von Microsofts Betriebssystem vor.

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