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KONY2012 provoziert ugandische Bürger

Kony PosterGestern haben NGO-Mitglieder von dem African Youth Initiative Network (AYINET), einmal das Webvideo KONY2012 im Public-Viewing den Ugandern präsentiert. Anders als bei uns, haben viele dort nämlich keinen Internetzugang und kennen den Hype um das Video nur aus den Nachrichten. Al Jazeera war vor Ort und hat die Reaktionen einmal aufgenommen. Scheinbar sind Bürger und Opfer sich weitestgehend einig über die Kampagne. Postive Worte hatten sie kaum übrig. So entgegnet einer der Anwesenden: „If people in those countries care about us, they will not wear t-shirts of Joseph Kony for any reason“. Weitherin meint er: „That would celebrate our suffering“. Hier seht Ihr einmal den kompletten Beitrag:

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Von PR, Propaganda und dem Hype um einen Schlächter

kony2012Wenn unter dem Deckmantel der politischen Bildung, PR betrieben wird, dann ist der Begriff Propaganda meist nicht weit entfernt. Und während die PR, sich als Branchenzweig, mit dem Ruf „sexy“ zu sein schmückt, ist der Begriff Propaganda als Überbleibsel der Nazi-Zeit ein verrufener Begriff. Doch eigentlich trennt die beiden Vokabulare nichts. Denn PR ist Propaganda und Propaganda ist PR. Und beides führt dahin, Menschen zu manipulieren und sie zu (ver)leiten.

Wenn man heutzutage einen PR-Film einer Kampagne, eines Unternehmens oder eines Projektes sieht, dann hat man zumeist eine hochwertige Produktion vor sich. Ein Stück Bewegtbild, welches mit Trends der Popkultur hantiert und durch seine Coolness für Aufsehen sorgt. Bedient man sich dann noch einem ideologischen Ansatz, ist das Augenmerk perfekt. Man möchte gar nicht anders als der Sache seinen Segen geben. Trinken für den Regenwald. Kaufen für das Wirtschaftswachstum und eine Marke anhimmeln, die vermeintliche Grenzen sprengen soll. Das ist PR im Zeichen des Guten. PR im Zeichen der Sache. PR als Teil etwas Großen. Das kann nicht schlecht sein. Das muss gut sein. Ich bin dafür, denken nicht Wenige. So werden viele durch Kampagnen von Unternehmen, aber auch durch politische Kampagne wie dem „Krieg gegen den Terror“ vereinnahmt und liefern, getrieben durch die manipulative Meinungsmache, den Konsens zur Legitimation zumeist fragwürdiger Aktionen.

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KONY 2012 (Web-Kampange gegen Joseph Kony)

kony2012

Joseph Kony ist Anführer der afrikanischen Widerstandsarmee des Herren – genauer der Lord Resistance Army (LRA) – einer Rebellengruppe aus Uganda, die die Bevölkerung in Norduganda, der Zentralafrikanischen Republik, der Demokratischen Republik Kongo sowie des Südsudans terrorisiert. Kony ist für die Verschleppung von Kindern, tausendfachen Morden und Vertreibung ganzer Volksgruppen verantwortlich und lebt derzeit im Untergrund. Dieses Video von dem gemeinnützigen Verein „Invisible Children“ klärt über Kony auf und möchte mit Ihrer Kampagne „KONY 2012“ für eine geschlossene Front gegen den Warlord kämpfen und damit den Druck erhöhen Ihn bis zum Ende des Jahres festzunehmen.

Das Video zeigt zahlreiche Politiker, allen voran auch Barack Obama, die die Kampagne unterstützen und es ist sehr emotional abgehandelt sowie aufwendig produziert. Es schwingt ein wenig Pro-Amerikanismus mit, was das Video in Anbetracht der Umstände, dass die Kolonialpolitik westlicher Großmächte wie Großbritannien und der USA, solche Rebellenarmeen meistens erst entstehen lassen haben, irgendwie skurril wirken lässt. Kritik an den Machern scheint außerdem auch nicht ganz abwegig. Mehr dazu auch auf dem Onlineblog der ZEIT.

Das ganze Video seht Ihr hier:

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