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Honor 8A bringt Technik und Style in die Einsteigerklasse

Honor spricht wieder die Einsteigerklasse an. Das Honor 8A soll als Rundum-sorglos-Paket auch den schmaleren Geldbeutel mit einem soliden Smartphone beglücken. Das Einsteiger-Smartphone bietet dabei ein 6,09 Zoll FullView Display, welches 87 Prozent der Gehäusefläche einnimmt. Dieses ist im klassischen Honor Dual-Textur-Design gehalten und verfügt auf der Rückseite über einen Fingerabdrucksensor. Zusätzlich wurde kräftig an der Audio-Technik geschraubt. Ein großer Resonanzkörper und ein Hochleistungs-SmartPA-Verstärker sorgen für 30 Prozent mehr Volumen im Vergleich zum Vorgänger. Mit brillianterer Klangqualität, bewirbt Honor das 8A als Heimkino für die Tasche.

Damit das Auge weniger schnell ermüdet, kommt das Honor 8A auch mit einem Bildschirmmodus, bei dem das abgegebene blaue Licht reduziert wird. Damit lassen sich auch bis tief in die Nacht noch Serien schauen. Neben dem Honor View 20 und dem Honor 10 Lite, deckt die Huawei-Tochter nun ein noch breiteres Preisspektrum mit seinen aktuellsten Produkten ab.

KI-Unterstützung auch im unteren Preissegment

Auf technischer Seite lässt sich das Honor 8A auch nicht lumpen. Der nicht mehr allerneueste Achtkern-Prozessor und die 2 GB RAM limitieren das Gerät zwar bei anspruchsvollen Anwendungen, dürften aber für die wichtigsten Apps völlig ausreichen. Das Honor 8A besitzt außerdem eine 13 MP Haupt-Kamera mit f/1,8 breiter Blende, sowie eine 8 MP Front-Kamera. Trotz Einsteigerpreis, verfügt das Honor 8A über KI-Unterstützung für Selfies.

Ein 3.020 mAh Akku sorgt außerdem dafür, dass dem Smartphone nicht allzu schnell die Puste ausgehen sollte. Der Festspeicher beträgt nur 32 GB, lässt sich aber immerhin um bis zu 512 GB erweitern.

Smarte Technik für unter 200 Euro

Für nur 159 Euro ist das Honor 8A ab heute in den Farben Schwarz, Blau und Gold erhältlich. Das Einsteiger-Smartphone erhaltet ihr auf Amazon, bei MediaMarkt, Saturn oder bei HiHonor, dem Honor-eigenen Shop.

Zusammenarbeit zwischen Honor und 1&1 wird ausgebaut

Nicht nur der Verkauf des Premium-Flaggschiffs Honor View 20 lief mit 1,5 Millionen verkauften Geräten gut. Auch die Zusammenarbeit mit Mobilfunkanbieter 1&1 soll künftig weiter ausgebaut werden. Das wird indes mit besonderen Angeboten gefeiert.

Das Honor 8A in Schwarz gibt es für 9,99 Euro pro Monat im ersten Jahr mit der LTE All-Net-Flat und ohne Anzahlung.

Das Honor 8X erhaltet ihr ab 11,99 Euro pro Monat im ersten Jahr ebenfalls in der LTE All-Net-Flat ohne Anzahlung.

Zudem bekommt ihr das Honor View 20 in der Farbe Sapphire Blue in der Premiumversion für 29,99 Euro pro Monat im ersten Jahr.

Den Ausbau der Kooperation sieht Honors Deutschland-Chef Andy Fan als wegweisend an: „Dies ist ein weiterer, wichtiger Schritt, um jetzt zur Top 3 Smartphone-Marke auf dem deutschen Markt aufzusteigen.“

Das Honor 8A jetzt auf Amazon bestellen (Provisionslink)


Image by Honor

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Huawei oder Honor? Smartphones unter 300 Euro im Vergleich

Smartphones unter 300 Euro von Huawei und Honor im Vergleich

Ein gutes Smartphone muss schon lange nicht mehr 500 Euro und aufwärts kosten. Aktuell ist die Mittelklasse so beliebt wie noch nie – und das hat seinen Grund. Zum relativ kleinen Preis bieten viele Hersteller mittlerweile eine solide Ausstattung, sowie Features aus dem High-End-Bereich. Allen voran konzentrieren sich sowohl der chinesische Mutterkonzern Huawei, als auch das Tochterunternehmen Honor auf genau diesen Markt. Doch wo liegen die Unterschiede zwischen den aktuellen Mittelklasse-Geräten beider Hersteller? Huawei oder Honor? Wir zeigen euch eine Übersicht der Smartphones unter 300 Euro im aktuellen Portfolio der chinesischen Unternehmen.

Selfie-Held: Das Huawei Mate 20 lite

Neben dem High-End-Markt vergisst der Hersteller Huawei auch die Mittelklasse nicht. Obwohl das chinesische Unternehmen mit dem Mate X, das über 2.000 Euro kosten wird, auch die preisliche Spitzenklasse bedienen wird, hat Huawei auch Smartphones unter 300 Euro im Angebot. So hat man noch vor der offiziellen Präsentation der aktuellsten Flaggschiff-Serie Mate 20 (Pro) das abgespeckte Modell mit dem Huawei Mate 20 lite vorgestellt. Und obwohl es zu einer UVP von 399 Euro startete, hat es bereits einen Preisverfall hinter sich und zählt nun zu den Smartphones unter 300 Euro auf dem Markt.

Huawei Mate 20 lite: Eines der Smartphones unter 300 Euro
Das Huawei Mate 20 lite. Image by Huawei

Es bietet ein 6,3 Zoll großes LC-Display, das mit 2.340 x 1.080 Pixeln auflöst. Mit an Bord ist der aktuelle Mittelklasse-Chipsatz von Huawei, der Kirin 710 mit acht Kernen. Ihm stehen 4 GB Arbeitsspeicher zur Seite. Die 64 GB interner Speicher sind per Micro-SD-Karte erweiterbar. Weiterhin kommt das Mate 20 lite mit einem 3.750 mAh starken Akku, sowie USB-Typ-C-Schnittstelle für schnelles Laden und ab Werk mit Android 8.1 unter EMUI 8.1.

In dieser Übersicht der Modelle von Huawei und Honor im Vergleich, zeichnet sich das Mate 20 Lite besonders durch seine Kamera-Ausstattung aus. Einerseits kommt es mit der leistungsstärksten Dual-Kamera auf der Rückseite. Sie setzt sich aus einem 20- und einem 2-Megapixel-Sensor zusammen und verfügt über eine f/1.8-Blende. Zusätzlich wartet hier jedoch auch die Frontkamera mit zwei Linsen auf. Die frontseitige Dual-Kamera besteht aus einer 24+2-Megapixel-KI-Kamera und einer f/2.0-Blende. Dadurch kann auch hier der beliebte Bokeh-Effekt erzeugt werden. Aus diesem Grund ist das Mate 20 Lite im Mittelklasse-Vergleich „Honor oder Huawei?“ das Modell für Selfie-Enthusiasten.

Bei Amazon (Provisionslink) ist das abgespeckte Flaggschiff Mate 20 Lite, das im September 2018 erschien, derzeit ab 266 Euro zu haben.

Kompakt zum kleinen Preis: Das Huawei P20 lite

Das wohl kompakteste Modell in unserer Übersicht der Modelle von Huawei und Honor im Vergleich bildet das Huawei P20 lite (Test). Mit 5,84 Zoll bietet das Full-HD+-Display die geringste Displaydiagonale, was all diejenigen unter euch ansprechen dürfte, die sich ein kleineres Smartphone wünschen. Am oberen Displayrand befindet sich eine deutliche Notch, die auch das Design des P20 lite prägt. Im Inneren rechnet der etwas ältere Kirin 659 mit acht Kernen und wird von 4 GB RAM begleitet. Ebenfalls mit von der Partie sind 64 GB interner Speicher, der wieder per Micro-SD-Karte erweitert werden kann, falls ihr doch mehr Speicher braucht. Auch die rückseitige Dual-Kamera befindet sich im Mittelfeld und bietet eine 16- und eine 2-Megapixel-Linse. Für Selfies mit der Frontkamera steht ein 16-Megapixel-Sensor zur Verfügung. 

Smartphones unter 300 Euro: Das Huawei P20 Lite
Das Huawei P20 lite. Image by Huawei

Ab Werk kommt das Huawei P20 lite noch mit Android 8.0 unter EMUI 8.0. Auch der Akku bietet mit einer Kapazität von 3.000 mAh weniger als die anderen Modelle in unserem Vergleich „Huawei oder Honor?“. Dafür verfügt es über Super Charge dank USB-Typ-C-Anschluss. Zudem ist das abgespeckte Modell der 2018er P-Serie des chinesischen Herstellers das mittlerweile günstigste hier gelistete Mittelklasse-Smartphone.

Bei dem Online-Versandhändler Amazon (Provisionslink) könnt ihr das Huawei P20 lite aktuell bereits ab 208 Euro ergattern. 

Triple-Kamera in der Mittelklasse: Huawei P smart und P smart+ 2019

Auf der Suche nach Smartphones unter 300 mit der Fragestellung „Huawei oder Honor?“, dürfen wir auch das Huawei P smart 2019, sowie das neueste Modell Huawei P smart+ 2019 nicht außer Acht lassen. Beide P-smart-Modelle sind hinsichtlich des Designs und der Ausstattung nahezu identisch. Lediglich in puncto Kamera gibt es einen nennenswerten Unterschied.

Doch fangen wir von vorne an. Beide Smartphones kommen mit einer Displaydiagonale von 6,21 Zoll, während das Panel auf der TFT-LCD-Technologie beruht. Die Auflösung liegt bei 2.340 x 1.080 Pixeln. Und auch hier kommt wieder Huaweis Mittelklasse-Chipsatz Kirin 710 zum Einsatz, dem hier 3 GB RAM zur Seite stehen. Weiterhin bietet der Akku eine Kapazität von 3.400 mAh.

Smartphones unter 300 Euro: Das Huawei P smart+ 2019
Das Huawei P smart+ 2019. Image by Huawei

Während beide Frontkameras Selfies mit 8 Megapixeln knipsen, unterscheiden sich die Hauptkameras des Huawei P smart und P smart+ 2019 deutlich voneinander. In der Version ohne Plus setzt der chinesische Hersteller eine Dual-Kamera mit 13+2 Megapixeln ein. Die – zumindest auf dem Papier – beste Kamera in unserer Übersicht der Modelle von Huawei und Honor im Vergleich bietet das Huawei P smart+ 2019. Denn das neueste Smartphone im Bunde kommt als einziges mit Triple-Kamera. Diese setzt sich aus einem 24-, 16-, und 2-Megapixel-Sensor zusammen. Mit im Trio ist auch ein Ultra-Weitwinkel-Objektiv, um besonders viel Bild einer Szene einzufangen. 

Bei Amazon ist das Huawei P smart 2019 (Provisionslink) momentan ab knapp 218 Euro und das P smart+ 2019 (Provisionslink) zur UVP von 259 Euro zu haben.

Der Allrounder: Das Honor 10 Lite

Kommen wir nun zum zweiten Teil, wenn es um die Frage geht: „Huawei oder Honor?“ Denn auch das Tochterunternehmen Honor hat Smartphones unter 300 Euro im Angebot. Und mit dem Honor 10 lite bietet der Hersteller einen echten Mittelklasse-Allrounder. Es kommt weder mit dem größten Display, der höchsten Akkukapazität oder der besten Kamera, kann jedoch alle Bereiche recht solide bedienen. So gehört zu seiner Ausstattung ein 6,21 Zoll großes LTPS-LC-Display, das mit 1.080 x 2.340 Pixeln in Full-HD+ auflöst. Unter der Haube rechnet mal wieder der Kirin 710 Octa-Core-Prozessor, mit dem Huawei erstmals KI in die Mittelklasse brachte. Zur Seite stehen dem Prozessor 3 GB RAM, während der erweiterbare interne Speicher 64 GB mitbringt. Die Stromversorgung geschieht über den fest verbauten Akku mit einer Kapazität von 3.400 mAh. Geladen wird das Smartphone über die eher veraltete Micro-USB-Schnittstelle (weitere Daten hier).

Smartphones unter 300 Euro: Das Honor 10 Lite
Das Honor 10 lite. Image by Jessica Julia Mrzik

Rückseitig verbaut der Hersteller eine Dual-Kamera mit einem 13- und einem 2-Megapixel-Sensor. Für scharfe Selfies stehen frontseitig mit der Single-Kamera 24 Megapixel zur Verfügung, was das Smartphone auch für Selbstporträt-Enthusiaten attraktiv macht.

Das Honor 10 lite (Provisionslink) kommt in den Farben Midnight Black, Sapphire Blue und Sky Blue und ist bei Amazon aktuell für knapp 215 Euro zu haben.

Mehr Display, bitte! Das Honor 8X

Das größte Modell mit 6,5-Zoll-Display im Vergleich „Huawei oder Honor?“ ist das Honor 8X (Test). Mit einer Screen-to-Body-Ratio von 91 Prozent, wie der Hersteller angibt, bietet er viel Bildschirm zum kleinen Preis. Denn es zählt natürlich auch zu den Smartphones unter 300 Euro. Seine Auflösung liegt mit 2.340 x 1.080 Pixeln wieder im Full-HD+-Bereich. Oben drauf kommen zu der Ausstattung des Mittelklasse-Smartphones der Kirin-710-Chipsatz, sowie 4 GB RAM. Wieder ist der interne Speicher per Micro-SD-Karte erweiterbar. Zusätzlich kann es mit seiner Dual-SIM-Fähigkeit punkten, denn es verfügt über drei unabhängige Kartenfächer. So muss keine Entscheidung zwischen Dual-SIM-Option oder zusätzlichem internen Speicher getroffen werden. Ab Werk stehen für den internen Speicher entweder 64 oder 128 GB zur Auswahl. Auch hier ist leider keine neue USB-Typ-C-Schnittstelle vorhanden, weswegen der 3.750-mAh-Akku über ein veraltetes Micro-USB-Kabel geladen werden muss.

Smartphones unter 300 Euro: Das Honor 8X
Das Honor 8X. Image by Jessica Julia Mrzik

Rückseitig kommt auch beim Honor 8X wieder eine Dual-Kamera zum Einsatz. Sie besteht aus einem 20-Megapixel-Hauptsensor mit einer f/1.8-Blende und wird von einem 2-Megapixel-Sensor für Tiefeneffekte unterstützt. Videos sind mit dem Honor 8X maximal in Full-HD bei 60 Bildern pro Sekunde möglich. Videoaufnahmen in 4K sind nicht drin. Dafür stehen Super-Zeitlupen-Videos mit 480 fps zur Auswahl unter den Modi. Für Selfies bietet das 2018er-Smartphone eine Frontkamera mit 16 Megapixeln, die in der Notch Platz findet.

Ab 259 Euro könnt ihr das Honor 8X derzeit bei Amazon (Provisionslink) ergattern. Zur Auswahl stehen die Farben Schwarz, Blau und – brandneu – Phantom Blue. 

Leistung für Gamer: Das Honor Play

Last but not least zeigen wir euch noch das letzte Smartphone in unserer Übersicht der Modelle von Huawei und Honor im Vergleich. Hier gesellt sich noch ein weiteres Gerät zu den Smartphones unter 300 Euro. Das Honor Play (Test) richtet sich – wie sein Name bereits vermuten lässt – an Gamer. Deswegen kommt es auch mit dem stärksten Prozessor im Mittelklasse-Vergleich „Huawei oder Honor?“. Denn dieser ist für die Mittelklasse eher untypisch. Dabei handelt es sich um den Kirin 970 mit acht Kernen, der normalerweise in der Oberklasse Verwendung findet. Er treibt das Gaming-Smartphone von Honor zusammen mit 4 GB RAM an und sorgt so für ein flüssiges Spielerlebnis. Weiterhin verfügt der Akku über eine Kapazität von 3.750 mAh und unterstützt Quick Charge, dank USB-Typ-C – wenn auch auf langsamem Niveau zu aktueller Schnelllade-Technologie.

Smartphones unter 300 Euro: Das Honor Play
Das Honor Play. Image by Honor

Darüber hinaus spricht die weitere Ausstattung wieder eine deutlichere Mittelklasse-Sprache. So kommt hier ein 6,3-Zoll-LC-Display zum Einsatz, das in Full-HD+ auslöst. Der interne Speicher von 64 GB ist wieder per Micro-SD-Karte erweiterbar. Dass das Honor Play eher mit Leistung statt mit seiner Kamera punkten will, zeigt auch hier die Ausstattung. Die rückseitige Dual-Kamera kommt mit einem 16-Megapixel-Hauptsensor mit f/2.2-Blende, der von einer 2-Megapixel-Linse für den Bokeh-Effekt unterstützt wird. Auch frontseitig kommt ein 16-Megapixel-Sensor zum Einsatz.

Die UVP für das Honor Play lag bei 329 Euro. Mittlerweile ist es in den Farben Blau, Violett und Schwarz bei Amazon für knapp 296 Euro erhältlich (Provisionslink).

Huawei oder Honor? Ihr entscheidet!

Wie ihr in unserer großen Übersicht der Smartphones unter 300 Euro von Huawei und Honor im Vergleich sehen könnt, ähnelt sich die aktuelle Mittelklasse in vielen Punkten. Dennoch bietet jedes Smartphone seinen Charme und verfügt über Ausstattungsmerkmale, die im Vergleich etwas mehr oder weniger bieten, als ein anderes Modell. Es bleibt nun also euch überlassen, was euch bei einem Smartphone am wichtigsten ist und deswegen muss jeder für sich selbst die Frage „Huawei oder Honor?“ beantworten.


Images by Huawei, Honor, Jessica Julia Mrzik

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Honor View 20 im Test: Das Loch im Display ist ein Feature, kein Fehler

Honor View 20 im Test

Die Notch ist out: Beim Honor View 20 will der chinesische Hersteller mit einem Kamera-Loch im 6,4 Zoll großen Display punkten. Dieses „Punch-Hole“ genannte Design werden wir 2019 noch in vielen anderen Smartphones wie zum Beispiel dem Samsung Galaxy S10 sehen. Der umstrittene Steg am oberen Handy-Rand, auch Kerbe oder eben englisch „Notch“ genannt, könnte damit bald Vergangenheit sein. Mit einem Prozessor vom Typ Kirin 980, einem 4.000 mAh starken Akku sowie einer 48-Megapixel-Kamera hat das Honor View 20 im Test sogar noch viel mehr zu bieten als ein neuartiges Display.

Oberklasse-Design in der Mittelklasse

Wie man es von einem Flaggschiff-Smartphone erwartet, erweist sich das Honor View 20 im Test einwandfrei verarbeitet. Dank des 2,5D-Glases auf der Vorderseite und der etwas mehr als üblich gewölbten Rückseite liegt das Telefon angenehm in der Hand. Die Glasrückseite ist in Rot, zwei verschiedenen Blau-Tönen und in Schwarz zu haben. Stellvertretend für die Modellbezeichnung schimmert der Buchstabe V je nach Gerätefarbe in einem unterschiedlichen Farbton. Dadurch ist das Smartphone ein echter Hingucker. Es wirkt modern und nur wenig technisch.

Honor View 20 Design
Das Honor View 20 gefällt durch seine schimmernde Rückseite. Image by Timo Brauer

Durch das Muster auf der Gehäuserückseite fallen Fingerabdrücke etwas weniger auf als auf spiegelglatten Geräten, dennoch zieht das Honor View 20 im Test Fingerabdrücke sichtbar an. Der Metallrahmen des Smartphones beherbergt neben den Buttons und dem Ladeanschluss auch noch einen Infrarot-Blaster sowie einen Kopfhöreranschluss. Ferner verfügen die Tasten über einen sehr guten Druckpunkt und wackeln nicht.

Punch-Hole statt Notch im Display

Das 6,4 Zoll große Display ist an allen vier Ecken abgerundet und reicht bis fast an den Rand des Smartphones. Lediglich an der Unterseite ist der Rand minimal dicker. Auf eine Notch hat der Hersteller beim Honor View 20 verzichtet. Deshalb sind einige Umbauten erforderlich gewesen. Beispielsweise ist der Telefonhörer nun in der Displayumrandung untergebracht, während der Helligkeitssensor sich in dem rund 1,5 Millimeter dicken Rand um den Bildschirm und der Annäherungssensor sich im Geräterahmen befinden.

Einzig die Frontkamera ist in einem 4,5 Millimeter großem Loch im Display eingelassen. Dieses fällt im Alltag deutlich weniger auf als eine Notch. Leider ist die Software-Oberfläche von Honor noch auf eine Notch ausgelegt. Deshalb teilt das Honor View 20 im Test die Benachrichtigungen seltsam auf beide Displayseiten auf. Hier kann aber mit einem Software-Update nachgeholfen werden.

Honor View 20 Punch-Hole
Die Ränder des Honor View 20 sind sehr schmal. Trotzdem müssen sie dem Telefonlautsprecher Platz bieten. Denn einen Steg an der Oberseite gibt es nicht mehr. Die Frontkamera existiert als Loch im Display.

Beim verbauten Bildschirm handelt es sich um ein IPS-LCD mit hervorragenden Blickwinkeln und realistischen Farben. Mit einer Auflösung von 2.310 x 1.080 Bildpunkten (FullHD) ist es auch ausreichend scharf. Allerdings hat Honor dem View 20 kein OLED-Display spendiert, was für noch bessere Schwarzwerte aber auch für einen höheren Preis gesorgt hätte.

Performance satt beim Honor View 20 im Test

Ein Kirin-980-Prozessor sorgt zusammen mit 8 GB Arbeitsspeicher für ordentlich Tempo. Dieselbe Kombination steckt auch im deutlich teureren Huawei-Flaggschiff Mate 20 Pro. Der Kirin-980-Chip ist im 7-Nanometer-Verfahren gefertigt und dadurch besonders energieeffizient. Die Bedienung des Smartphones läuft absolut flüssig, die Ladezeiten sind kurz und Apps aus dem Multitasking sind sofort startklar – genauso wie man es 2019 von einem High-End Smartphone erwartet.

Im Geekbench-Test kann der Kirin 980 im Vergleich zum Kirin 970 seine Werte beinahe verdoppeln. So erreicht das Honor View 20 im Test einen Single-Core Score von 3.316 und einen Multi-Core Score von 9.762 (Kirin 970: 1757, 5798). Dies sind zwar nur theoretische Werte. Jedoch lassen sich gerade beim Laden von aufwändigeren Spielen oder beim Fotografieren auch in der Praxis deutliche Unterschiede feststellen.

Beim Speicher hat Honor ebenfalls nicht gespart. Daher stehen euch wahlweise 128 oder 256 GB zur Verfügung. Der SIM-Slot bietet zwar Platz für zwei Mobilfunkkarten, jedoch nicht für eine Speicherkarte zur Erweiterung des internen Speichers.

Akku hält und hält

Der Akku des Honor View 20 hat eine Kapazität von 4000 mAh und ist dank Huawei-Supercharge innerhalb von rund 90 Minuten wieder voll aufgeladen. Diese Funktion in Anspruch zu nehmen, ist allerdings eigentlich nie notwendig, wenn man das Telefon über Nacht auflädt. Auch bei intensiver Nutzung hat mir der Akku des Honor View 20 im Test immer für einen kompletten Tag gereicht.

Magic UI: Honor setzt künftig auf eigene Android-Oberfläche

Wie bei den meisten Android-Geräten kleidet Honor das Google-Betriebssystem mit einer eigenen Oberfläche. Bisher griff der Hersteller dabei auf die Software von Konzernmutter Huawei zurück. Künftig will er eigene Wege gehen und sich von Huawei unabhängiger machen. Dies beginnt bereits mit einem neuen Namen: Magic UI. Derzeit unterscheidet sich die Oberfläche jedoch nicht großartig von Huaweis EMUI. Lediglich Kleinigkeiten wie die Wecker-App haben ein leicht verändertes Design. In Zukunft könnte es jedoch noch mehr Unterschiede geben.

Typisch für Huawei und Honor sind die vielen zusätzlichen Einstellmöglichkeiten, denen wir beim Honor View 20 im Test begegnen. So lassen sich die Shortcuts in der Benachrichtigungszentrale individuell anpassen oder die Navigationselemente am unteren Bildschirmrand ausblenden und durch eine Gestensteuerung ersetzen. Grundsätzlich gefällt mir Honors Softwareoberfläche sehr gut. Sie ist durchdacht, einfach zu verstehen und sieht modern aus.

Kleine Gimmicks werten die UI zusätzlich auf. So lässt sich per Lauter-Taste und Powerbutton eine Bildschirmaufnahme starten und beim Aufladen des Gerätes bekommt man eine coole Animation angezeigt, die euch über die verbleibende Ladedauer informiert.

Magic UI 2 basiert auf Android 9, wobei Honor Android-Updates relativ zeitnah herausbringt. Auch ein Update auf die nächsten beiden Android-Versionen (10 und 11) ist relativ sicher.

Kamera des Honor View 20 im Test: Detailreiche Stillleben

Als Highlight verbaut Honor einen 48-Megapixel-Sensor von Sony in der Hauptkamera auf der Rückseite des Smartphones. Auf eine Zoom-Linse oder einen Weitwinkel muss man beim Honor View 20 jedoch verzichten. Die zweite Aufnahmeeinheit des Dual-Kamera-Setups ist lediglich ein 3D-Sensor, der mittels Infrarot-Technik Abstandsinformationen zur Berechnung der Tiefenschärfe registriert.

Seine Stärken zeigt die Kamera des Honor View 20 im Test bei unbewegten Motiven. Das gilt beispielsweise für den „Ultra Clarity“-Modus. Darin nimmt das Smartphone mehrere Bilder nacheinander auf und berechnet so ein noch detailreicheres Bild. Das funktioniert auch im Nachtmodus fantastisch, wie die Testfotos zeigen. Auch beim Abfotografieren von Dokumenten ist der „Ultra Clarity“ Modus nützlich. Ein Textdokument ist auch nach mehreren Metern Entfernung noch lesbar, das iPhone XS hat hier trotz zweiter Zoom-Linse das Nachsehen.

Auf der Frontseite macht die 25-Megapixel-Selfiekamera ebenfalls scharfe Bilder. Dies benötigt durch den fehlenden Autofocus jedoch manchmal einige Versuche.

Fazit: Design und Leistung überzeugen beim Honor View 20 im Test

Beim Honor View 20 im Test begeistert uns zum einen das Design. Die schillernde Glasrückseite mit V-Design und die dünnen Ränder des Displays mit Punch-Hole, lassen das Gerät schick und modern wirken. Dank Oberklasse-Prozessor und mehr als ausreichend Arbeitsspeicher hat das Honor View 20 auch viel Leistung zu bieten. Dabei kann es sich locker mit dem Huawei Mate 20 Pro messen. Mit einem relativ niedrig angesetzten Startpreis von 570 Euro ist das Gerät deutlich günstiger als viele andere High-End-Smartphones. Wer auf kabelloses Laden und einen OLED-Bildschirm verzichten kann, erhält mit dem Honor View 20 ein herausragendes Smartphone mit erstklassigem Arbeitstempo, einer guten Kamera und langer Akkulaufzeit.

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Honor 10 lite: Ganz großes Android-Handy zum „lighten“ Preis

Honor 10 lite

Das Honor 10 war eine der Smartphone-Sensationen des Jahres 2018. Schließlich steckte darin ganz viel Technik vom Triple-Kamera-Pionier Huawei P20 Pro – aber für weniger Geld. In der Fachwelt kam das Honor 10 deshalb gut an. Den Nerv des Publikums traf es wohl auch. Denn mit dem Modellableger Honor 10 lite will der Hersteller die Welle weiter reiten. Normalerweise sind Geräte mit dem Zusatz „lite“ schwache Schatten ihrer Vorbilder. Doch in diesem Fall müssen Käufer im Vergleich auf kaum etwas verzichten. Für rund 250 Euro kommt das Honor 10 lite daher zu einem fairen Preis heute in den Handel.

Android 9 und XXL-Display: Das hat das Honor 10 lite zu bieten

Auffälligstes Highlight ist das fast rahmenlose Display, das mit einer Diagonale von 6,21 Zoll sehr viel Fläche zum Eintauchen ins Geschehen bietet. Nur eine sogenannte Dewdrop-Notch ragt am oberen Rand hinein. Ansonsten bietet das Honor 10 auf der Front Display, wohin man blickt. Der Anteil an der Gesamtfläche ist mit 90 Prozent sehr hoch. Mit FullHD+ (2.340 x 1.080p) bietet das Display auch sehr scharfes Bild.

Als Hingucker auf der Rückseite kleidet Honor das Gerät in drei schillernde Blau- und Schwarztöne. Dort sind zudem eine Dual-Kamera und ein Fingerabdrucksensor zu finden. Ebenso wie bei der 24-MP-Frontkamera, können Anwender KI-gestützte Foto-Software für Porträtlichteffekte wie im Studio einsetzen.

Unter der Haube sorgt ein Mittelklasse-Prozessor vom Typ Kirin 710 für ein Arbeitstempo, das im Alltag ausreichend flott sein dürfte. Dem Rechenknecht stehen angemessene 3 GB Arbeitsspeicher zur Seite. Mit dem Grafik-Beschleuniger GPU Turbo 2.0 soll das Honor 10 lite auch grafisch anspruchsvolle Spiele flüssig darstellen. Fotos, Videos und Apps lassen sich auf 64 GB Nutzerdatenspeicher ablegen. Ein überdurchschnittlich leistungstarker Akku mit 3.400 mAh sorgt dafür, dass dem Honor 10 lite dabei nicht so schnell die Puste ausgeht.

In der Software-Abteilung ist Honor ganz vorn dabei. Der Hersteller liefert den Neuzugang mit Android 9 Pie aus, Googles aktuellem Betriebssystem. Im Stile von Google Lens packt Honor zudem den „All-in-One“-Assistenten HiVision auf das Gerät. Die App soll mithilfe der Kamera 400 europäische Wahrzeichen und 10 Millionen renommierte Kunstwerke in 40 Städten auf der ganzen Welt identifizieren und detaillierte Informationen dazu liefern. Außerdem informiert die App über die Kalorien in abfotografierten Lebensmitteln. Abfotografierte Schilder und Texte kann sie in zehn Sprachen übersetzen.

Kleine Unterschiede zum Honor 10

Im Vergleich zum 90 Euro teureren Honor 10 müssen Käufer der lite-Version kaum Abstriche machen. Dass das Honor 10 lite Kabelverbindungen über Micro-USB statt USB Typ C eingeht, lässt sich verschmerzen. Schwerer wiegen die Einbußen bei der Kamera. Nominell bieten beide Geräte eine Dual-Kamera. Doch das Honor 10 kann dabei mit einem optischem Zweifach-Zoom aufwarten, während die lite-Version nur ein Weitwinkel zu bieten hat. Die zweite Einheit bietet keine weitere Brennweite, sondern dient dazu, Tiefeninformationen für das simulierte Bokeh zu sammeln.

Erwartungsgemäß ist der Prozessor im Honor 10 lite auch nicht ganz so stark wie im Original. Das größere Display hat jedoch der Neuzugang. Alles in allem hat Honor daher ein sehr gutes Paket mit ausgewogenem Preis-Leistungs-Verhältnis geschnürt. Auf der Suche nach einem starken Handy für wenig Geld haben Honor-Fans damit die Qual der Wahl zwischen dem Honor 10, dem Honor 10 lite sowie dem Honor 8X und Honor Play.

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Honor 9 lite im Test: Mittelklasse-Handy im Flagship-Design

Honor 9 lite im Test

Ohne viel Trubel hat die Huawei-Tochter Honor eine günstigere Version des Honor 9 vorgestellt. Das Honor 9 lite überrascht besonders mit einem sehr hochwertigen Design und einer Dual-Kamera auf der Rückseite sowie an der Front. Ich hatte das Smartphone bereits einige Tage im Einsatz und konnte es genauer unter die Lupe nehmen. Wie das neue Mittelklasse-Smartphone abgeschnittenes hat, erfahrt ihr hier. 

High-End Feeling

Beim Auspacken des Smartphones war ich einerseits positiv vom Design und der Verarbeitung des Smartphones überrascht. 2,5D-Glas auf Front- und Rückseite sowie der Rahmen aus Aluminium sorgen außerdem für einen hochwertigen Gesamteindruck. Auch ein „randloses“ Design sowie ein 18:9-Display sucht man sonst in dieser Preisklasse vergeblich. Bei dem Display handelt es sich um ein LCD-Display der zwar scharf auflöst und gute Blickwinkel bietet, aber bei Farbwiedergabe und Schwarzwert nicht mit OLED-Displays von hochpreisigeren Smartphones mithalten kann.

Solide Performance

Der verbaute Octa-Core Kirin-659-Prozessor liefert zudem eine solide Performance, die für alle alltäglichen Aufgaben sowie kleine Spiele problemlos ausreicht. Das Wechseln zwischen mehreren großen Apps war dank der verbauten 3 GB RAM außerdem kein Problem. Der 32 GB große, interne Speicher kann durch eine Micro-SD-Karte auf bis zu 256 GB erweitert werden. Android ist in der neusten Version 8.0 installiert, zusammen mit Honors eigener Softwareoberfläche EMUI 8.0. Diese hat mir durch ihr schlichtes, etwas an iOS angelehntes Design sehr gut gefallen. Alle System-Apps haben zudem ein einheitliches Design und lassen sich leicht bedienen. Einzig die App-Icons auf dem Home-Bildschirm sehen etwas altmodisch aus, weswegen ich mir relativ bald den Microsoft Launcher installiert habe. Ein nettes Extra sind außerdem die kleinen Zusatzfunktionen von EMUI, wie zum Beispiel die Möglichkeit, per Lauter-Taste und Powerbutton einen Bildschirmrecorder zu starten oder die coole Animation beim Laden.

Akkuleistung alltagstauglich

Der Akku hat eine Kapazität von 3.000 mAh, was mich in meinem Test, auch bei kalten Temperaturen, locker durch den Tag gebracht hat. Auf eine Schnelllade-Funktion sowie einen modernen USB-Type-C Port muss man hingegen leider Verzichten. Für den normalen Nutzer, der sein Handy über Nacht auflädt, ist das aber eher kein Problem.

Honor 9 lite: Zahlreiche Schnittstellen

Für Fans kabelgebundener Kopfhörer verfügt das Honor 9 lite außerdem über einen Kopfhöreranschluss. Ferner ist es möglich, zwei Simkarten gleichzeitig in dem Smartphone zu nutzen und somit auf zwei Nummern erreichbar zu sein. Man muss sich hierbei aber entscheiden, ob man eine Speicherkarte oder eine zweite Simkarte in das Telefon einlegen möchte. Der Fingerabdrucksensor ist auf der Rückseite verbaut und reagiert wie gewohnt sehr schnell und zuverlässig. Durch die Position auf der Rückseite lässt er sich außerdem leicht drücken, wenn man das Telefon aus der Tasche zieht, aber auf dem Schreibtisch muss man das Telefon jedes Mal anheben, um es zu entsperren.

Kamera

Das Smartphone bietet auf beiden Seiten die gleiche Dual-Kamera mit einer Auflösung von 13 Megapixeln auf der ersten und 2 Megapixeln auf der zweiten Linse. Die Fotos werden immer mit der hochauflösenden Linse aufgenommen, während die zweite Linse lediglich Informationen über die Tiefenschärfe der Aufnahme liefert, um einen Bokeh-Effekt zu erzielen. Es ist außerdem möglich, später auszuwählen auf welche Person oder Gegenstand im Bild der Bokeh-Effekt angewendet werden soll. Wie ihr auf den Testfotos sehen könnt, funktioniert dies bei guten Lichtverhältnissen sehr gut.

Honor 9 lite im Test
Farben und Kontrast sind bei guten Lichtverhältnissen sehr gut. Image by Timo Brauer

Bei dunkleren Lichtverhältnissen tritt hingegen ein leichtes Bildrauschen auf. Für den Preis geht die gebotene Qualität aber absolut in Ordnung, wer hier mehr erwartet, muss deutlich mehr Geld investieren. Auch normale Fotos gelingen bei ordentlichen Lichtverhältnissen sehr gut. Bei Videoaufnahmen könnte jedoch der Autofokus etwas schneller sein. Die Kamera-App selber ist sehr übersichtlich gestaltet, lässt sich durch Wischgesten bedienen und bietet zudem viele Einstellungsmöglichkeiten und Filter.

Honor 9 lite im Test
Bei schwachem Umgebungslicht setzt schnell Bildrauschen ein. Image by Timo Brauer

Fazit: Mittelklasse im High-End-Design

Die beiden schärfsten Konkurrenten des Honor 9 lite dürften Samsungs Galaxy A5 (2017) und Huaweis Mate 10 lite sein. Beim Mate 10 bekommt man für rund 50 Euro mehr zwar den doppelten Speicher, muss andererseits aber auf ein schickes Glasdesign und eine Dualkamera auf der Frontseite verzichten. Beim Galaxy A5 (2017) bekommt man für ebenfalls 50 Euro, mehr einen Fingerabdrucksensor auf der Vorderseite, zudem einen USB-Typ-C-Anschluss, dafür aber eine zwei Jahre alte Android Version. Außerdem fehlt eine Dual-Kamera komplett. Insgesamt bietet das Honor 9 lite das beste Gesamtpaket, was es zu meinem Favoriten bei Smartphones unter 300 Euro macht.

Für 229 Euro bekommt man ein hochwertig verarbeitetes Smartphone mit schickem Design, 18:9 Display und außerdem einer guten Performance.

Das Honor 9 lite kann ab sofort bei Honor bestellt werden. Die ersten Besteller erhalten eine 64 GB Micro-SD-Karte kostenlos dazu.

+ Hochwertiges Design

+ 18:9 Display mit dünnen Displayrändern

+ Solide Kamera

– Kein USB-Typ-C

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Welche Smartphones Android 8 Oreo erhalten – und warum viele andere leer ausgehen

Android 8 Oreo (Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt)

Googles aktuelles mobiles Betriebssystem Android 8 Oreo bringt viele neue Funktionen. Jedoch werden erneut bei weitem nicht alle Android-Smartphones das Upgrade erhalten. Die Update-Versorgung ist ein chronisches Problem bei Android, wie auch ein jüngerer Bericht zeigt. Warum ist das eigentlich so? Und welcher Nutzer darf sich eigentlich auf das neue Betriebssystem für sein Gerät freuen?

Upgrade ist ein komplizierter Vorgang

Um das zu verstehen, muss man wissen, wie eine neue Android-Version entwickelt wird. Zunächst hatte Google im März 2017 die Version Android 8.0, damals noch mit dem Codenamen O, angekündigt. Anschließend konnten Entwickler sich in den Folgemonaten verschiedene Betaversionen herunterladen, um die Funktionalität mit ihren Apps zu testen und die neuen Softwareschnittstellen, die sogenannten APIs, zu integrieren.

Doch erst nach dem finalen Release am 21. August 2017 veröffentlichte Google den Quellcode von Android 8 Oreo im sogenannten Android Open Source Project (kurz AOSP). Erst jetzt können die Chipsatz-Hersteller wie Qualcomm und Mediatek entscheiden, ob sie Hardware-Treiber für ihre Prozessoren veröffentlichen werden.

Sobald diese Treiberupdates fertig entwickelt sind, können die Smartphone-Hersteller anfangen, an einem Software-Update zu arbeiten. Die fertige Software muss dann noch von Google und eventuell von den einzelnen Netzbetreibern zertifiziert werden, bevor das Update an euch ausgeliefert werden kann. Dies alles dauert einfach seine Zeit. Daher können Monate ins Land ziehen, bis Android 8 Oreo auf euren Smartphones landet.

Android 8 Oreo verspricht Besserung

Mit Android 8 Oreo führt Google Project Treble ein. Damit will es den Smartphone-Herstellern ermöglichen, Software-Updates schneller an ihre Kunden auszuliefern. Dazu wurde eine neue Hardware-Schnittstelle, das sogenannte Vendor Interface, entwickelt. Dieses macht das Android-System unabhängig von den Chipsatz-Treibern, wodurch die Smartphone-Hersteller nicht mehr von den Chipsatz-Herstellern abhängig sind und schneller Software-Updates entwickeln können.

Unklar ist jedoch, inwiefern diese neue Möglichkeit die komplexen Entwicklungsstrukturen mit ihren vielen Beteiligten tatsächlich in der Praxis verschlanken kann, wie Heise betont. Außerdem kann Project Treble nichts gegen Update-unwillige Hersteller ausrichten. Womöglich werden dann ohnehin nur Sicherheits-Patches, aber keine Funktions-Updates bei euch ankommen. Google versucht schon länger vergeblich, seine Partner zu einer besseren Update-Versorgung zu drängen. Daher das ist der neuste Vorstoß keine Garantie, dass sich wirklich etwas bessert.

Nur wenige Hersteller haben sich festgelegt

In dieser Übersicht fasse ich euch alle aktuellen Smartphones zusammen, die mit einem Update auf Android 8 Oreo rechnen dürfen. Bislang haben sich noch nicht alle Hersteller dazu geäußert. Da es dennoch bei einigen Smartphone-Modellen relativ sicher ist, dass diese das Upgrade bekommen, habe ich diese auch in der Übersicht aufgeführt und mit „unbestätigt“ gekennzeichnet.

Google

Googles eigene Smartphones erhalten Softwareupdates für mindestens 18 Monate nach Marktstart. Neben Nexus-Geräten erhalten die erste und natürlich auch 2 Generation der Pixel-Modelle Oreo:

Samsung

Galaxy S8 Test
Samsung Galaxy S8. Image by Julia Froolyks

Samsung hat sich bislang noch nicht geäußert, welche Smartphones das Update erhalten werden. Alle Geräte, die dieses Jahr vorgestellt wurden, sowie die Top-Geräte aus dem letzten Jahr, dürfen aber auf jeden Fall mit dem Update rechnen. Auch die A-Serie aus 2016 und das Note 5 könnten das Update noch zu einem späteren Zeitpunkt erhalten.

HTC

HTC U11 im DXO Mark
HTC U11. Image by Jonas Haller

HTC hat über Twitter das Update für einige Modelle inzwischen bestätigt. Für das U11 soll das Update demnach im vierten Quartal 2017 erscheinen. Neben dem U11 werden aber ebenfalls HTCs andere Smartphones aus 2017 das Update erhalten. Einzig das U Play fehlt in der Ankündigung. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass die Lite-Variante des U Ultra das Update zu einem späteren Zeitpunkt erhalten wird. Das U11+ erscheint gleich zum Marktstart mit Oreo.

OnePlus

OnePlus hat das Update auf Android 8 Oreo bereits für das OnePlus 3 sowie 3T bestätigt. Damit ist auch ein Update für das zum Zeitpunkt der Bestätigung noch nicht vorgestellte OnePlus 5 ebenfalls sicher. Das OnePlus 2 wird das Update aber nicht mehr erhalten.

Nokia

Nokia 8. Image by Jonas Haller

Nokia hat für all seine Smartphones das Update bereits zugesagt. Demnach sollten das Nokia 3, 5 und 6 zeitnah mit Android 8 Oreo ausgestattet werden. Das Nokia 8 wird zum Marktstart noch mit Android 7 ausgestattet sein, erhält aber definitiv ein Update.

Motorola/Lenovo

Lenovo hat die Smartphones der Moto-Serie in der Vergangenheit immer zeitnah mit Updates versorgt. Auch dieses Jahr hat Lenovo eine komplette Liste aller Smartphones veröffentlicht, die das Update erhalten werden. Die Top-Geräte aus 2017 und 2016, sowie die G-Reihe aus 2017 erhalten Android 8. Auch das auf der IFA vorgestellte Moto X4 wird das Update erhalten. Bei der Veröffentlichung der Liste gab es Kritik von einigen Nutzern, die behaupteten, Motorola habe bei der Einführung des Moto G4 Plus ebenfalls ein Update auf Android O versprochen. Lenovo hat auf die Kritik reagiert und angekündigt, das Update nachzuliefern, was aber noch bis 2018 dauern könnte. Ob es für das kleinere Moto G4 ebenfalls ein Update geben wird, ist fraglich.

  • Moto Z
  • Moto Z Play
  • Moto Z2 Force
  • Moto Z2 Play
  • Moto X4
  • Moto G5
  • Moto G5 Plus
  • Moto G5S
  • Moto G5S Plus
  • Moto G4 Plus

LG

LG V30
LG V30. Image by Jonas Haller

LG lässt sich erfahrungsgemäß viel Zeit mit Software-Updates. Das aktuelle Flagship-Smartphone G6 hat bis jetzt noch kein Update auf Android 7.1 erhalten. Dennoch werden das G6 sowie das V20 das Update irgendwann erhalten. Ob das G5 auch noch auf die Aktualisierung hoffen kann, ist eher fraglich. Allerdings wird das technisch fast identische Nexus 5X das Update erhalten. Für das gerade erst vorgestellte Mittelklasse-Smartphone Q6 ist ein Update auf Android 8 ebenfalls fraglich. Das V30 hingegen erhält auf jeden Fall das Update auf Android 8, erscheint zum Start aber noch mit Nougat.

Sony

Sony hat sich ebenfalls noch nicht zu Updates auf Android 8.0 Oreo geäußert. Dennoch darf man davon ausgehen, dass der japanische Hersteller alle Smartphones von 2017 und die Flaggschiff-Geräte aus 2016 mit einem Update versehen wird. Hingegen die XA-Serie aus 2016 wird wohl eher kein Update mehr erhalten. Jedoch das neue XZ1 und XZ1 Compact werden direkt mit Oreo ausgeliefert.

  • Xperia XZ Premium (unbestätigt)
  • Xperia XZs (unbestätigt)
  • Xperia XZ (unbestätigt)
  • Xperia X (unbestätigt)
  • Xperia X Compact (unbestätigt)
  • Xperia X Performance (unbestätigt)
  • Xperia XA1 (unbestätigt)
  • Xperia XA1 Ultra (unbestätigt)
  • Xperia XZ1
  • Xperia XZ1 Compact

Huawei/Honor

Huawei Nova 2
Huawei Nova 2. Image by Timo Brauer

Für Smartphones von Huawei, sowie deren europäischer Tochterfirma Honor, werden erfahrungsgemäß relativ zügig Updates bereitgestellt, obwohl größere Anpassungen der Benutzeroberfläche vorgenommen werden müssen. Honor gibt auch auf Nachfrage keine Auskunft über die Update-Roadmap. Jedoch kann man mit einem Update für das Honor 9, 8 Pro, sowie 6X rechnen. Ob das Honor 8 das Update noch bekommt, ist fraglich. So hatte beispielsweise das Honor 7 das Update auf Android 7 nicht mehr erhalten.

Huawei hat sich bei der Vorstellung des Mate 10 zum Update-Fahrplan geäußert. Demnach erhalten definitiv das Mate 9, das P10 und das P10 Plus die Aktualisierung auf Oreo. Zum kürzlich vorgestellten Nova 2 sagte Huawei jedoch nichts. Dennoch ist ein Update für das Mittelklasse-Gerät aus unserer Sicht wahrscheinlich. Und schließlich wird das neue Mate 10 Pro ab Marktstart bereits mit Android 8 ausgestattet sein. Hingegen die abgespeckte Variante Mate 10 Lite erhält zumindest zum Start nur Android 7.

BQ

Fingerabdruckscan Aquaris X (Image by Anne Jerratsch)
BQ Aquaris X. Image by Anne Jerratsch

Unterdessen hat auch die spanische Marke BQ mitgeteilt, welche in den Jahren 2016 und 2017 erschienenen Smartphones sie mit Oreo aktualisieren wird. Demnach garantiert BQ für alle seine Smartphones mindestens eine Aktualisierung zur neusten Version. Das gilt sowohl für die Flaggschiffe als auch für die viel günstigeren Einstiegergeräte, wie der Hersteller mitteilt. Manche Modelle versieht BQ sogar mit einem zweiten großen Update. Das trifft zum Beispiel auf das Aquaris X5 Plus und die Smartphones der Aquaris U-Reihe zu. Sie erschienen 2016 mit der Android-Version 6.0.1 Marshmallow, erhielten im Laufe dieses Jahres ein Update auf Android 7.1 und bekommen in Kürze auch Android 8 Oreo. Außerdem verpflichtet sich BQ, alle Modelle zwei Jahre ab der Markteinführung um Sicherheitspatches zu aktualisieren.

  • Aquaris X
  • Aquaris X Pro
  • Aquaris X5
  • Aquaris U
  • Aquaris U Lite
  • Aquaris U Plus
  • Aquaris V
  • Aquaris V Plus
  • Aquaris U2
  • Aquaris U2 Lite

Asus

Asus spendiert nicht nur der aktuellen und erst im September präsentierten vierten Generation eine Aktualisierung auf Android 8.0 Oreo, sondern auch den Vorgängern der dritten. Wann genau es zu den Update-Wellen kommen soll, ist noch unklar. Aber spätestens in der zweiten Jahreshälfte von 2018 sollen alle Geräte nach und nach beliefert werden. Doch ist bei Asus nicht nur wichtig, was unter der Haube passiert, denn der taiwanesische Hersteller setzt auf die eigenentwickelte Oberfläche ZenUI. Ein Update auf Android 8 bedeutet in jedem Falle auch ein Update auf die ZenUI 4.0, welche optisch aufgefrischt und deutlich entschlackt auftritt. Statt über 30 Apps sind künftig nur noch 13 vorinstalliert, insgesamt läuft sie flüssiger und zuverlässiger.

Asus Zenfone 3 Deluxe
Asus Zenfone 3 Deluxe. Image by Jonas Haller

Mit Material von Berti Kolbow-Lehradt und Jonathan Kemper.
Letztes Artikel-Update: 2.11.2017


Teaser Image: Google Keynote, Screenshot by Timo Brauer; Images by Jonas Haller, Timo Brauer, Anne Jerratsch, Julia Froolyks.


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China-Smartphones im Überblick: Das sind die besten Hersteller

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„Kauf dir doch ein China-Smartphone! Die sind eh viel günstiger!“ Diesen Tipp habt ihr doch bestimmt schon mal bekommen, oder? Ganz Unrecht haben die Kollegen da nicht: Für kleines Geld lassen sich im fernen Osten Telefone kaufen, die den verfügbaren Geräten auf dem deutschen Markt in nichts nachstehen – und das trotz guter Qualität, aktueller Prozessoren und einem kulanten Support, von dem O2-Kunden nur träumen könnten. Inzwischen sind die beliebtesten China-Smartphones nicht nur über Alibaba, Banggood und Co. verfügbar, sondern werden hierzulande direkt bei Amazon verkauft. Dadurch gibt es keine nennenswerten Zollprobleme und sogar eine deutsche Gewährleistung. Wir wollen euch in Deutschland erhältliche China-Smartphones, die ursprünglich nicht für diesen Markt gebaut wurden, vorstellen und Empfehlungen geben.

Xiaomi: Marktführer in China

Noch nie was von Xiaomi gehört? Dann hast du auf jeden Fall einiges an topaktueller Hardware zum richtigen Schnäppchenpreis verpasst. Die Firma Xiaomi produziert neben Smartphones auch Fitnessarmbänder, Powerbanks, Smart-Home-Gerätschaften, Drohnen und sogar einen Reiskocher. Mit dem Xiaomi Mi Mix machte der Konzern aus Peking klar, dass sich in der Smartphone-Welt etwas gewaltig geändert hatte: Plötzlich waren die Chinesen nicht mehr nur „böse“ Copycats, wie Samsung und Apple sie gerne bezeichneten. Vielmehr waren sie an der Spitze des Designgipfels gelandet, der Geräte von bekannten Herstellern altbacken aussehen ließ. Eine so riesige Screen-to-Body-Ratio, so bezeichnet man das Verhältnis zwischen Display und Gerät selbst, konnte noch kein Hersteller in einem serienreifen Telefon ausliefern.

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Image by Xiaomi

Für High-End-Interessenten bietet Xiaomi mit dem Mi 6 einen direkten Konkurrenten zum Samsung Galaxy S8 an. Das Smartphone nutzt den gleichen Prozessor wie das S8, namentlich den Snapdragon 835. 6 GB Arbeitsspeicher sorgen für eine fixe Datenverarbeitung. Das sind zwei mehr, als der Konkurrent von Samsung zu bieten hat. Neben dem Weitwinkelobjektiv verbaut Xiaomi auch eine Linse mit zweifachem Zoom. Und das Beste ist natürlich der Preis: Für 400 Euro gibt es die Version mit 128 GB Speicher. Das Galaxy S8 kostet mit lediglich 64 GB über 200 Euro mehr.

China-Smartphones: Xiaomi kann auch Mittelklasse

Lieber etwas im Mittelklasse-Segment gefällig? Klar, kein Problem: Das Xiaomi Redmi Note 4x Pro zeigt auf dem 5,5 Zoll großen Display mit Full-HD-Auflösung neben Apps wie Facebook und Whatsapp auch problemlos Spiele flüssig an. In der besten Ausstattungsmöglichkeit stecken neben 4 GB RAM auch 64 GB interner Speicher im Smartphone. Der recht aktuelle Prozessor Helio X20 ist auch bei Sony-Smartphones verbaut und trotz der Mittelklasse-Leistung zukunftssicher. Für etwa 220 Euro ist das Note 4X Pro eine günstigere Alternative zum in Deutschland weit verbreiteten Samsung Galaxy A3, das inzwischen für 240 Euro über die Ladentheke geht. Ganz nebenbei sind die Spezifikationen noch um einiges besser.

Und für ein günstiges Akkumonster, das trotzdem recht gute Hardware bietet, zahlt man bei Xiaomi 130 Euro. Dafür gibt’s ein Redmi 4X Pro mit 2 GB Arbeitsspeicher, 16 GB Flash-Speicher und einen Snapdragon 435-Prozessor. Der Akku hält mit 4.000 Milliamperestunden im moderaten Gebrauch ohne Probleme für zwei Tage. Damit ist das Smartphone prinzipiell genau das Richtige für einen Festival-Trip, für deine Eltern, die das Gerät gerne mal über Nacht nicht ans Ladekabel hängen oder vielleicht auch für dich, der den ganzen Tag einen leistungsstarken Akku für dauernde Mail-Synchronisationen oder Ähnliches benötigt.

China-Smartphones von OnePlus: Hä, das sind Chinesen?

Tatsächlich ist OnePlus im Verständnis vieler Konsumenten in Europa als eine europäische Firma aufgetreten. Stattdessen verbirgt sich hinter der Firma der Chinese Liu Zuohu. Er ist der ehemalige Geschäftsführer von Oppo und wollte mit OnePlus und zwei einfachen Grundsätzen durchstarten: Günstiger Verkaufspreis trotz High-End-Specs und nur das nötigste Marketing. Seine Philosophie setzte sich durch – so konnte OnePlus inzwischen das sechste Smartphone an seine Kunden ausliefern.

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Image by OnePlus

Der Konzern ist in Deutschland mittlerweile gut bekannt, unter anderem dank (inzwischen) umfangreicher Werbung und die künstliche Verknappung durch das ursprüngliche Invite-System, mit dem der Hype seinen Lauf nahm. Die Niedrigpreispolitik musste derweil etwas leiden. Das OnePlus 5 kostet in Deutschland rund 500 Euro. Die günstigsten China-Smartphones für Europa sind OnePlus-Telefone also inzwischen nicht mehr, immerhin wird das oben erwähnte Xiaomi Mi 6 für 100 Euro weniger verkauft. Einziger Unterschied: „Nur“ 6 statt 8 GB RAM sind verbaut.

Oppo: Innovativ, aber recht unbekannt

Wahrscheinlich hast auch du vor drei Jahren etwas über das Oppo N3 gelesen: Das Smartphone kam mit dem innovativen Feature daher, bei dem die Kamera drehbar war. Die eine Kamera konnte dadurch tiefer gebaut werden, gleichzeitig bot das Smartphone mit 16 Megapixeln damals ein großes Alleinstellungsmerkmal.
Auch heutzutage kann Oppo mit Neuerungen punkten: Mit VOOC Flash Charge können Akkus von Oppo-Geräten besonders schnell geladen werden. Auch gab es vor kurzer Zeit einen funktionsfähigen Prototypen einer Smartphone-Kamera mit fünffachem optischen Zoom zu sehen. Jedoch müssen wir derzeit ganz klar sagen: Der Kauf eines China-Smartphones von Oppo lohnt sich aktuell nicht. Das liegt daran, dass das derzeitige Topmodell nur einen Mittelklasse-Prozessor verbaut hat und gleichzeitig nicht besonders günstig ist.

Honor: Die können was!

Honor ist seit Ende 2014 im deutschen Raum bekannt. Es handelt sich hierbei um einen günstigen Ableger der Firma Huawei, was der Qualität und Leistung aber keinen Abbruch tut. Das aktuelle High-End-Modell heißt Honor 9 und bietet als eines der Hauptfeatures eine Dual-Kamera mit einem 20- und einem 12-Megapixel-Sensor. Der Prozessor Kirin 960 kommt zwar nicht an den aktuellen Snapdragon 835 heran, schlägt den zweitschnellsten Snapdragon-Chip 821 aber deutlich. 6 GB RAM sind State-of-the-Art und für einen Preis von 400 Euro nicht selbstverständlich. Das 3D-Glas der Rückseite erzeugt schöne, auffällige Reflektionsmuster. Der 3.200 mAh starke Akku lässt sich dank Supercharge-Technologie innerhalb kurzer Zeit vollständig laden. Unter dem Namen Honor bringt Huawei China-Smartphones der Extraklasse auf den Markt.

ZTE: Alt bewährter Hersteller

ZTE hat zwar aktuell kein Smartphone, das andere Hersteller in den Schatten stellen könnte. Dennoch ist die Firma eine der bekanntesten Marken, die sich auch auf dem deutschen Markt mit China-Smartphones bewegen. Das ZTE Axon 7 ist schon fast ein Jahr alt, was für Smartphones schon eine halbe Ewigkeit ist. Entsprechend „schlecht“ ist die Hardware. Der Snapdragon 820 hat eigentlich ausgedient. Das Axon 7 hat aber einen großen Vorteil gegenüber allen anderen hier gelisteten Mobiltelefonen: Es ist mit Googles Virtual-Reality-Plattform Daydream kompatibel. Bisher haben nur wenige günstige Geräte Zugang zum Daydream-System, das mit einer leichten Brille und einem praktischen Controller punktet. Zusätzlich überzeugen die Bilder der Kamera und die Stereolautsprecher sind Dolby-zertifiziert.

Meizu: Rückseiten-Display à la Yota

Meizu ist mit seinen China-Smartphones in Deutschland so gut wie unbekannt. Doch der Hersteller rockt in Indien und China richtig ab. Das aktuelle Spitzengerät hört auf den Namen Pro 7, nicht zu verwechseln mit dem privaten Fernsehsender. Von vorne betrachtet sieht das Smartphone aus wie jedes andere. Die Rückseite hat es aber im wahrsten Sinne des Wortes in sich: Ein zweites Display ist direkt unter der Dualkamera verbaut. Der 1,9 Zoll kleine OLED-Screen fungiert als Always-On-Display und zeigt neben dem Datum und der Uhrzeit auch das Wetter an.

Nebst Wallpapern sind auf dem zweiten Display auch Fitnessinformationen, Wecker, Benachrichtigungen, Kalendereinträge und vieles mehr anzeigbar. Auch Hardware-technisch setzt das Meizu Pro 7 ein Statement. Die Plus-Version mit einer Displaydiagonale von 5,7 Zoll kommt nebst 6 GB RAM mit dem aktuellen Spitzenprozessor Helio X30 daher. Das Meizu Pro 7 ist ein gutes Beispiel dafür, dass China-Smartphones den Geräten auf dem deutschen Markt oft überlegen sind.

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Image by Meizu

Cubot: Günstig und mit aktuellem Android

Cubot ist vor allem für China-Smartphones im Einsteiger-Segment bekannt, die in Deutschland für deutlich unter 100 Euro den Besitzer wechseln. So etwa das Cubot Note S, das eigentlich für den afrikanischen Markt gedacht war. Für 83 Euro gibt’s ein 5,5 Zoll großes Display mit einem zugegeben großen Rand. Der 4.150 mAh große Akku hält bei dem leistungsschwachen Mediatek 6580 auch gerne mal für mehrere Tage durch. Im Niedrigpreisbereich ist ein aktuelles Android-System selten, Cubot jedoch liefert das Note S mit Android 6.0 aus und bietet bereits ein Update auf 7.0 Nougat an. Richtige Wunder kann man beim Note S wahrlich nicht erwarten – für den mobilen Einstieg oder als Übergangshandy reicht das Gerät aber völlig aus.

Vernee: Smartphones mit Götternamen

Mit den Smartphones Vernee Mars, Apollo und Thor mischt Vernee seit 2016 auf dem mobilen Markt mit. Die Firma aus Shenzem, dem Pendant zum Silicon Valley in China, verkauft günstige Geräte mit kleinen Extras. So zum Beispiel das Vernee Thor Plus. Der Akku fasst 6.200 mAh – und das bei einer Dicke von lediglich 8 Millimetern. Dazu kommt ein 5,5 Zoll großes AMOLED-Display, ein Fingerabdrucksensor, Android 7.0 und ein vergleichsweise alter Mediatek 6753. Für dieses Akkumonster werden rund 155 Dollar fällig.

Hinter dem Namen Vernee Mars verbirgt sich ein Mittelklassegerät mit einem Helio X10-Prozessor, 4 GB RAM und einem 5,5 Zoll großem Full-HD-Bildschirm. Der 3.000 mAh fassende Akku lässt sich dank Quick Charge schnell wieder füllen. In unserem Test des Vernee Mars stellen wir ihm keine besonderen Qualitäten aus – allerdings handelt es sich beim Mars um ein solides Mittelklasse-Smartphone in einem schicken Unibody-Gehäuse.

Umidigi: Gute Hardware, mittlerer Preis

Die China-Smartphones von Umi machen prinzipiell nichts besonders gut, sind aber auch keinesfalls schlecht. Umi ging aus der Marke Jiayu hervor, deren Gerät S3+ wir vor einer Weile getestet haben. Die Firma stellt stabile Geräte her. Die Innovationen anderer Hersteller finden sich meist erst ein Jahr später in den Smartphones. Das aktuelle Flaggschiff Umidigi Z Pro hat aber aktuelle, flotte Hardware für einen Mittelklassepreis. 275 Euro sind für das Z Pro mit 5,5 Zoll Displaydiagonale, einem Fingerprint-Sensor auf der Vorderseite, einer Dualkamera und den Prozessor Helio X27 aus dem Hause Mediatek fällig. Das Telefon unterstützt Schnelladetechnologien und lässt sich mit bis zu 256 GB großen Micro-SD-Karten erweitern. Preislich ist es eine starke Alternative zu den in Deutschland alteingesessenen Marken.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten


Image (adapted) „Smartphone“ by Skefalacca (CC0 Public Domain)

Images by Meizu / OnePlus / Xiaomi


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Honor 8 Pro: Das unerwartete Flaggschiff im Test

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Kurz nach der Vorstellung des Samsung Galaxy S8 hat die Huawei-Tochter Honor ein Smartphone präsentiert, das auf den ersten Blick so gar nicht zur Marke passt. Während Honor bisher für Geräte im unteren und mittlerem Regal stand, greift die Marke jetzt nach ganz oben. Denn das Honor 8 Pro ist ein ernstzunehmendes und gut ausgestattetes Flaggschiff.

Der Underdog will in die erste Liga aufsteigen

Die noch ziemlich junge Marke der Chinesen gilt nach wie vor als Geheimtipp. Bisher robbt sie sich mit guten Geräten für kleines Geld unter 300 Euro an den Android-Platzhirsch Samsung heran.
Das von uns zu Jahresbeginn getestete Honor 6X oder das Honor 7 und Honor 8 sind dafür gute Beispiele. Deswegen wurden bei der Produktpräsentation einige Augen groß, als die Specs des neuen Smartphones verkündet wurden. Sie entsprechen, ebenso wie der Preis von 550 Euro, dem Niveau von Top-Geräten des Android-Marktes.

Schlank und schick

Der erste Blick begeistert. Schon die Verarbeitung ist tadellos und macht einen sehr guten Eindruck. Das Gerät kommt in einem optisch und auch haptisch schönen Metall-Unibody, hat angenehm weiche Kanten und nahtlose Übergänge. Die einzigen drei Buttons liegen auf der rechten Seite. Sie regeln den Ein/Aus-Zustand und die Lautstärke.

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Image by Anton Knoblach

Der Fingerabdrucksensor liegt wie beim Galaxy S8 auf der Rückseite und ist intuitiv platziert. Zum Entsperren reicht das Auflegen eines gespeicherten Fingers, auch einfache Gesten lassen sich umsetzen wie beispielsweise das Blättern durch Fotos oder das Herunterklappen des Benachrichtigungs-Overlays. Das funktioniert gut und ohne nennenswerte Verzögerung.

Das Honor 8 Pro reiht sich mit seinem 5,7 Zoll großen Display in die gerade sehr beliebte Phablet-Kategorie ein. Es ist größer als ein herkömmliches Smartphone, aber kleiner als ein Tablet. Auch Samsung wirft mit dem Galaxy S8 und S8 Plus ein Auge auf dieses Marktsegment. Trotz der Displayflache ist das Honor 8 Pro mit 6,9 Millimetern Tiefe sogar ein kleines bisschen schlanker als das Phablet-Modell iPhone 7 Plus, das bei 7,3 mm nur ein 5,5-Zoll-Display bietet.

Hochauflösendes Display für Reise in die Virtual Reality

Auch nach dem Anschalten gibt es nichts zu meckern. Das farbbrillante 5,7-Zoll-Display ist mit 2.560 x 1.140 Pixeln (Quad-HD) sehr hoch aufgelöst. Endlich zieht Honor mit den Spitzengeräten von Samsung und LG gleich. Bisher boten alle Honor-Smartphones maximal Full-HD.

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Image by Anton Knoblach

Die hohe Auflösung qualifiziert das Smartphone auch für Virtual Reality, wo eine hohe Pixeldichte für den Genuss unerlässlich ist. Mitgeliefert ist – passend zum Zeitgeist – eine kleine VR-Brille zum Selberbasteln: Aus der Verpackung lässt sich mit ein paar Handgriffen ein Okular bauen. Das Smartphone selbst wird mit Display nach oben einfach in den Karton gelegt. Die Idee ist definitiv sehr nett. Mit einem ausgewachsenen mobilem VR-System wie Samsung Gear VR kann die Cardboard-Lösung nach wie vor nicht mithalten.

Ein wahrer Performance-Protz

Auch die inneren Werte zeigen, das der Hersteller beim Honor 8 Pro auf Performance setzt. Die Specs lesen sich wie die von High-End-Flaggschiffen. Für Rechenpower sorgt der achtkernige Spitzenprozessor Kirin 960 aus der Chipschmiede von Huawei. Ihm zur Seite stehen imposante 6 Gigabyte Arbeitsspeicher sowie 64 Gigabyte Festspeicher. Wem der Speicher noch nicht ausreicht, kann ihn mit einer microSD-Karte um bis zu 128 GB erweitern.

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Image by Anton Knoblach

Von dieser Power sollen vor allem komplexe 3D-Spiele profitieren. Zum Beweis kooperiert Honor mit den Enwicklern des bald erscheinenden Mobil-Krachers „Galaxy on Fire 3: Manticore“. Käufer des Honor 8 Pro sollen bei den In-App-Käufen besondere Vorteile erhalten. Für eine bessere Detaildarstellung bei Spielen unterstützt das Honor 8 Pro auch die Vulkan API.

Trotz dieser Leistungsstärke soll das Honor 8 Pro soll mit einer Akkuladung zwei Tage lang durchhalten. Immerhin bietet der integrierte Energiespeicher 4.000 mAh. Angesichts des Preises ist das insgesamt eine überragende Ausstattung.

Das Honor 8 Pro in der Praxis

Was direkt auffällt: Das Honor 8 Pro ist verdammt schnell. Sogar schneller als das iPhone 7 soll es sein, also habe ich den Test gemacht. Und tatsächlich: Bei alltäglichen Aufgaben ist das Honor ein gutes Stück schneller. Egal ob Google Maps, Instagram oder Spotify – beim Öffnen von Apps hat das Honor 8 Pro fast immer die Nase vorn. Natürlich geht es hier um Sekundenbruchteile, die höhere Geschwindigkeit ist aber deutlich spürbar.

Auch bei Benchmarks muss sich das 8 Pro nicht verstecken: Beim Multicore-Test von Geekbench schlägt es das iPhone knapp, beim AnTuTu-Benchmark kommt es zumindest nah ran. Anders sieht es allerdings bei rechenintensiven Aufgaben aus. Beim Export einer Sequenz in Adobe Premiere Clip zum Beispiel gewinnt das iPhone.

Doppelt knipst besser: Tolle Dual-Kamera

Wie beim iPhone 7 Plus oder dem Honor 6X gibt es zwei rückseitige Kameras, das Konzept aber ist anders. Die zweite Kamera dient nicht für einen optischen Zoom oder die Berechnung von Bokeh im Hintergrund, sondern soll für mehr Lichtstärke und Detail sorgen. Verbaut sind zweimal 12 Megapixel, von denen ein Sensor ein reines Schwarzweiß-Bild liefert. Die andere Kamera reichert dieses Bild dann mit Farbinformation an.

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Image by Anton Knoblach

Die mitgelieferte App lässt sich wie von Android gewohnt in einen Profi-Modus schalten, in dem alle wichtigen Einstellungen manuell getroffen werden können, zusätzlich kann man auch im RAW-Format fotografieren.

Im Kurztest macht die Kamera einen guten Eindruck. Das Honor 8 Pro macht helle und scharfe Bilder mit realitätsgetreuen Farben. Auch bei wenig Licht klappt das gut.

Fazit

Mit dem Honor 8 Pro platziert sich der Hersteller im ernstzunehmenden High-End-Sektor, ohne aber dessen Preise abzurufen. Das Smartphone ist ein würdiger Konkurrent zum deutlich teureren Samsung Galaxy S8, dem Huawei Mate 9, dem LG G6 und dem HTC 10. Das Top-Gerät lässt Kaufinteressierte den Haken in technischen Daten und Materialqualität vergeblich suchen. Wer die Größe mag und viel Power haben will, hat mit dem Honor 8 Pro nun eine leistungsmäßig ebenbürtige Alternative zu den Android-Smartphones von bekannteren Marken. Und das auch noch zu einem verdammt guten Preis.

In Deutschland wird das Honor 8 Pro vorerst exklusiv beim Mobilfunk-Provider O2 erhältlich sein. Entweder als Einmalkauf für 549 Euro oder per Ratenzahlung mit und ohne Vertrag.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


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